Belüftung der Schutzhülle für die Montierung

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
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über den Winter hinweg habe ich meine Montierung (EQ8-R) aufgrund des bei mir anhaltend schlechten Wetters praktisch einem kleinen Belastungstest unterzogen. Die Montierung befand sich über 5 Monaten unter der Schutzabdeckung, welche in dem Zeitraum kein einziges Mal entfernt wurde. Die Montierung wurde mit einem Leinensack, einer Grillabdeckung (Backup) sowie eine Telegizmo 365 Schutzhülle bedeckt.

Genaueres zu der Abdeckung ist auch hier in meinem anderen Thread zu sehen: Erfahrungen zu Telegizmo 365 Schutzhüllen

In den vergangenen Monaten hat es bei mir teilweise tagelang ununterbrochen geregnet. Starke Stürme haben den Regen waagrecht gegen die Abdeckung gepeitscht, und auch Schnee sowie Eis waren präsent. Es war erfreulich zu sehen, das kein Tropfen die Außenhülle durchdrungen hat. Andere haben hier sicher mit normalen Grillabdeckungen identische Erfahrungen gemacht. Da habe ich schon andere Einsichten gemacht, wie im verlinkten Thread oben ersichtlich ist. Soweit so gut.

In der Vergangenheit habe ich schon etwas Erfahrung mit Kondenswasser gemacht, weshalb ich den Leinensack bei mir eingeführt habe. Hier ein Beispiel wie das bei mir vereinzelt schon nach wenigen Tagen unter einer Grillabdeckung ausgesehen hat:

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Durch den Leinensack oder alternativ auch ein anderes Tuch, wird die Feuchtigkeit etwas aufgenommen, und verzögert die Kondensierung auf der Oberfläche der Montierung. Für meinen bisherigen Einsatz hat das immer gut gereicht, und zwischen den Einsätzen konnte der Stoff dann auslüften und trocknen. Bei einem Zeitraum von mehreren Monaten sieht das wieder anders aus. :)

Wenn man dann die Abdeckung abnimmt, kann einem schon mal so ein Anblick entgegenkommen:

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Die andauernde Feuchtigkeit hat für einen gewissen Wachstum auf dem Leinensack gesorgt, was natürlich alles andere als appetitlich wirkt. Die meisten Schimmelpilze haben ja relativ schlichte Anforderungen, etwas organisches Material, Feuchtigkeit und die idealen Bedingungen sind gegeben. :) Die Feuchtigkeit hat sich auch wieder etwas auf der Montierung niedergeschlagen, aber reduzierter wie auf oberen Fotos zu sehen.

Im Großen und ganzen hat die Montierung es ohne Probleme überstanden. Ich habe sie danach von der Säule genommen und Inspiziert. Dabei mal einige Abdeckungen auch zur Anpassung entfernt. Die Feuchtigkeit hat sich schon mal nicht im inneren angesammelt, sondern nur auf der Oberfläche, und ich konnte in diesen inneren Bereichen auch keinen Ansatz von Korrosion auf Metallteilen oder Platine feststellen.

Um solch einem Problem vorzubeugen, muss ich wohl wie ursprünglich geplant, den Leinensack bei längeren Schlechtwetterphasen in gewissen Abständen austauschen, um die aufgesaugte Feuchtigkeit zu entfernen.

Ich überlege aber dennoch, ob ich nicht eine dauerhafte Belüftung in die Konstruktion einbaue. Meine Idee geht hier in Richtung von einem schlichten gebogenen Kabelkanal, bestehend aus einer gebogenen Abdeckung:


Wenn ich die gebogene Abdeckung so einen an die Säule anbringe, kann ich durch die Rundung die Schutzhüllen trotzdem einigermaßen sauber angurten, habe aber einen Durchlass für Luft, in den ich noch ein kleines Stück grober Filterschwamm einlegen kann, damit nichts rein krabbelt. Damit hätte man relativ einfach eine Belüftung, und könnte damit trotzdem Ungeziefer fern halten. Bei mir hat sich damals schon die eine oder andere Spinne in eine Bohrung eingenistet.

