Immer teurer und teurer...

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es lebe die Marktwirtschaft. Man kann nicht immer nur die Vorteile genießen...
Hallo,

der Marktwirtschaft kann man die Schuld nicht zuschieben. Die Probleme entstehen ja durch Eingriffe in die Marktwirtschaft. Beschränkungen des Handels wegen Krieg oder Folgen der Corona-Maßnahmen etc.

Aber mal abgesehen davon: Glaubst Du denn, dass die Alternative zur Marktschaft (= Planwirtschaft) die Mangelprobleme besser lösen könnte? Die Erfahrung zeigt nein. Planwirtschaft sorgt eher für Mangel. Alle Beteiligten leiden darunter. Außer die, die an den Hebeln der Macht sitzen und bestimmen können, wer was bekommt.

FG
Christian
 
der Marktwirtschaft kann man die Schuld nicht zuschieben.
Man kann.

Die Probleme entstehen ja durch Eingriffe in die Marktwirtschaft.
Auch das. Betonung auf "auch".

Glaubst Du denn, dass die Alternative zur Marktschaft (= Planwirtschaft) die Mangelprobleme besser lösen könnte?
Darüber wurden hunderte Bücher geschrieben...
Eine Marktwirtschaft ohne Regulierungen (Thatcherismus) und soziale Absicherung, Kollektiv-Verträge und und und... würde überhaupt nicht funktionieren. Sonst bräuchten wir nicht Tonnen an Abmachungen und Gesetzen damit sie halbwegs funktioniert. Ich erspare mir Gegenfragen... ;)

Alle Beteiligten leiden darunter. Außer die, die an den Hebeln der Macht sitzen und bestimmen können, wer was bekommt.
So war es seit tausenden von Jahren.

Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Funktionen der Markwirtschaft uns nicht nur Wohlstand und Reichtum bescheren, sondern durch dieselben Gesetze auch das, was wir jetzt haben und noch bekommen werden. Unsere Autos haben ja auch ein Gaspedal und eine Bremse. Nicht umsonst, weil sie wurden so konstruiert - ähnlich ist die Funktionalität bei der (angeblichen) Selbstregulierung des Marktes.

Wer sie in guten Zeiten lobt, sollte nicht über sie in den schlechten Zeiten schimpfen.
Sie sind systemimmanent, wie wir seit etwa hundert Jahren wissen.

lg
Niki
 
Eine Marktwirtschaft ohne Regulierungen (Thatcherismus) und soziale Absicherung, Kollektiv-Verträge und und und... würde überhaupt nicht funktionieren. Sonst bräuchten wir nicht Tonnen an Abmachungen und Gesetzen damit sie halbwegs funktioniert.
Die Marktwirtschaft kann auch ohne Regulierungen funktionieren. Sie wurde und wird überall wo Menschen sind (auch in Planwirtschaften) auch immer eingestzt. Ob bewußt oder unbewußt. Eine unregulierte MW kann aber zu Abhängigkeiten führen, die nicht erwünscht sind.

Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Funktionen der Markwirtschaft uns nicht nur Wohlstand und Reichtum bescheren, sondern durch dieselben Gesetze auch das, was wir jetzt haben und noch bekommen werden.
Und was ist die Alternative?
Planwirtschaft? Oder mehr Regulierung?

FG
Christian
 
Eine Änderung des Gesamtplans der Menschheit.
Das, was wir derzeit machen, geht in die Hose. :coffee:

Die Wirtschaft sollte ein Teil unseres kollektiven Lebenssinns sein.
Und nicht der Wichtigste.

Die Antwort liegt also außerhalb Deiner Frage.

lg
Niki
Träumen darf jeder was er möchte. Wenn aber die Gesellschaft sich ändern soll, muss es schon konkreter sein. UND mehrheitsfähig. Zumindest in der Demokratie.

