Probleme mit Taubeschlag bei Touptek 26000KMA

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joetaiga

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Hallo zusammen,

ich habe sein letzter Woche das Problem, dass sich in der Bildmitte ein Schatten bildet. Ich vermute, dass es sich um Taubeschlag handelt. Hier ist ein Screenshot meiner Session in NINA von letzter Nacht. Was ich gar nicht nachvollziehen kann, ist der Umstand, dass der Beschlag nach 3h wieder weg geht, obwohl es gerade in den Morgenstunden doch besonders feucht werden sollte.
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Damit ist natürlich die Hälfte der klaren Nacht unbrauchbar. Ich hatte das letzte Woche schonmal. Daher habe ich dieses mal die Kühlung auf 0°C eingestellt. Normalerweise kühle ich auf -5°C runter. "Nur" -5°C weil es bei stärkerer Kühlung auch vorher schon Probleme gab. Aber wenn das jetzt schon bei 0°C beschlägt, muss sich etwas verändert haben. Denn so feucht ist es nun auch wieder nicht. Da sind die Wintermonate wesentlich schlimmer. Eigentlich sollte sowas gar nicht vorkommen, da die Kamera eine Fensterheizung hat, die immer auf Maximalstufe läuft.

Was ist eure Erfahrung wo der Beschlag herkommt? Im Kameragehäuse oder von der Teleskopseite? Und wie kriege ich die Feuchtigkeit wieder weg? Wie kann sowas trotz der Fensterheizung passieren? Oder ist die Fensterheizung defekt?

An sich läuft das Teil aber noch. Ich werde jetzt erstmal ohne Kühlung arbeiten. Dann sollte das auf keinen Fall anlaufen, da der Sensor warm wird. Das ist natürlich nicht optimal, besser als nichts. Mittelfristig würde ich das Problem natürlich gerne lösen, sodass da sich da kein Tau mehr bilden kann. Den Händler habe ich auch mal angeschrieben. Auf der Kamera ist zum Glück noch zwei Wochen Garantie...

Danke und Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim,

was nutzt du denn für ein Teleskop?
Vielleicht ist ja was anderes im Lichtweg getaut?

Ich habe eine Touptek mit IMX533 und hatte auch ein solches Problem.

Ich mache es jetzt so, dass ich ganz langsam in 5 Grad Schritten runterkühle.
Also erst auf 20 Grad, dann auf 15 usw.
Wenn die Temp. des Schritts erreicht ist warte ich so 4-5 Minuten.
Dann gehts weiter runter.
Ich meine Nina hat auch eine Funktion zum langsam runterkühlen oder?
Seit dem ich das mache habe ich das Problem nicht mehr.
Kühle dabei meist auf -5 Grad runter.

Ich hatte auch schon ein paar mal das Problem das eine Linse meinens Reducers zugetaut ist.
Habe jetzt eine Heizband drum gewickelt und da auch kein Problem mehr.


Wenn du weiß, dass sich der Tau auf dem Glas der Kamera bildet kannst du die Kühlung abschalten bzw. die Kamera aufwärmen (Nina hat dafür eine Funktion).
Dann solltes es weg sein wenns daran liegt und nicht wo anders in der Optik ist.

Grüße
Brian
 
Ich hatte mit den ASIs bisher keine Probleme und kann deshalb nur vermuten.
Wenn der Fleck derart dunkel ist, könnte der Sensor in der Mitte selber zufrieren.
Bei den ASIs müssen dann die Trocknungstabletten in den Backofen oder Mikrowelle.
 
