Neues 102mm F11 ED Doublet auf dem Level eines erstklassigen F8 Triplets.

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Eine kleine Anmerkung:
Als Planeten-Spezialist sehe ich dieses Gerät überhaupt nicht. 1,3" Auflösung ist geringer als unser Seeing bei bester Bedingung von 1" erlaubt. Bei 100mm Objektiv liegt die förderliche Vergrößerung bei 100fach. Das wäre mir bei Planeten zu gering.
Ebenso ist ein achromat bei f/10 visuell farbrein. Was soll das mit dem f/11 und Ed Glas. Am Ende ist da kronglas und Flintglas verbaut?! Der Käufer kann das sowieso nicht erkennen. Wieso gab's diese Geräte nicht schon vorher, wenn sie so toll sind?? Für Planeten braucht es Auflösung, ebenso für deep sky. Jeder 6 Zoll Newton, Maksutov oder SC ist da besser.
VG Frank
 
Eine kleine Anmerkung:
Als Planeten-Spezialist sehe ich dieses Gerät überhaupt nicht. 1,3" Auflösung ist geringer als unser Seeing bei bester Bedingung von 1" erlaubt.
bei guten Bedingungen sogar noch besser
Bei 100mm Objektiv liegt die förderliche Vergrößerung bei 100fach. Das wäre mir bei Planeten zu gering.
definitiv
Ebenso ist ein achromat bei f/10 visuell farbrein.
Dem kann ich mich so absolut gar nicht anschließen.
Ich habe NOCH NIE einen Achromaten gesehen, der farbrein abbildet. Auch nicht mit F/15

Ed Glas. Am Ende ist da kronglas und Flintglas verbaut?!
Auch FPL 53 ist ein Flint, Lanthan ein Kron
Der Käufer kann das sowieso nicht erkennen.
Ich finde das die Unterschiede Visuell äußerst deutlich sind.
Wieso gab's diese Geräte nicht schon vorher, wenn sie so toll sind??
Wegen Fotografischer Optimierung, heute macht doch jeder nur noch Fotos, das Öffnungsverhältnis muss eben schnell sein, vin daher braucht es einen gewissen Mut von einer Firma, etwas zu produzieren, was außerhalb vom Mainstream liegt

Für Planeten braucht es Auflösung, ebenso für deep sky. Jeder 6 Zoll Newton, Maksutov oder SC ist da besser.
4" ist zu wenig, da sind sich hier einige einig, das stimmt schon.

LG
Olli
 
hallo miteinander!


Interessant dass mit immer großer werdender Öffnung im Verhältnis mehr Brennweite her muss um eine gewissen Farbreinheit wieder zu erreichen. Das kann man auch gut am Fraunhofer Design nachvollziehen. Beim ED sinds ja auch nur andere Gläser aber die Prinzipien der Rechnung für eine bestimmte Korrekturgüte bleiben gleich.


Ich glaube, ein ED-Refraktor kann schon deutlich bessere Farbreinheit erreichen, auch bei z.B. f/7 oder so als ein FH f/10. Es wäre mal interessant wie da so die Verhältnisse zum FH sind. Welche Brennweite muss ein 100mm ED haben um einem 100mm FH /f15 oder f/10 in der Farbkorrektur zu entsprechen?


Planetenspezialist naja... Für Teleskope gleicher Öffnung bzw. vielleicht im Vergleich mit einem z.B. 130mm oder maximal 150mm Newton würde ich das gelten lassen. Klar sieht man mit mehr Öffnung im Allgemeinen mehr. Von allen 102mm Refraktoren-Designs ist ein 102/1100 ED natürlich mit das beste Planetengerät. Wobei okularunkritisch heutzutage etwas veraltet ist, finde ich. Aber die Brennweite hilft natürlich.


f/10 für Sonnen-Beobachter? Warum gerade f/10?




schönen Abend zusammen
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Planeten-Spezialist sehe ich dieses Gerät überhaupt nicht. 1,3" Auflösung ist geringer als unser Seeing bei bester Bedingung von 1" erlaubt. Bei 100mm Objektiv liegt die förderliche Vergrößerung bei 100fach. Das wäre mir bei Planeten zu gering.

das so ein erstklassiger APO mit 102mm Öffnung nun das Ende der Fahnenstange bei der Planeten Beobachtungen ist hat ja auch niemand behauptet und dass hat mit der Einstufung als Planetenspezialist ja letztlich auch Garnichts zu tun.
Auch kleinere Teleskope können selbstverständlich ein Spezialgebiet haben wofür sie sie besonders geeignet sind.

