Test ADK von Greatstar

Hi!

Der Pierro führt Bildversatz ein, soll aber im UV mehr Licht durchlassen als ZWO & Co, was ihn für Venus interessanter macht. Die Frage ist eher, ob er jemals wieder lieferbar ist... ich warte seit einem Jahr, aber es gibt wohl Probleme mit einer Fabrik, die Teile dafür liefert. Vom Handling ist er wesentlich angenehmer als die ZWO & Co.

Beste Grüße,
Alex
 
Spielt es eigentlich eine Rolle, wie herum ich den ADK montiere? Mit dem T2 Innengewinde zum Teleskop oder mit dem T2 Außengewinde zum Teleskop? Bei der Suche im Internet finde ich Bilder, die beides zeigen. Hier z.B. Pic du Midi mit dem Außengewinde zum Teleskop und Innengewinde zur Kamera (Foto ADK Pic du Midi). Die Bilder hier im ersten Beitrag zeigen es genau anders herum. Man kann es an der Schriftrichtung erkennen.

Ich hab ihn jetzt auch mit dem Innengewinde zum Teleskop montiert, die Tests stehen aber noch aus... Danke.
Oh, hier ist ja wieder Bewegung im Beitrag, da nutze ich doch mal die Gelegenheit.

Laut opt. Rechnung ist die Einbaurichtung mit dem Innengewinde zum Teleskop, das Aussengewinde zur Kamera/Okular. Also wie bei den Baader Wechselringen und auch die meisten Kameraadapter haben ja ein T2-Innengewinde. Soviel zur Theorie, nun zur Praxis. Ich selbst und auch andere haben bei der Einbaurichtung nicht den geringsten Unterschied in der Abbildungsleistung festgestellt. Ich justiere die Prismen im ADK am künstlichen Stern bei ca. 300facher Vergrößerung. Egal wie rum ich den ADK einsetze, die Abbildung bleibt gleich.

Vielleicht hätte man den ADK gegen auseinanderschrauben sichern sollen?
Mit einer Made quer? Oder Kanadabalsam der nur bei Wärme wieder aufschrauben ermöglicht?
Da bist nicht allein, meine Asi Planetenkameras haben die Krankheit auch.

Der ADK ist schon gut gegen auseinanderschrauben gesichert. Das war damals eines der ersten verkauften Teile, da war ich wohl bei der Montage etwas unaufmerksam bzw. habe einen wichtigen Schritt übersehen. Soweit mir bekannt, war es auch ein Einzelfall. Eine unglückliche Sache war noch mit dem internen Getriebe. Da hatte ich Anfangs die Zahnräder nur verklebt und das hat teilweise nicht richtig gehalten. Da kam es vor, das es dann schwergängig wurde, bzw. gehakt hat. Waren aber auch nur ganz wenige davon betroffen. Und wenn wurde das schnell und unbürokratisch durch mich behoben. Bei der neuen Serie sind die Zahnräder jetzt mit Madenschrauben gesichert. Man lernt ja dazu ;)

zu bestellen nur beim Steffen oder gibts den auch bei euch?
Ist irgendwann eine Variante mit mehr als nur 17mm Durchlass geplant?

Ja, Markus hat ihn im Moment in sein Programm aufgenommen. Ich bin da aber, ehrlich gesagt, noch etwas unschlüssig. Damit sich das für Wiederverkäufer lohnt benötigen sie natürlich eine gewisse Marge. Finde ich auch ok, die Händler und Mitarbeiten sollen ja auch leben. Das würde aber über kurz oder lang bedeuten, das der ADK empfindlich teurer wird. Das ist dann einfach unvermeidbar und das möchte ich eigentlich nicht. Es wird ja so schon alles immer teurer und sicher werden auch meine Produkte von der Inflation in Zukunft nicht verschont bleiben. Bis jetzt war es immer nur moderat und die leichte Preisanhebung zur ersten Version kommt vor allem durch die neuen UV durchlässigen Prismen.

Im Moment sind übrigens einige ADK auf Lager, also wer Interesse hat :)
Alle die vorbestellt hatten schreibe ich nun auch nach und nach an, bitte noch etwas Geduld. Es gab da leider einige Verzögerungen und Rückschläge mit den Prismen. Für den Hersteller war das wahrscheinlich auch Neuland, aber nun ist alles Perfekt!

