Einsteiger in die visuelle Astronomie – Okularberatung gesucht

Panos 2 27×10−18 Hz

Neues Mitglied
Hallo zusammen,


mein Name ist Panos, ich bin 23 Jahre alt und komme aus Nürnberg.
Vielen Dank für die Aufnahme hier im Forum – ich freue mich sehr, dabei zu sein!


Ich komme ursprünglich aus der Radioastronomie, möchte aber nun den Schritt in die optische Astronomie wagen.
Mein erstes Teleskop habe ich mir bereits zugelegt: ein 200/1000 mm F5 Newton auf einer EQ6-R Pro Montierung.


Der nächste Schritt ist jetzt die Auswahl eines passenden Okular-Sets.
Mir ist wichtig, gleich etwas Hochwertigeres zu kaufen, das ich auch noch bei zukünftigen (besseren) Teleskopen sinnvoll nutzen kann.


Ich habe ein Auge auf die Explore Scientific 82°-Okulare geworfen – sie sind preislich etwas günstiger, sodass ich mir davon vermutlich mehrere Brennweiten leisten könnte.
Oder spare ich da am falschen Ende, wenn ich im Vergleich auf die teureren 100°-Modelle verzichte?


Was haltet ihr allgemein von den 100°-Okularen mit 2-Zoll-Anschluss – ist der Unterschied im Seherlebnis wirklich so groß, dass sich der Aufpreis lohnt?


Außerdem lese ich immer wieder viel Gutes über die Baader Morpheus-Serie – wie schlagen sich diese im Vergleich?


Zum Beobachtungsschwerpunkt: Ich möchte möglichst breit gefächert beobachten, also sowohl Deep Sky als auch Planeten, Mond usw.


Ich freue mich über eure Meinungen, Tipps und Empfehlungen!


Beste Grüße
Panos
 
Hi Panos,

Das ES82° 30mm gibt es z. Zt. verbilligt - hervorragendes Okular ! Ist so gut wie das 3x teurere Nagler 31mm. Kann man nur hochgradig zuraten! Das ist mit 30mm auch gleichzeitig die langbrennweitige Grenze der Okulare.

Ansonsten sind die ES 82 ° durchaus preis-wert und von hoher Qualität und eine Langfrist-Investition, die ihren Preis wert ist, IMHO. Hier drin das empfehlenswerte Okularset für einen f/5 (entscheidend für die Okulare ist das Öffnungsverhältnis !) und weitere allg. Infos:
(Ein Okular unter 5mm ist bei f/5 nur recht selten einsetzbar, Luftunruhe).

Anstatt des 18mm ES82° (gut aber nicht perfekt) könnte man das hier in 100°nehmen, ebenfalls von Kollegen als sehr gut gelobt:

Ein 20mm ist nach dem 30mm das nächstwichtigste Okular, IMHO (für DSO).

Ansonsten ist man mit 82° sehr gut und langfristig bedient, ob man 100° unbedingt braucht ist sehr fraglich. Der Markt braucht dauernd einen neuen Hype... aber man wird mit 82° sicher sehr langfristig glücklich. Das ist sehr gutes Equipment.

Denk dran, dass man sehr bald noch Linienfilter in 2" (!) braucht/will: empfohlen: Astronomik OIII, evtl. auch UHC und Hbeta. Das ist VIEL ESSENTIELLER als ein paar Grad mehr GF für den letzten hysterischen (und damit oft teueren) Schrei an Okularen... ;)

Sonstige Intro-Infos spezifisch für visuelle Astronomie:

Good luck,
LG, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein ähnlicher Thread FYI:
 
Hallo @Panos 2 27×10−18 Hz

Am 30. August 2025 ist die Starparty der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft in der Nähe von Nürnberg. Bei guten Wetter sicherlich eine gute Gelegenheit um das eine oder andere Okular live zu sehen und mit deren Besitzern ins Gespräch zu kommen:



Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Panos,

herzlich Willkommen im Forum!

Ich bin auch erst seit 2 Jahren am Beobachten. Ich bin sehr froh mit dem Hyperion Zoom von Baader (8-24mm).

