Apo vs Swarovski Spektiv

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Großartig, die prismatische Version vom Matsumoto EMS !!!

www.kasai-trading.jp/ezp-en.html

Für 56000 Yen ~ 360 Euro für ein L/R-Paar sogar recht günstig, selbst wenn man Zoll und Steuer drauf rechnet.

Damit kann sich ja bald jedermann seinen eigenen Doppelrefraktor bauen ...
Aber nur 1,25" EMS hat da 2"

Das wirklich faszinierende an einem Doppelrefraktor, finde ich das Feld das mit 2" Okularen möglich wird. Also ein besseres Großfernglas denk an die apm ed die bieten auch nur 1,25" bis auf das 150er
 
obskur = unbekannt, mysteriös, versteckt, bedeckt, dunkel

Lang die Liste der Synonyme, regional unterschiedliche Verwendung.

Ist halt kein deutsches Wort.

LG
Olli
 
www.kasai-trading.jp/ezp-en.html

Für 56000 Yen ~ 360 Euro für ein L/R-Paar sogar recht günstig, selbst wenn man Zoll und Steuer drauf rechnet.
Damit kann sich ja bald jedermann seinen eigenen Doppelrefraktor bauen ...
Aber nur 1,25" - EMS hat da 2"
Das wirklich faszinierende an einem Doppelrefraktor, finde ich das Feld das mit 2" Okularen möglich wird.

Richtig - im Vergleich zur Spiegellösung vom EMS hat die prismatische Lösung vom Kasai außerdem das Handicap des größeren Gewichts, und das wäre in 2" geradezu monströs:

Wenn man das Gewicht von einem 1,25" Kasai (660 g) auf ein hypothetisches 2" Kasai mit (2"/1,25")^3 ~ 4 skaliert, kommt man für zwei Kasai in 2" auf ein mutmaßliches Gewicht von 5,4 kg !!!

Da sehe ich also ein gravierendes Gewichtsproblem für das Kasai.

Zum Vergleich, das EMS-UL von Tatsuro Matsumoto in 2" wiegt 500 g pro Einheit, im Doppelpack also nur 1 kg.
Kostet mit 150,000 Yen aber auch fast das Dreifache vom Kasai in 1,25".

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo an alle
Leider habe ich den Thread erst jetzt entdeckt...
Zu Olli mit 2 L:
Wenn ich das richtig verstehe, daß man nur die Totalreflexion unterbinden muss, dann wären ja auch die Baader Amicis, sowohl das T 2 als auch das Zwei Zoll mit je Silberverspiegelung ebenso phasenkorrigiert.
Baader T-2 / 90° Astro Amici-Prisma mit BBHS ® Beschichtung - Zenitprismen und -spiegel - Optisches Zubehör - Zubehör ...diese Prismen meine ich..
Zu den EZP.... ich interessiere mich auch dafür, da man damit Porrogläser mit ähnlichem Glasweg (Um 95 mm) in ein 90 ° Fernglas umwandeln könnte. Falls das Prisma aus BK7-Equivalent von Ohara hergestellt ist und mit guter MC versehen sollte der Verlust irgendwo bei 2 Prozent liegen.
Das 45 ° Schmitt - Prisma von Skywatcher ist auch interessant - bei 25 mm Ausleuchtung sollte der Glasweg bei 72 mm herum liegen.
Unter Skywatcher / Acuter wird ja das 80 mm Mak mit 90 ° Amici mit Phasenkorrektur verkauft.. bisher leider noch nicht lose.

Mit glasklarem Grüßen
Felix
 
Nochmal zu 1 1/4 Zoll versus 2 zoll: Bei einem Objektiv von F /5 und scheller hat man mit 25 mm Brennweite schon Minimum 5 mm Austrittspupille und 60 ° Bildwinkel.
Bei den 24 mm Okularen wie von Televue und ES sind es 68 Grad und das würde mir bei Binobeobachtung locker reichen.
Wie gesagt die meisten Porrofeldstecher haben um 95 mm Glasweg und entsprechende Objektive mit Glaswegkorrektur.
Gruß Felix
 
Zu Olli mit 2 L:
Wenn ich das richtig verstehe, daß man nur die Totalreflexion unterbinden muss, dann wären ja auch die Baader Amicis, sowohl das T 2 als auch das Zwei Zoll mit je Silberverspiegelung ebenso phasenkorrigiert.
Näherungsweise ja, aber nicht ganz.
Bei Totalreflexion ist die Phasendifferenz beider Hälften 180°, also L/2 für maximal fiesen Effekt, Tal fällt auf Berg.
Bei Silber 270°, also L/4
Bei Aluminium 330° also L/12

Silber unterbindet damit die echt fiesen Effekte, aber einen leichten Kontrastverlust wird es dennoch geben.