Das größere Öffnungen mehr zeigen ist ja nicht nur am Planeten so.
Das Spezialgebiet Planeten an der Öffnung festzumachen ist daher unsinnig.
Man könnte genauso gut sage das Teleskope mit größerer Öffnung Spezialisten für DS wären.
Letztlich gibt es aber in jeder Öffnungsklasse Teleskope die sich für das eine oder Andere besonders gut eignen.
Der 102F11 APO eingnet sich in seiner Öffnungsklasse nun mal besonders gut für Planeten und daher ist er selbstverständlich ein Planetenspezialist.
Man sollte die Leistung so eines 102mm APOs nicht unterschätzen.

Das tatsächliche Auflösungsvermögen bei 102mm Öffnung beträgt übrigens 1,1“ denn die Auflösungsgrenze ist erst dann erreicht wenn der Kontrast in der MTF gegen null geht und nicht dann wenn ein Doppelstern einen bestimmten Grad der Trennung zeigt.

Zur Vergrößerung, erstens beträgt die förderliche Vergrößerung für 102mm Öffnung nicht 100 sondern146 fach.
Und zweitens wer bei 146 facher Vergrößerung am Planeten noch nichts erkennen kann der sieht wohl nicht gut oder ist ungeübt.
Es gehört einiges an Erfahrung und Übung dazu am Planeten feine Details auszumachen.
Und wem es zu anstrengend ist die kleinen Details bei 146 fach auszumachen der kann auch bis 200fach vergrößern.


Ebenso ist ein achromat bei f/10 visuell farbrein. Was soll das mit dem f/11 und Ed Glas. Am Ende ist da kronglas und Flintglas verbaut?! Der Käufer kann das sowieso nicht erkennen.

Ein 102mm FH mit F10 erfüllt nicht mal das FH Kriterium denn dafür müsste er F12,44 haben.
Von visuell farbrein ist der mit RC 5,18 meilenweit entfernt.
Wer hier keine Farbe sieht der sollte zum Arzt gehen.
Selbstverständlich bringt ein ED Glas hier eine Verbesserung und die ist erheblich, das sollte auch der Laie sofort erkennen.

Jeder 6 Zoll Newton, Maksutov oder SC ist da besser.

Das stimmt visuell bei den am Planeten wichtigen mittleren Kontrasten nicht.
Da kann kein handelsüblicher 6“ China MAK oder SC mit 35% Obstruktion einen erstklassigen 102mm APO übertreffen.
Beim 6“ Newton kommt es drauf an.
Mein 6“F8 Newton also mit 1200mm Brennweite hat einen 35mm FS und sollte da etwas besser sein.
Dafür ist er aber auch stattliche 1100mm lang und wiegt knapp 7kg.
Der TS 102F11mit FPL51 wiegt 4,6kg und hat eine Transportlänge von rund 1000mm.
Beim neuen SD wird es nicht viel anders sein.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Brennweite muss ein 100mm ED haben um einem 100mm FH /f15 oder f/10 in der Farbkorrektur zu entsprechen?
Der Skywatcher ED 120/900 im blauen Tubus wurde mit RC über 2 gemessen, der goldene hatte noch RC 1,8 und beim schwarzen schließlich, also der aktuellen Variante, wurden mit RC Wertenl um 1,2 gemessen.
Ein 120mm FH müsste 6000mm Brennweite haben um auf einen solchen RC Wert zu kommen. Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Der FH hätte quasi gar keinen Gaußfehler mehr, während der Skywatcher ED in dieser hinsicht recht angespannt ist.

f/10 für Sonnen-Beobachter? Warum gerade f/10?
Wegen der verfügbarkeit von H alpha optimierten 3x Telezentriken um auf F/30 für das Etalon zu kommen

