Immer teurer und teurer...

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heißt es immer "aufgrund des aktuellen NP setze ich mal Preis XY an ..."
In diesem Moment bin ich raus und der Deal ist für mich beendet.
Nun es gibt aber genug auch neue Käufer und Einsteiger in die Astrofotografie, die werden dann kaufen.
Wenn man ausserdem sein gebrauchtes Equipment teurer verkaufen kann, dann macht die Preissteigerung bei Neuartikeln auch keine Kopfschmerzen mehr..

Ich finde aber auch, es gibt sehr viele Objekte allein für eine bestimmte Brennweite, da kann man sich schon noch lange austoben, bevor man alles "im Kasten" hat und wechseln muss. Ausserdem kann man bereits bestehende Objekte weiter mit neuen Bildern "anfüttern" und neu stacken. Zusammen mit der immer besser werdenden Software und Techniken zur Bildbearbeitung, kann man seine Bilder ziemlich deutlich verbessern!
 
Tja - und an anderer Stelle "jammert" ein Händler es werde aktuell zu wenig gekauft. Neuheiten in die Shops aufzunehmen sei auf Grund der begrenzten Lagerkapazitäten schwierig.
Und gleichzeitig steigen die Preise... Irgendwie hatte ich mal im Kopf: Überangebot => sinkende Preise.... Scheint aber wohl nicht mehr zu stimmen. Der Gebrauchtmarkt ist aktuell halt auch schwierig - obwohl sich da vermutlich ein Teil der "Nicht-Käufer" von Neuwaren tummelt.

Ciao, Udo
 
Tja - und an anderer Stelle "jammert" ein Händler es werde aktuell zu wenig gekauft.
Ich glaube nicht dass die Händler die Situation falsch einschätzen, da sie natürlich auch wissen, dass die hohen Preise in Zeiten hoher Inflation die Leute davon abhalten gross auf Einkaufstor zu gehen. Da ist es erst einmal wichtiger Miete, Strom und Sprit bezahlen zu können und nicht eine neue Astrokamera. Und da sitzen die Händler im selben Boot. Wenn die Händler jammern, dann über die Gesamtsituation, wie wir alle.

Und gleichzeitig steigen die Preise... Irgendwie hatte ich mal im Kopf: Überangebot => sinkende Preise.... Scheint aber wohl nicht mehr zu stimmen.
Ja das ist das Problem wenn man die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht wirklich versteht und dann noch "etwas" im Kopf ist. So entstehen Gerüchte.
Wie oft muss hier eigentlich noch geschrieben werden, dass wir in besonderen Zeiten leben wo Endverbraucherpreise hauptsächlich durch starke Inflation, hohe Energiekosten und Lieferkettenprobleme bestimmt werden. Angebot und Nachfrage spielen dann lediglich eine untergeordnete Rolle. Was nützt eine hohe Nachfrage, wenn das Angebot knapp ist? Und was umgekehrt ein Überangebot, wenn die Preise exorbitant hoch sind?

Ich habe jetzt mal mein Fahrrad zur Reperatur gebracht. Hinten die Zahnkränze müssten komplett erneuert werden. Die alleine kosten um die 150,- Eur. Das war aber noch die gute Nachricht. Die schlechte ist, der hat sie gar nicht da. Und es ist bereits ein grösserer Fahrradhändler mit grosser Werkstatt. Aber auch das war noch nicht die schlechteste Nachricht. Mit einer Lieferung sei auch bei sofortiger Bestellung nicht vor einem halben Jahr zu rechnen, weshalb er es gleich sein lässt.. Ich solle woanders mein Glück versuchen. _maedchenvorkopf:
 
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Ja - aber in Zeiten steigender Inflation und damit steigenden Zinsen kostet der Lagerbestand ja auch Geld. Meist sind die Waren ja nicht aus der Portokasse bezahlt worden. Und wenn unverkäufliche Produkte das Lager "blockieren" kann man den Laden eh sofort zu machen. "Eigentlich" gibt es nur eine Lösung: Lagerüberbestände notfalls vergünstigt abverkaufen um Platz für Produkte zu schaffen die "funktionieren" bzw. auch tatsächlich gekauft werden. Klar: Wenn man die Lagerbestände tatsächlich mit eigenem Geld bezahlt hat kann man das Zeug auch liegen lassen und auf weitere Preiserhöhungen warten. Könnte wenn man Glück hat eine ganz ordentliche Verzinsung ergeben....

