Neues 102mm F11 ED Doublet auf dem Level eines erstklassigen F8 Triplets.

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Die Diskussion ist keineswegs sinnlos. Ob es auf „ein paar hundert Euro“ ankommt oder nicht, hat mit anderen Dingen zu tun. Das stellt sich für jeden anders dar und hängt von völlig anderen Faktoren ab.

Wer sich den Refraktor kaufen will, möge das gerne tun.
 
Wenn es auf ein paar Hundert Euro ankommt, ist die Diskussion sinnlos, da wir über Luxus reden, den niemand braucht. Letztlich sieht man mit einem schnöden 4" F10 China Achro oder einen 6" Newton auch genug am Himmel um glücklich zu werden. Ich sehe das so ähnlich wie um Uhrenbereich: Aktuell schreien alle nach Automatik Uhren, möglichst Rolex (bekommt man als Normalo übrigens aktuell gar nicht mehr zu kaufen), Omega oder Panerai - letztendlich tuts eine Citizen oder Casio Solaruhr auch; eigentlich reicht sogar das Handy, was man sowieso immer dabei hat. Aber man will den Luxus das Beste vom Besten zu haben, vielleicht auch einfach nur etwas Schönes, also redet man sich ein dass man das aus den und den Gründen unbedingt haben muss.

Na da hast du dich wohl ein wenig vom gerade laufenden Thread zum neuen APQ Polychromaten inspirieren lassen.:unsure:
Da passt der Vergleich mit Rolex doch wohl eher.
Hier befinden wir uns ja wohl in einer völlig anderen Preisklasse.
Wir reden hier über ein schlichtes SD Doublet zu einem ganz normalen Preis der auch für andere SD Doublets dieser Öffnung verlangt wird.
Nur haben wir hier die Besonderheit das aufgrund der Eckdaten eine Glaspaarung mit extrem geringem sekundären Spektrum möglich wird die bei den üblichen SDs nicht verwendet werden kann bzw. dort zu einem angespannten Design mit ausgeprägtem Gaußfehler führen würde.

Nur deshalb wird diese außergewöhnlich gute Farbkorrektur möglich.
Die Herstellungskosten dürften hingegen nicht nennenswert anders sein als bei den üblichen SDs mit 102mm Öffnung und 2 Sondergläsern.
Der TS SD 102F7 mit FPL53+ Lanthan kostet im VK bei uns zb. 1100.
Das im F11 verwendete Sonderglas kann etwas teurer sein so das ich denke das die 1200 als VK bei uns für diesen SD gut hinkommen.
Von Luxus würde ich hier weder beim TS SD 102F7 noch beim zukünftigen TS SD102F11 zu einem sehr wahrscheinlich recht ähnlichen Preis nicht sprechen.

Wenn das Luxus ist dann ist jeder andere einfache ED oder SD auch Luxus und alle die sowas haben hätten den Hang zu Luxusgütern.
Mein Eindruck ist aber eher das das alles "Normalbürger" mit recht durchschnittlichem Einkommen sind.
Von Luxus würde eher bei einen TOA oder ähnlichem reden die in völlig anderen Preisregionen angesiedelt sind und die sich wohl tatsächlich nur wenige leisten.
Aber nicht bei einem “Volks“ SD in einer Preisklasse in der sich schon recht viele Sterrnenfreunde einen SD oder ED ähnlicher Öffnung gekauft haben.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
f/11 bei 4" ist mE heute nicht mehr attraktiv, vielleicht vor 100 Jahren noch...
Selbst nur visuell unterwegs, muss bei mir ein Apo schneller als f/8 sein, besser noch f/7 oder f/6, wg. widefield und deep sky...
 
