Massives Flat-Problem

MichaelCR97

Mitglied
Hi zusammen,
Ich habe bei meinem Setup ein Problem mit den Flats / Kalibrierung.

Mein Setup ist ein Carbon TS Newton 200/800 mit Starizona Nexus (also 200/600), QHY ImageTrain (QHY 268M mit QHY CFW) und AstroWanderer Rotator.
Screenshot von MyNewton (falls ich alles korrekt gemessen/verstanden habe) ist angehängt.
OAZ ist der Baader Steeltrack.

Nach Kalibrierung (egal ob Skyfalts oder mit Panel) habe ich folgenden master (den Gradient von links oben nach rechts unten könnte ich mir durch den Mond erklären - würde von der Mondposition her passen; denke aber LN sollte da einen besseren Job machen eigentlich?) :
1741700253207.png

Mein Master-Flat sieht aus meiner sicht gut aus. Dark/FlatDark/etc. sollte ebenfalls alles passen - habs mehrmals geprüft:
flat_sky.jpg

(sky flat master)

Flats und Lights werden jeweils mit Taukappe gemacht (also wirklich alles exakt gleich) - ebenso gleicher Fokus und exakt gleiche Rotation (es wird innerhalb einer Nacht nichts rotiert vom Rotator)


Die besten Ergebnisse hatte ich bisher damit, wenn ich direkt in der Nacht - also quasi eingeschoben zwischen den Lights - die Flats mit dem Panel schießen lasse.
Ich vermute, weil hier der Fokus/Temperatur/etc. am ähnlichsten ist. Das war aber auch nicht perfekt und ist natürlich nicht praktikabel.

Am kalibrierten Master gibt es aus meiner Sicht 2 Probleme:
1. Gradient von links oben nach rechts unten
2. Riesen-Donut, recht zentral. Pixel-Durchmesser ist etwa 6000px was einem Abstand zum Sensor von etwa 63 mm entsprechen würde? Das wäre ungefähr am 1. Drittel vom Starizona Nexus => dessen Sensorabstand ist ziemlich genau 54mm.

Diese Probleme treten auch ohne Flat-Kalibrierung auf.


Wenn ich 2 Sky-Masterflats von unterschiedlichen Nächten miteinander vergleiche (per Division) erhalte ich folgende "Differenz":
1741700588431.png


Wenn ich ein ABE mit "Function Degree" 2 auf ein Masterflat durchführe, erhalte ich das folgende Resultat:
1741700654540.png


Was geht hier vor sich?

Folgende Probleme hätte ich theoretisch auf dem Schirm, weiß aber nicht wie ich dem nun näher kommen soll....

1) Light-Leaks von außen (es ist aber mittlerweile sehr gut abgedichtet) und würde mMn auch nicht den Donut erklären
2) Reflektion durch den Starizona Nexus? "Pupil Ghost"? Ggf. falscher Abstand?
3) FS-Rand der reflektiert? Ich habe eine kleine Mittenmarkierung am FS => eventuell liegt es daran? Aber durch den Abstand zum FS sollte es ja wenn dann "nur" zu einer Allgemeinen Reduktion des Kontrasts kommen und nicht solch einen Donut verursachen?
4) Filter werden nicht genau positioniert? Da es aber 2" Filter sind und das Problem geringer war, wenn die Bedingungen wie Temperatur/Teleskopposition möglichst ähnlich waren, glaube ich auch daran nicht
5) weitere Ideen?
 

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Ist ja witzig! Ich hatte / habe genau das gleiche Problem bei nahezu identischer Ausgangssituation:

TS Photon 250/1000 mit Starizona Nexus (also 250/750) und Baader Steeltrack. Hatte auch den gleiche Riesendonut in der Mitte. Und deine Messung ist korrekt. Das Problem liegt genau da. Mach mal deinen Tubus dicht, nimm Bilder mit maximalem Gain und etwa 0,5 Sekunden Belichtung auf. Und dann nimm mal eine Taschenlampe und leuchte in des Spalt des Baader OAZ. Du wirst erstaunt sein, wie hell es auf dem Bild auf einmal wird.
Dein Donut taucht übrigens nur bei Mondlicht oder Fremdlicht auf. In mondloser Nacht gibt es auch keinen Donut.

