Erste Orientierung Neuling - Diverse Fragen/"Probleme" motiviertes Einsteigersetup 5k+?

Thomas S79

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Hallo in die Runde,

kurz zu mir, Thomas, 46 Jahre jung, aus Sachsen. Das ganze Leben Astronomie begeistert, aber aufgrund Mathe-Schwäche (Abi-Grundkurs bis zur 12 war mein subjektives Limit) immer den Tiefgang und selbständige Praxiserfahrung gemieden. Dafür hat es für Medizin gereicht. Nun, aktuell vermutlich häufiger zu hören, vor knapp 1,5 Jahren dann der Knotenlöser mit dem Seestar S50, welches mir bis heute - sobald die Bedingungen es erlauben - viel Freude bereitet und auch weiter bereiten wird! Nun zum "Problem": Ich will mehr, nicht sofort, aber sukzessive, organisch wachsend, ebenso mit meinen Kenntnissen zur Sache.

Das Problem schildert sich dabei aktuell für mich in 2 wesentlichen Punkten. 1. Das Seestar S50 macht es sehr einfach, beim Blick auf größere Systeme bisweilen zu einfach. In der Quintessenz liegen die Ansprüche für eine merkliche Verbesserung/Erweiterung im Ergebnis eines Hobby-Setups jedoch nach meinem Empfinden recht hoch. 2. Neben der Erkenntnis, was ich eigentlich will und der Einsicht, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt, erschließen sich mit jedem Blickwinkel viele Detailfragen. Mir ist klar, dass dies ein Prozess ist und ich arbeite am härtesten an mir, bevor ich Euch damit nerve, man merkt aber eben doch schnell, dass meine Situation spezieller ist als gedacht und man aber trotzdem selten der Erste ist, der das Problem hat.

Was stelle ich mir also vor: Ein wertiges, vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung, jedoch mit der grundlegenden Möglichkeit für Deep Space Objekte. Astrofotografie ist definitiv ein Thema, soll aber schrittweise und behutsam erfolgen. Ich möchte damit erstmal parallel zum Seestar "nur" in den Sternenhimmel schauen und den Umgang erlernen. Dazu der irrwitzige Anspruch, besser einmal richtig, als kleckerweise. Budget für den Start: Für Optik und Montierung stelle ich mir 5000€, Zubehör: 1000€ (exkl. Fotografie). Ich bin hochgradig digitalaffin. Laptop, Rechner, DSLR, Apps usw. -> alles im Haus vorhanden und mein Ding. Daher bitte keine Ratschläge, wo ich mich "Oldschool" durchquälen muss, um etwas zu machen, wenn es dafür Apps oder Tools gibt. Ich habe auch keine Eile, wenn wer ein Setup kennt, welches noch in Entwicklung ist, worauf es sich zu warten lohnt - immer raus damit! Die großen Smart-Teleskope wie Celestar Origin oder Unistellar bringen mir für den Preisaufschlag nicht genug Verbesserung zum Seestar. Meine Beobachtungsbedingungen: Stationär. Ich wohne im 25km Radius einer Großstadt, habe also ein "dunkle" und eine "helle" Seite. Wer jetzt nicht schmunzelt ist selbst schuld. Für Reisen würde ich jedoch eher immer das kleine S50 mitnehmen.

Long story short: Aktuell befasse ich mich mit 2 Setups und mich würde Eure Meinungen/Vorschläge/Input interessieren:


Nr. 1: Apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R GoTo


Wäre eben das Skywatcher AP 150/1200 EvoStar ED mit der m.E. soliden EQ6 Montierung. Mit gefällt das Teleskop, weil es meiner Präferenz für solide Planetenbeobachtung für das Budget m.E. am besten erfüllt. Im Deep Space Bereich erachte ich es Nr. 2 mit leichten Abstrichen unterlegen (Öffnung), aber immer noch passabel nutzbar. Das insgesamte Setting ist so wertig und ausbaufähig, dass man damit hoffentlich lange Freude hat.


Nr. 2: Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 CGX GoTo


Für mich der bessere Allrounder jedoch mit klarem Nachteil in der so gewünschten Planetenbeobachtung. Die Montierung CGX Montierung gefällt mir aber wesentlich besser, da grundlegend moderner und WLAN fähig. Nach meinem Empfinden das bessere Deep Space System, insgesamt aber eben ein sehr verlockendes Paket!

Wie würdet Ihr entscheiden? Eure Meinungen? Vorschläge? Was ganz anderes? Es gibt kein falsch/richtig....

Und nächste und vorerst letzte Frage: Zubehör - was ich zum Start auf dem Schirm habe: bessere Plössl/Okulare, Barlow-Linse, ein paar Filter (Pol- und Farbfilter), ggf. Taukappe, Powertank hab ich schon (196Wh), Ev. ein Adapter für die Nikon DSLR (insofern das geht), um sachte ans Thema Fotografie zu gehen. Gibt es hier sonst noch was, was Ihr gerne vorher gewusst/gemacht/gekauft oder nicht gekauft hättet?

Ich freue mich auf Antworten und Austausch
Beste Grüße
Thomas

PS: Anbei der aktuelle "Standard". Habt Gnade, es sind die üblichen Seestar S50 Bilder und ich mags bunt. Hier aber vorrangig angehangen, um Foristen, die keine Vorstellung haben, was mit dem "kleinen, schwarzen [zensiert]r" S50 für 650€ geht, und wo jetzt eine Schippe drauf soll. Die Bilder sind allesamt mit relativ kurzen Belichtungszeiten und lediglich mit App-internen AI Denoising bearbeitet. Auch hier ließe sich also noch optimieren.
 

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Hi

nun, das wird komplexer Prozess, vermute ich, denn da sind viele Dinge und Fragen wie man beim lesen erahnen kann.
Der Reihe nach:

>> Was stelle ich mir also vor: Ein wertiges, vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung, jedoch mit der grundlegenden Möglichkeit für Deep Space Objekte.
Weiter oben nennst Du die Erkenntnis, dass es keine eierlegende WMS gibt. Mit obigem Satz widerlegst Du es selbst. Es scheint mit den Basics noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Weil....
Planetenteleskope brauchen Öffnung für die Detailauflösung und Brennweite.
Deepsky ist alles andere. Kurze Brennweiten für Großfeldbeobachtung, Planetenteleskopeigenschaften für z.B. planetarische Nebel oder Doppelsterne. Sehr viel Öffnung für Galaxien und Kugelsternhaufen. Das ist nur Visuell.
Fotografisch hat der Seestar weder damit noch mit gehobener Astrofotografie zu tun. Hier braucht es schnelle Öffnungsverhältnisse und je nach Objekt kleines Brennweiter bis zig Meter wenn es um Planeten geht.

Für mich bedeutet dies, dass es keinesfalls um nur ein Teleskop gehen kann, sondern dass es wenigstens 2 braucht.

Der Refraktor hat für einige Dinge zu wenig Öffnung.
Das SC kann kein Großfeld und scheitert auch oft an hohen Vergrößerungen, weil es thermisch nicht einfach zu handhaben ist.

>> Budget für den Start: Für Optik und Montierung stelle ich mir 5000€, Zubehör: 1000€ (exkl. Fotografie).
>> Dazu der irrwitzige Anspruch, besser einmal richtig, als kleckerweise

Das ist irrwitzig, denn die Relationen passen nicht und was Du an Okularen gut findest wirst, Du nicht auf Apps, Webseiten und Youtubetutorials finden, sondern oldschool probieren müssen!!
Nur mal als BSP: Mein aktuelles "finales" Set an Okularen und Filtern kostet zu heutigen NP mehr als 2,5fache meines größten Teleskops.
Das ist nur visuell.

