Beheizung von LiFePos?

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Hallo Thomas,

ich hatte ja schon oben geschrieben, dass ich so ab -10°C Probleme mit der Restkapazität des Akkus bekommen werde. Von daher könnte ich ihn bis zu dieser Temperatur auch ohne Heizung einsetzen. Wer fährt aber schon hunderte Kilometer um dann nur jede zweite Nacht zu nutzen? Wenn schon gute Bedingungen sind, dann will man sie auch ausnutzen, was bedingt, dass man den Akku auch bis zum Beginn der nächsten Dämmerung wieder aufgeladen hat. Ohne Beheizung wird das dann mit der Schnellladung eher schwierig, denn LiFePOs mögen es nicht unter null Grad geladen zu werden. Natürlich könnte ich auf LiFeYPo ausweichen, aber das treibt den Preis deutlich hoch, da nicht nur die Zellen einiges mehr kosten, sondern auch noch neue Ladegeräte fällig werden. Für 200 Teuro bekommt man da leider gar nichts, während mein Akku mit 75Ah wohl ziemlich genau diese Summe kosten wird.
Die verwendeten Zellen sind übrigens sehr leicht für ihre Kapazität und wenn sie sich auch nur annähernd so verhalten wie die besonders leichten LiPOs, welche ich damals für meinen Kopter beschafft habe, dann mögen die niedrigere Temperaturen leider so gar nicht. Da hätte ich natürlich schon bei der Beschaffung darauf achten können, aber da habe ich mehr auf den Preis geschielt, als auf das Gewicht. Das Gewicht ist aber für mich auch nicht so ganz unwichtig, da ich das ganze schwere Geraffel ja oft Kilometer weit durch die Botanik schleppen muss.


MfG

Rainmaker
 
Moin,

die LiFePo4-Technik hat mit LiPo nicht viel gemeinsam, außer dass das systemtragende Metall Lithium ist. Wie gesagt, ich kenne die Technik aus den verschiedensten Anwendungen in der Infrastruktur, der Kapazitätsverlust ist auch bei geringen Temperaturen, anders als bei Pb, eher gering, auch die Spannungsstabilität leidet nur extrem wenig.

Was auf der einen Seite gut ist, aber auf der anderen Seite eben auch den Effekt hat, dass mit einem Mal Schluß ist, wobei das normalerweise nicht passieren sollte. LiFeYPo ist nicht nur sehr viel teurer, sondern auch ladetechnisch schwieriger, daher auch weit weniger verbreitet, da LiFePo4 mit eingebautem Balancer an jedem Pb-Ladegerät geladen werden kann, dass zwischen 13,8 und 14,2V bereitstellt.
Können muss das Ladegerät nichts, da das das Batteriemanagementsystem macht. Daher gibt's auch LiFePo4-Autobatterien, die man einfach gg. die Pb-Batterie tauschen kann.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

das LiPO wenig bis nichts mit LiFePO zu tun hat ist mir bewusst. mir ging es um das Verhalten von besonders leichten Akkus gegenüber den "normalen" Modellen. Die jetzt verwendeten Zellen bringen nur rund 60% des Gewichtes in Bezug auf die Leistung auf die Waage, wie meine alten Zellen. Bei den LiPos für meinen Kopter war es damals ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Die Folge war ein deutlich stärkerer Spannungseinbruch unter Last und ein weniger gutmütiges Verhalten bei Kälte. bei nur 10°C war die Flugzeit beim "Kampfschweben", also beim normalen Fotoeinsatz, schon deutlich reduziert. Ich bei den LiFePOs wird es sich hier ähnlich verhalten, weil der Akku einfach nicht die Masse hat.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Jörg,


kannst Du einen Hersteller empfehlen oder von einem abraten oder sind die Qualitätsunterschiede eher gering?


Viele Grüße Felix
 
Moin,

da brauchst Du keine Sorge zu haben, der LiFePo ist absolut spannungsstabil bis knapp vor der vollständigen Entladung. Die LiPo sind da leider in der Praxis deutlich schwächer, wie übrigens alle Lithium-Typen ohne das Eisenphosphat.
Es ist ein Irrtum, dass ein "schwerer" Akku mehr Masse zum Speichern hat, die Frage ist immer welche Kapazität das Elektroden-Elektrolytsystem hat, und da ist LiFePo aktuell das, was mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis hat und bei "normalen" Temperaturen funktioniert.
Wenn ich einen 50kWh-Akku LiFwPo4 nehme hat der bei gleicher Bauform der Zellenblöcke (12V/100Ah-Blöcke mit integr. Balancer) etwa die Hälfte der Masse bei gut 30% mehr real entnehmbarer Kapazität (ohne Batteriedegradation durch Entladung) ggü. einem Blei-Gel-Akku (z.B. Sonnenschein) und braucht keine Ex-Zone wegen evtl. Gasung. Erreichbare Ladezyklen dann ca. 1.500 bei min. 10 Jahren Lebensdauer (gegen eine Grenze von 80% d. Nenn-Kapazität)
Alles was deutlich besser ist braucht hohe Temperaturen, die im üblichen Umfeld von Leuten nicht anwendbar sind sondern mit erheblichem Energieaufwand erhalten und gekapselt werden müssen.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,


kannst Du einen Hersteller empfehlen oder von einem abraten oder sind die Qualitätsunterschiede eher gering?