Das wäre die Möglichkeit erstmal zu schauen, welche Brennweiten Du am häufigsten nutzt, um dann gezielt in diesem Bereich Okulare mit Festbrennweiten zu kaufen.

Viel Freude jedenfalls beim Einstieg in die visuelle Astronomie!

Felix
 
Hallo @Panos 2 27×10−18 Hz

Am 30. August 2025 ist die Starparty der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft in der Nähe von Nürnberg. Bei guten Wetter sicherlich eine gute Gelegenheit um das eine oder andere Okular live zu sehen und mit deren Besitzern ins Gespräch zu kommen:



Viele Grüße
Gerd
Hallo Gerd,

vielen Dank für deine Nachricht!
Die Starparty ist bereits fest in meinem Kalender eingetragen – ich werde auf jeden Fall kommen.
Ich bin Mitglied bei der AGN und der NAA, bei der AGN vor allem in der Fachgruppe für Radioastronomie aktiv.

Vielleicht sehen wir uns ja dort – ich werde auch mein Teleskop mitbringen.

Viele Grüße
Panos
 
Hallo Panos,

herzlich Willkommen im Forum!

Ich bin auch erst seit 2 Jahren am Beobachten. Ich bin sehr froh mit dem Hyperion Zoom von Baader (8-24mm).

Das wäre die Möglichkeit erstmal zu schauen, welche Brennweiten Du am häufigsten nutzt, um dann gezielt in diesem Bereich Okulare mit Festbrennweiten zu kaufen.

Viel Freude jedenfalls beim Einstieg in die visuelle Astronomie!

Felix
Hallo Felix,

vielen Dank für deine nette Antwort und das herzliche Willkommen!
Das mit dem Zoom-Okular habe ich mir auch schon überlegt – gerade zum Einstieg klingt das nach einer praktischen Lösung.
Trotzdem tendiere ich im Moment eher zu einem schönen Set an Okularen mit festen Brennweiten.

Viele Grüße
Panos
 
Hi Panos,

Das ES82° 30mm gibt es z. Zt. verbilligt - hervorragendes Okular ! Ist so gut wie das 3x teurere Nagler 31mm. Kann man nur hochgradig zuraten! Das ist mit 30mm auch gleichzeitig die langbrennweitige Grenze der Okulare.

Ansonsten sind die ES 82 ° durchaus preis-wert und von hoher Qualität und eine Langfrist-Investition, die ihren Preis wert ist, IMHO. Hier drin das empfehlenswerte Okularset für einen f/5 (entscheidend für die Okulare ist das Öffnungsverhältnis !) und weitere allg. Infos:
(Ein Okular unter 5mm ist bei f/5 nur recht selten einsetzbar, Luftunruhe).

Anstatt des 18mm ES82° (gut aber nicht perfekt) könnte man das hier in 100°nehmen, ebenfalls von Kollegen als sehr gut gelobt:

Ein 20mm ist nach dem 30mm das nächstwichtigste Okular, IMHO (für DSO).

Ansonsten ist man mit 82° sehr gut und langfristig bedient, ob man 100° unbedingt braucht ist sehr fraglich. Der Markt braucht dauernd einen neuen Hype... aber man wird mit 82° sicher sehr langfristig glücklich. Das ist sehr gutes Equipment.

Denk dran, dass man sehr bald noch Linienfilter in 2" (!) braucht/will: empfohlen: Astronomik OIII, evtl. auch UHC und Hbeta. Das ist VIEL ESSENTIELLER als ein paar Grad mehr GF für den letzten hysterischen (und damit oft teueren) Schrei an Okularen... ;)

Sonstige Intro-Infos spezifisch für visuelle Astronomie:

Good luck,
LG, Peter
Hallo Peter,

vielen Dank für die nützlichen Informationen – ich werde sie mir heute Abend in Ruhe durchlesen.
Die ES 82°-Okulare finde ich auch sehr spannend, zumal es ein paar gute Angebote auf dem Gebrauchtmarkt gibt, was sie noch attraktiver macht.