Ich bin nur nicht sicher, ob das überhaupt ausreicht, um der Feuchtigkeit im inneren vorzubeugen. Ich befürchte eher, dass das so nicht ausreicht, zudem das ja ein geschlossenes System ist, in das der Kanal hineinragt.

Hat sich hier jemand anderes beim "dauerhaften Einsatz mit Schutzhüllen" solche Gedanken gemacht, oder gar versuche gestartet? Oder generell einfach Erfahrungen gesammelt? Oder hat vielleicht alternative Ideen zu meinem gezeigten Problem in Kombination mit Schutzhüllen?
 
Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht, nur habe ich die Montierung nicht so lange unter der Abdeckung (Schichtprinzip genau wie bei Dir, inklusive der Telegizmos-Abdeckung) gehabet. Im Anschluss hatte ich einen feuchten Beschlag auf der Montierung. Ich hatte noch zusätzlich einen Luftenfeuchter (https://www.amazon.de/dp/B0BTBSD76B?psc=1&ref=ppx_yo2ov_dt_b_product_details) unter dem Baumwollsack. Der hat anscheinend nicht gereicht, oder nichts gebracht, leider. Meine Montierung habe ich nun wieder nach drinnen verfrachtet und werde diese in Zukunft nur bei kurzen Unterbrechungen draußen lassen. Eine dauerhafte Lösung auch für schlechtes Wetter scheint es also (bis auf einen Schutzbau) nicht wirklich zu geben!?

CS Tim
 
Ich bin mir nicht sicher, wo ich das neulich gesehen habe, aber jemand hat sich ein kleines Häuschen um die Säule und die Montierung herum gebaut. Sah in etwa wie ein Vogelhäuschen aus. Diese Idee finde ich gar nicht so schlecht. Sowas lässt sich mit einem überschaubaren Aufwand machen und vielleicht könnte man da sogar eine Lüftung oder Heizung einbauen. Das müßte natürlich mit Moskitogaze oder ähnlich gegen unliebsame Hausbesetzer gesichert werden. Zudem ist das Häuschen auch eine Tarnung gegen unerwünschte Langfinger.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Dane,
eine Dauerbelüftung kann ich Dir bei dieser Aufstellung nicht empfehlen. Die kann nämlich genau das Gegenteil von dem bewirken, was Du eigentlich erwartest. Große Temperaturunterschiede führen in manchen Situationen zu noch mehr Kondensat an Deiner Montierung.
Nämlich dann, wenn die Nacht kalt war, und die Temperaturen morgens steigen. Dann ist Deine Montierung, noch kalt, und wenn dann die wärmere Luft an die Montierung kommt …….. dann wird diese nass. So lange, bis sie von der Umgebungsluft aufgewärmt ist, und das Wasser wieder weggetrocknet ist. Das kann aber dauern, und die Wassertropfen rennen in jede Ritze.

Deutlich besser ist es, die Montierung trocken, idealerweise trocken und kalt, dicht einzupacken. Dann ändert sich an den Feuchtigkeitsverhältnissen innen nicht viel. Noch einen draufsetzen kannst Du mit einem Silicagel-Kissen.
Dann kann nichts mehr schief gehen.

Eins ist klar: wer lüftet, während es drinnen kälter ist als draußen, holt sich Feuchtigkeit rein.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

ja jetzt wo du es erwähnst, ist das wohl durchaus nicht verhinderbar. Die Feuchtigkeit findet da verschiedenste Wege.

Ich habe zum Spaß mal auch Telegizmo angefragt, weil ich denen gleich noch mein Feedback geben wollte. Deren Vorschlag ist das hier unterzubringen: https://www.amazon.com/Lockdown-GoldenRod-Dehumidifier-Installation-Prevention/dp/B00CYBDFWI/

Die idealen Bedingungen zum Einpacken sind wohl leider nicht immer gegeben, oder generell nicht kontrollierbar...