Ich habe mir deshalb für den Baader Steeltrack eine zusätzliche Abdeckung gedruckt, die den Spalt zumindest minimiert (von ca. 2mm umlaufend auf ca. 0,1mm). Bei hellem Mond ist der Donut bei starkem Streching (hauptsächlich Luminanz) weiterhin erkennbar, aber mehr, wenn man weiß wonach man sucht. Ich suche noch nach einer Idee, den Spalt komplett zu schließen...

Hier mal ein Bild meiner 3D Druck Abdeckung. Mittels zwei M2 Schrauben verbundene Halbschalen. Muss aber zusätzlich auf der Frontseite mit doppelseitigen Klebeband fixiert werden.
20250311_165257.jpg
1741708800672.png

Ich hoffe der Tip hilft dir bei deinem Problem. Ich habe wochenlang gesucht...
Das 3D Modell zum Drucken kann ich dir gerne zukommen lassen.
 
Hier ein Luminanzstack vom Pferdekopfnebel bei nahezu Vollmond:
L_stack.jpg


Kommt dir bekannt vor, oder? :ROFLMAO: ;)
 
Hallo Michael

Leider sieht mein Master Light nahezu identisch zu deinem aus. Auch mein Teleskop ist ein TS Carbon Newton , allerdings in f/5 mit Baader Steeltrack OAZ . Dazu habe ich die gleichen Probleme am Carbon Newton 150/750 . Ich dachte mittlerweile das es an der Canon DSLR liegt , aber wenn ich dein Ergebnis sehe , zweifle ich daran...
Auch mein Arbeitsabstand stimmt denn ich habe nahezu runde Sterne bis in die Ecken .

Was habe ich bisher getan ?
Schwärzung der Fangspiegelkante und der kleinen Schräge / Grad zur Spiegeloberfläche hin.
Abdichtung des OAZ gegen Streulicht .
Austausch Fangspiegelspinne gegen der von Backyard Universe
Dimmung des Flatpanels und längere Flats von 3,5 Sekunden
Gleiches Ergebnis bei Verwendung von Deepskystacker und Pixinsight

Ich fürchte ich genauso ratlos wie du Michael .

VG Knut
 
Hallo Michael

Leider sieht mein Master Light nahezu identisch zu deinem aus. Auch mein Teleskop ist ein TS Carbon Newton , allerdings in f/5 mit Baader Steeltrack OAZ . Dazu habe ich die gleichen Probleme am Carbon Newton 150/750 . Ich dachte mittlerweile das es an der Canon DSLR liegt , aber wenn ich dein Ergebnis sehe , zweifle ich daran...
Auch mein Arbeitsabstand stimmt denn ich habe nahezu runde Sterne bis in die Ecken .

Was habe ich bisher getan ?
Schwärzung der Fangspiegelkante und der kleinen Schräge / Grad zur Spiegeloberfläche hin.
Abdichtung des OAZ gegen Streulicht .
Austausch Fangspiegelspinne gegen der von Backyard Universe
Dimmung des Flatpanels und längere Flats von 3,5 Sekunden
Gleiches Ergebnis bei Verwendung von Deepskystacker und Pixinsight

Ich fürchte ich genauso ratlos wie du Michael .

VG Knut
Spannend, hast du es mit dem 3D Modell von soundfan schon probiert?
Hast du auf dem 150/750 Newton auch den Baader Steeltrack?

Lg,
Michael
 
Hallo Michael

Soundfan kenne ich nicht...
Jupp, Baader Steeltrack an beiden Teleskopen !
Da werde ich demnächst wohl eine schwarze Socke drum wickeln ....
Danke euch
 
Ich habe getestet mit Handy-Taschenlampe.

