Das ist mir nicht klar, was Du damit meinst.
Wenn ich mir die Tabellen ansehe, sinkt der (relative?) Farbfehler mit dem Öffungsverhältnis. Ein 40/400 ist faktisch farbrein. Ein 80/400 hat einen hohen Farbfehler. Oder stimmen diese Tabellen doch nicht?
Ich meinte die Tabellen zur CA (Chromatic Aberation). Da spielt das Öffnungsverhältnis eine entscheidnde Rolle. Z.B
60/1200 -> CA = 8,47
120/1200 -> CA = 2,12
Eine CA > 3 gilt als gut, eine CA > 5 als sehr gut.
Die Tabellen stimmen schon.
Wobei ich lieber mit dem RC Wert rechne, er gibt das Verhältnis der Schnittweiten zur Wellenoptischen Schärfentiefe an (Bei korrekt gebauten Fraunhofer als gute approximation Öffnung²/Brennweite×0,508)
Ist dieser Wert 1, verschwindet das sekundäre Spektrum komplett in der Beugung.
Aber es ist so, dass ein auf 100mm abgeblendeter 120/1000 nicht genauso performt, wie ein 100/1000 Refraktor, der als solcher designt wurde.
Die Schnittweitendifferenz liegt beim FH wie gesagt bei 1/1800el der Brennweite, diese Schnittweitendifferenz wird in der 0,7-Radius Zone gemessen, was quasi die Schwerpunktlinie einer Kreisfläche ist, die Flächenanteile innerhalb und außerhalb sind gleich.
Da Blau über- und rot unterkorrigiert ist, klaffen die Farbschnittweiten weiter innen und weiter außen weiter auseinander, dementsprechend baut man ein Objektiv natürlich so, dass die Farben sich in der 0,7 Zone am nächsten kommen.
Bei einem auf 100mm abgeblendeten 120er ist dessen 0,83 Zone bei 100mm das neue 1,0 und die ursprüngliche 0,7 Zone mit den bestmöglichen Schnittweiten liegt jetzt bei 0,88. Die jetzige 0,7 Zone, die den Farblängsfehler bestimmt, war bei 120mm eigentlich die 0,58 Zone. An dieser Stelle sind die Schnittweitendifferenzen aber größer.
Der 120er wird abgeblendet definitiv spürbar Farbreiner abbilden, aber eben nicht so gut, wie der als 100er gebaute.
LG
Olli