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An Silicagel-Kissen habe ich auch gedacht, da gibt es recht große für z.B. Wandschränke. Das wäre vielleicht tatsächlich eine Option, wenn sie aufbereitbar sind, und eine Anzeige für den Zustand haben. Das müsste so etwas wie das hier sein: https://www.amazon.de/Wiederaufladb...ttel-Lufttrockner-Lebensmittel/dp/B081JQFH4J/

Vielleicht auch gleich was großes: https://www.amazon.de/CONOPU-Luften...r-Anti-Rutsch-Pad-Feuchtigkeit/dp/B0CH8F5NH1/

Vielleicht wäre das wirklich mal einen Versuch wert, wenn man weiß, dass der Herbst ansteht, und damit verbundene lange Schlechtwetterphasen.
 
Bei mir hat sich damals schon die eine oder andere Spinne in eine Bohrung eingenistet.
Schwer aufpassen wenn intern auf den Leiterplatten sich in der Ecke der Abdeckung eine eingemistet hat. Das Spinnengewebe ist ein Magnet für Luftfeuchtigkeit und hat mich schon ein Platinensatz gekostet. :mad:
Um solch einem Problem vorzubeugen, muss ich wohl wie ursprünglich geplant, den Leinensack bei längeren Schlechtwetterphasen in gewissen Abständen austauschen, um die aufgesaugte Feuchtigkeit zu entfernen.
Und alles noch mal so gut wie möglich Luftdicht machen und massenhaft grosse Silicatgel Säckchen rein machen mit ner Gummischnur.
Mein insgesammt fünf Kilo Sack ist beim Frühjahr aufgebraucht und bleibt dann wenn die Bedingungen passen ein par Tage auf dem Balkon, Backofen bei niedriger Temperatur geht auch. Die Mikrowelle das die Kügelchen nicht zerplatzen muss dann halt schon mal ne Stunde laufen in 10minuten Tackt um wieder die abzukühlen.

Clear skies,
- Martin
 
Die idealen Bedingungen zum Einpacken sind wohl leider nicht immer gegebe
Hallo Dane,
die Bedingungen auf dem Bild mit der „eingefrorenen“ Montierung sind schon nah dran, an ideal.
Nach kurzer Zeit dürfte das Eis verschwunden sein, ohne dass es vorher flüssig wurde (Sublimation) .
Dann ist der perfekte Moment für luftdichtes Einpacken gekommen:
Die Montierung ist weiterhin eiskalt; die Luft ist ebenfalls noch sehr kalt und kann dementsprechend nur sehr wenig Feuchtigkeit absolut enthalten. Die relative Feuchtigkeit kann dabei gern sehr hoch sein. Solange es kalt ist, ist ja der absolute Wassergehalt gering.

Wichtig ist bei dieser Vorgehensweise, dass der Beutel, den Du über das Ganze stülpst, absolut wasserdicht ist.
Manche Abdeckungen sind zwar „wasserdicht“ aber dampfdiffusionsoffen. Sie lassen dampfförmige Feuchtigkeit durch.
Leider in beide Richtungen.

Ein Transportsack, wie er gern bei Trecking, Motorradfahrern oder Fahrradkurieren verwendet wird, ist da zu empfehlen.
Auch Beutel aus LKW-Plane (sofern genäht und verschweißt) sind da perfekt.
Es gibt eine Menge Zeltmacher und Verarbeiter von LKW-Planen, die machen sowas recht günstig auf Maß.
Sehr dicht wird der Übergang an der Stelle, wo das Tuch mit Gurt oder Schnur an die Säule gedrückt wird, wenn dort eine Lage Schaumstoff (geschlossenzellig) dazwischengelegt wird. Bei relativ dünnem Tuch ist das aber nicht nötig.


