Einsteiger Setup für Planeten und Mond

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Im Ernst? Wir fangen bei einem Budget von 400€ an und enden beim 10 Zöller oder 120er Refraktor? Das kann nicht funktionieren. Ist wohl auch für einen Einsteiger etwas zu viel. Das Öffnungsfieber schon vor dem wirklichen Einstieg zu befeuern, halte ich für falsch und nicht hilfreich.
CS Harald
 
Das Öffnungsfieber schon vor dem wirklichen Einstieg zu befeuern, halte ich für falsch und nicht hilfreich.
Das sehe ich auch so. Aber die hier gezeigten Gebrauchtangebote würden vom Budget her noch passen. Zum Beispiel 120 FH für 240 EUR + EQ-5 für 180 EUR => zusammen 420 EUR.

Ich habe mir vor ein paar Jahren einen 80/900 FH gebraucht für 50 EUR (mit vielen Plössl und Kellner-Okularen) gekauft. Vollkommen ausreichend für einen Einstieg in die Astronomie.

FG
Christian
 
Das Öffnungsfieber schon vor dem wirklichen Einstieg zu befeuern, halte ich für falsch und nicht hilfreich.
Der 10" Dobson ist ein günstiges Angebot in seiner Nähe, sonst hätte ich den gar nicht erwähnt.
Manchmal gibt aber gerade so eine Gelegenheit den Ausschlag für die Entscheidung.

Aber nochmal mein Hinweis: Vorher genau planen und überlegen wo das Teleskop gelagert wird, wie schnell und simpel ist der Aufbau usw...
Da nützt dann auch die große Öffnung nichts wenn es im Keller versauert.

Kann man sich aber damit anfreunden und sich das praktikabel vor Ort einrichten bietet einem 10" einen wahren WOW Effekt.
Allein schon mein Umstieg vom 114/900 mm Newton auf einen 8" F6 Dobson hat bei mir auf jeden Fall dafür gesorgt !

Gruß,
Holger
 
Noch etwas genauer: Der Farbfehler bei Refraktoren wächst mit der Öffnung UND dem Öffnungsverhältnis. Durch das Abblenden wird BEIDES verringert. Dadurch sinkt der Farbfehler drastisch.
Der Farbfehler ist beim Fraunhofer Achromaten bei 1/1800stel der Brennweite, das Abblenden ändert daran nix, sondern vergroßert lediglich die wellenoptische Schärfentiefe.
Der Farblängsfehler hängt beim Ffraunhofer ausschließlich von der Brennweite ab, und das Öffnungsverhältnis bestimmt darüber, wie viel davon in der Schärfentiefe verborgen werden kann. Schaut man sich nun noch mal an wie ein LSA Diagramm aussieht, wird auch noch klar, dass ein auf 102mm abgeblendeter 120/1000 immernich schlechter performen wird, als ein von vorneherein als solcher gebauter 102/1000, da die engste Stelle der Schnittweiten nicht mehr in der 0,7er Radiuszone liegen.

LG
Olli
 
Schaut man sich nun noch mal an wie ein LSA Diagramm aussieht, wird auch noch klar, dass ein auf 102mm abgeblendeter 120/1000 immernich schlechter performen wird, als ein von vorneherein als solcher gebauter 102/1000, da die engste Stelle der Schnittweiten nicht mehr in der 0,7er Radiuszone liegen.
Das ist mir nicht klar, was Du damit meinst.

Wenn ich mir die Tabellen ansehe, sinkt der (relative?) Farbfehler mit dem Öffungsverhältnis. Ein 40/400 ist faktisch farbrein. Ein 80/400 hat einen hohen Farbfehler. Oder stimmen diese Tabellen doch nicht?
 
Moin,

vielen Dank für eure vielen Antworten und Erklärungen. Das alles hilft mir sehr!

Auch den Klon? Ist das Ding brauchbar?

Für gute Planeten & Mond würde ich eher auf eine kleine Astrokamera setzen, ca. 200 Euro
Ist diese auch brauchbar wenn man keine Nachführung hat.
Für den Anfang wird, denke ich, aber die G70 reichen. Wenn ich mehr will kann ich ja noch immer eine Astrokamera kaufen.
Vom Mond zB sollte ich ja auch ohne Nachführung Bilder machen können.