Oldshool und Apps etc.. Goto ist kein Allheilmittel und Apps sind es auch nicht. Sie funktionieren auch nicht zwingend immer gleich und gut.
Ohne Himmelskenntnis wird das komplex zumal die Seestarerfahrungen hier wenig helfen werden.

Himmel: Du möchtest stationär sein und sagst: Ich wohne im 25km Radius einer Großstadt.
Nur mal Beispiel: Die Frankfurter Lichtglocke sieht man noch in Limburg. Das sind geschätzt 70/80km.
Dein Himmel ist je nach Großstadt womöglich nicht dunkel genug für einige Objekte im Deepskybereich.
Für Planeten macht das nicht viel .
Was ist wenn Du feststellst, dass die stationäre Festlegung den Seherfolg zu stark beschränkt?
Doch mobil sein und dann 80-100 Kilo Equipment schleppen, verladen, aufbauen, abbauen wieder verladen und dann schleppen?
EQ6 19 Kilo, Stativ 8/9 Kilo - mind. 15 Kilo Gegengewichte, Teleskop 10-13 Kilo mit Sucher etc. , Okularkoffer mit Inhalt 10 Kilo plus Stromversorgung, Stuhl, Karte, Tisch, Laptop, Lampe, Essen, Trinken, warme Sachen....
Und dann ggf noch dem Kamerakram....

Ich denke, Du brauchst noch einiges an Vorbereitung und vorbereitenden Überlegungen bis man konkret werden kann.
Die Annäherung erfolgt nicht über Gerätebesprechung, sondern nur in dem Du Dir eine solide Basis aus Grundwissen und Erfahrungen erarbeitest. Und in dem Du Visuell und Foto trennst und visuell in den Fokus stellst.

Foto ist nochmal ein anderes Thema, das viel Zeit für Vorbereitung, Aufnahmen und Bearbeitung braucht. Auch hier ist der Seestar nur bedingt als Basis zu sehen, zumal Du bisher eher keine Bearbeitung der Bilder gemacht hast. Wenn Du das mit großem Equipment nicht machst, wird der Gewinn gering ausfallen. Das ist aber eher erst das zweite Buch das es zu lesen gilt - später.

My 2 ct als Gedanken
cs
 
Hallo Thomas,

Ohne viel Drumrumreden:

ZWO AM5N
ZWO ASIAir plus

Warum? das Gepann funktioniert fast so einfach wie das Seestar.

Da drauf kannst Du entweder das C8 oder einen Apo packen, oder - wie ich - BEIDES abwechselnd.

Eine entsprechende ZWO Kamera gehört noch dazu. Welche hängt vom Teleskop und dem zu verwendeten Reducer ab.

Damit kannst Du fast so einfach arbeiten wie mit dem Seestar aber echte Astrofotos machen oder - wie ich - einfache EAA.

CS.Oli
 
Hallo Thomas,

Ohne viel Drumrumreden:

ZWO AM5N
ZWO ASIAir plus

Warum? das Gepann funktioniert fast so einfach wie das Seestar.

Da drauf kannst Du entweder das C8 oder einen Apo packen, oder - wie ich - BEIDES abwechselnd.

Eine entsprechende ZWO Kamera gehört noch dazu. Welche hängt vom Teleskop und dem zu verwendeten Reducer ab.

Damit kannst Du fast so einfach arbeiten wie mit dem Seestar aber echte Astrofotos machen oder - wie ich - einfache EAA.

CS.Oli
Schaue ich mir gleich mal an! Besten Dank für den Input!

VG
Thomas
 
Hi

nun, das wird komplexer Prozess, vermute ich, denn da sind viele Dinge und Fragen wie man beim lesen erahnen kann.
Der Reihe nach:

>> Was stelle ich mir also vor: Ein wertiges, vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung, jedoch mit der grundlegenden Möglichkeit für Deep Space Objekte.
Weiter oben nennst Du die Erkenntnis, dass es keine eierlegende WMS gibt. Mit obigem Satz widerlegst Du es selbst. Es scheint mit den Basics noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Weil....
Planetenteleskope brauchen Öffnung für die Detailauflösung und Brennweite.
Deepsky ist alles andere. Kurze Brennweiten für Großfeldbeobachtung, Planetenteleskopeigenschaften für z.B. planetarische Nebel oder Doppelsterne. Sehr viel Öffnung für Galaxien und Kugelsternhaufen. Das ist nur Visuell.
Fotografisch hat der Seestar weder damit noch mit gehobener Astrofotografie zu tun. Hier braucht es schnelle Öffnungsverhältnisse und je nach Objekt kleines Brennweiter bis zig Meter wenn es um Planeten geht.

Für mich bedeutet dies, dass es keinesfalls um nur ein Teleskop gehen kann, sondern dass es wenigstens 2 braucht.

Der Refraktor hat für einige Dinge zu wenig Öffnung.
Das SC kann kein Großfeld und scheitert auch oft an hohen Vergrößerungen, weil es thermisch nicht einfach zu handhaben ist.

>> Budget für den Start: Für Optik und Montierung stelle ich mir 5000€, Zubehör: 1000€ (exkl. Fotografie).
>> Dazu der irrwitzige Anspruch, besser einmal richtig, als kleckerweise

Das ist irrwitzig, denn die Relationen passen nicht und was Du an Okularen gut findest wirst, Du nicht auf Apps, Webseiten und Youtubetutorials finden, sondern oldschool probieren müssen!!
Nur mal als BSP: Mein aktuelles "finales" Set an Okularen und Filtern kostet zu heutigen NP mehr als 2,5fache meines größten Teleskops.
Das ist nur visuell.

Oldshool und Apps etc.. Goto ist kein Allheilmittel und Apps sind es auch nicht. Sie funktionieren auch nicht zwingend immer gleich und gut.
Ohne Himmelskenntnis wird das komplex zumal die Seestarerfahrungen hier wenig helfen werden.

Himmel: Du möchtest stationär sein und sagst: Ich wohne im 25km Radius einer Großstadt.
Nur mal Beispiel: Die Frankfurter Lichtglocke sieht man noch in Limburg. Das sind geschätzt 70/80km.
Dein Himmel ist je nach Großstadt womöglich nicht dunkel genug für einige Objekte im Deepskybereich.
Für Planeten macht das nicht viel .
Was ist wenn Du feststellst, dass die stationäre Festlegung den Seherfolg zu stark beschränkt?
Doch mobil sein und dann 80-100 Kilo Equipment schleppen, verladen, aufbauen, abbauen wieder verladen und dann schleppen?
EQ6 19 Kilo, Stativ 8/9 Kilo - mind. 15 Kilo Gegengewichte, Teleskop 10-13 Kilo mit Sucher etc. , Okularkoffer mit Inhalt 10 Kilo plus Stromversorgung, Stuhl, Karte, Tisch, Laptop, Lampe, Essen, Trinken, warme Sachen....
Und dann ggf noch dem Kamerakram....

Ich denke, Du brauchst noch einiges an Vorbereitung und vorbereitenden Überlegungen bis man konkret werden kann.
Die Annäherung erfolgt nicht über Gerätebesprechung, sondern nur in dem Du Dir eine solide Basis aus Grundwissen und Erfahrungen erarbeitest. Und in dem Du Visuell und Foto trennst und visuell in den Fokus stellst.