f/11 bei 4" ist mE heute nicht mehr attraktiv, vielleicht vor 100 Jahren noch...
Selbst nur visuell unterwegs, muss bei mir ein Apo schneller als f/8 sein, besser noch f/7 oder f/6, wg. widefield und deep sky...
Das hängt doch sehr davon ab, wofür man ihn benutzt.
Ein Apo von 4" ist beileibe keine Deep Sky Kanone, das wäre er auch mit 5" nicht, von daher darf der ruhig langsam sein, da es bei dem Einsatzzweck Sonnensystem wahrlich nicht um Gesichtsfeld geht.
Mal davon abgesehen, liefert ein 4" F/11 immernoch ein größeres maximales Gesichtsfeld als zB ein 10"F/4,7 ab.
Bei 1760mm Brennweite passen noch 1,5° in die 47mm feldblende eines 2" Okulars, das reicht bis auf zwei drei Objekte für Alles aus, von daher genug Headroom für noch größere langsame EDs/SDs in der Zukunft.
Ich für meinen Teil fühle mich in Bereichen von F/7 bis F/12 visuell äußerst wohl.

LG
Olli
 
Mal davon abgesehen, liefert ein 4" F/11 immernoch ein größeres maximales Gesichtsfeld als zB ein 10"F/4,7 ab.
Wenn ich richtig rechne:
Der 4" f/11 liefert bei z.B. 43mm Feldblende 2,2 Grad
Der 10" f/4,7 liefert bei z.B. 43mm Feldblende 2,1 Grad

Die Brennweiten sind ja nahezu gleich.

Das Lichtsammelvermögen ist natürlich sehr unterschiedlich:
Der 4" mit 244 x
Der 10" mit 1.442 x (mit 60mm FS)

lg
Niki
 
Ein Apo von 4" ist beileibe keine Deep Sky Kanone, das wäre er auch mit 5" nicht,
Meine visuellen Ansprüche an eine Optik sind hoch aber machbar:

1. Plejaden im Gesichtsfeld
2. Sirius deutlich getrennt
3. Planeten bis >250x knackscharf
4. Visuelle Grenzgröße: 14m (z. B. Feldstern südwestlich M57)

(Eine solche Optik haben wir, und das ist ein 130 f/6 Triplet. Kleinere Linsen und größere Spiegel liegen bei uns nur noch im Keller rum und werden nicht mehr genutzt)

Gute Nacht :teleskop:
 
Gerd, mir ging es nur um die etwas kleinkarierte Preisdiskussion, die ja erst mal gar nichts mit der Qualität des Fernrohres zu tun hat. Das kann doch jeder für sich selber entscheiden und bedarf keiner spekulative Diskussion.
Wenn man sieht was manche Leute hier ins Hobby investieren, reden wir hier natürlich nur von Peanuts. Rolldachhütte, Monierung, Ferrhor, Astrokameras, PC, Reisen ins Dunkle, usw. Daher wollte ich darauf hinweisen, dass man keinesfalls viel Geld ausgeben muss, um anständig Hobbyastronomie zu betreiben.
 
Gerd, mir ging es nur um die etwas kleinkarierte Preisdiskussion, die ja erst mal gar nichts mit der Qualität des Fernrohres zu tun hat. Das kann doch jeder für sich selber entscheiden und bedarf keiner spekulative Diskussion.
Wenn man sieht was manche Leute hier ins Hobby investieren, reden wir hier natürlich nur von Peanuts. Rolldachhütte, Monierung, Ferrhor, Astrokameras, PC, Reisen ins Dunkle, usw. Daher wollte ich darauf hinweisen, dass man keinesfalls viel Geld ausgeben muss, um anständig Hobbyastronomie zu betreiben.

Alles richtig und, wie gesagt, aus meiner Sicht bekommt man selbst bei einem hohen geschätzten Endverkaufspreis von ca. 1800,- € ein sehr ordentliches Fernrohr für sein Geld. Nach oben sind in der Amateurastronomie wie anderswo, preislich keine Grenzen gesetzt. Manch einer investiert unglaubliche Summen in sein Hobby und wenn es Freude macht, und man es sich leisten kann, ist das völlig in Ordnung so.

