Dane Vetter
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
seit längerem nutze ich an meinem C11 EdgeHD einen passenden Celestron Tauschutz-Heizring, den ich aber bisher immer über eine Pegasus Astro Powerbox Micro mit Feuchtigkeits- und Temperatursensor reguliert habe. Zuvor hatte ich ohne eine aktive Heizung immer wieder das Problem mit einer zu getauten Schmidtplatte, nach Anbringen des Heizringes war das Problem weg. Die Funktion scheint irgendwie gegeben zu sein, genauere Messungen kann ich nicht durchführen und eigentlich hatte ich auch keine Probleme mit Heizfähnchen durch eine deutliche Überregulierung. Jedenfalls hatte ich bis jetzt das Gefühl, dass es so ist, mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher, ob das alles so rund läuft.
Aktuell hatte ich in den letzten klaren, aber auch feuchten Nächten tatsächlich Spikes an den Sternen. Und zwar waren es immer zwei Spikes, welche genau gegenüber liegen. Zudem war die Abbildung der Sterne alles andere als gut, und auch etwas verfranst. Ich kann aber nicht ausschließen, dass hier nicht noch zusätzlich ein Problem mit nicht ausreichender Auskühlung vorliegt. Das muss sich nicht nur zwingend in Form von Hitzefähnchen zeigen. Ein Tubus, der nicht vollständig ausgeglichen ist, kann tatsächlich verschiedene Auffälligkeiten zeigen, einschließlich ausgefranster Sterne.
Diese prägnanten Spikes kommen tatsächlich vom Heizring, wie das auch von Celestron bestätigt wurde. Der Heizring weist auf der Rückseite das glänzende Flachbandkabel auf, welches die eigentliche Heizung bildet. Das Lustige hierbei, schon beim Kauf habe ich das schon als Problem angesehen, und die Stelle mit einem schwarzen Lackspray geschwärzt. Danach ist mir aber schnell klar geworden, dass die Stelle ja heiß werden kann, und da wurde ich bei dem Lackspray unsicher, weshalb ich es kurz darauf wieder entfernt habe, und auch einfach nach keiner Alternative gesucht habe. Ich war mir sicher, ich übertriebe es wohl mal wieder mit dem Optimierungswahn.
Jedenfalls scheinen genau an zwei Stellen diese glänzenden Flächen über Aussparungen ins Innere des Tubus rein, was eben genau für die Spikes sorgen kann.
Hier wurde von Celestron der kurze Hinweis zur Notlösung gegeben, dass man diese Flächen einfach mit einem schwarzen Filzstift übermalt. Es wird nicht zu einem Klebeband geraten, da dies die Heizleistung beeinträchtigen kann. Ich habe es mal mit einer dünnen Schicht an übriggebliebener TS-Optics Black 2.0 Antireflexfarbe versucht, welche laut der Angabe bis 100°C aushalten sollte. Mein Edding Filzstift glänzt hier immer noch etwas, mit der Antireflexfarbe bin ich, was das betrifft, auf der sicheren Seite, wie man am Foto erkennt.
Ein Test steht leider dank des Wetters noch aus, und wird sich wohl noch hinziehen, wenn ich die Wettervorschau betrachte.
Ein weiterer Punkt in Bezug auf den Heizring ist die Ansteuerung. Hier kam auch ein interessanter Hinweis von Celestron, welchen ich gerne noch prüfen würde. Und zwar wurde noch auf das ungebremste Aufheizen des Heizrings eingegangen, was sich natürlich auch auf die Bildung der Sterne auswirken kann. Denn laut Celestron ist eine genaue Regulierung nur über die "Celestron Smarte Tauschutzsteuerung" möglich. Ich habe die Funktion der Heizringe eher mit den Heizbändern verglichen, was wohl so nicht ganz hinhaut. Das fängt wohl auch damit an, dass die Steuerung von Celestron auch mit dem Temperatursensor im Heizring arbeitet.
Hier kann die Entstehung von Spikes ebenfalls begünstigt werden, da der Heizdraht durch die oben gezeigten Aussparungen im Tubus an diesen Stellen eine Art Hitzeblase erzeugt. Diese Hitzeblase erreicht genau an den Aussparungen ihre maximale Intensität und regt somit die hellen Sterne zur Bildung von Spikes an. Celestron ist derzeit keine andere Lösung für dieses Problem bekannt, außer den Heizring nicht mit mehr als 25% der Gesamtleistung zu betreiben. Laut Aussage haben Tests gezeigt, dass die Spikes um die hellen Sterne verschwinden, sobald der Heizring ausgeschaltet wird. Das wollte ich bei mir auch noch ausprobieren bzw. ist für die nächste klare Nacht mit den neuen geschwärzten Stellen als weiterer Versuch geplant.
Nebenbei bin ich auch am überlegen, ob ich mir noch doch die Celestron Smarte Tauschutzsteuerung anschaffen soll, wobei mich Dimension, Gewicht und Preis doch etwas abschrecken, für das was sie eigentlich machen soll.