Foto ist nochmal ein anderes Thema, das viel Zeit für Vorbereitung, Aufnahmen und Bearbeitung braucht. Auch hier ist der Seestar nur bedingt als Basis zu sehen, zumal Du bisher eher keine Bearbeitung der Bilder gemacht hast. Wenn Du das mit großem Equipment nicht machst, wird der Gewinn gering ausfallen. Das ist aber eher erst das zweite Buch das es zu lesen gilt - später.

My 2 ct als Gedanken
cs
Danke für Deine Ausführliche Antwort. Vieles von dem, was Du schreibst ist mir bewusster als es scheinbar rüberkommt. Auch, dass es vielleicht irgendwann 2 Teleskope braucht. Irgendwo möchte ich ja anfangen! Ich schrieb auch deutlich, dass es ein Prozess ist und mir klar ist, dass es gegenläufige Parameter sind. Auch kann und werde ich nicht jede Eventualität des Entwicklungsprozesses vorher- oder absehen können.

Nur komme ich irgendwie nicht so richtig mit Deinem Ansatz klar. Speziell Deine Aussage: "Die Annäherung erfolgt nicht über Gerätebesprechung, sondern nur in dem Du Dir eine solide Basis aus Grundwissen und Erfahrungen erarbeitest. Und in dem Du Visuell und Foto trennst und visuell in den Fokus stellst." Wie soll ich das denn praktisch tun? Zudem ist die Trennung von von visuell und Foto für mich ein Relikt aus zunehmend vergangenen Zeiten und es erschließt sich vor allem keine greifbare Handlungskonsequenz nicht trotzdem für meinen Start ein verhältnismäßig guten "visuellen" Start zu planen. Und nicht dass wir uns falsch verstehen, ich lese seit Jahren Fachbücher zum Thema, aber eben nicht hinsichtlich praktischer Astronomie und nehme trotzdem Deine Position mit. Nur habe dazu eben ein völlig anderen Standpunkt. Zumal ich explizit erwähnte, dass Fotografie einen zurückgesetzten Stellenwert hat, werde ich nicht so richtig schlau daraus, was Du mir eigentlich sagen willst. Danke Dir trotzdem für die Mühe!

VG
Thomas
 
N'abend auch,

erstmal willkommen im Forum.

Zudem ist die Trennung von von visuell und Foto für mich ein Relikt aus zunehmend vergangenen Zeiten
nun ja, so nicht richtig.
Klar kannst Du an jedes Teleskop eine Kamera hängen und los knipsen.
Eben so kann man in jedes Teleskop ein Okular einstecken.
Beides wird auch leidlich funktionieren, aber es wird nicht die Ergebnisse bringen die man erwartet.

Es gibt nun mal Teleskope die fotografisch ausgelegt sind und es gibt nun mal Teleskope die visuell ausgelegt sind.
Dann kommt es halt auch darauf an was man beobachten möchte.

Der Ansatz visuell zu starten ist bestimmt nicht verkehrt.

Gruß
Mathias
 
Hallo Thomas,

vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung
Für Planeten braucht es Öffnung und damit Auflösungsvermögen.
Meine Aufnahmen mache ich mit einem 12" f5 Dobson und selbst gebastelter EQ Plattform. Dazu eine kleine Astrokamera und Barlow.

Bei den Deepsky Objekten hängt es sehr von deren Ausmaßen ab welches Teleskop oder Objektiv da geeignet ist.
Da muss es häufig gar nicht so groß sein. Für viele Objekte reicht kleineres Besteck, besonders wenn es fotografisch genutzt wird.

Ich habe meine Kameras, Objektive und Teleskope alle in der Freeware Stellarium angelegt und kann so in der Sensoransicht für die verschiedenen Deepsky Objekte das passende Equipment herausfinden.

Gruß,
Holger
 
Mag sein. Da möchte ich Eure Expertise nicht anzweifeln. Nur frage ich ja explizit nach einem visuellen Setup - und nicht nach einem Astrograph. Ich habe jetzt auch nochmals meinen Beitrag gelesen und kann das Thema nicht so richtig nachvollziehen, weil dort steht eigentlich ziemlich konkret was ich will und wie ich es einordne.
 
Hallo Thomas,


Für Planeten braucht es Öffnung und damit Auflösungsvermögen.
Meine Aufnahmen mache ich mit einem 12" f5 Dobson und selbst gebastelter EQ Plattform. Dazu eine kleine Astrokamera und Barlow.

Bei den Deepsky Objekten hängt es sehr von deren Ausmaßen ab welches Teleskop oder Objektiv da geeignet ist.
Da muss es häufig gar nicht so groß sein. Für viele Objekte reicht kleineres Besteck, besonders wenn es fotografisch genutzt wird.

Ich habe meine Kameras, Objektive und Teleskope alle in der Freeware Stellarium angelegt und kann so in der Sensoransicht für die verschiedenen Deepsky Objekte das passende Equipment herausfinden.

Gruß,
Holger
Hallo Holger,
danke für Deine Hinweise. Stellarium habe ich auf dem Schirm!
 
Hallo Thomas,

Soweit ich es verstanden habe, hast Du doch Spaß mit dem Seestar. Warum jetzt unbedingt der visuelle Ansatz? Nur, um nochmal ganz von vorne anzufangen?

Hast Du schonmal visuell beobachtet? Ich könnte mir vorstellen, dass Du das schnell langweilig findest. Denn bei der visuellen Astronomie liegt der Reiz oft schon beim manuellen Auffinden und überhaupt Erkennen eines Objekts. Sehen tut man ja nicht viel und es braucht sehr viel Übung und Erfahrung, sehr dunklen Himmel und viel Öffnung, zumindest wenn es später um DSO geht.

Die Planeten sind visuell recht schnell abgearbeitet und auch nicht immer beobachtbar. Mars geht gerade garnichts, Jupiter ab 3 Uhr früh, lediglich Saturn steht gerade gut aber von den Ringen sieht man aktuell nicht viel. Auch das solltest Du bedenken.

Tipp an der Stelle, falls Du keine visuelle Erfahrung hast: schau Dir das erstmal im einer Sternwarte an! Da bekommst ein Gefühl, was visuell überhaupt möglich ist und ob Dir das liegt!

Um das selbst an Planeten zu testen, wäre das C8 ein guter Einstieg. Den großen Apo würde ich mitbringen nicht antun. Das ist schon ein Riesen Oschi. Schau Dir so ein Gerät mal live an, bevor Du überhaupt an einen Kauf denkst.

Ich hab visuell angefangen, es hat mich aber nie so richtig befriedigt. Deshalb kam ich auf EAA. Das mag bei Dir anders sein aber überlege Dir gut, ob Du jetzt ein Equipment anschaffst, das visuell ausgelegt ist.

