Omegon Minitrack LX4 - Eure Erfahrung

EASithlord

Mitglied
Hi zusammen,

kurz und knapp
hat das Teil jemand und in Verbindung mit einer Spiegelreflex oder auch spiegellosen Kamera für Deepsky genutzt?
ich habe Bilder gesehen die sehr gut aussehen, aber wo ich mir nicht sicher bin ob es sich um verkappte Werbung handelt…
echt Bilder wären toll und zusammen mit Euren Erfahrungen würde ich mir gerne ein eigenes Bild machen.

Vielen Dank und Gruß & einen guten Rutsch
Enrico
 
Hi Enrico,
Ich hatte nicht die LX4 sondern die LX3 in Verbindung mit einer Sony alpha 58 und einem alten 300 mm Zoom-Objektiv.

Meine Erfahrungen sind, dass die MiniTrack eher für Widefield/Milchstraßen Bilder geeignet ist.

Vorteile:
Sehr Mobil und leicht
Kein Stromverbrauch
Preiswert

Nachteile:
Nur 1 Stunde Laufzeit
PA fummelig wackelige Konstruktion und teilweise stört die Kamera im Blickfeld
Bei Aufziehen/Neustart ist neues Framing erforderlich und je nach dem wie behutsam man war auch neues PA

Vor allem die eine Stunde Laufzeit war für mich schließlich der Grund ein anderes System zu wählen.

Wenn du eher mobil unterwegs bist mit einem sehr schnellen Tele-Objektiv (Min F4 eher F2.8)
mag es bedingt gehen.

Möchtest du wirklich den Fokus auf DeepSky legen, würde ich eine andere Nachführung wählen, wie Star Adventurer oder ähnliches bzw noch größer.

Aber es hängt wie immer davon ab was du möchtest.

Frank hat ein schönes Testvideo dazu:


Und hier ein weiterer Bericht/Test:

Viele Grüße
Sven
 
Hey Sven,
lieben Dank für die schnelle und umfassende Rückmeldung.

konntest du denn mit deiner Ausrüstung gute Bilder machen,
also waren die 60 Minuten Belichtung tatsächlich ohne Striche realisierbar?
ne gute Nachführung kostet halt schonmal 3-5 Tausend Ocken und dann ist meist separates Guiding nötig um gute Ergebnisse zu erzielen (was ich so lese)

So ne richtige Nachführung fürs Teleskop wird es auch irgendwann mal werden,
aber im Urlaub die Milchstraße mit nem 70-200 2,8 wäre natürlich auch was ;)

LG
 
Hi,
Ich komme sehr gut mit der LX3 zurecht. Benutze sie sogar mit 300mm Zoomobjektiv. POLARIS einstellen geht relativ schnell und einfach.
Wichtig ist, das man natürlich ein stabiles Stativ benutzt.
Strichsterne gibt es keine, wenn man die Belichtungszeit der Brennweite entsprechend nimmt.
 
Hallo,
die Quattro habe ich. Natürlich gehen keine Belichtungszeiten von 1 Stunden damit. Die Gesamtlaufzeit beträgt eine Stunde. Die Belichtungszeiten müssen der Brennweite angepasst werden. Aber durch Stakking können natürlich längere Belichtungszeiten realisiert werden. Hinweise auf die maximalen Belichtungszeiten gibt die Gebrauchsanweisung auf Seite 11. Leider ist die Gebrauchsanweisung selbst nicht sehr hilfreich, die Nachführung in Betrieb zu nehmen.
Grüße
Dietrich
 
Die Nachführgenauigkeit fand ich immer gut.
Ich habe die Erfahrung gemacht,
dass man bei den Belichtungszeiten deutlich über das gehen kann was in der Anleitung steht.
Ein stabiles Stativ ist zwingend erforderlich!

Bei 300 mm
Links 2 min und rechts 3 min
Fokus ist naja...
 