Viele Grüße
Panos
 
Servus,
Gute Okulare kosten Geld, mehr als ein Einsteigerteleskop. Aber: Wenn Du strategisch kaufst, brauchst Du nix anderes mehram Okular-seitigen Ende (wenn Du um f/5 bleibst, was beim Upgrade zu grösseren Öffnungen üblich ist). Daher dividieren sich Okularkosten (guter Okulare) schnell mal durch 20 Jahre Nutzungszeit. 1200/20 = 60 Euro pro Jahr, jeder Handyvertrag ist mehrfach teurer. Die Kosten sind daher eigentlich gering. Ausser man kauft falsch oder eben billig optimiert.

Allgemeine Philosophie dazu:

Kauf meinetwegen erstmal nur ein Subset der Okulare: 30, 13, 5mm, aber kauf gute !!! - Wenn Du sicher langfristig am Thema bleibst... Das 30mm ist essentiell, weil man damit Objekte sucht und Übersicht hat.

Zoom IMHO njet, zu wenig Gesichtsfeld. Optisch wahrscheinlich nicht wirklich gut bei f/4...5.

Bon voyage,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Panos,

erstmal Willkommen bei den Visuellen... :)

Ich nehme mal an dass Du da vor dem großen Radioteleskop stehst?

Die Frage wäre jetzt ob Du Brillenträger bist oder ob das "nur" eine Sonnenbrille ist?

Letztlich, wenn man eine Brille benötigt, gerade wenn die vielleicht vorhandenen Astigmatismus korrigiert, sollte man auch Okulare aussuchen die mit Brille funktionieren.;)

Andreas
 
Hallo Panos,

Die Starparty ist bereits fest in meinem Kalender eingetragen – ich werde auf jeden Fall kommen.
Ich bin Mitglied bei der AGN und der NAA, bei der AGN vor allem in der Fachgruppe für Radioastronomie aktiv.

Bei der NAA war ich bis vor einigen Jahren noch Mitglied. Bei der Starparty habe ich dreimal (?) mitgemacht. Das war jedes mal ein schönes Erlebnis. Wahrscheinlich bin ich dieses Jahr wieder dabei.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Panos,

erstmal Willkommen bei den Visuellen... :)

Ich nehme mal an dass Du da vor dem großen Radioteleskop stehst?

Die Frage wäre jetzt ob Du Brillenträger bist oder ob das "nur" eine Sonnenbrille ist?

Letztlich, wenn man eine Brille benötigt, gerade wenn die vielleicht vorhandenen Astigmatismus korrigiert, sollte man auch Okulare aussuchen die mit Brille funktionieren.;)

Andreas

Hallo Andreas,
danke für die Begrüßung! Ja, das auf dem Bild bin ich – korrekt erkannt. Es ist allerdings nur eine Sonnenbrille, ich bin kein Brillenträger. Aber guter Hinweis.

Viele Grüße
Panos
 
Servus,
Gute Okulare kosten Geld, mehr als ein Einsteigerteleskop. Aber: Wenn Du strategisch kaufst, brauchst Du nix anderes mehram Okular-seitigen Ende (wenn Du um f/5 bleibst, was beim Upgrade zu grösseren Öffnungen üblich ist). Daher dividieren sich Okularkosten (guter Okulare) schnell mal durch 20 Jahre Nutzungszeit. 1200/20 = 60 Euro pro Jahr, jeder Handyvertrag ist mehrfach teurer. Die Kosten sind daher eigentlich gering. Ausser man kauft falsch oder eben billig optimiert.

Allgemeine Philosophie dazu:

Kauf meinetwegen erstmal nur ein Subset der Okulare: 30, 13, 5mm, aber kauf gute !!! - Wenn Du sicher langfristig am Thema bleibst... Das 30mm ist essentiell, weil man damit Objekte sucht und Übersicht hat.

Zoom IMHO njet, zu wenig Gesichtsfeld. Optisch wahrscheinlich nicht wirklich gut bei f/4...5.

Bon voyage,
Peter
Servus Peter,

danke für die Begrüßung – den gleichen Gedanken hatte ich auch, aus kaufmännischer Sicht richtig. Deine Argumentation mit der langfristigen Nutzung leuchtet mir voll ein.

