Dobson 20" f/4 mit Giacometti Spiegel kaufen?

TigerClaw35

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Hallo Zusammen,

mein 16" Gitterrohr Newton ist noch nicht fertig gestellt, da denke ich schon über einen Dobson mit GoTo nach und zwar in 20". Ob das bei unserem Seeing in Deutschland sinnvoll ist, sei mal außen vor. :)

Es gibt verschiedene Varianten. Aktuell habe ich von DocTelescope ein Angebot über ein leicht gebrauchtes Teleskop bekommen:
Dobson - 20" f/4
Supremax Spiegel von Giacometti
Fangspiegel aus Quarz von Zen
GoTo Stellarcat + nexus

Alles zusammen würde mich rund 11.000 + 19% Vat kosten. Das Angebot ist an sich eigentlich gut, aber ich kenne diesen Giacometti nicht, auch wenn der auf astrosell.it gute Reputation hat. Es gibt zum Spiegel kein Prüfprotokoll. Könnte man in Deutschland vermessen lassen, aber nach dem Kauf bringt mir das nichts. Mit dem Teleskop hat kürzlich einer Fotos gemacht hier: DocTelescope LaserMax III 20" - AstroBin
Das Teleskop selbst sieht man hier gut: VENDO: Dobson 20'' f 4 GoTo in PRONTA CONSEGNA (demo) -30% | Astrosell Der preis ist ohne 19% Steuer angegeben.

Da ich selbst Planetenfotografie betreibe sagen Bilder alleine nicht viel aus. man kann auch mit Optik unter 0,85 Strehl z.B. bei gutem Seeing gute Bilder machen. Und die Bilder sehe gut aus, Marco Lorenzi mit seinem Nauris 21" hat es teilweise auch nicht besser hinbekommen: Jupiter on November 7th, 2023 - AstroBin

Die Frage ist nur, wie Aussagekräftig solche Bilder sind. Andererseits gibt es Spiegel mit Prüfprotokoll, das nichts taugt.

Also das Dobson Teleskope würde mich so wie oben komplett mit ServoCat und Steuern rund 14.000 EURO kosten. Das Geld habe ich sowieso aktuell nicht, aber Interesse wäre da. Alternativ würde ich für rund 7900 EUR einen Spacewalk Dobson bekommen. Stellarcat würde mit 3500 EUR + Vat hinzukommen. Würde also auf rund 13-14.000 kommen. Dafür hätte ich ein Prüfprotokoll. Teuer sind nicht die Teleskope, sondern die Motorsteuerung ServoCat.

Mit etwas Fantasie könnte man dafür auch gleich einen Nauris 18" f/4 kaufen, da ich ja mit meiner EQ8 noch im Rahmen bin. Aber hier zahlt man nur für das Teleskop ohne Motoren, dafür super Optik von Teleskop und Spiegel. Andererseits wäre der Sprung von 16" auf 18" auch nicht so groß, vor allem weil mein 16" nicht mal in Betrieb ist.

Was würdet ihr machen? Ich könnte für rund 7500+Steuern= 8800 EUR auch den DocTelescope nur mit ServoCat und Nexus kaufen und die Spiegel bei Antares Optics und Astroreflect kaufen. Das wären dann rund 6700+700 EUR. Dann wäre ich aber wieder bei rund 16.000 EUR was verdammt viel Geld ist. Dafür mit prüfprotokoll der Spiegel .

Mich würde eure Meinung interessieren, auch zu dem Giacometti Spiegel.

Viele Grüße,
Raul
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Raul,

ich denke, vor der Anschaffung größerer Geräte stehen viele vor ähnlichen Entscheidungen wie du. Es wäre aus meiner Sicht auf jeden Fall wünschenswert, aussagekräftige Protokolle zu bekommen falls möglich. Allerdings sehe ich das ähnlich: Was hilft es, wenn die schönen Werte doch nicht ganz das halten was auf dem Papier steht. Skepsis ist hier und da schon angesagt, denn Papier ist geduldig…wie man so schön sagt. :giggle:

Bei mehreren Herstellern ist es wohl gerechtfertigt, Vertrauen zu haben, zumal sie bewiesen haben, dass sie gute Spiegel produzieren.

Letztendlich bleibt einem wie so oft nichts anderes übrig, als selbst einen Blick durch besagte Geräte zu werfen (z.B. auf Teleskoptreffen oder Messen). Für die überwiegende Mehrzahl meiner Geräte hatte ich erst eine Kaufentscheidung getätigt, nachdem ich diese ausgiebig am Stern live testen konnte. Ein Live-Test hat mich immerhin vor einigen Jahren vor dem Fehlkauf eines 24“ Spiegels bewahrt, jedoch nicht vor den Spesen wie lange Fahrt und Hotelaufenthalte.

