Thomas S79
Aktives Mitglied
Hallo in die Runde,
kurz zu mir, Thomas, 46 Jahre jung, aus Sachsen. Das ganze Leben Astronomie begeistert, aber aufgrund Mathe-Schwäche (Abi-Grundkurs bis zur 12 war mein subjektives Limit) immer den Tiefgang und selbständige Praxiserfahrung gemieden. Dafür hat es für Medizin gereicht. Nun, aktuell vermutlich häufiger zu hören, vor knapp 1,5 Jahren dann der Knotenlöser mit dem Seestar S50, welches mir bis heute - sobald die Bedingungen es erlauben - viel Freude bereitet und auch weiter bereiten wird! Nun zum "Problem": Ich will mehr, nicht sofort, aber sukzessive, organisch wachsend, ebenso mit meinen Kenntnissen zur Sache.
Das Problem schildert sich dabei aktuell für mich in 2 wesentlichen Punkten. 1. Das Seestar S50 macht es sehr einfach, beim Blick auf größere Systeme bisweilen zu einfach. In der Quintessenz liegen die Ansprüche für eine merkliche Verbesserung/Erweiterung im Ergebnis eines Hobby-Setups jedoch nach meinem Empfinden recht hoch. 2. Neben der Erkenntnis, was ich eigentlich will und der Einsicht, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt, erschließen sich mit jedem Blickwinkel viele Detailfragen. Mir ist klar, dass dies ein Prozess ist und ich arbeite am härtesten an mir, bevor ich Euch damit nerve, man merkt aber eben doch schnell, dass meine Situation spezieller ist als gedacht und man aber trotzdem selten der Erste ist, der das Problem hat.
Was stelle ich mir also vor: Ein wertiges, vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung, jedoch mit der grundlegenden Möglichkeit für Deep Space Objekte. Astrofotografie ist definitiv ein Thema, soll aber schrittweise und behutsam erfolgen. Ich möchte damit erstmal parallel zum Seestar "nur" in den Sternenhimmel schauen und den Umgang erlernen. Dazu der irrwitzige Anspruch, besser einmal richtig, als kleckerweise. Budget für den Start: Für Optik und Montierung stelle ich mir 5000€, Zubehör: 1000€ (exkl. Fotografie). Ich bin hochgradig digitalaffin. Laptop, Rechner, DSLR, Apps usw. -> alles im Haus vorhanden und mein Ding. Daher bitte keine Ratschläge, wo ich mich "Oldschool" durchquälen muss, um etwas zu machen, wenn es dafür Apps oder Tools gibt. Ich habe auch keine Eile, wenn wer ein Setup kennt, welches noch in Entwicklung ist, worauf es sich zu warten lohnt - immer raus damit! Die großen Smart-Teleskope wie Celestar Origin oder Unistellar bringen mir für den Preisaufschlag nicht genug Verbesserung zum Seestar. Meine Beobachtungsbedingungen: Stationär. Ich wohne im 25km Radius einer Großstadt, habe also ein "dunkle" und eine "helle" Seite. Wer jetzt nicht schmunzelt ist selbst schuld. Für Reisen würde ich jedoch eher immer das kleine S50 mitnehmen.
Long story short: Aktuell befasse ich mich mit 2 Setups und mich würde Eure Meinungen/Vorschläge/Input interessieren:
Nr. 1: Apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R GoTo
www.astroshop.de
Wäre eben das Skywatcher AP 150/1200 EvoStar ED mit der m.E. soliden EQ6 Montierung. Mit gefällt das Teleskop, weil es meiner Präferenz für solide Planetenbeobachtung für das Budget m.E. am besten erfüllt. Im Deep Space Bereich erachte ich es Nr. 2 mit leichten Abstrichen unterlegen (Öffnung), aber immer noch passabel nutzbar. Das insgesamte Setting ist so wertig und ausbaufähig, dass man damit hoffentlich lange Freude hat.
