Celestron Tauschutz-Heizringe - Bildung von Spikes und die korrekte Ansteuerung

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

seit längerem nutze ich an meinem C11 EdgeHD einen passenden Celestron Tauschutz-Heizring, den ich aber bisher immer über eine Pegasus Astro Powerbox Micro mit Feuchtigkeits- und Temperatursensor reguliert habe. Zuvor hatte ich ohne eine aktive Heizung immer wieder das Problem mit einer zu getauten Schmidtplatte, nach Anbringen des Heizringes war das Problem weg. Die Funktion scheint irgendwie gegeben zu sein, genauere Messungen kann ich nicht durchführen und eigentlich hatte ich auch keine Probleme mit Heizfähnchen durch eine deutliche Überregulierung. Jedenfalls hatte ich bis jetzt das Gefühl, dass es so ist, mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher, ob das alles so rund läuft.

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Aktuell hatte ich in den letzten klaren, aber auch feuchten Nächten tatsächlich Spikes an den Sternen. Und zwar waren es immer zwei Spikes, welche genau gegenüber liegen. Zudem war die Abbildung der Sterne alles andere als gut, und auch etwas verfranst. Ich kann aber nicht ausschließen, dass hier nicht noch zusätzlich ein Problem mit nicht ausreichender Auskühlung vorliegt. Das muss sich nicht nur zwingend in Form von Hitzefähnchen zeigen. Ein Tubus, der nicht vollständig ausgeglichen ist, kann tatsächlich verschiedene Auffälligkeiten zeigen, einschließlich ausgefranster Sterne.

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Diese prägnanten Spikes kommen tatsächlich vom Heizring, wie das auch von Celestron bestätigt wurde. Der Heizring weist auf der Rückseite das glänzende Flachbandkabel auf, welches die eigentliche Heizung bildet. Das Lustige hierbei, schon beim Kauf habe ich das schon als Problem angesehen, und die Stelle mit einem schwarzen Lackspray geschwärzt. Danach ist mir aber schnell klar geworden, dass die Stelle ja heiß werden kann, und da wurde ich bei dem Lackspray unsicher, weshalb ich es kurz darauf wieder entfernt habe, und auch einfach nach keiner Alternative gesucht habe. Ich war mir sicher, ich übertriebe es wohl mal wieder mit dem Optimierungswahn.

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Jedenfalls scheinen genau an zwei Stellen diese glänzenden Flächen über Aussparungen ins Innere des Tubus rein, was eben genau für die Spikes sorgen kann.

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Hier wurde von Celestron der kurze Hinweis zur Notlösung gegeben, dass man diese Flächen einfach mit einem schwarzen Filzstift übermalt. Es wird nicht zu einem Klebeband geraten, da dies die Heizleistung beeinträchtigen kann. Ich habe es mal mit einer dünnen Schicht an übriggebliebener TS-Optics Black 2.0 Antireflexfarbe versucht, welche laut der Angabe bis 100°C aushalten sollte. Mein Edding Filzstift glänzt hier immer noch etwas, mit der Antireflexfarbe bin ich, was das betrifft, auf der sicheren Seite, wie man am Foto erkennt.

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Ein Test steht leider dank des Wetters noch aus, und wird sich wohl noch hinziehen, wenn ich die Wettervorschau betrachte.

Ein weiterer Punkt in Bezug auf den Heizring ist die Ansteuerung. Hier kam auch ein interessanter Hinweis von Celestron, welchen ich gerne noch prüfen würde. Und zwar wurde noch auf das ungebremste Aufheizen des Heizrings eingegangen, was sich natürlich auch auf die Bildung der Sterne auswirken kann. Denn laut Celestron ist eine genaue Regulierung nur über die "Celestron Smarte Tauschutzsteuerung" möglich. Ich habe die Funktion der Heizringe eher mit den Heizbändern verglichen, was wohl so nicht ganz hinhaut. Das fängt wohl auch damit an, dass die Steuerung von Celestron auch mit dem Temperatursensor im Heizring arbeitet.