Zum Giacometti Spiegel kann ich leider nichts sagen, kenne ich überhaupt nicht.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,
das Reisen und am Stern die Spiegelqualität feststellen, dazu fehlt mir die zeit und wenn das Seeing nicht passt, kann man auch am Stern keine 100% Aussage treffen.

Ich meine, die damit gemachten Bilder sind toll, aber auch mit etwas schlechterer Optik kann man bei gutem Seeing tolle Bilder machen.

Viele Grüße,
Raul
 
Servus Raul,

kenne die Spiegel des Italieners auch nicht, aber so wie ich es verstanden habe, ist der Hauptspiegel 41 oder 42mm dick und somit ein relativ schwerer Brocken. Hatten selbst mal einen 18zöller auf einer ALT5 (vergleichbar mit der EQ8) und glaube mir, das willst Du Dir nicht antun. Nicht wegen des Gewichtes, sondern einfach ein abenteuerlicher Hebel, der nicht mal den Hauch eines Windes verzeiht, trotz Gitterrohr!!!!
An Deiner Stelle würde ich mal den 16er versuchen auszureizen und erst dann weitere Entscheidungen treffen. Verwenden selbst einen Nauris 400er Spiegel, der mit nur 7kg eher ein Leichtgewicht ist.....

lg
tom
 

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Der Spiegel ist 510mm und 38mm dick. Bei einem Dobson ist das recht egal, da muss ich nichts auf einer EQ8 heben. Anders wäre es bei einem normalen NEwton für eine paralaktische Montierung. Da wird es schwerer zu heben.

Wenn kein Dobson, kommt eigentlich nur ein Nauris 18" in Frage, auch wegen dem Preis.
 
Hallo Raul,
bei diesen Summen würde ich nur mit Protokoll kaufen, denn dann kannst du nachprüfen lassen, hast eine Garantie und es ist anfechtbar.

Das Hauptproblem bei großen Spiegeln ab ca 16 Zoll ist der Astigmatismus viele große Spiegel sind astigmatisch.

Den Protokollen der deutschen Hersteller würde ich mal einen Vertrauensvorschuss zugestehen, bisher sind Nauris oder spacewalk in dieser Hinsicht noch nicht auffällig geworden.
Ganz im Gegenteil bei Nauris ist das sehr transparent und er macht die aufwendige Astigmatismus kompensationsmessung, dass man hier eine Gurke erwischt halte ich für relativ gering.
LG
 
Hi,

genau deshalb würde ich wenn überhaupt, dass Teleskop mit Stellacat und nexus kaufen und Spiegel dann einzeln mit protokoll. Nur dann komme ich auf fast 16,500 Euro. Für den preis würde ich fast einen nauris 18" bekommen. Aber das wäre zu meinem jetzigen 16" keine große Steigerung, zumindest nicht in dieser preisklasse, wo sich das nochmals lohnt. Außerdem war die idee einen Dobson mit Motor anzuschaffen, um eventuell doch mal mobil zu sein und ich habe dann keine zusätzliche Montierung auf dem balkon. Schade, das Nauris keine Dobson mehr baut. Die waren klasse.

Und dieser Giacomoto soll gute Spiegel machen aber wie gesagt ohne protokoll weiß ich ja nicht, wie lange die bearbeitet wurden und anhand von guten Planetenbildern kann man schlecht etwas sagen. Es gibt selten Fälle, wo teleskope 1:1 gegenübergestellt und mit unterschiedlichen Qualitäten getestet werden. Oftmals ist alles nur Theorie und es gibt immer einen Faktor, der die Bilder dann zunichte macht.
 
Hallo Raul,

auf dem letzten WHAT in Gülpe war ein 26 Zoller zu bewundern! Er war optisch hervorragend. Der Besitzer hat es hier im Forum erworben.

Hier der Link: Archiv - Großer Newton 26 Zoll

VG Frank
 

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Es gibt selten Fälle, wo teleskope 1:1 gegenübergestellt und mit unterschiedlichen Qualitäten getestet werden. Oftmals ist alles nur Theorie und es gibt immer einen Faktor, der die Bilder dann zunichte macht.
Hallo Raul,

da gehe ich nicht ganz mit. Es gibt etliche Teleskoptreffen in Mitteleuropa. Dort hat man viele Möglichkeiten des direkten Vergleichs. So bin ich beispielsweise zu meinem 18er Zambuto gekommen. Natürlich hatte ich viel Glück, damals bei optimalen Bedingungen in den Alpen (an einem Nachmittag am Sonnenreflex Seeing besser als 0,5 Bogensekunden) und am Abend an Jupiter ausgiebig testen zu können. Diesen Spiegel gebe ich nie wieder her, zumal ich recht sicher bin, kaum etwas vergleichbares zu bekommen.