LG
Olli
 
Hallo Christian,

Wobei okularunkritisch heutzutage etwas veraltet ist, finde ich.
Dazu möchte ich dann doch gerne mal nachfassen. Wie meinst Du das? Warum sollte das veraltet sein?
Würde mich freuen, wenn Du das nochmal ausführst.
Dann kann da auch drauf geantwortet werden. Im Moment würde ich eine Antwort schreiben, die auf einer Vermutung aufsetzt, was Du meinst, aber das wäre wenig effizient :cool:

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo Olli und die Anderen,

na ja, das gilt nur für den Sundancer II von Baader. Ansonsten bekommt man Telezentriken, die
praktisch für alle Öffnungsverhältnisse optimiert sind, z.B. bei Oliver Smie von Beloptik. Und bei den
Quarks sind 4,3x Telezentriken verbaut. Also ist das kein Argument mehr für f10, sonder eher, dass die gängigen
SCs dieses Öffnungsverhältnis haben.
Zum Farbfehler: der Unterschied zwischen meinem alten Skywatcher 150/1200 FH und dem APM 152/1200 ED
war schon gravierend. Beim Skywatcher hatte ich einen Chromacor II von Aries dran, da kam er einem heutigen
ED sehr nahe, allerdings nur im achsnahen Feld mit ca. 1/2° Durchmesser.
Mein jetziger Omegon ED 110/660 Doublett ist auch farbreiner als ein FH mit vergleichbaren Daten, aber längst
nicht so gut wie ein Triplett. Dafür schön leicht und transportabel. Und kann eigentlich alles, was ein 4´´er können sollte:
Mond, Planeten, Sonne und Deep Sky 8das besonders schön).
Ich würde den gegen keinen noch so farbreinen langen ED mit f11 tauschen.

Viele Grüße Michael
 
Es gibt einen 127/1200 Achro, den hatte ich. Der war schwer, unhandlich und zeigte viel Farbe. Achro in dem Bereich würde ich nicht mehr empfehlen, die letzten möglichen Achro Varianten wären die alten Vixen 80/1200 oder 90/1500.
 
Der 102F11 APO eingnet sich in seiner Öffnungsklasse nun mal besonders gut für Planeten und daher ist er selbstverständlich ein Planetenspezialist.

Warum soll er mit 1,3" Auflösung ein Planeten-Spezialist sein. Eher nicht, er ist ein moderater Planeten Beobachter für anfängliche Sichtungen zur Oppositionszeit. Die unhandliche Länge des beworbenen Gerätes würde mich ebenfalls abschrecken. Da ist ein Maksutov oder SC besser geeignet.
VG Frank
 
Teleskope sollte man immer öffnungsbezogen miteinander vergleichen. sonst landet man irgenwann beim 1 Meter Spiegel. Es macht keinen Sinn, den 6 oder 8"Mak ins Spiel zu bringen, im Vergleich zum 4" Apo. Ich gebe Dir aber im Prinzip Recht, der Mak ist für mich auch das ideale Planetenteleskop.
 
Hallo Olli und die Anderen,

na ja, das gilt nur für den Sundancer II von Baader. Ansonsten bekommt man Telezentriken, die
praktisch für alle Öffnungsverhältnisse optimiert sind, z.B. bei Oliver Smie von Beloptik. Und bei den
Quarks sind 4,3x Telezentriken verbaut. Also ist das kein Argument mehr für f10,
Wenn man es einfach haben will braucht man entweder F/7 Teleskope (Quark) oder F/10 Teleskope (Sundancer). Alles weitere ist absolut möglich, aber braucht dann eine Custom Lösung statt der beiden All-in-One Varianten.

LG
Olli
 
Nach den Informationen und Diskussion in diesem Thread bin ich an dem Gerät sehr interessiert.

Ein "Schnäppchen" wird es vermutlich nicht werden. Bereits der Preis in Japan liegt deutlich über 1000,- €. Bin gespannt auf die hiesige Markteinführung.

Schönes Wochenende
Uwe
 
10-12ct pro mm² Öffnungsfläche ist ein guter Preis für einen guten ED und liegt auf dem Niveau der Skywatcher EDs, da gibts aus meiner Sicht erstmal keine Einwände.

LG
Olli
 
10-12ct pro mm² Öffnungsfläche ist ein guter Preis für einen guten ED und liegt auf dem Niveau der Skywatcher EDs, da gibts aus meiner Sicht erstmal keine Einwände.