Schnelle Temperaturänderungen sind nach wie vor eine echte Herausforderung.
Und manchmal macht man Sachen, die sich als kontraproduktiv herausstellen.

Hier eine kleine Anekdote über einen echten Fehlgriff meinerseits:
Ich habe in meiner kleinen Sternwarte nach einer recht kalten Nacht mit offenem Dach (-14°C) gedacht, ich tue mir und meinem Set einen Gefallen, und habe die Heizung eingeschaltet. Das hätte ich besser gelassen…..
Das Ergebnis war, dass die Luft im Raum (knapp 23 Kubikmeter) sehr schnell warm war, aber Teleskope, Montierung und vor allem die Gegengewichte waren noch brutal kalt. Was passierte? Klar, alles war ruckzuck patschnass, und sogar die Linsenpakete der beiden APOs waren von innen beschlagen. Flats machen…..unmöglich.

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Kein schöner Anblick……



Richtig wäre gewesen, das Ganze langsam aufzutauen.
Und zwar ohne dass warme Luft an die kalten, massiven Teile kommt.
Die warme Luft transportiert schließlich Feuchtigkeit, und lässt diese an kalten Flächen gnadenlos kondensieren.

Das nächste mal werde ich dem deutlich mehr Zeit lassen.
Und vielleicht vorher nachdenken……

CS

Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dane,
ich würde im oberen Bereich einfach Lüftungsschlitze oder Löcher anbringen und dahinter eine Membran aus Gore-Tex o.ä. als Feuchtigkeits und Kleintierschutz. Evtl. noch einen lockeren Überlapp einer wasserdichten Folie an der Stelle, falls der Regen mal wieder waagrecht kommt. Solange etwas durchgehend durchlüftet wird wird sich im inneren auch keine Feuchtigkeit ansammeln. Ich hatte früher immer Feuchtigkeitsprobleme an meinem Gasgrill als dieser noch sauber in Folie über den Winter eingepackt (praktisch nicht atmungsaktiv) war. Seit ich eine Haube mit Belüftung habe ist alles trocken. Es gibt diverse Planen mit solchen Belüftungselementen auch käuflich.

Gruß,
Franz
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für euren Input. Die idealen Bedingungen zum abpacken kann ich leider nicht so einfach schaffen. Was das durchlassen von dampfdiffusionsoffen angeht, weiss ich leider nichts darüber.

Ein überdachtes Belüftungsloch könnte vielleicht meine Fähigkeiten überschreiten. Ich würde mich da vermutlich nicht sicher darauf verlassen können und ruhige Nächte haben wenn es regnet. :)
 
Hallo Dane,
ich habe vorgestern nach 4 Monaten meine EQ8 ausgepackt, um zu sehen wie es drunter aussieht. Bei mir war alles trocken, einzig das Frottee-Tuch war etwas klamm. Ich gehe so vor:

- die Montierung mit einem Frottee-Tuch einpacken (nimmt die Feuchtigkeit auf)
- Telegizmo-Schutzhülle (z.B. Teleskop-Express: Telegizmos Schutzhülle für 12" SCT und ähnliche-TG12) drüber. Diese Hülle befestige ich mit einem breiten Klettband an der Säule und zwar so, dass sie einigermaßen dicht abschliesst. Dazu ziehe ich das Klettband stramm an. Dann drücke ich die Luft soweit möglich raus.
- Darüber kommt dann die Telegizmo 365

Ich mache das nun für meine EQ6 und EQ8 seit 4 Jahren so und hatte nie ein Problem mit "stehender" Feuchtigkeit an der Montierung. Falls die Monti nach einem Einsatz feucht war, lasse ich sie natürlich soweit wie möglich abtrocknen. Auch die Frottee-Tücher gammeln nicht. Ich schmeiss die Tücher auch immer in den Trockner, falls sie klamm sind.
 