Allerdings geht Carl demnächst in verdiente Rente, d.h. neue Aufträge nimmt er wohl nicht mehr an.

Ich verstehe natürlich, dass Zeit ein knappes Gut ist und nicht jeder hat daher die Möglichkeit für ausgiebige Tests. Für mich war das nie ein Thema.

Stellarcat würde mit 3500 EUR + Vat hinzukommen. Würde also auf rund 13-14.000 kommen. Dafür hätte ich ein Prüfprotokoll. Teuer sind nicht die Teleskope, sondern die Motorsteuerung ServoCat.
Diese Angaben zu ServoCAT sind m.E. einiges zu hoch. Erst vor wenigen Monaten habe ich ein komplettes Set inkl. Steuern und Zoll für knapp über 2500€ erhalten. Allerdings brauchte ich keine Encoder und kein ArgoNavis/Nexus. Natürlich gibt es aktuell viel Verwirrung wegen der Zölle aber anderseits ist auch der Dollar deutlich preiswerter geworden.

Viele Grüße
Werner
 
Das Hauptproblem bei großen Spiegeln ab ca 16 Zoll ist der Astigmatismus viele große Spiegel sind astigmatisch.

Den Protokollen der deutschen Hersteller würde ich mal einen Vertrauensvorschuss zugestehen, bisher sind Nauris oder spacewalk in dieser Hinsicht noch nicht auffällig geworden.
Ganz im Gegenteil bei Nauris ist das sehr transparent und er macht die aufwendige Astigmatismus kompensationsmessung, dass man hier eine Gurke erwischt halte ich für relativ gering.
Hallo Quanten,

da ist bestimmt etwas dran, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Asti oftmals nicht im Glas sitzt, sondern auf nicht ausreichende Mechanik und Kompensation an der HS-Fassung zurückzuführen ist. Ein einfacher Test in der fast Vertikalen und beinahe Horizontalen fördert dies zu Tage. Natürlich verlangen die heutzutage gängigen (leichten) Spiegel aufgrund der geringen Dicke eine ziemlich gute Aufhängung.

So habe ich schon einige größere (dünne) Spiegel auf Teleskoptreffen gesehen, die recht eindeutig größere Beträge an Lagerungs-Asti aufwiesen.

Viele Grüße
Werner
 
So habe ich schon einige größere (dünne) Spiegel auf Teleskoptreffen gesehen, die recht eindeutig größere Beträge an Lagerungs-Asti aufwiesen.
Hallo Werner,
volle Zustimmung, je dünner der Spiegel um so mehr Beachtung muss man wieder der Lagerung schenken.

Häufig finden sich auch ATM Selbstbauten darunter wo halt mit den Mitteln gearbeitet wird welche zur Verfügung stehen.

Bei Nauris muss man sich darüber jedoch keine Gedanken machen zumindest nicht wenn man auch deren Hauptspiegellagerung mit Zentralaufhängung kauft.
Das ist dann eine perfekte und runde Sache.

Der Potato Chip Effekt durch Halteklammern ist da im Grunde ausgeschlossen.
Und die Auflagepunkte bzw. die Spiegelzelle ist passend für den Spiegel gerechnet und in Maschinenbau Qualität gefertigt.

Aber andere Hersteller bekommen das bestimmt auch gut hin.
LG
 
Hallo Raul,

da gehe ich nicht ganz mit. Es gibt etliche Teleskoptreffen in Mitteleuropa. Dort hat man viele Möglichkeiten des direkten Vergleichs. So bin ich beispielsweise zu meinem 18er Zambuto gekommen. Natürlich hatte ich viel Glück, damals bei optimalen Bedingungen in den Alpen (an einem Nachmittag am Sonnenreflex Seeing besser als 0,5 Bogensekunden) und am Abend an Jupiter ausgiebig testen zu können. Diesen Spiegel gebe ich nie wieder her, zumal ich recht sicher bin, kaum etwas vergleichbares zu bekommen.

Allerdings geht Carl demnächst in verdiente Rente, d.h. neue Aufträge nimmt er wohl nicht mehr an.

Ich verstehe natürlich, dass Zeit ein knappes Gut ist und nicht jeder hat daher die Möglichkeit für ausgiebige Tests. Für mich war das nie ein Thema.