Ich habe jetzt meine Auswahl ein wenig angepasst und überlegt:

ES 82° 30mm (gibt es aktuell vergünstigt)
14mm, 8,5mm und 4,7mm (die letzten beiden habe ich im Gebrauchtmarkt gefunden)

Ein 24mm wäre sicher auch eine Überlegung wert, aber das würde ich eher später angehen.

Viele Grüße
Panos
 
Hallo Panos,

zu den Morpheus Okularen. Die kurzbrennweitigen 6,5 und 4,5mm habe ich und kann sie dir empfehlen. Guter Einblick mit und ohne Brille bei f5 randscharf und guter Kontrast. GF 76° , noch kein Tunnelblick. Denke am nachgeführten Newton nicht schlecht.

cs
Lothar
 
Hallo Panos und herzlich willkommen!

Vor einigen Monaten hatte ich ähnliche "Aufgabe" vor mir.
Damals konnten mir viele Mitglieder hier (u.a. @Bachianer ) sehr gut helfen, vielleicht hilft dir ja das Thema von damals:

Nach einigen klaren Nächten kann ich (für meinen 90mm Apo, F6 und meinem SW Explorer 200 PDS) uneingeschränkt ein Baader "Morpheus" Okular empfehlen.
Ich hatte mich damals für ein 6,5mm-Modell entschieden. Wunderbare Optik, großes Gesichtsfeld, sehr komfortabel, was Beaobachtungsabstand etc. angeht und es sprengt nicht direkt die Bank ;) (Einen Vergleich kann ich jedoch, ausser mit den beilegten "Billig-Okularen", nicht bringen.)

Im Jan 2025 gab es eine Aktion u.a. beim Astroshop und direkt bei Bader, bei der ich das gute Teil für 225,- Euro bekommen hatte. Nun beim Astroshop bei 275,- Eur.

Ich persönlich würde immer wieder etwas mehr Geld in ein Okular investieren als viele eher günstigere Okulare zu kaufen.
Zudem stand für mich persönlich damals fest, nicht zu einem Zoom-Okular zu greifen, da meiner damaligen Recherche nach, Optiken bei Festbrennweiten besser sind. Habe aber selbst kein Zoom-Ok. verwendet muss ich dazu sagen, also bitte nicht steinigen, wenn andere hier andere Erfahrungen gemacht haben. (Baader Hyperion soll eine Ausnahme sein, was ich so höre.)
Noch ein Tipp: Du kannst dir das FOV auch im Programm Stellarem simulieren lassen.

Und der Tipp zur StarParty von Gerd (@Gerd K ) ist doch wirklich hervorragend. Wenn möglich würde ich da an deiner Stelle einen Besuch abstatten. Bestimmt toll! :y:

Beste Grüße und CS!
 
Ich bin seit ich mich aktiv mit Astronomie beschäftige rein fotografisch unterwegs gewesen, bis ich dann im letzten Jahr auch mal ausprobieren wollte, was man so visuell sehen kann, da ja die entsprechenden Teleskope teils eh vorhanden sind.

Da ich mich nicht ewig mit Okularen beschäftigen und vergleichen wollte und dennoch etwas Gutes und dabei preislich leistbares wollte bin ich auch bei den ES 82 Grad gelandet und hab eine Serie davon zusammengekauft. Es gibt eventuell für das ein oder andere daraus nochmal ein bisschen was besseres für einen ähnlichen Preis, aber im Großen und Ganzen liegt man bei denen was Preis-Leistung angeht imho ziemlich im Optimum.
 
Hi Panos,

es gibt in Nürnberg einige aktive und Vereine u.a. den User SCHICKO hier im Forum.
Er hat früher viel mit Beginnern gemacht und ist lange dabei. Kontakte ihn einfach mal.

Vor der Veranstaltung die Du auf dem Kalender hast würde ich nichts kaufen.
Okulare sind in der Beratung komplex, weil viele Faktoren zu beachten sind. Hinzukommt immer das subjektive Empfinden z.B. des Einblicks oder des Augenabstandes und die mögliche Eingewöhnungsphase, die manche Leute einfach brauchen.