Und die Diktaturen mit der "besseren und gerechteren" Gesellschaft sind hier keine Alternative! :mad:

FG
Christian
 

Ich habe die ersten Absätze der Einleitung der "Wissensmanufaktur" gelesen, die vor Unsinn nur so strotzen. Daher mein Verdacht, der sich wohl bestätigt hat. Man sollte immer etwas kritisch sein, wenn etwas allzu fantastisch klingt. Sonst geht man schnell den Rattenfängern auf den Leim.

Eva Hermann
"Sie ist mit Andreas Popp liiert, dem Betreiber der Website Wissensmanufaktur, die insbesondere rechtsgerichtete Verschwörungstheorien verbreitet."


FG
Chrstian
 
Ich hoffe, dass es keinen solchen Plan gibt. Und falls doch, hoffe ich, dass niemand in der Lage ist, einen solchen Plan umzusetzen!
Ich hoffe natürlich das Gegenteil. :)
Dir fehlt vielleicht ein wenig Fantasie, was damit gemeint sein könnte.

Ich meine keinen 5-Jahres-Plan.
Ich meine Philosophie, Würde und Zusammenarbeit, statt im Wettbewerb und Gier zu ersaufen.

lg
Niki
 
Dir fehlt vielleicht ein wenig Fantasie, was damit gemeint sein könnte.

Ich meine keinen 5-Jahres-Plan.
Ich meine Philosophie, Würde und Zusammenarbeit, statt im Wettbewerb und Gier zu ersaufen.
So hatte ich das verstanden, meine Fanasie ist ausreichend vorhanden. :sneaky:

Man sogar sagen, ich hatte genau das befürchtet! Denn Philosophie und Würde dürfen nicht einem Plan folgen. Dann wird es gefährlich und die Menschen fallen auf Rattenfänger herein... :eek:

FG
Christian
 
Man sogar sagen, ich hatte genau das befürchtet! Denn Philosophie und Würde dürfen nicht einem Plan folgen.
Das tun sie sowieso die ganze Zeit. Die Frage ist nur, welchem Plan.
Denen von Generaldirektoren, Diktatoren, Milliardären... Trump, Outin, Berlusconi, Xi, Scholz (ok, der hat weniger Plan), Börsenspekulanten, ... kurz, allen, die Macht haben, IHRE Pläne umzusetzen. Aber das weißt Du.

Eine Sensibilisierung, nicht in der Marktwirtschaft und ihrer Werbung zu ersticken, wäre fein.
Jede Feststellung, der Status Quo wäre eigentlich nicht mehr verbesserungswürdig, ist natürlich Unsinn.

Philosophie und Würde kann man mehr in den Mittelpunkt rücken. Eine globale Anäherung, nicht allzuviel Unnötiges zu produzieren, Dinge, die länger halten und reparierbar sind, ein Ende der Werbung, die nur das stets brandneue Zeug gut heißt, Regierungen, die nicht auf ihren Sessel, sondern das Volk schauen... Du weißt was ich meine. Ohne Vision einer sinnvolleren Ausgestaltung der vorrangigen Zuwendungsmöglichkeiten, also eine Priorisierung der Ausrichtung von Produktionen und Notwendigkeiten gehen wir halt den Bach runter. Trotz und wegen der Marktwirtschaft, die nicht mehr vorrangig dem Menschen, seinem Wohl und Sinn dient, wie Du weißt.

Man muss mich nicht vorsätzlich missverstehen, Christian, auch wenn es oft so verlockend einfach ist.

lg
Niki
 
Hallo Niki,

das würde bedeuten, den Altruismus in der Welt wiederzubeleben. Das haben schon viele angemahnt - passiert ist nix?

Ich glaube, dazu müßten Dinge geschehen, deren Eintreten wir uns besser nicht vorstellen, damit die Menschen lernen, dass andere Dinge wichtiger sind als den größten Smart-TV der Straße zu besitzen. (Nur als Beispiel)

CS
Jörg
 
Hallo Nikki,

ich fange mal hinten an.