Hey Joachim,
ich hatte das Problem erst letzte Nacht wieder mit einer meiner beiden Vetecs 571. Witzigerweise ist es bei der einen angelaufen und bei der anderen nicht. Laufen in einem doppelsetup mit identischem imagetrain nebeneinander. Ich hatte ehrlich gesagt immer den Filter im Filterrad im Verdacht und hab deshalb nochmal extra Heizbänder davor geschnallt...danach war es erstmal gut und ich dachte das Problem sei gelöst...bis letzte Nacht. Jetzt bin ich wieder etwas ratlos. Bin mir auch bis heute nicht sicher ob meine Vetecs ne tauheizung haben. Ggf. sollte ich bei beiden mal die mitgelieferten Trockenpatronen dran hängen um ggf. vorhandene Feuchtigkeit hinter dem Glas heraus zu ziehen. Sieht aber exakt so aus wie bei dir. Viele Grüße Ben
 
Hallo Joachim,
bei mir das gleiche Problem mit meiner Omegon vetec571c.
Kamera ist ca. 15 Monate alt, bisher noch keine Probleme. Hatte mich auch gewundert, auf dem Objektiv war kein Taubeschlag. Die scharfe Abgrenzung deutet auf (Feuchtigkeits-) Problem in direkter Nähe zum Sensor hin. Die Omegon hat allerdings auch auch keine Fensterheizung.
CS
Thomas
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Hallo zusammen,

danke für die Antworten!

@AstroFritz
Mein Setup ist ein Apo. Der sollte mehr oder weniger dicht sein. Im Apo selbst müsste die Luft auch trocken sein. Zwischen Kamera und Reducer hängt ein Filterrad und ein OAG. Das wäre auch noch eine Möglichkeit, dass da etwas feuchte Luft drin ist, die an den Filtern gefriert. Aber ich würde vermuten, dass das anders aussieht, da der Abstand zum Sensor den Fleck sehr stark aufblähen müsste. Möglich ist aber alles.

Langsam runter kühlen wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Denn der Effekt tritt erst 2-3h nach dem Einschalten der Kühlung ein. Also grad dann, wenn ich ins Bett gegangen bin und nicht mehr manuell gegensteuern kann. Ich werde jetzt die Kühlung komplett auslassen, bis das wieder geht. Dann müsste die Elektronik das ganze soweit über Umgebungstemperatur halten, dass das von der Physik her nichts passieren kann.

@MK2007
Ja, ich denke auch der Fleck ist direkt auf dem Sensor oder dem Glas innen. Wenn es auf dem Sensor ist, ist gut. Denn dann funktioniert die Fensterheizung noch und ich könnte das Problem einfach lösen, in dem ich eine Trockenpatrone anschließe. Für die Toupteks gibt es diese für 20€ zu kaufen. Die kann man einfach ins Gehäuse der Kamera schrauben und damit halt auch sehr einfach regenerieren ohne das Gehäuse aufmachen zu müssen.

@GroßA'Tuin @SnakeP
Die Vetec hatte ich auch eine Weile. Die habe ich wegen unter anderem wegen dem Problem zurückgegeben. Denn die hatte am Fenster keine Widerstände verbaut. Die Fensterheizung wäre passiv über die Elektronik. Bei der Touptek habe ich nachgeschaut. Da sind definitiv Heizwiderstände um das Fenster verbaut. Trotzdem ist das Teil nicht gefeit gegen den Beschlag. Denn als die neu war, trat das Problem ja auch auf. Zumindest wenn ich auf -20°C runter bin.

Mal sehen, was die Teleskop Spezialisten sagen. Hoffentlich ist das Ding nicht kaputt. Weil ansonsten finde ich das Teil echt klasse.

Grüße,
Joachim
 
Moin,

was für ein Zufall, dass wir alle die selben Probleme haben.
Ich war letzte Woche Samstag draußen und hatte ebenfalls das erste Mal Probleme mit Beschlag.
Setup: Skywatcher 200 PDS, GPU Komakorektor und die Lacerta DeepSkyPro 2600c.

Ich kühle die Kamera immer bis -10 Grad und kann mir vorstellen, dass die Kamera bei dem aktuellen Wetter verhältnisse, mit Nachts noch zwischen 15-20 Grad, zu Stark und zu schnell runterkühlt.
Ein Kumpel hat mir gezeigt, dass man bei NINA mit den Einstellung " Zieltemperatur Min. Dauer" und "Aufwärmed Min. Dauer" die Leistung und Geschwindkeit des Runterkühlens regeln kann. Die Einstellung werde ich beim nächsten mal testen.

