Kaufhilfe Einsteigermodell max. 250€

MartinOnEarth

Neues Mitglied
Hallo zusammen,


ich möcht mein erstes Teleskop kaufen und würde dafür gern etwas vernünftiges für bis zu 250€ bekommen. Ich möchte gern Abends Planeten und den Mond betrachten, eventuell auch mal etwas Deep-Sky, aber das ist nicht die Prio.

Ich muss keine Fotos machen, jedenfalls nicht solche, die man dann irgendwo postet, aber es wäre mir natürlich schon lieb, wenn ich in paar Schnappschüsse mit dem Handy als Erinnerung machen kann.

Ich habe natürlich schonmal recherchiert aber nach einem Recherche-Wochenende weiß ich, wie wenig ich weiß. Foren sind teilweise voller widersprüche und nicht 100% anwendbar auf meinen Fall, deswegen jetzt mein Hilferuf bei euch.

Meine besten Ideen bisher:

BRESSER Spica-II 130/1.000 EQ3 Spiegelteleskop mit Smartphone-Adapter & Sonnenfilter --> Viele sagen der EQ3 wäre wackelig, aber sonst wirkt es für einen Noob wie mich gut. Ich vermute bei einem Newton wäre dann noch ein Gerät für Kollimierung notwendig, oder?

Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube DOB --> Wurde oft empfohlen aber Nachführung kritisiert, Stand teilweise kritisiert und eingeschränkter in seinen Einsatzorten (Außerdem mache ich lir Sorgen, das durch die Brennweite von 650 die Vergrößerung zu stark limitiert ist)

Teleskop N 130/900 Explorer EQ-2

--> Gleiche Sachen wie bei Bresser, keine Ahung was der Unterschied zwischen EQ2 und 3 ist (Irgendwie redet niemand pber Bresser aber alle über Skywatcher?!)


Gebt mir gern noch alternative Vorschläge... Sollte man bei meinem Budget lieber Gebraucht kaufen?

Bin wirklich dankbar!



PS: Ich wollte natürlich im Lokalen Fachhandel fragen, aber die haben noch knapp einen Monat Betriebsurlaub
 
Bei €250 würde ich klar zum gebrauchten Heritage 150 raten oder 130 und vielleicht noch ein Okular dazu. Ich habe beide Instrumente und sie nehmen sich nicht viel, der 150er bietet etwas mehr Licht, der 130er hat den Vorteil, dass man neben ihm sitzen und einblicken kann, beim 150er wird das etwas zu hoch im Zenith. Auf einen Tisch oder Hocker stellen kann man sie alle mal, ich mag es aber sehr auf der Wiese mit Decke zu sitzen und das Instrument neben mir zu haben.
Kritisch würde ich ausschließlich den Okularauszug sehen, welcher sehr einfach ist, aber funktioniert. Einzig bei Zoomokularen finde ich ihn störend, da eine drehende Verstellung des Okulars auch zum Verstellen des Fokus führt, wenn man den Auszug nicht festhält.
Rudimentäre Astrofotos (Lucky Imaging, Mond+Planeten) mit einer kleinen Astrocam wie der ASI120MC-S gehen mit dem Instrument auch, wenn man sich die Handnachführung traut.

CS, Ralf
 
Hallo Martin,

willkommen im Club! Das mit den widersprüchlichen Meinungen wirst Du auch hier erleben, denn jeder schwört halt auf ein anderes Konzept.

Eine wichtige Frage ist immer: wo willst Du beobachten? Stadthimmel mit Lichtverschmutzung oder dunkler Landhimmel oder beides?

Für die visuelle Beobachtung ist viel Öffnung grundsätzlich gut und da hat preislich immer der Dobson die Nase vorn, denn da gibt es recht viel Öffnung für wenig Geld. Ralf's Vorschlag geht in diese Richtung.

Fotografieren in der Nacht ist immer ein aufwendiges Thema: es braucht eine sehr stabile Montierung mit einer sehr präzisen Nachführung. Das ist einfach teuer. Schnappschüsse mit dem Händi durch irgendein Teleskop geht maximal am Mond.