Viele Grüße, Steffen
 
Hallo Praktikant,

Danke für die schnelle Antwort!
Der größere Durchlass des Gutekunst ist für mich erstmal zweitranging und der Preis doch zu hoch. Der ADC von Pierro Astro scheint jedoch ein ähnliches Prinzip zu haben, und das Bild verschiebt sich ebenfalls nicht. Leider ist er derzeit nicht verfügbar.
Mein einfacher Omegon funktioniert zwar, aber er scheint einen leichten Astigmatismus einzuführen, vermutlich Bauartbedingt? Dies sollte ja bei den Modellen mit den verkitteten Keilplatten kein Problem sein. Ist diese Annahme korrekt ?

Außerdem finde ich die Bedienung mit den beiden Hebeln etwas unpraktisch.

Die Frage, die mich besonders interessiert, sind die Unterschiede zwischen dem Great Star und dem Pierro Astro.

Wie sieht es bei der Beobachtung mit Bino aus, hier müsste die Verstellung ja extrem feinfühlig sein aufgrund des großen Abstandes zur Fokalebene.

Viele Grüße,

Stephan
Wie kommst du drauf, dass sich beim Pietro ADC das Bild nicht verschiebt. Natürlich tut es das, denn die Platten sind nicht verkittet.

Für mich sind zwei Kriterien, UV Durchlass und freie Öffnung. Der Pietro ADC hat 24mm freie Öffnung und öffnet bereits bei rund 300nm. Der GreatStar Rind 17mm Öffnung und ab 340nm. Bleibt die Frage, wie relevant das ist und ob die Öffnung z.B. ausreichend, um die Mondoberfläche bei voller Auflösung abzulichten.

Wie ermittelt man den benötigten Durchlass am einfachsten ? Hängt wahrscheinlich auch von Abstand zur kamera.kit z.B. filterrad ab

Gruß,
Raul
 
Hallo Raul,
der Mond hat einen maximalen Durchmesser von 33'30"=9,74mm und min. 29'22"=8,55mm.
Dazu musst du erstmal den gewünschten Durchmesser in Bogensekunden umrechnen.
33'30"=2010"
Den Durchmesser in der Brennebene in Millimeter bei 1000mm Brennweite.
D=Ø"*fobj/206265
2010*1000/206265=9,74mm
Pi mal Daumen kann man also sagen der Mond hat bei 1000mm Brennweite 10mm Durchmesser im Fokus.
Für den ADC wird ein Öffnungsverhältnis von min. f/10 empfohlen um keinen Farblängsfehler zu bekommen.
Da der ADC sich immer deutlich vor dem Brennpunkt befindet ist vermutlich bei 1300-1400mm Schluss?
Die Planeten und Details auf dem Mond sind jedoch z.T. deutlich kleiner als 17mm, da gibt es auch keine Probleme mit Vignettierung.
Zumal bei niedrigen Vergrößerungen, also in der Übersicht die AD noch keine so große Rolle spielt wie im Hochvergrößerungsbereich.
Aber klar, die 24mm des Pierro Astro, oder die 28mm eines Gutekunst geben mehr Feld her.
LG
 
Also ich nutze aktuell einen Newton 12" f/5 mit 2,5 barlow, also 2,5x1500mm Brennweite.

Kamera ist eine ASO 178MC. Klar werde ich aber auch irgendwann auf 16" f/4,3 oder mehr umsteigen. Da muss das passen und 17mm erscheint mir für Planeten ok, für Mondausschnitte und einer Auflösung der Kamera von 3000x3000 Pixel beispielweise Recht klein.

Gruß,
Raul
 
Der ADK ist schon gut gegen auseinanderschrauben gesichert. Das war damals eines der ersten verkauften Teile, da war ich wohl bei der Montage etwas unaufmerksam bzw. habe einen wichtigen Schritt übersehen. Soweit mir bekannt, war es auch ein Einzelfall. Eine unglückliche Sache war noch mit dem internen Getriebe. Da hatte ich Anfangs die Zahnräder nur verklebt und das hat teilweise nicht richtig gehalten. Da kam es vor, das es dann schwergängig wurde, bzw. gehakt hat. Waren aber auch nur ganz wenige davon betroffen. Und wenn wurde das schnell und unbürokratisch durch mich behoben. Bei der neuen Serie sind die Zahnräder jetzt mit Madenschrauben gesichert. Man lernt ja dazu ;)

Das kann ich bestätigen. Wurde schnell und problemlos erledigt und danach trat das Problem bei meinem auch nicht wieder auf.

