Umstieg von 16" auf 12" vertretbar?

Hallo,
wie mir TS Ransburg mal sagte, habe er Kunden gehabt, die einen 16" gegen einen 12" getauscht haben, allein schon wg. der Handlichkeit und Gewicht.
Habe hier seit 1998 einen 12,5" Starfinder Meade, die Röhre wiegt 25 kg. Muß mir immer von meiner Frau helfen lassen, um das Rohr auf die Rockerbox zu heben. In jüngeren Jahren "gg" war das alles kein Problem. Selbst mit einer Kellertreppe von 10 Stufen brachte keine Probleme....

Das C 8 (ein Geschenk vom Sept. vorigen Jahres) ist wesentlich handlicher, obwohl auch einige Kilos an Gewicht.

Gruß Günther
Ich glaub niemand mit Öffnungsfieber denkt an Volltubus,, der leichtste 16" der jemals gebaut wurde wiegt 13kg, , nur das man mal sieht was möglich ist, das ist natürlich ein extrem Fall, mit davon 4kg Spiegel was auch extrem leicht ist.. Mein 16" ist bei 34kg 7kg davon Spiegel und das schwerste Teil der 3 + Stangen +Spiegel die ich zusammensetzte wiegt 12kg, der ist aber auch nicht supper leicht wie manch andere ist aber schnell aufgestellt. Auf 2 Teleskoptreffen auf denen ich dieses Jahr war hatten die meisten 16" unter 30kg, und ein 20" zbsp.24kg und die laufen toll, ein klasse 26" war bei 40kg. Alles gut Händelbar und sehr schnell aufgestellt mit Übung in 5min

clear skies
Felix
 
Hallo Felix,
zu der zeit "vor 2000" hatten die Starfinder Maeds tatsächlich Gewicht, der 16" wog 45 kg ! Heute nicht mehr vorstellbar. Sorry, aber die 25 kg von meiner Röhre "habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt....". Die Zeiten haben sich geändert, jedoch will und möchte ihn noch nicht entsorgen. Damit habe ich ungezählte "Sternstunden" erlebt, (V. St.). Das kann man nicht einfach so vergessen. Ist halt ein ausgefallenes Hobby, was ich mir da ausgewählt habe (seit 1969).

Gruß Günther
 
Hallo zusammen,

quasi „von der Stange“ muss man schon suchen, größere Geräte ab ca. 16“ halbwegs gewichtssparend zu bekommen. 34 kg für einen 16“ empfinde ich als definitiv zu schwer, wenn ich daran denke, dass beispielsweise die Spiegelbox meines (nicht zwingend auf extremen Leichtbau getrimmten) 22“ auch nicht mehr als ca. 33-34kg wiegt.

Es darf natürlich nicht vergessen werden, dass für stationären Betrieb versus Transportabilität jeweils andere Anforderungen gelten.

Viele Grüße
Werner
 
Ich kenne ja nicht die Bedingungen von niemandanders, daher kann ich nur schreiben was ich mit dem 16" Lightbridge machen würde.

Ich würde mir eine Sonnengeschützte Ecke suchen, dort einen Schrank hin zimmern, mit Lüftungslöcher auf der Wettergeschützten Seite.
Dann würde ich mir ein Rollbrett mit Kugelgelagerten Schwerlastrollen bauen, die Lightbridge drauf und fertig ist der Lack.

Evtl. noch ein paar Gehwegsplatten um besser über den Rasen zu rollen.
Oder gleich auf dem Balkon.
Kostenpunkt vielleicht 150-200€ je nach Ausführung.

Oder eine schmalere Rockerbox und ein Rollbrett und eine Rampe für die Türschwelle, dann kann man auch auf den Schrank verzichten und das Teleskop drinnen verstauen.