Diese Angaben zu ServoCAT sind m.E. einiges zu hoch. Erst vor wenigen Monaten habe ich ein komplettes Set inkl. Steuern und Zoll für knapp über 2500€ erhalten. Allerdings brauchte ich keine Encoder und kein ArgoNavis/Nexus. Natürlich gibt es aktuell viel Verwirrung wegen der Zölle aber anderseits ist auch der Dollar deutlich preiswerter geworden.

Viele Grüße
Werner
Hi,

bezüglich Zoll kostet das ServoCat rund 2100 Dollar. Nexus nochmal mindestens 500 Dollar oder mehr. Mit Einfuhr und Umsatzsteuer ist man da schon bei uns die 3000 Euro und mehr. Hinzu kommt der Einbau.
Hallo Werner,
volle Zustimmung, je dünner der Spiegel um so mehr Beachtung muss man wieder der Lagerung schenken.

Häufig finden sich auch ATM Selbstbauten darunter wo halt mit den Mitteln gearbeitet wird welche zur Verfügung stehen.

Bei Nauris muss man sich darüber jedoch keine Gedanken machen zumindest nicht wenn man auch deren Hauptspiegellagerung mit Zentralaufhängung kauft.
Das ist dann eine perfekte und runde Sache.

Der Potato Chip Effekt durch Halteklammern ist da im Grunde ausgeschlossen.
Und die Auflagepunkte bzw. die Spiegelzelle ist passend für den Spiegel gerechnet und in Maschinenbau Qualität gefertigt.

Aber andere Hersteller bekommen das bestimmt auch gut hin.
LG
 
Hallo Raul,
also einen so großen Spiegel "Stern zu testen" ist keine so leichte Sache.
Schon um die nötige Vergrößerung von ca. 2xD zu erreichen, damit man die Asti-Eier sehr nah am Fokus erkennen kann, wird man nur ein paar Mal im Jahr haben, wenn überhaupt?
Und wenn man im Gegenzug den Asti schon bei größeren Austrittspupillen sieht, ist der Asti meist schon sehr groß, so dass der Strehl gegen 0.0 gehen kann.

Die Qualität anhand von Fotos beurteilen zu wollen halte ich ebenfalls für schwierig, wenn man sieht was manche Sternfreunde für eine Detailfülle aus einem nicht ganz beugungsbegrenzen System herausholen können, oft hat dabei auch die Ästhetik der Bildbearbeitung einen großen Einfluss auf unser subjektives Empfinden.

Bei 5000-8000€ würde ich auf jeden Fall einen Qualitätsnachweis haben wollen, du ärgerst dich sonst nachher dumm und dämlich.
Und zwar einen Nachweis über die Wellenfrontabweichung mit einen Laserinterferometer.
Vorbildlich ist da der Nachweis z.B. von Nauris, mit 5er-Takt Messung als Astigmatismus Kompensationsmessung!
Ich habe schon Spiegel gesehen, das waren im Grunde Badezimmer Spiegel, nicht mehr als ein dickes Stück Glas mit ALU-Beschichtung.
Vergrößerungsfähigkeit vielleicht bis 250x danach nur noch Seeing.

Auch das Fokussieren mit einem astigmatischen Spiegel kann je nach Fehlergröße total nervig sein, da der Fokus ständig hin und her springt, also nicht das was sich der Astrofotograf so wünscht.
Man hat dann drei Fokuspunkte tangential, sagittal und dazwischen den besten Fokus.
Dann sucht man ständig und fokussiert hin und her, ist der Fokus mehr intra- oder extrafokal, ah mehr mittig aber doch irgendwie unscharf?
Da beißt sich die Katze dann oft in den Schwanz, da man durch den Asti den Fokus nicht richtig findet und durch den Defokus das Bild wieder unscharf wirkt und die große "Seeingöffnung" auch noch mit hineinwirkt.
Ähnlich wie beim "Genzschichtbeobachten" wird man immer den Eindruck haben, dass das Seeing dauerhaft schlecht ist;)

Öffnungsmäßig gibt es da glaube ich keine Grenzen?
Ich kann mich noch an die Mondfotos von Luc Cathala erinnern der vor ca. 10 Jahren mit seinem 24" Newton für Aufsehen sorgte.
Mittlerweile gibt es vielleicht noch höher aufgelöste Mond- und Planetenbilder?