Gruß
Jan
 
Hallo Raul,
soviel ich weiß wird der große Gutekunst ADC mit 38mm Durchlass nicht mehr hergestellt, der war auch richtig teuer mit ca. 8000€.
Der wäre dann auch ziemlich schwer und hätte einen langen Hebel, so das vermutlich ein normaler Newtontubus nicht mehr damit fertig werden würde.
Wenn Geld keine Rolle spielt kannst du ja mal bei Gutekunst nachfragen ob sie den noch bauen?
Der Gutekunst Compact hat einen freien Durchlass von 28mm, bei mittlerem bis kleinstem Monddurchmesser (29'22") könnte man es evtl. mit einem 12" SC gerade noch schaffen, da hätte der Mond dann ca. 26mm Durchmesser im Brennpunkt.
Mit dem 12" f/5 Newton und der 2.5x Powermate hast du so oder so Koma zum Rand hin, da hilft dann der ADC auch nichts mehr weil die Koma dir den Kontrast versaut.
LG
 
Danke euch. Also ich bin ein Fan von Handarbeit und die soll auch bezahlt werden. Aber 8000 Euro halte ich einfach für übertrieben. Die Gläser sind eine Sache. Das Drehen und Fräsen ist für einen geübten jetzt nicht so extrem schwierig. Aber man steckt da nicht drin und hat auch keinen Einblick, was die Herstellung wirklich kostet. Und Geld verdienen will ja jeder. Ich finde den Pietro ADC auch übertrieben. Das drumherum ist etwas von der Drehbank, das innere mit 3D Druck, aber dafür 350 bis 400 Euro ist auch nicht gerade wenig.

Na ja, ich lasse mir das mit dem GreatStar mal durch den Kopf gehen, interessiert bin ich ja schon und meistens nehme ich den Mond mit rund 1000 Pixel auf. Das sollte dafür eigentlich reichen. Ohne ADC fotografiere ich nicht, auch nicht über 60°, einfach weil ich filterrad und co abschrauben müsste, dann neuen Fokus einstellen etc. Ist mir zu viel Arbeit ... und statt dem Gutekunst kaufe ich mir lieber einen guten Newton, der wesentlich mehr für sein Geld bietet als die Farbsäum zu korrigieren. Klar, das Glas und der Durchlass an sich sind wichtig für scharfe bzw kontrastreiche Abbildungen, aber ob der Unterschied zwischen teuer und günstig so groß ist, bezweifle ich . Es gibt kaum Vergleiche dazu.

Den einzig grossen Vorteil den ich bei verkitteten Platten sehe ist, dass die optische Achse nicht verlassen wird. Beobachtet und misst man mit einem laser und ADC, wird der Strahl leicht abgelenkt, trifft also nicht mehr die Mittenmarkierung. Na ja man könnte sich da mit einem Nachführexzenter helfen... aber macht wieder mehr Arbeit ... obwohl bei genauerer Überlegung wird ja nur das Strahlenbündel abgelenkt, und zwar erst bei ADC ...
 
Zuletzt bearbeitet:
aber ob der Unterschied zwischen teuer und günstig so groß ist, bezweifle ich
Das Thema ist allgegenwärtig und fällt in die Kategorie unendliche Geschichte.
Das fragt sich glaube ich jeder, bekommt man nicht die gleiche Leistung irgendwo, irgendwie billiger?

Sind ES Okulare nicht genau so gut wie TV?
Sind GSO Spiegel nicht genau so gut wie Zambuto?
Sind TS-Apo's nicht genau so gut wie Takahashi?
Ist der PierroAstro nicht so gut wie der ADK?
Das Forum ist voll von solchen Fragen.
Leider kannst nur du selber diese Frage beantworten.

