Suche Teleskop für meinen Sohn (und mich)

Babsi0502

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,

Ich bin völlig untererfahren in der Welt der Teleskope und suche für meinen Sohn (8) und mich ein Teleskop. Wir wollen die Planeten und Nebel/ Galaxien betrachten. Am Nachthimmel kann ich mich ganz gut zurecht finden und technisch begabt bin ich auch.
Welches Teleskop könnt ihr mir am ehesten empfehlen? Budget dachte ich an sowas wie 500€, bin da aber offen für Vorschläge. Fotos vom Gesehenen zu machen, sollte das Teleskop mitmachen können (Handyhalter?).
Wir wohnen am Stadtrand in Essen.
Bevor ich jetzt aus den tausend Angeboten mir ein beliebiges suche, dachte ich, ich frage lieber bei denen nach, die schon Ahnung davon haben ;)
Vielleicht gibt es auch ein gebrauchtes hier, das zu uns passt?

Liebe Grüße
Barbara
 
Hallo Barbara,
der typische Allrounder der oft empfohlen wird und ich auch hatte ist der Skywatcher Dobson 8"

Der hat 1200mm Brennweite und mit der Rockerbox dazu ist der auch mobil.
Dabei sind 2 Okulare (25 und 10mm)
Vom Budget her würd der perfekt für euch passen.

Über was man dann mal nachdenken könnte, ist bessere Okulare zu kaufen.
Für den Andang aber reichen die mitgelieferten völlig aus!

PS: du kannst sonnst auch unserer Astro Whats App Gruppe beitreten, da wird dir jedes mal ganz schnell geholfen.

CS Niki
 
Wir wollen die Planeten und Nebel/ Galaxien betrachten.
Ich hatte zu Anfang auch mal ein 8" Dobson. Habe damit aber nie einen Nebel (mal angesehen vom Ringnebel) oder eine Galaxie sehen können.
Ich glaube auch nicht, dass ein 8 Jahre altes Kind mit einem solchen Teil klar kommt. Einmal anstoßen und der Planet ist verschwunden.
Beim Dobson ist außerdem die Wohnsituation zu bedenken. Mit Garten/Terrasse ja. Wohnt man im 3.Stock und hat einen sehr kleinen Balkon eher nicht. Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung.

Um Galaxien und Nebel mit kleinem Budget "sehen" zu können fällt mir aktuell z.B. ein S30 oder S50 ein.

CS
Jürgen
 
Servus,

der 8-Zoller wurde ja schon empfohlen. War auch mein Einsteiger und mach mir immer noch Spaß, somit würd ich den auch empfehlen.

Ich möchte eher auf das Thema Foto eingehen. Ja, ist möglich, dass du das am Teleskop mit dem Handy machst, die Ergebnisse sind aber eher ernüchternd. Das einzige was sich einigermaßen gut mit dem Dobson und dem Handy ablichten lässt, ist der Mond. Ein bisschen mehr kannst du rausholen, wenn du eine Nachführung hast. Da würds dann eine Plattform geben für die Rockerbox. Diese kann man sich entweder fix und fertig kaufen oder man baut sich da selber was. Ist dann auch beim längeren Beobachten ganz praktisch, aber natürlich erstmal auch mit zusätzlichem Geld bzw. Aufwand verbunden, dass dann der Rahmen von 500€ sprengt. Soll heißen: die großen Astroaufnahmen, wie hier im Forum oder anderswo kriegst du mit Handyhalter und Okular eigentlich nicht hin.

Nächster Punkt Beobachtungsplatz: Habt ihr eine Terrasse bzw. einen Garten zum Beobachten, oder müsst ihr jedes Mal raus? Solltet ihr raus müssen, dann muss man natürlich beachten, dass das Teleskop irgendwie transportiert werden will. Klar ist der 8-Zoller noch transportabel, man muss das aber auch mögen.