Hier kann die Entstehung von Spikes ebenfalls begünstigt werden, da der Heizdraht durch die oben gezeigten Aussparungen im Tubus an diesen Stellen eine Art Hitzeblase erzeugt. Diese Hitzeblase erreicht genau an den Aussparungen ihre maximale Intensität und regt somit die hellen Sterne zur Bildung von Spikes an. Celestron ist derzeit keine andere Lösung für dieses Problem bekannt, außer den Heizring nicht mit mehr als 25% der Gesamtleistung zu betreiben. Laut Aussage haben Tests gezeigt, dass die Spikes um die hellen Sterne verschwinden, sobald der Heizring ausgeschaltet wird. Das wollte ich bei mir auch noch ausprobieren bzw. ist für die nächste klare Nacht mit den neuen geschwärzten Stellen als weiterer Versuch geplant.

Nebenbei bin ich auch am überlegen, ob ich mir noch doch die Celestron Smarte Tauschutzsteuerung anschaffen soll, wobei mich Dimension, Gewicht und Preis doch etwas abschrecken, für das was sie eigentlich machen soll.

Ich dachte ich schreibe das hier mal rein, falls mal jemand anderes solche Erfahrungen macht. Falls jemand schon so etwas hinter sich gebracht hat, würde ich mich natürlich gerne über Erfahrungen freuen, und wie ihr das in den Griff bekommen habt.
 
den Heizring nicht mit mehr als 25% der Gesamtleistung zu betreiben.

Hier ein kleines Update von meiner Seite, was angegebenen 25% angeht. In der letzten klaren Nacht habe ich mich mal rein auf Planeten fixiert, weshalb ich die Spikes an den Sternen nicht verifizieren konnte. Aber habe in diesem Fall aber nun eine neue Erkenntnis gewonnen, was die manuelle Ansteuerung des Heizringes angeht. Die empfohlenen 25% haben bei mir leider nicht ausgereicht, und als ich mit dem Smartphone mal kurz oben rein geknipst habe, sah ich auch den ersten Ansatz von Taubildung. Beim nächsten Einsatz versuche ich mal auf 35% hochzugehen, und vielleicht kann ich dann auch die Abbildung der Sterne prüfen.

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Hallo zusammen,

gestern gab es mal wieder Gelegenheit, weitere Versuche anzustreben. Die Nacht war bei mir auch wieder sehr feucht, aber diesmal ist mir die Platte nicht zu getaut. Anstatt der ursprünglich geplanten 35% als weiteren Schritt, habe ich direkt mal 50% angestrebt.

Ich habe dann aber mal zum Spaß am defokussierten Stern nachgeschaut, und dabei auch mal den Heizring abgeschalten. Links ist der Heizring aktiv, und man sieht deutlich, wie die Welle vom Rand her aufsteigen. Rechts habe ich den Heizring abgeschaltet, und man erkennt, wenn auch nicht direkt deutlich, dass der Einfluss etwas abnimmt.



Beim nächsten Mal will ich es auf jeden Fall mit den ursprünglich geplanten 25% ausprobieren. Vielleicht ist das ein Kompromiss zwischen Taubildung und Seeing. Es zeigt auf jeden Fall, dass 50% schon zu viel sein könnten.

Da ich diesmal kein DeepSky gemacht habe, kann ich zu dem oben gezeigten Problem mit den Spikes noch kein Update geben.
 
Das Problem mit dem Zutauen ist schon ärgerlich. Ich wollte mir auch einen Heizzing für mein C9.25 kaufen. Das ist mir aber doch etwas teuer, zumal das Steuergerät dazu kommt.
Ich habe mir dann mal 2 kleine Heizdecken besorgt. Die werden mit 5 Volt betrieben über einen USB Anschluss. Die haben 3 Einstellstufen.
Das sind nun erstmal Versuche mit viel Klebeband. Einmal konnte ich es schon mal testen, und hat auch einigermaßen gut funktioniert.
Ich hatte die Einstellung auf Stufe 2, und die Platte wurde gut gewärmt. Die Wärme war aber zu großflächig. Das habe ich nun "umgebaut", und die Heizmatten umgeschlagen.
Und jetzt warte ich auf klares Wetter und bin gespannt, wie sich die Tauheizung verhält.....
Sieht alles noch Experimentell aus, bin aber recht zuversichtlich.
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Thomas
 
Habe ich da was falsch verstanden? Wird der Heizzing bis 100°C warm?
Oder sind das "Wärmespitzen"?
Verzieht sich bei der Temperatur nicht die Schmidtplatte?