Eine Kaufentscheidung muss jeder selbst treffen. Fakt ist, bei einem Preis von ca. 1200,- € in Japan wird der Endpreis in Deutschland sicher über 1500,- €, ich befürchte nahe bei 1800,- € liegen. Im Vergleich zum ED102F11 (mit FPL51) wäre das mehr als das Doppelte.

"In Ordnung" oder nicht, es ist kein Schnäppchen wie die FPL51-Variante. Tatsächlich konnte ich deren Preis kaum glauben, als ich gelesen habe, dass die Optik aus Japan stammt. Bei Endpreisen im Bereich von 1500,- € bis 2000,- € würde ich mich mit meinem Vixen ED102S f/9 begnügen. Ist ebenfalls ein sehr schöner Refraktor.

Schönes Wochenende
Uwe
 
Niemand hat behauptet, dass ordentliche Apos Schnäppchen wären ;)
You get what you pay for

LG
Olli
 
Niemand hat behauptet, dass ordentliche Apos Schnäppchen wären ;)
You get what you pay for

Darum ging es mir auch überhaupt nicht.

Ich habe über den Endpreis in Deutschland spekuliert und behauptet, dass dieser Refraktor, wenn er in Deutschland angeboten wird, sicher kein Schnäppchen ist. Die FPL51-Variante ist das nämlich, ein ordentlicher APO UND ein Schnäppchen. So bin ich darauf gekommen.

Unglaublich, was dieses Gerät für relativ "kleines Geld" bietet. Dafür bekommt man gerade mal einen Takahashi FS-60CB ohne Zubehör.

PS. Kein Wunder, dass bei solchen Preisen für neue Teleskope niemand einen gebrauchten Vixen ED102S f/9 haben will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Hmmm, 1500-1800€ :unsure: ungefähr Pi mal Auge, mehr oder weniger, sehe ich als Blödsinn mal ganz ehrlich gesagt, wenn ich mir meinem ED f11 von TS angucke.
Auch wenn man jetzt noch ein Ultra TS Fluorite rausbringt, wird mich das nicht warm machen bis man nicht den Fokussierer verbessert hat!
Ich sag mal um voll auszunutzen die Kapazitäten bei Doppelstern- und Plantenfreunden, aka die die langen kontrasty Refraktoren schätzen von früher muss auch in erster Linie so ein Fokussierer peinlich genau ausgerichtet sein. Und bei diesem Fokussierer gibt es da nichts grosses zum schrauben, die Teflon Dinger innen sin ja geklebt..... Die drei Schräubchen die er hat am Auszugsrohr sind ja nur da um rüdimentar das Rohr anzudrücken, da kann man nichts entkippen.
Und so wie jeder es erkennen kann auf den Fotos, handelt sich es um mechanisch gesehen um das gleiche Teleskop, nur halt in schwarz.....
Wie die meisten Sachen die ich habe was Teleskope anbegeht und Montierungen konnte ich den OAZ am ED f11 erstmal zerlegen und nachbessern so weit es möglich ist mit einfachen Mitteln.

Clear skies!,
- Martin
 
Hmmm, 1500-1800€ :unsure: ungefähr Pi mal Auge, mehr oder weniger, sehe ich als Blödsinn mal ganz ehrlich gesagt, wenn ich mir meinem ED f11 von TS angucke.
Wir werden es bald wissen. Blödsinn ist es vielleicht, die Optik für diesen Preis zu kaufen, wenn man den FPL51-102 f/11 für ca. 800,- € bekommt. Meine Schätzung hat eine konkrete Datengrundlage, den Verkaufspreis in Japan. Wie soll dieser günstiger sein, wenn er dort schon knapp 1300,- € kostet? Das geht gar nicht.

Eine so hervorragende Optik ist das meines Erachtens wert, ABER mir wäre es zuviel, da ich schon drei sehr gute 4"-APOs habe. Der Vixen ED102S f/9 hat sogar einen Feathertouch Auszug von mir spendiert bekommen. Zudem möchte ich erst einmal sehen, ob dieser Refraktor den Takahashi FC100DL wirklich in der Praxis an allen Objekten schlägt. Ich würde das ernsthaft bezweifeln. Noch wissen wir nichts über die Serienstreuung dieser Refraktoren.

