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Die sollten wirklich über ihre Landegestelle nachdenken. Und über die Form ihrer Maschinen. Viel zu hoch gebaut. Nachdem denen schon einmal ihre Maschine umgekippt ist. Aber da ist ja sicher diese heimtückische Mondoberfläche Schuld dran gewesen.
Grüße
Dietrich
Scott Manley hat sich in einem weiteren Video schwer verausgabt und sich zusammengereimt, wo genau der Lander gelandet ist.
Koordinaten 18.5635 61.8099
Können bei LROC online einfach in die Suchmaske gegeben werden, enter drücken.
Entweder war es ein erfreulicher Zufall des Tüchtigen, dass der Lander genau den Kraterrand getroffen hat, oder aber die Lande-Software ist ein Wunder, dies alles richtig gedeichselt zu haben?
Das Bild des senkenden Schattens ist in der Tat ikonisch, finde ich. Hat Ähnlichkeiten mit dem Video damals mit dem Start Gagarins, auch eine filmische Ikone, der abhebende Schatten, wie ich finde.
Jup. Jetzt wissen wir endlich wie's am Mondsüdpol aussieht.
Gar nicht so anders wie sonstwo, ausser halt die stets niedrig stehende Sonne mit den langen schwarzen Schatten.
Aber keine Eispfützen oder so.
Und um die Erde zu sehen muss man sich nicht verrenken. Das klappt im Mare Crisium allerdings auch.
Leider wurde unmannedspaceflight.com zum Jahresende geschlossen.
Aber einige der Leute dort sind auf den discord Server ausgewandert.
Dort gibt es einen lunar channel.
(Ich weiss nicht ob der Link funktioniert wenn man nicht registriert ist)
Und da hat einer das Bildchen etwas aufgehübscht, insbesondere entzerrt und nivelliert.
Ansonsten nicht viele neue Einblicke die wir nicht auch schon hier hatten.
...hat der Blaue Geist einen Sensor an einem 20m langen Kabel ausgeworfen.
Der soll das ziemlich tiefe Mondinnere erforschen.
Sieht recht originell aus.
Credit/copyright: Firefly Aerospace Blue Ghost got her first diamond ring! Captured at our landing site in the Moon’s Mare Crisium around 3:30 am CDT, the photo shows the sun about to emerge from totality behind Earth
www.flickr.com
Gruss
Edit: eine SloMo der letzten Landungsmeter gibt es auch noch als Video nun:
This compressed, resolution-limited video features a preliminary sequence of the Blue Ghost final descent and landing that NASA researchers stitched together...
Ich hoffe dass sie auch noch eines ohne den "Diamanten" veröffentlichen.
Das wäre zwar vielleicht etwas weniger spektakulär, aber man könnte den Ring der Erdatmosphäre besser würdigen.
Sozusagen überall gleichzeitig Sonnenunter- bzw -aufgang.
In dem veröffentlichten Bild sieht man zum einen dass der Ring keineswegs gleichmässig ist, ich vermute mal wegen Wolken, und zum anderen enthält er viel mehr blau und weniger rot als ich erwartet hatte. Ob das tatsächlich so ist oder ob die Farbbalance nicht stimmt bleibt abzuwarten.
And, countries allied with the US are facing delays in their own missions, allowing China to lead in this aspect of lunar exploration too.
jatan.space
Wobei "schön" eigentlich das falsche Wort ist.
Desaströs würde eher passen.
Wenn man ehrlich ist dann haben die Amis in Bezug auf Eis-am-Südpol in den letzten Jahren eigentlich nix gebacken bekommen.
Naja, die Chinesen werden's richten.
Mondige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
Oder „realistisch“. Wahrscheinlich ist es günstiger, Wasser direkt mit Großraketen von der Erde zum Mond zu bringen, als es mit Maschinen dort zu fördern, die auch erst mit Großraketen von der Erde gebracht werden müssen. Außerdem ist auf dem Mond niemand, der Wasser braucht. Jetzt nicht und in absehbarer Zukunft auch nicht. Katy Perry vielleicht. Aber die hält es auch ein paar Stunden ohne Wasser aus, wie wir gestern sehen konnten.