Ich persönlich würde den 20" ebenfalls auf einer AZ-Montierung betreiben, da einfach am stabilsten und weniger Schwingungsanfällig, was man besonders bei der Fokussierung und der Vergrößerungsfähigkeit merkt, allerdings bin ich ein "visueller".
Im Grunde greift bei einem solch ambitionierten Unternehmen alles ineinander, aber dessen wirst du dir bewusst sein.
LG
 
Hallo Raul,
also einen so großen Spiegel "Stern zu testen" ist keine so leichte Sache.
Schon um die nötige Vergrößerung von ca. 2xD zu erreichen, damit man die Asti-Eier sehr nah am Fokus erkennen kann, wird man nur ein paar Mal im Jahr haben, wenn überhaupt?
Und wenn man im Gegenzug den Asti schon bei größeren Austrittspupillen sieht, ist der Asti meist schon sehr groß, so dass der Strehl gegen 0.0 gehen kann.

Die Qualität anhand von Fotos beurteilen zu wollen halte ich ebenfalls für schwierig, wenn man sieht was manche Sternfreunde für eine Detailfülle aus einem nicht ganz beugungsbegrenzen System herausholen können, oft hat dabei auch die Ästhetik der Bildbearbeitung einen großen Einfluss auf unser subjektives Empfinden.

Bei 5000-8000€ würde ich auf jeden Fall einen Qualitätsnachweis haben wollen, du ärgerst dich sonst nachher dumm und dämlich.
Und zwar einen Nachweis über die Wellenfrontabweichung mit einen Laserinterferometer.
Vorbildlich ist da der Nachweis z.B. von Nauris, mit 5er-Takt Messung als Astigmatismus Kompensationsmessung!
Ich habe schon Spiegel gesehen, das waren im Grunde Badezimmer Spiegel, nicht mehr als ein dickes Stück Glas mit ALU-Beschichtung.
Vergrößerungsfähigkeit vielleicht bis 250x danach nur noch Seeing.

Auch das Fokussieren mit einem astigmatischen Spiegel kann je nach Fehlergröße total nervig sein, da der Fokus ständig hin und her springt, also nicht das was sich der Astrofotograf so wünscht.
Man hat dann drei Fokuspunkte tangential, sagittal und dazwischen den besten Fokus.
Dann sucht man ständig und fokussiert hin und her, ist der Fokus mehr intra- oder extrafokal, ah mehr mittig aber doch irgendwie unscharf?
Da beißt sich die Katze dann oft in den Schwanz, da man durch den Asti den Fokus nicht richtig findet und durch den Defokus das Bild wieder unscharf wirkt und die große "Seeingöffnung" auch noch mit hineinwirkt.
Ähnlich wie beim "Genzschichtbeobachten" wird man immer den Eindruck haben, dass das Seeing dauerhaft schlecht ist;)

Öffnungsmäßig gibt es da glaube ich keine Grenzen?
Ich kann mich noch an die Mondfotos von Luc Cathala erinnern der vor ca. 10 Jahren mit seinem 24" Newton für Aufsehen sorgte.
Mittlerweile gibt es vielleicht noch höher aufgelöste Mond- und Planetenbilder?

Ich persönlich würde den 20" ebenfalls auf einer AZ-Montierung betreiben, da einfach am stabilsten und weniger Schwingungsanfällig, was man besonders bei der Fokussierung und der Vergrößerungsfähigkeit merkt, allerdings bin ich ein "visueller".
Im Grunde greift bei einem solch ambitionierten Unternehmen alles ineinander, aber dessen wirst du dir bewusst sein.
LG
Genau so ist es. Du hast es auf den Punkt getroffen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Ich werde wohl, wenn ich da Teleskop kaufen sollte, alles ohne Spiegel nehmen und mir dann einfach wieder bei Astro reflect einen Spiegel anfertigen lassen. Den Fangspiegel mit 102 mm dann von Antares. Mal sehen, was sich in den kommenden Wochen noch ergibt. Heute kam endlich der Spiegel für meinen 16" Newton. Habe jetzt mal alles grob justiert und schaue gleich, KB ich in den Fokus komme. Das ist immer das heikelste bei einem neuen Teleskop, dass man baut oder bauen lässt.

Schade das nauris keine Dobson mehr baut.


Viele Grüße,
Raul
 

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Hallo Raul.

Es ist schon viel über die optischen Aspekte geschrieben worden....
Weil wir im Verein einen 24 Zoll Dobson mit ServoCat und Nexus betreiben, und da schon hin und wieder Probleme mit dem Alignment und der "GoTo Genauigkeit" haben, möchte ich den Blick auch auf die Mechanik lenken, und auf das Zusammenspiel aller Komponenten.

