Ein Stativ / Montierung für alle Fernglasgrößen sinnvoll und möglich?

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saabo

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Liebe Fernglasfreunde,

nach tagelanger Lektüre diverser Threads zum Thema Stativ und Montierung, würde ich mich trotzdem gern hier bei Leuten erkundigen, die Sachen schon ausprobiert und mehr Erfahrung haben.

Vorgeschichte:
Ich beobachte die letzten Jahre per Spektiv und hab zufällig zur Recherche im Forum vorbeigeschaut. Dabei gesehen, daß im Marktplatz ein TS 15x70 Fernglas angeboten wurde. Die sind aber günstig, dachte ich mir und hab einfach mal zugeschlagen. Ja, und das Ding war gar nicht schlecht! Oh oh, jetzt ging es los, Fernglassucht. Was für ein toller Anblick in Stereo. Man guckt nicht nur nach Details an Objekten, sondern kann minutenlang alles auf sich wirken lassen, während ich monokular nach einer halben Minute schon unentspannt werde, weil das zugekniffene zweite Auge nervt. Also im Vollrausch und Überschwang spontan noch ein TS 25x100 sowie APM 6x30 hinterhergekauft :eek:

Meine eigentliche Frage nun:
Als Stativ dient derzeit ein mittelgroßes Manfrotto. Stabil aber nicht hoch genug, um im stehen den Zenith zu beobachten. Da ich Platzprobleme habe, würde ich gern zukünftig nur ein wirklich taugliches Stativ für alle Ferngläser haben wollen. Aber ist das überhaupt sinnvoll oder sollte man ob der unterschiedlichen Montierungsbedürfnisse der Ferngläser zweigleisig fahren?

Vorallem Jochens Beiträge zu Fluidköpfen machen schon Lust. Aber die größeren, die die 4,5kg des 100er abkönnen benötigen ja ein Mindestgewicht um ausgleichen zu können und würden für die kleineren Gläser ungeeignet sein, trifft das zu? Die nächste Frage ist, ob man mit geradsichtigen Ferngläsern und Fluidmontierung über Kopf überhaupt gut einblicken kann oder nicht zu nah am Stativ steht?

Da das Thema Stativ und Montierung teurer zu werden scheint als die Gläser selber, hadere ich hier und finde keine gute Lösung zu den Anforderungen.

Über Tipps, Hinweise oder einfach nur Erfahrungen, was sich als schlechte Lösung entpuppt hat, würde ich mich freuen.

Danke und Gruß
Johannes
 
Hi, das mit dem Mindestgewicht für Fluidköpfe trifft zu. Der Komfort bei der Bedienung für visuelles Beobachten ist unübertroffen. Für den Vinten 30 habe ich mein APM 120er einfach entsprechend beschwert.
 

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Hallo Johannes,

soweit ich weiss haben nicht alle Fluidköpfe diese Mindestgewichtthematik.
Die sehr guten und vor allem gebraucht zu bezahlbaren Preisen erhältlichen Vinten Köpfe haben sie aber definitiv alle.

Es gibt aber definitiv Köpfe bei denen das nicht so ist, die tragen von 1kg bis 50kg alles ohne Einschränkungen.
Leider sind mir da aber nur professionelle Cine Köpfe zu entsprechenden Preisen bekannt.
OConnor wäre ein Beispiel

Ob es auch consumer Köpfe gibt die so variabel sind weiss ich nicht, ich bezweifle es aber.

Grüße Jochen
 
Hallo Willy, Uwe und Jochen!

Danke für Eure Rückmeldung.

Parallelogramm ist schön, aber extremst sperrig, das kann ich mir hinsichtlich des Platzmangels daheim nicht leisten. Da setzt mich die Regierung vor die Tür und wirft mir das Gerät noch mit Lust hinterher o_O Der Wunsch nach einer kompakten Lösung für alles, entspringt ja auch der Platznot.