Thomas
 
Das Problem mit dem Zutauen ist schon ärgerlich. Ich wollte mir auch einen Heizzing für mein C9.25 kaufen. Das ist mir aber doch etwas teuer, zumal das Steuergerät dazu kommt.
Ich habe mir dann mal 2 kleine Heizdecken besorgt. Die werden mit 5 Volt betrieben über einen USB Anschluss. Die haben 3 Einstellstufen.
Das sind nun erstmal Versuche mit viel Klebeband. Einmal konnte ich es schon mal testen, und hat auch einigermaßen gut funktioniert.
Ich hatte die Einstellung auf Stufe 2, und die Platte wurde gut gewärmt. Die Wärme war aber zu großflächig. Das habe ich nun "umgebaut", und die Heizmatten umgeschlagen.
Und jetzt warte ich auf klares Wetter und bin gespannt, wie sich die Tauheizung verhält.....
Sieht alles noch Experimentell aus, bin aber recht zuversichtlich.
Den Anhang 445013 betrachten

Thomas
Hab den Heizring ohne Steuergrät montiert ,nur Netzteil 12V 3A ,und wird Lauwarm und reicht völlig aus.....
hab die Taukappe um die hälfte kürzen können, wegen Windanfälligkeit....
 
Bei der Beratung vom dem Heizring hat man mir gesagt, dass ich ein Steuergerät benötige. An dem Heizring ist doch ein spezieller Anschluß dran, oder sehe ich das falsch?

Wie hast du die Taukappe sauber gekürzt? Ich würde meine auch um 10cm kürzen wollen.

Thomas
 
Habe ich da was falsch verstanden? Wird der Heizzing bis 100°C warm?
Nein, und das wäre wohl auch nicht das Ziel.

Diese prägnanten Spikes kommen tatsächlich vom Heizring, wie das auch von Celestron bestätigt wurde. Der Heizring weist auf der Rückseite das glänzende Flachbandkabel auf, welches die eigentliche Heizung bildet. Das Lustige hierbei, schon beim Kauf habe ich das schon als Problem angesehen, und die Stelle mit einem schwarzen Lackspray geschwärzt.
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Hier kann die Entstehung von Spikes ebenfalls begünstigt werden, da der Heizdraht durch die oben gezeigten Aussparungen im Tubus an diesen Stellen eine Art Hitzeblase erzeugt. Diese Hitzeblase erreicht genau an den Aussparungen ihre maximale Intensität und regt somit die hellen Sterne zur Bildung von Spikes an.

Verzieht sich bei der Temperatur nicht die Schmidtplatte?
Das sollte ja auch nur minimal wärmen, damit es keinen Tau gibt.

Bei der Beratung vom dem Heizring hat man mir gesagt, dass ich ein Steuergerät benötige. An dem Heizring ist doch ein spezieller Anschluß dran, oder sehe ich das falsch?
Man kann den Heizring auch einfach manuell ansteuern, aber eben mit einer begrenzten Leistung, da er sonst zu warm wird.
 
Bei der Beratung vom dem Heizring hat man mir gesagt, dass ich ein Steuergerät benötige. An dem Heizring ist doch ein spezieller Anschluß dran, oder sehe ich das falsch?

Wie hast du die Taukappe sauber gekürzt? Ich würde meine auch um 10cm kürzen wollen.

Thomas
Hab die Aussparungen bei mir 2 da Doppelschiene ,tiefer reingeschnitten und dann ein Stück hinten weggeschnitten, Anschluss muss ich nochmal gucken, entweder hab ich das Netzteil direkt angesteckt oder ich hatte da einen passenden Clinschstecker.
 
Auf jedem Teleskoptreffen sind die SC Leute immer die ersten, die den mobilen Fön auspacken und das hat Gründe:

1. Eine C11 Schmidtplatte ist groß und dünn
2. Glas ist schlechter Wärmeleiter
3. Die Wärme kann nur vom Rand eingebracht werden und hat einen weiten Weg bis zur Mitte.

Daher kann so eine Ringheizung gar nicht effektiv sein, auch wenn sie so beworben wird. Damit es trotzdem funktioniert, muss man viel heizen, was Tubusseeing erzeugt und im mobilen Einsatz viel Akkuleistung kostet. In den Specs sehe ich 30 W Nennleistung, das geht ja schon Richtung mobiler Toaster.