Nr. 2: Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 CGX GoTo
www.astroshop.de
Für mich der bessere Allrounder jedoch mit klarem Nachteil in der so gewünschten Planetenbeobachtung. Die Montierung CGX Montierung gefällt mir aber wesentlich besser, da grundlegend moderner und WLAN fähig. Nach meinem Empfinden das bessere Deep Space System, insgesamt aber eben ein sehr verlockendes Paket!
Wie würdet Ihr entscheiden? Eure Meinungen? Vorschläge? Was ganz anderes? Es gibt kein falsch/richtig....
Und nächste und vorerst letzte Frage: Zubehör - was ich zum Start auf dem Schirm habe: bessere Plössl/Okulare, Barlow-Linse, ein paar Filter (Pol- und Farbfilter), ggf. Taukappe, Powertank hab ich schon (196Wh), Ev. ein Adapter für die Nikon DSLR (insofern das geht), um sachte ans Thema Fotografie zu gehen. Gibt es hier sonst noch was, was Ihr gerne vorher gewusst/gemacht/gekauft oder nicht gekauft hättet?
Ich freue mich auf Antworten und Austausch
Beste Grüße
Thomas
PS: Anbei der aktuelle "Standard". Habt Gnade, es sind die üblichen Seestar S50 Bilder und ich mags bunt. Hier aber vorrangig angehangen, um Foristen, die keine Vorstellung haben, was mit dem "kleinen, schwarzen [zensiert]r" S50 für 650€ geht, und wo jetzt eine Schippe drauf soll. Die Bilder sind allesamt mit relativ kurzen Belichtungszeiten und lediglich mit App-internen AI Denoising bearbeitet. Auch hier ließe sich also noch optimieren.
kurz zu mir, Thomas, 46 Jahre jung, aus Sachsen. Das ganze Leben Astronomie begeistert, aber aufgrund Mathe-Schwäche (Abi-Grundkurs bis zur 12 war mein subjektives Limit) immer den Tiefgang und selbständige Praxiserfahrung gemieden. Dafür hat es für Medizin gereicht. Nun, aktuell vermutlich häufiger zu hören, vor knapp 1,5 Jahren dann der Knotenlöser mit dem Seestar S50, welches mir bis heute - sobald die Bedingungen es erlauben - viel Freude bereitet und auch weiter bereiten wird! Nun zum "Problem": Ich will mehr, nicht sofort, aber sukzessive, organisch wachsend, ebenso mit meinen Kenntnissen zur Sache.
Das Problem schildert sich dabei aktuell für mich in 2 wesentlichen Punkten. 1. Das Seestar S50 macht es sehr einfach, beim Blick auf größere Systeme bisweilen zu einfach. In der Quintessenz liegen die Ansprüche für eine merkliche Verbesserung/Erweiterung im Ergebnis eines Hobby-Setups jedoch nach meinem Empfinden recht hoch. 2. Neben der Erkenntnis, was ich eigentlich will und der Einsicht, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt, erschließen sich mit jedem Blickwinkel viele Detailfragen. Mir ist klar, dass dies ein Prozess ist und ich arbeite am härtesten an mir, bevor ich Euch damit nerve, man merkt aber eben doch schnell, dass meine Situation spezieller ist als gedacht und man aber trotzdem selten der Erste ist, der das Problem hat.