High End hat halt in der Regel den Vorteil, dass man sich keine Gedanken mehr über mögliche Qualitätsprobleme machen muss und in Momenten des besten Seeings ist man nicht durch das Equipment eingeschränkt, sondern kann diese dann auch erleben.
Was jetzt nicht bedeutet, nur was teuer ist, ist gut.

Leider kann ich dir da nicht helfen, weil ich den PierroAstro nicht kenne und es gibt auch keinen in meinem Umfeld.
LG
 
Das Thema ist allgegenwärtig und fällt in die Kategorie unendliche Geschichte.
Das fragt sich glaube ich jeder, bekommt man nicht die gleiche Leistung irgendwo, irgendwie billiger?
Auch wenn es abschweift:
Obige Frage stellte sich mir üblicherweise anders. Und zwar:" Wo bekomme ich die meiste Leistung für's mir zur Verfügung stehende Budget? "

Und dann muß sich der 10" Zambuto plötzlich mit einem 16" Astro Reflect Spiegel, sich ein TV Nagler 31 und 13mm, mit einem kompletten Satz aus 7 XWA Okularen messen...

Wie Quanten schon schrieb: Eine unendliche Geschichte,
die aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine völlig andere Sicht auf die Handlung liefert...

Gruß Horst
 
Na ja, bei meiner Frage ging es um Einfluss von verkitteten und nicht verkitteten Platten auf das Bild und auf die Größe der Gläser. Das hat mit was ist besser nichts zutun :) und die Astro Reflect Spiegel sind klasse. Gut, beschichtet werden die wohl extern, aber ich bin sehr zufrieden damit.

Gruß,
Raul
 
Hallo Raul,
die Auswahl der Prismen Durchmesser hängt vom korrigierten Bildfeld ab welches man nutzen möchte.
Es macht keinen Sinn einen großen ADC zu kaufen, wenn man an einem schnellen Newton ohne Komakorrektor beobachtet oder fotografiert.
Zum anderen hängt die Sache vom Objekt und den scheinbaren Feldern ab, welches man beobachten oder abbilden möchte z.B. Sonne und Mond, also mit großen Ausschnitten, oder doch lieber kleine Ausschnitte, oder vielleicht nur kleine Planeten?

Bei der optischen Qualität kommt es darauf an, ob man visuell oder fotografisch beobachten möchte?

Fotografisch spielt der Strehl eine nicht so große Rolle, da man durch die Bildbearbeitung noch vieles nachholen kann.
Selbst mit Strehl 0.50 kann man noch schöne und ansehnliche Bilder herstellen.

Hier wird der PierroAstro bei einer Höhe von 45° mit einem Polystrehl von 0.594 angegeben.

Visuell wird in der Praxis hingegen ein Unterschied zwischen Strehl 0.80 und ~0.90 von vielen Menschen noch erkannt.
Sprich man sollte für seinen Imagetrain eine möglichst hohe Definitionshelligkeit anstreben, um auch einen möglichst hohen Kontrast zu erhalten.

Visuell ist die Sache so, das man nichts "nachbearbeiten" kann, jeder Fehler in der Kette führt unweigerlich dazu das die Definitionshelligkeit/ Strehl/ Polystrehl/ EER/ PSF sinkt.
Der Kontrast sinkt dadurch ebenfalls und was bleibt übrig?
Das Seeing!

Dies wiederum führt häufig zu falschen Schlussfolgerungen und Annahmen, wie z.B.:
- Große Öffnungen machen garkeinen Sinn
- Obstruktion kostet viel Kontrast
- Die Seeingbedienungen lassen nur 1-2x im Jahr gute Nächte zu
usw.
LG
 
Hier wird der PierroAstro bei einer Höhe von 45° mit einem Polystrehl von 0.594 angegeben.
http://www.gutekunst-optiksysteme.de/Produkte/ADC/AME-2016-Vortrag-V3.pdf
Das stimmt. Allerdings handelt es sich dabei um eine alte Version, und verifizieren kann man das selbst leider auch nicht. Nichtsdestotrotz verwenden Astronomen bei ihren besten Bildern oft den Pierro ADC. Der Strehlwert bzw. Die Qualität der Gläser bei den GreatStar ADKs würde mich aber auch Mal interessieren. Leider gibt es nur sehr wenig Kenndaten dazu.

