Moin Udo,
das beschriebene "StarEater"-Phänomen kommt hauptsächlich bei Sony-Kameras vor, bei Canon habe ich davon noch nichts gehört, Nikon dito. Bei den DSLR ist das Auftreten von AmpGlow bei den neueren Sensoren auch weitgehend Geschichte, durch die Autofokus-Funktionen treten charakteristische Pixelfehler auf, alles aber kalibrierbar.
Alle drei potenziellen Wege.
-DSLR/DSLM,
-mono-Astrokamera und
-OSC-Astrokaamera
haben ihre Schwächen und Stärken, wurde im Thread ja auch schon beschrieben.
Was das eine System, z.B. Einfachheit des Vorgehens, bietet, erkauft man mit Nachteilen an anderer Stelle. Dass das technische Optimum an Effizienz und Flexibilität die Mono-Kamera mit Einzelfiltern ist, ist unbestreitbar, dafür hat man eben mehr Aufnahmen, mehr EBV, mehr Technik, die beiden Color-Varianten haben selbstredend auch ihre Schwächen, so eben die geringere Effizienz und die auch nicht triviale Bearbeitung, wenn ich meinen "RGB"-Schuß mit Schmalbandanteilen aufwerten möchte und dazu ein oder zwei Multibandfilter einsetze. Wie
@ubit schreibt, einen klaren "Sieger" gibt es da nicht, daher auch meine Formulierung "Glaubensfrage" - es liegt an der persönlichen Präferenz des Fotografen, was er machen möchte. Wenn man sich auf Astrobin umsieht und feststellt, was mit irgendwelchen Altglasscherben und einer 1000Da möglich ist und dann sieht, was mit zigtausend-Euro-Equipment teilweise für ein Murks abgeliefert wird wird einem deutlich, dass es da keinen Königsweg gibt, der per angemessener Zahlung an einen Händler das Ergebnis in Hubble-Höhen pusht.
In meinen Augen sollte man einfach anfangen, da ist eine DSLR ein guter Weg, Erfahrungen sammeln, sein Arbeitsgebiet schärfen und dann richtig investieren, dann kommt man auch zu einem guten Ergebnis.
Da Niklas noch nicht sehr lange in dem Metier unterwegs ist würde ich ihm raten, seine DSLR, wenn sie das nicht ist, modifizieren zu lassen und dann erstmal damit zu arbeiten, Erfahrungen zu sammeln und seine "Kröten" zusammenzuhalten und wenn er sich entsprechend entwickelt hat weiter zuzukaufen und nicht gleich Geld in die Welt zu ballern, er hat ja sein restliches Equipment auch noch nicht zusammen. Eins nach dem anderen, systematisch, das ist in meinen Augen zielführend. Ich bin da etwas konservativ, aber das auch ein gut Stück aus langer Berufserfahrung. Eine solche eher zurückhaltende Strategie funktioniert nicht nur in unserem Hobby.
CS
Jörg