Das ganze Wasser/Sauerstoff-und-so Zeugs braucht man ja nicht für die Menschen die dort vielleicht mal arbeiten, auch wenn einem das oft so verklickert wird. Der einzige, aber erhebliche Nutzen(*) ist, damit den Treibstoff für den Rückflug bereit zu stellen. Allein schon der Sauerstoff macht rund 40% der Startmasse aus. Wenn man sich die am Hinweg sparen kann, dann kann man stattdessen locker die doppelte oder so Nutzlast pro Flug mitbringen. Die Maschinen die dafür gebraucht werden können innerhalb von etwa 6 Monaten (give or take) ihre eigene Masse in Form von Sauerstoff produzieren.
(*) Ob eine grössere Mondbasis an sich überhaupt einen Nutzen hat will ich hier jetzt nicht diskutieren. Das lässt sich letztlich nicht objektiv entscheiden und ist deshalb lediglich Meinung, ganz egal ob pro oder contra.
Das ganze Wasser/Sauerstoff-und-so Zeugs braucht man ja nicht für die Menschen die dort vielleicht mal arbeiten, auch wenn einem das oft so verklickert wird. Der einzige, aber erhebliche Nutzen(*) ist, damit den Treibstoff für den Rückflug bereit zu stellen.
Ja. Da stellt sich aber wirklich die Frage, ob man so eine knappe Ressource wie Wasser auf dem Mond, denn wirklich viel kann es davon dort nicht geben, für etwas Profanes wie Raketentreibstoff vergeuden sollte. Und was außer Menschen sollten Raketen schon von der Mondoberfläche zurückbringen? Selbst Gold und Diamanten lassen sich auf der Erde günstiger fördern.
Dazu kommt, dass es einiges an Energie für die Erzeugung von Raketentreibstoff aus Mondeis braucht. Und Energie gibt es auf dem Mond nur in Form von Sonnenenergie, es sei denn, man würde mit Großraketen Kernkraftwerke dorthin bringen. Nun ist es leider so, dass Wasser auf dem Mond nur dort existieren kann, wo die Sonne nie hinscheint und seit Millionen oder sogar Milliarden Jahren nie hingeschienen hat. Wie soll sie dann gerade dort das Sonnenkraftwerk zur Treibstoffproduktion antreiben? Also nochmal ein paar Großraketen, die 1.000 Kilometer Starkstromkabel zum Mond befördern. Das ergibt alles keinen Sinn.
Und zum Glück darf man bei uns eine Meinung nicht nur haben, sondern auch noch öffentlich kundtun. Der Teil unseres Planeten, auf dem das noch möglich ist, wird jeden Tag kleiner. Auch von NASA Mitarbeitern werden wir da in nächster Zeit nicht mehr viel erfahren, denn ein falscher Tweet und 10 Minuten später ist die Kündigung im E-Mail Postfach.
Da stellt sich aber wirklich die Frage, ob man so eine knappe Ressource wie Wasser auf dem Mond, denn wirklich viel kann es davon dort nicht geben, für etwas Profanes wie Raketentreibstoff vergeuden sollte.
Das ist tatsächlich eine von den Fragen die eigentlich schon längst geklärt sein sollten, es aber nicht ist. Wenn Wasser tatsächlich soo knapp ist (wir reden jetzt vom Südpol) wie du meinst, dann würde es tatsächlich wenig Sinn machen, daraus Raketentreibstoff zu machen. Ich denke aber, wenn es überhaupt technisch einigermassen möglich ist an das Wasser ranzukommen, dann gibt es auch genug davon um Raketen damit zu betanken.
Ganz anders ist es mit dem Sauerstoff aus Mondregolith. Den kann man im Prinzip überall erzeugen und dann gibt es diese Beschränkung nicht. Über 40% des Mondes sind Sauerstoff, das wird wirklich niemals knapp. Im Gegenteil, sollte es mal sowas wie eine Mondindustrie geben die Metalle wie Aluminium, Magnesium, Silizium usw herstellt (siehe auch nächster Absatz), dann wird denen der Sauerstoff als Abfallprodukt zu den Ohren rauskommen.