Mein Tipp wäre: lass Dir Zeit! Schau, ob es in Deiner Nähe eine Sternwarte oder einen Astroverein gibt, wo Du mal mitspechteln kannst. Dann kannst Die Sache besser einschätzen.

Ausserdem denk mal über gebrauchtes Equipment nach, wenn Du mit geringem Budget einsteigen willst und lass Dir nicht von der (Bresser) Werbewelt die Sinne vernebeln.

CS.Oli
 
Hätte nicht gedacht das es so schnell geht mit den Tips. Danke
Eine wichtige Frage ist immer: wo willst Du beobachten? Stadthimmel mit Lichtverschmutzung oder dunkler Landhimmel oder beides?
Aktuell lebe ich auf dem Land (aber maximal 20 km zum Rand er Großstadt)

Ich habe aber kein Problem, mal das Teleskop mit ins Auto zu packen und weiter raus zu fahren.


Schnappschüsse mit dem Händi durch irgendein Teleskop geht maximal am Mond.
Ok. Ich würde gern zeigen können was ich gesehen habe, aber ob es dann super scharf ist oder besonder toll aussieht, ist mir egal
 
Hallo Martin ?,

willkommen im Forum.
Hier wird Dich geholfen ;).

Da waren Ralf und Oli schneller.

Würde auch zum Heritage tendieren oder ein Boden-Dobson ;). Der dann auf alle Fälle gebraucht. Neu für 250,-€ einen Standard Dobson, 200/1200, zu bekommen wir schwierig.

Auch auf alle Fälle den Rat von Oli aufgreifen,
lass Dir Zeit! Schau, ob es in Deiner Nähe eine Sternwarte oder einen Astroverein gibt, wo Du mal mitspechteln kannst. Dann kannst Die Sache besser einschätzen.
:y:.
Als Einzelkämpfer wird es aufwendig sich durch das Ganze durch zu wurschteln. Geht aber, habe ich auch so gemacht.

wenn Du mit geringem Budget einsteigen willst und lass Dir nicht von der (Bresser) Werbewelt die Sinne vernebeln.
;) :y:
 
Hallo Martin,

ist genug Platz vorhanden. Also Garten, Terrasse, größerer Balkon ?
Dann würde ich bei dem Budget zu einem gebrauchten 6" oder 8" Dobson raten.

Gruß,
Holger
Ich ziehe bald um, also kann ich das noch nicht genau sagen. Es sollt am besten in einem Regal Platz finden können, sonst muss ich es außerhalb der Wohnung lagern.

Mit wie viel Platz muss ich denn rechnen?
 
Hallo Martin,

toll, wenn Du unter Landhimmel beobachten kannst.

Visuell siehst Du, vor allem bei DSO, recht wenig. Da geht es mehr drum, Objekte überhaupt zu finden. Bei großen Galaxien kann man mit viel Übung ein paar Strukturen erkennen, M 42 sieht visuell sehr schön aus, aber von dem bunten Farbenspiel einer Astrofotografie ist das weit entfernt! Das was Du da visuell siehst, als Schnappschuß aufzunehmen, kannst Du von vorne herein vergessen.

Das ist auch der Grund für den Tipp mit dem Astroverein. Wenn Du mal mit einem erfahrenen Kollegen zusammen durch ein Tekeskop schaust, dann bekommst Du eine Vorstellung, was Dich überhaupt erwartet, bzw was Du erwarten kannst.

Mir war das, ehrlich gesagt, schon sehr schnell zu wenig. Deshalb habe ich mit EAA angefangen. Das ist quasi eine ganz einfache Art der Astrofotografie, aber mit 250 Eur nicht zu machen. Und letztlich finde ich es auch gut, erstmal visuell einzusteigen, um den Himmel etwas kennenzulernen.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Visuell siehst Du, vor allem bei DSO, recht wenig.
Kann ich nur bestätigen, selbst bei meinem 12" Dobson ist es meist nur ein milchiger Fleck.
Ok, Ausnahme z.B. M57 der Ringenebel, da sieht man den Ring :p
Aber ja, das Auffinden ist da auch bei mir ein Anreiz.