Gruß,
Raul
 
Hallo,

ich kann vielleicht noch zu meinem Erfahrungsbericht ein paar Sachen ergänzen. Den Greatstar ADK nutze ich ausschließlich visuell für Mond und Planeten. An der Sonne schaue ich selten im Weißlicht. Bisher hatte ich den ADK an folgenden Optiken:
10”f4,8 Newton mit curved Spider und 50mm Fangspiegel in sehr offener Trussbauweise, hier zusammen mit der Düring Barlow und Otho oder Delos Okularen, zum Auffinden manchmal ein APM UF24. Bei sehr guten Bedingungen bis zu 450x ohne Leistungseinbrüche.
Visuell auch mit dem 24mm APM nur geringe Randabschattung.
Am Stern in Zenitnähe im Test kein nennenswerter Unterschied ob mit oder ohne ADK.
LZOS 152f8 oder TOA 130f7,7 mit 1,8x Baader GWK, Zeiss GF Binokularansatz, Baader T2 BBHS Zenitspiegel oder mit Zeiss 2x Barlow und T2 BBHS oder auch nur mit dem Zenitspiegel. Für 152/1200 ist zur vollen Korrektur bei unter ca. 40 Grad Höhe eine Barlow oder der GWK notwendig. Bei 130/1000 ist die Korrektur bis ca. 30 Grad ohne Barlow gut.
Im direkten Vergleich der beschriebenen Imagetrains gegenüber 2 Zoll Baader BBHS Zenitspiegel am Stern in Zenitnähe fällt bei den APOs mit dem ADK geringes Streulicht auf, dass nicht auf die Barlow zurück zu führen ist, da die für den Test nicht verwendet wurden.
Die Effekte sind am AOM FLT 105/1000 mit den selben Imagetrains gleich, nur dass der ADK hier keine Barlow benötigt zur vollen Korrektur.
Die APOs haben alle hohe Strehlwerte und eine gute Farbkorrektur, der LZOS hat ein etwas wärmeres Bild als der TOA und der AOM ist rein weiß am Stern.
Im Side by Side Vergleich des TOA mit ADK und dem AOM als Binoteleskop ohne ADK erreicht das Bino ab ca. 50 Grad Objekthöhe über dem Horizont die Abbildung des TOA mit ADK.
Zusammen gefasst bin ich mit der optischen Qualität des Greatstar ADK (1.Serie) immer noch sehr zufrieden. Die Qualität des ADK ist also ausreichend für eine Optik mit 1/78 RMS wave obwohl man dann etwas Streulicht sehen kann.

Hier der Link zum TOA: astro-foren.com - A078A * TOA 130/1000 #14023 Ortho APO - Spitzen-Qualität // WRohr

Mechanisch habe ich nichts zu beanstanden, ich habe lediglich einen Teflon Ring zu beiden Gewinden ergänzt um zu verhindern, dass die Gewinde fest sitzen.

cs Alex
 
Hallo Raul,
fotografisch wird der PierroAstro bestimmt gute Ergebnisse abliefern.
Visuell bin da jedoch skeptisch.

Hier ein Umbaubericht eines PierroAstro zu einem ADC mit 4. Keilprismen.
Dort wird beim tief stehenden Mars über Astigmatismus berichtet.
Ein Rotfilter brachte bessere Ergebnisse.

Great Star garantiert: Oberflächengenauigkeit, Besser λ/10 bei 633 nm
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Astigmatismus kann ich mir für vorstellen. Bei fotografieren sieht man wenig davon. Hatte ich aber auch meine ich mal bei Gutekunst gelesen.

Na ja, am Ende bleibt mir wahrscheinlich nichts anders übrig als den ADC selbst zu testen. Ich denke auch, dass 17mm Durchmesser bei den Prismen reichen müssten, um einen kleinen Sensor mit Sensorgröße: 7,4 mm x 5 mm - Diagonale: 8,82 mm auszugleichen.