Ciao, Udo
 
Ja - aber in Zeiten steigender Inflation und damit steigenden Zinsen kostet der Lagerbestand ja auch Geld
Natürlich da hast du völlig recht. Aber ist das wirklich so? Sind die Lager voll? Ich habe wie geschrieben eher das Gefühl, es ist sehr problematisch vieles überhaupt kaufen zu können. Oder die Lieferzeiten sind sehr lang. Auch hier im Forum wurde das bezüglich Astronomieequipment bereits des öfteren berichtet. Man hat die Hoffnung, dass sich die Lage entspannt da die Chinesen ihre Covidpolitik gelockert haben und dann dort wieder mehr produziert wird. Aber ich fürchte die Preise werden nicht wieder sinken. Vielerorts werden die Löhne stark erhöht (wenn auch nicht so stark wie die Inflationsrate) so werden auch die Produzenten weiterhin höhere Preise verlangen. Denn auch die Hersteller haben jetzt höhere Energiekosten UND höhere Lohnkosten. Eine Spirale.
 
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Ich denke durch die letzten zwei Corona Jahre ist die Nachfrage nach Astrozeugs regelrecht expolodiert. Da viele durch Homeoffice oder bedingte Arbeitsunterbrechung nun viel und mehr Freizeit hatten und auf der Suche nach einem Hobby waren. Vor Corona war es hier eher geruhsam und aller 2-3 Tage wurden hier Mal paar Fotos eingestellt. Wenig Traffic im Forum. Eine überschaubare Runde von Enthusiasten! Dann kam Corona und es wurde voll hier. Viele Hobby Fotografen, sicherlich über die sozialen Medien, kauften sich gleich ganz groß und auch ganz oben ein! Das freute die Händler und treibt die Preise nach oben. Das ist auch jetzt noch so, wenn man sich die Threads von Neulingen hier durchliest. Da wird fast ausschließlich teuer angepriesen! Aber der Hype ist durch, die in der Hoffnung auf weiteren Verkauf, großen Lagerbestände, werden zu Ladenhüter und die Bieter Foren werden größer und größer. Hier aktuell 18.000 Einträge! Suche Einträge nur 2000 Beiträge. Das ist ein großes Problem der Händler, das sich nun rächt! Für Leute,die dieses Hobby nicht nur temporär betreiben, kommen auch wieder andere Zeiten.
VG Frank
 
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Finde ich plausibel Frank. Neowise C/2020 F3 hat gewiss auch einen kleinen Beitrag dazu geleistet das Interesse zu wecken.
 
Ach Leute, sorry wenn ich das hier so schreibe, man möge mir verzeihen, nur: Manches hier könnte man auch als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichnen.

Es gibt immer mal Zeiten, in denen die Preise nicht so sind wie man sich das vorstellt. Hohe Inflation gab es in (Nichtkriegszeiten) auch früher schon (z.B. Ende der Siebziger, Anfang Achtziger) und die Fed musste da sogar noch wesentlich stärker als jetzt die Zügel anziehen. Nicht viel später hat man das alles wieder in den Griff bekommen…und das wird auch jetzt wieder so sein. Nur Geduld.;)

Die Lage entspannt sich im Laufe 2023 aus derzeitiger Sicht vermutlich langsam wieder, zumal der Gipfel der Inflation nach heutiger Informationslage bereits überschritten wurde und im Laufe des Tages aller Voraussicht nach die Zinsen in Übersee um 50 Basispunkte erhöht werden (und nicht 75 wie zuletzt).

Da lohnt in dieser Vorweihnachtszeit auch ein Blick gen Osten…Ukraine…Die haben dort gaaaaaanz andere Probleme, zumal denen im warsten Sinne des Wortes momentan der A…. abfriert. Und Strom für die Weihnachtsbeleuchtung (wie bei uns) gibt‘s auch längst nicht überall.

Insofern…eigentlich haben wir (die aller meisten jedenfalls) alles Wichtige zum Leben und es geht uns trotz allem „Getöse“ im Grunde ziemlich gut. Was macht es aus, wenn man sich mal temporär ein neues Okular o.ä. ein Weilchen verkneifen muss. Ich hatte schon weiter oben geschrieben, dass dies nicht „lebensnotwendig“ ist. Kaufe ich halt ein anderes Mal.