CS.Oli
 
Hallo Thomas,
herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung tiefer einzusteigen.
Ich kann Dir folgende zwei Möglichkeiten ans Herz legen.
1. AZ-EQ6 und ein 10" f5 Newton. Du kannst die EQ im AZ-Modus betreiben. Achsen gelöst kannst Du Starhopping betreiben oder Achsen fest mit GoTo arbeiten. Dazu neue oder gebrauchte ES Okulare. Und wenn Du irgendwann mal Fotografie betreiben möchtest, ist das Setup ebenso dafür geeignet (EQ-Modus und Plate Solving). So betreibe ich das seit Jahren (siehe Avatar).
2. 150er APO auf selbiger Montierung (oder AM5) mit Binoansatz. Hat mein Kollege im Einsatz und haben tolle Beobachtungsabende gehabt. Ich hab mein 150er ESPRIT-APO nur ohne Bino betrieben. Macht ebenfalls Spaß. Der APO ist jetzt stationär und nur für Foto ausgerüstet. Gehe jetzt auf rein Großfernglas über.
Es gibt immer mehrere Ansätze. Deine erste Überlegung war schon richtig. Wenn Du später vielleicht auch auf Fotografie gehen willst, dann würde ich einen 150er ESPRIT oder Askar nehmen ("Farbreinheit") - oder eben 8" oder 10"Newton. Mit Deinem Budget kommst Du da hin. Ggf. auch gebraucht. Die neuen EDX Dublets kenne ich nicht. Sie sind natürlich leichter als die Triplets.
Und die EQ6 und die AM5N tragen sowohl den Newton als auch den APO ohne zu murren. Meine Bilder mit dem Newton haben bei beiden Montierungen runde Sterne in den Ecken.
Lass Dich nicht entmutigen - aber das machst Du eh nicht, so, wie Du schreibst.
Viel Spaß
Chris
 
Hallo zusammen,

Soweit ich es verstanden habe, hast Du doch Spaß mit dem Seestar. Warum jetzt unbedingt der visuelle Ansatz? Nur, um nochmal ganz von vorne anzufangen?
mir erschließt sich da auch einiges nicht auf Anhieb.

Nun zum "Problem": Ich will mehr, nicht sofort, aber sukzessive
1. Das Seestar S50 macht es sehr einfach, beim Blick auf größere Systeme bisweilen zu einfach. In der Quintessenz liegen die Ansprüche für eine merkliche Verbesserung/Erweiterung im Ergebnis eines Hobby-Setups jedoch nach meinem Empfinden recht hoch. 2. Neben der Erkenntnis, was ich eigentlich will und der Einsicht, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt, erschließen sich mit jedem Blickwinkel viele Detailfragen. Mir ist klar, dass dies ein Prozess ist und ich arbeite am härtesten an mir, bevor ich Euch damit nerve, man merkt aber eben doch schnell, dass meine Situation spezieller ist als gedacht und man aber trotzdem selten der Erste ist, der das Problem hat.
dieses "ich will mehr", worauf bezieht sich das ?
Qualitativ bezogen auf die Bilder die das S50 liefert ? Da läge für mich der Schluß näher mir ein eigenes EAA-System aufzubauen. Zumal wenn schon angemerkt wird, das für den höheren Preis der fertigen Systeme kein "mehr" erwartet wird, ohne, unser Wissensstand jetzt, sich solche ein System anscheinend mal live angeschaut zu haben.
Dazu kommt noch, dass das S50 es "bisweilen" zu einfach macht.
Wie schon geschrieben, da wäre der Ansatz ein eigenes EAA-System aufzubauen erschließbarer.

Da jetzt quasi, die rein visuellen Beobachter mögen mir das verzeihen, eine Rolle rückwärts zu machen.
Da scheint mir der Unterschied zwischen Ablichtung und mit dem eigenen Auge beobachten nicht bekannt zu sein.

Ich bin hochgradig digitalaffin. Laptop, Rechner, DSLR, Apps usw. -> alles im Haus vorhanden und mein Ding. Daher bitte keine Ratschläge, wo ich mich "Oldschool" durchquälen muss, um etwas zu machen, wenn es dafür Apps oder Tools gibt.
Die Affinität zum Digitalen ist sicherlich nicht verkehrt, aber alles kann und wird man damit nicht erschlagen und das ganze Geraffel, ohne jetzt Wissen und Engagement in Frage zu stellen, will beherrscht werden. Auch wenn es ZWO, wie oben schon erwähnt, recht leicht mach da einzusteigen.

Das S50 macht Spaß und soll auch weiter benutzt werden, aber ein "mehr" soll her.
Und da wird er Weg über das rein visuelle angestrebt.
Mhhhh... da scheint mir doch das "Oldschool" auf zu tauchen. Zumal, wiederum, erwähnt wird das man " "nur" in den Sternenhimmel schauen und den Umgang erlernen" will.
So wird es oft, wie viele hier wissen auch von mir, einem Einsteiger in die beobachtende Astronomie empfohlen. Fang Visuell an, erlerne den Umgang mit dem Equipment, lerne den Himmel kennen usw. etc..
Etwas verquere Rangehensweise, aber mei ... ... ...

Visuelles Beobachten ist ein ganz anderes Thema, als sich Bilder von einem S50 oder auch einem selbst aufgebauten EAA-System anzuschauen.
Hat @VisuSCor schon beschrieben.

Da denke ich, das da noch einige Gedanken gemacht werden müssen.

In diesem Sinne :coffee: :teleskop:
Gruß
Mathias
 
Hi Oli, hi Chris, hi Mathias,

danke für Euren Einblick, das sind für mich extrem wertvolle Informationen und ich finde mich in Euren Fragestellungen und Vorschlägen gut wieder. Ich habe schon mal visuell beobachtet, allerdings mit sehr kleinen Teleskopen. Das war toll, aber eben "matschig" Gesehen habe ich solche "Oschis" auch schon, das schreckt mich jetzt keineswegs ab, im Gegenteil. Und ja, das Seestar bringt Freude natürlich, deshalb habe ich hier auch keinen unmittelbaren Druck oder unbedingte Notwendigkeit. Aber eben den Wunsch, da mehr zu machen. Es dient für mich primär zur Orientierung und Kennenlernen der Himmelsobjekte und bietet hier ohne Umwege schnelle, wenn auch keine professionellen Ergebnisse ohne irgendwelchen Ballast. Es ist eben wie erwähnt, der krasse "Dooropener". Grundansatz ist daher der, hier rein qualitativ noch einen Schritt weiter zu gehen. Vernünftige Entscheidungen zu treffen, da im Gegensatz zum träumenden Teenager jetzt eben auch Budget für sowas da ist. Daher möchte ich auch erst einmal sammeln und mich orientieren.

Das insgesamte Thema EAA ist mir präsent, und der kleine "Zauberkasten" von ZWO (und btw auch die Montierung) haben mich (im positiven) sehr unruhig gemacht! ;-) Ich nutze das Seestar auf meinem iPad und fände es eben monströs toll, da ein größeres Setup komfortabel bedienen zu können! Hier merke ich aber definitiv, dass ich mich mit diesem Thema und den Möglichkeiten noch befassen muss. Gerade Montierungen und das allerlei "Gedöns" dazu (Motoren/Anbauteilchen usw.) ist für mich noch etwas Neuland im Gegensatz zum Groschengrab bei Okularen, Filter usw....

Der Fokus auf Planeten erklärt sich schnell. Ich bin Mond-Fan und könnte mir da Stunden Krater und Oberflächenstrukturen anschauen, wenn ich es denn technisch könnte. Hinzukommt, die üblichen Planeten des Sonnensystems sind mit dem Seestar eben schwach, da reichen die 50mm und die Technik nicht. Jupiter als Leuchtpunkt mit 4 Monden ist toll zu erkennen. Ich gebe Dir aber recht, das ist in Summe schnell abgearbeitet.