Als Alternative könnte ich mir eine möglichst lange Taukappe + Ventilator vor der Öffnung vorstellen, siehe Ein sich mitbewegender Antitau Lüfter

Der Lüfter bläst auch bei hoher Luftfeuchtigleit noch ungesättigte Luft auf die Oberfläche und verhindert durch erzwungene Konvektion, dass diese unter den Taupunkt abkühlt. Eine moderate Drehzahl sollte reichen, damit keine Vibrstionen übertragen werden. Selbst ausprobiert habe ich so etwas jedoch nicht.
 
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Auf jedem Teleskoptreffen sind die SC Leute immer die ersten, die den mobilen Fön auspacken und das hat Gründe:

1. Eine C11 Schmidtplatte ist groß und dünn
2. Glas ist schlechter Wärmeleiter
3. Die Wärme kann nur vom Rand eingebracht werden und hat einen weiten Weg bis zur Mitte.

Daher kann so eine Ringheizung gar nicht effektiv sein, auch wenn sie so beworben wird. Damit es trotzdem funktioniert, muss man viel heizen, was Tubusseeing erzeugt und im mobilen Einsatz viel Akkuleistung kostet. In den Specs sehe ich 30 W Nennleistung, das geht ja schon Richtung mobiler Toaster.

Als Alternative könnte ich mir eine möglichst lange Taukappe + Ventilator vor der Öffnung vorstellen, siehe Ein sich mitbewegender Antitau Lüfter

Der Lüfter bläst auch bei hoher Luftfeuchtigleit noch ungesättigte Luft auf die Oberfläche und verhindert durch erzwungene Konvektion, dass diese unter den Taupunkt abkühlt. Eine moderate Drehzahl sollte reichen, damit keine Vibrstionen übertragen werden. Selbst ausprobiert habe ich so etwas jedoch nicht.
Die ist effektiv... kann nichts schlechtes sagen ....früh genug einschalten, und seitedem nie wieder Probleme gehabt mit Vereisung oder Tau
in Verbindung mtit der kurzen Taukappe... die hat bei mir vorne nur noch 20cm.....
ohne Taukappe noch nicht probiert....werd ich mal testen.
 
Hallo Foxi,

meine Definition von "effektiv" in diesem Zusammenhang ist im Sinne von "möglichst viel Tauschutz mit möglichst wenig Heizleistung und möglichst wenig Nebenwirkungen (Seeing)" gemeint. Du schreibst oben von 12 V * 3A = 36 W. Effektiv wäre nach meinem Verständnis, eine taufreie Schmidtplatte mit sagen wir 3-6 W.
 
Hallo Foxi,

meine Definition von "effektiv" in diesem Zusammenhang ist im Sinne von "möglichst viel Tauschutz mit möglichst wenig Heizleistung und möglichst wenig Nebenwirkungen (Seeing)" gemeint. Du schreibst oben von 12 V * 3A = 36 W. Effektiv wäre nach meinem Verständnis, eine taufreie Schmidtplatte mit sagen wir 3-6 W.
Ja bloß 36W wenn das stimmt macht mir nix ,bin ja Stationär ...Steckdose...
und der Ring wird ja nicht heiß wie ein Bügelbrett, man muß den Finger schon ne weile drauf lassen
um zu merken das er "warm" ist...
 
Hallo zusammen,

inwieweit der Heizring effektiv ist, kann ich aufgrund fehlender Kenntnisse schwer beurteilen. Mir erscheint aber das Prinzip als sinnvoll, dass genau dort angesetzt ist, wo auch das Problem entsteht. Jedenfalls erscheinen mir Heizmanschetten um Tubus oder Taukappe hierbei als weniger sinnvoll, aber vielleicht sehe ich das auch falsch. Der erwähnte Föhn versuche ich jedenfalls so weit wie möglich zu vermeiden wollen, auch wenn es gewisse Kosten auf das Seeing auf sich nimmt.

Die Variante mit einem Lüfter, habe ich nun zum ersten Mal in Form von einem Aufbau gesehen. Wobei ich so ein langer freischwingender Arm irgendwie als etwas kontraproduktiv empfinde. Bei einer Diskussion vor Jahren hat auch mal jemand anderes als potenzielle Idee einen Lüfter erwähnt. Ich hatte hierbei mal den Plan, meine gedruckte Taukappe mit einer seitlichen und geneigten Öffnung nahe an der Korrekturplatte auszustatten, sodass ein Lüfter mit z.b. 80x80 mm und reduzierter Geschwindigkeit leicht schräg darauf blasen kann, welcher direkt an die Taukappe angeschraubt wird.