Wertig einzusteigen ist bei f/5 quasi ein Automatismus, denn nur höherpreisige Okulare bieten an f/5 große Gesichtsfelder, gute Transmission und Randschärfe. Dazu kommt das solche Okulare langfristig bleiben und auch an anderen Geräten gut sind.
Okulare, sind KEIN ZUBEHÖR. Sie sind wesentlicher Teil im Strahlengang und führen mit jedem Defizit das sie haben zu geringerem Sehergebnis.
Daher lieber 2 3 Monate sparen und gescheit kaufen.

Man kann mit den 82 Grad ES Okularen gut an f/5 starten. Ich kenne alle und habe selbst mehrere davon im Bestand. ACHTUNG nicht LER!
Das 30mm das hier schon genannt wurde, kann ich nur empfehlen. Das 24m prinzipiell auch, so die AP gebraucht wird.
Die kleineren Brennweiten auch, wobei ich diese am Bino nutze. Monokular bin ich ganz klar 100 Grad - Fan und besitze eine Reihe davon, z.T. seit sie auf den Markt kamen.

Mit 100 Grad aufwärts gibt es mehrere Optionen:

Die Besten - die Ethos und Ethos SX. Sie vereinen alles was man für Deepsky wünschen kann. Der Augenabstand ist für manch Brillenträger kritisch wie man liest. Ich habe im Feld selbst bei Beginnern davon noch etwas erlebt. Die optische Leistung ist top.
ABER, bei Einführung um 600/650 EUR schon teuer, aber nun durch die Preisentwicklung in den letzten Jahren sind wir inzw. bei gut 1000 EUR pro Stück, was ich für unangemessen halte.

Preis-Leistungs-Sieger sind nach einigen eigenen Tests, die schwarzen XWA Okulare die es unter vielen Labeln gibt. Sie sind den Ethos sehr ähnlich und in der Leistung nahe dran, kosten aber nur wenig mehr als die ES 82 Grad. Das wäre mein Tipp ab 20mm Brennweite abwärts.
Nicht mit SWA verwechseln.

Von ES gibt es auch eine 100 Grad Reihe, 2 Okulare mit 92 Grad und eines mit 120 Grad. Die 100 Grad Reihe ist nach meinen Vergleichen nicht ganz auf Höhe der XWA, aber inzw. deutlich teurer geworden, weswegen ich sie nicht empfehle. Interessant ist davon ggf das 25mm 100 Grad weil es das sonst nicht gibt, das aber i.S. Sandabbildung an schnellen Geräten deutlich mehr nachläßt als die 20mm der Konkurrenz.
Die 92 Grad Okulare sind prima, aber teuerer als die XWA.

Weil sie immer genannt werden, die Morpheus. Nun es sind Okulare mit einer guten Abbildung und Randscharf bei f/5-f/6. Das ist aber ggf nicht langfristig,weil ein Folgeteleskop ggf größer und damit schneller als f/5 wird. Das können die die Mopheus obwohl sie nur 76 Grad haben nicht. Hinzukommt der Einblick, der in der Serie unterschiedlich ist und für mich z.B. bei den meisten Morpheus nicht angenehm war. Gerade hier kann ich nur dringendst anraten, nicht blind zu kaufen sondern vor dem Kauf unbedingt ausgiebig zu probieren.

Kuck Dir die möglichst alle mal live an. Mit Sternfreunden und einem Set aus 3 Okularen wie z.B. 30mm ES /82 XWA 13 und 7 kommst Du unter 1000 EUR zu einem wertigen langfristen Startbestand, den man später ergänzen kann.

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorsicht: Okularstepping nicht zu fein:
30mm ES82°, dann 20mm XWA meinetwegen, dann 13, 9, 5mm fertig (evtl noch um die 3mm, aber selten nutzbar). NIE kürzer als 2.5mm an f/5. Alle Brennweiten plusminus ca 10...15%). Das Stepping geht mit multiplikativen Faktoren, nicht additiv !
Ein 24mm dazwischen braucht man nicht notwendigerweise, so gut das Okular vllt. auch sein mag. Wichtig ist das 30mm wegen max Feldgrösse.
LG, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Panos,

Ich bin möglicherweise auch mit dabei. Lillinghof sehe ich vom Garten aus, wenn ich allerdings eine Leiter auf dem Rasen auftelle, oder vom Haueingang aus, auch ohne Leiter.