Im Prinzip das was du sagst, Menschen. Dazu gehören möglicherweise auch mal Touristen, und vielleicht auch ganz ordinäre Steine die man dann seiner Liebsten zur Hochzeit schenken kann. Ich habe hier etwa 100kg Mondstaubsimulant, und es ist immer wieder verblüffend wie fasziniert gerade die Frauen davon sind. Ansonsten Baumaterial für Großprojekte im All, falls es die denn mal gibt. Die bräuchten viele Metalle. Wenn jetzt jemand noch Helium-3 vorschlägt, nope, das wird nie kommen.
Dazu kommt, dass es einiges an Energie für die Erzeugung von Raketentreibstoff aus Mondeis braucht. Und Energie gibt es auf dem Mond nur in Form von Sonnenenergie, [...] Nun ist es leider so, dass Wasser auf dem Mond nur dort existieren kann, wo die Sonne nie hinscheint und seit Millionen oder sogar Milliarden Jahren nie hingeschienen hat. Wie soll sie dann gerade dort das Sonnenkraftwerk zur Treibstoffproduktion antreiben?
Zum Glück der Leute die diese Ideen verfolgen liegen da Licht und Schatten im Wortsinne sehr nahe beieinander. Während die ewige Dunkelheit am Grunde der Krater herrscht, ist an den Erhebungen an ihren Rändern ewiges Licht. Zumindest fast. Es sind also nur wenige Kilometer Kabel, und manche Projekte brauchen sogar nicht mal das:
(Quelle: Sowers, G. (2020). Thermal Mining of Lunar Ices. Future In-Space Operations (FISO) Seminar.)
Und zum Glück darf man bei uns eine Meinung nicht nur haben, sondern auch noch öffentlich kundtun. Der Teil unseres Planeten, auf dem das noch möglich ist, wird jeden Tag kleiner. Auch von NASA Mitarbeitern werden wir da in nächster Zeit nicht mehr viel erfahren, denn ein falscher Tweet und 10 Minuten später ist die Kündigung im E-Mail Postfach.
Erinnert mich irgendwie an diese Marsstationen und so Zeug, das Wernher von Braun früher gezeigt hat Was hat der damals nochmal gesagt, für wann das geplant ist? Irgendwann in den 80ern?
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) errichten am Standort Köln-Porz mit LUNA eine wegweisende Anlage zur Vorbereitung künftiger astronautischer und robotischer Mondmissionen. Mit ihrer einzigartigen Ausstattung und der nahtlosen...
luna-analog-facility.de
Da haben die tonnenweise Fake-Mondstaub.
Es gibt da inzwischen jede Menge Varietäten, zB Terra vs Mare, und auch von vielen Raumfahrtagenturen und Ländern.
Was sie alle gemeinsam haben ist dass keiner davon den realen Mondstaub wirklich perfekt reproduziert.
Jedenfalls sollte wohl klar sein, dass beträchtliche Energien erforderlich sind, um freien Sauerstoff aus dem Mondstaub zu gewinnen. Wobei der tatsächliche technische Aufwand wegen der Nutzlosigkeit eines solchen Verfahrens hier auf der Erde bislang noch ziemlich unerforscht ist.
Übrigens, anders als auf der Erde, besteht Eisenoxid auf dem Mond kaum aus Magnetit (Fe3O4), sondern aus dem maximal reduzierten Wüstit (FeO).
Jedenfalls sollte wohl klar sein, dass beträchtliche Energien erforderlich sind, um freien Sauerstoff aus dem Mondstaub zu gewinnen. Wobei der tatsächliche technische Aufwand wegen der Nutzlosigkeit eines solchen Verfahrens hier auf der Erde bislang noch ziemlich unerforscht ist.