Ich habe die Idee aber bis heute nicht umgesetzt, da zum einen die Herstellung so einer großen Taukappe nicht gerade günstig ist. Und zum anderen, da ich bis heute keinen eindeutigen Nachweis habe, dass diese Idee auch sinnvoll funktionieren soll. Die SCTs gibt es ja nicht seit erst einem Jahr, und wenn ein seitlicher Luftstrom auf die Korrektorplatte die Lösung sein soll, weshalb hat das bisher kaum einer umgesetzt? Die Fotos im verlinkten Thread sind für mich die ersten mit so einer Umsetzung. Was mir hier aber fehlt, sind die Erfahrungswerte des Nutzers. Auch hier scheint das irgendwie auszubleiben.

Vielleicht muss ich meinen Plan mit der modifizierten Taukappe doch wieder weiterverfolgen. Aber bis dahin, möchte ich es doch mit dem Heizring versuchen.

Nebenbei erwähnt, spielt für mich der Stromverbrauch hier weniger eine Rolle. Ich empfinde aber ein C11 auch weniger das typische mobile Gerät fürs Feld.
 
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Hallo zusammen,

nach langem mal ein Update, da ich mein C11 aktuell seit langem mal wieder für DeepSky einsetze. Die oben gezeigte Modifikation scheint geholfen zu haben. Ich habe nun keine Spikes mehr in den Sternen. Und der Heizring wurde manuell mit nur 20% angesteuert.

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Interessant wäre es ja den Thermistor zu nutzen. Leider verbaut Celestron hier einen NTC 10k, die Powerboxen (Wanderer) lesen jedoch nur DS18B20, Pegasus und Terrans liest gar keine. Ich bin am Überlegen den Tauschutzring auf DS18B20 umzubauen. Wie sich das umsetzen lässt muss sich noch zeigen.
Die Wahl meiner anzuschaffenden Powerbox hängt auch davon ab, was sich nutzen lässt.

CS, Ralf
 
Du kannst ja hier mal berichten, wie es gelaufen ist. Ich stelle mir das schwierig vor, sodass die Messung auch optimal die Korrektur einleitet.

Mir erschließt sich hier aber nicht ganz das Prinzip.

Üblicherweise läuft es ja so, man hat den Taupunktsensor bzw. Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Fällt der Taupunkt, wird die Heizung angesteuert.

In diesem Fall wird ja noch eine Messung direkt am Heizring durchgeführt. Dadurch kann das System die genaue Temperatur von dem Heizdraht bestimmen. Aber eigentlich bräuchte es doch die Temperatur von der Schmidt-Platte? Und nicht direkt von der Heizung? Außer man kann es davon ausrechnen, dass wenn der aufliegende Heizdraht die Temperatur X hat, wird die Schmidt-Platte vermutlich Temperatur X haben, was ganz genau etwas über dem Taupunkt ist. So, und nicht mehr heizen.... aber bei der Schmidt-Platte und den Heizring hat man nicht den Verlauf von Außen der Platte bis zum Zentrum wo dann auch noch was ankommen sollte. Theoretisch müsste also genaugenommen die Temperaturmessung im inneren Ring der Schmidt-Platte sein? Das geht natürlich nicht so einfach. Aber rein theoretisch? Mir erschließt sich nicht so ganz die Messung direkt an der Heizung.
 
Hallo zusammen,

ein kleines Update von meiner Seite: Nach einem kurzen Ausflug zu einer potenziellen, eher experimentellen Alternativlösung kehre ich nun wieder zum Heizring zurück. Diesmal mit dem Einsatz der originalen Celestron Smarte Tauschutz-Steuerung, welche ja auch ursprünglich dafür vorgesehen ist. Das bedeutet in dem Fall ein weiteres Gerät am Teleskop, was ich aber kabeltechnisch vereinfacht habe.

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Ich habe hierzu auch noch die Schlechtwetterphase gleich ausgenutzt, um ein optimales Kabelmanagement aufzubauen. Die originalen Kabel sind viel zu lang, wenn die Steuerung direkt auf der unteren Prismenschiene montiert wird. Für den Zweck hätte man auch einfach direkt in der Steuerung die Buchsen/Stecker verbauen können, damit man den Heizring direkt aufstecken kann.