Mit dabei wird mein kleines Leica (Telyt R) Reiseteleskop sein und daran kann man mich in der Masse der Teleskope erkennen, oder an der roten Mütze von unserem Nachbarschaftshilfe Verein.

Also, schau mal vorbei,
Jiri
 

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  • Leitz Telyt refractor.jpg
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten
hier!

Ich habe damit genau die Bestätigung bekommen, die ich mir erhofft hatte.
Mein Wissen ist bislang eher theoretisch, und da ich kein Brillenträger bin, habe ich mich nun für folgende Okulare entschieden:

ES 82° 30 mm – gibt es aktuell zu einem guten Kurs bei den gängigen Shops.

ES 82° 4,7 mm und 6,7 mm – habe ich günstig gebraucht bekommen. Kürzere Brennweiten machen weniger Sinn, Thema Seeing usw.

Als Ergänzung plane ich noch das 14 mm, damit bin ich fürs Erste gut aufgestellt.

Am 30. werde ich, wie einige hier empfohlen haben, auch mal ein paar andere Okulare ausprobieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Sobald ich mir etwas mehr Freiraum einräumen kann (Studium), möchte ich mich auch aktiver bei AGN und NAA einbringen.

Viele Grüße
Panos
 
Hallo Panos,

Ich bin möglicherweise auch mit dabei. Lillinghof sehe ich vom Garten aus, wenn ich allerdings eine Leiter auf dem Rasen auftelle, oder vom Haueingang aus, auch ohne Leiter.

Mit dabei wird mein kleines Leica (Telyt R) Reiseteleskop sein und daran kann man mich in der Masse der Teleskope erkennen, oder an der roten Mütze von unserem Nachbarschaftshilfe Verein.

Also, schau mal vorbei,
Jiri
Hallo Jiri,
Werde gerne vorbei Kommen 🫡
 
Hallo Panos,

ich weiß es nicht, wie die Beobachtungsbedingungen seien werden, aber vorgesehen sind 3 Weitfeldokulare mit 5mm Fokuslänge und falls die Bedingungen gut sind, dann vier OIII Filter auf dem Filterrad und dazu ein passendes langbrennweitiges Okular.

Die 5mm Okulare lassen sich auch an terrestrischen Objekten beim Tageslicht ausprobieren und insbesondere läßt sich der Augenabstand und Beobachtungskomfort, ob passend oder weniger passend, beurteilen.

Früher habe ich hin und wieder vom Flugplatz Lilling aus beobachtet.

LG,
Jiri
 
Hallo,
gestern abend mit dem SV-Boni mit 157fach im C 8 (Reducer dazwischengeschaltet) RV Aql auf (12.5mag geschätzt), mit 3mm = 420fach einen Vergl.Stern von 14.1mag eindeutig erkannt, trotz Mond !!

Gruß
Günther

(PS: bewußt unter den Vermerk "gestern um 02.27 Uhr" gesetzt, als Fortsetzung: bringt auch in einem C 8 Leistung)
 