Aktuell finde ich die ZWO Montierung samt ASIAIRplus megainteressant! Klein, smart und digital/mobil integriert - die Vorstellung macht mich sehr euphorisch. Führt dazu, dass ich erstmal von den Komplettsystemen Abstand nehme und mich noch etwas mehr ins Thema EAA einlese. Visuell tendiere ich tatsächlich immer noch zu einem150er Apo. Vielleicht aber eben auch, weil das Seestar mich hinsichtlich Deep Sky Orientierung aktuell noch absolut glücklich macht. Ich lasse das aber auch erstmal setzen. Vermutlich läuft es langfristig darauf aus, dass ich über ein 150er APO und dann später ein SC279/2800 nachdenke - woher soll ich blos die ganze Kohle nehmen! ;-)

Danke für die spannenden Ansätze! Ich lese alles und nehme das mit!

VG Thomas
 
Und vielleicht noch ergänzend zu Mathias,

kann ich alles nachvollziehen, mir fehlt da eben auch absolut Einblick und Erfahrung. Aber vielleicht zum Verständnis der Motivatoren: Ich bin da absolut Ergebnisorientiert. Wenn etwas nötig ist, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, dann ist mir "oldschool" oder EAA egal, es wird gemacht, wie es für mich am effektivsten geht - auch mit Leidensfähigkeit. Nur als Denkansatz meinerseits. Stundenlange Justierarbeit - ja, aber nur dann, wenn ergebnisorientiert nötig. Mir ist klar, dass das Seestar da u.U. neben dem Türöffner auch Stolperstein sein kann. Nach den ersten Rückmeldungen, tendiert das bei mir gerade in ein EAA-Setup.
 
Das insgesamte Thema EAA ist mir präsent, und der kleine "Zauberkasten" von ZWO (und btw auch die Montierung) haben mich (im positiven) sehr unruhig gemacht! ;-) Ich nutze das Seestar auf meinem iPad und fände es eben monströs toll, da ein größeres Setup komfortabel bedienen zu können!
tendiert das bei mir gerade in ein EAA-Setup.
mit dem S50 hast Du schon EAA betrieben. Deshalb ist das Teil hier auch im Forum EAA untergebracht, EAA.
Schau Dich dort mal um. Da bekommst Du genug Informationen.
Was man sich auch mal zu Gemüte führen kann, zwar schon was älter, aber es hilft:
EAA, Video-Astronomie, ...
Was ist eigentlich … Live-Stacking?
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)

Im EAA Forum sind auch weitere PDFs in den verschiedenen Threads hinterlegt.

Gruß
Mathias
 
Hallo,

Der Fokus auf Planeten erklärt sich schnell. Ich bin Mond-Fan und könnte mir da Stunden Krater und Oberflächenstrukturen anschauen, wenn ich es denn technisch könnte. Hinzukommt, die üblichen Planeten des Sonnensystems sind mit dem Seestar eben schwach, da reichen die 50mm und die Technik nicht
Dann würde ich auch nur nach einem Planeten / Mond-Setup Ausschau halten.
Da wäre dann dein 2. Vorschlag geeigneter, wäre mir aber zu teuer.

12" Dobson auf EQ-Plattform würde mir da reichen.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne viel Drumrumreden:

ZWO AM5N
ZWO ASIAir plus
Hallo Thomas
Willkommen bei den Astro Verrückten !
Würde ich nochmals von vorne anfangen, wäre Olis Tipp genau mein Ding ! Warum ? Easy zu schleppen , benutzerfreundlich, fotographisch und visuell nutzbar .
Als Teleskop 🔭 würde ich mit einem Carbon Newton 150/750 einsteigen. Der zeigt schon ordentlich was am Planeten und ist Deepsky geeignet. Außerdem sehr leicht und mit f/5 noch recht schnell und genügsam in der Kollimation.

Viel Spass und Erfolg ,
klaren Himmel , Knut
 
Auf der Seite
astronomy.tools
kannst Du verschieden Teleskope mit Kamera oder Okular durch spielen, um ein ungefähres Gefühl zu bekommen was Dich erwartet.
 
Servus,

Dein Eingangspost wirkt von den Zielsetzungen doch unklar/nicht-machbar ('Will alles !'), sorry - allerdings durchaus typisch für viele Einsteiger. Man mag das vllt. auch darauf zurückführen, dass Du derzeit einen Vollautomaten hast und jetzt meinst Du hättest damit 'erste Erfahrung' - leider mitnichten, tut mir leid das mal klar zu sagen. Ein Vollautomat per se vermittelt praktisch keinerlei Erfahrung. Jeder weitere Schritt von dort nach 'Oben' erzwingt nun GROSSE Lernprozesse und schmerzhafte Entscheidungen (alternativ: faule Kompromisse, die kaum langfristig zu nennen sind), ausserdem WESENTLICH mehr offen konfrontierende Komplexität und nötiges Know-How (das alles vorher 'irgendwie' im Seestar eingebaut war).

Zwei Ratschläge aber auch zwei unterschiedliche Richtungen:

A.
Wenn ich visuell viel sehen will und mit dieser Historie (Automat) daherkomme, würde ich zu (möglichst grosser Öffnung, stabile Dobson-Montierung) einem grossen Dobson mit Starsense (Leitfunktion am Himmel) raten, etwa das:

Dazu braucht man für visuelle Beobachtung noch recht gute Okulare, etwa diese ES82° Reihe:
mit folgendem Brennweiten-Stepping: 30, 18, 11, 6.7, 4.7mm. Diese Okulare kosten in Summe ca +1200 Euro zusätzlich. (Es gibt weit teurere Okulare übrigens: eines für 1300 Euro, TV Ethos...).
Dazu noch einen OIII Linienfilter in 2" von Astronomik, für Gasnebel wie Cirrus, ca 200 Euro Kosten. Okulare und Filter kannst Du auch an anderen Teleskopen einwandfrei verwenden, soweit sie im Bereich von f/5 bleiben (APOs typisch f6...f/7).

Damit wirst Du per App zu den Objekten geführt und siehst VISUELL (!) sehr viel. Mit 10" Teleskop kann man sich 15Jahre+ beschäftigen. Dank Starsense hast Du wenig Komplexität (was in line ist mit Deiner Seestar Historie und daher nicht so schmerzhaft), musst aber das visuelle (!) Sehen lernen. Das ist etwas ganz anderes als Fotos angucken ! Planeten kann man natürlich angucken damit, aber auch alles andere Richtung DeepSky. Jedoch *NIE* so wie es auf hochgezüchteten Fotos suggeriert wird... Als Ergebnis hast Du vielleicht einige schöne Erlebnisse am Nachthimmel, jedoch musst Du die visuelle 'Bescheidenheit' und dazugehörige Techniken erst mit der Zeit erwerben. Visuell erfordert i.a. besonders dunklen Himmel, also Transport und Fahrt in dunkle Gegenden.

Weitere Infos in Richtung visuell:

B.
Für Foto wird i.a. GANZ ANDERS optimiert ! Maximal starke parallaktische Montierung, meinetwegen die oben genannte AM5 und Teleskop-Computer für's Guiding. Dazu ein eher kleineres Teleskop mit geringer Brennweite, 6" f/5 Newton mit Komakorrektor oder 4" f/6...7 APO-Refraktor mit Flattener, Guiding-Teleskop/Cam. Und: kostspielige Aufnahme-CCD oder DSLR. Das alles kostet sehr viel ! 6000Euro sind da schnell weg. Gleichzeitig ist die apparative Komplexität recht hoch. Auch was die Bildverarbeitung angeht (kannst Du Photoshop in allen Details ? weitere Software zur Datenreduktion natürlich noch..., Arbeitszeit am Computer, komplexe Einarbeitung) hast Du dann SEHR VIEL zu lernen. Das geht weit über 'App-Wischen' hinaus... Also bitte keine Mach-ich-mal-schnell Illusionen diesbezüglich. Als Ergebnis hast Du Bilder, die viele andere auch machen (1000x gemacht haben), und zwar meist besser.