Ich tendiere aktuell zu einem 6“ Dobson.
Transport in den Garten oder mit dem Auto ist einfach!
Wenn ich es für nötig halte könnte ich mir dafür auch irgendwann eine Goto Montierung dazu holen.
Diese sind nicht so teuer als wenn ich sie für das 10“ kaufen müsste.
Ich denke für den Einstieg reicht das aus.

Ich werde auf jeden Fall ein gebrauchtes kaufen. Vielleicht finde ich ein Deal für ca. 300€. Dann hab ich noch Luft falls ich noch irgendwas dazu kaufen muss.

Hersteller ist egal?
GSO oder Skywatcher scheint in dem Preisbereich verbreitet zu sein.

Ich schaue gleich nochmal in die Anzeigen und Poste hier vielleicht ein paar.

Grüße
Brian
 
Ich habe die "Original"-EQ-5. Brauchbar ist die sicher. Ich benutze aber lieber die EQ-3-2, weil die handlicher ist. Die EQ 3-2 ist vollkommen ausreichend für 130/650-Newton 0der 90(900 FH. Für die kleineren Geräte wie MC sowieso.

Dann habe ich noch einen 200/1000 Newton. Der überfordert die EQ-5 ein wenig. Geht zwar, ist aber zu schwer (an der Grenze). Ich denke kurzer 6-Zöller sollte gehen (kein 150/1200). Ob 120/1000 gut geht, kann ch nicht.sagen.
 
Die EQ5 ist doch selbst ein Klon von der GP. Für einen 120er Refraktor oder einen 10 Zöller Newton ist sie jedenfalls zu schwach.
CS Harald
 
Das ist mir nicht klar, was Du damit meinst.

Wenn ich mir die Tabellen ansehe, sinkt der (relative?) Farbfehler mit dem Öffungsverhältnis. Ein 40/400 ist faktisch farbrein. Ein 80/400 hat einen hohen Farbfehler. Oder stimmen diese Tabellen doch nicht?
Ich meinte die Tabellen zur CA (Chromatic Aberation). Da spielt das Öffnungsverhältnis eine entscheidnde Rolle. Z.B

60/1200 -> CA = 8,47
120/1200 -> CA = 2,12

Eine CA > 3 gilt als gut, eine CA > 5 als sehr gut.
Die Tabellen stimmen schon.
Wobei ich lieber mit dem RC Wert rechne, er gibt das Verhältnis der Schnittweiten zur Wellenoptischen Schärfentiefe an (Bei korrekt gebauten Fraunhofer als gute approximation Öffnung²/Brennweite×0,508)
Ist dieser Wert 1, verschwindet das sekundäre Spektrum komplett in der Beugung.

Aber es ist so, dass ein auf 100mm abgeblendeter 120/1000 nicht genauso performt, wie ein 100/1000 Refraktor, der als solcher designt wurde.
Die Schnittweitendifferenz liegt beim FH wie gesagt bei 1/1800el der Brennweite, diese Schnittweitendifferenz wird in der 0,7-Radius Zone gemessen, was quasi die Schwerpunktlinie einer Kreisfläche ist, die Flächenanteile innerhalb und außerhalb sind gleich.
Da Blau über- und rot unterkorrigiert ist, klaffen die Farbschnittweiten weiter innen und weiter außen weiter auseinander, dementsprechend baut man ein Objektiv natürlich so, dass die Farben sich in der 0,7 Zone am nächsten kommen.
Bei einem auf 100mm abgeblendeten 120er ist dessen 0,83 Zone bei 100mm das neue 1,0 und die ursprüngliche 0,7 Zone mit den bestmöglichen Schnittweiten liegt jetzt bei 0,88. Die jetzige 0,7 Zone, die den Farblängsfehler bestimmt, war bei 120mm eigentlich die 0,58 Zone. An dieser Stelle sind die Schnittweitendifferenzen aber größer.
Der 120er wird abgeblendet definitiv spürbar Farbreiner abbilden, aber eben nicht so gut, wie der als 100er gebaute.