Von daher sehe ich keinen Grund für einen Downgrade und das Gewicht spielt auch keine Rolle mehr.
LG
 
Hi,

bei großen Dobsons ging die Entwicklung lange zu weniger Qualität zugunsten eines günstigen Preises.
Das Gewicht ist einer der Faktoren. Justierstabilität, Laufruhe und Spiegellagerung sind weitere wichtige Faktoren die eine eigentlich gute Optik versauen können.
Das alles unter einen Hut zu bringen kostet Geld oder Zeit. Mein 20er Spacewalk Horizon wiegt komplett ca 33kg, wobei die Spiegelbox mit den Höhenrädern mit ca. 20kg das schwerste Teil ist. Trotz f3,2 ist die Konstruktion dabei justierstabil genug, dass nur am Stern nachjustiert werden muss und das auch fix erledigt ist.
Vom Aufwand her würde ich das mit einem billigen 10 Zoll Dobson mit Volltubus gleich setzten, ein 12”f5 im Volltubus (Skywatcher PDS) war sperriger und schwerer.

Zum Thema Öffnung: ich denke schon, dass man auch mit der Reduzierung glücklich sein kann, insbesondere wenn die Qualität besser wird. ES, Skywatcher und GSO würde ich da aber ausschließen.
Empfehlen würde ich Noctutec, Martini oder Taurus, am besten Spacewalk Telescopes.
Die haben alle ein gutes Preis/Leistungsverhältnis sind aber eben nicht billig.

Wenn das Budget nicht reicht, auf etwas Gebrauchtes warten.

Die Lösung von Quanten ist natürlich elegant und würde die Beobachtungszeit sicher signifikant erhöhen, aber ist halt nicht für jede Wohnsituation möglich.

cs Alex
 

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zielführend kann im Enddefekt nur sein wenn man zwei Instrumente gleicher Größe, Brennweite und unter den selben Bedingungen testet, alles andere ist immer nur eine Annährung und in diesem Zusammenhang sollte man wenigstens in Teilbereichen eine Chancengleichheit herstellen.
Hi Andreas,
sorry aber es geht doch nicht um Chancengleichheit.
Die braucht es wenn Du herausfinden willst, welches von 2 vergleichbaren Geräten das bessere ist.
Wobei besser dann auch noch definiert werden müsste.

Die Frage war doch, und darüber sprechen wir m.E., ob mehr Öffnung lohnt, wenn man einen TMB hat der 250 fach kann? Dazu muss man doch keine wie Du es nennst: "Chancengleichheit" herstellen. Bei der Fragestellung und im Gesamten geht es doch m.E. immer um das Sehen ja/nein. Dann auf vllt auf die Ästhetik. Basierend auf meinen Erfahrungen sage ich ganz klar: Es lohnt, weil ich mehr sehe.

Mit dem Ansatz gehe ich immer ran und vllt ist es genau das, was unsere Beiträge unterscheidet. Der Fragesteller fragte ja auch ob und was er vermissen würde ausgehend von einem 16 Zöller.
Natürlich muss ein Gerät nutzbar sein. Wenns regnet und das Zeug im Keller oder Garage liegt, lohnt es natürlich nicht. So ist es auch, wenn man Seeing hat oder das Equipment nicht tragen kann etc...Dar+ber brauchen wir nicht reden, das wissen wir alle. Und das sind für mich erst mal sekundäre Aspekte, nach der Sehleistung an 1 steht. Aus den beiden Dingen entsteht dann der Kompromiß den jeder mit sich ausmachen muß.
Ich wäre auch nicht der Typ der einen 30 Zöller auf Anhänger umherziehen will. Das wäre mir zu viel Aufwand. Einen 20" Dob im Leichtbau würde ich schon nehmen. Das wäre für mich mit f/4 noch gut zu handhaben. Weil da ist ja noch das Budget.....
CS
 
Die Frage war doch, und darüber sprechen wir m.E., ob mehr Öffnung lohnt, wenn man einen TMB hat der 250 fach kann? Dazu muss man doch keine wie Du es nennst: "Chancengleichheit" herstellen. Bei der Fragestellung und im Gesamten geht es doch m.E. immer um das Sehen ja/nein. Dann auf vllt auf die Ästhetik. Basierend auf meinen Erfahrungen sage ich ganz klar: Es lohnt, weil ich mehr sehe.
Hallo Antares,

was Quantität anbelangt stimme ich Dir zu, was Qualität anbelangt sind wir halt unterschiedlicher Ansicht.

