Immer teurer und teurer...

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Weil die Leute das Geld nicht behalten wollen. Weil es stetig und immer schneller an Kaufkraft verliert.
Seit über zehn Jahren steigen nur die Börsen und die Immobilien, ansonsten sind die Verbraucherpreise erstaunlich niedrig geblieben. Erst jetzt zieht die Inflation wieder an. Und bei den Massen an Billionen, die durch die Zentralbanken in den Kreislauf gepumpt wurden, ist eine Hyperinflation eigentlich nur logisch.
 
Also kann es in einem, zehn oder hundert Jahren soweit sein? Dann hätte ich allerdings auch ein paar Vorhersagen...
nicht vergessen, dass Ökonomie keine berechenbare Wissenschaft ist.
Da sind wir aber mal sehr unterschiedlicher Meinung. Die Ökonomie besteht praktisch aus einem ganzen Bündel von mathematisch formulierten Zusammenhängen. Das gilt für die Makro- wie für die Mikroökonomie. Es gibt Fälle, in denen die Einflussfaktoren sehr zahlreich oder unvorhersehbar sind, sodass eine gewisse Unsicherheit in Betracht gezogen wird, aber selbst solcher Unsicherheiten ist sich der Ökonom ständig bewusst.
So wie du es allerdings darstellst, ist es überhaupt keine Wissenschaft.
Gruß
Sebastian
 
Ist doch ganz einfach das mit dem Voodoo: durch den Cantillon Effekt bleibt die von den Zentralbanken geschaffene Geldmenge zum größten Teil sehr lange in den Finanzmärkten. Was uns hier die Preise treibt sind billige Kredite zu Niedrigzinsen die Kohle landet relativ direkt in der Wirtschaft. Gibt ja im Voodoo verschiedene Geldmengen M1, M2 usw...fragt mich nicht was das ist gehen jetzt auch erst mal ein Huhn opfern...:LOL:
 
Also kann es in einem, zehn oder hundert Jahren soweit sein? Dann hätte ich allerdings auch ein paar Vorhersagen...
Ich weiss ja nicht was es dir nützt ökonomische Zusammenhänge ins Lächerliche zu ziehen und ob das überhaupt nötig ist.
Du kannst ja gerne dein Geld unter dem Kopfkissen behalten wenn dir der Wertverlust Freude bereitet. Es soll ja auch Leute geben, die rollen sich eine Zigarre aus grossen Scheinen und rauchen es. Jedem das Seine.. Wir sind bereits jetzt in argen Schwierigkeiten betreffend zu hoher Inflation, wie man in den täglichen Nachrichten unschwer erfahren kann. Erste Betriebe gehen Pleite (Götz , Hamburg; Hakle, Düsseldorf). Da kann man sich also leicht vorstellen, dass es keine 100 und auch keine 10 Jahre mehr dauern wird..

Aber um deine Frage zu beantworten. Es spielen hier viele Faktoren eine Rolle, wodurch eine zeitlich präzise Vorhersage unmöglich ist. Der Wert des Geldes beruht auf Vertrauen in das Geld. Je mehr Menschen also der EZB Cheffin Christine Lagarde glauben, oder Jome Powell dem Cheff der FED "Alles wird gut", umso langsamer nimmt die Inflation zu, und umgekehrt. Tatsache ist aber, dass wir bei der Inflation von einer exponentiellen Funktion sprechen (falls dir das was sagt, sonst googeln). Weshalb am Anfang die Inflation nur langsam steigt. Am Ende aber umso schneller. Wie du selber richtig feststellst steht Mathematik dahinter ("aus einem ganzen Bündel von mathematisch formulierten Zusammenhängen"). Und die lässt sich nicht wegdiskuttieren.
 
(Einen Abschluss in Sozialwissenschaften habe ich auch - aber... ist ja anscheinend das Gleiche)
Obwohl ich erwäge auf Vodoo-Priester umzusatteln. Wie würde ich das genau machen mit dem Huhn...?