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Ich bin gespannt, wie es damit läuft.
 
Hallo zusammen

Diese Celestron Tauschutz-Heizringe hatten mich schon immer verwundert.
Bewusst etwas provokant ;): Celestron hat hier gutes Marketing bewiesen aber sonst …?

Wer heizt denn bei seinem Teleskop direkt ein optisch wirksames Element, wie in dem Fall die dünne Schmidt-Platte?
Vor allem wenn es einfache, physikalisch sinnvollere Alternativen gibt wie beheizbare Taukappen.
Das Tauheizungsband spannt man bei einem APO auch nicht direkt in Höhe des Objektives um den Tubus sondern etwas davor um die Taukappe.

Den besten physikalisch fundierten Beitrag zu dem Thema den ich bisher gesehen habe findet ihr hier: The Physics of Dew Prevention | 2025-09-07

CS
Christof
 
Hallo,

ich verstehe deinen Beitrag ehrlich gesagt nicht, der Heizring funktioniert ja wunderbar, wenn er korrekt betrieben wird?

nebenbei ist das nicht nur bei Celestron so, die neuen SCT Modelle von Planewave habe die Heizelemente für die Korrektorplatte sogar schon direkt integriert.


Corrector plate heater integrated into front cell to prevent moisture from forming on the corrector plate.
 
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ich verstehe deinen Beitrag ehrlich gesagt nich
Hi Dane,

schau dir das YouTube Video an, dann verstehst du warum ich das beheizen der Schmidtplatte kritisch sehe.

Beachte, ich bezog mich konkret auf ein Setup mit einer Schmidtplatte und der Möglichkeit dem Tau mit einer beheizbaren Taukappe zu begegnen.
Genau wie bei einem APO, warum sollte ich direkt das optische Element beheizen wenn ich dem Problem mit einer beheizbaren Taukappe herr werden kann.
Oder heizt du bei deinen APOs direkt die Fassung der Linsen?

CS
Christof
 
Hallo Chrstopf,

das Videos kannte ich von damals, als es hier mal jemand in einem anderen Thread gepostet hatte. Ich habe es gerade noch mal zur auffrischung angeschaut, weshalb mir die Punkte nun wieder in Erinnung kommen.

Das schöne ist, er geht auch speziell auf den Heizring ein. Und das gute dabei, er wähnt das auch als Positiv, dass man dadurch Wärme näher daran angesetzt, wo sie auch gebraucht wird.

Als Negativ nennt er die schlechte Übertragung, aufgrund von einer Korkschicht, wenn ich das richtig verstehe. Falls das so ist, liegt er falsch. Denn im Grunde liegt der Heizdraht ziemlich direkt auf der Platte auf, abgesehen von der hauchdünnen gelborangenen Isloation.

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Die Thematik ist korrekt, dass die Wärme vom Rand auch ausreichend hoch sein muss, das genug im Zentrum ankommt. Seine Aussage, dass der Ring richtig Heiss werden muss, damit das funktioniert, finde ich etwas überspitzt.

Sein drittes Kontra verstehe ich leider nicht: "Bedenke, dass Wärme nach oben steigt, daher kann konvektive Erwärmung nur gering wirksam sein".

Konvektive Erwärmung bedeutet für mich, dass Wärme nicht hauptsächlich durch direkten Kontakt übertragen wird, sondern über bewegte Luft oder ein anderes Fluid. Hier wird sie aber durch direkten Kontakt übertragen? Das kann ich leider nicht nachvollziehen. Vielleicht bezieht er sich da auf den Spakt durch den Kork, den ich da nicht gibt.

Ebenfalls positiv finde ich, dass die dazu gehörige Celestron Tausteuerung wiederrum gelobt wird. Da hoffe ich natürlich auf eine gute Erfahrung damit. Auch wenn ich damit keine Heizbänder an der Taukappe betreibe, sondern eben den Heizring.
Ich bin sicher, dass seine A+ Lösung, die Taukappe mit mehreren Heizbändern welche leicht temperiert werden, sicher eine zuverlässige und gute Lösung ist. Aber diese muss natürlich auch wie der Heizring kontrolliert eingesetzt werden. Ist beides zu heiß, wirkt sich beides negativ aus.