Man muss mich nicht vorsätzlich missverstehen, Christian, auch wenn es oft so verlockend einfach ist.
Ich habe Dich nicht missverstanden. Ich habe aber eine andere Sichtweise als Du.

Das tun sie sowieso die ganze Zeit. Die Frage ist nur, welchem Plan.
Denen von Generaldirektoren, Diktatoren, Milliardären... Trump, Outin, Berlusconi, Xi, Scholz (ok, der hat weniger Plan), Börsenspekulanten, ... kurz, allen, die Macht haben, IHRE Pläne umzusetzen. Aber das weißt Du.
Ja, das weiß ich. Und es macht mir keine Angst. Diese Menschen verfolgen ihre eigenen Interessen, die miteinander konkurrieren. Mehr Sorge hätte ich, wenn all die Mächtigen EIN Ziel und EINEN Plan haben.

Eine Sensibilisierung, nicht in der Marktwirtschaft und ihrer Werbung zu ersticken, wäre fein.
Das liegt auch an jedem selbst. Mich nervt Werbung oft sehr. Unter Umständen ist genau diese Werbung aber eine, die von vielen gefeiert wird. Das nervt mich noch mehr. Ich kann das kritisieren und darüber sprechen (wenn es jemanden interessiert). Das ist nicht viel, aber besser als nichts tun.

Jede Feststellung, der Status Quo wäre eigentlich nicht mehr verbesserungswürdig, ist natürlich Unsinn.
:y:

Philosophie und Würde kann man mehr in den Mittelpunkt rücken. Eine globale Anäherung, nicht allzuviel Unnötiges zu produzieren, Dinge, die länger halten und reparierbar sind, ein Ende der Werbung, die nur das stets brandneue Zeug gut heißt, Regierungen, die nicht auf ihren Sessel, sondern das Volk schauen... Du weißt was ich meine. Ohne Vision einer sinnvolleren Ausgestaltung der vorrangigen Zuwendungsmöglichkeiten, also eine Priorisierung der Ausrichtung von Produktionen und Notwendigkeiten gehen wir halt den Bach runter.
Alles Dinge, die die Menschen miteinander verhandeln müssen. Das kann man nicht erzwingen. Die Menschen sind so unterschiedlich (Alter, Kultur, Geschlecht). DAS Gute und den EINEN richtigen Weg gibt es nicht. Man muss es akzeptieren, dass die eigenen Vorstellungen abgelehnt werden. Aber vielleicht nimmt man selbst auch Dinge an, die man zuvor abgelehnt hat. Kurzum: Alles ändert sich, nichts bleibt.

Trotz und wegen der Marktwirtschaft, die nicht mehr vorrangig dem Menschen, seinem Wohl und Sinn dient, wie Du weißt.
Nein, das sehe ich anders. Die Marktwirtschaft ist nicht schuld. Es sind die Markteilnehmer. Und die wären in einer (ineffizienteren) Planwirtschaft auch da. Und vermutlich können sie da noch schlimmeren Schaden anrichten (Korruption, Fehlverteilung und Fehlproduktion, Resourcenverschwendung etc.). Die Marktwiretschaft ist natürlich, entspricht unserem Wesen und sie ist normalerweise produktiv.

Man könnte viel dazu schreiben... Ich muss jetzt essn. :)

FG
Christian
 
Ich glaube, dazu müßten Dinge geschehen, deren Eintreten wir uns besser nicht vorstellen, damit die Menschen lernen, dass andere Dinge wichtiger sind als den größten Smart-TV der Straße zu besitzen.
Man kann ja eventuell auch lernen, ohne dabei eine Pistole imNacken zu haben... :cool: oder ohne mit einem globalen Nuklearschlag alles auf Anfang zu setzen. Das Traurige ist, dass die Weisen Bücher schreiben und viel Nachdenken über gute Wege, die offen stehen, aber ganz andere Leute die globalen Pläne machen und regieren.