Foto geht auch bei aufgehelltem Himmel, dies ist ein klarer Vorteil gegenüber visuell !

C.
Alternativ könntest Du erstmal Deine Seestar Daten selbst bearbeiten. Dann siehst Du schonmal auf was Du zuläufst mit Fotografie und Bildverarbeitung... Bücher lesen zu Astrofotografie wäre auch stark anzuraten.

Good luck also,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Deine Ausführliche Antwort. Vieles von dem, was Du schreibst ist mir bewusster als es scheinbar rüberkommt. Auch, dass es vielleicht irgendwann 2 Teleskope braucht. Irgendwo möchte ich ja anfangen! Ich schrieb auch deutlich, dass es ein Prozess ist und mir klar ist, dass es gegenläufige Parameter sind. Auch kann und werde ich nicht jede Eventualität des Entwicklungsprozesses vorher- oder absehen können.

Nur komme ich irgendwie nicht so richtig mit Deinem Ansatz klar. Speziell Deine Aussage: "Die Annäherung erfolgt nicht über Gerätebesprechung, sondern nur in dem Du Dir eine solide Basis aus Grundwissen und Erfahrungen erarbeitest. Und in dem Du Visuell und Foto trennst und visuell in den Fokus stellst." Wie soll ich das denn praktisch tun? Zudem ist die Trennung von von visuell und Foto für mich ein Relikt aus zunehmend vergangenen Zeiten und es erschließt sich vor allem keine greifbare Handlungskonsequenz nicht trotzdem für meinen Start ein verhältnismäßig guten "visuellen" Start zu planen. Und nicht dass wir uns falsch verstehen, ich lese seit Jahren Fachbücher zum Thema, aber eben nicht hinsichtlich praktischer Astronomie und nehme trotzdem Deine Position mit. Nur habe dazu eben ein völlig anderen Standpunkt. Zumal ich explizit erwähnte, dass Fotografie einen zurückgesetzten Stellenwert hat, werde ich nicht so richtig schlau daraus, was Du mir eigentlich sagen willst. Danke Dir trotzdem für die Mühe!

VG
Thomas
Hi
das liegt vllt daran, dass Deine Zielsetzung : ich will alles, nehm 5k EURo und dann wird das, will Apps und Kram nutzen und schließe manches aber kathegorisch aus. Noch einmal Deepsky und Planeten unterschieden sich von den Geräteanforderungen her deutlich.
Es macht daher keinen Sinn Dir jetzt Geräte zu empfehlen, da Du Deine Anforderungen erst mal verwendbar festlegen musst.
Ich will alles geht incl. Foto keinesfalls in einem Gerät.
Bücher lesen die nichts mit Praxis zu tun haben bringt eben nix.
Astronomie ist zu 80/90 % Erfahrung -und die muss man sich erarbeiten.
Das machen keine Apps und kein Goto.
Ergebnisorientiert sagst Du bist Du. warum bearbeitest Du die Seestarsachen denn nicht?
Da ist einer von mehreren Widersprüchen in Deinen Aussagen und Vorgaben.
CS
 
Hi Peter,

danke Dir für Deine ehrlichen Ausführungen, die mir zu denken geben. Vieles davon ist sicher zutreffend und Dein Einblick gibt mir da wichtige Details Fragen. Auch ob die Sinnhaftigkeit bei dem Investment an Zeit und auch Geld tatsächlich bei mir zu einer grünen Ampel führt. Mit anstrengenden und intensiven Lernprozessen über Jahre kenne ich mich als Mediziner aus einfachen Verhältnissen bestens aus - versprochen. Einen gewissen Masochismus bringe ich also mit. Auch Bücher dazu lese ich (in Massen - was zu keinerlei praktischer Erfahrung führt) und auch den Ansatz, meine SS Bilder selbst zu bearbeiten verfolge ich (aktuell mit Siril). Was mir beim Thema, und auch bei Deiner Darstellung jedoch bewusst wird, ob ich dies eben zeitlich - und hier muss man auch tatsächlich auch vom finanziellen Investment sprechen - für mich nicht anders gestalte.

Was mich in der Erfahrung hier (und das meine ich nicht boshaft oder kokett) stört ist die subtil transportierte - ich möchte es absichtlich nicht Arroganz nennen - edukative Hierarchie. Ich kenne das aus der Medizin zur Genüge, wo Altmediziner Ihre Kotspur über Jahrzehnte auslegen, obwohl die wissenschaftliche Halbwertzeit zum Thema viel kürzer ist als viele meinen. Es gibt nicht umsonst Goto-Systeme, extrem vereinfachtes Alignment usw... Mir ist völlig klar, dass visuelle Astronomie ein komplett anderes Segment ist. Mir ist auch völlig klar, das Astrofotografie nochmal ein völlig anderes Segment ist. Das muss man nicht drölf mal erwähnen. Ich kann mich trotzdem nicht nochmal in mein 14 Lebensjahr zurück schnipsen, wo ein motivierter Papa (den ich nie hatte) mir mein erstes kleines Newton-Teleskop schenkt, um die spirituelle Erfahrungsreise über 2 Jahrzehnte mancher Alt-Hasen oder Enthusiasten hier zu rekapitulieren.

Und was sich mir auch nicht erschließt, sind die scheinbar vorherrschenden Meinungen zum Seestar. Keiner behauptet, dass es ein professionelles Setup ist. Aber es ist ein elektronisches Teleskop, welches sich automatisch ausrichtet, ein reales Bild aufnimmt, stackt und nachbearbeitet. Das mag nichts visueller Astronomie zu tun haben, man muss es auch nicht mögen und auch vom Interaktionspotential eher in den Bereich der Unterhaltung fallen, trotzdem ist es eine leicht zugängliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Und speziell an Antares:

Keine Ahnung, was bei Dir ankommt oder wie verkopft Du bist, aber ich schrieb explizit, dass mir bewusst ist, dass es eben keine WMS gibt und ich mich orientieren möchte. Auch schrieb ich, dass ich ein Teleskop primär zur Planetenbeobachtung suche. Dass dieses dann für andere Aspekte deutlich weniger bis gar nicht geeignet ist, war klar. Weder ist mein Ansatz gewesen "alles zu wollen", wohl aber einen Allrounder-Rundblick zu werfen. Dass die Spezialisierungen der Setups je nach Anwendung stark differieren, sich auch gegenseitig mitunter ausschließen, war mir schon vor dem Beitrag hier klar. Hier immer wieder die gleichen Widersprüche, die ich zum Teil gar nicht so kommuniziert habe, wiederzukäuen - das hilft weder mir noch Dir. Aus Deinem Geschriebenen geht für mich null Komma null Konstruktives hervor. Nur eben, dass Du mit diversen Ansätzen meinerseits mal überhaupt nicht klar kommst. Lassen wir das also besser hier. Ich habe ein ziemlich klares Bild bekommen und wurde in vielen meiner Annahmen bestätigt, habe aber auch viele konkrete Erläuterungen und wichtige Einsichten gehabt.
 