Irgendwie fehlt mir nach wie vor bei dieser Diskusssion auch der wirkliche Nachteil von einem Heizring. Die Kritikpunkte aus dem Video sind für mich irgendwie keine richtigen Punkte.
• Kleine Kontaktfläche mit schlechter Wärmeleitfähigkeit, da die Wärme durch Kork übertragen wird
-> Stimmt ja so nicht
• Grosse Materialdicke bis zur Glasmitte, besser geeignet für kleinere Teleskope
-> Was ist hier aber der resultierende Negativpunkt?
• Bedenke, dass Wärme nach oben steigt, daher kann konvektive Erwärmung nur gering wirksam sein
-> Wie erwähnt, nicht nachvollziehbar.

Das außen mehr geheizt werden muss, damit es bis zur Mitte reicht , ist ja auch kein richtiger Negativpunkt. So lange es sich nicht auf die Bildqualität auswirkt, oder viel Strom frisst, ist das ja auch bedenkenlos. Die drei großen Heizmanschetten an der Taukappe werden trotz niedriger Leistung zusammen sicher auch einen betimmten Strom benötigen.

Weitere Gedanken die mir hierzu in den Sinn kommen:
• Der Heizring hat einen integrierten Temperatursensor direkt am Heizband -> Lässt sich damit vielleicht sogar eine genauere Steuerung bewerkstelligen?
• Kabelmanegement: Drei Heizbänder vs. ein Heizring
• Tauschutzsteuerung welche drei Heizmanschetten bedienen kann
• Kosten: 3 große Heizmanschetten vs. einen Heizring
• Material der Taukappe: Meine ist gedruckt, wie verhält sich das in Kombination mit Heizmanschetten im Vergleich zu einer aus Metall?

Fragen über Fragen :)

Zu deinem Vergleich mit einem Apo ist das konstruktionsbedingt schon schwierig. Dazu müsste man ja von vorderen Bereich des Objektives entfernen, und irgendwie das Heizelement in direkten Kontakt mit der Frontlinse bekommen, um diese möglichst effiziente Wirkung zu bekommen. Und wenn das irgendwie machbar wäre, müsste man dann mit dem Kabel vorner über die fest installierte Taukappe rausfahren, was sicher auch nicht günstig wäre. Konstruktionsbedingt ist das bei diesen SCTs halt einfach anders lösbar, da Taukappe nicht fest verbunden und dadurch passende Taukappen mit Kabeldurchlass möglich ist. Da der Aluring der die Schmittplatte einfach durch einen beheizten Aluring ausgetauscht wird. Zudem ist das auch aufgrund der Auswahl machbar, für die paar Celestron SCTs. Wenn man so etwas für alle Arten von Apos anbeiten will, wird das auch wiederrum schwieriger. Unterm Strich wäre das aber die Lösung denn wie im Video gesagt: “If your telescope components are at the same temperature as the surrounding air, you won't get any dew on them.”
 
Hallo Dane,

oh da hab ich aber einen langen Post provoziert. War nicht meine Absicht. Dann beschreibe ich meine Verwunderung auch etwas ausführlicher.

Vorweg: Ich bezweifle nicht, dass man mit dem Tauheizungsring ein SCT taufrei bekommt und dass es vorsichtig angewendet wenig Auswirkungen auf die optische Leistung haben kann.

Zum APO Vergleich: Deine Überlegungen sind zu kompliziert. Mir ging es dabei nur darum, dass man das Heizband nicht direkt auf Höhe der Optik anbringen soll sondern etwas vor der Optik auf der Taukappe. Als ich noch ein EHD11 hatte wäre ich mit dem Wissen nicht auf die Idee gekommen ein Heizband auf Höhe der Schmidtplatte um den Tubus zu spannen.

