Schiefspiegler
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Korrektur zu meinem Post #28: Jiri's Zeichnung zeigt die Region östlich, nicht westlich des Rosettennebels. Das passiert mir immer noch ständig, diese Ost-West-Vertauschung ...
Christopher
Christopher
...bin froh, das ich damit nicht alleine binDas passiert mir immer noch ständig, diese Ost-West-Vertauschung
Hi Claus,
ich will schon lange mal den Pferdekopfnebel erhaschen (Traum meiner Kindheit). Bisher nicht geschafft.
Man darf sich mM nicht von den positiven Berichten täuschen lassen. Der ist echt schwierig.
Diese Beobachter haben entweder einen super Himmel, einen Riesenspiegel und/oder super Beobachtungsfähigkeiten.
Jedenfalls habe ich ihn bisher mit dem Astronomik H-Beta Filter weder in meinem 20 Zöller geschweige denn im 12 Zöller gesehen.
Allerdings unter Vorstadthimmel und ohne besondere Beobachtungsvorkehrungen oder Fähigkeiten.
Hallo Claus,
die meisten H-Beta-Objekte sind ja eher in sternreicher Gegend, da finde ich es nicht so schlimm, wenn die Sterne stärker unterdrückt werden.
Mein Himmel ist mit Bortle 5 bis 6 vermutlich etwas heller als bei dir. Im direkten Vergleich fand ich den 5,5nm H-Beta bis jetzt eigentlich bei allen H-Beta-Objekten merklich besser als den 12nm Filter.
Zumindest bei meinen Himmel würde sich der Aufpreis zum engeren Filter auf jeden Fall lohnen. Ob das bei Bortle 4 auch noch so ist, kann ich nicht beurteilen.
Beim 12nm "es war ein Paar" musste ich breit schmunzeln. Bei mir sind Stellschrauben und Okularkappen diesen Weg gegangen, ein Filter noch nicht.Astronomik 12nm (1 - es war ein Paar, der zweite liegt irgendwo im Garten), Baader visual 10nm (Paar), Astrodon 5nm (1), Astrodon 3nm (1)
........
Die breitbandigen (12nm) Filter und die UHC Filter erzielen nicht den hohen Kontrast. Jedoch, sie machen einen Sinn, wenn neben der Linienemission auch das spektrale Kontinuum der Molekülwolken, die einen diffusen Nebel hin und wieder begleiten, zu der gesamten Sichtbarkeit des Nebels beitragen. So ist es zum Beispiel bei dem "Running Man Nebula" in Orion, der Fall.
....geht unter dunklem Himmel tatsächlich mit 60mm Öffnung und Astronomik-H-beta-Filter...Hallo Peter,
um die Wahrheit zu sagen kann ich nicht über Erfahrungen mit dem Pferdekopfnebel berichten. Dies liegt daran, dass ich kleine Öffnungen benutze und bei Linienfilternutzung gerne eine große Austrittspupille habe. Das reduziert z.B. bei 100mm Öffnung und 6mm Austrittspupille die Vergrößerung auf 16x. Das führt wiederum zu einer Vorliebe für große Objekte. Der Pferdekopf ist etwa 4x6 Bogenminuten klein, was nicht zu meinem Beuteschema passt.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe es noch nie versucht!
Gruß, Christopher
ja, das ist auch mein Problem, trotz 20 Zöller, denke ich.ich denke die Erkennbarkeit des Pferdekopfnebels hängt auch sehr stark von der Transparenz in der Atmosphäre ab. Schon ein wenig zu viel Wasserdampf verwischt den notwendigen Kontrast und der Nebel ist trotz H-Beta Filter nicht erkennbar. Ging mir auch schon verschiedene Male so.
ich finde es interessant, daß ein abgedunkelter Himmel bei der Nebelbeobachtung als störend empfunden wird. Ich denke, ein solcher Filter wird jenen Beobachtern Nutzen bringen, die wirklich ausschliesslich den Nebel sehen wollen ohne ästhetische Sternfelder drumherum. [...]
Aber bei den galaktischen Nebeln verabschiede ich mich gänzlich davon und suche stattdessen einen möglichst hohen Kontrast zum Himmelshintergrund - der folglich idealerweise gerade noch hell genug sein sollte, um zwecks Orientierung den Feldrand zu sehen.
Danke, spannendes und interessantes Resumee.In Summe ist zu sagen, daß unter 5mag-Himmel bei 3mm AP langsam Schluß mit H-Beta ist, bei 4mm AP geht was, folglich wohl auch bei 5mm.
Die Austrittspupille ist das A und O. Die Öffnung der Optik an sich - ob 2 Zoll oder 16 Zoll - spielt bei ausgedehnten Nebeln keine Rolle, das kann man gar nicht oft genug betonen. Die kleinere Öffnung erlaubt eine bessere Einrahmung in größerem Feld. Die größere Öffnung erlaubt eine höhere Vergrößerung, die für kleine Objekte von Vorteil ist. Für den Kontrast zum Himmelshintergrund, worauf es bei galaktische Nebel entscheidend ankommt, spielt Öffnung an sich keine Rolle.
Hallo Christopher,Lieber Manne,
die Vergrößerung spielt tatasächlich für die Detektion oder Detailerkennbarkeit eine erhebliche Rolle. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass an diffusen flächigen Objekten eine scheinbare Größe im Okular (tatsächliche Winkelgröße x Vergrößerung) von 2° optimal sei, und mehr besser. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
7x50 begrenzt somit die Anzahl erreichbarer diffuser Nebel, 8x56 ebenso. Deshalb bin ich zu 10x70 gekommen. Da geht mehr, alle Objekte die noch in 5° Gesichtsfeld passen sind besser zu sehen als mit 7x. Besser wäre noch mehr Vergrößerung, aber das kann ich nicht mehr handgehalten mit voller AP betreiben (z.B. ein 14x100 Fernglas), da beginnt das Reich der Doppelteleskope und Mono-Teleskope. Wobei ab 3° Gesichtsfeld abwärts die wirklich großen Objekte, die ich am spannendsten finde, langsam herausfallen weil sie nicht mehr im Feld eingerahmt werden können.
Jiri Gardavsky benutzt ein 15x80 Fernglas mit Schulterstütze im Liegestuhl. Ungefähr dort, oder vielleicht mit einem leicht gebauten 20x100 mit Schulterstütze, ist Ende der Fahnenstange, wenn man kein Stativ aufbauen will.
Was die Menge der Objekte betrifft, redet Jiri von mehreren Hundert. Ich werde ihn jetzt bitten, das hier ein wenig auszuführen. Da weiss er mehr als ich.
Gruss, Christopher
Hallo!Dort, wo ein Himmelsobjekt sowohl in OIII und H-Beta stark emittiert, macht UHC Sinn, z.B. am Orionnebel und Nordamerikanebel, um beide Emissionslinien zu erwischen.
Apropos Pferdekopf:ich will schon lange mal den Pferdekopfnebel erhaschen (Traum meiner Kindheit). Bisher nicht geschafft.
Jedenfalls habe ich ihn bisher mit dem Astronomik H-Beta Filter weder in meinem 20 Zöller geschweige denn im 12 Zöller gesehen.