Einstieg in die Astronomie – Refraktor oder Reflektor?

Hallo Sebastian

Auf deinen Eingangspost eingehend
Für Mond reicht 80/600ED
Für Planeten 11" bei F/10
Für Sonne Coronado

Deine Idee 150/1200 ist schon ganz gut,
Es gibt natürlich buntere und farbreinere
Die Skywatcher Evostar waren recht farbrein, zumindest visuell da interessiert nicht wirklich was in Halpha und UV passiert.
Zusammen auf HEQ5 wäre das gut machbar.

Gruß Frank
 
Eine endgültige Empfehlung ist da echt schwer. Ich wäre da beim Dobson 8 +/- 2 Zoll, (für mich der beste Allrounder) oder beim Refraktor bei einem TS SD 102/714. Der ist ähnlich farbrein wie der TS ED 102/1122 aber kompakter, so dass das Handling angenehmer ist (je nach Objekthöhe variiert die Einblickhöhe weniger) und von leichteren Montierungen besser getragen wird (da weniger Hebel und weniger Anfriffsfläche für Wind) auch liefert er das größere Sichtfeld, was bei ausgedehnten Objekten wichtig ist.

Gruß Horst
 
Hallo,

eine weitere subjektive Meinung: Die langen Rohre sind nicht zu unterschätzen, ich fand schon den 102/714 einen zu großen Trümmer, ich hab schon zwei Mal einen solchen im Haus gehabt, habe aber beide Male retourniert, weil sie mir zu groß waren. Der 102 f11 ist ja noch mal deutlich länger. Momentan wird doch einer im Biete-Forum angeboten, ich hatte auch kurz überlegt, weil ich immer wieder auf die 4-Zoll anspringe, aber ich hab diesmal widerstanden. Der 102/714 ist der beste Kompromiss aus Benutzerfreundlichkeit und Öffnung, wenn man eine geeignete Montierung hat. Meine AM3 fand ich dafür schon zu klein. Noch größere Refraktoren sind für Einsteiger Unsinn nach meiner Meinung, aufgrund der benötigten Montierungen. Man landet halt dann doch immer beim Dobson, die man aber eben auch mögen muss. Leider mag ich sie nicht, ich kann einfach nicht dafür, manchmal wünschte ich, es wäre anders. ;)

LG Olaf
 
Hallo

Ja das Argument 100mm Refraktor geht auf kleinerer Montierung stimmt.
Ich würde der Leistung eines 8" Newton aber eher einen 150mm Refraktor gegenüberstellen,
Ob es schlau ist um an der Montierung zu sparen auf Auflösung und Lichtsammelvermögen zu verzichten? Das grenzt ja richtung Deepsky ein und wird Logischer weise auch Kugelsgernhaufen und Planeten weniger detailliert zeigen, 1/3 weniger Öffnung eben.

Wenn man bei visuell bleibt ist die beste Upgradmöglichkeit gegeben wenn man sich mit Dobson anfreundet, der passt immer auf seinen Unterbau, bei Montierung ist irgendwann immer Ende Gelände.

Gruß Frank
 
So ein 4" f7 Refraktor ist noch einigermaßen handlich und mit einer moderaten Montierung in jedem Fall ein Grab and Go.
Vergleiche ich den mit einem 5" f7,8 sind da schon Welten zwischen.
Stell ich mir jetzt einen 6" f8 vor, wird es echt heftig wirklich sperrig.

Ich poste mal einen Größenvergleich des 4" und 5". Dann hat man eine Ahnung was einem mit 6" erwartet:
IMG_20241209_084930.jpg


Oder der Vergleich eines 2,8" f6 mit dem 4" f7:
IMG_20241226_220056.jpg


Gruß Horst
 
Hi,
schade ... die Wüstenspringmäuse in den Terrarien haben sich scheints hinter den Steinen versteckt ...:LOL:
VG CptB
 
Keine Wüstenspringmäuse, sondern Skorpionschwanzgeckos (Gattung Pristurus)....

Gruß Horst
 
Hallo Horst

Ja 6" F/8 ist auf alle Fälle gewaltig
Ich hatte mal einen 9" Newton mit 1200mm Brennweite und ich wette der hat sich besser angefühlt beim auf die Monti heben.
Mein 6" F/6 Refraktor war nur für Sonne der war in Gitterbauweise und hatte nicht mal eine Taukappe, der war noch gut zu handeln, wurde von der Umi17 prima getragen.

Gruß Frank
 
Hallo Sebastian,


@Gerd_Duering : Dein Tipp mit dem TS-Optics 102 mm f/11 ED Refraktor war mir völlig neu, ist aber wirklich sehr interessant. Damit werde ich mich näher beschäftigen.