Aber mit der Ursprungsfrage hast Du natürlich recht, der TO hatte primär die Quantität im Blick und da zeigt ein 16er natürlich mehr als ein 12er, ob der "Abstieg" aber wirklich zu groß ist bleibt eine individuelle Entscheidung.

Grundsätzlich, nach meinen bescheidenen 40 Jahren würde ich mich heute für ein qualitativ sehr hochwertiges Teleskop entscheiden auch wenn es etwas kleiner wäre, aber auch das ist eine individuelle Entscheidung.

Andreas
 
Hallo Alex, Hallo Dobsonfreunde,

die kleineren 10er- und 12er-Ninja-Dobsons erleben bei AOK Swiss gerade eine Art Wiederauferstehung, einfach googeln...

Soll natürlich keine Werbung sein, eher informativ...

Sollte dieser Beitrag zu sehr vom ursprünglichen abweichen, bitte ich um Entschuldigung...

Viele Grüsse

Markus
 
Hi Markus,

auch coole Geräte und interessant dass es die wieder neu gibt.

cs Alex
 
was Quantität anbelangt stimme ich Dir zu, was Qualität anbelangt sind wir halt unterschiedlicher Ansicht.
Hallo Andreas,

Jetzt müsstest du uns nur noch erklären, was genau du mit den beiden Begriffen „Quantität“ und „Qualität“ meinst und wie sich das jeweils im Hinblick auf das Seherlebnis konkret äußern soll. Vielleicht kann man dann Missverständnisse ausräumen.
Aber mit der Ursprungsfrage hast Du natürlich recht, der TO hatte primär die Quantität im Blick und da zeigt ein 16er natürlich mehr als ein 12er, ob der "Abstieg" aber wirklich zu groß ist bleibt eine individuelle Entscheidung.
Ich denke, dem Threadstarter ging es um das gesamte Seherlebnis mit allen Vor- und Nachteilen bei einem eventuellen Downsizing.

Viele Grüße
Werner
 
Ich denke das Problem liegt ganz wo anders.
Wenn man ein Teleskop so wenig benutzt, wird man villeicht auch ein etwas kleineres Teleskop nicht viel öfters benutzen?
Da ist das Geld vielleicht wo anders besser angelegt?
LG
 
Jetzt müsstest du uns nur noch erklären, was genau du mit den beiden Begriffen „Quantität“ und „Qualität“ meinst und wie sich das jeweils im Hinblick auf das Seherlebnis konkret äußern soll. Vielleicht kann man dann Missverständnisse ausräumen.

Moin Werner,

m.E. bilden Apo's halt feiner ab, (Qualität) siehe z.B. offene Sternhaufen, während größere Newton/Dobson eben mehr Sterne zeigen.(Quantität)

Andreas
 
Hallo Andreas,

tja, und genau hier liegt das Missverständnis. Ein erstklassiger großer Newtonspiegel zeigt dir an Planeten mehr (feine) Details, hat die höhere Auflösung und bildet somit was die Detailerkennung angeht „feiner“ ab.

Bleibt eigentlich für den Apo im Grunde nur ein gewisser Vorteil in der oft gebrauchten „Ästhetik“, wobei dieser Begriff nur schwer fassbar ist (siehe oben) und individuellen Vorlieben unterliegt, welche höchst unterschiedlich sein können.