Mond und Planeten bieten da schon mehr Details, ist aber nur meine Meinung.

Gruß,
Holger
 
Zur Größenvorstellung:
MVIMG_20230726_221854.jpg



150P, 130P, 76P

Das Schwarze direkt hinter den Instrumenten ist ein Fußabtreter mit Standardmaßen; die Fliesen sind etwa handlang.

sie sind alle gut transportabel.

CS, Ralf
 
Hi Martin,

ich falls du Interesse hast, hätte ich hier noch einen 8 Zoll Dobson zu verkaufen, der dir ja auch schon empfohlen wurde. Leider wäre aber aufgrund Gewicht wäre nur Abholung möglich.

CS,

Ulrike
 
BRESSER Spica-II 130/1.000 EQ3 Spiegelteleskop
Ich habe mir das gerade im Netz angesehen und das sieht sehr kurz aus. Da ist also zusätzlich noch eine Linse verbaut.
Da liest man nicht viel Gutes im Internet.

Dann doch lieber der gute alte 114/900mm Newton. Mit dem bin ich damals eingestiegen.
OK, Stativ / Montierung war eine alte EQ2, der Wackeldackel. Aber ich nutze die heute noch.

Das habe ich neu ab ca. 170 Euro gefunden.

Aber heute gibt es mehr Enstiegsmöglichkeiten als bei mir anfang der 90ziger.
Ein 6" oder 8" Dobson zeigt da nochmal deutlich mehr.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

zuerst muss ich Holger beipflichten. Lass von dem 130/1000 Spica die Finger! Das Konzept mit Kugelspiegel und der eingebauten Korrektionslinse ist sehr problematisch. Früher gab es mal ein paar akzeptable Ausführungen; heute ist das alles Mist. Die Dinger justieren zu wollen (ich habe 3 unterschiedlich große in meiner Sammlung) treibt einen in den Wahnsinn.
Mit einem Newton (Dobson) bist du gut ausgerüstet. Auch ein vernünftiges Linsenteleskop mit 60-80mm Öffnung kann viel Freude machen. Meine meist benutzten Fernrohre zum schnell mal nach draußen stellen sind Skywatcher 70/500, Telemator (Zeiss) 60/840 beides Linsenfernrohre und TAL 1 (russisches Newton auf parallaktischer Montierung 100/805 grundsolide sowie Kosmos N110 - Newton 110/1100 auf parallaktischer Montierung Baujahr 1961. Dabei habe ich einen ganzen Stall anderer Geräte und eine echte Sternwarte; meistens stelle ich in meiner Faulheit aber einfach eines der oben genannten vor den Praxiseingang.

Mit Bedacht nach etwas gebrauchtem schauen lohnt sich allemal. Bis auf das Zeiss, das mir bei Schließung der DDR günstig zulief, habe ich den Rest auch gebraucht meist sehr günstig erworben.

CS Gerhard
 
Hallo Martin,
investiere dein Geld in den Mitgliedsbeitrag eines Astrovereins in deiner Nähe. Dort bekommst du nicht nur guten Rat, sondern kannst auch verschieden Fernrohre ausprobieren, so dass du selbst erfährst, welcher Teleskoptyp für dich richtig ist. Dort triffst du auch Menschen, die ihre nicht mehr benötigte Ausrüstung günstig abgeben und weil es Vereinskollegen sind, hast du keine Versandkosten und kannst alles vorher ausprobieren. So ist dein (weniges) Geld besser angelegt, als bei einem windigen Neugerät.
CS Harald
 