LG
Olli
 
Ok danke... Eine frage noch... Bei einem 45 grad schmitt prisma faellt ja das licht steiler auf die Dachflaechen als beim 90 grad.. Hat das Auswirkungen auf die Phase?

Felix
 
Soweit ich das verstanden habe, nein.
Sonst müsste die Polarisation im Feld Links und Rechts ja auch eine andere sein wie Mittennah oder oben und unten (relativ zur Dachkantemorientierung gesehen) Oder die des Randstrahls eines Strahlenbündels bei schnellem Öffnungsverhältnis, Die Polarisation innerhalb der Hälften ist aber homogen.
Der Randstrahl bei extrem schnellem Öffnungsverhältnis von F/1,2 hätte zB im 45° Amici die selben Winkel wie der Mittenstrahl bei einem 90° Amici.
Rein aus der Beobachtung heraus, bei Totalreflexion gibts hier wegen der Phasenverschiebung genauso Pseudo-Doppelsterne in der Mitte wie beim 90°.

Ohne Verspiegelung, also mit Totalreflexion, war die Lage der Dachkante im Bild bei allen Bauarten anhand der Artefakte leider immer sehr eindeutig feststellbar.
Sichtbar machen kann man es mit einem einfachen Polfilter, man sieht dabei sehr eindrucksvoll die Halbierung der Bildhälften.

LG
Olli
 
Ok danke... Eine frage noch... Bei einem 45 grad schmitt prisma faellt ja das licht steiler auf die Dachflaechen als beim 90 grad.. Hat das Auswirkungen auf die Phase?

Felix
Ich zitiere mal aus Holger Merlitz' Wikipedia Erläuterung des Interfenezeffektes an Dachkantprismen:

"Eine solche Korrektur kann stets nur für eine ausgewählte Wellenlänge und für einen bestimmten Einfallswinkel erfolgen; es ist jedoch möglich, ein Dachkantprisma durch Überlagerung mehrerer Schichten auch für polychromatisches Licht näherungsweise zu korrigieren."

Für mich folgt daraus, dass der Effekt nicht zu 100% korrigiert werden kann, und der Winkel eine gewisse Rolle spielt, die bei der Beschichtung berücksichtigt werden muss.

Generell stehe ich der Hintereinanderschaltung von Glasstapeln, wie bei der Eigenkostruktion von Dopperefraktoren üblich, eher skeptisch gegenüber. Meistens kommen dabei nur niedrigvergrößernde Teleskope heraus, wie die vielen erfolglosen Versuche von Portaball bewiesen haben, denn er konnte niemals Teleskope herstellen, die höher vergrößern. Diskussionen in diese Richtung ist er immer ausgewichen, weil er die Fehlschläge nicht öffentlich zugeben wollte. Aber leiseweinend wurden alle die Fehlkonstruktionen wieder abgeschafft.
 
"Eine solche Korrektur kann stets nur für eine ausgewählte Wellenlänge und für einen bestimmten Einfallswinkel erfolgen; es ist jedoch möglich, ein Dachkantprisma durch Überlagerung mehrerer Schichten auch für polychromatisches Licht näherungsweise zu korrigieren."
Näherungsweise reicht aber bei dem Thema der Phasenkorrektur durchaus aus.
schnödes Aluminium mit seinen -30° verbleibender Phasenverschiebung ist im Sterntest vollkommen unsichtbar.
Ein paar grad mehr oder weniger je nach Wellenlänge gibts zwar auf dem Papier, aber in der Praxis egal.
Es ist wie mit dem Sphärochromatismus von Refraktoren und auch Korrektoren. Auch die Koma beim Newt mit CC ist eigentlich strenggenommen nur bei einer Wellenlänge 100% korrigiert.
Für mich folgt daraus, dass der Effekt nicht zu 100% korrigiert werden kann, und der Winkel eine gewisse Rolle spielt, die bei der Beschichtung berücksichtigt werden muss.
ja, das ist so, aber 95% reicht mir.
Wieviel mehr als "im Sterntest nicht sichtbar" braucht man?
Ich bin zufrieden, und ich habe definitiv alles andere als niedrige Ansprüche.