Hauptsache ich habe was zum Beißen zwischen den Zähnen, ein Dach über dem Kopf und ein warmes Plätzchen bei Minustemperaturen. Viele hierzulande haben obendrein sogar auch schöne Fernrohre + tolles Equipment mit denen sie den Himmel beobachten können…;)

Viele Grüße
Werner
 
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Hallo Werner,

ich halte nichts davon sich den aktuellen Verlust an Lebensstandard damit schönzureden das es Anderen gerade noch schlechter geht.
Wenn es dir reicht etwas zu beißen und ein warmes Plätzchen zu haben dann ist das deine Sache.
Am besten du verzichtest gleich ganz auf den dir zustehenden Lohn und stellst dich in Zukunft bei der Tafel an, da bekommst du schon etwas zu beißen und das reicht dir ja.
Deinen Arbeitgeber wird es freuen.

Die Masche Leute denen es gerade nicht so gut geht gegen Leute denen es noch schlechter geht auszuspielen war schon immer ein Mittel um die Massen ruhig zu stellen.
Da sollte man sich aber nicht für dumm verkaufen lassen und diese Masche durchschauen.

Wir erleben aktuell einen Reallohn Verlust und einen massiven Verlust der Ersparnisse die von der Inflation aufgefressen werden.
Die aktuell 10% Inflation waren seit der Hyperinflation auch noch nicht dagewesen, auch nicht in den 70gern.
Hinzu kommt die Jahrelange Nullzins Politik der EZB.
Würde man wenigstens ein paar % Zinsen auf seine Ersparnisse bekommen so wie in den 70gern gäbe da zumindest einen gewissen Ausgleich, dann wären auch 10% Inflation keine Katastrophe.

Man bekommt durch die verfehlte Geldpolitik der EZB aber faktisch gar keine Zinsen so das die 10% Inflation tatsächlich einen Verlust von 10% seiner Ersparnisse bedeuten.
Das ist eine Situation die es so noch nie gegeben hatte.
Langjährige Sparer werden so praktisch um 10% ihrer Lebensleistung gebracht und das in nur einem Jahr.
Wenn das so bliebe also so gut wie keine Zinsen aber sehr hohe Inflation dann löst sich die Lebensleistung langjähriger Sparer innerhalb weniger Jahre im nichts auf.

Grüße Gerd
 
Hallo Udo,

Und wenn unverkäufliche Produkte das Lager "blockieren" kann man den Laden eh sofort zu machen.

die Produkte sind doch nicht unverkäuflich, das ist Unsinn.
Und es ist auch keine verderbliche oder Saisonale Ware so das es keine Katastrophe ist wenn der Verkauf etwas länger dauert als gedacht.

Das Lager zu räumen und die Produkte mit Verlust also unterhalb der angefallenen Kosten zu verkaufen nur um das Lager dann wieder mit den gleichen Produkten auffüllen zu können wäre schon ziemlich dumm.
Und der Händler würde so etwas wohl finanziell auch nicht überleben.
Einen Räumungsverkauf wie du ihn dir wüschst macht wohl nur der Insolvenzverwalter.

Man muss seinen Umsatz auch nicht unbedingt über die Masse machen.
Die Autokonzerne die aktuell Rekordgewinne einfahren zeigen gerade das Umsatz und Gewinn auch mit stark rückläufigen Stückzahlen deutlich gesteigert werden können wenn man vor allem im hochpreisigen Segment unterwegs ist.

Grüße Gerd
 
Hi Gerd,

Man muss seinen Umsatz auch nicht unbedingt über die Masse machen.
Die Autokonzerne die aktuell Rekordgewinne einfahren zeigen gerade das Umsatz und Gewinn auch mit stark rückläufigen Stückzahlen deutlich gesteigert werden können wenn man vor allem im hochpreisigen Segment unterwegs ist.