Hallo Panos,
Vielleicht noch ein paar Tipps?
Okulare immer in der Nacht und idealerweise an dem Teleskop bzw. Öffnungsverhältnis testen wo sie auch später eingesetzt werden sollen, denn am Tage verändert sich die Austrittspupille und evtl. das Einblick verhalten.
Auch gibt es einen Unterschied zwischen Sommer und Winter, Okulare mit sehr kurzem Augenabstand (<10mm) können im Winter durch die Kälte schnell zu tauen.
Okulare ohne Gummiaugenmuscheln können durch die Kälte unangenehm erscheinen, wenn man mit der Haut drankommt, da die Augenpartie sehr empfindlich ist.
Oder z.B. habe ich persönlich Probleme mit konkaven Augenlinsen bei Ortho und Plössl Okularen um ca. 10mm Brennweite, diese erzeugen an hellen Objekten wie Jupiter an meinen Augen Reflexe, welche dann mit der Augenbewegung mittanzen.
Daher würde ich die Okulare auch an hellen Objekten testen, sofern du die Okulare für alles nehmen möchtest?
Bei Weitwinkelokularen geht es natürlich auch um die Feldabbildung zum Rand hin, da würde ich mal auf Farbquerfehler, Verzeichnung und Schärfe achten.
Meiner Meinung nach unterscheiden sich die 100° Okulare schon nochmal deutlich von den 82° Okularen gerade für die DeepSky Beobachtung und da du eh gerade am Zusammenstellen bist, würde ich auf jeden Fall auch die 100° Okulare mit in Betracht ziehen.
Blöd wäre es halt, wenn du erst Geld für 82° Okular ausgibst und dann doch immer auf das größere Gesichtsfeld schielst:rolleyes:
Der "Spacewalk Effekt" ist mit 100° scheinbarem Gesichtsfeld schon noch mal deutlicher, so dass man beim Blick durchs Okular fast das Gefühl hat, gar kein Okular mehr dazwischen zu haben, allerdings fängt man dann auch an sich mehr zu bewegen.
Hier wiederum kann es einen Unterschied machen ob das Teleskop motorisch oder von Hand nachgeführt wird, da das "spazieren gehen" im Gesichtsfeld natürlich bei der automatischen Nachführung deutlich angenehmer und komfortabler ist als mit Hand.
Für Sonne, Mond und Planeten würde ich dir früher oder später zu einem Binokularansatz raten.
Der Unterschied von Mittelklasse Okularen zu High End ist manchmal sehr subtil und wird auch nicht von jedem wahrgenommen, da das Teleskop und dessen Bedienung natürlich vor dem Okular steht, manchmal können Unterschiede aber auch sofort ins Auge fallen.
High End unterscheidet sich meist in der Farbneutralität, der Breitbandvergütung, der Randabbildung auch bei schnellen Öffnungsverhältnissen, im schwarzen Himmelshintergrund und den Mikrokontrasten bei der Planetenbeobachtung.
LG
 
Hallo Panos,
Vielleicht noch ein paar Tipps?
Okulare immer in der Nacht und idealerweise an dem Teleskop bzw. Öffnungsverhältnis testen wo sie auch später eingesetzt werden sollen, denn am Tage verändert sich die Austrittspupille und evtl. das Einblick verhalten.
Auch gibt es einen Unterschied zwischen Sommer und Winter, Okulare mit sehr kurzem Augenabstand (<10mm) können im Winter durch die Kälte schnell zu tauen.
Okulare ohne Gummiaugenmuscheln können durch die Kälte unangenehm erscheinen, wenn man mit der Haut drankommt, da die Augenpartie sehr empfindlich ist.
Oder z.B. habe ich persönlich Probleme mit konkaven Augenlinsen bei Ortho und Plössl Okularen um ca. 10mm Brennweite, diese erzeugen an hellen Objekten wie Jupiter an meinen Augen Reflexe, welche dann mit der Augenbewegung mittanzen.
Daher würde ich die Okulare auch an hellen Objekten testen, sofern du die Okulare für alles nehmen möchtest?
Bei Weitwinkelokularen geht es natürlich auch um die Feldabbildung zum Rand hin, da würde ich mal auf Farbquerfehler, Verzeichnung und Schärfe achten.
Meiner Meinung nach unterscheiden sich die 100° Okulare schon nochmal deutlich von den 82° Okularen gerade für die DeepSky Beobachtung und da du eh gerade am Zusammenstellen bist, würde ich auf jeden Fall auch die 100° Okulare mit in Betracht ziehen.
Blöd wäre es halt, wenn du erst Geld für 82° Okular ausgibst und dann doch immer auf das größere Gesichtsfeld schielst:rolleyes:
Der "Spacewalk Effekt" ist mit 100° scheinbarem Gesichtsfeld schon noch mal deutlicher, so dass man beim Blick durchs Okular fast das Gefühl hat, gar kein Okular mehr dazwischen zu haben, allerdings fängt man dann auch an sich mehr zu bewegen.
Hier wiederum kann es einen Unterschied machen ob das Teleskop motorisch oder von Hand nachgeführt wird, da das "spazieren gehen" im Gesichtsfeld natürlich bei der automatischen Nachführung deutlich angenehmer und komfortabler ist als mit Hand.
Für Sonne, Mond und Planeten würde ich dir früher oder später zu einem Binokularansatz raten.
Der Unterschied von Mittelklasse Okularen zu High End ist manchmal sehr subtil und wird auch nicht von jedem wahrgenommen, da das Teleskop und dessen Bedienung natürlich vor dem Okular steht, manchmal können Unterschiede aber auch sofort ins Auge fallen.
High End unterscheidet sich meist in der Farbneutralität, der Breitbandvergütung, der Randabbildung auch bei schnellen Öffnungsverhältnissen, im schwarzen Himmelshintergrund und den Mikrokontrasten bei der Planetenbeobachtung.
LG
Hallo Quanten,