Ansonsten habe ich meine Kamera in einer Tüte mit Silicatütchen ein paar Tage entfeuchtet und heute noch den Trockenpatrone angeschraubt.

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Ob das alles was bringt, kann ich auch nur hoffen.

Viele Grüße Mathias
 
Ich kühle die Kamera immer bis -10 Grad und kann mir vorstellen, dass die Kamera bei dem aktuellen Wetter verhältnisse, mit Nachts noch zwischen 15-20 Grad, zu Stark und zu schnell runterkühlt.
Ein Kumpel hat mir gezeigt, dass man bei NINA mit den Einstellung " Zieltemperatur Min. Dauer" und "Aufwärmed Min. Dauer" die Leistung und Geschwindkeit des Runterkühlens regeln kann. Die Einstellung werde ich beim nächsten mal testen.
Kann mir nicht vorstellen, dass das etwas bringt. Zumindest in meinem Fall ist es ja so, dass der Beschlag erst mehrere Stunden nach dem Einschalten der Kühlung auftritt. Meiner Meinung ist das auf dem Sensor. Da wird wahrscheinlich Feuchtigkeit drin sein, die da nicht hingehört. Dagegen hilft nur weniger oder gar nicht kühlen.

was für ein Zufall, dass wir alle die selben Probleme haben.
Ja, das ist schon auffällig. So viele dieser Kameras wird es hierzulande nicht geben und auch nicht jeder liest im Forum. Wenn sich gleich mehrere in so kurzer Zeit melden, ist da Methode drin.
 
Hallo Joachim,

hast Du denn nicht gesehen, wo genau der Taubeschlag auftritt? Ich habe einen Apo und wenn ich mit der Taschenlampe reinleuichte, sehe ich den gesamten Lichtweg bis zum Chip der Kamera.

Bei mir beschlagen derzeit die Objektive ohne Tauukappenheizung sowohl beim Apo als auch beim Guidscope. Daher heize ich auch jetzt.

Gruß Jürgen
 
Hallo in die Runde,

ich hatte ein mal Probleme mit Taubeschlag mit der Lacerta DeepSkyPro 2600c, die im Wesentlichen baugleich mit den Touptek sein sollte. Nach einem NINA-Update (Touptek-Treiber) konnte ich die Fensterheizung statt an/aus nun in 4 Schritten einstellen und testete die kleinste Stufe => Tau. Seitdem stelle ich immer auf max (Stufe 4), und seitdem keine Probleme mit Tau, wie auch vorher. Ich kühle immer auf -10 °C.

CS Bernd
 
Hallo Joachim,

hast Du denn nicht gesehen, wo genau der Taubeschlag auftritt? Ich habe einen Apo und wenn ich mit der Taschenlampe reinleuichte, sehe ich den gesamten Lichtweg bis zum Chip der Kamera.

Bei mir beschlagen derzeit die Objektive ohne Tauukappenheizung sowohl beim Apo als auch beim Guidscope. Daher heize ich auch jetzt.

Gruß Jürgen
Hallo Jürgen,

das ist ja erst nach einigen Stunden aufgetreten. Mein Setup läuft vollautomatisch. Ich bleibe am Anfang nur solange dabei, bis ich sehe, dass alles rund läuft und gehe dann schlafen. Sonst könnte ich den nächsten Tag nicht arbeiten ;) Daher konnte ich nicht sehen, wo das genau war. Denn morgens als ich nachgeschaut habe, war der Beschlag schon wieder weg.

Taukappenheizung habe ich auch an meinem Apo. Ohne die ginge hier in Rheinnähe nichts mehr von Mitte August bis Anfang Mai.

Man kann die Bereiche aber auch einfach von der Theorie ausschließen. Der Filter ist ca. 2,5cm vor dem Sensor. Bei f/6,24 wäre der Strahlenkegel schon auf 0,4cm aufgefächert. Das wären 1/4 der Sensorhöhe. Der Fleck ist aber kleiner, also kann es nicht auf dem Filter sein. Dagegen spricht auch die Form. Auf dem Filter würde ich ein kreisrundes Phänomen erwarten. Von der Form her muss das auf dem Fenster oder dem Sensor sein.