Im normalen Bereich ist mir nur der Manfrotto N8 bzw. jetzt 608 aufgefallen, welcher von 0 - 8 kg angegeben wird. Allerdings berichtet Niki, daß bei ihm mit einem 100er APM (Gewicht?) sein N8 in großen Höhen nicht mehr ausreichte. Einen größeren Kopf zu beschweren, würde ich gerne vermeiden wollen, das Gewicht muß man dann ja zusätzlich mitführen.

@Jochen: Du hattest einmal ein 25x100 Glas (4kg) mit dem neueren Gitzo GHF2W betrieben. War das auch noch unzureichend im Zenith?

Lassen sich Fluidköpfe eigentlich auch fakultativ als einfache Neiger mit Feststellung benutzen oder ist die Dämpfungsfunktion immer aktiv und kann nur verstellt werden?

Viele Grüße und schönen Sonntag!

Johannes
 
Hallo Johannes,

das 25x100 auf dem Gitzo Kopf war ja geradesichtig.
Für hohe Winkel bis zum Zenith habe ich dabei das Dreibeinstativ über 2 Beine zu meinem Körper hin gekippt, sprich der Gitzo selbst musste nie in die 90° Stellung sondern bleib deutlich davor, den Restwinkel machte das gekippte "Zweibeinstativ"

Der Gitzo war mit den 4 Kilo des APM aber auch an der absoluten Belastungsgrenze.
Ein Nachteil dieses Kopfes ist, dass man die Federkraft nicht stufenlos, sondern nur in festen Schritten relativ umständlich verstellen kann, die Federkraft ist auch nur linear, sprich man müsste sie um es perfekt zu haben manuell den Winkeln anpassen, was in der Praxis aber nicht machbar ist.
In der Realität ist man deshalb immer mit etwas Friktion unterwegs.

Damals fand ich das für so ein großes geradesichtiges Glas ganz OK aber weit weg von Perfektion.
Damals kannte ich aber auch noch keine echten Fluidheads und wusste nicht, was die im Gegensatz zum Gitzo leisten können.
Im Nachhinein würde ich das so nicht mehr lösen wollen.

Bei den Vinten Köpfen kann man die Dämpfung und Federkraft praktisch auf Null reduzieren und wie bei einem Neiger nur mit der Klemmung arbeiten.
Dämpfung und Klemmung sind 2 verschiedenen Bedienhebel, de Federvorspannung ein weiteres separates Einstellrad.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

danke für Deine Bewertung des damaligen Setups!
Daß zumindest die Vinten Fluidköpfe auch als normale Neiger genutzt werden können, hört sich gut an. Daß 30er und evtl. auch 70er FG könnte man damit vllt. ausreichend bedienen.

Vinten hat recht enge Gewichtsgrenzen in seinen Modellen. Das Vinten 3 wäre bei meinen 4,5 kg formal am geeignetsten, aber geht nur bis 6 kg. Ob dies für den Zenit ausreicht?

Das Nutzung von Geradsichtgläsern in steilen Winkeln zusammen mit den Forderungen an Stabilität an Stativ und Montierung scheint daneben eh sehr anspruchsvoll zu sein. Da wird in "kompakt" kein Königsweg möglich sein, das ist mir schon langsam klar.

Besten Gruß!

Johannes
 
Hallo Johannes,

wenn der Vinten 3 bis 6 Kilo trägt dann schafft er auch Zenith mit 4.5 Kilo.

Aber wie willst Du mit einem Dreibeinstativ und einem geradesichtigen Glas in den Zenith schauen?
Du sitzt / stehst dann ja genau unter dem Stativ.
Es geht nur indem man das Stativ über 2 Beine zu sich kippt, was aber keine schlechte Lösung ist.

Das größere Problem als die Technik ist, dass die Augen dann ja auch Richtung Zenith schauen müssen, sprich es droht Genickstarre.