Die Systeme von Wirtschaft, Politik, Geld und Gesetz sind natürlich ineinander verwoben. Keines davon kann man isolieren und optimieren, um es dann wieder einzusetzen...

lg
Niki
 
Mehr Sorge hätte ich, wenn all die Mächtigen EIN Ziel und EINEN Plan haben.
Diese Sorge ist dann also bereits jetzt gegeben, finde ich. Denn sie haben ein Ziel und einen Plan. Sich selbst an der Macht zu halten und diese zu mehren. Ein wenig generell ausgedrückt. Die Wege mögen differieren, die Ziele sind jedoch gleich. Oder?

Also nicht in dem Sinne: alle müssen morgen gelbe Autos mit 900 ccm Benziner bauen. Sondern: die Mächtigen und Reichen mögen ihren Status festigen und ausbauen, wodurch auch immer das erreichbar ist, in jedem Land, zu jeder Zeit mag das anders zu erreichen sein...

Unter Umständen ist genau diese Werbung aber eine, die von vielen gefeiert wird. Das nervt mich noch mehr.
Da sind wir uns einig. Medien sind falsche Freunde, aber das merken die Menschen kaum.

DAS Gute und den EINEN richtigen Weg gibt es nicht.
Nein, das gibt es so nicht. Die Frage ist aber, wenn der Weg das Ziel wäre, gibt es einen richtigen? Wenn das Ziel aber der Weg ist zu einem erfüllteren Leben, dann wäre der Weg dorthin egal.

Nein, das sehe ich anders. Die Marktwirtschaft ist nicht schuld. Es sind die Markteilnehmer.
Wenn sie sich aber den Botschaften nicht entziehen können, sind sie die Herde, und das Marketing mit seinen tausend Kanälen ist der Hirte... wer erzieht sie denn, die Marktteilnehmer? Millardenschwere Konzerne mit Bannern, Testimonials, Influencern, Plakaten, TV-Botschaften, Printwerbungen... was steht dem gegenüber?

Wie weise können "Marktteilnehmer" heute überhaupt noch werden?
Erinnert mich an Ford und die ersten Autos... ein kompletter Lifestyle wurde rund ums Öl hochgezogen, einfach, weil es das gab. Und wozu ein Auto? Um in die Arbeit zu pendeln... also wohnen im Speckgürtel oder noch weiter, arbeiten in der City oder der Nachbarstadt... Öl fördern und verbrennen... Träume aussähen... Haus im Grünen... schicker Wagen... Flugreisen auf irgendwelche Inseln. Importe und Exporte mit tausenden Schiffen über alle Weltmeere... die billigen Sachen kaufen aus China...

Das Petroloikum.
Das Erdgasiozän.

Das ist der Unsinn.
Samt all seinen energiefressenden Wegen...

lg
Niki
 
Denn sie haben ein Ziel und einen Plan. Sich selbst an der Macht zu halten und diese zu mehren. Ein wenig generell ausgedrückt. Die Wege mögen differieren, die Ziele sind jedoch gleich. Oder?
Naja, wenn Putin UND Erdogan UND Biden in Europa bestimmen wollen, wird es wohl keinem gelingen. Sie haben (vielleicht) dasselbe Ziel, spielen aber gegeneinander (total unrealistisches Bsp.).

Wenn das Ziel aber der Weg ist zu einem erfüllteren Leben, dann wäre der Weg dorthin egal.
Ja, aber jeder geht einen anderen Weg. Und womöglich ist man alleine unterwegs...

Wie weise können "Marktteilnehmer" heute überhaupt noch werden?
Die Bildung sollte nicht von der Werbung bestimmt werden. Ich setzte auf die Kritikfähigkeit. Vielleicht bin ich zu optimistisch...

Erinnert mich an Ford und die ersten Autos... ein kompletter Lifestyle wurde rund ums Öl hochgezogen, einfach, weil es das gab. Und wozu ein Auto? Um in die Arbeit zu pendeln... also wohnen im Speckgürtel oder noch weiter, arbeiten in der City oder der Nachbarstadt... Öl fördern und verbrennen... Träume aussähen... Haus im Grünen... schicker Wagen... Flugreisen auf irgendwelche Inseln. Importe und Exporte mit tausenden Schiffen über alle Weltmeere... die billigen Sachen kaufen aus China...