Das sollte man sich unbedingt vorher ansehen: ob die Steifigkeit der Gitterrohr Konstruktion passt, Rohrverbindungen usw. eine Justierstabilität garantieren, und die elektronischen Komponenten fehlerfrei sind.... d.h. Alignment und GoTo sauber arbeiten.
Leichtbau ist für manuelles Nachführen
weniger kritisch als für vollautomatisch ablaufendes "GoTo" mit ServoCat Antrieben.
Kleine Elastizitäten führen da schon zu Abweichungen.

Wenn möglich würde ich das zumindest eine Nacht lang auf "Herz und Nieren" testen wollen.

VG Hermann
 
Hallo Hermann,

nachdem ich bereits 3 ServoCAT Systeme erfolgreich am Laufen habe, sind mir ebenfalls die ein oder anderen „Fallstricke“ bekannt. Vollkommen korrekt: mechanische Unzulänglichkeiten haben einen großen Einfluss auf die Genauigkeit des Sytems.

Neben den von dir erwähnten potenziellen Schwachstellen möchte ich noch auf die Folgenden verweisen:

- Orthogonalität der beiden Achsen. Evtl. bestehende leichte Kippungen bzw. Dezentrierungen sollten beseitigt werden.
- Mechanische und optische Achsen sind möglicherweise nicht synchron/parallel. Optische Achse verläuft beispielsweise „schräg“ durch den Tubus/Gitterrohrkonstruktion.
- Durchmesserwerte der Roller/Hohenräder/Az-Räder und deren Übertragungsmomente wurden nicht korrekt ins ServoCAT übernommen.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Raul.

Es ist schon viel über die optischen Aspekte geschrieben worden....
Weil wir im Verein einen 24 Zoll Dobson mit ServoCat und Nexus betreiben, und da schon hin und wieder Probleme mit dem Alignment und der "GoTo Genauigkeit" haben, möchte ich den Blick auch auf die Mechanik lenken, und auf das Zusammenspiel aller Komponenten.

Das sollte man sich unbedingt vorher ansehen: ob die Steifigkeit der Gitterrohr Konstruktion passt, Rohrverbindungen usw. eine Justierstabilität garantieren, und die elektronischen Komponenten fehlerfrei sind.... d.h. Alignment und GoTo sauber arbeiten.
Leichtbau ist für manuelles Nachführen
weniger kritisch als für vollautomatisch ablaufendes "GoTo" mit ServoCat Antrieben.
Kleine Elastizitäten führen da schon zu Abweichungen.

Wenn möglich würde ich das zumindest eine Nacht lang auf "Herz und Nieren" testen wollen.

VG Hermann
Hi,

wie gesagt ist testen so eine Sache. Aber mein Gitterohr Newton 16" von DocTelescope scheint sehr justierstabil zu sein. ich habe ihn gestern endlich getestet und nach der Kollimation keine Abweichungen beim Schwenken festgestellt. Da scheinen die Teile wirklich stabil zu sein. In der Hinsicht arbeitet DocTelescope wirklich genau. Mein Backfokus wurde auf Millimeter genau umgesetzt.
 
Hallo Raul,

ich fasse mal zusammen, du hast einen 16Zöller, der gerade fertig wird und den du also noch lange nicht ausgereizt hast. Der Öffnungswahn zieht dich zum 20 Zöller, von dem du aber nicht wirklich sagen kannst, wie gut er ist. Vielleicht sammelt er nur mehr Licht als der 16 Zöller, zeigt aber aufgrund der schlechteren optischen Daten weniger Details.
Dazu schreibst du, das du sowieso das Geld momentan nicht hast. Klar, deine Bank hättes es, aber ein wenig eigenartig ist deine Frage zum 20 Zöller schön.
Rechnest du damit, den 16 Zöller so gut zu verkaufen, dass du kaum noch was drauflegen musst? Dazu kommt, das du für diesen Berg Geld noch nicht einmal einen Qualitätsnachweis hast und damit die Katze im Sack kaufst.
Ich denke jeder, der diesem Hobby verfallen ist, hat mal solche Gedankenspiele, aber beim Blick auf die Brieftasche ist, zumindest bei mir, irgendwann schluss mit der Träumerei. Für ca. deinen angedachten Betrag habe ich mir gerade eine schlüsselfertige PV Anlage mit Speicher auf das Dach bauen lassen. Kann man nicht durchsehen, aber liefert jahrzehnte Strom. So schön wie das Hobby ist, wenn das Geld nicht für alle Wünsche reicht, muss man priorisieren, oder es beim Träumen belassen.