(Vorerst) letzter Punkt: habt ihr schon mal durch ein Teleskop geschaut und wisst, was euch erwartet? Essen hat eine Sternwarte mit Verein. Falls noch nicht passiert, könnt ihr da mal vorbeischauen und durch die Teleskope schauen. Evtl. steht ja auch zufällig der angepriesene Dobson da.

Grüße
Mathias
 
Naja, das hängt stark davon ab, was man unter "sehen" versteht. Wenn man darunter den vielzitierten Wattebausch versteht, hast Du Recht. Ich weiss aber nicht, ob das für den Filius als "Galaxie sehen" durchgehen würde.
CS
Jürgen

Mit hochwertigeren Okularen geht mit dem Dobson schon einiges.
Da sieht man mehr als nur einen verschwommenen Fleck am Himmel
 
Was meinst du damit, keine Galaxie gesehen zu haben?
Hallo Klaus,
für mich ist eine Galaxie zu sehen eben, auch Strukturen zu sehen.
Bedenkt bitte, daß es ein Grundschüler ist. Ich bin sicher, die M31 auf dem Handydisplay (S50) beeindruckt ihn mehr als der "Wattebausch" im Okular des Dobson, falls er den überhaupt erkennen kann.
Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Barbara,

für ca. 650 EUR kannst Du Dir und Deinem Sohn den Umweg über den klassischen Einstieg in die Hobbyastronomie, der noch vor fünf Jahren unbestritten empfehlenswert war, ersparen:


Ich weiß, Essen ist nicht Singapur - aber schaue Dir hier mal die gängigen Einschränkungen auch Deines Standortes und die Ergebnisse an, die nicht nur Deinen Jungen begeistern werden, sondern insbesondere nicht den Frust enstehen lassen werden, der durch die Unzulänglichkeiten klassischer Einstiegsteleskope dafür sorgt, dass das Interesse an dem Hobby auch schnell wieder schwindet.


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Vielleicht steigert das auch sein Interesse an MINT Fächern in der Schule und weiter im Leben?

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Barbara,
ich bin auch der Meinung ihr solltet erstmal gar kein Teleskop kaufen.
Die Walter-Hohmann Sternwarte oberhalb von Essen Werden / Kettwig ist
sicher ein guter Anlaufpunkt um sich mit aktiven Astronomen zu
unterhalten und mal durch ein Teleskop zu schauen. Das kann auch schnell
Ernüchternd sein.
Astrofotografie ist allerdings ein ganz anderes Thema das auch eine ganz andere
Ausrüstung benötigt.
Ansonsten, habt ihr einen Garten oder eine Terrasse? Freie Sicht in welche Richtung?
Oder wollt ihr zum Beobachten immer rausfahren?
LG Jens
 
Ich empfehle euch beiden heutzutage mit einem Smart Teleskop einzusteigen.

Gerade in Essen werdet ihr mit klassischem Durchschauen nicht viel Freude haben.

Das Seestar S50 wurde ja bereits erwähnt. Das neue Modell ist eine Nummer kleiner und auch etwas günstiger.


Ich nutze beide Modelle, wobei ich das S30 gerade erst geliefert bekam. Da steht ein Test unter klarem Himmel noch aus.

Wenn ihr möchtet kann ich euch eine Live Vorführung anbieten sobald das Wetter mal mitspielt.
 
