Quanten
Aktives Mitglied
Hallo Jürgen,Aber nun stelle ich mir in der Praxis vor, dass also sagen wir z.B. um 21.00 die Kuppel geöffnet wird bei 12°C Temperatur und die Temperatur um 3.00 Uhr morgens auf -2°C gesunken ist. Diese riesigen Massen laufen dann doch auch einem Temperaturausgleich hinterher. Wie machen die das dann?
eine vollständige Auskühlung ist garnicht nötig, man braucht nur eine laminare Luftströmung über die Spiegeloberfläche um die wärmere Grenzschicht weg zu pusten.
Die Luft des Luftstroms muss lediglich die Temperatur der Außenluft haben.
Die Luft im Gebäude tauscht sich relativ schnell über den großen Kuppelspalt und zusätzlichen Öffnungsklappen aus.
Auch hier sind meines Wissens Lüftungssysteme am Werk.
Da die Spiegel aus Zerodur sind hat man auch keine Verformungen bzw. die aktive Optik korrigiert den Spiegel aus.
Somit geht es nur um die 1-3cm dicke Grenzschicht, die versaut durch ihren andern Brechungsindex die Abbildung.
Die Grenzschicht ist wie eine Linse über dem Spiegel.
Die Brechungs- und Reflexionsgesetze werden dabei wirksam.
Zuerst wird die Wellenfront weggebrochen durch die wärmere Luft und durch die Winkelvedopplung der Reflexion kommt die Wellenfront ganz wo anders raus, als dort wo sie hin soll.
Das ist der ganze Hokuspokus bei den Spiegelteleskopen.
LG