Was stelle ich mir also vor: Ein wertiges, vielseitiges Setup mit Fokus auf Planetenbeobachtung, jedoch mit der grundlegenden Möglichkeit für Deep Space Objekte. Astrofotografie ist definitiv ein Thema, soll aber schrittweise und behutsam erfolgen. Ich möchte damit erstmal parallel zum Seestar "nur" in den Sternenhimmel schauen und den Umgang erlernen. Dazu der irrwitzige Anspruch, besser einmal richtig, als kleckerweise. Budget für den Start: Für Optik und Montierung stelle ich mir 5000€, Zubehör: 1000€ (exkl. Fotografie). Ich bin hochgradig digitalaffin. Laptop, Rechner, DSLR, Apps usw. -> alles im Haus vorhanden und mein Ding. Daher bitte keine Ratschläge, wo ich mich "Oldschool" durchquälen muss, um etwas zu machen, wenn es dafür Apps oder Tools gibt. Ich habe auch keine Eile, wenn wer ein Setup kennt, welches noch in Entwicklung ist, worauf es sich zu warten lohnt - immer raus damit! Die großen Smart-Teleskope wie Celestar Origin oder Unistellar bringen mir für den Preisaufschlag nicht genug Verbesserung zum Seestar. Meine Beobachtungsbedingungen: Stationär. Ich wohne im 25km Radius einer Großstadt, habe also ein "dunkle" und eine "helle" Seite. Wer jetzt nicht schmunzelt ist selbst schuld. Für Reisen würde ich jedoch eher immer das kleine S50 mitnehmen.
Long story short: Aktuell befasse ich mich mit 2 Setups und mich würde Eure Meinungen/Vorschläge/Input interessieren:
Nr. 1: Apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R GoTo
Skywatcher Apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R GoTo
Die Optik AP 150/1200 ED: Apochromatische Refraktoren erzeugen durch ihre abschattungsfreie Konstruktion bei hoher Farbreinheit die schärfsten und hochwertigsten Abbildungen vo...
Wäre eben das Skywatcher AP 150/1200 EvoStar ED mit der m.E. soliden EQ6 Montierung. Mit gefällt das Teleskop, weil es meiner Präferenz für solide Planetenbeobachtung für das Budget m.E. am besten erfüllt. Im Deep Space Bereich erachte ich es Nr. 2 mit leichten Abstrichen unterlegen (Öffnung), aber immer noch passabel nutzbar. Das insgesamte Setting ist so wertig und ausbaufähig, dass man damit hoffentlich lange Freude hat.
Nr. 2: Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 CGX GoTo
Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 203/2032 EdgeHD 800 CGX GoTo
Die Optik Celestron EdgeHD: Korrigiertes Bild, scharf bis an den Rand! - EdgeHD ist die Bezeichnung für ein optisches Design von Celestron, das "aplanatische Schmidt Cassegrain...
Für mich der bessere Allrounder jedoch mit klarem Nachteil in der so gewünschten Planetenbeobachtung. Die Montierung CGX Montierung gefällt mir aber wesentlich besser, da grundlegend moderner und WLAN fähig. Nach meinem Empfinden das bessere Deep Space System, insgesamt aber eben ein sehr verlockendes Paket!
Wie würdet Ihr entscheiden? Eure Meinungen? Vorschläge? Was ganz anderes? Es gibt kein falsch/richtig....
Und nächste und vorerst letzte Frage: Zubehör - was ich zum Start auf dem Schirm habe: bessere Plössl/Okulare, Barlow-Linse, ein paar Filter (Pol- und Farbfilter), ggf. Taukappe, Powertank hab ich schon (196Wh), Ev. ein Adapter für die Nikon DSLR (insofern das geht), um sachte ans Thema Fotografie zu gehen. Gibt es hier sonst noch was, was Ihr gerne vorher gewusst/gemacht/gekauft oder nicht gekauft hättet?
Ich freue mich auf Antworten und Austausch
Beste Grüße
Thomas
PS: Anbei der aktuelle "Standard". Habt Gnade, es sind die üblichen Seestar S50 Bilder und ich mags bunt. Hier aber vorrangig angehangen, um Foristen, die keine Vorstellung haben, was mit dem "kleinen, schwarzen [zensiert]r" S50 für 650€ geht, und wo jetzt eine Schippe drauf soll. Die Bilder sind allesamt mit relativ kurzen Belichtungszeiten und lediglich mit App-internen AI Denoising bearbeitet. Auch hier ließe sich also noch optimieren.
würde ich mit einem Carbon Newton 150/750 einsteigen. Der zeigt schon ordentlich was am Planeten und ist Deepsky geeignet. Außerdem sehr leicht und mit f/5 noch recht schnell und genügsam in der Kollimation.