Na ja als Einsteiger schaut man meist erst mal bei Komplettangeboten inklusive Montierung und da findet man solche EDs kaum.
Viele Komplettangebote sind aber doch recht kompromissbehaftet um einen günstigen Preis zu erreichen.
Es ist zu empfehlen sich das Teleskop als sogenannten OTA und die passende Montierung dafür separat auszuwählen.
Dann stößt man auch auf so etwas wie den ED102F11
Ja er ist schon relativ lang aber bietet dafür eine sehr gute Farbkorrektur zu einem vergleichsweise günstigen Preis.
Der von Uwe vorgeschlagene SD 102F7 ist aber auch zu empfehlen.
Hier werden recht teure Gläser verwendet weshalb dieser teurer ist aber man erkauft sich mit dem Mehrpreis in der Tat schon bei F7 eine ähnlich gute Farbkorrektur wie mit dem ED bei F11.
Es gibt den SD102F7 aktuell mit deutlichem Rabatt, das hatte ich gar nicht auf den Schirm.


Er ist jetzt mit Rabatt gar nicht mal so viel teurer als der ED102F11 und damit auf alle Fälle auch eine Überlegung wert.

Der F11 hätte den Vorteil das er bezüglich der Okulare sehr genügsam ist und auch mit einfachen und preiswerten Bauformen zb. klassische Planetenokulare wie Orthos sehr gut abbildet.
Bei F7 ist das schon kritischer und es wäre die Grenze bis zu der man Orthos nutzen sollte.
Hier sind dann auch aufwendigere Konstruktionen zu empfehlen.
Der F7 hätte den Vorteil der kürzerren Baulänge und des größeren maximal möglichen Feldes.

Bei der Montierung wäre zu überlegen ob sie Azimutal so wie bei Wolfgang oder Parallaktisch so wie schon von mir vorgeschlagen sein soll.
Parallaktisch muss man vorher auf den Pol ausrichten und es reicht die Nachführung in einer Achse.
AZ braucht nicht auf den Pol ausgerichtet werden aber es muss in beide Achsen nachgeführt werden.
Soll automatisch nachgeführt werden geht das AZ nur mit Goto wobei hier vorher ein Alignment durchgeführt werden muss.

Man kann aber auch einfach manuell nachführen.
Zb. mit der Ayo.
Oder der Giro.

Grüße Gerd
 
Ich poste mal einen Größenvergleich des 4" und 5". Dann hat man eine Ahnung was einem mit 6" erwartet:

Jetzt musst du aber noch ein 200F6 Newton dazu packen so das man mal eine Ahnung hat was das dann erst für ein Monster im Vergleich ist.
Es ist schon Komisch der 102F11 mit 1000mm Tubuslänge ist zu sperrig aber der 200F8 mit 1100mm Tubuslänge ist dann plötzlich kein Problem.

Auch die Fokusposition variiert beim 200F6 Newton genauso wie beim 102F11 Refraktor.
Nur eben beim Newton vorn und beim Refraktor hinten.
Beim Refraktor kann man aber mittels Kurbelsäule gegensteuern, beim Newton als Dobson nicht.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

einen entsprechenden 8" Newton habe ich leider nicht zum Vergleich. Im Hintergrund unter dem grünen Laken parkt mein 16"...


Und da dieser auf einer Dobson Montierung steht, ist er deutlich besser händelbar, als er es auf einem Stativ wäre.
So bietet zumindest in meinen Augen eine Rockerbox Vorteile, die man mit einem Teleskop mit Einblick hinten so nicht so einfach nutzen kann. Nichts muß auf Brusthöhe gehievt werden....

Auch empfinde ich größere Positionswechsel am Dobson irgendwie natürlicher, kann aber sein weil ich nur selten mit Geräten unter 12" beobachtet habe. Da kann Dein Einwand also durchaus berechtigt sein.

Gruß Horst
 
Man darf bei den langen Rohren nicht vergessen das die Einblickhöhe sehr variiert.
Für hinten durchsuchen ist ein SC eigentlich komfortabeler

Gruß Frank
 
Also mein 12"F5 ist auch wesentlich größer als mein 8"F5... ;) Und vor 45 Jahren war das Tasco 11T riesig, so ändern sich die Zeiten...

Ich bin damals ziemlich erschrocken, als ich das Teil bei TS abgeholt hatte, obwohl ich schon mal Metermaß usw auf den Boden gelegt hatte. Aber in Realität ist das dann doch was anderes :)

Vergleich.jpg
 
Hallo Sebastian

Alle hier geben viel gute Angaben und Tips.

Mein Rat besucht öfters das nahegelegene Planetarium und oder auch die Sternwarte in der Nähe, die haben Geräte, da kannste vergleichen, was dier im Herzen liegt, es gibt auch Teleskop treffen, hier im Forum gibt es Termine wo und wann die sind, ist auch interessant.

Manfred
 
Man darf bei den langen Rohren nicht vergessen das die Einblickhöhe sehr variiert.
Für hinten durchsuchen ist ein SC eigentlich komfortabeler

Gruß Frank
Das stimmt mein 12,5"er hat die höhenachse fast auf Spiegelhöhe und so knie ich manchmal im dreck und 10 min später muss ich auf eine leiter. Das nervt mich schon immer. Ich konnte noch nie in einer angenehmen sitzposition beobachten. Da ich ab und zu am Teleskop zeichne, ist das wirklich nachteilig
 
Zurück
Oben