Hallo Klaus,
für mich ist eine Galaxie zu sehen eben, auch Strukturen zu sehen.
Bedenkt bitte, daß es ein Grundschüler ist. Ich bin sicher, die M31 auf dem Handydisplay (S50) beeindruckt ihn mehr als der "Wattebausch" im Okular des Dobson, falls er den überhaupt erkennen kann.
Viele Grüße
Jürgen
Hallo,
wir reden aber hier von visueller Sicht, also Teleskop und Okular und da gibts nichts anderes, als ein Wattebausch, oder auch etwas bessere Sicht wie in Beitrag #8 von Niklas beschrieben.
Alles andere fällt in die Astrofotografie.
Wenn ich den Beitrag von Babsi richtig verstehe, will sie ein Teleskop zum durchschauen und eventuell mal das Handy mittels Handyhalter ans Okular halten. Astrofotos im herkömmlichen Sinn, wie zB, Steuerung, Nachführung usw, schließt sich eh vom Budget von 500€ aus, erst recht, wenn man/sie mit 0 anfängt. ;)

PS:
Barbara muss ihren Sohn einfach aufklären, in dem sie ihn aufklärt, das die visuelle beobachtung von Galaxien, Nebel und Planeten eine andere Welt ist, wie die schönen Farbfotos von den Astrofotografen. ;)
 
Hallo Barbara,

Ich habe mir vorgenommen beim Einstieg in die Astronomie für Kinder folgendes zu empfehlen:

1. Drehbare Sternenkarte
2. Buch: Astronomie mit dem Fernglas
3. Fernglas 8x40 oder 8x42 (100 Euro Fernglas genügt. Der Augenabstand sollte stimmen).

Diese Ausrüstung kann man auch noch später, falls es beim Hobby bleibt, weiter nutzen. Und jeder der ein Teleskop hat, sollte auch ein Fernglas haben.

Ein Fernglas nimmt keinen Platz weg und man kann es überall einsetzen.

Meine Kinder sind vom Blick durchs Fernglas auf jeden Fall begeistert.

Viele Grüße Mark
 
Hallo,

Ich habe mir vorgenommen beim Einstieg in die Astronomie für Kinder folgendes zu empfehlen:

1. Drehbare Sternenkarte
2. Buch: Astronomie mit dem Fernglas
3. Fernglas 8x40 oder 8x42 (100 Euro Fernglas genügt. Der Augenabstand sollte stimmen).

Diese Ausrüstung kann man auch noch später, falls es beim Hobby bleibt, weiter nutzen. Und jeder der ein Teleskop hat, sollte auch ein Fernglas haben.

Meine Kinder sind vom Blick durchs Fernglas auf jeden Fall begeistert.

Viele Grüße Mark
Beste Empfehlung.
Laut Eingangsbeitrag von Barbara, schreibt sie ja selbst, das sie in der Materie unerfahren ist. Es macht mM keinen Sinn, ihr und ihren Sohn relativ komplizierte Gerätschaften zu Empfehlen. Sie müsste erstmal intensiv für sich in die Materie einsteigen und lernen, bis sie ihrem Sohn mal was erklären, zeigen kann. Das wäre völlig demotivierend für das Kind.
 
Hallo Klaus,

Das denke ich auch.
Vor allem nutze selbst ich das Fernglas viel häufiger. Und das Fernglas wird als astronomisches Instrument von Einsteigern total unterschätzt. Daher habe ich mir vorgenommen nur diese 3 Punkte zu empfehlen.
Natürlich kann man bei Nichtinteresse ein Teleskop wieder verkaufen. Aber ich erinnere an die Beiträge " warum kauft keiner". Und ein Fernglas kann ein Kind auch sm Tag gut gebrauchen.

Daher klein anfangen.

Viele Grüße Mark
 
Beste Empfehlung.
Laut Eingangsbeitrag von Barbara, schreibt sie ja selbst, das sie in der Materie unerfahren ist. Es macht mM keinen Sinn, ihr und ihren Sohn relativ komplizierte Gerätschaften zu Empfehlen. Sie müsste erstmal intensiv für sich in die Materie einsteigen und lernen, bis sie ihrem Sohn mal was erklären, zeigen kann. Das wäre völlig demotivierend für das Kind.
So kompliziert ist ein Seestar nicht und unerfahrene Einsteiger können auch sehr schnell dadurch demotiviert werden, dass man eben nichts sieht. Und mit nichts meine ich, was Jürgen schon ansprach: Etwas mehr als nur Wattebäusche bei Galaxien. Nebel werden ohnehin schwierig, sieht man mal von M 42 ab. Planeten mit Fernglas ist auch so eine Sache. Geht natürlich alles, aber ob das tatsächlich Spaß macht? Dazu noch unter einem hellen Stadthimmel.