Viele Grüße Felix
Moin,

ich beschaffe gerade 50 Anlagen wie oben angegeben 50 kWh mit diesen 12V/100Ah-Blöcken für eine Behörde in "meinem" Bundesland. Die Akku-Teile, genau so wie die elektronischen Komponenten, kommen sämtlich aus China, lt. mehreren Herstellern die aus diesen Blöcken und den entsprechenden Gleichrichtern, Schaltschränken und Kommunikationssystemen USV's für die Telekommunikations- und IT-Technik herstellen, sind zwischen den verschiedenen Labels keine bis marginale Unterschiede erkennbar, so dass die nach Verfügbarkeit kaufen und einbauen (sofern nicht konzerngebunden).

Die Technik scheint immer dieselbe zu sein, angeblich sind auch die elektronischen Komponenten wohl überwiegend gleich, als wäre der Urlieferant immer derselbe. Kann man aus der Ferne schlecht beurteilen, wir gehen mit 2 Anlagen ab Winter in einen dreimonatigen Probebetrieb mit unterschiedlicher Ausstattung, dann werden wir es wissen.

Ich würde da schauen was der Preis spricht. Auch wenn man im Forum manchmal den Eindruck hat man wäre an Anlagen für die Atomtechnologie zugange würde ich da nach dem Preis gehen.

Die Zellen kommen mehr oder weniger alle aus dem selben chinesischen "Suppentopf". Wenn man sich eine Bausatz zulegt, die gibt's ja in den unterschiedlichsten Größen (-> Tante Googel) hat man wenigstens noch in der Hand wie man das Zeug verarbeitet, verkabelt, einhaust.

Wenn man sich die fertigen Akkupacks anschaut sehen die auch mehr oder weniger alle gleich aus. Ich habe weil ich keine Lust zum basteln hatte so'n Ding von Pearl gekauft, das funktioniert, ich halte die Quelle für brauchbar, zumal wenn ich was kaputt hatte (Stirnlampe, Entfeuchter, Batterielader) hat die Gewährleistung immer perfekt geklappt resp. man kam sogar an Ersatzteile (Akkus für Stirnlampe) ohne rumgezicke.

Wo ich auf keinen Fall kaufen würde wäre ein Astrohändler, die vertreiben ggü. den großen Verramschern zu wenig um wirklich gute Preise zu haben, wenn man mit offenen Augen durch den Markt geht findet man die selben Teile wie sie unter Celestron u.a. gelabelt sind für deutlich geringere Preise. Augen auf beim Eierkauf!

CS
Jörg
 
kannst Du einen Hersteller empfehlen oder von einem abraten oder sind die Qualitätsunterschiede eher gering?
Hallo!
Ich habe mir diesen Satz gekauft und "zusammengeschraubt." Bin damit sehr glücklich, auch -16°C haben da keine Spuren aufzeigen lassen, da sind andere elektronische Bauteile und Geräte eher ausgestiegen, bevor überhaupt der Akku mal in Richtung "leer" ging, das kommt bei den Minustemperaturen automatisch hinzu.
Im Endeffekt mus man das Gesamtsystem betrachten, und alles für eine bestimmte Minimaltemperatur auslegen (Akku, Steuerungs-PC, Heizbänder gegen Betauung etc. ....
Was nützt ein Akku bis -40°C, wenn der Steuerungscomputer bei nicht mal -10°C "Tschüss" sagt :unsure::unsure::unsure:
 
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Hallo,

mir ging es um einen Spannungseinbruch unter Last bei bei zwei Akkus gleichen Typs, aber unterschiedlicher "Auslegung". Die leichteren brechen unter Last einfach etwas mehr ein, bei meinen LiPOs waren es damals glaube ich 75mV, ich kann mich aber auch irren. Bei den neuen LiFePOs scheint es ähnlich zu sein, obwohl die sich angeblich mit 3C belasten lassen sollen. Die alten konnten nur 1C. Allerdings verspricht der Chinese auch viel, wenn der Tag lang ist. Mal sehen was bei weiteren Tests herauskommt, denn im Moment bestimme ich nur die Kapazität mit einer Belastung von ungefähr 0,1C.