Gruß Thomas
 
Hallo Raul,

ich fasse mal zusammen, du hast einen 16Zöller, der gerade fertig wird und den du also noch lange nicht ausgereizt hast. Der Öffnungswahn zieht dich zum 20 Zöller, von dem du aber nicht wirklich sagen kannst, wie gut er ist. Vielleicht sammelt er nur mehr Licht als der 16 Zöller, zeigt aber aufgrund der schlechteren optischen Daten weniger Details.
Dazu schreibst du, das du sowieso das Geld momentan nicht hast. Klar, deine Bank hättes es, aber ein wenig eigenartig ist deine Frage zum 20 Zöller schön.
Rechnest du damit, den 16 Zöller so gut zu verkaufen, dass du kaum noch was drauflegen musst? Dazu kommt, das du für diesen Berg Geld noch nicht einmal einen Qualitätsnachweis hast und damit die Katze im Sack kaufst.
Ich denke jeder, der diesem Hobby verfallen ist, hat mal solche Gedankenspiele, aber beim Blick auf die Brieftasche ist, zumindest bei mir, irgendwann schluss mit der Träumerei. Für ca. deinen angedachten Betrag habe ich mir gerade eine schlüsselfertige PV Anlage mit Speicher auf das Dach bauen lassen. Kann man nicht durchsehen, aber liefert jahrzehnte Strom. So schön wie das Hobby ist, wenn das Geld nicht für alle Wünsche reicht, muss man priorisieren, oder es beim Träumen belassen.

Gruß Thomas
Das ich die 16k für den 20" Dobson gerade nicht locker habe, war darauf bezogen, dass es momentan zum Verkauf steht und es auf die schnell wohl nichts wird. Würde ich es bauen lassen, hätte ich über ein Jahr Zeit zu sparen bzw. mit anderen Projekte langsamer zu fahren. Das ist ja im Prinzip auch egal, am Interesse ändert das erst einmal nichts und die Frage ging eher in die Richtung, ob jemand den Spiegelschleifer kennt und sich auszutauschen.

Wieso sollte ich den 16" verkaufen? Es ist eher so, dass ich lange auf die Fertigstellung gewartet habe und irgendwie Richtung 20" tendiere, vor einem Jahr aber keine Lust auf einen Dobson hatte, jetzt aber irgendwie schon, weil ich merke, dass auch der 16" beim Aufbau auf eine EQ8 samt Elektronik und aufgrund offener Bauweise einfach aufwendig ist und es eventuell mit einem Dobson auf dem Balkon einfacher wird und ich mir die parallaktische Montierung spare.

Und ja, es ist wirklich viel Geld. Allerdings sehe ich das aus einer anderen Sicht. Aber stell dir z.B. bei den aktuellen Mietpreisen vor, du würdest oder besser müsstest umziehen und zahlst plötzlich 800-1000 EUR mehr miete. Dann hast du das Geld in einem Jahr ;) Ein Teleskop kauft man sich nicht jeden Tag und ich denke es hängt auch viel von der Leidenschaft ab. Und ich besitze kein Haus, bei den aktuellen Preisen in meiner Umgebung wären da locker 1 Millionen und mehr samt Renovierung/Sanierung notwendig. Das hat man auch bei gutem Lohn in 30 Jahren nicht abgezahlt :DDD

Und ja, es ist aktuell nur eine Idee, daher lasse ich noch einie Tage verstreichen aber wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich den Spiegel einzeln anfertigen lassen würde. Wobei Astro Reflect und andere zwar guten Strehl liefern, aber wer weiß, wie die Oberflächenvermessung am Ende wirklich ist.

Viele Grüße,
Raul
 
Was mir eventuell noch einfällt. Wie laut ist das Servocat? Meine EQ8 ist an sich leise, aber ich habe einige Video gesehen, wo das ServoCat ja doch für den stolzen preis von 2000 Dollar recht laut zu sein scheint. Da freuen sich meine Nachbarn :)

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,

nein, das ServoCAT ist nicht laut. Stört definitiv draußen nicht. Allerdings kann ich das nur für die „Junior“ Version sagen.

Viele Grüße
Werner
 
Hab gehört es gibt noch das stardrive System. Vorteil ist man kann es entkoppeln und so die Rockerbkx .B. von der Spiegelzelle trennen und müsste dann nicht das Stahlkabel lösen
 
Ich überlege die ganze Zeit, ob es nicht besser wäre einfach auf Risiko zu gehen und das Teleskop samt Spiegel zu kaufen. Auch wenn es ohne Prüfprotokolll ist. Mit Steuern kostet mich das Paket samt ServoCat oder StarDrive Nexus rund 14.000 EUR.

Wenn ich das Teleskop ohne Spiegel und ohne Fokuser nehme, kostet es mich 10.500 EUR samt Steuer. Hinzu kommt dann ein Astreo Reflekt Spiegel für 6700 EUR, OAZ für rund 400 EUR und Antares Fangspiegel für rund 800 EUR samt Steuern. Das sind rund 18.000 EUR. Verdammt viel Geld.