Es gab noch 2 Light-Leaks:

1. Hinten beim LaCool (Newton-Ventilator Haube) => Lösung war es nun da eine Stoffkappe drüberzuziehen, die ist ausreichend luftdurchlässig, verhindert aber den Lichteinfall (zumindest war nach 300 Sekunden jetzt kein erhöhter Wert bzw. der Median nur um 2 erhöht (246 statt 244), trotz Handylicht-Bestrahlung (und so hell ist es Nachts eh bei weitem nicht hier..))

2. Wie vom Vor-User beschrieben beim Baader OAZ. Ich habe das nun erstmal so behoben, dass ich eine recht dicke Socke über den OAZ gespannt habe und bei dieswe außen zusätzlich noch etwas Isolierband draufgeklebt habe. Mein Test mit direkter Handy-Taschenlampen Bestrahlung war auch hier gut - der Wert ist nach 300 Sekunden Belichtung nur von 244 auf 246 erhöht.
Die Socke stört den OAZ laut ersten Tests gar nicht - hätte mich auch gewundert.
Davor war es nach 30 Sekunden ein Wert von ca. 800..


Diese ganz leichte Erhöhung bei direkter Handylichtbestrahlung wird ja wohl nichts mehr ausmachen können? Hier ist es Nachts, auch bei Vollmond, ja bei weitem nicht so hell..


Sollte die Socke doch Probleme machen, werd ich auch zum 3D-Druck greifen.
Tests, ob das Problem damit wirklich behoben ist, müssen noch auf gutes Wetter warten ;)
 
Hallo Michael,

ich kenne den Effekt - Pupil Ghost (kannte den Namen noch nicht, hab dazu noch nicht recherchiert) - bei „zu nahem und zu hellem Mond“ und dadurch erzeugten Gradienten auch mit komplett anderem Equipment wie z.B. ein CDK.
Allen Setups gleich ist ein Flattener / Reducer und ein Filter im Strahlengang. Ich ging bisher immer von einer Reflexion im Strahlengang
aus die den Mondlichtgradienten in einem zentralen Bereich „umkehren“. Hatte damals alte CCD (noch keine moderne CMOS Generation) Filter im Verdacht. Grund: Ich sah bei den Schmalband-Filtern ähnliche, aber symmetrische Pupil-Artefakte bei Flat Aufnahmen mit aufgelegtem Flatpanel. Wenn dann die Fokuspositionen beim Aufnehmen der Flats und der Subs deutlich abwichen passte die Kalibrierung der Daten nicht.
Sonstigen seitlichen Lichteinfall konnte ich in meinem Fall für das gezeigte Artefakt ausschließen. Ich hatte an meinem CDK eine zeitlang alles hinten und rund um den Image-Train mit Alu-Folie dick umwickelt, weil ich bei einem anderen Artefakt Lichteinfall vermutet hatte. Da kam sicher nur noch „von vorne“ Licht ins Teleskop. Änderte bei starkem Mondlicht / Flatpanel-Licht nichts an den gezeigten Problemen.

Wie sich die Problemlösungsversuche doch gleichen. ;-) Alles abdecken, lang belichtete Flats … wenn es irgendwo im gesamten Strahlengang mit der AR Vergütung optischer Elemente ein Problem gibt kommt man dem Problem kaum auf die Schliche. Kaum einer kann einfach mal alle Elemente tauschen.

Ich muss gestehen, dass ich das Problem aktuell nicht mehr im Blick habe, da ich bei Mondlicht nur am Himmel weit entfernte Ziele und bei zu starkem Mondlicht überhaupt nicht mehr fotografiere. Kann also nur aus der ferneren Erinnerung sprechen.

CS
Christof
 
Hallo Freunde, das ist der Grund, warum wir bei unseren Auszügen, wie z.B. UNCN2-G2 immer die seitlichen Öffnungen durch Passteile abdecken. Beim Baader Steeltrack ist das, durch die Montage nicht der Fall, es ist aber ein interessanter Ansatz, wir werden wohl auch solche Seitenlichtblenden für den Steeltrack anbieten, das macht durchaus Sinn.
 