Das Petroloikum.
Das Erdgasiozän.

Das ist der Unsinn.
Samt all seinen energiefressenden Wegen...
Ich kann mich irren... Aber bist Du nicht begeisterter Motorradfahrer. Und ist das nicht ein sündhaft teures amerikanisches Modell mit hohem Spritverbrauch? :giggle:

Bist Du also auch ein Opfer der Marktwirtschaft? Vielleicht opfert man sich manchmal auch gerne, weil es soviel Spaß macht. ;)

Ich zumindest tue das hin und wieder mit wenig schlechtem Gewissen.

Meine Kühlbox ist gestern kaputt gegangen, mein Getränk im Eisfach geplatzt und ich habe nichts zum Essen gefunden. Nun fahre ich mit dem Auto zum BK-Drive-In, weil ich sonst verhungere. Es geht nicht anders. _affeaugen:

FG
Christian
 
Ich setzte auf die Kritikfähigkeit. Vielleicht bin ich zu optimistisch...
Das würde ich durchaus attestieren. ;)

Aber bist Du nicht begeisterter Motorradfahrer. Und ist das nicht ein sündhaft teures amerikanisches Modell mit hohem Spritverbrauch? :giggle:
Nein, die Harley hab ich verkauft zugunsten der 1100er Honda. Doppelkupplungsgetriebe und 200 kg weniger. Mein Beitrag, die Welt zu vernichten, scheint marginal, wenn ich nur einen von Putins Panzern und ein chinesisches Jagdflugzeug hernehme - was die so in einer Stunde verbrauchen...

Bist Du also auch ein Opfer der Marktwirtschaft?
Absolut. Seit ich es durchschaut habe ist es Masochismus. Nicht wegen den Motorrädern, sondern wegen der Taks.

Nun fahre ich mit dem Auto zum BK-Drive-In, weil ich sonst verhungere. Es geht nicht anders. _affeaugen:
Das ist würdig und recht.

lg
Niki
 
Ok, dann kaufe ich morgen doch den Mustang Mach 1, den meine Frau mir aus Umweltgründen versucht auszureden :cool:
Absolut.

Die Welt zu retten hänge ich denen da oben um. Meine Möglichkeiten sind begrenzt und haben jedweden Wahnsinn im Großen nicht stoppen können. Keinen Krieg, keine Verschwendung, kein Unrecht, keine Schmerzen, nichts. Ich war's schlicht nicht.

Und das, was "ich war", kann man (und ich) mir vorwerfen, aber damit lebe ich.
Nur ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein riesiger Sprung für mich...
Auch wenn Selbstgerechtigkeit nicht immer moralisch einwandfrei ist.

lg
Niki
 
Die Welt zu retten hänge ich denen da oben um. Meine Möglichkeiten sind begrenzt und haben jedweden Wahnsinn im Großen nicht stoppen können. Keinen Krieg, keine Verschwendung, kein Unrecht, keine Schmerzen, nichts. Ich war's schlicht nicht.
Das ist im Grunde genau die Einstellung, die wir als Gesellschaft nicht brauchen. Aber ich verstehe Deinen Egoismus, man versucht irgendwie klarzukommen, koste es was es wolle.

Nur gut finden muss das nicht jeder.
 
Das ist im Grunde genau die Einstellung, die wir als Gesellschaft nicht brauchen.
Das ist die einzige Einstellung, die uns retten kann.

Der Versuch, das Drama jeden Unsinns auf die kleinen Ameisen der Volks abzuwälzen ist lächerlich. Es wäre so, als würde der Kapitän der Titanic einem Heizer tief im Schiffsbauch sagen, er solle mit seinem Verhalten das Schiff retten.