Hallo Thomas,

man kann in allen Beiträgen konkrete und konstruktive Empfehlungen an Dich erkennen. Sind Menschen die hier aus Ihrer persönlichen Perspektive heraus Erfahrungen und Empfehlungen in ihrer Freizeit mit Dir teilen. Kritik ist erlaubt und muss auf fachlicher Ebene möglich sein.

Hier ein weiterer Vorschlag für ein innovatives Produkt, welches an Teleskopen mit Öffnungsverhältnissen von f7 und schneller eingesetzt werden kann, Pegasus Astro Smarteye: SmartEye | Smart Astrophotography & Digital Eyepiece for Telescopes. Damit kannst Du den Wunsch nach visueller Astronomie mit einer digitalen, smarten Lösung verbinden an praktisch jedem Teleskop.

Ich teile im Übrigen die Einschätzung von Peter und Antares und würde Dir auch eher zu einem Teleskop mit grosser Öffnung raten. Bei Deinem Budget landest Du fast zwangsläufig bei einem Dobson wenn Du einen Neukauf von Teleskop und Zubehör in Betracht ziehst.

Viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung und Freude bei diesem tollen Hobby.

CS, Thomas
 
Es gibt nicht umsonst Goto-Systeme, extrem vereinfachtes Alignment usw...
klar gibt es zu Hauf elektronische Helferlein, die machen aber nichts von allein. Man muss sich mit jedem einzelnen auseinandersetzen.
Ist alles zu erlernen.
Aber reichlich Threads hier im Forum, über meine aktive Zeit hier, belehren mich, und wohl auch andere, immer wieder eines anderen. Ich will Dir in keinster Weise die Fähigkeiten dazu absprechen.
Man muss sich dessen einfach bewusst sein.

trotzdem ist es eine leicht zugängliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
zu solch einem Smart-Scope habe ich keine Meinung. Wer es mag gut, wer es nicht mag auch gut.
Letztendlich ist es aber ein Blackbox. Man kann lesen was drin steckt, aber mehr auch nicht. Wie das Zusammenspiel der einzelnen verbauten Elemente funktioniert ist auf einfachem Weg nicht ersichtlich. OK, der geneigte und Interessierte Hobby-Astronom wird sich das gut erarbeiten können.
EAA wurde aber schon vorher betrieben, bevor diese Teleskope sich auf dem Markt durchgesetzt haben.

EAA ist auch grundsätzlich so ein Thema, der eine mag es, der andere nicht. Wie auch immer, jeder hier im Forum hat seine "Nische" gefunden in der er beobachtet und das erreicht was seinen Ansprüchen genügt.
In Diskussionen treffen da auch schon mal die Meinungen etwas härter aufeinander. Letztendlich meist nix wildes und man kommt zu konstruktiven Ergebnisse.

Solch etwas wilderen Diskussion treten gern und auch öfters im Einsteiger, Neuling, Unerfahrenem Bereich auf.
Die Objektivität bleibt da gelegentlich schon mal auf der Strecke. Ab und an fallen auch gegebene Aussagen im Ausgangsthread hinten runter. Mag daran liegen das sie teilweise zu knapp, oder zu detailreich oder auch zu verschwommen rüber kommen.

Ich kann Dir aber versprechen das Dir hier keiner was böses will.
Die Nutzer hier wollen helfen. Einem Einsteiger den Einstieg erleichtern. In aller Regel funktioniert das bestens, wenn man merkt das wirklich Interesse am Hobby besteht, das Eigeninitiative vorhanden ist und man nicht alles vorgekaut bekommen will. Das man gewillt ist in Eigenarbeit voran zukommen und wenn es dann harkt, am Verständnis, technischem Gesummse, ... ... ... ist hier jeder bereit Hilfestellung zu geben.

Wenn hier der ein oder andere, zu denen ich mich auch zähle, auf den Grundlagen "rum reitet" ist das der eigenen Erfahrung geschuldet und eben auch den verschiedenen Einsteigerthreads. Wenn sich dann dazu noch Beratungsresistenz gesellt ... ... ...

Nimm die Ratschläge, die Informationen, Erfahrungen ... ... ... auf. Sortiere sie, ziehe Schlüsse, passe sie auf Deine Bedürfnisse an, ... ... ...
Die allermeisten Dinge sind Gold wert.

In diesem Sinne :coffee: :teleskop:
Gruß
Mathias

Aber es beruhigt sich auch wieder.
 
Und speziell an Antares:

Keine Ahnung, was bei Dir ankommt oder wie verkopft Du bist, aber ich schrieb explizit, dass mir bewusst ist, dass es eben keine WMS gibt und ich mich orientieren möchte. Auch schrieb ich, dass ich ein Teleskop primär zur Planetenbeobachtung suche. Dass dieses dann für andere Aspekte deutlich weniger bis gar nicht geeignet ist, war klar.
Weder ist mein Ansatz gewesen "alles zu wollen", wohl aber einen Allrounder-Rundblick zu werfen. Dass die Spezialisierungen der Setups je nach Anwendung stark differieren, sich auch gegenseitig mitunter ausschließen, war mir schon vor dem Beitrag hier klar. Hier immer wieder die gleichen Widersprüche, die ich zum Teil gar nicht so kommuniziert habe, wiederzukäuen - das hilft weder mir noch Dir. Aus Deinem Geschriebenen geht für mich null Komma null Konstruktives hervor. Nur eben, dass Du mit diversen Ansätzen meinerseits mal überhaupt nicht klar kommst. Lassen wir das also besser hier. Ich habe ein ziemlich klares Bild bekommen und wurde in vielen meiner Annahmen bestätigt, habe aber auch viele konkrete Erläuterungen und wichtige Einsichten gehabt.
Nun, ich habe Deine Sätze zitiert und dazu meine Sicht dazu darunter geschildert.
Du hast Dir eine Idee in den Kopf gesetzt, Glaubenssätze dazu entwickelt, die z.T. schlicht falsch sind,
aber willst ganz offenkundig nur lesen, was in Deinen Kram paßt.
Das ist das Thema..
Der Punkt ist, dass die reale praktische visuelle Astronomie ganz ganz viel auf Erfahrungen basiert. Foto übrigens auch
Und das ist das erste, was Du nicht akzeptieren willst und stattdessen mit einer Geschichte, dass Du nicht wieder 14....
Dann die Nr.2. Dein Satz: ""Es gibt nicht umsonst Goto-Systeme, extrem vereinfachtes Alignment usw... "
macht keinen Sinn, denn sie ersetzen keine Erfahrung im Beobachten. Aber womöglich brauchst Du ja Goto um Planeten zu finden... ;)

BSP zum 8" SC Dein Zitat
Für mich der bessere Allrounder jedoch mit klarem Nachteil in der so gewünschten Planetenbeobachtung. Die Montierung CGX Montierung gefällt mir aber wesentlich besser, da grundlegend moderner und WLAN fähig. Nach meinem Empfinden das bessere Deep Space System, insgesamt aber eben ein sehr verlockendes Paket!
Satz 1 ist falsch.
Satz 2 Gefallen ok. Der Rest ist für den praktischen Nutzen irrelevant. Wozu braucht es WLAN für die visuelle Planetenbeobachtung? Gar nicht!
Satz 3 ist eher auch nicht richtig und Du favorisierst es w Deepsky-Eignung? Nun im 2. Satz des obersten Zitates behauptest Du doch, ich zitiere Dich "Auch schrieb ich, dass ich ein Teleskop primär zur Planetenbeobachtung suche."
Nun, suchst Du ein Planetenteleskop, favorisierst aber ein Teleskop, dem Du bessere Deepskyfähigkeiten ohne Wissen zugeschrieben hast und dass das unnötige W-Lan - mitbringt.