Beispiel
Ich hatte mal einen gnadenlos guten Jupiter im Bino an meinem 18er bei recht gutem Seeing vor einigen Jahren im Hochgebirge. Kommt ein Sternfreund vorbei und meinte lediglich nach einem Blick durch das Bino: Oh der ist aber sehr hell…
Die überaus feinen Details auf der Jupiterscheibe und den Monden hatte er offenbar komplett übersehen. Vermutlich fühlte er sich bei einer eher schwächer glimmenden Planetenscheibe als Besitzer eines kleinen Refraktors wohler. Es sei ihm natürlich gegönnt. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Bleibt eigentlich für den Apo im Grunde nur ein gewisser Vorteil in der oft gebrauchten „Ästhe

Refraktoren, haben auch den Vorteil, für Sonne, mit Herschelkeil und für H-alpa Sonne nutzbar zu sein und wenn man widefield möchte oder für Fotos noch kleinere Brennweiten kommt man nicht um Apos rum.

Ich seh es aber auch so, ab einer gewissen größe können Apos, nicht mehr mithalten.
Hab auch ein Beispiel, neulich, hab ich Plato durch ein 100mm APM Super APO Bino, also selbstgebautes Großfernglas geeschaut und danach durch nen 20" Dobson. Das Fernglas gab ein schönes Mondbild. Aber viele der winzigen Krater in Plato, hab ich nur im 20" gesehen.

Das geht aber noch in den Linsen gegen Spiegel Kreuzzug hier.

clear skies
Felix
 
Hallo Felix,

ja klar, die Sonne wollen wir mal rausnehmen bei der Betrachtung.

Ab einem gewissen Objektivdurchmesser tun sich die Apos aufgrund ihrer schieren Masse und den exorbitanten Kosten schwer, obwohl mir vom reinen Seherlebnis her ein sehr guter 22“ Apo-Refri lieber wäre als ein sehr guter 22“ Spiegel. Ist halt nur sehr schwer zu bewerkstelligen. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Leute.

Ich habe vor 1 Jahr den Umstieg von einem Selbstbau 16" Dobson auf einen Taurus 12" hinter mich gebracht, bandscheibenbedingt. Der Hauptspiegel-Strehl liegt bei beiden über 95%, beide sind f/5, beide Gitterrohr. Die 16-er Spiegelbox wog 16 kg, die Taurus-Box 11 kg. Trotz des eher kleinen Gewichtsunterschiedes "trägt sich" der Taus ganz wesentlich rückenschonender, da das Ganze bei Weitem nicht so sperrig ist. Für mich war es halt die Wahl zwischen: 16" gehen gar nicht mehr, oder 12" gehen jetzt wieder regelmäßig. Somit war das keine Frage von vertretbar, sondern wie gehe ich weiter mit großer Öffnung auf Deep-Sky Tour? (Planeten mache ich eher nebenbei, aber auch mit großem Vergnügen. Ach ja, und schleppen muss ich über 2 Stockwerke ohne Aufzug, und ohne eigenen Parkplatz vorm Haus).
Aber der Lichtverlust macht sich leider deutlich bemerkbar, da musste ich am Anfang ziemlich leiden und mich damit trösten dass ich keine Wahl hatte. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und weiß was ich bei welchen Objekten erwarten darf, und bin froh weiterhin rausfahren zu können - nicht nur mit Feldstecher. Vom Seeing her finde ich den Unterschied nicht so gigantisch, den würde ich wohl nur bemerken wenn ich beide Geräte gleichzeitig bei gleichem Himmel benutzen könnte, zumindest bei Deep-Sky. Für die Planeten: da ist sowieso Geduld und Warten angesagt um die Phasen besten Seeings zu erwischen, also bemerke ich in der Praxis da gar keinen Unterschied.

Beste Grüße, Jürgen.
 
Das genau Jürgen sind die Punkte.
Optisch weniger, und das ist deutlich. Das ist der Primärpunkt.
Erst dann kann man über individuelle Aspekte , wie z.B. Handlichkeit reden.
Ist solch ein Aspekt wie bei Dir so gravierend, dann kommt ein solcher Kompromiss z.L Seherlebnis und zu Gunsten überhaupt noch spechtelen raus. Dann ist sicher erfreulich, wenn Du so weiter schauen kannst und Spaß hast statt dem Hobby komplett zu entsagen.
Das sind die Kompromisse die man kaum wirklich beraten kann.
Transport ist auch so einer: Manche finden alles ab EQ5 untransportabel während ein früherer Sternfreund von mir sogar seinen 24 " Dobson als gut transportabel einstufte. Er konnte ihn zusammengebaut in seinem Kombi laden. ;)
CS
 
Hallo Andreas,

tja, und genau hier liegt das Missverständnis. Ein erstklassiger großer Newtonspiegel zeigt dir an Planeten mehr (feine) Details, hat die höhere Auflösung und bildet somit was die Detailerkennung angeht „feiner“ ab.*
Werner ich glaube wir reden aneinander vorbei!