Ich habe dieses Setup mit dem 100er APM vielleicht 10 mal eingesetzt und dann wieder verkauft.
Auch wenn es ein tolles Glas ist und das Carbonstativ mit den Gitzo dafür eine sehr praktikable Lösung war, man kann sich schlecht auf das Beobachten konzentrieren sondern kämpft permanent mit der Technik und Körperhaltung.

Nun ist aber mal Richtung Zenith der dunkelste Himmel und die beste Durchsicht, weshalb ich gerne in hohen Winkeln beobachte.
Für mich blieben deshalb nur 90° Okulare und je entspannter man beobachtet, desto mehr sieht man auch.

Grüße Jochen
 
Ich hatte noch nie nen Manfrotto in der Hand.

Soweit ich aber weiss haben die auch nur lineare Federkraft, was dazu führt dass die Gegenkraft die Last nicht in allen Winkeln sauber hält, sonder nur für einen gewissen Bereich passt und bei anderen Winkeln wegdriftet.
Man muss dann zusätzlich klemmen, was den Fluidhead aber ad absurdum führt.

Für die Videofilmer reicht das, die brauchen ja nur horizontal +/- ein paar Grad

Grüße Jochen
 
hallo Johannes,
da man damit leicht Nackenprobleme bekommt , ist ein Fluidkopf alleine bei Geradsichtigen Ferngläsern nicht ganz optimal.
Besser ist eine Paralellogrammmontierung da bequemer oder die abgespeckte Version , die ich im Einsatz habe.
Siehe drüben im Astrotreff :
vG Alex
P.S. Den Manfrotto Pistolengriff hab ich abe getauscht, weil er mein 16x70 nicht stabil getragen hat…
 
Vinten hat recht enge Gewichtsgrenzen in seinen Modellen. Das Vinten 3 wäre bei meinen 4,5 kg formal am geeignetsten, aber geht nur bis 6 kg. Ob dies für den Zenit ausreicht?
Hallo Johannes, ich habe ein Vinten Vision 3 im Fuhrpark und kann berichten, dass die Last von 6kg in allen Stellungen klaglos getragen wird. Ob waagrecht oder senkrecht, es macht kaum einen Unterschied. Aber Achtung: mein Vinten Vision 3 hat eine nicht-verstellbare Feder. Die optimale Traglast wird durch Austauschen der Feder verändert - wenn man denn nun eine andere Feder zur Hand hätte. Zufällig passt mein 7-Zoll Cassegrain vom Gewicht her gut, daher kann ich damit leben.

Der Vinten Vision 5 hat diese Beschränkung nicht, d.h. die Rückstellkraft ist stufenlos verstellbar. Er trägt ein APM 100mm 90°-Glas gut, wird also gar kein Problem mit Deinem Glas haben, das weniger wiegt. Mit etwas Glück ist so ein Kopf um die 300 EUR gebraucht zu bekommen, mit noch mehr Glück sogar komplett mit einem Videostativ (ohne Kurbelsäule, die sind im Videobereich selten).

Auch hier Achtung: Es gibt auch ein "Vinten Blue 5", das ist ein aktuelles Modell. Das scheint nicht dasselbe zu sein wie ein "Vinten Vision 5"! Nicht zuletzt ist ein Blue 5 womöglich noch teuer, da aktuell auf dem Markt. Es lohnt sich bei den Vintens sehr, ein ausgelaufenes Modell zu wählen. Die werden zuweilen sehr preiswert abgegeben.

Um die Lastspanne nach unten zu erweitern, kann der Hebel vergrößert werden. Dafür bieten die Hersteller z.B. solche Teile an:
Small Camera Bridge

Gruss, Christopher
 
Naja, auch mit der Parallelogrammmontierung muss man bei geradesichtigen Ferngläsern senkrecht nach oben schauen.
Allerdings kann man sich mit einem Liegstuhl darunter legen.

Aber man muss dann sowohl den Liegestuhl als auch die schwere und ausladende Parallelogrammmontierung mitsamt Gegengewicht rumschleppen und bei Beobachtung eines anderen Himmelsabschnittes auch beides umstellen.