Man sollte aber schauen, wo diese Umsätze und Gewinne generiert werden..... leider nicht in Europa.

lg
tom
 
Hallo Gerd,

… lass es doch einfach mal locker angehen und bleib entspannt. Es ist ja bald Weihnachten.:D

Vorweihnachtliche Grüße
Werner
 
Man muss seinen Umsatz auch nicht unbedingt über die Masse machen.
Die Autokonzerne die aktuell Rekordgewinne einfahren zeigen gerade das Umsatz und Gewinn auch mit stark rückläufigen Stückzahlen deutlich gesteigert werden können wenn man vor allem im hochpreisigen Segment unterwegs ist.
Das wäre dann aber der Abgesang der sozialen Marktwirtschaft oder?
VG Frank
 
Hi Tom,

Man sollte aber schauen, wo diese Umsätze und Gewinne generiert werden..... leider nicht in Europa.

da habe ich aber andere Informationen.
Es stimmt zwar das etliche auch Deutsche Autokonzerne ihren größten Umsatz mittlerweile in Asien machen weil ganz einfach der Markt dort größer ist und Europa in Relation zu diesem gigantischen Markt immer mehr an Bedeutung einbüßt.
Dennoch lief das Europageschäft der der Autokonzerne in letzter Zeit ganz ausgezeichnet mit Rekordgewinnen trotz deutlich rückläufiger Absatzzahlen in Europa.

In Zeiten von Teile Mangel hat man lieber die verfügbaren Teiler in hochpreisige Modelle mit hoher Marge eingebaut und die Produktion bei günstigeren Modellen heruntergefahren und teilweise sogar gestoppt.
Selbst innerhalb eines Modells wurde das Basismodell teilweise nicht mehr angeboten sondern nur noch deutlich teurere Ausstattungsvarianten produziert bei denen dann auch mehr zu verdienen ist.

Die Folge dieser Strategie, ein Rekordgewinn jagt zurzeit den Nächsten.
Dass das nicht ewig so geht ist auch klar.
Es hat sich mittlerweile bis nach Asien rumgesprochen das in Europa mit hochpreisigen Modellen gute Geschäfte zu machen sind.
Nun drängen explosionsartig Asiatische Hersteller mit hochpreisigen Modellen nach Europa.
Ja die Chinesen wie BYD kommen nicht etwa mit billig Autos sondern mit ihren teuersten Modellen nach Europa und verlangen sehr selbstbewusst Preise wie BMW und Mercedes.
Kein einziger Chinese startet bei uns mit einem billig Auto.
Mittelfristig wird das aber dazu führen das der Konkurrenzkampf im höheren Preissegment immer härter wird. Und dass wird das Preissegment darunter dann auch wieder interessant für Hersteller machen.

Grüße Gerd
 
Das wäre dann aber der Abgesang der sozialen Marktwirtschaft oder?
VG Frank
Hallo Frank,

auch in der sozialen Marktwirtschaft ist die Motivation von Unternehmertum Profit zu machen und das so viel wie möglich.
Soziale Wohltaten sind auch in der sozialen Marktwirtschaft nicht Ziel von Unternehmertum.

Der große Vorteil der sozialen Marktwirtschaft ist das der Staat hier Regeln aufgestellt die allzu ungezügelter Profitgier auf kosten der Allgemeinheit Grenzen setzt.
Und Unternehmer zur sozialer Verantwortung zwingt.

Wenn es also eine Entwicklung gibt die dem Interesse der Allgemeinheit zuwiderläuft dann sollte der Staat gegensteuern.
Möchte man zb. das preisgünstige Autos auf den Markt kommen muss der Staat entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.
Man könnte zb. eine Förderung vom Preis abhängig machen und sagen es werden nur Autos unter einem bestimmten Preis gefördert.
So läuft es ja aktuell auch bei der Förderung von E Autos nur ist die Preisgrenze bis zu der gefördert wird aktuell offensichtlich zu hoch.

Grüße Gerd
 
Man bekommt durch die verfehlte Geldpolitik der EZB aber faktisch gar keine Zinsen so das die 10% Inflation tatsächlich einen Verlust von 10% seiner Ersparnisse bedeuten.
Das ist eine Situation die es so noch nie gegeben hatte.
Langjährige Sparer werden so praktisch um 10% ihrer Lebensleistung gebracht und das in nur einem Jahr.
Wenn das so bliebe also so gut wie keine Zinsen aber sehr hohe Inflation dann löst sich die Lebensleistung langjähriger Sparer innerhalb weniger Jahre im nichts auf
sehr richtig. Und ein Immobiliencrash steht uns auch noch bevor. Häuserzinsen steigen. Hauspreise sinken. --> Kredit ungedeckt.
Bald werden die ersten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen können..
 