LG
Olli
 
Bei einem auf 100mm abgeblendeten 120er ist dessen 0,83 Zone bei 100mm das neue 1,0 und die ursprüngliche 0,7 Zone mit den bestmöglichen Schnittweiten liegt jetzt bei 0,88. Die jetzige 0,7 Zone, die den Farblängsfehler bestimmt, war bei 120mm eigentlich die 0,58 Zone. An dieser Stelle sind die Schnittweitendifferenzen aber größer.
Der 120er wird abgeblendet definitiv spürbar Farbreiner abbilden, aber eben nicht so gut, wie der als 100er gebaute.
Danke für die Info! Wie stark wirkt sich das dann aus? Ist das messbar? Ich meine damit, wie signifikant dieser negative Effekt ist.

So wie Du jetzt schreibst, hat die Abblendung trotzdem einen positiven Effekt auf den (wahrgenommenen) Farbfehler. Inwieweit wird dieser positive Abblendungs-Effekt durch das Mehr-Nutzen des inneren Teils der Linsen abgeschwächt?
 
Umso schneller und größer der Refraktor, umso stärker ist der Gaußfehler, und umso mehr wird der positive Effejt des Abblendens geschmälert. Aber umso schneller und größer der Refraktor den man abblendet ist, umso mehr bringt es auch insgesamt. Abblenden wird bei FHs immer eine Verbesserung bringen, aber von vorneherein eine langsamere Optik kaufen, bleibt besser.

Wenn man einen 90/900 auf 70/900 abblendet, wird man keinen Unterschied zum echten 70/900 merken. Wenn man einen 120/600 auf 80/600 abblendet, wird der echte 80/600 sichtbar besser sein, aber der auf 80 abgeblendete 120/600 ist dann trotzdem sehr sehr deutlich farbreiner als nicht abgeblendet.

LG
Olli
 
Ich tendiere aktuell zu einem 6“ Dobson.
Das entspannte Öffnungsverhältnis ist toleranter bei der Justage und auch einfache Okulare sollten gut gehen.

Ich selbst habe GSO in 8" und 12" aber auch z.B. Skywatcher kam damals in meine engere Auswahl.
Nur typische Kaufhausteleskope würde ich meiden.

Wieso ist eigentlich Goto so wichtig für dich ?
Hast du sorgen, dass Aufsuchen der Objekte würde nicht gelingen ?

Da kann ich dir nur die Freeware Stellarium empfehlen. Zeigt genau deinen Himmel vor Ort und so lernst du dich schnell dort oben zurechtzufinden.
Gehört für mich einfach dazu.

Gruß,
Holger
 
Wenn man einen 90/900 auf 70/900 abblendet, wird man keinen Unterschied zum echten 70/900 merken. Wenn man einen 120/600 auf 80/600 abblendet, wird der echte 80/600 sichtbar besser sein, aber der auf 80 abgeblendete 120/600 ist dann trotzdem sehr sehr deutlich farbreiner als nicht abgeblendet.
Ich habe es verstanden. Der Effekt läßt sich nicht so einfach berechnen oder schätzen. Auch die Stärke der Abblendung spielt ja eine Rolle.
 
Moin,
Wieso ist eigentlich Goto so wichtig für dich ?
Es geht sich ehr um die Nachführung.
Sowas finde ich ganz gut falls ich denn mal Fotos machen will wozu man eine solche braucht.
Ich nutze schon länger die App „Star Walker 2“. Damit war ich bisher recht zufrieden.

Weiß jemand wie ich herausfinde ob ich mit meiner Systemkamera in Verbindung mit einem Teleskop fokussieren kann bzw. in den richtigen Fokusbereich komme?

Bei mir in der Nähe gibt es folgende Geräte die in Frage kommen (von Größe und Gewicht her).





Am interessantesten finde ich das 150mm Skywatcher, aber die Omegon klingen auch nicht schlecht. Besonders wenn man sie preislich mit den 200mm Skywatcher vergleicht.

Was sagt ihr?

So eins gibts auch bei mir in der Nähe.
Finde es aber grade nicht.
Wie sieht es damit aus, wäre preislich auch neu interessant.

Ich freue mich auf eure Einschätzung.