Allerdings finde ich die Preisdiskussion bzw. Spekulation in diesem Thread nicht "kleinkariert". Es gibt mehr als genug Menschen, für die ein "paar hundert Euro" mehr oder weniger einen großen Unterschied machen. Mit dem Teleskop als solchem oder dessen Preis-Leistungsverhältnis hat das selbstverständlich nichts zu tun. Und ja, man muss keinesfalls viel Geld ausgeben um anständig Hobbyastronomie zu betreiben. Dem kann ich nur voll beipflichten.
 
Noch ein Nachtrag zur "Preisdiskussion", wobei mir klar ist, dass der Markt heute ein völlig anderer ist als 2002, vor 20 Jahren.

Damals kostete der Vixen ED102S f/9 OTA inklusive 6x30 Sucherfernrohr 2551,- € (Vixen Gesamtpreisliste Nr. 13, gültig ab 15.7.2002) . Bei einer angenommenen durchschnittlichen Inflationsrate von 2% würde das heute ca. 3791 € entsprechen. Ein solcher Vergleich ist grundsätzlich korrekt, da die Kaufkraft entsprechend abgenommen hat. Das gilt selbstverständlich nicht speziell für Teleskope, sondern für einen Warenkorb sehr diversen Inhalts, inklusive Energie- oder Heizkosten.

Nichtsdestotrotz finde ich das hoch interessant. Tatsächlich scheinen mir Optiken für die Hobbyastronomie trotz des allgemeinen Preisanstiegs in vielen Bereichen nicht signifikant teurer geworden zu sein, ganz im Gegenteil. Selbst einen neuen Vixen SD103S OTA aus Japan bekommt man hierzulande für unter 2100,- €. D.h. eine Inflation bzw. einen großen Preisanstieg hat es dort nicht gegeben.

Liegt das am Markteintritt der "Chinesen" mit ihrer Massenproduktion? Möglicherweise kann ein Händler dazu etwas sagen. Würde mich sehr interessieren. Für den Elektronik und Fotobereich gilt dasselbe.

PS. So gesehen dürfte der neue Kasai SD-APO deutlich unter dem Vixen SD103S liegen.


Vixen OTA - 15.07.2002.jpg
 

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Na klar, da hast Du völlig Recht. Wir alten Säcke haben z.B. das Vehrenberg "Kartell" gut im Kopf, als die Alleinvertretungen die Preise diktieren durften.
Erst Kosmos, dann Vixen, zuletzt Celestron. Im Süden gab's auch eine Meade Alleinvertretung, ich glaube Wolfi hat da früher mal gearbeitet. Der Name fällt mir gerade nicht mehr ein. 8" SC für mehrere 1000 Euro...

Vielleicht erklärt dieser Hintergrund die unterschiedliche Sichtweise auf die Preise: Für mich ist das ganze Astrozeug ziemlich preisgünstig geworden. Früher waren die Sachen teilweise unerschwinglich. Natürlich spielt die eigene Entwicklung auch eine Rolle. Ich hoffe, das kommt nicht zu arrogant rüber.

Was hat früher eine Tak FS128 gekostet, um die 5.000, oder? Zahlt man heute auch für einen 5" Apo, 20 Jahre später.
 
Na klar, da hast Du völlig Recht. Wir alten Säcke haben z.B. das Vehrenberg "Kartell" gut im Kopf, als die Alleinvertretungen die Preise diktieren durften.
Erst Kosmos, dann Vixen, zuletzt Celestron. Im Süden gab's auch eine Meade Alleinvertretung, ich glaube Wolfi hat da früher mal gearbeitet. Der Name fällt mir gerade nicht mehr ein. 8" SC für mehrere 1000 Euro...

Vielleicht erklärt dieser Hintergrund die unterschiedliche Sichtweise auf die Preise: Für mich ist das ganze Astrozeug ziemlich preisgünstig geworden. Früher waren die Sachen teilweise unerschwinglich. Natürlich spielt die eigene Entwicklung auch eine Rolle. Ich hoffe, das kommt nicht zu arrogant rüber.

Was hat früher eine Tak FS128 gekostet, um die 5.000, oder? Zahlt man heute auch für einen 5" Apo, 20 Jahre später.