Zuletzt bearbeitet:
was heisst hier aktuell? Wann war denn eine Lohnerhöhung höher als die Inflationsrate?
Doch da gab es vor Corona durchaus auch Jahre in denen tatsächlich sogar eine Reallohn Steigerung zu verzeichnen war.
Diesen Jahren gingen allerdings immer auch Jahre mit Reallohnverlusten voraus so das unterm Strich in den letzten 20 Jahren eher eine Stagnierende Reallohnentwicklung zu verzeichnen war.
Einen derart dramatischen Reallohnverlust wie wir ihn aktuell erleben müssen gab es allerdings noch nie.


Der dramatische Einbruch ab 2020 ist wirklich einzigartig und unübersehbar.

Aber wie war das noch mal mit deiner Vorstellung
Die Preise werden deiner Meinung nach doch immer an die Löhne angepasst.
Reallohnverluste wären damit also ausgeschlossen wenn du Recht hättest.
Leider erleben wir gerade sehr schmerzlich dass dem ganz offensichtlich nicht so ist und die Preise an die aktuell stark gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe und nicht an die Löhne angepasst werden.

Und ein Immobiliencrash steht uns auch noch bevor. Häuserzinsen steigen. Hauspreise sinken. --> Kredit ungedeckt.
Bald werden die ersten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen können..

Das die mit billigem Geld aus der Notenpresse aufgelasene Immobilienblase irgendwann platzen muss ist doch klar.
Die Immobilienpreise haben sich in de letzten 10 Jahren vervielfacht und wurden völlig von der realen Entwicklung der Wirtschaft abgekoppelt.
Logisch das das nicht ewig so weitergehen kann.
Die volle Verantwortung für das Entstehen dieser Blase trägt die EZB mit ihrer laxen Geldpolitik.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch da gab es vor Corona durchaus auch Jahre in denen tatsächlich sogar eine Reallohn Steigerung zu verzeichnen war.
Sorry aber nein. Das glaube ich nicht. Vielleicht mit einigen ganz wenigen Ausnahmen. Das ist doch der Hauptgrund für das stetige Auseinanderdriften der Schere zwischen reich und arm.

Aber wie war das noch mal mit deiner Vorstellung
Die Preise werden deiner Meinung nach doch immer an die Löhne angepasst.
Reallohnverluste wären damit also ausgeschlossen wenn du Recht hättest.
Bringst du da nicht etwas durcheinander? Jetzt ist die Rede von Löhnen in Relation zur Inflation. Vorher ging es darum, dass Endverbraucher Preise an die Löhne angepasst werden.
Wenn ich Bäcker bin, und ich sehe, dass es überall Lohnerhöhungen gibt, dann werde ich automatisch mehr Geld für meine Brötchen verlangen; Und ich muss, denn meine Angestellten wollen auch höhere Löhne.
 
Sorry aber nein. Das glaube ich nicht. Vielleicht mit einigen ganz wenigen Ausnahmen

Die Statistik hatte ich ja verlinkt und die ist da glasklar.
Von 2014 bis Anfang 2020 gab es durchweg jedes Jahr einen Reallohn Zuwachs!!!
Von 2008 bis 2013 war das unterschiedlich, mal steigend mal fallend und im Schnitt eher stagnierend.
Ab Mitte 2020 wird es wieder Unterschiedlich mit im Schnitt deutlich negativer Tendenz.

Das ist doch der Hauptgrund für das stetige Auseinanderdriften der Schere zwischen reich und arm.

Das Verhältnis zwischen Arm und Reich wird vom Reallohn leider nicht wiedergespiegelt.


Wenn ich Bäcker bin, und ich sehe, dass es überall Lohnerhöhungen gibt, dann werde ich automatisch mehr Geld für meine Brötchen verlangen; Und ich muss, denn meine Angestellten wollen auch höhere Löhne.

Gäbe es den Mindestlohn nicht würde es die meisten Unternehmer die nicht Tarifgebunden sind herzlich wenig interessieren wie die Lohnentwicklung wo anders ist und was ihre Angestellten gerne hätten.
Der Becker hat momentan mit einer enormen Steigerung bei den Energiekosten zu kämpfen und auch Mehl und sonstige Zutaten sind deutlich teurer.
Das ist der aktuell größte Kostenfaktor den er neu kalkulieren muss.