Wie sind eigentlich die verbauten "RAP"-Okularauszüge? Die sieht man mittlerweile sehr häufig.
Auch wenn man jetzt noch ein Ultra TS Fluorite rausbringt, wird mich das nicht warm machen bis man nicht den Fokussierer verbessert hat!
Ich sag mal um voll auszunutzen die Kapazitäten bei Doppelstern- und Plantenfreunden, aka die die langen kontrasty Refraktoren schätzen von früher muss auch in erster Linie so ein Fokussierer peinlich genau ausgerichtet sein. Und bei diesem Fokussierer gibt es da nichts grosses zum schrauben, die Teflon Dinger innen sin ja geklebt..... Die drei Schräubchen die er hat am Auszugsrohr sind ja nur da um rüdimentar das Rohr anzudrücken, da kann man nichts entkippen.
Und so wie jeder es erkennen kann auf den Fotos, handelt sich es um mechanisch gesehen um das gleiche Teleskop, nur halt in schwarz.....
Wie die meisten Sachen die ich habe was Teleskope anbegeht und Montierungen konnte ich den OAZ am ED f11 erstmal zerlegen und nachbessern so weit es möglich ist mit einfachen Mitteln.
 
Wie sind eigentlich die verbauten "RAP"-Okularauszüge? Die sieht man mittlerweile sehr häufig.
Es gibt V1 und V2, bei wenigen Händlern werden solche Angeben gemacht. Es werden sehr viele retourniert.
Ich kenne persönlich 5 Personen die Teleskope mit baugleichen OAZ 2.5" zurück geschickt haben wegen des R&P bei der derzeitigen Version R&P.
Beim 2"OAZ R&P funktioniert die V2 bedeutend besser. Haben'se halt mehr acht gegeben beim "Bohren":ROFLMAO:
William Optics hat die Nase lang voran gegenüber den ganzen anderen, auch wenn sie identisch sind und vom gleichen Band fallen.

Clear skies,
- Martin
 
Fakt ist, bei einem Preis von ca. 1200,- € in Japan wird der Endpreis in Deutschland sicher über 1500,- €, ich befürchte nahe bei 1800,- € liegen.
Also bei 1.800,- oder mehr glaube ich nicht, denn ich bin ja hier im Thread schon mal überschlägig auf 1.800,- Euro gekommen, wenn ich es privat aus Japan importiere.
Nun kauft ja kein Händler in Japan zum Endkundenpreis ein und bringt das Gerät dann nach Deutschland. Dann wird auch nicht nur ein Gerät verschickt, also reduzieren sich die Versandkosten pro Stück.
Schauen wir also mal, was es dann wird, wenn das gute Stück seinen Weg zu uns findet.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Und so wie jeder es erkennen kann auf den Fotos, handelt sich es um mechanisch gesehen um das gleiche Teleskop, nur halt in schwarz....
Du sagst es! Und kein Kunde kann erkennen ob da nun 51 oder 53 verbaut ist! Zumal ein f/11 Verhältnis sowieso unkritisch ist. Man denke nur an das Abblenden bei Foto Objektiven. Ist das Objektiv bei Offenblende noch blausäumig, so verschwindet der Saum beim Abblenden! Durch die größere Tiefenschärfe! Bei f/11 ist die Tiefenschärfe recht groß.
Was mich hier wundert ist die vollmundige Bewerbung, Kein Mensch hat da jemals durchgeschaut! Nur ein Diagramm liegt den Äußerungen zugrunde. Ob es in der Praxis auch so funktioniert? Das es oft gekauft wird bezweifle ich ebenfalls.
VG Frank
 
Nun kauft ja kein Händler in Japan zum Endkundenpreis ein und bringt das Gerät dann nach Deutschland.
Das ist keineswegs sicher. Man sollte das nicht unterschätzen. Der Händler Rabatt ist erfahrungsgemäß nicht groß. Man braucht sich nur die Preise von Astro Physics Geräten oder TEC Refraktoren in den USA und in Deutschland anzusehen. Der Unterschied ist gewaltig! Und es sind Händler, die diese Geräte importieren und vertreiben.
Dann wird auch nicht nur ein Gerät verschickt, also reduzieren sich die Versandkosten pro Stück.
Richtig, aber die Versandkosten sind nicht wirklich entscheidend.
Schauen wir also mal, was es dann wird, wenn das gute Stück seinen Weg zu uns findet.
Bin sehr auf den Preis gespannt.
 