Generell stehe ich der Hintereinanderschaltung von Glasstapeln, wie bei der Eigenkostruktion von Dopperefraktoren üblich, eher skeptisch gegenüber.
Wenn man es mit EMS macht, und nicht völlig verbastelt, sind es eigentlich nur zwei spiegelnde Flächen pro Seite.
Ein Hintereinanderschalten von Glasstapeln kann man das wohl kaum nennen.

Hintereinanderschalten von Glas mache ich selbst grad an ganz anderer Stelle wesentlich krasser _affeaugen:

LG
Olli
 
Danke, wieder was gelernt...
Das Skywatcher ist interessant aber die Anschlussorgane. ts ts.. Zwei Zoll bei 25 mm Durchlass

Geh jetzt Bett..
Felix
 
Danke, wieder was gelernt...
Das Skywatcher ist interessant aber die Anschlussorgane. ts ts.. Zwei Zoll bei 25 mm Durchlass

Geh jetzt Bett..
Felix
Also tatsächlich sind es 27mm.
Beidseitig.
Ich hab mich über die zwei extra mm gefreut.
Ein Nagler 22 wird jedenfalls bis einschließlich zur Feldblende ausgeleuchtet (31,1mm)
Etwas Vignettierung der Helligkeit findet aber natürlich statt.
Das Prisma selbst ist noch ein kleines Stück größer, so bleiben die Seitenflächen brav außerhalb des Strahlengangs.
Die Anschlussstücke sind alle verschraubt, bei Bedarf kann man das ganze also umbauem und an die eigene Verwendung anpassen oder GWKs integrieren.

LG
Olli
 
Mein Umbau von Apo zu Spektiv ist nun fast fertig.
Die Prismenschiene ist gekürzt und ohne Schellen direkt am Tubus montiert, der originale Auszug ist einem Feathertouch LW gewichen, und das Gewicht um satte 500g eingeschmolzen auf nun 1400g.
Jetzt muss nur noch die metallische Taukappe einem 3D Druck weichen für die letzten 100g Gewichtsreduzierung.
Das Prisma mit dem Okular wiegt 675g.
Eine Tubusblende wurde versetzt und der Tubus außerdem mit Velours ausgekleidet.
Der GWK ist in der teleskopseitigen Steckhülse des Prismas integriert, und der Okularseitige Steckanschluss ist auch getauscht, sodass das APM Zoom wie in einem Guss ans Prisma integriert aussieht.
Ich überlege noch eine neue Teleskopseitige Steckhülse fertigen zu lassen, um auch diese Stelle wie aus einem Guss aussehen zu lassen, da dort eine Verlängerungshülse nötig ist, mit dem Feathertouch hat der Refraktor irrsinnig viel Backfokus.
Das Okular hat außerdem ein Doublet mit 300mm Brennweite in die Steckhülse bekommen, 50mm vor dem Fokus, um die Brennweitenverlängerung des GWKs zu kompensieren, sodass ich auf einen Restfaktor von 1,022 komme, bei nativer Brennweite von 437 also 446,6mm effektive Brennweite
Die Feldausleuchtung ist nahezu Telezentrisch und ich komme auf 29-58x bei maximal 43,4m/1000m Gesichtsfeld.
Die Bildfeldwölbung ist nahezu vollständig weg, kein sichtbarer Farbfehler, wunderbar helles und kontrastreiches Bild.
Ich bin absolut zufrieden.

LG
Olli
 
andere Shops haben das aber auch.
Einfach mal nach Skywatcher Amici 2" suchen

Die Gewindedurchmesser hab ich nicht im Kopf, muss ich zu Hause auf den Zeichnungen nochmal nachschauen.
War aber alles 1mm Steigung, das weiß ich noch sicher.

LG
Olli
 
Hi Olli,

nochwas: Bilder bitte! :D

CS Jochen
Das einzige was ich jetzt spontan habe
IMG_20240221_195108.jpg


LG
Olli
 
Das Okular hat außerdem ein Doublet mit 300mm Brennweite in die Steckhülse bekommen, 50mm vor dem Fokus, um die Brennweitenverlängerung des GWKs zu kompensieren, sodass ich auf einen Restfaktor von 1,022 komme, bei nativer Brennweite von 437 also 446,6mm effektive Brennweite
Hallo Olli, hört sich nach einem interessanten Projekt an, aber auch etwas verwirrend.

Kannst du noch mal die verschiedenen Komponenten in deinem Image Train benennen, wozu dient der GWK und das kompensierende Doublet mit 300 mm Brennweite, und was für ein Apo-Objektiv verwendest du?