Dafür haben wir ja Thorsten um das zu ändern
In meiner Jugend, ca. 1972, hatte ich einen „DTV Atlas Raumfahrt“ (muss anders geheißen haben, ich finde zu diesen Stichworten auf die schnelle nichts), in dem bereits in einem Abschnitt beschrieben wurde, wie man mit konzentriertem Sonnenlicht aus Mondgestein Sauerstoff austreiben kann, um damit eine Mondkolonie zu versorgen. Die Idee ist vor 50 Jahren also zumindest „anerforscht“ worden.
Scott Manley hat letzte Woche ein (ziemlich langes - 26 Minuten) Video auf YouTube eingestellt über verschiedene Möglichkeiten, Nutzlasten mit Raketen vom Mond zur Erde zu transportieren. Darunter diverse Ausführungen, aus welchen der reichlich vorhandenen Elemente sich Raketentreibstoff gewinnen lässt. Wahrscheinlich aber nur interessant, wenn man sich mit der Thematik noch gar nicht beschäftigt hat: Launching From The Moon With Silicon Based Rocket Fuel And Other Ideas - Deep Space Questions
In recent years, Bureau of Mines projects under the sponsorship of the National Aeronautics and Space Administration (NASA) have explored various aspects of the problems associated with establishing habitable stations on the Moon.
Von einem zuverlässigen technischen Verfahren zur Produktion von Sauerstoff aus Mondstaub ist man aber noch sehr weit entfernt.
Jedenfalls sollte wohl klar sein, dass beträchtliche Energien erforderlich sind, um freien Sauerstoff aus dem Mondstaub zu gewinnen. Wobei der tatsächliche technische Aufwand wegen der Nutzlosigkeit eines solchen Verfahrens hier auf der Erde bislang noch ziemlich unerforscht ist.
Übrigens, anders als auf der Erde, besteht Eisenoxid auf dem Mond kaum aus Magnetit (Fe3O4), sondern aus dem maximal reduzierten Wüstit (FeO).
Wobei der Begriff "beträchtlich" natürlich sehr relativ ist.
Denn es stehen auch "beträchtliche" Mengen an Solarenergie zur Verfügung.
Der Vergleich mit der Erde hat seine Grenzen, denn hier interessiert ja das Metall, während auf dem Mond eher der Sauerstoff gewünscht wird.
Das mit dem Wüstit (FeO) ist korrekt, wobei es vor allem in Form von Ilmenit (FeTiO3) vorkommt. Kann man als FeO+TiO2 schreiben.
Ich würde Wüstit ausserdem eher als "minimal oxidiert" bezeichnen, denn "maximal reduziert" wäre ja das reine Fe.
Es ist ja schon einiges an der Mondsauerstofferzeugung erforscht worden, und es gibt natürlich jede Menge Konzepte.
Man kann die ganz grob nach Temperaturbedarf einteilen:
Die höchsten Temperaturen mit weit über 2000°C benötigen die Vapor Phase Reduction Prozesse. Da wird "einfach" auf Teufel-komm-raus erhitzt, wobei der Regolith verdampft und dann dissoziiert. Vorteil ist, dass jeder Regolith verwendet werden kann und dass man ausser dem Apparat wirklich nix von der Erde bringen muss (keine Verbrauchsstoffe). Aber die hohen Temperaturen sind natürlich selbst für einen Supersolarkonzentrator prohibitiv, vom Quenchen (um die Rückreaktion beim Abkühlen zu vermeiden) ganz zu schweigen. Der Prozess braucht deutlich niedrigere Temperaturen im Hochvakuum, aber dann muss man das Produktgas ziemlich mühsam komprimieren.
Um 1600°C herum funktioniert Schmelzflusselektrolyse. Die hat den Vorteil dass sie auch alles "schluckt" und man dazu auch die Metalle relativ gut separiert bekommt. Problem ist die Haltbarkeit der Elektroden, die immer wieder ersetzt werden müssen aka von der Erde gebracht werden müssen. Und ich bin mir auch nicht sicher inwieweit das überall vorkommende Troilit (FeS) da störend reinpfuschten würde.