Mit dem Seestar könnte man zumindest schon mal die Objekte gut sichtbar zu Tage treten lassen, so dass Mutter und Kind auch etwas zu sehen bekommen und es wird der Bezug zur Fotografie hergestellt, der ja auch gewünscht ist. Das einzige was fehlt, wäre das Gefühl, selber durch ein Okular zu schauen, was natürlich noch einmal ein ganz andere Erfahrung ist. Aber da muss die TE entscheiden, was ihr wichtiger ist.
 
Hi,
Ich gehe aber auch von dem Budget aus, das man nicht ausser Acht lassen sollte. Ein Seestar ist da schon an / über der Grenze. Dazu braucht es auch noch ein Computer/Laptop. Ist er vorhanden, ok. Wenn nicht, wirds schwierig.

PS:
Ich möchte nichts schlecht reden, ist nur meine persönliche Sichtweise und die darf gerne auch anders gesehen werden.
 
Hi,
Ich gehe aber auch von dem Budget aus, das man nicht ausser Acht lassen sollte. Ein Seestar ist da schon an / über der Grenze. Dazu braucht es auch noch ein Computer/Laptop. Ist er vorhanden, ok. Wenn nicht, wirds schwierig.
Handy genügt beim Seestar. Die 500 EUR waren auch nicht in Stein gemeißelt, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich habe das auch nicht als "schlechtreden" aufgefasst, sondern wollte auch nur eine andere Sichtweise darlegen. Wenn jemand in das Hobby einsteigen möchte (Beobachtung), dann denken wir natürlich sofort an Dobsons, Okulare, Sternkarten usw... Aber mit den Seestars & Co. eröffnen sich da heute schon ganz andere Möglichkeiten. Ich würde den Seestar ja fast schon im Bereich EAA verorten, nur wesentlich unkomplizierter. Und EAA ist ja auch elektronisch unterstützte, visuelle Beobachtung.

CS,

Ulrike
 
Hallo,

Ich möchte den Seestar auch nicht schlecht reden. Bei Kindern ziehe ich aber einen Lerneffekt in die Überlegung mit ein. Und Orientierung und die Beschäftigung mit der Materie sehe ich eher beim draußen am Himmel etwas suchen.

Aber vielleicht habe ich auch besondere Kinder. Die wollen raus (Outdorkinder... Dorfkinder eben) :)

Muß jeder selbst wissen.

CS Mark
 
Hallo ihr Lieben,

Ich bin völlig untererfahren in der Welt der Teleskope und suche für meinen Sohn (8) und mich ein Teleskop. Wir wollen die Planeten und Nebel/ Galaxien betrachten. Am Nachthimmel kann ich mich ganz gut zurecht finden und technisch begabt bin ich auch.
Welches Teleskop könnt ihr mir am ehesten empfehlen? Budget dachte ich an sowas wie 500€, bin da aber offen für Vorschläge. Fotos vom Gesehenen zu machen, sollte das Teleskop mitmachen können (Handyhalter?).
Wir wohnen am Stadtrand in Essen.
Bevor ich jetzt aus den tausend Angeboten mir ein beliebiges suche, dachte ich, ich frage lieber bei denen nach, die schon Ahnung davon haben ;)
Vielleicht gibt es auch ein gebrauchtes hier, das zu uns passt?

Liebe Grüße
Barbara
Hallo und frohes neues Barbara,

8 jährige sind nach meiner Erfahrung allein eher noch überfordert. Insofern ist es gut, dass Ihr das zu zweit machen wollt und Du zumindest ein wenig Vorabinfos hast. Ergo ordne ich Größe und Gewicht weiter hinten an, als ich es für ein Kind normal tun würde.