Gruß,
Raul
 
Wegen den 17mm Durchlass. Ich drucke mir einfach morgen eine Vorlage mit verschiedenen Durchmessern und klemme diese hinter meinem ADC. Dann sehe ich anhand von Anschaffungen durch die Kamera Recht schnell, bei welchem Durchmesser vom Glas das endet. Denke aber bei einer Diagonale von rund 9mm müsste der ADC das schaffen auch wenn die Kamera mit filterrad rund 60mm von ADC entfernt sind.
 
fotografisch wird der PierroAstro bestimmt gute Ergebnisse abliefern.
Visuell bin da jedoch skeptisch.
Hallo zusammen,
ich nutze einen ADC von Pierre Astro und bin sehr zufrieden damit- fotografisch und visuell.
Natürlich muss dabei Preis/Leistung im Verhältnis gesehen werden.
Der Gutekunst kostet Faktor 20x.
Für 8000€ ist dann schon die Frage der Verhältnismäßigkeit an welchem Gesamtsystem das zum Einsatz kommt.
CS Thomas
 
Ich bin mit dem Pierrot ADC auch zufrieden, würde dennoch gerne wissen ob noch eine Steigerung mir den GreatStar zu erzielen ist. Der wäre nicht bezahlbar.

Gruß,
Raul
 
Hallo, mich würde interessieren, ob der Greatstar gegenüber meinem günstigeren TS ADC zu besseren Planetenaufnahmen IN DER PRAXIS führt.
Ich komme bei 7m Brennweite und 3my Pixel auf eine Genauigkeit der AD Korrektur von 0 bis ca 2Pixel bei sehr gutem Seeing und ca 45° Höhe.
Auch bei 60° Höhe merke ich noch einen Vorteil bei Verwendung des ADK von TS beim Fotografieren mit Farbkamera bei 18" Öffnung.
CS Mike
 
Genau so sehe ich das auch. Ich sehe ab 60° auch immer noch einen Vorteil und Bilder sprechen bekanntlich für sich. Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit meinem Equipment. Und teuer muss ja auch nicht immer besser sein. Ich finde, es fehlen einfach einige Messungen und Tabellen, die bei dem Preis sicherlich die Kaufentscheidung leichter machen würden. Wobei man dazu sagen müssen, dass das auch das meiste Astro Zeug zutrifft. Nur selten findet man passende dazu Messungen mit Tabellen. Bleibt also nur das Teil zu kaufen und zu testen. Aber wie du auch schreibst, Frage ich mich, was es dann in der Praxis wirklich an Mehrwert bringt.

Gruß,
Raul
 
Hallo Raul
Abstand Chip zur Blende/(17mm-7,4mm) (dann sind die Ecken nicht ausgeleuchtet)gibt in etwa an bis welchem Öffnungsverhältnis die Mitte 100% ausgeleuchtet ist
bei 50mm Abstand etwa F/5
im Programm MyNewton könnte man den Helligkeitsabfall über Raytracing simuieren
da der Korrektor erst ab F/10 keinen Farbfehler produziert sollte das locker passen, am Mond sollte ohnehin mehr Brennweite für hohe Detailauflösung,
niedrige bekommt man dank meist hohem Mond auch ohne ADK hin,
es sei denn man sucht die hinterlassenen Fahrzeuge mit großem Dobson,
das wird nicht gehen? eben

Gruß Frank
 
Der Gutekunst kostet Faktor 20x.
Für 8000€ ist dann schon die Frage der Verhältnismäßigkeit an welchem Gesamtsystem das zum Einsatz kommt.
Hallo Thomas,
das kostete der "Professional" mit 38mm Durchlass inkl. passender Telelezentrik.
Dieser wird jedoch nicht mehr hergestellt.

Der Gutekunst "Compact" mit 28mm Durchlass kostet 4373,25€.
LG
 
Hallo, mich würde interessieren, ob der Greatstar gegenüber meinem günstigeren TS ADC zu besseren Planetenaufnahmen IN DER PRAXIS führt.
Hallo Mike,
ohne das ich fotografiere, würde mich das auch mal interessieren.
Gutekunst bringt ja einen praktischen Vergleich an dem "Doppelstern 14 Ori".