Also bei 1.800,- oder mehr glaube ich nicht, denn ich bin ja hier im Thread schon mal überschlägig auf 1.800,- Euro gekommen, wenn ich es privat aus Japan importiere.
Nun kauft ja kein Händler in Japan zum Endkundenpreis ein und bringt das Gerät dann nach Deutschland. Dann wird auch nicht nur ein Gerät verschickt, also reduzieren sich die Versandkosten pro Stück.
Schauen wir also mal, was es dann wird, wenn das gute Stück seinen Weg zu uns findet.
Ja, schauen wir mal. Allerdings darf man nicht vergessen, dass ein Händler zusätzliche Kosten für den Aufwand und die Abwicklung des Imports hat und nach dem Kauf einen Kundenservice anbietet. Er hat Angestellte, Energiekosten, Geschäftsräume, Lagerkosten und will schließlich noch etwas an diesen Geräten verdienen. Meine Eltern hatten ein Fotogeschäft und ich weiß, wovon ich spreche.

Tatsächlich glaube ich, dass ein Import auf eigene Rechnung inklusive Transport und Zollgebühren günstiger ist, dann fällt dieser gesamte "Overhead" weg. Das Risiko trägt man allerdings alleine und hat keinen Kundenservice. Bei hochpreisigen "high-end" Geräten von Astro Physics oder von TEC würde ich auf diesen Service keinesfalls verzichten wollen. Im Prinzip ist der Aufschlag, so hoch er erscheint, gerechtfertigt.

Beispiel "Stowaway" von Astro Physics:

Listenpreis bei Astro Physics in den USA: 3,750.00 US$ - Astro Physics
Preis von Baader Planetarium in Deutschland: 5,550.00 € - Baader Planetarium

Das ist ein Aufschlag von 46%! Keine Ahnung, wieviel Nachlass, Händlerrabatt Roland Christen gewährt. Mein Tipp, das Teil wird um die 1800,- € kosten. Sollte der Verkaufspreis in Deutschland deutlich darunter liegen, umso besser!

PS. Beim TEC 140FL f77 ist der Aufschlag 43,9% also in einem ähnlichen Bereich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Uwe,

ich denke auch das die 1800 die du für den SD vermutest stark übertrieben sind.
Produkte von Kasai sind weltweit inklusive Deutschland nach meiner Beobachtung zu einem sehr guten Preis/ Leistungsverhältnis zu bekommen.
Das siehst du ja schon am ED.
Der ist ja auch vergleichsweise günstig, und nicht teurer wie vergleichbares aus China oder Taiwan.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass ein Händler zusätzliche Kosten für den Aufwand und die Abwicklung des Imports hat und nach dem Kauf einen Kundenservice anbietet. Er hat Angestellte, Energiekosten, Geschäftsräume, Lagerkosten und will schließlich noch etwas an diesen Geräten verdienen. Meine Eltern hatten ein Fotogeschäft und ich weiß, wovon ich spreche.

Ja sicher aber was du offensichtlich vergisst ist das auch der Japanische Händler die gleichen Kosten hat und diese natürlich in den 1200 VK mit einkalkuliert sind.
Deine Rechnung hinkt daher weil du die 1200 VK inklusive Japanischer Steuern und Händlermarge als EK für TS annimmst.
Das geht so natürlich nicht denn der EK für TS ist natürlich wesentlich geringer.
Sehr wahrscheinlich nimmt TS als sehr großer Händler der den Kasai dann sicherlich auch wieder unter Eigenmarke anbietet und weltweit als TS weiterverkauft mehr ab als der Japanischen Händler und bekommt dann auch einen günstigeren Stückpreis als dieser.

Und auch der Zoll fällt natürlich nur auf den EK an.
Kosten die in Deutschland entstehen also die Marge des deutschen Händlers werden natürlich nicht verzollt.

Wenn du Privat aus Japan importierst dann musst du die Marge des Japanischen Händlers aber mit verzollen.
Allein deshalb sollte Privatimport teurer sein.