Das Fenster ist so auf halben Weg würde ich schätzen. D.h. das wären ca. 1/8 der Sensorhöhe. Der Fleck hat gerade so 1/8 Höhe. Aber auch da hätte ich gesagt, dass es größer sein müsste, da so ein Fleck nie punktförmig, sondern immer flächig ist. Das müsste auch auf jeden Fall deshalb so sein, weil ein punktförmiger Fleck nie zu so einer starken Abschattung führen würde. Diese Flecken kennt man ja von den Staubkörnern im Fleck.

Also bleibt nach etwas Nachdenken meiner Meinung nur der Sensor übrig. Das würde auch dazu passen, dass die Kamera eine Fensterheizung hat und sich daher dort nichts niederschlägt.

Grüße,
Joachim
 
Wenn du keine anderen Lösung findest gibt es die Möglichkeit eine Heizung aufzukleben.
Für ZWO gibts sowas:
Vielleicht passt die auch auf andere Kamera oder es gibt andere Modelle der Heizung.

Hast du schnomal versucht die Kammer des Sensors trocken zu legen?
Dafür gibts von ToupTek extra eine Patrone wie von Mathias oben gezeigt.
Wenn die Kammer trocken ist kannst du jedenfalls erstmal auschließen, dass der Tau auf dem Sensor oder von innen auf dem Glas entsteht.

Grüße
Brian
 
Hallo in die Runde,

ich hatte ein mal Probleme mit Taubeschlag mit der Lacerta DeepSkyPro 2600c, die im Wesentlichen baugleich mit den Touptek sein sollte. Nach einem NINA-Update (Touptek-Treiber) konnte ich die Fensterheizung statt an/aus nun in 4 Schritten einstellen und testete die kleinste Stufe => Tau. Seitdem stelle ich immer auf max (Stufe 4), und seitdem keine Probleme mit Tau, wie auch vorher. Ich kühle immer auf -10 °C.

CS Bernd


Moin Bernd,

das ist interessant, welche Version nutzt du? Ich kann nur an und aus schalten.

Gruß Mathias
 
ich zitiere mal aus der Bedienungsanleitung zu meiner Omegon vetec571c:

[übersetzt mit deepl.com]

siehe auch : Seite 5

......Über einen längeren Zeitraum kann Feuchtigkeit in die Sensorkammer Ihrer Kamera eindringen. Sie kann auf dem gekühlten Sensor festfrieren und die Bildgebung unmöglich machen. Sie können die Flachkopfschraube vorsichtig entfernen (nicht verlieren), um die Sensorkammer freizulegen und den mitgelieferten Trockenmittelstopfen einzuschrauben. Dank eines O-Rings aus Gummi, wird die Verbindung luftdicht sein. Das Trockenmittel absorbiert Feuchtigkeit und trocknet die Luft in der Sensorkammer.
Sie können ihn auch während des Betriebs der Kamera angebracht lassen.
Wenn sich in der Sensorkammer Frost bildet, während der Trockenmittelstecker angebracht ist, muss das Trockenmittel getrocknet werden, bevor es wieder wirksam wird. Das Trockenmittel ist eine körnige Substanz im Inneren des Trockenmittelstopfens. Ziehen Sie den Kopf des Stopfens ab und entleeren Sie das Trockenmittel auf einen kleinen Teller (achten Sie darauf, dass Sie kein Trockenmittel verschütten, essen Sie das Trockenmittel nicht). Backen Sie das Trockenmittel 2 Stunden lang in einem Ofen bei 90°C (200°F). Füllen und versiegeln Sie den Trockenmittel-Stopfen.



Ich werde es bei Gelegenheit ausprobieren.

CS
Thomas
 
Ich werde es bei Gelegenheit ausprobieren.
Hallo Thomas,

ich habe mir eben auch eine bestellt.