Hallo Martin,

ist genug Platz vorhanden. Also Garten, Terrasse, größerer Balkon ?
Es sollt am besten in einem Regal Platz finden können, sonst muss ich es außerhalb der Wohnung lagern.
ich glaube da meinte Holger @komposer mehr den Platz wo das Teleskop zu stehen kommt, wenn Du beobachtest.
Dabei ist ein Tischdobson, wie der Heritage, nicht ganz so problematisch wie Standard Dobson, 200/1200.
Gewissen Platz Anforderungen müssen erfüllt sein.
Dabei sind Terrasse und Garten nicht das Problem.
Kniffelig wird es auf dem Balkon. Egal ob Alt/AZ montiert wie ein Dobson oder parallaktisch, wie der erwähnte BRESSER Spica-II 130/1.000 EQ3.
Speziell der Newton, nichts anderes ist es beim Dobson, ist der Einblick in das Okular Vorne. Da muss man schon ein Stück weg von der Brüstung, sonst kann es abenteuerlich und gefährlich werden. Also muss nach Hinten raus genügend Platz sein, das man das Teleskop auch ohne anzuecken bewegen kann.

Tischdobson sind da etwas genügsamer, wobei der 150/750 auch Platz braucht.
Und, wie der Name schon sagt, unter den Tischdobson muss was stabiles drunter, sonst wird es auch ein Wackeldackel. Oder, wie oben schon erwähnt, man hockt sich daneben.

Selbstredend braucht man auch Platz zur Aufbewahrung.

Also bei Deinem geplanten Umzug daran denken welcher Platzbedarf gegeben ist und danach die Anschaffung planen.
Da ist tatsächlich der Besuch einer Volkssternwarte oder einem Astroverein sehr zu empfehlen. Da wirst Du das ganze Spektrum an Teleskopen vertreten sehen.
Das wird Dir sicher auch ein Gefühl geben, wie so ein Dobson zu bedienen ist. Das manuelle Nachführen in zwei Achsen ist nicht Jedermanns Ding. Aber auch kein Hexenwerk.

Der Dobson ist bei niedrigem Budget einfach das Teleskop.
Du bekommst, zumal gebraucht, ordentlich Öffnung, ein sehr stabiles System und intuitiv zu handhabendes System.
Hier im Forum wird oft gezeigt was man mit solch einem System zu erreichen ist.

Neben dem Rat Sternwarte und Astroverein aufzusuchen kommst Du aber nicht um hin Dich in die Materie einzuarbeiten/einzulesen. Eigeninitiative gehört einfach dazu.
Informieren über die verschiedenen Teleskop Bauformen.
Die verschiedenen Montierungen.
usw. usw.

Da wird viel auf Dich ein prasseln an Informationen und Wissen, was es dann gilt zu ordnen.
Der Aufwand, die Eigeninitiative lohnt sich aber.
Das Beobachten, egal ob rein visuell, klassische Astrofotografie oder EAA, ist ein tolles Hobby.

Geh es mit Ruhe und Geduld an.
Die Sterne sind, aller Voraussicht nach, auch noch länger da.
 
Ich würde auch die Empfehlung geben 6" oder 8", also 150 mm bzw. 200 mm Dobson.
Schau mal in den "Marktplatz"->"Biete" hier im Forum.
Suche dort nach 150/1200 und du wirst ein unschlagbares Angebot für ein praktisch nagelneues Bresser Dobson 6" (=150 mm Öffnung, 1200 mm Brennweite) finden.
Musst es halt bei Stuttgart abholen :).

Persönlich war mein "erstes" Teleskop (was ich dann auch behalten habe) ein 200 mm Öffnung, 1200 mm Brennweite sog. Dobson (8 Zoll Orion XT8). Diese Größe kann ich persönlich auch wärmstens empfehlen, allerdings ist das schon "groß". (Auf meinem Profilfoto ist das übrigens zu sehen)

P.S.: Wenn du das Teleskop lieber "neu" haben willst, Bresser selbst bietet das 6 Zoll Dobson auf der eigenen Homepage als "refurbished" für 200 € an. Ebenfalls eine gute Option...
 