Hallo zusammen,
ich hatte mein 80/480 und eine AZEQ5 18 Monte lang permanent in einer Box namens „The Cube“ auf einer Balkonsäule montiert. Es war eine n Eigenbau aus Alu-Steck Profilen und Kunststoffplatten. Es gab keine Probleme mit Feuchtigkeit und das System hat schwere Stürme unbeschadet überstanden .
CS Peter
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Ich habe ein regelbares Pflanzenheizkabel unter der TG-Abdeckung. Zusätzlich messe ich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt mit Alarmfunktiom. Ich musste in den letzten 6 Monaten ca. 3x die Heizung nachregulieren. Die normale Luftfeuchtigkeit unter der Abdeckung ist 50%, bei sehr raschem Temperatursturz geht sie hoch und ich heize dann mehr für einige Tage/Nächte. Im Sommer muss man Tags halt mal ausstellen, damit nichts brät. Ich überlege noch, das vollständig zu automatisieren, bislang erscheint das aber mehr Aufwand als das wenige Nachregulieren.
 
Hallo zusammen,

danke euch für den Input.

Das mit der Messung der Feuchtigkeit war jetzt auch mal für mich ein Anstoß, mich nach einem kabellosen Sensor umzusehen. Ich bin bei der Suche mal auf den hier gestoßen. Kostet nicht die Welt, und wäre auch schön klein. -> https://www.amazon.de/gp/product/B07D37FKGY/

Dann kann ich mal anfangen, die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten, das wäre sicher mal ein Anfang.
 
Hallo zusammen,

ich fange jetzt mal auch an, das Klima unter der Haube zu messen. Mit dem Aquara System funktioniert das prima durch die Hauswand nach außen. Ebenfalls habe ich mir an die Montierungen Beutel mit Trockenmittel angehängt.

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Ich habe mal die ersten Tage nur die Telegizmo Hülle darüber gehabt, welche sich aufgrund des dicken Materials nicht ganz sauber an die Säule angurten lässt. Was man auch nicht tun sollte, bezüglich Beschädigungen in den diversen Lagen. Die Luftfeuchtigkeit ist da an den Tagen auch mehrfach über 80% gekommen

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Deswegen habe ich wieder noch eine Grillabdeckung darunter genommen, welche ich fest anschüren kann, und das ganze auch deutlich mehr abgedichtet ist. Den Leinensack habe ich auch noch drüber gestülpt, kann ich aber vermutlich auch weglassen, wenn ich das Trockenmittel drinnen habe.

Mit der dichteren Versiegelung und dem Trockenmittel, ist die Luftfeuchtigkeit auch etwas nach unten gestürzt, wie man ab Mittwoch sehen kann.

Ich werde das mal so ausprobieren und überwachen, und schaue mal wie das so läuft. Ich habe da einfach die Hoffnung, dass ich einfach mit dem Trockenmittel gut durch komme, und nicht mehr machen muss, wie ab und an den Beutel austauschen.
 
Hallo Dane,
denk daran das das Trockenmittel stark hygroskopisch ist und Feuchtigkeit geradezu anzieht. Dabei wird der Beutel irgendwann so feucht das es zu Tropfen beginnt. Daher würde ich zwischen Montierung und Beutel noch eine Sperrschicht vorsehen.

CS
Franz
 
Hallo Franz,

danke für den Hinweis. Soweit habe ich gar nicht gedacht, also dass es mal so weit kommen könnte. Vielleicht irre ich mich, aber ich vermute aber mal, dass da ja schon viel Feuchtigkeit entstehen muss, damit so ein großer 500 gr Beutel mal zu Tropfen beginnt.

Die Frage wäre hier, wenn es schon so weit ist, ob ich das an einer stark erhöhten Luftfeuchtigkeit dann messen kann?
 
Hallo Dane,

Habe die Gerätschaften inkl. Optik Tag und Nacht draussen unter einer Hülle wie Du. Allerdings eine Abdeckung für Strandkörbe. Das geht nun 3 oder 4 Jahre so. Ich lasse die Abdeckung unten relativ weit offen und nicht, wie auf Deinem Bild, geschlossen.