Gruß, Peter
 
Skywatcher Evostar ED 72/420 (tatsächlich 437mm)

Baader 1,25x GWK (physisch 116mm vor der Okularfeldblende)

Skywatcher 2" Amici mit Phasenkorrektur

Edmund Optics Achromatisches Doublet 25/300 (phsysisch 50mm vor dem Okularfokus)

APM Super Zoom 15,4-7,7mm

Ohne alles zähle ich 30⅔ Dachziegel, mit allem glatt 30 Dachziegel.

Der GWK ist nötig um den Farbfehler vom Amici loszuwerden.
Das Doublet ist einfach nur ein Reducer, um die Brennweitenverlängerung durch den GWK wieder loszuwerden.
Durch die schwache Brechung führt er so kurz vor dem Fokus weder sichtbaren Farbfehler noch störenden Randasti ein.
Ein Doublet mit 275mm Brennweite hätte schon zu einem konvergenten Strahlengang geführt, deshalb sinds glatt 300 geworden.
Als netten Nebeneffekt ist die Bildfeldwölbung fast restlos weg.

Der Sterntest mit Grünfilter sieht gut aus. Kein Asti und Intra sowie extrafokal schöne gleichmäßige Ringe, extrafokal ledoglich minimal schlechter definiert.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Olli,

vielen Dank für all die Details!

Wenn die volle Brennweite vom Objektiv mit dem GWK-Faktor (437 x 1,25 = 546 mm) nicht stört, könnte man also auch auf das Doublet verzichten? Dann wäre es interessant zu prüfen, ob die Bildfeldwölbung auch ohne diese Linse noch akzeptabel ist, insbesondere bei Verwendung von 2" Okularen mit großen Feldblenden.

Noch eine triviale Frage: Das APM Super Zoom kommt ja mit einer dualen 2"/1,25"-Steckhülse. Kannst du das direkt mit der 2" Steckhülse in die 2" Aufnahme vom Amici stecken, ohne Gefahr für das Amici-Prisma durch die hervorstehende 1,25" Steckhülse? Oder muss man dann einen 2"/1,25"-Adapter einsetzen?

Wo siehst du selber den vorwiegenden Einsatz für dieses Apo-Spektiv, eher ornithologisch oder astronomisch?

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf das Doublet kann natürlich verzichtet werden.
Die Bildfeldwölbung ist mit dem GWK allein bereits so gut wie weg.
Die freie Prismenöffnung ist 27mm, die 1,25" Steckhülse kann also maximal auf die Fassung aufsetzen, aber nicht aufs Prisma selbst. Das tut sie beim APM auch, die originale Steckhülse ist genau 1mm zu kurz.
Ein 22er Nagler T4 wird vollständig ausgeleuchtet und ist scharf bis zum Rand ohne zwischen Mitte und Rand fokussieren zu müssen.
Die Verwendung ist bei mir zu 90% ornithologisch gedacht.
Deswegen auch viel Umbau richtig maximal leichtes Gewicht.
Wenn man das Teil Kilometerweise über der Schulter trägt zählt jedes Gramm.

LG
Olli
 
Hallo,
von hier ein klein bischen Senf dazu: die Zeiten sind vorbei (schade eigentlich) daß ich div. Geräte von Optikern und Sternfreunden ausleihen durfte (hauptsächlich fürs "Spezialgebiet" V. St.) Gute Erfahrungen mit dem Optolyth 30x75 gemacht, Bino 20-50x80 von Doktor-Optik, Eisfeld, ein Bino 40x60 war auch nicht zu verachten (Beob. generell nur mit Stativ). Ein 11x80 hatte ggü. dem eigenen Bino 30x80 das Nachsehen. Heute würde ich für ein Spektiv Vario 20-60x oder mehr mit 100 mm Öffnung plädieren.
Sehr praktisch von Celestron das 90 mm Gerät, 5" auch nicht zu verachten (eigenes C 8 erfreut mich erst kurze Zeit wg. des miserablen Wetters).
Ich finde, alles was über 100 mm Öffnung geht, ist für den schnellen Einsatz einfach zu schwer. Günstig habe ich von Otto online ein Bino 10-30x60 haben können.
Bringt in allen Vergrößerungsbereichen ordentliche Bilder, bei 10fach Venussichel sehr schön, und bei 30fach hat er (natürlich..) das Nachsehen bei dem hier eingesetzten 25x100 Bino (nur auf stabilem Selbstbau-Dreibeinstativ aus Holz).

Gruß Günther
 
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