Ich hatte auch mal eine und fand die Handhabung extrem suboptimal.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen, Alex und Christopher,

danke für Eure Beiträge

ich muß als erstes noch ergänzen, daß ich nicht nur Astro mit den Ferngläsern vorhabe. Es wird alles beobachtet, was es interessantes in der Natur zu sehen gibt. Für terrestrische Sachen sind 45° (wie im Spektiv) in Ordnung, geradsichtig jedoch besser, da man besser zielen kann. Darum überhaupt erst der Griff zu dem 25x100 Glas.

Das selbstgebaute kompakte Parallelogramm sieht gut aus. Irgendwann probier ich das auch noch aus. Aber wie gesagt, Platznot und drohendes Weibchen!

Für den Zenit mit dem 15x70 habe ich als Verlängerung auf dem Stativ einen Grip Magic ausprobiert. Man schafft damit zwar Abstand zur Mittelsäule des Stativ, aber die Einstellung mittels Griffklemmung kann man vergessen, da das Gewicht des Glases aufgefangen werden muß beim lösen und verstellen. Das Prinzip mit "Zweibein herangezogen" muß ich aber mal ausprobieren demnächst.

Die Namensunterschiede bei den Vinten sind mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen. Danke für den Hinweis. Auch der Aufsatz zu Verwendung leichteren Geräts ist interessant. Ich habe jetzt einmal den Kauf eines gebrauchten Vinten Blue (ohne Zahl) gewagt. Das ist der kleinste der aktuellen Blue Serie mit (1,5)2-5 kg angegebenen Gewicht. Wenn das taugt, könnten sowohl das 15x70 als auch 25x100 damit betrieben werden.:unsure: Ich bin gespannt. Ansonsten muß wiederverkauft werden. Ich berichte auf jeden Fall hierzu weiter.

Oh, gibt es günstige Quellen für vintenkompatible Kameraschienen? Oder sind die sogar irgendein Standard im Maß? Diese ist anscheinend bei dem gebrauchten Kopf nicht dabei. Mal schauen was ankommt im Paket.

Viele Grüße

Johannes
 
Also im Vollrausch und Überschwang spontan noch ein TS 25x100 sowie APM 6x30 hinterhergekauft :eek:
Willkommen im Club, Johannes!

Das leichte 15x70 nutze ich, am Rücken liegend und mit Polster/Nackenrolle unterm Genick, auch freihändig zum Abgrasen der Milchstraße. Ich halte das Glas ganz vorne bei den Objektiven, hab mir einen Streulichtschutz um die Okulare gebaut und stütze diesen am Gesicht auf. So hält sich das Zittern in Grenzen, wenngleich immer vorhanden. Mir gibt das ein direktes Eintaucherlebnis, da ich genau dorthin schaue, wo das Objekt tatsächlich ist und so freihändig am Himmel "spazieren gehe" :cool:.

Ich hab das auch mit dem 25x100 (ca. 4 kg...:eek:) gemacht, und mit langen Armen kann man dieses an seinen noch viel schwereren Objektiven ganz vorne fassen, und siehe da, durch das größere Gewicht wird das Zittern der eigenen Hände stärker gedämpft, so dass es möglich ist, damit eine Weile am Rücken liegend zu schauen. Z.B. Andromedanebel M31 oder die Sternhaufen in Fuhrmann, Perseus, Zwillingen und Krebs sind damit sehr schön, auch die Sommermilchstraße. Natürlich etwas hardcore, die Arme tun dann schon weh und Auflagestellen im Gesicht ev. auch - das Genick dafür nicht! Habe inzwischn auch ein 20x80, das liegt erwartungsgemäß dazwischen...

Meine Ausrüstung besteht somit aus Campingmatte oder Liegestuhl und Nackenpolster...

PS: Natürlich ist die Detailerkennung mit Stativ viel besser, bei Vogelbeobachtung leg ich so ein Glas nach Möglichkeit immer wo auf.

