Motor-Focus an Skymax127

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_Jürgen_K

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Hallo,
hänge gerade mal wieder etwas fest.
Ich möchte an mein Skymax127 einen Motorfokus anbauen.
hatte dazu dieses Video bei Youtube gefunden.
Habe mir die dort verwendeten Bauteile und den dort verwendeten Motorfokusser AUTOFOC von TS bestellt.
Alles super, aber nun stelle ich fest, dass mein Skymax genau dort, wo der Fokussierknopf sitzt die Vixenschiene montiert hat.
Im Video bei youtube sitzt der 90° versetzt.

Wie komme ich da weiter ?
- Die Vixen-Schiene abschauben und neue Gewinde-Löcher bohren ? Was passiert mit den Metallkrümel ? Richten die innen Schaden an ?
- das Skymax öffnen und so zusammenschrauben. dass es 90° versetzt ist ?
- Die Vixen-Schiene abschrauben und mit zwei Rohrschellen montieren ? Gibt es dafür passende ? Das kollidiert dann mit meiner Telrad-Basis :cry:

Vielen Dank im Voraus für jegliche Tipps !

ratlos :unsure:
Jürgen
 

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Hallo Jürgen,
easy zu lösen ohne bohren. Wie in der Zahnarzt Werbung vor 50 Jahren! Teleskop nach unten richten, hintere Verschraubungen des Spiegeltopfes lösen und um ein Bohrloch verdrehen.
VG Frank
 
Sind seitlich am Tubusende Schraubenköpfe zu sehen? Die hinteren sind ja die justi Schrauben.
 
Man kann auch einfach die komplette Backplate drehen, statt zu bohren. Zieh mal diesen Gummiring aus dem spalt, dann kann man das komplette hintere Teil gegen den Tubus verdrehen.

LG
Olli
 
Also, ich habe die 3 Inbusschrauben an der Rückseite herausgeschraubt.
Das kann ich aber leider nicht "um ein Bohrloch versetzt" wieder anschrauben.
Im Tubus sitzt hinten ein "Innenkragen", der 3 Gewindelöcher hat, mit denen man den hinteren "Deckel" befestigt.
Theoretisch könnte man den Deckel 120° weiterdrehen, das geht aber genau deswegen nicht, weil in dem "Innenkragen" an einer Stelle
eine Aussparung für den Fokusantrieb ist.
Also leider keine Möglichkeit, das anders wieder draufzuschrauben, als es war.
 
Der "Innenkragen" ist ein großer, massiver Gewindering, der in den Tubus eingeschraubt ist, an diesem hängt per Zug- und Druckschrauben Die Rückplatte, welche mit Fokussiertrieb, 1,25" Anschluss, Blendrohr und HS eine Einheit bildet.
Das komplette Konstrukt kann rausgeschraubt werden. Wenn man es nur eine vierteldrehung rausschraubt ist der Fokussiertrieb an der Seite.

LG
Olli
 
Moin,

das geht - da Du mit dem hinteren Deckel den Spiegel raus hast kannst Du ne Feile nehmen und die Aussparung 120° versetzt reinfeilen. Oder wie Olli angibt Späne rausklopfen und gut.

Oder wie Olli angibt einfach den Ring als ganzes etwas rausdrehen, mit einem Tropfen Sekundenkleber sichern, und ebenfalls gut.

CS
Jörg
 
die verdrehsicherung ist die Verspannung des ganzen Gewindes über die kleinen Inbusschrauben, deshalb sind die auch um ne halbe Phase gegen die Zugschrauben versetzt, statt direkt benachbart. Der Gummiring ist zur Abdichtung. Wenn man den ne vierteldrehung raus oder rein dreht, kann man den dan einfach Hoch bzw Runterjustieren, damit der Gummiring wieder gut passt, wenn die justage fest gekontert ist verdreht der sich auch nicht mehr.

LG
Olli
 
Wenn der Gummi mal mürbe ist macht's plumps und der Spiegeltopf fällt raus.
Nee, dieser Innenkragen geht ja nur relativ schwer zu drehen und die Rückwand ist ja mit den 3 Schrauben mit dem "Kragen" verschraubt.
Habe alles schon wieder zusammen. Fokussierknopf sitzt jetzt 90° gegen die Prismenschiene versetzt :y: .
Ist halt jetzt die Frage, ob das Teleskop neu kollimiert werden muss, weil ich ja die Backplane gelöst hatte.
 