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Hallo Enrico,
falls Deine Frage noch aktuell ist... Ich bin selber Anfänger und habe die LX3. Das ist ein tolles Teil für Milchstrasse, Widefieldaufnahmen und auch für die etwas lichtstärkeren Objekte wie Orion, Plejaden usw.
Spannend wurde es aber sobald ich versucht habe lichtschwächere Nebel zu erwischen. Also alles was man nicht mehr im Sucher der Kamera erkennen kann. Sprich erst ein Foto machen und dann kontrollieren ob man überhaupt in der richtigen Ecke gelandet ist. Mit Stellarium das Objekt am Himmel orten ist die eine Sache, das ganze dann aber durch ein 200mm Objektiv und Kamerasucher auch zu finden und zu positionieren war für mich als blutigen Anfänger schon eine echte Herausforderung. Und während ich eifrig am suchen bin, Foto zur Kontrolle mache, weitersuche etc..läuft ja bereits die Uhr. Also das geht schon mal alles von der 1 Stunde Belichtungszeit wieder weg.
Jo..also ich kann mal sagen ich hab schon viel dunkle Materie damit fotografiert :sneaky:
VG Angela
 
Hallo zusammen,

die LX4 ist in punkto Stabilität eine Stufe über der LX3 und kann Nord- sowie Südhimmel. Wichtig ist (wie immer) sich zu überlegen ob die Montierung zum gewünschten Anwendungszweck passt. Die LX Tracker sind leicht, transportabel und ohne Kabel. Das macht das Setup nicht komplex und ideal für mobile Weitfeldfotografie. Allerdings zeigen uns Aufnahmen von Kunden auch immer wieder sehr gute Ergebnisse mit Setups an der Grenze der vorgesehenen Kapazität der Montierung. Hier ist natürlich viel Erfahrung mit im Spiel.
Wenn das gewünschte Anwendungsgebiet passt ist die LX sicher eine gute Wahl und wenn es dazu noch Fragen gibt, gebt gern Bescheid.

Viele Grüße und cs,
Uli
 
Hallo Uli!
Zuerst stolperte ich über den Bolzen in der LX4, den man lösen sollte, bevor man die LX4 in Betrieb nehmen kann. Dieser "Bolzen" erwies sich als kleines Schräubchen, das in einem kleinen Plastikbeutel beilag. Dieser "Bolzen" soll an verschiedenen Stellen der Anleitung "gelöst" werden. Gemeint ist aber wahrscheinlich "ganz herausgeschraubt".
Dann soll der Polsucher "auf die Halterung" geschoben werden. Nun, auf die Halterung bedeutet "in die Halterung"?
Und abschließend fände ich es sinnvoll, den richtigen Anblick durch den Polsucher darzustellen, denn er bietet im Durchblick Markierungen, die in der Gebrauchsanleitung weder dargestellt noch erklärt werden.
Vielleich kannst du zur Klärung beitragen - Vielleicht befindet sich eine Grafik zum letzen Punkt in den fremdsprachigen Anleitungen?
Viele Grüße und Dank
Dietrich
 
Hallo Dietrich,

Der Bolzen ist tatsächlich eine Sicherungsschraube, die nur einmal entfernt werden muss, indem man sie ganz mit dem mitgelieferten Imbus Schlüssel herausschraubt. Der Hinweis findet sich mehrmals in der Anleitung, nachdem das Ganze hier und da zu Missverständnissen geführt hat.
Auf die Halterung geschoben meint natürlich in die Halterung, so wie auf der Abbildung in der Anleitung dargestellt. Das ist jetzt sprachlich nicht ideal, aber in Kombination mit den Abbildungen m.E. nachvollziehbar.

Was den Polsucher betrifft hast Du recht, da fehlt in der LX-4 Anleitung der Anblick durch den Polsucher. Wir haben uns dem ganzen nun angenommen und die Anleitung für den Polsucher (den es auch separat zu kaufen gibt) mit bei den Downloads bei der LX-4 verlinkt. Das dauert technisch bis zu einem Tag, Du kannst Dir die Info aber bis dahin auch direkt auf der Produktseite des Polsuchers herunterladen:

Vielen Dank auf jeden Fall für Deine Rückmeldung, damit konnten wir die Informationen zur LX4 auf der Seite wieder ein Stück verbessern. Wenn man da direkt dran arbeitet ist man durchaus mal betriebsblind.