Viel Spass bei der Beobachtung,
Nik
 
Hallo Nik,

danke!
Du hast das anscheinend ganz praktisch gelöst ;-) Die Rückenlage probier ich auch mal bei wärmeren Temperaturen aus. Der Vorteil des 15x70 ist eindeutig sein geringes Gewicht (wie ein gutes 10x50) bei großer Öffnung, auch wenn die Abbildung wahrlich besser sein könnte. Freihand Andromeda oder Orion ist locker damit drin. Ja, Perseus...rund um Mirfak macht es ordentlich Spaß damit! Mit Kopf an die Hauswand habe ich bislang gen Zenit die besten Erfahrungen gemacht. Ein Sonnenliegestuhl wartet auch noch auf seinen Astroeinsatz im Keller.
Btw: man könnte eine neue Disziplin der Körperertüchtigung einführen: Zitterfreies Halten von schweren Optiken:LOL: Was trainiert man da am besten? Die Schultermuskeln, oder?

Im übrigen bin ich doch sehr begeistert, was man mit dem kleinen APM 6x30 auf Stativ alles erkennen kann, ist eine gute Ergänzung. (Die Optik ist zum Glück auch besser hier). Einmal mit dem 15x70 vorerkunden, was es zu sehen gibt, und dann versuchen soviel wie möglich im 6x30 wiederzufinden. Macht mir viel Spaß gerade! Warum habe ich nur so lange mit einem Fernglas gewartet? Unverständlich.

Beste Grüße

Johannes
 
auch wenn die Abbildung wahrlich besser sein könnte.
jein.. ich denke, an den Sternen sieht man eine Menge sphärische Aberration, sprich feiner Punkt mit diffusem Lichthof geht beim Fokussieren in dicken Lichtpunkt über, es gibt keinen Fokus wo alles Licht in einem feinen Punkt ist. Ich hab mir das allerdings zu Nutze gemacht, um durch eine exzentrische Blende vor dem Objektiv meinen Astigmatismus von ca. 1 Dioptrie auszugleichen... :cool:
Hilft nur für Tagbeobachtung oder beim Mond, da bin ich aber echt zufrieden. Für Deep Sky verliert man damit zuviel Licht, da nehm ich die schwarzen Naturpapierblenden raus und die "Strahlen" der Sternabbildung in Kauf.
CS Nik
 
Im übrigen bin ich doch sehr begeistert, was man mit dem kleinen APM 6x30 auf Stativ alles erkennen kann, ist eine gute Ergänzung. (Die Optik ist zum Glück auch besser hier). Einmal mit dem 15x70 vorerkunden, was es zu sehen gibt, und dann versuchen soviel wie möglich im 6x30 wiederzufinden. Macht mir viel Spaß gerade! Warum habe ich nur so lange mit einem Fernglas gewartet? Unverständlich.
Lieber Johannes, das kann ich gut nachvollziehen. Mir macht es auch viel Freude, solche Fernglaspaare zu benutzen - derart viel, dass ich immer mit zwei Gläsern hinausgehe: 2x + 7x, 6x + 10x, 7x +15x oder 10x + 20x. Die Qual der Wahl besteht dann in der Wahl der Paarung.

CS, Christopher
 
jein.. ich denke, an den Sternen sieht man eine Menge sphärische Aberration, sprich feiner Punkt mit diffusem Lichthof geht beim Fokussieren in dicken Lichtpunkt über, es gibt keinen Fokus wo alles Licht in einem feinen Punkt ist.
Hallo Nik,
mir fehlt dazu der passende Begriff :unsure: . Ich meine damit, daß der Stern mehr oder weniger ausgefranst aussieht und sich diese Ausfransung um den Stern bewegt, je nachdem wie man mit dem Auge um den Okularmittelpunkt kreist. Dies ist leider beim TS 15x70 recht ausgeprägt bei hellen Sternen.