Die Diskussion ist sinnlos. Für sowas habe ich keine Zeit.
Du kommst auf die Liste.
 
Die Diskussion ist sinnlos. Für sowas habe ich keine Zeit.
Du kommst auf die Liste.
Für 3 Sätze eines Einsteigers... der Hilfe und Orientierung sucht? Und nun auch wieder nur Herumreiterei auf Dingen, die schon längst richtiggestellt sind...

Das ist an Lächerlichkeit eigentlich kaum zu toppen.

Mach Du Dir bitte klar, dass Deine menschlichen Eigenschaften mitnichten dazu geeignet sind, andere Menschen für Astronomie zu begeistern - sondern eher davon abzuhalten! Das wäre mit Hinblick auf die Motivation und Arbeit auf die verlinkte Homepage in der Signatur eine wichtige Erkenntnis.

Danke und Tschüss!
 
Und was sich mir auch nicht erschließt, sind die scheinbar vorherrschenden Meinungen zum Seestar.

trotzdem ist es eine leicht zugängliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Hi,
Nein, das ist nicht richtig. Du lernst mit dem Ding so gut wie garnix, ausser wie man es hinstellt, eingibt was man sehen will und einschaltet.
Du lernst nicht, wie verschiedene Gerätschaften funktionieren, du findest dich da oben nicht zurecht, du weist nicht, was oben wann und wie zu sehen sind. Das alles kann man nicht erlesen, sondern geht nur mit der Praxis.
 
Hallo Thomas,
Ich kann deinen Wunsch, auch visuell beobachten zu wollen, sehr gut verstehen. Das direkte visuelle Erleben ist weder mit der normalen Deep-sky Fotografie noch mit EAA zu vergleichen, sondern hat seinen eigenen Reiz! Auch sind dafür keine x-tausend Euro für Okulare notwenig - und schon gar nicht bei Fokus auf Mond und Planeten.
Ich beobachte visuell und fotografiere seit fast 40 Jahren und ich mache beides gerne. Meine Empfehlung wäre ein 200mm f/5 oder 6 ONTC mit Quarzspiegel und nicht zu großem Fangspiegel. Man bekommt bei Deep-sky schon schön was zu sehen und mit einem Bino+ Glaswegkorrektor und z.B. Baader Classic Orthos lassen sich wunderbar Mond und Planeten beobachten.
Mit nicht zu großem Sensor geht damit auch Deep-sky Fotografie oder EAA, braucht keine zu schwere Montierung und ist daher mit dem Auto gut transportabel.
Das kommt für mein Empfinden der Wollmilchsau recht nahe.
Ich habe selbst einen 6 Zoll ED Apo und einen 12 Zoll ONTC. Am Planet und Mond ist der ED sehr schön, für deep-sky ist etwas mehr Öffnung von Vorteil, wenn auch die 8 Zoll keinen großen Unterschied machen. Was ich mir bei deinem Schwerpunkt Mond und Planeten auf alle Fälle gönnen würde, wäre ein Bino mit den bereits erwähnten Orthos. Ich hatte schon einige Ethos-Okulare im Besitz. Vom Kontrast und Erkennbarkeit feinster Details konnte ich keine Unterschiede zu den Orthos feststellen. Natürlich haben letztere ein kleines Feld aber mit nachgeführter Optik ist das kaum ein Nachteil.
Frag doch mal bei Wolfi Ransburg an und erklär ihm deine Wünsche. Er konstruiert den ONTC nach deinen Präferenzen.

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!
Burkhard
 
Guten Morgen auch,

denke auch, das sich die Gemüter wieder beruhigen sollten.

Ja, es kommt vor, dass auf Grundlegendem und auch im Detail mehrfach "rum geritten wird". Wenn es fachlich richtig ist, sollte man das annehmen.
Wenn es mehrfach von einer Person oder auch von mehreren Person "wiederholt" wird, ok, kann nervig sein, kann man sicherlich kurz mitteilen das man es verstanden hat oder, wie sagt man so schön, drüber stehen.

Da jetzt quer Beet so einiges angesprochen wurde und auch weiter reichend erklärt wurde, wäre es vielleicht gut kurz, oder auch lang, zu schreiben was einem denn so nach dem ganzen Input vorschwebt, was man für sich rausgezogen hat, ... ... ...

Dennoch gebe ich noch einen "oben drauf" ;), aus meiner Sicht.

Grundsätzlich kannst Du mit jedem Teleskop in die Beobachtung einsteigen.
Solange das System in sich stimmig ist. Montierung passt zum Teleskop oder auch umgekehrt. Z.B. Einen 8" Newton auf eine EQ-3-2 zu packen macht keinen Sinn. Kann man machen, muss und sollte man aber nicht.
Was das Teleskop, die Optik angeht, sollte man in Erfahrung bringen was die jeweilige Bauform so leisten kann. Natürlich kann man mit jedem Teleskop alles Beobachten. Mit dem einen aber eben besser z.B. Planeten, mit dem anderen besser Weitfeld usw.. Da muss man dann entscheiden wohin man tendiert. Ich versperre mir ja die anderen Objekte nicht gänzlich. Wenn die Wahl auf einen MC (Maksutov-Cassegrain) oder ein SC (Schmidt-Cassegrain) gefallen ist, dann muss ich damit leben, das Deep Sky nicht so der Knaller sein wird. Wenn ich einen Weitfelder nehme, nun ja, ... ... ...
Ich "limitiere" mich auf die Objekte, die mein Instrument am Besten kann, aber versperre mir nicht grundsätzlich die anderen Objekte.

Das das beim Start nicht so ganz einfach ist wohin die Reise geht, ist klar. In den fast acht Jahren der praktischen Beobachtung haben sich meine Präferenzen so drei vier mal geändert. Letztendlich ist es EAA geworden. Durch selbst gemachte Erfahrungen (try and error), Basiswissen lernen, Informationen und Wissen aus dem Forum und auch anderen Quellen (Bücher) bin ich da gelandet. Wie man sieht, war das keine spontan Entscheidung.

So jetzt muss ich aber, auch zum wiederholten male ;), auf das S50 zurück kommen.
Das Teil hat sicherlich seine Berechtigung, um vielleicht intensiver in die beobachtende Astronomie einzusteigen.
Aber der Schluss, dass das Teil einem ein Verständnis für das selbst zusammenstellen eines Setups bringt, bezweifle ich doch arg. Durch das Teil erfahre ich nichts, von dem was die einzelnen Komponenten aus macht und wie sie zusammen spielen müssen. Da das, wie hier auch schon erwähnt ;), ein Vollautomat ist.
Lerne ich nichts vom Himmel. Wie, wo, was, wann da oben rumgeistert. Weiß nichts darüber was z.B. Seeing und Transparenz aus macht, sehe nur das meine Bilder mal schlechter, mal besser sind.
So wie ich das hier im Forum sehe und gelesen habe, auch wenn ich mich nicht weiter führend mit diesen Smart-Scopes auseinander gesetzt habe, sind die Teile meist als Ergänzung zu schon bestehenden Setup(s) angeschafft worden. Da bin ich mir sicher das Diejenigen wissen was sie von dem Teil zu erwarten haben und was nicht, auf Grund ihrer Erfahrungen und Wissenschatzes.

In diese Sinne :coffee::teleskop:
Gruß
Mathias
 
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