Von der ESA favorisiert ist der Prozess der Elektrolyse in geschmolzenem Salz (CaCl2) bei um die 900°C. Auch hier wird der gesamte Regolith reduziert bei einer gut handhabbaren Temperatur. Auf der Erde wird der Prozess (zur Titan Herstellung) mit Carbon-Anode gemacht die sich selbst verbraucht da sie mit dem Sauerstoff zu CO2 reagiert. Auf dem Mond bräuchte man eine Anode zB aus Zinnoxid mit diversen Zusätzen. Ein grosses Problem hier ist die vollständige Trennung des verbrauchten (praktisch metallischen!) Regoliths vom Salz. Sonst müsste man auch ständig Salz von der Erde nachliefern. Und, again, der Schwefel aus dem Troilit. Ich glaube den hat kaum jemand bisher auf dem Radar, weil der in den Mondstaubsimulaten nicht vorkommt.
Der "einfachste" Prozess ist die Ilmenit-Reduktion mit Wasserstoff bei um die 950°C:
FeTiO3 + H2 + Hitze => Fe + TiO2 + H2O
(Das habe ich mit konzentrierter Solarenergie in meiner Doktorarbeit(*) gemacht )
Das dabei entstehende Wasser wird elektrolysiert um den Wasserstoff zurück zu gewinnen.
Bei der Temperatur ist der Regolith noch fest, geht man höher fängt er an zu sintern. Sieht ziemlich cool aus, so ein ziemlich bröseliger "Stein" (hat eher die Konsistenz von feuchtem Sand einer Sandburg) mit ein paar Löchern drin wo die heisse "Pseudo-Lava" (fluidisierte, feste Partikel!) orange-glühend durchspritzt. (Der grüne Punkt ist von einem Laser.)
Der Nachteil von dem Prozess ist, dass er nur mit Eisenoxid, also Ilmenit funktioniert und deshalb zum einen einen hohen Durchsatz benötigt (nur 10% der Ilmenitmasse gehen in den Produktsauerstoff, und wenn der Regolith zB 20% Ilmenit enthält, dann sind es nur noch 2%), und zum andern dass es das Ilmenit in nennenswerten Konzentrationen nur in Mare Gebieten gibt (da wo der Mond dunkel ist!). Vorteil ist dass es eigentlich keine erkennbaren Show-Stopper gibt. Zwar ist das Zwischenprodukt Wasser auch alles andere als hochrein, aber es sind Methoden denkbar mit denen man das hinbekommen kann, ohne Wasserstoff an die Umgebung zu verlieren. Ganz ohne Wasserstoffverluste dürfte es nicht gehen, aber die geringen Mengen aus dem Sonnenwind reichen möglicherweise zur Kompensation aus.
Was meiner Meinung nach eine schöne Aufgabe für Astronauten auf einer Mondbasis wäre, ist alle diese Prozesse mit Originalmaterial unter Originalschwerkraft zu testen. Dann zeigt sich wo der Hase im Pfeffer liegt und welches die praktikabelste Methode ist.
(*) Meine Doktorarbeit ist möglicherweise die letzte Arbeit im 21. Jahrhundert von der "alten Sorte", wo es noch um das Thema und die Ergebnisse geht, und überhaupt nicht um die Aufhübschung des Lebenslaufs. Wer sie lesen will (ist auf englisch), hier:
An experimental plant for the reduction of granular ilmenite (FeTiO3) with hydrogen (H2) powered by concentrated solar radiation was designed, built, and tested to demonstrate extraction of oxygen from lunar soil at the Plataforma Solar de Almería (PSA). This is done by a two-step process with...
idus.us.es
Viel Spass!
Mondige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
Moin,
nun ja, schon interessant, aber wenn von 3 O-Atomen letztlich nur eins dabei 'rausspringt, ist schon rein theoretisch die Effizienz des Verfahrens ja nicht so gross.
Aber eine Idee hätte ich da noch: Das Nebenprodukt TiO2 könnte man grossflächig auf dem Mond verteilen, damit er nachts hier für uns heller leuchtet
VG -CptB
Ist allerdings auch eine Frage der Definition von "Effizienz", sowie in wieweit die wichtig ist.
Normalerweise bezieht sie sich auf den Energieeinsatz.
Mit Abstand das meiste geht in die Erhitzung des Regoliths.