Es geht mir nicht um Detailauflösung, nicht umsonst habe ich das Beispiel mit den offenen Sternhaufen genannt, in guten Apos sind Sterne nadelfeine Punkte das schaffen Newton so nicht auch wenn sie am Ende mehr Sterne sichtbar machen.

Auch an Planeten ist ein Apo im Rahmen seiner Möglichkeiten überlegen was die letztendliche Schärfe und den Kontrast anbelangt.
Vielleicht sollte man auch mal überlegen warum praktisch alle hochwertigen Fotoobjektive Linsen sind und eben keine Spiegel.

Andreas

*Aber nicht wenn der Refraktor in etwa die gleiche Größe hat!
 
Zuletzt bearbeitet:
Manche finden alles ab EQ5 untransportabel während ein früherer Sternfreund von mir sogar seinen 24 " Dobson als gut transportabel einstufte. Er konnte ihn zusammengebaut in seinem Kombi laden. ;)
CS
Auf dem ITV dieses Jahr hat jemand einen 42" f3,3 den er nach 30min aufgebaut hatte über ein System von Rampen, umgebautes auto und Seilzug, Transportabel.? Achso das war dessen first light, fals sich wer wundert, das er den noch nie gesehen hat (gerade erst fertig gestellt)
Das auf dem Bild bin ich, nur das, das Bild nicht gelöscht wird. (150kg)
IMG_20240511_150532497_HDR.jpgIMG_20240511_152004735_HDR.jpgIMG_20240511_140703112_HDR.jpg

Auf nem anderen treffen im schwaben Land, Hatte wer nen 26" lowrider f3,4, da ging alles im stehen also Einblick in Zenit. Waren 40kg meine ich, stand nach 5min, war beim Aufbau dabei.
IMG_20240406_134754181_HDR.jpg

Also ja, es ist prinzipiell viel möglich.^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Meinung zum Thema "Umstieg von 16" auf 12" ":
Bei mir war es umgekehrt. Müsste ich wieder auf 12" zurückgehen, wäre das zwar schade, aber ich müßte nicht weinen. 12" kann schon eine Menge zeigen...

Und meine Meinung zum Thema großer Newton vs. schöner Apo:
Die spielt man nicht gegeneinander aus, sondern läßt sie sich gegenseitig perfekt ergänzen..

Gruß Horst
 
Habe leider nicht durchschauen können, aber zumindest meine Frau mit Teleskop fotografieren ging, bevor er es abgebaut hat. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Werner ich glaube wir reden aneinander vorbei!

Es geht mir nicht um Detailauflösung, nicht umsonst habe ich das Beispiel mit den offenen Sternhaufen genannt, in guten Apos sind Sterne nadelfeine Punkte das schaffen Newton so nicht auch wenn sie am Ende mehr Sterne sichtbar machen.
Hallo Andreas,

sei mir bitte nicht böse, aber das kann man so nicht ganz stehenlassen, da es optischen Prinzipien widerspricht. Das von dir gesagte trifft lediglich in „Spezialfällen“ zu, wenn ein Newtonspiegel im Vergleich zum Refraktor z.B. recht schlechte optische Qualität besitzt, eine irrsinnig große Obstruktion hat, mangelhaft justiert und das Seeing ziemlich schlecht ist. In diesen Fällen wird signifikant viel Licht weit über das zentrale Beugungsscheibchen hinaus verteilt. Gleich große Geräte brauchen wir ohnehin nicht betrachten.