Ich denke jedoch das bei einem solchen Vergleich die Bildbearbeitung viel stärker in das Ergebnis eingreift und mehr ausmacht als das die bessere Definitionshelligkeit eines ADC mit 4. Keilprismen sich da deutlich abheben könnte?
Vergleicht man einmal Planetenfotos, könnte man auch zu der Schlussfolgerung kommen, das doch sehr viel am können des Fotografen hängt und weniger am Equipment?

Eine vergleichbare Situation ist auch bei den Teleskopen zu finden.
Ein 14" SC mit 33-40% Obstruktion, Spiegelshifting und ohne Lüfter, bringt immer noch sehr hochaufgelöste und ansehnliche Jupiter Fotos.
Visuell würde ich jedoch andere Teleskope vorziehen.

Der Greatstar und der Gutekunst sind m.M. "Foto/visuelle" ADCs die neben der Korrektur der AD keine weitere Bildverschlechterung durch Aberrationen wie Koma und Astigmatismus einführen.
Fotografisch scheint das weniger relevant, aber visuell kann es eine Rolle spielen.
LG
 
Hallo Quanten,

Eine gute Vergleichsmöglichkeit bietet das Livebild der Kamera am Laptop. Es macht z.B. an Jupiter bei gutem Seeing einen deutlich sichtbaren Unterschied ob der ADC korrekt eingestellt ist oder nicht. Wahrscheinlich könnte man so auch die ADCs vergleichen, aber das ist nur Spekulation.
Die Ausrüstung ist schon sehr wichtig, bei guten Fotos braucht man gar nicht viel herumdoktern.
Das Können auch, z.B. macht mein Freund Armin mit 15" Dobson per Hand nachgeführt und nur einem Handy, extrem hoch aufgelöste Aufnahmen, er wohnt allerdings in den Tropen, das hilft... Dort braucht man auch keinen ADC.

Es gibt übrigens neben Greatstar, Pierro Astro, ZWO,Omegon und TS auch andere ADC. Zum Beispiel den neuen e-ADC der an den Laptop angeschlossen wird und sich automatisch mitdreht.
Oder selbstgebaute ADCs die mit Zylinderlinsen etwas anders aufgebaut sind.
CS Mike
 
Hallo zusammen
Mike Du schreibst es gibt einen neuen elektronischen adc .
Noch nie etwas davon gehört.
Hast du einen link dazu?
Hat einer schon Erfahrung damit .
Ich habe noch eine Frage zum greatstar .
Er wird ja verschraubt wie soll ich ihn dann ausrichten zum Horizont ?
Ich würde den sofort direkt hinter meinem Mewlon-210 verschrauben.
Dann eine barlowlinse dann meine Kamera.

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

der Greatstar, aber auch die günstigen ADKs haben T2 Gewinde mit denen der Korrektor an z.B. eine 2 Zoll Steckhülse Teleskopseitig und einen Zenitspiegel Okularseitig verschraubt werden können. Alternativ bieten sich T2 Schnellwechsler wie z.B. der von Baader an. Damit kann man den ADK dann einfach ausrichten und schnell die Konfigrationen für Bino oder Monobetrieb wechseln. Das geht natürlich mit einer einfachen Steckhülse im Okularauszug auch.
Meine Konfiguration ist: Barlow oder Glaswegkorrektor mit 2 Zoll Steckhülse - ADK - T2 Schnellwechsler - Zenitspiegel - ggf. T2 Schnellwechsler - Zeiss Großfeldbino oder Baader Clicklock. Wenn der ADK am Teleskop verschraubt werden soll käme noch ein weiterer T2 Schnellwechsler hinzu.

In Grenzen kann der ADK auch durch Schwenken des Drehhebels (silber - man sieht die Aussparung für die Bewegung im Gehäuse) ausgerichtet werden.

Siehe hier: T-2 Standard-Schnellwechselsystem (T-2 Bauteile #06 + #07)

Gäbe es auch in M48 oder sogar M68

Die Barlow sollte vor dem ADK sein.

cs Alex
 

Anhänge

  • IMG_0729.JPG
    IMG_0729.JPG
    98,3 KB · Aufrufe: 105
Zuletzt bearbeitet:
Ganz billig den Tubus in den Rohrschellen drehen.
Rotierbarer OAZ, der Rest wurde wohl schon genannt.
Bisschen was geht immer

Gruß Frank
 
Zurück
Oben