Lieber Johannes, das kann ich gut nachvollziehen. Mir macht es auch viel Freude, solche Fernglaspaare zu benutzen - derart viel, dass ich immer mit zwei Gläsern hinausgehe: 2x + 7x, 6x + 10x, 7x +15x oder 10x + 20x. Die Qual der Wahl besteht dann in der Wahl der Paarung.

Hallo Christopher,

bei der Auswahlmöglichkeit Deiner Gläser muß es ja in Qual enden ;-) Hast du für Deine Gläser tatsächlich einen jeweils passenden Einsatzweck?

Viele Grüße
Johannes
 
Da setzt mich die Regierung vor die Tür und wirft mir das Gerät noch mit Lust hinterher
Falls Du ein Problem entwickeln solltest: die anonymen Telskopiker sind für Dich da, Bruder! Öffne Dich und lass' es raus - alles!
Ich selbst wohne mit dem Hund seit drei Monaten im Heizraum.

Mit einer herzlichen Einladung
Ursus
Anonymer Teleskopiker (Stufe IV)
 
Hallo Christopher,
bei der Auswahlmöglichkeit Deiner Gläser muß es ja in Qual enden ;-) Hast du für Deine Gläser tatsächlich einen jeweils passenden Einsatzweck?
Viele Grüße
Johannes
Oh, absolut. Jedes Glas hat einen bestimmten Zweck. Ich bin primär Fernglasbeobachter. Mich auf zwei Ferngläser zu beschränken wäre so, als wenn ein Planetenbeobachter sich auf zwei Okulare begrenzt. So einen kannst Du lange suchen, die verwenden meistens ein halbes Dutzend Teleskope und ein Dutzend Okulare, gibt 6x12 = 72 Optionen. So gesehen sind ein Dutzend Ferngläser eine schmerzhafte Einschränkung :)
Gruss, Christopher
 
Guten Abend Ursus, Christopher und Jochen!

Ok, ich sehe schon, ich bin hier in strategisch wohl aufgestellten, diskussionserfahrenen Kreisen angekommen in Hinblick auf etwaigige Heimregierungen :D Aber sehr schlüssige Darlegung! Es befinden sich noch drei Mikroskope bei mir mit 2 bis 3 Okularpaaren. Dagegen sind die drei Ferngläser wohl noch als vernünftig einzustufen.

Das Vinten Vision blue ist heute angekommen, ein ziemlich massives Teil für den kleinsten Verreter der Baureihe. Leider fehlt nur der Halbschalenadapter und eine passende Wechselplatte. Ich habe nun auf Verdacht eine Manfrotto 501PL taugliche bestellt, da ich gelesen habe die soll passen?

Bei der Lektüre der "Leistungsdiagramme" der Vision blue Köpfe fiel mir auf, daß es keinen Kopf gibt, der 4,5 kg sauber in der Mitte bei 90°Neigung aufweist. Der blue Kopf scheint nur 3,5 kg bei 55 mm in der 90° Stellung zu schaffen, der blue3 Kopf ganz knapp 4,5 kg. Alles ist von der Höhe des Gewichtszentrums abhängig. Also sind die pauschalen Gewichtsangaben im Prospekt sowieso immer unscharf und höhen- und neigungsabhängig.
Na ich bleib gespannt. :coffee:

Viele Grüße

Johannes
 
Hallo Johannes,

ja, die Höhe ist so entscheidend wie das Gewicht.
Im Gegensatz zum Gewicht kann man die Höhe aber variieren :-)
Deshalb habe ich bei meinem APM den originalen Fuss entfernt und durch eine Aluplatte ersetzt, dadurch habe ich einige Zentimeter weniger Höhe gewonnen und brauche so weniger Federkraft.

Zu den Platten bei den kleinen Köpfen kann ich leider nicht sagen.
Die für den Vision 30 sind jedenfalls teuer und gebraucht schwer zu finden.

Besorgst Du Dir einen passenden Kalottenadapter oder baust Du den Kopf um?