Ansonsten kann das quasi „allgemeingültig“ nicht zutreffend sein:

Nimm beispielsweise einen 14“ MN mit ca. 20% Obstruktion und einen 4“ Apo und schau dir enge Doppelsterne an. Wenn das von dir gesagte zuträfe und der 4“Apo die (nadel)feinere Abbildung besäße, müsste man damit engere Doppelsterne trennen können. Das ist aber nicht der Fall zumal im 14“MN die Beugungsscheibchen der Sterne ca. um den Faktor 3,5 näher aneinanderrücken können, damit du noch eine Trennung hinbekommst. Das heißt aber nichts anderes, als dass die deutlich höher aufgelöste und somit „feinere“ Abbildung im 14“ vorliegt.

Ich habe bewußt einen MN herangezogen, damit nicht der Beugungseffekt der Spinne evtl. zu Verwirrungen führt.

Selbstverständlich bleibt jedem selbst überlassen, die individuell empfundene „schönere Ästhetik“ im Apo zu bevorzugen. Nicht jeder mag die Beugungsmuster einer Spinne, manche dagegen schon, da es z.B. Fotografen gibt welche gezielt eine künstliche Spinne am Refri einführen, damit Beugungskreuze an den Sternen entstehen. Auch ist manchen Sternfreunden das im allgemeinen „ruhigere“ Bild im kleinen Teleskop angenehmer.
Wie gesagt alles eine „Geschmacksfrage“. Das hat aber nichts mit den oben genannten optischen Prinzipien zu tun.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Gleich große Geräte brauchen wir ohnehin nicht betrachten.
Warum denn nicht?

Gibt es eigentlich irgendwo ähnliche Diskussionen zwischen 5 Zoll Newton/MN und 10 Zoll Apo-Nutzern und was würde die Spiegelfraktion davon halten?

Man muss nur auf den Markt der Astrofotografen schauen, fast täglich kommt irgendwo ein neuer Fotoapo auf den Markt, dass Verhältnis zu Newtonfotografen dürfte eklatant groß sein.
Bei der herkömmlichen Fotografie ist es ebenso, welcher professionelle Natur, Tier oder Portraitfotograf benutzt Spiegelobjektive?
Irgendeinen Grund sollte es doch haben das die High-End-Objektive allesamt Linsen sind, wenn Spiegel die gleiche Qualität hätten wäre da sicherlich schon einer draufgekommen zumal die Kosten enorm gesenkt werden könnten, ist aber nicht...

Andreas
 
Warum denn nicht?

Gibt es eigentlich irgendwo ähnliche Diskussionen zwischen 5 Zoll Newton/MN und 10 Zoll Apo-Nutzern und was würde die Spiegelfraktion davon halten?

Man muss nur auf den Markt der Astrofotografen schauen, fast täglich kommt irgendwo ein neuer Fotoapo auf den Markt, dass Verhältnis zu Newtonfotografen dürfte eklatant groß sein.
Bei der herkömmlichen Fotografie ist es ebenso, welcher professionelle Natur, Tier oder Portraitfotograf benutzt Spiegelobjektive?
Irgendeinen Grund sollte es doch haben das die High-End-Objektive allesamt Linsen sind, wenn Spiegel die gleiche Qualität hätten wäre da sicherlich schon einer draufgekommen zumal die Kosten enorm gesenkt werden könnten, ist aber nicht...

Andreas
Bei Spiegeln bekommt man vor allem mit geringer Obstruktion 20%sowas keine kleinen Brennweiten in der Tageslichtfotografie üblicher, das Fängt bei 600mm an die haben dan 42% (Beispiel 150/600 skywatcher quatro) Obstruktion hin was echt viel ist. viel kleinere Spiegelteleskope bekommt dan nur noch über so astrographen hin, welche dan noch empfindlicher sind aber spätestens da bei 400mm ist dan schluss. Sonst würde es aus Kosten gründen sicher mehr Spiegel Objektive geben.