Eine kartellartige Vertriebsstruktur in Deutschland mag das teilweise erklären. Beispielsweise waren die Vixen Optiken im UK billiger, allerdings lagen keine Welten dazwischen. Vixen ist aus meiner Sicht ein sehr guter Hersteller und macht Qualitätsprodukte. Bei Importen aus Übersee braucht es Händler, die die Vertretung und den Service der Marken in Deutschland übernehmen. Das muss man zu einem gewissen Grad mit bezahlen. In Relation zur Edelmarke Takahashi halte ich die Preise von Vixen nach wie vor für günstig. Bei Kasai scheint das noch mehr der Fall zu sein.

Den Takahashi FS-128 gibt es leider nicht mehr. Inklusive aller "Upgrades" habe ich für meinen Takahashi FC100DL mit vier Zoll neu ebenfalls beinahe 4200,- € bezahlt. Was die Luxusmarken betrifft, ist ein deutlicher Preisanstieg festzustellen. Stimmt, der Nachfolger des FS-128, TSA-120 kostet übrigens heute ziemlich genau 5000,- €. Der Preis ist trotz Inflation stabil geblieben.

In der "Referenzklasse" wird man nichts Günstigeres finden. Die verschiedenen Hersteller geben sich preislich nicht viel. Ein Agema Optics AP 120/1040 SD 120 F8.7 OTA kostet sogar 5390,- €. Der Fünfzöller AP 130/1040 SD 130 F8 OTA kostet 7390,- €. Der APM - LZOS 130/780 3.7-ZTA 6095,- € bzw. 7195,- € als CNC - LW II mit 3.5" Feathertouch-Auszug. Hier ist man eher im Bereich von 7000,- € für einen "ausgewachsenen" Fünfzöller.

Es ist richtig, dass Teleskope und Zubehör zwischenzeitlich im allgemeinen relativ preisgünstig geworden sind. Selbst ein Celestron C5 OTA kostet heute allerdings wieder 899,- €. Nicht gerade ein Schnäppchen. Ein C11 XLT ist über das letzte Jahr ebenfalls im Preis um ca. 500,- € gestiegen. Gut, dass ich ausreichend mit Optiken versorgt bin. Als ich mir kürzlich die aktuellen Preise für die Feathertouch Auszüge angesehen habe, konnte ich es kaum glauben, was man dafür berappen muss.

Aber jetzt driften wir endgültig ab, das ist tatsächlich eher eine Diskussion für das Forum "Preise und Markt". Was das Thema Preise betrifft, soll es das von meiner Seite gewesen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich halte das für eine merkwürdige Entwicklung, sicherlich dem geschuldet, das es in ganz Europa exclus. Russland keine vernünftige optische Industrie mehr gibt. Am Ende wird hier noch die Ära der Luft Teleskope das non plus ultra? In Japan scheint es schon so weit zu sein... für Menschen mit Rolex Uhren an den Ärmchen ;) :cool:


Siehe hier: 空気望遠鏡 月が見えた!|まきばの散歩道|小岩井農場

Viel Spaß beim schmunzeln
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
f/11 bei 4" ist mE heute nicht mehr attraktiv, vielleicht vor 100 Jahren noch...

Das sehe ich zumindest visuell völlig anders.
Vor 100 Jahren waren 2“ Okulare nicht gebräuchlich.
Meine Zeiss Okulare haben alle noch 24 mm Steckmaß und die sind erst 40 Jahre alt.
Entsprechend klein war dann auch das GF mit großer Brennweite.
Heute mit 2“ Okularen ist das aber völlig anders, da lässt sich auch mit den hier diskutierten 1100mm Brennweite mit etwa 2,4° ein beachtliches Feld realisieren von dem man vor 100 Jahren bei dieser Brennweite nur träumen konnte.
Insofern ist heute eine große Brennweite bezüglich des GF sogar wesentlich unproblematischer als vor 100 Jahren.