Grüße
Brian
 
Das 2. Angebot ist am besten. Hier ist im Preis das sinnvollste Zubehör / Okulare dabei. Die Okulare sind aber alle nicht so dolle.
Hände weg vom Megastar. Das ist ein Katadiopter, der in der Regel im Vergleich zu den anderen Geräten nur eine mäßige Abbildungsleistung abliefert.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiß jemand wie ich herausfinde ob ich mit meiner Systemkamera in Verbindung mit einem Teleskop fokussieren kann bzw. in den richtigen Fokusbereich komme?
Mein 8" F6 Dobson hat deutlich mehr Backfokus als der 12" F5 Dobson.

Generell liegt bei mir der Fokus mit der Asi120mc Astrokamera ca. 15mm weiter innen als mit dem Okular.
Das Auflagemaß deiner Kamera hat nochmal ein paar mm mehr.

Mit Okular müsste der Okularauszug wohl mehr als 20mm ausgezogen werden. Bei meinem 8er geht das locker, beim 12er würde deine Kamera nicht mehr in den Fokus kommen, da habe ich nur noch 1mm Reserve.

Gruß,
Holger
 
Moin,

meine Kamera hat ein Auflagemaß von 19,6 mm.
Passt das bei dem Omegon oder Skywatcher die ich oben erwähnt hab?




Ich finde beide Teleskope spannend.
Was spricht denn für das Omegon und was für das Skywatcher?

Ist die Qualität bei beiden gleich?

Grüße
Brian
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

da Celestron und SkyWatcher zu einer Firma gehören und Omegon nur ein Brand ist denke ich, wie weiter oben geschrieben, dass die Spiegel aus der gleichen Quelle sind, den Omegon gibt's ja auch unter anderen Brands, ich denke das tut sich alles nix.

Die spannendere Frage ist die, die Holger aufgeworfen hat, wie weit sich der OAZ bewegen läßt und wie der Backfokus des Teleskops ist. Dobsons sind visuelle Teleskope, da kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass man mit ner Kamera in den Fokus kommt.

Die "mini"-Kameras, die in den OAZ gesteckt werden können, haben da einen Systemvorteil, während solche, die noch mit einer Adaption vor den OAZ montiert werden müssen möglicherweise außenvor bleiben.

Den "Megastar" kannst Du wie vorher schon geschrieben, vergessen, das ist allein schon wegen der Montierung Unsinn, ich habe ein paar solcher - früher hätte man gesagt "Kaufhausteleskope" - muss für ernsthafte Nutzung nicht sein.
Bis Du den Katadiopter so justiert hast, wie er gehört, damit er ordentliche Bilder macht, hast Du ihn mit dem original ACME Desintegrationsstrahler desintegriert :ROFLMAO: Ich habe Tage und gefühlt 3 Windparks gebraucht, bis mein Revue 114/1000 und mein Dörr 76/600 brauchbare Bilder gemacht haben. Und die sind noch aus der Vor-Plastik-Zeit.


CS
Jörg
 
Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe gelesen, dass das System eigentlich genormt sein soll.
Es wurde oft die Zahl 55mm genannt.
Dann soll es wohl klappen.
Ich habe auch mal gelesen, dass die Omegons wohl 65mm haben.
Wäre ja vom Vorteil.

Vielleicht schaffe ich es heute ja bei einem Händler anzurufen.
Die wissen vielleicht mehr.

Grüße
Brian
 
Moin,

nachfragen schadet nie, das beendet das Rätseln.

Das mit den von Dir zitierten 55mm stammt aus dem T2-System und wird heute auch auf die 48mm-Verschraubungen häufig übertragen. Dieses Maß, und das muß man sich vor Augen halten, ist ein AUFLAGEMASS,

-> Auflagemaß – Wikipedia

also ein Maß das angibt, wo im Bezug auf eine Verschraubung der Kamerachip sitzen muss. Früher hat man Objektive mit diesem Anschluß ausgestattet, damit man sie per Adapter an verschiedene Kameras anschließen konnte, für die es "T2"-Ringe gab. Beispiele sind die "Wundertüte 8/500" oder die vielen preiswerten Spiegelobjektive, die praktisch alle dieses Gewinde hatten (außer Russentonnen -> Russenadapter!).