Dan muss man Spiegel auch noch häufiger Justieren Apos werden so gebaut das, das eigentlich fast nie nötig ist. Aber ich denke Ausschlaggebend ist der erste Punkt.

clear skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
In der "normalen Fotografie" haben Spiegelsysteme (mit zentralem Fangspiegel) die Eigenart bei Reflexen in unscharfen Bereichen Ringe statt Punkte zu zeigen. Insgesamt werden unscharfe Bereiche des Bildes auch gerne mal "fleckig" - unschönes Bokeh. Es gibt durchaus Spiegel-Fotoobjektive, aber aus genannten Gründen haben sie sich nie durchgesetzt.
In der Astronomie haben wir das Problem nicht. Da ist entweder alles scharf oder man hat den Fokuspunkt nicht getroffen.

Ciao, Udo
 
Hallo Andreas,

na ganz einfach deswegen, da es ohnehin selbsterklärend ist, dass ein erstklassiger, obstruktionsfreier und farbkorrigierter 5“ oder 6“ Apo-Refraktor im Seherlebnis (so gut wie) immer die Nase vorne hat im Vergleich zu einem erstklassigen 5“ oder 6“ Spiegel (Newton oder auch MN). Da muss man jetzt nicht „Eulen nach Athen tragen“.

Eine Ausnahme bildet hier die Klasse der Schiefspiegler. Allerdings ist das Handling bei diesem Fernrohrtyp nicht unbedingt immer benutzerfreundlich und daher sind diese vor allem mit größeren Hauptspiegeln ab ca. 8“-10“ nur sehr wenig vertreten.

Viele Grüße
Werner
 
Ging es nicht ursprünglich um den Umstieg von einem 16" Newton auf 12" für rein visuelle Nutzung?

Gruß Horst
 
Hallo Andreas,
ich weiß nicht wie du jetzt auf den Foto-APO kommst, da gibt es doch wieder ganz andere Spezifikationen?
Das was du schreibst ist ja nachvollziehbar, jedoch nur im Kontext von gleicher Öffnung, Brennweite und optischer Qualität, dieser Hinweis wird ja gerne vergessen bei solchen Diskussionen.
Ein echter Vollapochromat oder Super-APO ala TEC, Tak, LZOS usw. ist durch seine meist hohe optische Qualität schon eine Art Reverenz in seiner Öffnungsklasse.
Auch die hohe Transmission der Objektive tun das Ihrige dazu bei.
Das geht jedoch nur so bis ca. 7" Öffnung, danach verändern sich auch beim APO die Rahmenbedingungen z.T. recht drastisch.
Schon ein 6" Luftspalt Triplet braucht im Winter gute 1,5h für die Temperaturanpassung wenn es mobil genutzt wird.
Größere APOs ab 8" werden dann zu lang, zu schwer, zu teuer, kühlen nicht mehr zeitnah oder gar nicht mehr aus, sind nicht mehr wirklich transportabel, usw.

Gibt es eigentlich irgendwo ähnliche Diskussionen zwischen 5 Zoll Newton/MN und 10 Zoll Apo-Nutzern und was würde die Spiegelfraktion davon halten?
Ein solcher Vergleich ist mir jetzt nicht bekannt, allerdings wäre ein 10" APO mit f/10 auch kein wirkliches Rich-Field Teleskop mehr, wenn es um offene Sternhaufen gehen soll.
Auf Cloudy Nights gibt es einige Berichte von so großen APOs, welche Probleme haben mit der Temperaturanpassung.
Die Öl-APOs zeigen zum Tubusseeing, häufig Astigmatismus und die mit Luftspalt sphärische Aberration, was ja auch nicht verwundert, auch ein APO unterliegt der Physik und die 20-30kg/+ Glas, Stahl, ALU brauchen eben ihre Zeit.
Auch hier in Deutschland gibt es ein paar solcher großen APOs, welche die gleichen Probleme haben und z.T. noch unter Kuppel- bzw. Domeseeing leiden.
Also auch hier gäbe es Probleme mit der Vergleichbarkeit.
LG
 
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