Ort: Essen ist recht hell. So es also mit Deepsky sprich Galaxien und Nebeln was werden soll, werdet Ihr vermutlich Richtung Sauerland fahren müssen. Die Frage ist, wollt ihr das und macht Ihr das? Und was ist mit dem kalten Winter und dem Sommer in dem es vor 22 Uhr mehrere Monate lang nicht rentiert raus zu fahren. Zumindest die erste Zeit gehe ich davon aus, dass der Bub für Deepsky nicht so viele Gelegenheiten haben wird. Ergo 2. Frage, fährst Du dann allein raus? Hast Du Kontakte vor Ort?

Daran schließt sich an die Transportfrage. Wieviel Transportaufwand und Aufbauaufwand werdet Ihr nachhaltig erbringen /wollen?
Das zu bewerten geht nicht via Empfehlung und auch nicht durch Bildchen in Netz ansehen. Es wäre daher gut Ihr würdet das aus Erfahrung einschätzen können, weil Ihr sowas schon mal gesehen und ggf. probiert habt. Transport ist m.E: der Hauptgrund warum viele große Geräte nicht häufig genutzt werden und ist nicht zu unterschätzen als Faktor.

Vom Budget her könnte der vielfach genannte 8 Zoll Dobson eine Lösung sein. Er bietet optisch für relativ wenig Geld sehr viel, und das sowohl am Planeten, Mond und auch bei Deepsky. Galaxien und Nebel, das muss Euch klar sein, sind mit 8" oft nur grauweiße Strukturen oder Figuren vor dunklerem Hintergrund. Das hat nichts mit Fotos und Büchern zu tun. Das kann enttäuschen, kann aber auch begeistern. Wie Ihr das seht, wäre gut zu wissen, bevor Ihr kauft, oder?

Wenn Ihr kauft, vergesst nicht, dass das Zubehör im Paket, kaum mehr als nutzbar ist. Es wird, so man dabei bleibt, vielerlei Aufrüstungsideen und m.E: auch - Notwendigkeiten geben. Gerade Okulare sind weit mehr als Zubehör. Referenzokulare kosten inzw. rd. 1000,- EUR /Stück, Mittelklasse um 150,- . Man kann hier auf Jahre aufrüsten. Manches braucht man, manches nicht.

Brauchen: Ein ordentlicher Sucher mit dem man klar kommt. Gerade für Beginner, rege ich an Peilvarianten zu kaufen, weil sie intuitiv auch vom Kind meist gut zu handhaben sind. Ein Skysurfer oder ein Rigel ziehe ich dem verbreiteten Telrad vor, den ich einfach viel zu groß finde.
Okulare, werden insgesamt 4 bis 5 gebraucht um alle Möglichkeiten zu besetzen. Zu Beginn, werdet Ihr die Qualitäten nicht so kritisch sehen, wie sehr viele Leute. Wenn man aber mal den Unterschied nach oben live gesehen hat, werden Kaufgelüste bei ganz vielen geweckt.
Ein Sternatlas, eine rote Lampe, Justagehilfsmittel, ein Koffer für das Zubehör, ggf ein Tritt und/oder Stuhl und etwas Werkzeug brauchts eher zeitnah dazu.

Foto - ich weiß, will jeder machen, aber die Realität ernüchtert sehr viele sehr schnell. Das Thema würde ich hinten anstellen, sofern es über einen Mondschnappschuss durchs Okular per Handy hinaus geht - und der klappt auch nicht auf Anhieb.

Soweit ich weiß gibt es in Essen, Sternwarte, Planetarium und ne Astrogruppe. Dorthin würde ich Kontakt aufnehmen und vor einem Kauf die fehlenden Erfahrungswerte komplettieren. Das macht die Entscheidungsfindung sehr viel verlässlicher.