Wenn mir an einem Teleskop-Auszug oder Reducer/Flattener ein T2-Gewinde zum Anschrauben einer Kamera angeboten wird gehe ich davon aus (es sei denn es steht irgendwo was anderes), dass 55mm hinter dem Gewindeanfang mein Chip sitzen muss, d.h. wenn meine Kamera ein Auflagemaß von sagen wir 15mm mitbringt brauche ich eine Zwischenhülse von 40mm.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

wenn meine Kamera also 19,6 hat brauche ich noch 35,4mm die durch den Adapter/Hülse kommen?
 
Moin,

richtig, wenn sich das Teleskop an die "Spielregel" hält.

Deswegen wäre eine Nachfrage sinnvoll, ich würde das vllt. mit einem Helical-Auszug regeln wollen, weiß aber aktuell nicht ob es da was passendes gibt. Wenn man sich das in feststellbarer Ausführung besorgen kann hat man eine feinfühlige Einstellmöglichkeit. Ich habe das aktuell für Makro in Gebrauch (vom Chinamann, allerdings mit M42x1 Fotogewinde) und möchte es nicht mehr missen.

Was willst Du für eine Kamera nutzen - hat die mit den 19,6mm ein T2-Gewinde? Nicht dass Du noch nen Adapter brauchst den man einrechnen muss!

CS
Jörg
 
Moin,

das geht schon, nur ein Steckadapter für ne Kamera ist das letzte was ich machen würde wenn gar nix anderes geht. Das kippelt u.U. schon beim dran denken.

Wenn Du den o.a. T2-Ring ansetzt hast Du ab T2-Gewindeanfang die 55mm, dafür sind die Ringe gemacht, das ist was ich oben schrieb so ein Teil.

Der Steckadapter "verschwindet" in dem T2-Ring, nur die Nase schaut raus. Zumindest ist das bei meinen Steckhülsen und T2-Adaptern so.

Aber ein Backfokus am Teleskop von 55mm ist Murks, da bleibt ja keine Reserve mehr. Der OAZ steht dann ja schon am inneren Anschlag.

Und wie gesagt, Kameraanschluß mit Steckhülse ist sehr suboptimal, auch wenn Deine Kamera jetzt nicht so schwer ist, ich habe einen ähnlichen Fall mit meiner EOS-M. Auf jeden Fall jedes Spiel aus der Steckverbindung nehmen, ggf. Tesa um die Nase wickeln, damit das Teil spielfrei im Teleskop sitzt.

Ich denke, Du brauchst für eine vernünftige Fokussierung auf jeden Fall 60 - 65mm Backfokus am Teleskop, sonst ist das ein Gefrickel auf dem letzten Millimeter, das tät ich mir nicht an.

CS
Jörg
 
Hallo Freunde

Beim 2. Angebot ist eine 35 mm Verlängerung (Extender) mit dabei. Ein Zeichen dafür, daß die Bildebene sehr hoch über den Okularauszug steht. Das sollte auch noch für eine Spiegelreflex mit einem großen Auflagemaß reichen.
Im Übrigen werden diese Dobsons alle nur von zwei Herstellern produziert.
Da ist zum einen Synta Optical aus China unter den Labels Skywatcher, Celestron, Orion und früher auch Omegon, das Label von Astroshop.
Zum Zweiten Guan Sheng Optics aus Taiwan unter den Labels GSO, TS-Optics und Explore Scientific. Aktuell bezieht Astroshop überwiegend auch von GSO die Geräte.
Man muß nur genau hin sehen dann sieht man die Verwandschaften.
GSO ist meistens in der Mechanik etwas robuster. Die Spiegel von Synta sind gegenüber den Spiegeln von GSO weniger kratzempfindlich. Die Quarzschutzschicht ist hier meiner Erfahrung nach robuster.
In Sachen Abbildung schenken sich die Geräte nicht viel. Da kommt es nur auf die Serienstreuung an.
Ausreichend auskühlen müssen beide sonst muß man mit Verformungen der Spiegel rechnen. Erst wenn die Spiegel ihr thermisches Gleichgewicht erreicht haben zeigen sie was sie können.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht, warum sich hartnäckig hält, dass Maks und SC super Planetengeräte wären.
Bei den Maks kommt es vermutlich aus der Zeit als die ersten Intes Maksutovs hier aufgetaucht sind. Damals gab es noch keine hochwertigen China EDs. Und da wurde halt beworben, dass ein 6" Mak am Planeten genauso viel liefert wie ein 4" Flourit Apo von Takahashi und den an Mond und bei Deepsky sogar schlägt. Aber das zu einem Bruchteil des Preise. Die Intes Maks sind aber auch irgendwo bei >95% Strehl angesiedelt und voll justierbar. Inwiefern die neuen China Maks da mithalten können, kann ich nicht sagen. Beugungsbegrenzte Abbildung garantiert da jedenfalls keiner.