Man hat uns das letztlich gut eingeredet, sonstnamenloser Orionsieben, dass jeder mit seinem Verhalten brav die Welt retten kann, soll und muss. Während die Obrigen mit unserer gesparten Kohle Atombomben bauen, Flugzeugträger, Waffen bis zum Abwinken und aus dem Boden holen, was nur geht. Um kurzlebigen Quack herzustellen. Atommüll habe ich wenig entgegenzuhalten, Orionsieben, wenn ich mein Flaschenglas brav in den Flaschencontainer werfe.

Das alles rettet nicht die Welt.
Der kleine Mann, kann es nur ein wenig verzögern oder beschleunigen.
Man muss wohl viele Bücher lesen und noch mehr nachdenken, um die Schuldzuweisungen überhaupt in voller Härte wahrzunehmen. Dass jeder Konsument mit seinem Tun das Wohl der Welt in der Hand hat. Genial und lächerlich. Während wir kleinen Würstchen uns also darauf konzentrieren, unseren Müll zu trennen und mit dem Rad zu fahren, fährt die Markt- und Weltwirtschaft mit hunderttausend Frachtern jeden Schmarrn über unsere Ozeane, verbrennen wir Öl und verstromen Kohle, bunkern Atommüll und führen Kriege.

Manchmal sollte man sich von den komischen Annahmen über die eigene, großartige Wirksamkeit trennen. ;):coffee:

lg
Niki
 
Naja.... Atombomben, Flugzeugträger und Waffen dürften nicht wirklich den Hauptteil am Klimawandel bewirken.

Speziell beim Klimawandel ist es schon die große Masse der Menschen die dafür verantwortlich ist. Die Industrie produziert nur das was auch verkauft wird. Die Landwirtschaft natürlich ebenso.

Die Markt- und Weltwirtschaft fährt keine hunderttausend Frachter über die Ozeane weil es den Reichen und Mächtigen Spaß macht sondern weil "das Volk" es so will. Wenn ALLE ihren Konsum drosseln würden, würden auch weniger Frachter fahren weil einfach weniger Rohstoffe und Produkte benötigt würden.

Insofern KANN der Einzelne natürlich die Welt nicht retten - aber wenn es JEDER Einzelne machen würde, dann hätte das schon einen deutlich Einfluss. Leider liegt ein gewisser Egoismus wohl in der Natur des Menschen. Wir wollen immer mehr, immer besser, bequemer, komfortabler leben. Und DA sind natürlich die Reichen ganz vorne mit dabei. Auch wenn ein paar Luxusyachten und Privatjets den Braten nicht fett machen - wenn es "Denen da oben" ernst wäre, könnten sie einfach mit gutem Beispiel voran gehen. Machen sie (zumindest die Meisten) aber nicht. Und das wird dann wohl unser Untergang. Das "einfache Volk" wird sich nicht ändern wenn die Vor- und Leitbilder keinen anderen Lebensstil vorleben.

Ciao, Udo
 
Die Markt- und Weltwirtschaft fährt keine hunderttausend Frachter über die Ozeane weil es den Reichen und Mächtigen Spaß macht sondern weil "das Volk" es so will.
Interessanter Weise funktioniert Wirtschaft tatsächlich umgekehrt. Beim Öl hieß es: und was machen wir jetzt damit? Wie kann man damit jetzt Geld verdienen?

Nope, kein Volk brauchte damals Öl, aber Ford dachte, es wäre cool, Autos zu bauen. Dann braucht man Industrie, Werke, Maschinen, Menschen, Straßen, Autobahnen, Vororte, Tankstellen, Öltanker, Raffinerien, Flugzeuge, eben all das, was vorher keiner brauchte.

Die Industrie stellt sich dann hin und sagt uns, was wir brauchen.
Nicht umgekehrt.
Marketing war stets alles.
Besonders bei der Energie und unserer Lebensart. ;)

Bei uns in Wien steht ein uraltes Elektroauto im Technischen Museum... die gab es ja seit etwa 1880, denke ich, und wäre man dabei geblieben, hätte man sich den ganzen Dreck erspart, den Verkehr mit Öl zu füttern und das Stromnetz mit Atomenergie. Jetzt gehen wir zurück nach 1880.