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Barbara,
ein frohes Neues Jahr euch beiden.
Habe in jungen Jahren (da war ich 14) mit einem Bino 7x50 angefangen. Mein Vater baute dazu noch ein Stativ. Kurze Zeit später dann das Sternbüchlein "Welcher Stern ist das" gekauft (kostete DM 6.80) und lebt heute noch.....
Es wird viel "Grundwissen" vermittelt. Vergeßt beim Beob. nicht eine "rote Taschenlampe", gut für die Augen.
Dann viel Spaß, "Sternguckerei" ist kein alltägliches Hobby (bei meiner Wenigkeit sind es schon 63 J.)

Gruß Günther
 
Hallo Barbara,

da kamen ja gleich viele Vorschläge und potentielle Teleskope zusammen.

Ich würde wirklich von deiner Wohnsituation und Mobilität her denken:

Wenn du einen eigenen Garten mit einem guten Blick zum Himmel hast, dann ist ein Smartteleskop wie das Seestar eine feine Sache. Besonders bei Lichtverschmutzung zeigt es mit sehr wenig Aufwand häufig mehr als mit den bloßen Augen zu erkennen wäre (also bei Einsteigerteleskopen). Aufbau und Beobachtung sind über eine App relativ einfach und die Ziele werden automatisiert angefahren. Das Seestar Smartteleskop hat auch einen Sonnenfilter um als Bonus auch bei Tag die Sonnenflecken betrachten zu können.

Ohne Garten aber auch in Dunkelheit gut mobil und ein Feldweg o.ä. ist angenehm zu erreichen: ebenso ein Smartteleskop, da es sehr transportabel ist.

Bei Balkon und mit wenig Mobilität würde ich zum Einstieg eher zu einem Refraktorteleskop mit 80 oder 90mm Öffnung greifen. Der Aufwand zum Aufbau ist geringer und die Bedienung ist schnell erlernt. Wobei je nach Blick auf den Himmel auch hier ein Smartteleskop eine gute Wahl sein kann.

Ein Dobson ist in meiner Erfahrung als totale Einsteigerin oder totaler Einsteiger etwas unhandlich.

Mit Fernglas und Karte einsteigen ist auch eine gute Möglichkeit und dabei kann viel Wissen erworben werden - persönlich würde ich aber trotzdem das Smartteleskop empfehlen. Kinder finden die schnell zu erzielenden Bilder meist super und Beobachtungen sind auch von der warmen Wohnung / dem Auto aus auf dem Display vom digitalen Endgerät möglich.

Also kurzgesagt: fast alles spricht für ein Smartteleskop.

Lass dich durch die ganzen verschiedenen Hinweise auch bitte nicht verunsichern. Es gibt mehr als nur den einen richtigen Weg.

Ein Tipp noch: es gibt einen aktiven Gebrauchtmarkt für Teleskope und Zubehör. Hier auf dem Marktplatz oder bei Kleinanzeigen sind gute Teleskope für häufig 70% vom Neupreis zu haben.

Viele Grüße,
Hendrik
 
Hallo Barbara,

Als Vorsitzender der Walter-Hohmann-Sternwarte lade ich dich + Sohn einfach mal in die Sternwarte ein. Kommt vorbei, wenn es klar draußen ist, sind wir jeden Mittwoch am ungefähr 20 Uhr vor Ort. Da könnt ihr dann mit durch das Teleskop sehen, bekommt einen Eindruck, was euch erwartet. Vielleicht ist auch eine Mitgliedschaft bei uns im Verein was rür euch, da stehen tolle Sachen den Mitgliedern zur Verfügung und irgendwann wenn ihr genau wisst, was das richtige ist, dann kauft ihr was eigenes.

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Barbara,

gut, dass du deinen Beitrag jetzt in diesem Forum untergebracht hast. Die Resonanz spricht für sich.