Habe keine Feuchtigkeitsthemen gehabt. Dafür selten mal ein Insekt.

Bei Sturm ziehe ich dann unten fester zu, damit der Wind nicht gut druntergreifen kann.

CS
Dirk
 
Bei dem ganzen Abdeck- Einpack/Auspack Aufwand muss man sich dann schon überlegen ob es nicht einfacher ist die Montierung in der sauren Gurken Zeit einfach abzunehmen. Mit Säule und fester Position ist das Einrichten ja nicht wirklich aufwendig.

CS,
Franz
 
Hallo zusammen,

das mit dem unten einfach offen lassen, da wehrt sich irgendwie mein inneres Ich dagegen, warum auch immer. Bezüglich der Gefahr einnistender Viecher könnte man ja eigentlich einfach einen Sack aus einem feinen Fliegennetz darüber schnüren. Dann wäre die Belüftung gegeben.

Meine beiden Montierungen auf und abbauen wäre für mich absolut keine Option. Besonders die EQ8-R würde mir da gar keine Freude bereiten. Aus meiner Erfahrung von bisherigen seltenen Auf- und Abbauen sehe ich den Vorteil, dass ich den Breitengrad auf jeden Fall nicht mehr verändern muss, aber der Azimut muss immer noch immer fein eingestellt werden. Da ist das ab oder zudecken definitiv die einfacher und schnellere Methode, selbst mit meinen drei Lagen. Das ist in 2 Minuten erledigt. Die Montierung mit 25 Kilo umher wuchten, so aufsetzen, dass die Sterngriffschraube passt, aufschrauben inkl. den zwei weiteren Schrauben und den Azimut wieder sauber einstellen... da brauche ich dann doch etwas mehr Zeit und auch Kraft. Da mögen vielleicht andere ihren Spaß dabei haben, ich aber weniger. :)
 
Hallo zusammen,

ich wollte hier noch ein kurzes Update zu meinem Verfahren mit der Schutzhülle geben.

Als Trockenmittel setze ich aktuell nicht mehr diese großen Trockenbeutel ein, da ich mit denen Probleme hatte, diese großen Dinger zu regenerieren. Auf freundlichem Hinweis von einem Forenmitglied, bin ich auf einen Luftraumentfeuchter mit Sammelbeutel für das Kondenswasser umgestiegen.

Nach ca. 1,5 Monate haben sich in den Beuteln durchaus etwas Wasser angesammelt, und die Montierungen weisen keine sichtbare Feuchtigkeit auf. Da werde ich sicher mal bei dem System bleiben. Mal sehen wie es nach längerer Zeit funktioniert, und besonders auch, wie lange die Beutel einsetzbar sind. Die Funktion scheint wohl auch bei den tieferen Temperaturen gegeben zu sein, auch wenn teilweise das untere Granulat schon gefroren ist.

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Hallo Dane,
Können diese Beutel regeneriert werden, kann man das angesammelte Wasser ablassen?
Bist du mit dem immer noch zufrieden?
CS
Zoltan
 
Hallo Zoltan,

ich habe aktuell zwei Varianten von dem System im Einsatz, und beide lassen sich nicht regenerieren oder das angesammelte Wasser ablassen.

Wie hier zu sehen, löst sich das Trockenmittel mit der Zeit auf. Das System ist geschlossen, weshalb ich weder das Trockenmittel tauschen, noch das Wasser ablassen kann. Ich setze das System weiterhin ein, und bin sehr zufrieden damit. Seit dem Einsatz hatte ich keine Probleme mehr, dass sich Wasser sichtbar auf der Montierung abgelagert hat. Ich werde das so weiter handhaben, und wüsste für mich auch nichts Besseres.