Hallo Mike,
ich poste hier mal rein, weil meine Lights sehr ähnlich aussahen. Entweder hatte ich ein "Bullauge" oder eine Art "Ring".
Das variierte immer in die eine oder andere Richtung.
Ich habe einen SW 200/1000 Newton, alles Standard und benutzte immer eine Taukappe.
Ich habe lange gesucht woran es liegt.
Hier mal ein Light von meiner ASI 294MC Pro. Nur debayert und mit STF gestreckt.
Ich habe leider viele davon...Image.jpg
Auch meine Flats und Darks waren unauffällig.
Image.jpg

Ich habe mir die Finger wund kollimiert und Lichtlecks gesucht - alles ohne Erfolg.
Irgendwann habe ich mal die Taukappe vergessen draufzustecken und traute meinen Augen nicht,
die Lights waren und sind seit dem ok!:)

Vielleicht bringt es ja auch bei dir was.
Kann man ja einfach testen.

Grüße und CS,
Hartmut
 
Hallo Leidensgenossen,

Ich kenne das Problem mit dem kreisförmigen Gradienten-Artefakt nur zu gut.
Auch ich bin auf meinem Stadtbalkon extrem von Streulicht, vor allem durch Straßenlaternen geplagt.
Je nach Aufnahmerichtung und damit Ausrichtung des Tubus habe ich mehr oder weniger stark das Problem.
Bei meiner letzten Aufnahme habe ich auch mal ein Bild vom Rohstack als Beispiel beigelegt.

Auch ich habe schon so ziemlich alles zum Abdichten und Vermeiden von Lichteinstreuung versucht:
- doppelte schwarze Stoffhülle am unteren Tubusende um Lichteinfall am Hauptspiegel zu vermeiden
- Velours-Auskleidung des Tubus
- Fangspiegelkante geschwärzt
- schwarzer Stoff um den OAZ
- Streulichtblende / Tauschutzkappe

Bisher hat nichts vollständig geholfen.
Aktuell vermute ich noch Reflexionen im GPU Komakorrektor. Außerdem kommen noch Verwindungen / Verformung des Tubus oder Verrutschen des Hauptspiegels in der sehr billigen Spiegelzelle in Frage. So kann es sein, dass einige Aufnahmen gut zu den Flats passen und korrigiert werden. Bei anderen Aufnahmen, z.B. nach einem Meridian-Flip, verschiebt sich dann die Ausleuchtung ein wenig, und es git Flat-Überkorrekturen auf der einen und Unterkorrekturen auf der anderen Seite.

Die Suche nach dem einen Schuldigen war aber bisher leider erfolglos...

Grüße und CS,
Steffen
 
Hallo zusammen,

ich bin die Suche nach dem / den Lichtleck(s) heute mal systematisch angegangen. Tubus abgedeckt und auf meinen Standring gestellt. Anschließend Kamera angeschlossen, auf Loop, 1 Sekunde bei max Gain (10000). Ergebnis im Normalzustand: Ein sehr ebenmäßiges, sehr dunkel graues Bild. Dann habe ich die Taschenlampe gezückt und habe den Imaging Train abgeleuchtet. Trotz Abdeckung des Steeltrack OAZ mit meinem 3D Druck Gehäuse (siehe Beitrag #3) ist durch den Restspalt von ~0,2mm noch genug Licht eingefallen, dass das Bild komplett überbelichtet weiss wurde. Doch das war nicht das einzige Lichtleck, das ich gefunden habe! Ich habe die normale Baader Klemmung am OAZ durch eine Artesky Quick Lock Klemme getauscht. Diese hat den Vorteil, dass sie (nahezu) perfekt zentrisch klemmt und das reproduzierbar. Durch den doppelten konzentrischen Klemmring wird zudem eine Verkippung fast vollkommen ausgeschlossen, was bei den einfachen Klemmringen durchaus anders aussieht. So toll die Quicklock Klemme mechanisch auch sein mag, das Licht meiner Taschenlampe findet trotzdem nahezu ungehindert hindurch und erzeugt dort das gleiche überbelichtete weisse Bild.