Grüße Gerd
 
Und kein Kunde kann erkennen ob da nun 51 oder 53 verbaut ist! Zumal ein f/11 Verhältnis sowieso unkritisch ist. Man denke nur an das Abblenden bei Foto Objektiven. Ist das Objektiv bei Offenblende noch blausäumig, so verschwindet der Saum beim Abblenden! Durch die größere Tiefenschärfe! Bei f/11 ist die Tiefenschärfe recht groß.

Es geht nicht nur um FPL53 sondern auch um das Partnerglas und das sekundäre Spektrum der Glaspaarung das sich daraus ergibt.
Und da sieht man auch bei 102 F11 noch einen Unterschied zum ED.
Der ED ist nach RC Wert an der Grenze zum voll APO und hat bei entsprechend aufmerksamer Beobachtung an harten Kontrasten noch minimal Restfarbe.
Der SD ist da absolut farbrein weil sein sekundäres Spektrum der Glaspaarung mindestens 10 mal kleiner ist.
Und das merkt man selbst bei 102F11.
Auch im defokussierten Stern wird das zu erkennen sein.
Bisherige ED oder SD Doublets zeigen typischerweise im defokussierten Stern mehr oder weniger Farbe.
Auch wenn im Fokus die Farbkorrektur recht gut ist.
Der neue SD 102F11 wird auch im defokussierten Stern deutlich weniger Farbe zeigen.
So wie man es auch von guten Triplets her kennt.

Was mich hier wundert ist die vollmundige Bewerbung, Kein Mensch hat da jemals durchgeschaut! Nur ein Diagramm liegt den Äußerungen zugrunde. Ob es in der Praxis auch so funktioniert? Das es oft gekauft wird bezweifle ich ebenfalls.

Ich kann hier nicht erkenne das Kasai oder ein Händler hier vollmundig wirbt.
Wo bitteschön soll denn da etwas stehen?
Was ich hier schreibe ist allein auf meinem Mist gewachsen.
Ich kenn mich halt etwas in Optik aus und gebe hier meinen Einschätzung ab.
Auch wenn ich noch nicht durch den SD102F11 durchgeschaut habe so habe ich durch etliche andere APOs und EDs geschaut von denen ich auch theoretische Angaben kenne und weiß daher gut was man dann auch in der Praxis erwarten kann.
Und ich weiß auch sehr gut was in der Praxis funktioniert.
Und im Fall des SD102F11 bin ich mir sicher das es funktioniert.

Grüße Gerd
 
ich denke auch das die 1800 die du für den SD vermutest stark übertrieben sind.
Produkte von Kasai sind weltweit inklusive Deutschland nach meiner Beobachtung zu einem sehr guten Preis/ Leistungsverhältnis zu bekommen.
Das siehst du ja schon am ED.
Der ist ja auch vergleichsweise günstig, und nicht teurer wie vergleichbares aus China oder Taiwan.
Dass der Kasai ED f/11 ein herausragendes Angebot ist, hatte ich bereits mehrfach geschrieben. Man müsste mal recherchieren, wieviel der ED in Japan kostet, das wäre ein belastbarer, guter Anhaltspunkt, um den Preis des neuen Geräts zu schätzen.
Ja sicher aber was du offensichtlich vergisst ist das auch der Japanische Händler die gleichen Kosten hat und diese natürlich in den 1200 VK mit einkalkuliert sind.
Deine Rechnung hinkt daher weil du die 1200 VK inklusive Japanischer Steuern und Händlermarge als EK für TS annimmst.
Das geht so natürlich nicht denn der EK für TS ist natürlich wesentlich geringer.
Sehr wahrscheinlich nimmt TS als sehr großer Händler der den Kasai dann sicherlich auch wieder unter Eigenmarke anbietet und weltweit als TS weiterverkauft mehr ab als der Japanischen Händler und bekommt dann auch einen günstigeren Stückpreis als dieser.

Und auch der Zoll fällt natürlich nur auf den EK an.
Kosten die in Deutschland entstehen also die Marge des deutschen Händlers werden natürlich nicht verzollt.

Wenn du Privat aus Japan importierst dann musst du die Marge des Japanischen Händlers aber mit verzollen.
Allein deshalb sollte Privatimport teurer sein.