Wenn ich auf Risiko gehe, dann zahle ich "nur" 14.000 EUR, also rund 4000 weniger. Kann den Spiegel dann ja vermessen lassen. Im schlimmsten Fall ist der schlecht. Dann hätte ich aber 4.000 EUR gespart und könnte mir davon immer noch einen neuen fertigen lassen. Das wäre ein Risiko aber im besten Fall ist der Spiegel gut. bei 20" wird man das in Deutschland auch mit Top Optik sowieso nie bei Planetenfotografie ausreiozen können.

Leider lässt sich auch schwer sagen, ob eine schlechte und eine gute Optik so unterschiedlich sind, man müsste zwei exakt identische Teleskope mit derselben Ausrüstung nebeneinander stellen und dann anhand der Bilder vergleichen und das gab es so eigentlich noch nicht irgendwo.

Was denkt ihr?
 
Hallo Raul,

Hmmm, du musst auch bedenken, dass du extra Aufwand und evtl. Ärger hast, falls der Spiegel nicht deinen Wünschen entspricht. Kann man jetzt nicht unmittelbar in Geld umrechnen, aber mir wäre es bei einer Aussicht auf einen evtl. ungewissen Ausgang nicht wert. Dann lieber gleich Nägel mit Köpfen machen. Ich habe so etwas ähnliches schon durch…

Viele Grüße
Werner
 
Da hast du Recht. Aber die Bilder sehen an sich gut aus. Ich denke nicht dass der Spiegel so schlecht ist und wenn handgefertigt eventuell auch besser als die von der Stange. Puh das ist alles gar nicht so einfach und das ServoCat samt Nexus ist auch ziemlich teuer. Das neue Stardrive vom Nexus Entwickler kostet zwar nur 1000 Euro weniger aber mit 2400 EUR immer noch ziemlich viel

Und so eine Spiegelvermessung kostet sicherlich auch nicht die Welt. Spacewalk und nauris mähien das glaube ich auch
 
Bengt verkauft gerade seinen 25 Zöller. Schau doch mal nach. Er hat es am 7. Mai eingestellt.
CS Harald
 
Wer ist eigentlich Giacometti?
In der Regel glänzen Hersteller mit Reputation, mit Preisen und Fakten.
Über Giacometti findet man auf die Schnelle recht wenig, was nichts bedeuten muss oder vielleicht auch an mir liegen kann.

bei 20" wird man das in Deutschland auch mit Top Optik sowieso nie bei Planetenfotografie ausreiozen können.
Warum willst du dann ein solches Projekt durchziehen?

Leider lässt sich auch schwer sagen, ob eine schlechte und eine gute Optik so unterschiedlich sind, man müsste zwei exakt identische Teleskope mit derselben Ausrüstung nebeneinander stellen und dann anhand der Bilder vergleichen und das gab es so eigentlich noch nicht irgendwo.
Es kommt natürlich darauf an wie gut oder schlecht der Spiegel sein wird, was dir jedoch niemand sagen wird, bevor er nicht gemessen wurde.
Kennst du Kapitel 3, "Telescopes Are Filters" aus dem Buch "Star Testing Astronomical Telescopes" von H.R.Suiter, viel Spaß bei der Fehlersuche und deren Interpretation ;)
Selbstverständlich wird man zwischen einer Gurke und einem sehr guten Spiegel auch bei dieser Größe einen Unterschied erkennen können.
Wie oben schon erwähnt wird eine Gurke dir nie ein kontrastreiches Bild zeigen können.
Indizien können sein:
- Kein Kontrast, kein brillantes Bild mit gleisenden Sternfarben, das Bild wirkt eher stumpf und flau
- Schlechte Vergrößerungsfähigkeit, bei gängigen Vergrößerungen welche mit anderen Teleskopen leicht gehen (300-350x) ist kein kontrastreiches Bild zu sehen
- Schwammiger Fokus, Fokus schnappt nicht ein
- Immer schlechtes Seeing

Hier ein Erfahrungsbericht:
Demnach ist ein Unterschied zwischen Strehl 0.64 und 0.98 zu erkennen.
LG
 
Mal eine blöde Frage zu ServoCat mit encoder. Ich weiss nicht wie laut die Motoren am Ende sind aber kann man den Dobson im Betrieb per Hand Ana Ziel bewegen und dann elektronisch mit den Motoren nur noch nach korrigieren sodass man nicht den vollen Schwenk Durchführen muss zwecks Lärm?
 
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