Ich will mich da auch gar nicht wirklich lustig machen. Wir leiden alle unter einer Reihe von Krisensituationen und Vorhersagen sind da natürlich schwierig. Aber bleiben wir mal im Bereich der Astronomie: Wenn man eine Wetter-App hat, die klaren Himmel vorhersagt, aber nicht mal ungefähr sagt, wann uns dieses Glück treffen wird, dann ist das wenig hilfreich. Wenn Kachelmann sagt, es wird in Deutschland binnen 100 Jahren zu massiven Überschwemmungen kommen, die alles wegspülen, ist das so auch totaler Quark. Natürlich läuft mir "irgendwann" der Keller voll. Solche Vorhersagen sind unnütz und eben unwissenschaftlich. Was soll es also bringen, zu sagen: "logischerweise kommt jetzt irgendwann eine Hyperinflation", wenn man das überhaupt nicht mit irgendeiner Zahl (etwas präziser als "Massen an Billionen") untermauern kann.

Die historischen Inflationsverläufe in Deutschland zeigen immer mal wieder Zeiten mit höheren Inflationsphasen. Die Ölkrisen haben da stets einiges beigetragen und das erinnert doch stark an die jetzige Situation. Die Pandemie mit ihren Störeffekten im weltweiten Warenverkehr ist auch nicht hilfreich.
Aber Hyperinflation zeichnet da ein vollkommen anderes Bild. Dabei beobachtet man Inflationsraten von über 50% pro Monat! Die Wertaufbewahrungs- und Tauschmittelfunktion des Geldes ist also wirklich dahin und keiner gibt sich mehr mit Geld ab. So weit ist es aber nun doch wirklich noch nicht.
Ausschließen kann man das auch für die nähere Zukunft natürlich nicht. Putin schmeißt Atombomben und Europa tritt in einen weiteren Weltkrieg ein? Da kann es dann schnell soweit sein, wenn dann jemand auf die Idee käme, ungehemmt Geld für die Finanzierung zu drucken. Aber wer will denn sowas vorhersagen?

Für viele Menschen ist die Situation auch schon so bedrohlich und deren Ängste darf man nicht ignorieren. Man muss der Entwicklung entgegenwirken und die Schwächsten unterstützen. Also tun wir das doch lieber und hören auf hier haltlos den Supergau herbeizureden.

Gruß
Sebastian
 
Erste Betriebe gehen Pleite (Götz , Hamburg; Hakle, Düsseldorf)
Grad bei so einer Art Grundversorger wie Hakle werde ich misstrauisch. Wenn man die Verantwortlichen frägt, ist sowieso immer jemand anders schuld, vorzugsweise die Regierung. Die Klopapierproduzenten sitzen doch alle im selben Boot und sollten alle mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Ist ja nicht so, dass das alles aus Fernost kommt und die Leute [zensiert]n auch nicht mehr oder weniger wie vorher.

Ich sehe da jetzt auch nichts, was auf Hyperinflation hindeutet. Das Geldmengenwachstum in der Euro-Zone die letzen 20 Jahre im Schnitt bei 5-6%. Dem gegenüber steht allerdings ein Wirtschaftswachstum und eine wenn auch geringe Inflation, die das zum Großteil kompensieren. Während Corona lag das Geldmengenwachstum bei ca. 10%, was über ein paar Jahre für eine etwas höhere Inflation sorgen wird. Jetzt ist halt noch der Krieg dazu gekommen.

Das Problem ist eher, dass fossile Brennträger als Resourcen für eine Weile nicht wie gewohnt im Überfluss zur Verfügung stehen. Da das aber nur eine künstliche Verknappung ist, wird sich das über die Zeit beheben lassen und wieder normalisieren. Das wird schon seinen Preis haben. Wenn die Welt unter geht, wirds aber weder an der Hyperinflation liegen, noch daran dass der Russe uns den Gashahn zugedreht hat.