Von SCs habe ich das noch nie gehört. Damals war eher die gängige Meinung, dass am Planeten ein 4" Tak mit einem 8" SC problemlos mithalten kann. Wenn man drei optisch aktive Elemente hat und die alle nur von mittlerer Qualität sind, kommt hintenraus nichts gutes mehr.

Was mich am Mak immer gestört hat, war diese elend lange Auskühlzeit. Da musst du erst mal mindestens eine Stunde warten, bis die Teile ihre Optik wenigstens anfangen auszuspielen. Ein Newton liefert nach einer 3/4 Stunde ein vernünftiges Bild, ein Refraktor direkt nach dem Aufbauen.

Die Hauptgründe, weshalb ich zu einem (sehr guten) Mak oder SC greifen würde, wäre für mich die kurze Bauweise und Hauptspiegelfokussierung fürs Bino. Früher habe ich mit dem Intes viel vom Balkon aus mit Bino beobachtet. Für den Zweck war das schon klasse. Beim Rausfahren war's dann eher öde wegen der Warterei. Richtig runter kommst du ja nicht mit der Vergrößerung bei f/10 oder mehr. D.h. da geht am Anfang höchstens was mit dem 2" Übersichtsokular und selbst da merkt man das. Beim Newton konntest du in der Zeit wenigstens justieren und mit großer Austrittspupille arbeiten. Aber auch da ist beim Refraktor einfach hinstellen->fertig. Dafür bleiben dir dann größere Öffnungen verwehrt.
 
Vielen Dank für eure Hilfe.

Ich werde gleich mal beim Astroshop anrufen.

Erstmal hört es sich ja so an als ob das Omegon der beste Deal ist, auch wenn u.u.
Und ein 8" sollte ja noch mal ein bisschen mehr beiten als das 6" Skywatcher.

das geht schon, nur ein Steckadapter für ne Kamera ist das letzte was ich machen würde wenn gar nix anderes geht. Das kippelt u.U. schon beim dran denken.
Tut mir leid falls ich auf dem Schlauch stehe oder etwas nicht richtig verstehe.
Ich brauche als auf jeden Fall den T2 Adapter um auf das richtige Maß zu kommen.
Aber wie befestige ich dann die Kamera an dem Teleskop wenn ich diesen Steckadapter nicht habe bzw. du davon abrätst?

Grüße
Brian
 
Habe grade mit dem Astroshop telefoniert.

Der Mitarbeiter meinte es würde mit beiden Teleskopen funktionieren. Genau Daten über Abstände usw. hatte er aber nicht.

Er hat mir aber dringlichst davon abgeraten es überhaupt zu versuchen mit einer Kamera zu fotografieren weil es einfach nicht funktioniert und nur zu Frust führt.
Er hat auch davon abgeraten den Tubus aus der Rockerbox auf eine entsprechende (zB EQ5) Montierung mit Nachführung zu setzten da diese Teleskope nur für die optische Betrachtung sind und auch da das Fotografieren, selbst mit dem richtigen Zubehör, keine gute Ergebnisse bringen wird.

Er hat mir dazu geraten ein Teleskop zu kaufen welches für die Fotografie optimiert ist mit einer Nachführung und dieses dann zusätzlich für eine optische Betrachtung zu nutzen.
Da würde man dann irgendwo zwischen 850-1200€ liegen.

Davon, dass ich nur ein paar Schnappschüsse machen möchte und es mir nicht wirklich aufs Fotografieren ankommt wollte er nichts hören.


War jetzt nicht die beste Beratung.
Ich schreib gleich mal die Verkäufer der Teleskope an und frage mal nach. Vielleicht gibts da Erfahrungen.

Grüße
Brian
 
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