MfG

Rainmaker
 
Moin,

in meinem Bekanntenkreis sind die Camper da stark aktiv, die verweisen gerne auf

-> Zubehör

da gibt's ne immense Auswahl, wobei alle mir gesagt haben, dass sie neben den Balancern auch ein BMS verbaut haben, damit man die Akkus nicht versehentlich durch Tiefentladung killt, das mögen die LiFePo's nämlich auch nicht. Man kann sich da wohl auch beraten lassen und kriegt dann das Set quasi zusammengestellt geliefert. Die Ladegeräte und Digitalanzeigen scheinen auch gut zu sein.

Was mich umtreibt sind immer noch die 12V-Stecker, die Cinch-Stecker die wir mehrheitlich verwenden sind mir zu locker, man kann sie nicht sichern, aber die finale Lösung habe ich da auch noch nicht. An den gekauften Geräten hat man ja quasi keine Wahl, aber bei der "Zentrale" sollte das schon was sein was man nicht versehentlich rauszupfen kann.

Außer XLR und Linko fallen mir da auch keine besonders tauglich erscheinenden Lösungen ein, wenn's handlich bleiben soll.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,


das sind doch mal brauchbare Hinweise, daß die Unterschiede bei den einzelnen Komponenten geringer sind als bei der Konfektionierung hatte ich vermutet war mir aber absolut nicht sicher. Werde mal schauen was es im Bereich Camping und kleinere Solaranlagen so gibt da scheinen die Preise am annehmbarsten zu sein. Ich suche was mit bis 20 oder max 30 Ah das ist tragbar und hat reichlich Reserven...


Viele Grüße Felix
 
Hallo,

@ Jörg,
XLR sollte man nicht so einfach herausziehen können, zumindest wenn die Dinger anständig gebaut wurden. XT60 oder XT90 haben zwar keine Sicherung, aber stecken schon deutlich besser als Chinch, zumal es auch anständige Buchsen für gibt.

@ Thomas,
mein blödes kleines Ladegerät kann beim Entladen leider nicht mehr als 1,6A bei 3,2V, von daher hat das wenig mit dem Willen zur Schonung zu tun. Im Gegenteil, meine Nerven werden bei den Lade und Entladezeiten absolut nicht geschont. ;)
Im Betrieb wird dann die Last aber auch nicht übertrieben, sondern eher auch auf dem Niveau liegen.


MfG

Rainmaker
 
Moin,

was @steins-ursel schrieb ist eine gute Richtschnur, auch beim Ladestrom. LiFePo4 kann man zwar auch schnellladen, aber das geht auf die Substanz, min. 5 h sollte man ihnen für eine Volladung geben. 1/10 der Kapazität in Ampere ist aber immer gut. Im Bereitschaftsparallelbetrieb mit Konstantspannung sieht die Sache noch etwas anders aus, aber das sollte dann ein geeignetes BMS regeln.

CS
Jörg
 
Hallo Felix,

schau mal nach neuen Zellen aus gescheiterten Projekten. Die kann man oft recht günstig abgreifen. Mein erster Akku enthält diese Zellen:


Gezahlt habe ich aber nur 4 oder 5 Teuro pro Stück.
Balancen kannst Du bei so einem "kleinen" Akku noch über ein Modellbau-Ladegerät, aber einen Batteriewächter für nicht ganz zehn Euro solltest Du dem Akku in jedem Fall spendieren. Es darf natürlich auch gern gleich ein BMS sein in der Bucht findest Du recht anständige BMS für Akkus in dieser Größe so um 20 Teuro.


MfG

Rainmaker
 
mein blödes kleines Ladegerät kann beim Entladen leider nicht mehr als 1,6A bei 3,2V,
Das ist doch nix schlimmes, man muss die Zet beim Laden nur einkalkulieren.
Vor Jahren stand auch die Frage, was für ein Ladegerät muss ich mir gönnen vor allem in Bezug Modellbau. Es wurde ein ALC 8500II, als Bausatz damals noch einigermaßen bezahlbar, heute reden wir nicht drüber.
Habe die ausgegeben TEUROS nie bereut, hat schon viele Akku's geladen und auch wiederbelebt.
 
Hallo Thomas,

wenn Du 20 Zellen mit 15000mA hast, dann denkst Du ganz schnell anders darüber ...

Bei mir hat es halt nur zu einem IMAX BAC6 gereicht, aber immerhin zu dem original und nicht dem China-Clone.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

am Ende soll ein 4s5p Akku dabei heraus kommen, also 12,8V. An Ende der nächsten Woche bin ich mit dem Ausmessen der Zellen hoffentlich durch und später wird dann nur noch in Ausnahmefällen mit dem kleinen Modellbau geladen. Für den Normalbetrieb liegt hier ein Ladegerät mit 20A rum, welches auch schon meinen kleinen 36Ah Akku füttert. Ich hoffe der neue Akku schluckt die Energie auch so schnell wie der alte. Im Moment habe ich daran noch so meine Zweifel, denn der Ladestrom geht bei den neuen Zellen erschreckend schnell in die Knie ...


MfG

Rainmaker
 
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