Grüße Gerd
 
Gäbe es den Mindestlohn nicht würde es die meisten Unternehmer die nicht Tarifgebunden sind herzlich wenig interessieren wie die Lohnentwicklung wo anders ist und was ihre Angestellten gerne hätten.
Da gehen unsere Meinungen auseinander. Erstens würde dann niemand bei dem Becker arbeiten, weil er Harz 4 mehr bekommt. Und zweitens hat es in DE auch nach Mindestlohnerhöhung einen Fachkräftemangel. Der Beckereibesitzer muss also zusehen seine Angestellten halten zu können, wenn er überhaupt genug hat.

Die Statistik hatte ich ja verlinkt und die ist da glasklar.
:ROFLMAO: Ja, ähm.. Es kann ja jeder glauben was er will. Ich glaube nur an die Statistik die ich selber gefälscht habe :p

Wer seine Lebensmittel selber einkauft, Strom, Benzin und TeleVue Okulare :-) der weiss, dass die Inflation bei mindestens 30% liegt und nicht bei 10%. Daher ist diese Statistik blanker Hohn und für alle an der Armutsgrenze sogar ein Schlag ins Gesicht.
Eine signifikante Diskrepanz zwischen angegebener und realer Inflation hat es schon immer gegeben.
 
Interessante Tabelle! Gut dass ich nicht Sportlehrer geworden bin. Die hatten schon damals wenig und jetzt noch weniger..
Aber komisch ist die Tabelle trotz dem. Ein Architekt hat nicht mehr als ein Grafiker und Designer? Und ein Zahntechniker so wenig? Ich dachte die verdienen ein Schweinegeld. Und auch Informatiker! Das kann gar nicht sein. Ich habe einen Kumpel der ist SAP Programmierer der weiss gar nicht wohin mit der Kohle.
 
In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Programmierer, beide auf ähnlichem Level was die Ausbildung angeht das Einkommen könnte gar nicht unterschiedlicher sein. Das heißt bei einem reicht es beim anderen reicht es mindestens fünfmal. Das ist ein merkwürdiger Beruf...


Viele Grüße Felix
 
Liebe Leute, ich verfolge den Thread mit hoher Aufmerksamkeit und unter anderem ist da wirklich viel Wahres drin.

Aus der Sicht des Händlers kann ich durchaus sagen, daß die Zeit der dramatischen Preisanhebungen vorbei ist. Wir werden sicher von unseren Importeuren, wie Baader, Bresser ... die eine oder andere Preisanhebung bekommen, die wir auch umsetzen aber da wo wir direkt importieren, da sollte nichts mehr Dramatisches kommen. Vor allem die Importkosten (Transport..) haben, so hoffe ich zumindest, auch den Höhepunkt erreicht.

Inzwischen ist die Situation eine andere. Vor 2 Jahren haben uns die chin. Hersteller gedrängt, viel zu bestellen, Lieferzeiten von 2-3 Jahren sind zu erwarten. Das hat sich mittlerweile geändert. Die Läger in China sind recht voll aber auch die Läger bei uns sind gut gefüllt. Für vorhandene Ware gilt zumindest eine gute Preisstabilität. Sogar die eine oder andere Korrekturbewegung nach unten ist schon bei uns zu beobachten. Vor allem da, wo Überbestände sind und Platz für Neuheiten geschaffen werden muß.

Ich denke also, es lohnt sich, den Markt im Auge zu behalten und auch mal mit uns direkt Kontakt aufzunehmen, und einfach mal nachfragen, ob was geht .... wie heißt es so schön, ein bisserl was, geht immer.

Mir ist auch sehr bewusst, daß wir uns in einen Luxus Bereich bewegen und wenn jemand sich 2x überlegen muß, wie er die Heizung zahlen soll, dann wird er sich kaum ein Fernrohr kaufen. Aber auch die Seele braucht Futter, gerade in Zeiten wie diesen. Und unser schönes gemeinsames Hobby Astronomie ist wirklich sehr gutes "Futter für die Seele".

In diesem Sinne, Euch allen eine schöne und friedvolle Zeit.

Wolfi
 
Da gehen unsere Meinungen auseinander. Erstens würde dann niemand bei dem Becker arbeiten, weil er Harz 4 mehr bekommt. Und zweitens hat es in DE auch nach Mindestlohnerhöhung einen Fachkräftemangel. Der Beckereibesitzer muss also zusehen seine Angestellten halten zu können, wenn er überhaupt genug hat.