??? Wie jetzt nix verschraubt? Wenn der Gummi mal mürbe ist macht's plumps und der Spiegeltopf fällt raus.
VG Frank
die verdrehsicherung ist die Verspannung des ganzen Gewindes über die kleinen Inbusschrauben, deshalb sind die auch um ne halbe Phase gegen die Zugschrauben versetzt, statt direkt benachbart. Der Gummiring ist zur Abdichtung. Wenn man den ne vierteldrehung raus oder rein dreht, kann man den dan einfach Hoch bzw Runterjustieren, damit der Gummiring wieder gut passt, wenn die justage fest gekontert ist verdreht der sich auch nicht mehr.
Der "Innenkragen" ist ein großer, massiver Gewindering, der in den Tubus eingeschraubt ist, an diesem hängt per Zug- und Druckschrauben Die Rückplatte, welche mit Fokussiertrieb, 1,25" Anschluss, Blendrohr und HS eine Einheit bildet.
Das komplette Konstrukt kann rausgeschraubt werden. Wenn man es nur eine vierteldrehung rausschraubt ist der Fokussiertrieb an der Seite.
 
Nee, dieser Innenkragen geht ja nur relativ schwer zu drehen und die Rückwand ist ja mit den 3 Schrauben mit dem "Kragen" verschraubt.
Habe alles schon wieder zusammen. Fokussierknopf sitzt jetzt 90° gegen die Prismenschiene versetzt :y: .
Super, ich freu mich mit dir mit

Ist halt jetzt die Frage, ob das Teleskop neu kollimiert werden muss, weil ich ja die Backplane gelöst hatte.
Definitiv

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
OP am offenem Herzen sozusagend, mit Ferndiagnose. Hat ja prima geklappt, freut mich. Schau mal grob von vorn ins Teleskop ob alles noch symmetrisch aussieht oder Eier?!
VG Frank
 
Das wird Murks, da bei dir im Mak ein Kugelspiegel sitzt.
VG Frank
 
Mit Laser justieren die sich nicht so gut, finde ich. Ich justiere so, dass von vorne reingeschaut alles schön konzentrisch ist, fine tuning am stern. damit erziele ich gute ergebnisse.

LG
Olli
 
-> Maksutov-Teleskop – Wikipedia
ein Mak ist ein rein sphärisches System mit Flattener. Der Spiegel ist also immer sphärisch (wie beim Schmidt-Cassegrain), daher der Korrektor.
So wie der gute Dimitri es damals entworfen hat, ja.
So wie sie heute gebaut werden, nein.

Off Axis Koma und Asti, sowie On Axis SA höherer Ordnung, muss kontrolliert werden, entweder durch entsprechend lange Öffnungsverhältnisse, heutzutage aber unpopulär, oder eben durch asphärisierung wenigstens einer Oberfläche.

Der erste große weiße Kasten dieser Seite Seite erklärts.
Man achte auf die Skalierung der LSA Diagramme.

LG
Olli
 
Gerade mal geschaut. Himmel z.T. klar.
Mal kurz die Monti rausgeholt, 127 Skymax drauf. Mal Jupiter und Monde anvisiert.
Sieht gut aus. Monde sind kleine runde Punkte.
Hab aber nicht viel Zeit, weil ich noch weg muss.
Naja, der Laserkollimator kostet ja nicht viel. Werd ich einfach in die Schublade legen, wer weiss, ob ich ihn nicht dochmal brauche.

Allen jedenfalls vielen vielen Dank für die Hilfe !!!
Der Motorfocus wird demnächst in Angriff genommen.

CS und viele Grüße
Jürgen
 
Ganz bin ich mir noch nicht im Klaren, ob ein Motorfokus bei so einem Mak das scharfstellen vereinfacht oder erleichtert... :unsure:
Umkehrspanne des Spiegeltriebs, Verkippung... ich denke, ich würde da länger mit dem Motor herumfahren als mit der Hand...

lg
Niki
 
ich denke, ich würde da länger mit dem Motor herumfahren als mit der Hand...
Hallo Niki,
bin auch gespannt, wie das läuft. Ich finde es höchst anstrengend, wenn bei jeder Berührung der Optik das Bild so zittert, dass man mehrere Sekunden warten muss um zu sehen ob es besser oder schlechter geworden ist. Das Teleskop hat ja 1500mm Brennweite, da wackelt es auf der EQ5 schon ganz ordentlich....
LG
Jürgen

so muss erstmal weg..... allen noch einen schönen Abend.
 