Viele Grüße und cs,
Uli
 
Hallo Uli,
danke für die Antwort. Der "Bolzen" muß rein, wenn man einen anderen Kugelkopf oder etwas Anderes am 3/8" Gewinde befestigten möchte?
Als Transport - Sicherung dient die Schraube ja wohl nicht, da sie beim Versand nicht eingeschraubt war.
Was ich noch als überaus nervig empfinde , ist die laute Klingel am Ende der Laufzeit.
Ja, da hat sich wer auch was gedacht, und das ist gut so! Aber abschaltbar sollte das schon sein! Wir werkeln da doch meistens am Abend oder in der Nacht. Nachbarn gibt es doch auch.

Grüße
Dietrich
 
Nochwas. Mit welcher App kann man das Ticken der LX messen? Ich kenne nur Metronome, die man Regeln kann, aber damit nicht messen und Frequenzmesser, die aber eher Tonfrequenzen messen. Auch meine Uhrwerk-App misst nur höhere Tick-Frequenzen.
 
Ich hab das Teil mal ausprobiert… war nicht nach meinem Geschmack. Würde an deiner Stelle eher ne MoveShotMove, oder ne StarAdventurer (Mini) holen. Evtl. die SAM ohne Polhöhenwiege, und stattdessen die Polhöhenwiege von MSM. Dann hast du ein kompaktes leichtes Set für unterwegs!
 
Nochwas. Mit welcher App kann man das Ticken der LX messen? Ich kenne nur Metronome, die man Regeln kann, aber damit nicht messen und Frequenzmesser, die aber eher Tonfrequenzen messen. Auch meine Uhrwerk-App misst nur höhere Tick-Frequenzen.
Hab damals ein App namens "Tap Tempo" für Android benutzt. da tippt man im Tackt und er sagt dir die BPM.

Gruß Martin
 
Zum Messen der Taktfrequenz muß es doch was geben, das über das Mikrofon die Frequenz mißt. Von Hand eingeben hat doch bestimmt eine größere Ungenauigkeit.
Ich find' das schon ganz praktisch eine kompakte und stromunabhängige Nachführung zu haben. Bei den Gepäckeinschränkungen, die einem manchmal auferlegt werden.
Grüße
Dietrich
 
Zum Messen der Taktfrequenz muß es doch was geben, das über das Mikrofon die Frequenz mißt. Von Hand eingeben hat doch bestimmt eine größere Ungenauigkeit.
Ich find' das schon ganz praktisch eine kompakte und stromunabhängige Nachführung zu haben. Bei den Gepäckeinschränkungen, die einem manchmal auferlegt werden.
Grüße
Dietrich
Hallo Dietrich,

kannst ja mal in den App-Stores nach einem Metronom-Erkenner googlen. Kann sein, dass es da was akustisches gibt, allerdings ist es nicht schwer, synchron zu dem Ticken in die Tap-Tempo-App einzutippen, es sei denn, man hat überhaupt kein Rhythmusgefühl. Es muss ja nicht auf die Hundertstel-Sekunde genau sein, so genau ist auch die LX4 nicht. Ich hab mir das Teil auch mal kommen lassen, es aber wieder zurückgeschickt, das war relativ am Anfang, als ich noch kaum Ahnung von Nachführung und Co. hatte.