Jetzt war guter Rat erst einmal teuer. Wie soll man den OAZ in beide Richtungen abdichten um Streulichteinfall zu verhindern, aber andererseits muss der Fokussierer ja noch arbeiten können?

Ich versuche mein Glück jetzt mal mit einem langen Labyrinthspalt. Die Abdeckung am OAZ habe ich so modifiziert, dass sie jetzt Richtung Kamera eine Außenhülse bildet und am OAG habe ich eine Gegenverkleidung mit Innenhülse gedruckt, die in der Außenhülse vom OAG läuft. So kann der Fokussierer weiterhin ungestört arbeiten und Streulicht muss um zwei 180° Ecken herum, um auf meinen Sensor zu fallen (soweit zumindest die Theorie und meine Hoffnung). Der Taschenlampentest konnte jedenfalls keinerlei Aufhellung auf dem Sensor mehr provozieren. Da ist alles zappenduster.

20250315_155306.jpg
20250315_155314.jpg

Die nächsten klaren Nächte werden es zeigen. Ich lasse jedenfalls nicht locker, dem Streulicht habe ich den Kampf angesagt!
 
Gemeinsam kriegen wir das hin!

Mit der dicken Socke + teilweise Isolierband außen auf der Socke ging bei mir in den OAZ aber tatsächlich nichts mehr rein, auch nicht nach 5 Mnuten Belichtungszeit und dauerhafter Taschenlampen-Bestrahlung.

Ich bin auch schon gespannt auf den Praxis-Test und hoffe, dass interne Reflexionen nicht (mit)verantwortlich sind.

CS
 
Moin
Ich habe mir über Amazon einen Lens bag für 20€ gekauft . Dieser ist aus Neopren und ein Blick Richtung Sonne zeigte schonmal 100% Lichtdichtigkeit . Gibts in 3 Größen , je nach Kamera Modell. Meiner ist Größe M . Teleskop seitig ist ein Zugband vorhanden .
Ich hoffe das ich heute Abend zum Testen komme, dann werde ich berichten . Die LED an der Camera habe ich mit schwarzem Filz angeklebt….

CS Knut

IMG_1435.jpeg
IMG_1435.jpeg
 
Ich könnte heulen. Mein Versuch letzte Nacht ist kläglich gescheitert. Ich habe es provoziert und mir Ziele in relativer Nähe zum Mond ausgesucht. Beide Ziele zeigen die gleiche kreisförmige Reflexion. Laut Astronomy.tools beträgt der Abstand der Spiegelung vom Sensor ~32mm, somit sind meine Filter im Filterrad die Oberflächen, auf denen die Reflexion entsteht. Heute versuche ich mal zwei andere Punkte zu testen: Einmal lasse ich die Taukappe weg und zum anderen habe ich Ziele im Visier, die mehr als 90° vom Mond weg liegen. Somit sollte zumindest kein direktes Mondlicht mehr in den Tubus gelangen.
Was ich aber generell gegen die Reflexionen auf den Filtern machen kann und von wo das Licht darauf geworfen wird, ist mir aber noch nicht klar.
Es bleibt spannend (und frustrierend...). :cry:
 
Ich könnte heulen. Mein Versuch letzte Nacht ist kläglich gescheitert. Ich habe es provoziert und mir Ziele in relativer Nähe zum Mond ausgesucht. Beide Ziele zeigen die gleiche kreisförmige Reflexion. Laut Astronomy.tools beträgt der Abstand der Spiegelung vom Sensor ~32mm, somit sind meine Filter im Filterrad die Oberflächen, auf denen die Reflexion entsteht. Heute versuche ich mal zwei andere Punkte zu testen: Einmal lasse ich die Taukappe weg und zum anderen habe ich Ziele im Visier, die mehr als 90° vom Mond weg liegen. Somit sollte zumindest kein direktes Mondlicht mehr in den Tubus gelangen.
Was ich aber generell gegen die Reflexionen auf den Filtern machen kann und von wo das Licht darauf geworfen wird, ist mir aber noch nicht klar.
Es bleibt spannend (und frustrierend...). :cry:
Spannend, denn mein Abstand ist ja deutlich größer (bzw. doppelt so groß).