vielen Dank für deine ausführliche und hilfreiche Antwort – da waren wirklich viele gute Tipps dabei.

Gestern Abend hatte ich an meiner Universität die Gelegenheit, an einem etwas kleineren Teleskop (150/750) verschiedene Okulare zu testen, darunter sowohl 82°- als auch 100°-Modelle. Bei größeren Brennweiten ab etwa 20 mm habe ich persönlich keinen so großen Mehrwert im größeren Gesichtsfeld gesehen, dass sich für mich der Aufpreis lohnen würde. Bei den kürzeren Brennweiten hat mir das 100°-Gesichtsfeld jedoch so gut gefallen, dass ich nun etwas umgeplant habe.

Ich habe mich entschieden, mir folgende Okulare zuzulegen:

ES 5,5 mm 100°

ES 14 mm 100°

ES 30 mm 82° (als Übersichtsokular – hier fand ich den Unterschied zum deutlich teureren 25 mm 100° nicht so groß).


Alle Okulare werde ich an meiner motorisierten Montierung nutzen. Damit fühle ich mich für den Anfang gut aufgestellt.
Als nächsten Schritt möchte ich dann in ein paar Filter investieren, bevor ich erneut Okulare kaufe. Falls es dann wieder so weit ist, wird es wahrscheinlich das 9 mm 100° werden – das habe ich ebenfalls getestet und fand es für mein aktuelles Empfinden sehr gut.

Viele Grüße
Panos
 
Hallo Panos,

wahrscheinlich werde ich an dem Lillingtreffen nicht teilnehmen können.

LG,
Jiri
 
Am Samstag hatte ich die Gelegenheit, bei der Starparty 2025 einige Okulare zu testen und gleichzeitig meine eigenen mit meinem Teleskop auszuprobieren. Nach ein paar anfänglichen Problemen mit meiner Montierung – die dank der Hilfe anderer Besucher schnell behoben werden konnten – verlief der Abend zu meiner großen Freude sehr erfolgreich.

Besonders begeistert hat mich das ES 14mm 100°, das schnell zu meinem Lieblingsokular wurde. Ich habe es schätzungsweise 90 % der Zeit verwendet. Mein persönliches Highlight der Nacht war damit die Beobachtung des Kugelsternhaufens M13 im Sternbild Herkules – ein beeindruckender Anblick!

Das 30mm 82° erwies sich als hervorragendes Werkzeug zum Aufsuchen verschiedener Objekte. Allerdings war ich überrascht, wie schwer das Okular tatsächlich ist – da hatte ich das Gewicht wohl etwas unterschätzt. Das 5,5mm habe ich nur selten genutzt. Nach einem kurzen Vergleich mit einem ausgeliehenen 9mm kam ich zu dem Schluss, dass Letzteres wohl deutlich besser für meine Zwecke geeignet wäre.

Auch wenn ich viel hin- und hergelaufen bin, da ich parallel das Meteoritenradar aufbauen und betreuen musste, habe ich den Abend sehr genossen. Vor allem das Wetter spielte perfekt mit und trug zur gelungenen Veranstaltung bei.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mir geholfen haben. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal – und bin gespannt, wohin mich meine Reise in die Welt der visuellen Astronomie im optischen Spektrum noch führen wird. :cool:

Viele Grüße
Panos
 
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