Bei der vetec571 war die dabei. Allerdings hatte die auch keine Heizelemente am Fenster, sodass das Problem dort verstärkt auftreten müsste. Ich hatte die vetec für ein paar Wochen hier und konnte diese auch testen. Mit der vetec hatte ich das Problem deutlich massiver als mit der Touptek. Bei der vetec war es so, dass ca. 1h nach Anschließen der Patrone die Flecken angefangen haben zu verschwinden. Ich denke aber auch bei der Touptek führt daran kein Weg vorbei. Ich wüsste zumindest nicht, wie man sonst ähnlich einfach die Feuchtigkeit aus dem Gehäuse bekommen sollte.

Hoffentlich kommt das Teil nun auch schnell. Der Wetterbericht für meinen Standort meldet geradezu unglaubwürdig schönes Wetter :)

Grüße
Joachim
 
und ergänzend noch eine Video von Daniel Nimmervoll


gekühlte Astrokamera Vereisung

CS

Thomas
Hm...ich habe das gerade mit dem Taupunktrechner nachvollzogen. Die Feuchtigkeit in meiner Kamera liegt bei Zimmertemperatur bei mindestens 30%. Kein Wunder, dass die anläuft. Bei der Auslieferung waren es immerhin ca. 15%. D.h. bei den Kameras lohnt es sich schon beim Kauf erstmal die Trockenpatrone anzuschließen um die Feuchtigkeit herauszuziehen.

Sind in der Touptek eigentlich auch nochmal zusätzlich Trockentabletten, die man analog zur ASI austauschen kann? Oder läuft das alles über die Patrone?
 
Hm...ich habe das gerade mit dem Taupunktrechner nachvollzogen. Die Feuchtigkeit in meiner Kamera liegt bei Zimmertemperatur bei mindestens 30%. Kein Wunder, dass die anläuft. Bei der Auslieferung waren es immerhin ca. 15%. D.h. bei den Kameras lohnt es sich schon beim Kauf erstmal die Trockenpatrone anzuschließen um die Feuchtigkeit herauszuziehen.

Sind in der Touptek eigentlich auch nochmal zusätzlich Trockentabletten, die man analog zur ASI austauschen kann? Oder läuft das alles über die Patrone?

Bei der Touptek gibt es keine zusätzlichen Tabletten.
 
Moin,

bei meiner ToupTek mit IMX533 kann ich den Dew Heater auch in 4 Stufen regeln.
Steht bei mir auch immer auf 4.
Habe die aktuelle Nina Version drauf.

Grüße
Brian
 
Hallo,

wie verhält sich das bei der ASI294 MC Pro?
Das sind ja Trocknungstabletten drin. Ich habe noch ne Sensorglasheizung von ZWO angebaut. Reicht diese denn aus, um den Beschlag auf dem Sensor zu verhindern?
Oder kommt das trotzdem?
Welche Temperatur wäre zur Kühlung denn empfehlenswert, um das Probem zu minimieren?

Danke für Antworten
CS Olaf
 
Hallo Olaf,

es gibt online einen Taupunkt Rechner.
Da kannst du sehen was theoretisch geht.
Dadurch, dass du aber die Heizung hast unf die Tabletten sollte eigentlich mehr gehen.

Ich selber kühle meist auf -5 Grad runter.
Bei modernen CMOS Sensoren ist das alles nicht mehr soooo unglaublich wichtig wie vor ein paar Jahren noch oder zu CCD Zeiten.

Du kannst auch einfach mal Darks machen bei verschiedenen Temperaturen. Du siehst ja wie sich das Bild verändert. Bei mir gibt es einen riesigen Sprung von 0 auf -5 Grad von -5 auf -10 sieht man aber quasi kaum noch einen Unterschied.

Grüße
Brian
 
Hi,

wie verhält sich das bei der ASI294 MC Pro?
also bei der ASZ294mm hatte ich nie solche Problem, da kann es aber zu komischen Effekten kommen wenn die Kühlung am Anschlag läuft.