Was ich schon gelesen habe, wenn es die Filter sein könnten ist, dass das Filterrad den Filter nicht immer in die exakt gleiche Position bringt und es deshalb zu nicht passender Korrektur durch die Flats kommt. Dann soll es ggf. helfen, wenn man einstellt, dass das Filterrad sich immer nur in die eine Richtung dreht, um den Backlash aus dem Weg zu gehen
 
Ja, das mache ich bereits so. Aber das hilft nur bei Dust Donuts, die von Staub auf den Filtern herrühren. Bei Reflexionen bringt das leider nichts.
Irgendwo in meinem Imaging Train habe ich eine Oberfläche, die Licht reflektiert. Später versuche ich es noch mit neuen Flats. Wer weiss...
 
Es könne auch an Streiflicht liegen das von vorne in den Tubus fällt und dabei auf den GPU kommt.
Eine kleine mini Streulichtkappe für den GPU hilft da.
Es reicht eine 5mm oder 10mm Verlängerung vorne auf den GPU zu schrauben

Grüße Carsten
Das hatte ich mir auch schon überlegt. Ich nutze ja den Starizona Nexus und dessen erste Linse kann ich vom Tubusrand aus gut sehen. Ich habe nur eine billige 20mm M48 Verlängerung aus China, die glänzt innen etwas. Ich fürchte damit würde ich es eher verschlimmern, aber Versuch macht kluch... ;)
 
Servus Leute ich habe auch seit ein paar Monaten dieses plötzlich auftretende Problem. Ich vermute auch irgendwo ein Licht-Leck, bzw Reflexion.
Hat es denn geholfen mit der "GPU Verlängerungsblende"?
Ich bin auch am durchdrehen. Am kleinen APO habe ich kein Problem, da ragt aber ja auch nichts vom Imagetrain über die Sternwarten Wand drüber. Bei mir sehen die Ringe immer anders aus. Mal heller, mal Hell/dunkel, mal oval, mals kreisförmig. Am stärksten im Luminanz kanal weniger in rgb, in Schmalband quasi nix. Mit Flats genauso wie ohne. Ohne Mond wie mit Mond. Zum Haare raufen. Zefix!.
Harald
 

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Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Schlüsse ich aus meinen aktuellen Ergebnissen ziehen soll. In den letzten beiden Nächten habe ich M106 und M51 abgelichtet (beide ~90° vom Mond weg) und in den RGB Stacks keine Reflexionen mehr feststellen können. In den Luminanzstacks sind dagegen noch leichte Reflexionen erkennbar. Ich habe es mit einer 20mm M48 Hülse versucht, die ich innen (mangels Alternativen) mit schwarzer Abtönfarbe (naja, eher dunkelgrau, aber matt) behandelt habe. Einen Versuch mit einem Objekt in der Nähe des Mondes habe ich noch nicht gewagt.
Hier mal der RGB Livestack aus NINA von letzter Nacht. Das Material sieht eigentlich sehr vielversprechend aus.
M 51-RGB.jpg


Ich werde weiter testen und berichten.
 
Das klingt hoffnungsvoll. Ich werde dann das auch mal probieren heute. Tipp: kleide den Adapter mit Velours aus.
 
Ich habe das jetzt auch gemacht. Obzwar ich Zweifel am Erfolg habe. Heute Nacht hatte ich extra ein Brett noch installiert um den Sichtstrahl auf eine Laterne zu unterdrücken. Kein Erfolg.
In der Rückschau älterer Daten kam das Problem von einem Tag auf den anderen bei mir. Keinerlei Änderungen am Setup oder sonstiges. Erst war der Ring ganz außen, dann wanderte er immer mehr in die Mitte. Was kann das nur sein? Könnte irgendwo eine AR Beschichtung durch sein? Hatte bestimmt mal mit Isopropanol gereinigt. Das wäre dann aber eher Streifig oder? Zum Verrücktwerden.
 
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