Die Idee ist gut, die Umsetzung auch ganz gut gelungen, aber ich hab den Einsatzzweck nicht gesehen. Es bringt nach meiner Meinung nur was, wenn man im Urlaub eine längere Zeit zu einem Beobachtungsplatz laufen muss, in den Bergen zum Beispiel. Wenn es um minimales Gewicht geht und kein Strom vorhanden ist, kommt die LX4 ins Spiel, bei allen anderen Szenarien machen die kleinen strombetriebenen Astrotracker mehr Sinn. Ein Teleskop kann man darauf nicht montieren, vielleicht noch so was wie den Askar FMA180, das war es dann aber auch. Ich hab aus Gag mal einen 72er Refraktor draufgesattelt. Hat grundsätzlich funktioniert, aber das macht ja keinen Sinn, eine ultraleichte Montierung irgendwo hin zu tragen, aber dann trotzdem ein vollwertiges Teleskop mitzuschleppen, das ist also praxisfremd. Es ist primär für DSLR/DSLM vorgesehen, oder eben für kleine Astrographen mit Astrokamera. Das geht auch. Aber die meiste Zeit wird das Ding in der Ecke liegen, daher habe ich es zurückgeschickt.

LG Olaf
 
Hi Olaf,
du siehst den Einsatzzweck und Sinn nicht. Liegt aber auch daran, das du den Tracker nicht für das benutzt hast, wofür er gedacht ist. Ich benutze ihn sehr gern. Rasend schnell aufgebaut, DSLR rauf, eingenordet, Objekt fokusiert, aufgezogen und los gehts. Schlicht, Einfach, Gut.

PS:
Zum Takt. Ich benutze ein Musiker Metronom (Digital) mit sehr feinen genauen Abstufungen. Ich hatte mal ne Liste mit den Takten für die optimale Frequenz. Bin mir nicht sicher, aber es war glaub ich 134 Taktschläge für das saubere genaue laufen.
 
Hi Olaf,
du siehst den Einsatzzweck und Sinn nicht. Liegt aber auch daran, das du den Tracker nicht für das benutzt hast, wofür er gedacht ist. Ich benutze ihn sehr gern. Rasend schnell aufgebaut, DSLR rauf, eingenordet, Objekt fokusiert, aufgezogen und los gehts. Schlicht, Einfach, Gut.

PS:
Zum Takt. Ich benutze ein Musiker Metronom (Digital) mit sehr feinen genauen Abstufungen. Ich hatte mal ne Liste mit den Takten für die optimale Frequenz. Bin mir nicht sicher, aber es war glaub ich 134 Taktschläge für das saubere genaue laufen.
Hi Klaus,

richtig, ich sehe den Sinne FÜR MICH nicht. Hab ja geschrieben, dass er für DSLR gedacht ist und dafür sicherlich top funktioniert. Für meine Werkzeuge ist er nicht das Richtige. Ich finde aber, dass das Ding einen gewissen Charme hat und habe es deshalb auch ausprobiert. Gerade die Quattro-Version ist wirklich sehr wertig gebaut. Also, wer mit DSLR in die Natur geht und den Himmel fotografieren will, ist mit dem Teil sehr gut bedient.

LG Olaf
 
Strom und Steuerung sind anders… Aber Größe und Gewicht??
 
Interessant wäre für mich, ob man irgendwo in die LX4 ein Loch bohren kann, einen "Bolzen" hieindrehen kann, um diese laute Klingel zum Schweigen - oder mindestens zum leiser Tönen bringen kann. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Uhrwerk. Eine HEQ-5 habe ich auch. Aber damit fotografiere ich andere Sachen.
 
Du willst das arme Ding kastrieren? ;)
Irgendwo stand geschrieben das ginge ganz leicht - man müsse nur ein kleines Teil entfernen.
 
Habe mir jetzt mal die LX3 bestellt
danke für Eure vielen Beiträge, Meinungen und Tips.
Das Teil sollte die Tage kommen - zusammen mit meiner Z7II von Nikon und Objektiven wie 35mm / 70-200 ggf zusammen mit nem 2XTelekonverter (könnte ggf. zu viel Tele werden für die kleine montierung?!)
und dann halte ich Euch auf dem laufenden ;-)
könnte natürlich alles etwas dauern, da ich mich auch in die Bildbearbeitung noch tiefer einarbeiten muss
LG, cs und noch ein schönes, sonniges Wochenende
Enrico
 
200mm mit 2fach wird fürchte ich zuviel.
 
Ähm 70-200 - da gibt's für Z eigentlich nur das mit 2.8?
 
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