Selbst nur visuell unterwegs, muss bei mir ein Apo schneller als f/8 sein, besser noch f/7 oder f/6, wg. widefield und deep sky...

Wer nur visuell unterwegs ist und speziell Widefield und damit eine große AP will der braucht nicht unbedingt einen APO.
Der APO wäre hier rein fürs Widefield in der Tat eher Luxus.
Hier tut es ein schöner Achromat gerne auch mit etwas mehr Öffnung als der APO durchaus auch.
Nur wer auch etwas kleinere APs erreichen will der braucht einen APO.
Die hier dann möglichen Gesichtsfelder erreicht man dann aber bei F11 mit 2“ Okularen genauso.

Grüße Gerd
 
Das sehe ich zumindest visuell völlig anders.
Vor 100 Jahren waren 2“ Okulare nicht gebräuchlich.
Meine Zeiss Okulare haben alle noch 24 mm Steckmaß und die sind erst 40 Jahre alt.
Entsprechend klein war dann auch das GF mit großer Brennweite.
Heute mit 2“ Okularen ist das aber völlig anders, da lässt sich auch mit den hier diskutierten 1100mm Brennweite mit etwa 2,4° ein beachtliches Feld realisieren von dem man vor 100 Jahren bei dieser Brennweite nur träumen konnte.
Insofern ist heute eine große Brennweite bezüglich des GF sogar wesentlich unproblematischer als vor 100 Jahren.

Wer nur visuell unterwegs ist und speziell Widefield und damit eine große AP will der braucht nicht unbedingt einen APO.
Der APO wäre hier rein fürs Widefield in der Tat eher Luxus.
Hier tut es ein schöner Achromat gerne auch mit etwas mehr Öffnung als der APO durchaus auch.
Nur wer auch etwas kleinere APs erreichen will der braucht einen APO.
Die hier dann möglichen Gesichtsfelder erreicht man dann aber bei F11 mit 2“ Okularen genauso.

Grüße Gerd

Ganz meine Meinung Gerd.

Nur Weitfeld zu beobachten wäre mir als Anwendung zu wenig. Dafür sind meiner Meinung nach Großferngläser mit 45 oder 90°-Einblick wesentlich besser geeignet. Wenn Mond oder Planeten vor einem am Himmel stehen, wer kann da widerstehen? Insofern müsste es für mich in jedem Fall ein APO sein. Visuell halte ich diesen neuen APO für ein sehr attraktives Teleskop. Würde ich neu mit dem Hobby anfangen, wäre es vermutlich meine Optik der Wahl, der ich noch einen Feathertouch-Auszug spendieren würde. Wäre nicht nötig, bei f/11 bekommt man das Fokussieren schon hin, aber da kommt der Perfektionist in mir durch.

Muss dazusagen, dass ich Mond- und Planetenfan bin. Bisher beschränke ich mich auf die visuelle Beobachtung. Habe allerdings letzthin "Blut geleckt", was die Astrofotografie betrifft.

Viele Grüße
Uwe
 
Meine visuellen Ansprüche an eine Optik sind hoch aber machbar:

1. Plejaden im Gesichtsfeld
2. Sirius deutlich getrennt
3. Planeten bis >250x knackscharf
4. Visuelle Grenzgröße: 14m (z. B. Feldstern südwestlich M57)

(Eine solche Optik haben wir, und das ist ein 130 f/6 Triplet. Kleinere Linsen und größere Spiegel liegen bei uns nur noch im Keller rum und werden nicht mehr genutzt)

Gute Nacht :teleskop:

Na ja die 27,5% mehr Auflösung bei 130mm gegenüber den hier diskutierten 102mm Öffnung sind jetzt auch nicht gerade dramatisch.
Etwas anders sieht es beim Lichtsammelvermögen aus denn das ist ja immerhin 62% größer.
Aber wie gesagt für große AP würde es ein Achromat durchaus auch tun.
Ich würde mir daher speziell für Widefield zum SD 102F11 einen Achromat 120 F5 oder F6 kaufen und mit beiden Teleskopen in ihrem jeweiligen Spezialgebiet kaum weniger ( 27,5% bei der Auflösung und 17,4% beim Lichtsammelvermögen) sehen als du mit deinem 130F6 Triplet.
Aber ich hätte auch wenn ich 2 Teleskope kaufen muss in der Summe immer noch wesentlich weniger bezahlt als du für dein 130F6 Triplet.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer nur visuell unterwegs ist und speziell Widefield und damit eine große AP will der braucht nicht unbedingt einen APO.
Der APO wäre hier rein fürs Widefield in der Tat eher Luxus.
Hier tut es ein schöner Achromat gerne auch mit etwas mehr Öffnung als der APO durchaus auch.
Ich mache nicht nur widefield. Z. B. Kugelsternhaufen betrachte ich bei ca. 150x-250x; da brauche ich die Schärfe, Transmission, Helligkeit und den Kontrast eines schnellen (5") Apos, sonst "geht das Licht aus" ;).
Dass Planeten und besser noch Mond bis mindestens 2x D [mm] ohne Einbruch von Schärfe und Kontrast auch noch sehr gut gehen, nehme ich gern mit :).
Wie schon erwähnt, Plejaden sowie M31, M32 und NGC 205 sollten schon ins Gesichtsfeld passen...
Deswegen, für mich kein f/11 (es gibt natürlich auch andere Meinungen, s. o., die ich gern akzeptiere).
P.S. Und, ich möchte nur EIN Teleskop für meine Gartensternwarte (und nicht eine ganze Farm, und nicht nachts ständig wechseln...).
 
Ich mache nicht nur widefield. Z. B. Kugelsternhaufen betrachte ich bei ca. 150x-250x; da brauche ich die Schärfe, Transmission, Helligkeit und den Kontrast eines schnellen (5") Apos, sonst "geht das Licht aus" ;).
Dass Planeten und besser noch Mond bis mindestens 2x D [mm] ohne Einbruch von Schärfe und Kontrast auch noch sehr gut gehen, nehme ich gern mit :).
Wie schon erwähnt, Plejaden sowie M31, M32 und NGC 205 sollten schon ins Gesichtsfeld passen...
Deswegen, für mich kein f/11 (es gibt natürlich auch andere Meinungen, s. o., die ich gern akzeptiere).
P.S. Und, ich möchte nur EIN Teleskop für meine Gartensternwarte (und nicht eine ganze Farm, und nicht nachts ständig wechseln...).

Wie heißt es doch so schön, viele Wege führen nach Rom.
Natürlich kann man das so machen wie du und ja wer unbedingt für alles nur ein Teleskop haben will also letztlich die viel zitierte Eierlegende Wollmilchsau will der findet sowas in einem 130F6 Triplet ja auch.
Aber wie so oft im Leben, irgendwas ist halt immer und wenn es der Preis ist.
Von daher ist deine Lösung absolut ok aber nicht die einzig Sinnvolle.
Auch mein Vorschlag mit den 2 sich ergänzenden Spezialisten hat ihre Vorteile, insbesondere im Preis.

Grüße Gerd
 
Klar, das akzeptiere ich auch gern :).

(Übrigens, so richtig mega-teuer war der 130 f/6 nicht...gebraucht vor dem 24.02. gekauft... ;))
 
(Übrigens, so richtig mega-teuer war der 130 f/6 nicht...gebraucht vor dem 24.02. gekauft... ;))
Klar kann man gebraucht auch mal ein Schnäppchen machen und deutlich günstiger rankommen.
Wir sollten aber nicht Gebrauchtpreise und Neupreise durcheinanderwürfeln.
Da du den kleinen LZOS hier ja schon erwähnt hattest nehme ich mal an das der 130F6 auch ein LZOS ist und der LZOS 130F6 hat für die Öffnung schon einen recht stolzen Preis. Aber gut dafür ist es eben die Eierlegende Wollmilchsau und wer die unbedingt haben will der muss halt etwas tiefer in die Tasche greifen.

Grüße Gerd
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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