Na du bist ja lustig.
Wer eine Stelle ablehnt wird sanktioniert!
Vor Einführung des Mindestlohnes wurde man vom Amt also gezwungen auch für ein Almosen arbeiten zu gehen.
Das Fehlen des Mindestlohnes war ein schwerwiegender Konstruktionsfehler bei Einführung von Harz 4.
Wenn das Almosen vom Arbeitgeber nicht reicht dann bleibt man im Harz 4 System selbst wenn man voll arbeitet.
Nicht jeder Harzt 4 Empfänger ist arbeitslos!
Es gab auch Harz 4 Empfänger die schufteten Vollzeit und mussten trotzdem zum Amt weil ihnen der Arbeitgeber nur ein Almosen zahlte.

Zumindest war das vor Einführung des Mindestlohnes so.
Der Becker der seine Leute ordentlich bezahlt hatte war der Gelackmeierte weil die Konkurrenz die ihre Angestellten mit einem Almosen abgespeist hatte natürlich andere Preise machen konnte.
Es gab unter den Arbeitgebern einen Wettbewerb um die niedrigsten Löhne.

Der der am wenigsten zahlt der steht am Ende am besten da und der kann die günstigsten Preise machen und seine Konkurrenz die ordentlich bezahlt verdrängern.
Und wenn die Leute von dem bisschen Geld nicht leben können dann müssen sie eben noch zum Amt und dort noch etwas erbetteln, und das trotz schuften im Vollzeitjob.
So war das jedenfalls vor Einführung des Mindestlohns.

Wer seine Lebensmittel selber einkauft, Strom, Benzin und TeleVue Okulare :) der weiss, dass die Inflation bei mindestens 30% liegt und nicht bei 10%. Daher ist diese Statistik blanker Hohn und für alle an der Armutsgrenze sogar ein Schlag ins Gesicht.
Eine signifikante Diskrepanz zwischen angegebener und realer Inflation hat es schon immer gegeben.

Die gefühlte Inflation mag höher sein aber das ist eben nur Einbildung.
Wäre die Inflation tatsächlich real jedes Jahr 30% wie du behauptest und die Lohnabschlüsse auf aktuellem Niveau dann hätten wir unseren Wohlstand in kürzester Zeit verloren und wären schon lange auf dem Stand von Entwicklungsländern angekommen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

in Statistiken stehen nur Durchschnittswerte laut diesem Artikel entwickelten sich die Löhne deutlich verschieden je nach Branche: Reallöhne seit 1990 da irgend etwas zu verallgemeinern ist Augenwischerei.


Viele Grüße Felix

Das das Durchschnittswerte sind sollte doch nun wirklich klar sein.
Anders geht es nun mal nicht.
Und wenn das klar ist dann ist das auch keinen Augenwischerei.
Augenwischerei ist doch eher wenn man glaubt das man das irgendwie individuell machen könnte und das die individuelle Situation irgendwie repräsentativ für die Gesamtentwicklung wäre.
Selbst wenn man Branchenspezifisch schaut sind auch das natürlich nur Durchschnittswerte, dann eben für die Branche.
Das kann individuell aber auch da sehr unterschiedlich sein wie du an dem Beispiel mit den 2 IT Lern ja selber gezeigt hast.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

warum eigentlich andauernd „Kielwasserbetrachtung“ vornehmen? Ich meine, ein offen nach vorne gerichteter Blick bringt im Zweifel mehr. Wenn man aus etwaig gemachten Fehlern in der Vergangenheit gelernt hat, dann ist doch alles gut.

Ich hatte gestern angemerkt, dass die FED 50 Basispunkte erhöhen wird, dies ist auch eingetreten. Aus den Äußerungen von Powell kann man ableiten, dass man vermutlich in 2023 mehr Zinserhöhungen vornehmen wird als ursprünglich geplant um die Inflation letztendlich in den Griff zu bekommen. Dies wird man in USA erreichen und früher oder später trotz manchem „Getöse“ auch bei uns. ;)

Irgendwelche Horror- (bzw. quasi Untergangs-) Szenarien, welche gerne um die Weihnachtszeit (auch hier) verbreitet werden, sind m.E. fehl am Platze und werden so auch nicht eintreten, da bin ich mir ziemlich sicher.

Viele Grüße
Werner
 
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