Nein, es hat nur den Reichen und Mächtigen Spaß gemacht, mit Öl und Kernenergie Kohle zu verdienen, und eben nicht weil "das Volk" es so will. Lest die Geschichtsbücher, Kollegen! :)

Auch wenn ein paar Luxusyachten und Privatjets den Braten nicht fett machen - wenn es "Denen da oben" ernst wäre, könnten sie einfach mit gutem Beispiel voran gehen. Machen sie (zumindest die Meisten) aber nicht. Und das wird dann wohl unser Untergang.
Das ist der Punkt. :y:

lg
Niki
 
Man kann ja eventuell auch lernen, ohne dabei eine Pistole imNacken zu haben... :cool: oder ohne mit einem globalen Nuklearschlag alles auf Anfang zu setzen. Das Traurige ist, dass die Weisen Bücher schreiben und viel Nachdenken über gute Wege, die offen stehen, aber ganz andere Leute die globalen Pläne machen und regieren.

Die Systeme von Wirtschaft, Politik, Geld und Gesetz sind natürlich ineinander verwoben. Keines davon kann man isolieren und optimieren, um es dann wieder einzusetzen...

lg
Niki
Hallo Niki,

mein Vater, vor Kurzem mit 99 Jahren von uns gegangen, Weltkriegsteilnehmer bei der Kriegsmarine und lange in Gefangenschaft, sagte immer, und das meinte er ernst, dass es erst wieder zu Verhältnissen wie im Krieg kommen müsse, damit die Menschen verstehen lernen, was wirklich wichtig ist. Ich fürchte, er hat recht.

Meiner Ansicht nach ist das Grundübel nicht unser Wirtschaftssystem an sich, sondern die ungezügelte Konsum-Gier, die alles antreibt. Auch die "Wichtigen" und "Mächtigen" bekommen die Macht durch uns. Im Bild: Wenn niemand mehr bei Aldi ("Hofer") kauft sind die Albrechts Geschichte. Oder Amazon und wie sie alle heißen, sie leben davon, dass wir ihnen auf der Jagd nach immer neuen Schnäppchen die Türen einrennen. Und das, was die verkaufen, muss erzeugt, finanziert, versichert, transportiert und vertrieben werden.

In den tausenden Containerschiffen auf den Weltmehren schwimmen zum überwiegenden Teil Konsumgüter. Und genau diese "Sucht" treibt heute alles an, die Gier nach immer höheren Renditen die Märkte, das Verlangen nach Opportunismus die Politik, und letztlich auch die Gesellschaft. Woher kommen immer mehr Verschwörungsmythen? Davon, dass die Menschen sich die Welt denken wollen, wie sie sie gerne hätten, einfach, mit einfach zu definierenden Feinden, ohne großes Nachdenken zu verstehen, quasi Ideologie "konsumfreundlich".

Nachdem die scheinbare heile Welt, in der alles berechenbar und beherrschbar schien, Brüche bekommt, da ist das Thema Ukraine ja nur einer von, suchen die Menschen nicht nach komplizierten Erklärungen und Zusammenhängen wie die Wissenschaft sie liefert, sondern einfache Antworten à la "Stürmer". So wie sie im Media-Markt, Aldi, Penny und wie sie alle heißen ihr materielles Leben konsumieren, konsumieren sie auch da. Nicht umsonst sind ja auch die "erkannten" Feinde wieder die altbekannten - Geschichte wiederholt sich!

Und, das war der Ansatz meines Vaters, wenn sie morgens Angst haben müssen, ob sie abends noch leben, was sie essen können, ob sie noch ein Dach über dem Kopf haben oder schon vertrieben werden - das würde rein aus Überlebensangst die notwendige Erdung herstellen, mein Vater sprach da von einem "korrektiven Zyklus".

Keine schöne Vorstellung.

CS
Jörg
 
Status
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