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen.

ich hab hierzu den Manfrotto 325n Adapter gekauft. Das Geld fließt :eek:
https://www.manfrotto.com/de-de/adapterhalbschale-75-100-mm-325n/

Am Vinten mußte erst einmal die Neigebremse nachgestellt werden, da funktionierte nichts mehr. Gebrauchtteil eben. Gut, daß es noch eine deutsche Dokumentation bei Vinten im Netz gibt.
Jetzt warte ich ungeduldig auf die 501PL Platte und hoffe, daß ich mal einen Testaufbau machen kann.

Salü!
Johannes
 
Spezialpreis :)

Deshalb macht es Sinn bei den Vintens nach solchen mit flacher Basis Ausschau zu halten.
Ist am Ende günstiger und einfacher zu montieren.

Grüße Jochen
 
Für's Protokoll:
Die Manfrotto 501PL Schiene paßt nicht auf das Vision blue (entgegen einer im Netz gelesenen Vermutung, daß bei den kleinen Köpfen von Vinten, Sachtler und Manfrotto alles austauschbar wäre). Das Vision Blue hat eine 1 cm breitere Aufnahmebreite der Schienen (~6 cm zu 5 cm Manfrotto 501PL) und der Verriegelungsmechanismus ist auch anders.

Also nun eine teure Originalplatte bestellt mit etwas längerer Lieferzeit. Das Geld fließt wieder :eek:
Wenn dann noch einmal was nicht paßt, bohre ich Gewindelöcher in den Kopf und schraub irgendeine Schiene nach gutdünken drauf :poop:
 
So, ein kleines Update:

nachdem die Vinten AS Schiene (zum Gegenwert von drei mal mit der Freundin essen gehen _affeaugen:) ankam, erwartungsvoll alles montiert.

Jedoch Ernüchterung!
Das TS 25x100 ist zum einen aufgrund der unterhalb der Ebene des Verschraubungspunktes ausladenden Front nur mit einer 2 cm Erhöhung montierbar gewesen. Das Counterbalancesystem war am Anschlag geradeso eben fähig das Glas in der Schwebe zu halten, jedoch macht dann schon die Winkelbegrenzung bei ~45° zu.
Also ist das 4,6 kg Glas zu schwer für den kleinsten Vision Blue Kopf ( 2,1 - 5kg Angabe hin oder her). Mit 3 kg etwa wird man den Kopf noch mit 90° Auschlag und Schwebe betreiben können.

Um zum Kern des Themas hier zurückzustoßen.
Unabhängig davon, daß der kleine Kopf zu schwach ist, ist der Aufwand, um die geplante Bandbreite von 6x30 bis 25x100 mit einem Stativ/Montierung elegant zu betreiben, unverhältnismäßig. Man benötigt a) entweder Zusätzgewichte oder b) Erhöhungen für die kleineren Gläser und eigentlich sind dann auch weitere Klemmschienen nötig, um schnell mal die Ferngläser auszutauschen beim beobachten. C) das Gewicht der Montierung betrug schon 3,5 kg und eigentlich ist auch ein größeres Stativ nötig für einen stabilen Aufbau. Ich denke man wird ohne Fernglas bei 10 kg für Stativ und Montierung hinauskommen.
Die kleineren Gläser werde ich doch weiter mit 2 kg Stativ und 0,5 kg Zweiwegeneiger+Adapter betreiben. Das ist sehr leicht mit einer Hand oder am Rucksack zu transportieren.

Für das TS 25x100 wird meiner Einschätzung nach auch ein wesentlich stabilerer Aufbau in der Verschraubung benötigt. Das hat mich noch nicht überzeugt. Auch scheinen mir die ganzen Gummierungen an den Verschraubungspunkten hinderlich für ein möglichst wackelfreies System zu sein. Das Fernglas auf eine Platte oder Rahmen geschraubt und dann erst montiert, erscheint mir optimaler. Das muß ich nochmal neu denken.

Viele Grüße
Johannes
 
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