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Was ebenfalls damit funktioniert: Ich packe meine gefrorenen Montierungen damit direkt ein, also mit entsprechendem Wasser auf der Oberfläche, was sich ja mit der Zeit auch verflüchtigt. Natürlich ist die Luftfeuchtigkeit in den ersten 2-3 Tagen hoch, und bewegt sich im Bereich von 90%, geht dann aber schrittweise runter, und wenn ich nach z.B. einer Woche auspacke, ist nichts von dem Wasser zu sehen.

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Den Verbrauch muss ich noch abschätzen. Ich würde aktuell sagen, dass man den Winter mit einem Beutel durchkommen könnte, maximal zwei. In den Sammelbeutel passen ja auch laut Angaben ein halber Liter rein.
 
Hallo zusammen,

ich befasse mich weiterhin mit dem hier beschriebenen Einsatz der Luftraumentfeuchter mit Sammelbeutel dran, was für mich weiter sehr gut funktioniert. Ich wollte hier noch kurz zwei Punkte dazu erwähnen:

Ich habe mal zum Spass solch ein Konzept bei AliExpress bestellt, auch mit der Voraussetzung, dass mindestens 500 ml gesammelt werden können. Dort ist das natürlich noch mal deutlich günstiger, aber man bekommt auch das, wofür man bezahlt. Die Beutel waren zum einen deutlich kleiner, und dann war es auch noch so, dass das Trockenmittel gar nicht gereicht hat, um die Beutel richtig zu befüllen. Kurz gesagt, das Trockenmittel hat sich vorher aufgelöst, bevor überhaupt die Hälfte des kleinen Sammelbeutels gefüllt war. Der Sammelbeutel hat auch niemals die angegebenen 500 ml. Am Ende sind 44 ml im Beutel gelandet, und es war kein Trockenmittel mehr vorhanden. Also ein schlechter Witz.

Die Messung habe ich gleich genutzt, um einen fertigen Sammelbeutel der Varianten von Amazon mal zu messen. Es sind keine 350 ml drinnen gelandet, also auch dort ist das mit den 500 ml nicht ganz korrekt, wobei deutlich besser wie in der Billigversion.

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Ebenfalls habe ich jetzt mal angefangen, meinen Wechsel der Sammelbeutel zu dokumentieren. Aktueller Stand 1 Monat, 21 Tage hat ein Beutel mit den rund 350 ml gehalten. Das wird sicher auch von der Jahreszeit abhängig sein. Mal sehen, wie der Verlauf über das Jahr über aussehen wird.
 
Hallo Dane,

Meine beiden Montis stehen auch das ganze Jahr über draussen, etwa 2 Meter über dem Boden.

Ich verwende ebenfalls erfolgreich solche Trockenbeutel. Habe etwa zur gleichen Zeit wie du damit angefangen weil ich von dir abgekupfert habe 😁
Ich habe mit den günstigsten angefangen, die eigentlich einwandfrei funktionieren.

Ich verwende seit gut 6 Jahren diese Amazon Grillabdeckungen die ein Fenster für Luftzirkulation haben. Die haben unten einen Klick Verschluss und ich kann sie schön Sturmfest am Gerüst befestigen. Unten ist es im Prinzip offen.


Mit dieser Kombination ist es eigentlich immer trocken unter der Haube.

2 mal ist bei mir aber der Beutel undicht gewesen und das Wasser ist mir ein klein wenig auf mein Equipment getropft. Leider handelt es sich nicht um reines Wasser sondern um eine ganz furchtbar klebrige Flüssigkeit welche man nur mehr schwer ab bekommt.
Ich würde den Beutel also so aufhängen, dass er dir nicht das schöne Equipment einsaut falls du mal einen undichten erwischt 😉
Gibt auch Kommentare auf Amazon welche schon Bekanntschaft mit undichten Beutel machen mussten.

Habe eben gerade wieder einen neuen dran gehängt. Halten tun sie unterschiedlich lang, je nach Wetter. 1.5-2 Monate würde ich grob schätzen.