Ich dachte ich schreibe das hier mal rein, falls mal jemand anderes solche Erfahrungen macht. Falls jemand schon so etwas hinter sich gebracht hat, würde ich mich natürlich gerne über Erfahrungen freuen, und wie ihr das in den Griff bekommen habt.
seit längerem nutze ich an meinem C11 EdgeHD einen passenden Celestron Tauschutz-Heizring, den ich aber bisher immer über eine Pegasus Astro Powerbox Micro mit Feuchtigkeits- und Temperatursensor reguliert habe. Zuvor hatte ich ohne eine aktive Heizung immer wieder das Problem mit einer zu getauten Schmidtplatte, nach Anbringen des Heizringes war das Problem weg. Die Funktion scheint irgendwie gegeben zu sein, genauere Messungen kann ich nicht durchführen und eigentlich hatte ich auch keine Probleme mit Heizfähnchen durch eine deutliche Überregulierung. Jedenfalls hatte ich bis jetzt das Gefühl, dass es so ist, mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher, ob das alles so rund läuft.
Aktuell hatte ich in den letzten klaren, aber auch feuchten Nächten tatsächlich Spikes an den Sternen. Und zwar waren es immer zwei Spikes, welche genau gegenüber liegen. Zudem war die Abbildung der Sterne alles andere als gut, und auch etwas verfranst. Ich kann aber nicht ausschließen, dass hier nicht noch zusätzlich ein Problem mit nicht ausreichender Auskühlung vorliegt. Das muss sich nicht nur zwingend in Form von Hitzefähnchen zeigen. Ein Tubus, der nicht vollständig ausgeglichen ist, kann tatsächlich verschiedene Auffälligkeiten zeigen, einschließlich ausgefranster Sterne.
Diese prägnanten Spikes kommen tatsächlich vom Heizring, wie das auch von Celestron bestätigt wurde. Der Heizring weist auf der Rückseite das glänzende Flachbandkabel auf, welches die eigentliche Heizung bildet. Das Lustige hierbei, schon beim Kauf habe ich das schon als Problem angesehen, und die Stelle mit einem schwarzen Lackspray geschwärzt. Danach ist mir aber schnell klar geworden, dass die Stelle ja heiß werden kann, und da wurde ich bei dem Lackspray unsicher, weshalb ich es kurz darauf wieder entfernt habe, und auch einfach nach keiner Alternative gesucht habe. Ich war mir sicher, ich übertriebe es wohl mal wieder mit dem Optimierungswahn.
Jedenfalls scheinen genau an zwei Stellen diese glänzenden Flächen über Aussparungen ins Innere des Tubus rein, was eben genau für die Spikes sorgen kann.
Hier wurde von Celestron der kurze Hinweis zur Notlösung gegeben, dass man diese Flächen einfach mit einem schwarzen Filzstift übermalt. Es wird nicht zu einem Klebeband geraten, da dies die Heizleistung beeinträchtigen kann. Ich habe es mal mit einer dünnen Schicht an übriggebliebener TS-Optics Black 2.0 Antireflexfarbe versucht, welche laut der Angabe bis 100°C aushalten sollte. Mein Edding Filzstift glänzt hier immer noch etwas, mit der Antireflexfarbe bin ich, was das betrifft, auf der sicheren Seite, wie man am Foto erkennt.
Ein Test steht leider dank des Wetters noch aus, und wird sich wohl noch hinziehen, wenn ich die Wettervorschau betrachte.
Ein weiterer Punkt in Bezug auf den Heizring ist die Ansteuerung. Hier kam auch ein interessanter Hinweis von Celestron, welchen ich gerne noch prüfen würde. Und zwar wurde noch auf das ungebremste Aufheizen des Heizrings eingegangen, was sich natürlich auch auf die Bildung der Sterne auswirken kann. Denn laut Celestron ist eine genaue Regulierung nur über die "Celestron Smarte Tauschutzsteuerung" möglich. Ich habe die Funktion der Heizringe eher mit den Heizbändern verglichen, was wohl so nicht ganz hinhaut. Das fängt wohl auch damit an, dass die Steuerung von Celestron auch mit dem Temperatursensor im Heizring arbeitet.
Hier kann die Entstehung von Spikes ebenfalls begünstigt werden, da der Heizdraht durch die oben gezeigten Aussparungen im Tubus an diesen Stellen eine Art Hitzeblase erzeugt. Diese Hitzeblase erreicht genau an den Aussparungen ihre maximale Intensität und regt somit die hellen Sterne zur Bildung von Spikes an. Celestron ist derzeit keine andere Lösung für dieses Problem bekannt, außer den Heizring nicht mit mehr als 25% der Gesamtleistung zu betreiben. Laut Aussage haben Tests gezeigt, dass die Spikes um die hellen Sterne verschwinden, sobald der Heizring ausgeschaltet wird. Das wollte ich bei mir auch noch ausprobieren bzw. ist für die nächste klare Nacht mit den neuen geschwärzten Stellen als weiterer Versuch geplant.
Nebenbei bin ich auch am überlegen, ob ich mir noch doch die Celestron Smarte Tauschutzsteuerung anschaffen soll, wobei mich Dimension, Gewicht und Preis doch etwas abschrecken, für das was sie eigentlich machen soll.
Ich dachte ich schreibe das hier mal rein, falls mal jemand anderes solche Erfahrungen macht. Falls jemand schon so etwas hinter sich gebracht hat, würde ich mich natürlich gerne über Erfahrungen freuen, und wie ihr das in den Griff bekommen habt.