Hallo zusammen,

ich danke euch für eure hilfreichen Antworten. Ich werde mich jetzt auf dem Gebraucht-Markt umschauen und den Kontakt zu einer lokalen Gruppe suchen.

Ihr habt mich für ein Dobson überzeugt, jetzt ist für mich nur noch die Frage, was für Zusatz-Equipment ein must-have ist. Ich vermute einen Justier-Laser werde ich auf jeden Fall anschaffen müssen oder?
 
Hallo Martin,

wenn Du Kontakt aufnimmst, frag doch bei denen, ob ein Laser vorhanden ist und lass Dir das Justieren gleich zeigen. Warum willst Du denn gleich noch mehr kaufen, wenn Dein Budget so begrenzt ist?

Zum Beobachten wirst Du noch das eine oder andere Okular brauchen. Die Zubehör-Okulare taugen normal nicht so viel. Aber vielleicht hast Du Glück und bekommst ein gebrauchtes Gerät wo schon ein etwas besseres Okular dabei ist.

CS.Oli
 
Moin auch zusammen,

Warum willst Du denn gleich noch mehr kaufen, wenn Dein Budget so begrenzt ist?
denke auch, das bei dem knappen Budget die Anschaffung von Okularen sinnvoller ist. Wenn eben nicht schon vernünftige dabei sind, was ja bei einem Gebrauchtkauf im Rahmen des möglichen liegt.
Hilfsmittel für die Justage muss nicht zwingend was fertiges sein.
Die berühmte Filmdose mit kleinem Loch hilft auch dabei.
Wenn man sich über den Kauf einig ist, kann man ja darum bitten den Newton zu justieren. Im besten Fall in Deiner Gegenwart.
Die Justage bei Newton ist schon recht stabil. Außer man transportiert das Teil täglich durch die Gegend und fährt ständig über holprige Feldwege.

Weiteres Zubehör, da wird es sich mit der Zeit zeigen was Du brauchst oder auch nicht.
Dennoch würde ich was zum Justieren und eine Rotlichtlampe zeitnah anschaffen.
 
Hallo Martin,

die Beilagen-Okulare ruhig erst einmal testen. Bei den 6" / 8" Dobson sind da meist auch vernünftige Brennweiten dabei (z.B. Super 10mm und 25mm)

Justierlaser habe ich heute noch nicht, sondern ein Concenter.
Aber angefangen habe ich mit einer milchigen Okularkappe, in die ich ein mittiges Loch gemacht habe. Also das schon erwähnte Prinzip Filmdose.
Diese Seite hat mir immer gut geholfen. Seeing1 Newton Justage

Ich lagere meine Dobsons in der kühlen Garage. Den 8er gleich schon in der Rockerbox, aber waagerecht gestellt damit sich der Staub nicht auf dem Hauptspiegel sammelt. Der 12er Tubus liegt auf einem halbhohen Schränkchen griffbereit im Lieferkarton.

Wenn ich nicht irgendwo anstoße, hält die Justage fast ewig.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

wenn du dich für einen Dobson 150/1200 entscheidest, dann ist das Justieren kein Wunderwerk. Das klappt dann wirklich mit der klassischen Filmdose. Wichtig ist etwas Feingefühl und Geduld. Meine Newton Teleskope habe ich z.T. seit Jahren nicht nachjustiert.
Ebenso gutmütig ist so ein Fernrohr mit f8 bei den Okularen. "Normale" Plössl Okulare sind da völlig hinreichend. Wir alten Vögel hatten vor über einem halben Jahrhundert nicht mal so was, und was hatten wir Spaß beim Beobachten!

CS Gerhard
 
Ihr habt mich für ein Dobson überzeugt,
stellt sich immer noch die Frage, wo Du beobachten willst?

Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube DOB
Ich habe aber kein Problem, mal das Teleskop mit ins Auto zu packen und weiter raus zu fahren.
der Tischdobson ist sicherlich einfacher zu transportieren als ein "ausgewachsener" 200/1200-er Dobson.
Den Tischdobson bekommst Du bestimmt auf die Rücksitze gepackt. Aber es muss ja halt auch ein stabiler Unterbau mit transportiert werden.
Außer man bevorzugt es auf einer Decke daneben zu sitzen.
Den Tubus des ausgewachsenen, 8", geht auch bei den meisten Autos liegend auf den Rücksitzen. Die Rockerbox kommt in den Kofferraum. Ab 10", wenn das gebraucht möglich ist bei 250,- €, wird es dann kniffeliger. Das sind schon ordentliche Brummer.

Ich habe damals anfangs meinen Dobson aus dem dritten Stockwerk runter "schleppen" müssen und dann zum Auto.
Das war mir dann auf Dauer zu blöd.
Da mein damaliger Balkon mit knapp 2m Tiefe gut geeignet war, habe ich mir einen höhenverstellbaren Unterbau gebastelt, damit ich über die Brüstung komme und siehe da, ab da kam der Dobson öfter zum Einsatz. Nach der Beobachtung Haube drüber und das Teil konnte stehen bleiben. Wenn kein Regen zeitnah angesagt war.

Das mit dem Transport ist wirklich zu bedenken. Es ist ja nicht nur der Hirntransport. Das ganze Geraffel muss ja auch zurück.
Ich will Dir das Beobachten nicht vermiesen, aber ich denke es ist legitim auf den ein oder anderen Fallstrick, aus Erfahrung, hinzuweisen.
 
Ich schreibe es noch einmal: Wenn du keinen Frust erleben willst, spar das Geld erstmal und besuche einen Amateurverein.
CS Harald
 
Ich ziehe bald um, also kann ich das noch nicht genau sagen.
Das muss ja erst einmal klar sein, wie viel Platz da vorhanden ist. Damit meine ich nicht die Lagerung sondern den Haupt-Beobachtungsplatz.

In der Zeit kann er sich weiter informieren. Falls ein Astroverein in der Nähe ist, kein Problem, einfach mal vorbeischauen.
Macht aber nicht jeder und so bleibt immer noch das Internet oder vielleicht auch der Bekanntenkreis.

6" oder 8" Dobson, die Ausmaße müssen zum Beobachtungsplatz passen. Auf einem engen Balkon kann das vielleicht problematisch werden aber alles darüber hinaus ist doch möglich. So riesig sind die nun auch nicht. Auch ohne den live selbst gesehen zu haben sollte es doch möglich sein sich ein ca. 1m langes Rohr mit bis zu 25cm Durchmesser auf einer ca. 60cm hohen Rockerbox vorzustellen.

Also vorher genau überlegen:
1. Aufbau / Beobachtung
- Reicht mein Beobachtungsplatz dafür aus
- Wo lagere ich den Dobson um den so schnell und unkompliziert wie möglich aufbauen zu können.
Je geringer die Hemmschwelle desto häufiger wird nachher auch beobachtet.

2. Erwartungshaltung
realistische Vorstellungen über den Anblick im Okular

Besonders bei Deepsky Objekten kann man das nicht mit langzeitbellichteten Fotos vergleichen. Visuell ist das häufig nur ein milchiger Fleck.
Das eigene Auffinden sorgt da bei mir fast für mehr Begeisterung als der tatsächliche Anblick.

Mond und Planeten sind da aus meiner Sicht spektakulärer.
Mond: zahlreiche Krater und am Terminator (Licht/Schatten-Grenze) wirken die auch immer wieder anders.
Jupiter: die dunklen Bänder, der große rote Fleck, Schattenwürfe der Jupiter-Monde usw...
Saturn: natürlich der Ring aber auch Bänder auf der Planetenkugel.
Mars: Mit seinen dunklen Gebieten, Polkappe ...

Erwarte keine Fotoqualität beim visuellen Anblick. Schau dir da besser Zeichnungen an oder Live-Videos auf Youtube.
Hast du eigentlich schon einmal durch ein Teleskop geblickt ?

Gruß,
Holger
 
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