Von daher: locker bleiben! Sich in Angstkonstrukte zu versteigen hilft sowieso nichts. Vielleicht hats auch sein Gutes und die Leute denken endlich mal über ihr Konsumverhalten nach. Was die Leute derzeit unter sparen verstehen, ist eher nichts mehr zu verschwenden. Wenn sich jeder am Riemen reißt und die Regierung dort hilft, wo der Schuh am meisten drückt, sollte das eigentlich zu machen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Übrigens bin auch ich Ökonom aus einer Zeit, wo die Diplomarbeiten noch nicht gegoogelt wurden und die Literatur noch vor Ort durchgestöbert wurde. Da war nix mit Plagiat, Wikipedia und sonstigen Tricks wie kopieren/einfügen.
Super! Dann haben wir ja bald eine Lösung - schade, dass die, die es wissen, nicht in den Regierungen und der Zentralbank zu sein scheinen... :affeohren: :coffee:

Mir fehlt im Moment das Scharfschützengewehr für diesen Titel... :eek::y:

lg
Niki
 
Nächster Preishammer bei TeleVue!
ICS zB. listet jetzt alle Ethos über 1000€, Delos und Delite mit je 100€ Aufschlag.
Wer zahlt das noch, ist doch absurd?
 
Habs auch grad gesehen, 640€ für ein Delos, hab meins für 360€ gekauft. Neu. Während Corona, also noch nicht lange her.
Das ist wirklich absurd.
Aber es ist auch absurd dass es bald billiger ist, in die Therme zu gehen, als zu Hause die Heizung an zu machen.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verwende und brauche keine TeleVue Produkte mehr..gibt genügend Alternativen an denen ich auch wesentlich mehr Freude habe..bekam ich zum Bruchteil des Preises und sind für mich fast genauso gut..ein Delos für 640€ ? Nein danke..ich würde mich beim Kauf schei..fühlen, und genau da macht es keinen Sinn mehr für mich..Gruß Olaf
 
Moin,

die meisten echten Thermen stehen über heißen Quellen, bei uns hier z.B. Saarbrücken, Bad Ems ...

CS
Jörg
 
In einem Jahr schreiben wir: "Ich habe 2022 noch 640€ gezahlt, jetzt kostet es 960€"... :cool::y:
Man zerbricht sich den Kopf darüber wo das Geld sicher Investieren. Welche Aktien/Aktienfonds kaufen? Börsen heissgelaufen.
Dabei ist die Antwort so einfach. Haus und SUV verkaufen. Alles in TeleVue Okulare rein. in 2 JAhren zwei Häuser und zwei SUV kaufen
 
Habs auch grad gesehen, 640€ für ein Delos, hab meins für 360€ gekauft. Neu. Während Corona, also noch nicht lange her.
Das ist wirklich absurd.
Eine Gelegenheit, das für 340 Euro gekaufte zum Verkauf anzubieten. Anzeigentext: "Verkaufe neuwertiges Delos zu zwei Drittel des Neupreises."
Das ist nicht absurd sondern die traurige Wahrheit unter Astroamateuren, wenn man sich so manche Anzeigen ansieht.
 
Hallo Rolf,


es ist nicht das Okular das sich ändert sondern der Wert des Geldes. Rechne halt den Okularpreis in Sonnenblumenöl: letztes Jahr die Pulle 1,29 Teuronen macht bei 340/1,29= 263,56 Pullen Sonnenblumenöl. Heute kostet die selbe Pulle Sonnenblumenöl 4,99 Teuronen x 263,56 =1315 Euro. In Wurst, Diesel oder Brötchen gerechnet wird's etwas billiger...noch.

Gestern hat der Euro mal eben rund 1,5% gegen den Dollar eingebüßt da ist es doch nur eine Frage der Zeit bis zur nächsten Preisanpassungsrunde - Okularumlage - wir brauchen ne Okularumlage...

...sonst wird das nix mehr mit Ethösseln
sondern es reicht nur noch zum Plösseln...:ROFLMAO:


Viele Grüße Felix
 
Moin,

na dann hoffen wir mal, aber gibt's dann auch ne Übergewinnsteuer - oder Überokularsteuer oder ...? :beobachten:

CS
Jörg
 
gute Idee!
Eine Überöffnungsteuer! Die mit den Lichteimern sollen blechen!
Ab 8 Zoll ist das purer Luxus.
Oha, merke gerade habe ja selbst 10 Zoll, also ab 12 Zoll dann eine Überöffnungssteuer!


"die meisten echten Thermen stehen über heißen Quellen"... vielleicht ein Ansatz für die Endlagerproblematik o_O

ach nehmt mich einfach nicht ernst!
Thomas
 
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