Ja der Mak ist recht justierstabil. Der wird auch gerne für Planetenmissionen mitgenommen. Da hat der Dimitri ein schönes Design getüfftelt.
VG Frank
 
Ja der Mak ist recht justierstabil. Der wird auch gerne für Planetenmissionen mitgenommen. Da hat der Dimitri ein schönes Design getüfftelt.
VG Frank
A pro pose, kennst du diese monolithischen Cassegrains? Ein kompletter Cassegrain, der nur aus einem einzigen Bauteil besteht, sehr beliebt aus genanten Gründen für Satelliten und Sonden. Teils ultra winzig, zB 30mm F/10. So Einen hätte ich gern als Wechselobjektiv fürs Handy:cool:

LG
Olli
 
Das Teleskop hat ja 1500mm Brennweite, da wackelt es auf der EQ5 schon ganz ordentlich....
Da würde ich unbedingt Stativ und Montierung upgraden... Stabilität 2.0 sozusagen. Mir hat das Zittern anfangs auch den Spaß genommen, also hab ich das rasch abgestellt. Berlebach, HEQ5 oder Losmandy 8 aufwärts, was auch immer, das nicht zittert wie Espenlaub, sobald man ankommt.

Der Motorfokus macht den Unterbau auch nicht stabiler ;)

lg
Niki
 
Die Fokussierung am Mak ist recht feinfühlig und eher unkritisch. Die Tiefenschärfe ist komfortabel und leicht zu treffen. Glaub dein wackelstativ ist das Problem. Mit Motorfokusierer verlierst du die Möglichkeit schnell die Schärfe zu finden, bei Setup wechseln zBsp. Habe aber auch mein EQ5 Stativ mit Eschenholz, ala Berlebach als Vorgabe umgebaut. Danach war Ruhe, auch bei 4600mm Brennweite!
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Da würde ich unbedingt Stativ und Montierung upgraden
Mein Termin hat sich verschoben. Habe noch bis 22:30 Zeit.
Daher noch eine Antwort an Niki:

Es handelt sich ja nur um meine Portabelmontierung. Und da ist mir die EQ5 schon schwer genug. Mein Stativ ist schon recht stabil.
Stationär (zuhause) habe ich ja die HEQ5 mit dem Beltupgrade. Das Stativ steht fest in 3 Bohrungen einer gepflasterten Fläche im Garten.
Die wackelt natürlich deutlich weniger, ist mir aber zu Rumschleppen zu schwer.

Diese EQ5 Portabelmontierung ist gedacht für Wochenend-Ausflüge in die Lüneburger Heide, wo ich einen dunklen Standort nutzen kann
und für Urlaube, wo wir mit dem Auto hinfahren, so wie diesen September nach Fehmarn.
Auf Fehmarn war übrigens das Hauptproblem der Balkon. Der Balkon war groß, hatte freie Sicht von NO bis SW mit freier Sicht auf Polaris
aber leider Holzbohlen am Boden. Die wackelten mehr als alles andere zusammen. Was wäre ich da froh gewesen, wenn ich den Fokus vom
Zimmer aus hätte verstellen können........

Für die EQ5 sind dann 3 meiner Teleskope mitnahmegeeignet :
a) mein TS61EDP , b) mein TS-Photoline 102mm f/7 und eben c) das Skymax 127.
Die beiden ersteren haben einen Motorfocus von Pegasus, aber ausgerechnet das mit der höchsten Brennweite, das 127mm Mak hat bisher keinen.

Für Reisen, auf denen ich wirklich nur ganz wenig mitnehmen kann, habe ich dann noch ein ganz kleines Setup: Eine AZ-GTI auf Polhöhenwiege.
Aber da passen halt nur das TS61EDP drauf und ein kleines Skymax102 (ohne Motorfocus). Da soll auch kein Motorfocus dran, weil
die AZ-GTI mit jedem Gramm über 4kg zusätzlich schlechter läuft. Das Skymax 102 mit Anbauten trägt sie aber genauso locker wie das TS61EDPH.
Das Setup wäre dafür aber vielleicht sogar flugreisetauglich.

Bezgl. der EQ5 hatte ich lange mit mir gerungen, ob ich sie als Portabelmontierung nehmen soll. Bei TS auf der Seite steht ja unter
technischen Daten, dass das Achsenkreuz 7,8kg wiegen soll. Das hatte mich lange abgeschreckt. Dann hatte ich allerdings rausgefunden,
dass diese Angabe gar nicht stimmt. Meine EQ5 Synscan Pro wiegt mit den angebauten Schrittmotoren nur 4,9kg (5,8kg mit angeschraubter
GGW Stange) Das ist schon eine ganze Menge weniger als die HEQ5 ! Aber, naja, dafür wackelt sie halt auch deutlich mehr.

Viele Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich habe auch einen MAK127 und habe geräselt, ob so ein Motorfokus womöglich über die Grenze hinaus läuft und die Fokusschraube fest zieht. Anders herum könnte vielleicht die Gewindestange intern abgeschraubt werden. Es fehlt ja jede taktile Rückmeldung, ob man an einem Anschlag angekommen ist.
Gibt es Informationen darüber, was im MAK passiert, wenn der Motor an die beiden Grenzen des Gewindes gelangt und weiter dreht?

MfG
thomas314
 
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