Ich habe mein EHD11 vor Jahren verkauft. Damals gab es die Schmidtplattenheizung noch nicht. Ich hatte damals eine flexible Taukappe (kein Metall) und nur 1 Heizband. Gesteuert wurde das von meiner Ultimate Powerbox an der alle Komponenten angeschlossen waren. Mag sein, dass es mit nur einem Heizband auch nicht die optimale Lösung war (das Video gab’s damals noch nicht) aber damit hatte ich keine Tauprobleme. Kabelmanagementprobleme gab es damit genauso wenig wie an meinem APO. Die Powerbox sitzt ohnehin am OTA, da gibt es mit keinem daran angeschlossenen Device Kabelprobleme.
Wenn ich also so oder so schon eine Powerbox mit USB Hub und Heizungsteuerung am Teleskop habe, brauche ich noch eine Taukappe für keine 100 Euro und ein gutes Heizband für 100 bis 150 Euro. Selbst wenn ich eine „teurere“ Taukappe mit integrierter Heizung kaufe komme ich zum halben Preis der Celestron Lösung ans Ziel.

Hab gerade spaßeshalber mal nachgeschaut, inzwischen gibt es bei TS eine beheizbare Taukappe in C11 Größe für 100 Euro. :oops:

Die Celestron Lösung für fast 500 Euro mit dem alten Wissen bzgl. der Positionierung eines Heizbandes und heute mit den im Video dargestellten - nennen wir es - „Bedenken“… das war mein Punkt, meine Verwunderung bzgl. des Produktes. Sehr viel Geld für eine nicht optimale Lösung.

Damit will ich es dann auch belassen.

CS
Christof
 
Hallo Christof,

danke für die ausführlichere Erklärung. So kann ich deinen Punkt jetzt deutlich besser einordnen.

Mein längerer Beitrag entstand vermutlich vor allem durch deinen bewusst "provokant" angekündigten Einstieg. Ich hatte das für mich etwas "zugespitzt" so verstanden, als sei der Heizring als Konzept im Grunde fragwürdig, Celestron habe hier vor allem gutes Marketing betrieben, um eine eher unsinnige Lösung attraktiv zu verkaufen, und ich müsse mir nur das Video anschauen, um zu erkennen, dass ich da letztlich auf einen konstruktiven Irrweg gesetzt habe. Das habe ich wohl etwas missverstanden.

Dass eine beheizte Taukappe eine einfache, bewährte und deutlich günstigere Lösung sein kann, würde ich gar nicht bestreiten. Bei mir wäre das damals eigentlich sogar der ursprüngliche Weg gewesen. Aber zu dem Zeitpunkt wurden die Heizringe frisch auf den Markt gebracht, und ich wollte da einfach was neues ausprobieren.

Mir ging es eher darum, dass ich den Heizring als Konzept nicht grundsätzlich unsinnig finde, wenn er geregelt und mit möglichst geringer Leistung betrieben wird. Das möchte ich am Ende ja auch mit diesem Thread vorzeigen.

Damit will ich es von meiner Seite auch nicht weiter ausdehnen.
 
Hallo, ein sehr interessanter Thread !
Ich hatte früher die Taukappe eines Apo's beheizt aber das hat nichts gebracht. Die Frontlinse ist trotzdem beschlagen. Nach meiner Erfahrung hilft nur der kleine Haartrockner oder der Heizring beim SCT. Ich habe mir gerade ein edge 9,25" mit Heizring bestellt. Zusätzlich wollte ich eine Tauschutzkappe aus schwarzem Filz einstzen und die Heizung permanent auf 1/4 der maximalen Leistung mitlaufen lassen mit diesem Pegasus Regler. Mal schauen wie's läuft. CS !
 
Hallo Ralf,

was das beheizen der Taukappe bei deinem Apo angeht, würde ich sagen, dass du da vermutlich mit zu wenig Leistung gefahren ist. Normalerweise funktioniert das bei korrekter Ansteuerung immer zuverlässig. Ich hatte über all den Jahren bei mehreren Apos noch nie eine zugetaute Frontlinse, während aussenherum alles feucht war.

Bei der Taukappe darauf achten, dass diese auch einen passenden Kabeldurchlass für den Heizring hat.
 
Hi Dane, Ja das kann sein, daß die Leistung zu gering war. Ich habe auch keine Strommessung durchgeführt. Grundsätzlich wäre es auch vorteilhaft die Taukappe mit einer Art Wärmeisolierung zu umwickeln damit die Heizleistung nicht so leicht abgestrahlt und damit verloren geht, Zukünftig werde ich immer die Leistung im Auge behalten. Also die Maximalleistung einmal messen (P=UxI) und dann mit Pulsweitenmodulation auf 25% einregeln und dann schauen ob es reicht.
 
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