Wie viel geringer der Einkaufspreis von TS ist, wissen wir nicht. Was die Geräte von Astro Physics oder TEC angeht ist der "Nachlass" für Händler nicht sehr groß.

Der japanische Händler hat die Import- und Transportkosten nicht. Dazu kommen noch 19% Einfuhrzoll plus Zollgebühren. Läuft eine Bestellung aus Japan gleich wie eine aus Europa ab? Nur dann wären die Händlerkosten für dieses Gerät vergleichbar. In Deiner optimistischen Rechnung ignorierst Du die Kosten des Händlers in Europa komplett. Ein Geschäft im laufenden Betrieb verursacht immer Kosten, durch den größeren Aufwand bei einem Import aus Übersee werden die Kosten des europäischen Händlers automatisch höher als die des lokalen Händlers sein. Außerdem will der Händler etwas an einem Produkt verdienen, sonst vertreibt er es nicht. Dazu kommen die mittlerweile immens teuren Transportkosten usw. Dank der Energiekrise ist das viel teurer geworden. Wie dem auch sei, wir werden es bald wissen.

Glücklicherweise habe ich einen herausragenden Takahashi FC100DL und brauche den Kasai nicht. Ich will den Beobachter sehen, der in einem Seite an Seite Vergleich hier visuell einen reproduzierbaren, signifikanten, nicht "eingebildeten" Unterschied sieht. Nur um für Sekundenbruchteile einen Hauch mehr zu sehen, brauche ich keinen weiteren Refraktor. Da dürfte das individuelle Sehvermögen weitaus größeren Einfluss haben als eine optische Messgröße zur Beurteilung einer Optik. Außerdem ist das Thema "Serienstreuung" bei diesem Gerät eine Unbekannte. Takahashi hat das meines Wissens im Griff.

Beim Stöbern in verschiedenen Online-Shops sind mir kürzlich die teilweise massiv gestiegenen Preise aufgefallen. Davon wird vermutlich auch diese neue Optik nicht ganz verschont bleiben. Wenn wir Glück haben, gibt es so etwas wie ein "Einführungsangebot". Früher gab es so etwas ab und zu.
 
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Den Preis sehe ich als sekundär an, ein paar hundert € machen keinen Unterschied, wenn man den Spezialisten haben will. Lasst uns das Produkt nicht zerreden, bevor es auf dem Markt ist. Ich vertraue dem Wolfi, dass er keinen extremen Dumping Preis kalkuliert und das Geschäft am Ende daran zugrunde geht;)
 
Den Preis sehe ich als sekundär an, ein paar hundert € machen keinen Unterschied, wenn man den Spezialisten haben will.
Wenn man etwas wirklich haben will, macht es tatsächlich für eine Kaufentscheidung keinen Unterschied. Für mich sind "ein paar hundert Euro" aktuell jedoch durchaus relevant.

Lasst uns das Produkt nicht zerreden, bevor es auf dem Markt ist. Ich vertraue dem Wolfi, dass er keinen extremen Dumping Preis kalkuliert und das Geschäft am Ende daran zugrunde geht;)
Eine Diskussion bzw. Spekulation über den Preis "zerredet" das Produkt nicht. Die Entscheidung, sich eine Optik anzuschaffen, ist immer eine ganz persönliche Entscheidung. Ich denke dem Wolfi kann nichts besseres passieren, als das intensiv über diesen Refraktor diskutiert wird. Bessere Werbung gibt es nicht.
 
Wenn es auf ein paar Hundert Euro ankommt, ist die Diskussion sinnlos, da wir über Luxus reden, den niemand braucht. Letztlich sieht man mit einem schnöden 4" F10 China Achro oder einen 6" Newton auch genug am Himmel um glücklich zu werden. Ich sehe das so ähnlich wie um Uhrenbereich: Aktuell schreien alle nach Automatik Uhren, möglichst Rolex (bekommt man als Normalo übrigens aktuell gar nicht mehr zu kaufen), Omega oder Panerai - letztendlich tuts eine Citizen oder Casio Solaruhr auch; eigentlich reicht sogar das Handy, was man sowieso immer dabei hat. Aber man will den Luxus das Beste vom Besten zu haben, vielleicht auch einfach nur etwas Schönes, also redet man sich ein dass man das aus den und den Gründen unbedingt haben muss.
 
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