Ich möchte mich gerne der Meinung von Mark anschließen. Ein einfacher Einstieg ohne Hightech ist das beste und bezahlbar. Ich habe 1962 auch mit 8 Jahren mit der Sternguckerei angefangen; und damals gab es nicht an jeder Ecke Astrokram zu kaufen. Meine ersten "eigenen" Beobachtungsgeräte waren der 8x40 Feldstecher meiner Eltern und dann ein 10-30x30 Fernröhrchen von Quelle (gebraucht für DM 10,- gekauft).
Was ich allerdings hatte war ein Verein (Urania Wiesbaden) und eine astronomisch gut sortierte Stadtbücherei. So konnte ich mich auch theoretisch mit dem neuen Interesse beschäftigen und fand im Verein Leute, die mich bei der Hand nahmen und mir viel beibrachten. Meine Eltern hatten zwar mit Astronomie nichts am Hut, ließen mich wenn möglich aber immer alles machen, was mich wirklich interessierte. So durfte ich z.B. auch mit 10 Jahren mit dem Boxen beginnen.
Und was hat es genutzt? Auch heute ist der inzwischen alte Vogel noch aktiver Sterngucker und rund um die Welt auch als Kampfsport Lehrer unterwegs.

Es geht nichts über einen guten Einstieg und das ist keine Frage des Geldes!

CS Gerhard
 
Das liegt halt in Astromordor.

Visuell ist da mit Galaxien nicht viel zu machen. Sobald der Himmel heller ist als das Objekt, kann man das Objekt nicht mehr erkennen. Galaxien sind fast nur düstere Flecken. Da wird nicht viel zu sehen sein. Auch fotografisch wird das seine Grenzen haben. Mond und Planeten gehen aber immer gut.

Alle wollen übers Handy schauen und in Farbe.
Mein Sohn ist 9. Der hat noch gar kein Handy. Sterne schaut der gar nicht mal so gerne über einen Bildschirm. In dem Alter sind die noch nicht komplett verdorben. Am Teleskop interessiert ihn eigentlich nur der Mond und wenn es hoch kommt Jupiter und Saturn. Am liebsten schaut er sich die Sterne tatsächlich einfach so an. Das ist bei mir selbst tatsächlich auch immer noch so nach all den Jahren.

Wenn man gerne Mond und Planeten anschaut, ist sowas wie der Seestar meiner Meinung nichts. Die Bilder finde ich alle furchtbar.

Ich würde es wenigstens erst mal mit Durchschauen versuchen, bevor man direkt das Handy in die Hand nimmt und den Blick nur noch nach unten wendet.

Als Vorsitzender der Walter-Hohmann-Sternwarte lade ich dich + Sohn einfach mal in die Sternwarte ein. Kommt vorbei, wenn es klar draußen ist, sind wir jeden Mittwoch am ungefähr 20 Uhr vor Ort.
Von daher würde ich dieses Angebot zuerst annehmen und danach nochmal nachdenken, in welche Ecke man sich bewegen will.

Grüße,
Joachim
 
Wir schreiben das Jahr 2024 und haben einen 8 jährigen vor uns. Dirk hat's verstanden.
Danke, das wollte ich auch schreiben. Wir sind bereits im Jahr 2025 angekommen. Der Dobson wird schnell in der Ecke stehen, da steht er wegen des Wetters eh oft und lange genug. Ich würde auch einen Seestar kaufen, der bietet genau das, was Ihr sucht. Der Blick durchs Okular wird überschätzt. Erst recht, wenn man dafür auch noch rausfahren muss. Mit einem 8jährigen spät abends oder nachts? Bitte! Lernen kann man auch mit dem Seestar. Wenn man es richtig macht und will. Zeigen wird der auch in Essen mehr als jedes visuelle Teleskop, das bezahlbar ist. Und ums Zeigen geht’s hier in erster Linie.

LG Olaf
 
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