Das Tau Problem an der Touptek hatte ich vorletzte Woche bei -5
Werde mal den Dew Heater höher stellen, die Möglichkeit war mir noch gar nicht aufgefallen :rolleyes:

Grüße
Carsten
 
Welchen Taupunktrechner habt ihr benutzt?

Also bringt es schon was, in langsamen Schritten runter zu kühlen?
Wie oft muss man die Tabletten bei der 294mc pro denn wechseln, unabhängig von der Nutzungsdauer?

CS Olaf
 
Ich habe auch NINA 2.3 beta. Es ging aber auch schon mit 2.2 RC „irgendwas“ beta. Wird jetzt OT, aber ich habe mir den Betaversionen von NINA keinerlei Probleme. Seit ich auf NINA und den Intel NUC umgestiegen bin, sind nur noch Wetter und Mond meine Probleme, aber nicht mehr die Technik bzw. die Software.
 
Heute Nacht habe ich die Kamera mal ohne Kühlung laufen lassen. Erwartungsgemäß kein Tau. Die Sensortemperatur lag zwischen 28°C zu beginn und 21°C gegen Morgen. Da würde es sogar dann keinen Beschlag geben, wenn das Kameragehäuse offen wäre. Die Außentemperatur lag ca. 6K unter der Sensortemperatur. Der Taupunkt lag heute Nacht bei ca. 15-16°C. D.h. ich könnte die Kamera vermutlich sicher auf den Bereich runter kühlen, ohne dass es Probleme geben kann.

Was ich schon immer mal machen wollte, war auszurechnen was die Kühlung bei der aktuellen Chipgeneration eigentlich noch bringt.

Ich belichte normalerweise je 3min LRGB. Bei meinem Himmel braucht man sich da eigentlich keinen Kopf wegen der Kühlung machen. Ich hab mal grob überschlagen, dass ich bei 20°C selbst im Roten ein Verhältnis von 1:3,3 Thermal Noise inklusive Read Noise : Himmelshintergrundrauschen habe. Damit bin ich noch hintergrundlimitiert bei meinem Bortle 4-5 Himmel. Selbst bei 30°C ist das Verhältnis noch 1:2. D.h. Auch da wird man kaum einen Effekt spüren. Das Verhältnis ändert sich kaum mit der Belichtungszeit. Das war jetzt bei 60% Mond. Aber 20°C sollten auch bei Neumond ausreichen.

Interessant wird es erst bei Schmalbandaufnahmen, weil dort der Hintergrund deutlich dunkler ist und gleichzeitig aber die Belichtungszeit und somit auch das thermische Signal größer wird. Bei HA würde ich bei meinen normalen Einstellungen auf ein Verhältnis von etwa 1:1,5 bei 20°C und 1,3:1 bei 30°C kommen. Bei 10°C wäre ich bei einem Verhältnis von 1:2,5, bei 5°C von 1:2,9 und zum Vergleich bei -20°C von 1:3,5. D.h. selbst bei meinen Schmalbandaufnahmen wäre mit einer Kühlung auf 5°C noch mehr oder weniger hintergrundlimitiert. Selbst 10°C hätten noch keine gravierenden Nachteile.

Als Fazit würde ich sagen, dass die Kühlung in meinem Fall außer vielleicht bei extremer Hitze oder Schmalband im Sommer keinen großen Gewinn mehr bringt. Bei LRGB bringt bei meinem Bortle 4-5 Himmel eine Sensortemperatur unter 20°C keinen Vorteil mehr, selbst bei 30°C wird man vermutlich im Ergebnis keinen wesentlichen Unterschied merken. Auch nicht bei Neumond. Bei Schmalband wären das etwa 5°C und auch da würde ich bei 10°C oder sogar 15°C keinen wesentlichen Unterschied erwarten. Selbst bei Schmalband könnte man noch etwas tricksen und kürzer mit höherem Gain und niedrigerem Read Noise aufnehmen.

D.h. für LRGB brauche ich eigentlich nie unter 20°C kühlen und bei Schmalband nie unter 5°C. Weiter runterkühlen bringt eigentlich keine sichtbaren Vorteile mehr.
 
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