Am liebsten wäre mir etwas was man regenerieren kann. Da werde ich mal schauen was der Markt her gibt.

Mfg
Thomas
 

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Hallo Thomas,

danke für das Mitteilen deiner Erfahrung mit den Beuteln. Bei mir ist bisher keiner undicht geworden. Wie in den Aufnahmen weiter oben hänge ich sie an meinen beiden EQ8-Rs an die unterste Rändelschraube der Klemme, und hängt somit nicht in einem Gefahrenbereich, falls doch mal etwas ausläuft.

Was die Grillabdeckung mit dem Fenster zur Luftzirkulierung angeht, so kannte ich so ein System bisher noch nicht. Ist da ein Luftentfeuchter überhaupt notwendig, wenn die Luft sowieso zirkuliert?

Mir wäre auch eine regenerative Lösung lieber, aber für mich gibt es da noch kein sinnvolles Konzept. Diese großen Entfeuchter aus Post 14 kann man eigentlich regenerieren, hat aber in der großen Dimension für mich nicht in der Mikrowelle richtig funktioniert.
 
Hallo Dane,

das Fenster alleine reicht leider nicht immer um es innen trocken zu halten. Je nach Wetterlage ist es trocken, dann wieder pitschnass. Ich musste immer nachschauen ob ich jetzt die Haube für 2 Stunden ab machen müsste um es wieder trocken zu bekommen.

Jetzt mit den Entfeuchter-Beuteln ist es immer trocken. Das nachschauen entfällt. Vielleicht in der Nebensaison dass es nicht so gut funktioniert, das sehe ich demnächst 😄

Vielleicht probiere ich mal eine von diesen großen Entfeuchter Boxen aus, auf dem Schaltschrank hätten sie vermutlich Platz. Aber regenerieren lassen die sich glaube ich auch nicht, und wenn mir da einer runterfällt und bricht hat man erst wieder die Sauerei 😁😁

Mfg
Thomas
 
Darf ich mal was fragen?!
Warum montiert ihr das Teil nicht ab, und stellt es in die Garage, den Keller, oder euer Gartenhäusschen? Zumindest bei längeren Pausen macht das doch viel mehr Sinn - zumal ihr ja offensichtlich in einem Haus mit Garten wohnt, und somit Platz genug sein müsste, oder?! Und wenn die Montierung zu schwer ist, würde ich sie durch ne gute Strainwave ersetzen…
Die Teleskope bleiben ja hoffentlich nicht auch montiert, oder?!?!?! Weil: da verzieht sich doch alles? Und ein Pilz der sich auf dem optischen System ausbreitet ist auch nichts schönes…
 
Das habe ich tatsächlich so gehandhabt als ich nur eine Säule hatte. Da brauchte ich die Montierung nur aufstecken ohne sie Einnorden zu müssen.

Aber wenn es ja alles trocken zu halten ist, warum sollte man da jedesmal 2 Montierungen umherwuchten und verkabeln. Der ganze Aufwand inklusive hinterher alles abzubauen wäre mir zu hoch. Das habe ich schon durch. So brauche ich nur die Optik raufgeben und verkabeln, fertig. Alle Kabel führen in die Garage wo die Laptops stehen. Das ist in 2 Minuten erledigt. Abbauen beschränkt sich auf Kabel abstecken, Optik runter, Abdeckung rauf, und das alles 2x😁
 
Hallo,
um mir das rein- und rausgetrage zu sparen, habe ich einen großen Müllsack über das C 8 darübergedeckt (das ist einer von denen, wo über 50 kg reingehen würden...) Selbst 14 Tage "Bedeckung" haben der Optik nicht geschadet, nur der Sucher blieb am C 8, alles andere (Okulare) "im trocknen" aufbewahrt. Ein Spanngurt noch herumgelegt, damit der Wind keine Angriffsfläche hat.

Gruß Günther
 
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