D.h. die Frage ob bzw wie man diese Energie rückgewinnen kann ist wichtig.
Also mit den verbrauchten Partikeln die frischen aufheizen (Wärmetauscher für Feststoffe).
Eine andere Möglichkeit wäre, die heißen Partikel in einem gut gedämmten Behälter zu lagern um dann in der Mondnacht eine schnuckelige Wärmequelle zur Verfügung zu haben.
Wenn man den Solarkonzentrator relativ einfach aus Mylarfolie zB bauen kann, dann hat man sehr viel Energie zur Verfügung.
Irgendwie mutet mir das ganze Thema aber doch ein wenig, hmm, ja, archaisch an. Der übliche Laie (...wie z.B. ich ...) assoziiert mit Raumfahrt i.a. ja die neueste whicky-whacky High-Tech, Mikroelektrornik, Laser, Plasma-XYZ, und jetzt will man da auf dem Mond Staub auf einen Haufen zusammenkehren und mit grossen Spiegeln Sonnenlicht draufballern um Ziegelsteine zu sintern und/oder noch Gase aus der Reaktion abzusaugen.
So ähnlich muss es irgendwann mal den Leuten in der Steinzeit ergangen sein, die nach starker Glut und bestimmten Steinen im Feuer seltsame schwere und unbekannte Klunmpen in der Asche gefunden haben...
In lunaren wie auch terrestrischen Mineralien steckt zwar eine Menge an chemisch gebundenem Sauerstoff:
den herauszuholen ist aber alles andere als trivial, das zeigen ja auch die oben beschriebenen elektrolytischen Arbeiten von Thorsten oder vom Bureau of Mines.
Abgesehen vom beträchtlichen Energieaufwand, das Material muss ja eingeschmolzen werden, der auf dem Mond dann wohl durch entsprechende Solaranlagen bereitgestellt werden müsste, gibt es aber noch erhebliche Schwierigkeiten mit der Lebensdauer geeigneter Elektroden.
Die dann wohl mit regelmäßigen Wartungsflügen von der Erde versorgt werden müssten, und das betrifft wohl auch gewisse Zusatzstoffe, welche die erforderliche elektrische Leitfähigkeit der Schmelze erst möglich machen.
Ab wann sich eine solche Sauerstoffproduktion aus Mondmineralien gegenüber einer klassischen Anlieferung von der Erde wirklich rechnet, das steht wohl noch in den Sternen.
Irgendwie mutet mir das ganze Thema aber doch ein wenig, hmm, ja, archaisch an. Der übliche Laie (...wie z.B. ich ...) assoziiert mit Raumfahrt i.a. ja die neueste whicky-whacky High-Tech
Und das liegt im Prinzip daran, dass Raumfahrt bisher stets in einem extrem "sauberen" Umfeld stattfand.
Mit dem Betreten des Mondes ändert sich das, da liegt eben ein Haufen Staub rum.
Die Apollo-Astronauten sind nochmal "davon gekommen" im Sinne von dass ihnen der Mondstaub keine grösseren Probleme gemacht hat. Wobei es durchaus heisst dass Teile der Anzüge nach drei Mondspaziergängen schon so verschlissen waren dass ein oder zwei mehr schon problematisch geworden wären. Dasselbe gilt für die Dichtungen der Luken. Dass es auf dem Mond keine Luft gibt erleichtert das Problem ein bisschen, da der Staub nicht so einfach "aufgewirbelt" werden kann. Dafür ist er kaum erodiert und deshalb extrem scharfkantig. Insgesamt für zukünftige Mondreisende sehr wahrscheinlich ein zentrales Problem.
So ähnlich muss es irgendwann mal den Leuten in der Steinzeit ergangen sein, die nach starker Glut und bestimmten Steinen im Feuer seltsame schwere und unbekannte Klunmpen in der Asche gefunden haben..
Ja, so in etwa fühlt es sich tatsächlich an! Und ist auch Teil des Spaßes an der Angelegenheit. Diese Mischung aus Hightech und Höhlenmenschentech hat ihren Charme...
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