Betrugsfall bei Kleinanzeigen etc.

Tja, da liegt das Problem. Es gibt ständig neue Maschen, die an Perfidität kaum zu überbieten sind.
Aber sowohl beim Versand, als auch bei der Abholung hat man eben ein gutes Maß an Sicherheit, wenn man sich an die Regeln hält. Wer mit PayPal oder dem Käuferschutz von Kleinanzeigen bezahlt, und sich strikt an die Anweisungen hält, die dort gelten, der kann schon davon ausgehen, dass er geschützt ist und oben habe ich das ja für die Abholung ähnlich geschildert. Am Ende kann einem keiner eine absolute Garantie geben.

am besten mit Identifikationsnachweis (Ausweis etc.).
Ich würde mich niemals gegenüber einer Privatperson ausweisen und das auch nicht von anderen Verlangen. Zumindest nicht in so einer Situation. Der Versuch an Geld zu kommen, ist das Eine, aber gesicherte persönliche Daten wie Kombinationen von Name, Wohnort, Telefonnummer, Geburtsdatum, Foto usw. sind ebenfalls begehrte Infos und so findet man schnell irgendwo seine Daten in Verbindung mit Betrügereien.
"Können wir mal einen Videocall machen oder telefonieren?" oder "Können wir auf WhatsApp weiter schreiben?" sind alles Forderungen, die man besser ablehnt.

Ich bezahle immer nur so viel Geld, wie ich zu verlieren bereit bin. Dann macht die Sache mir auch Spaß. Wenn es um tausende Euro geht, dann gehe ich lieber zum Händler.

Gruß
Sebastian
 
Häufig hilft es auch, das Bild der Anzeige einmal schnell durch Google-Image-Search zu jagen. Besonders bei den Angeboten, bei denen man meint sie schon mal gesehen zu haben oder wenn die ZWO Kamera mal wieder einen sehr verdächtig niedrigen Preis hat. In der Regel sind die Bilder immer schon mal in einer anderen Anzeige gewesen. Bisher ist mir auch noch kein Scammer aufgefallen, der nicht auch in einem sehr auffälligen Deutsch, nach GPT oder Google Translate stinkend, geschrieben hat.
 
Tja, da liegt das Problem. Es gibt ständig neue Maschen, die an Perfidität kaum zu überbieten sind.
Aber sowohl beim Versand, als auch bei der Abholung hat man eben ein gutes Maß an Sicherheit, wenn man sich an die Regeln hält. Wer mit PayPal oder dem Käuferschutz von Kleinanzeigen bezahlt, und sich strikt an die Anweisungen hält, die dort gelten, der kann schon davon ausgehen, dass er geschützt ist und oben habe ich das ja für die Abholung ähnlich geschildert. Am Ende kann einem keiner eine absolute Garantie geben.


Ich würde mich niemals gegenüber einer Privatperson ausweisen und das auch nicht von anderen Verlangen. Zumindest nicht in so einer Situation. Der Versuch an Geld zu kommen, ist das Eine, aber gesicherte persönliche Daten wie Kombinationen von Name, Wohnort, Telefonnummer, Geburtsdatum, Foto usw. sind ebenfalls begehrte Infos und so findet man schnell irgendwo seine Daten in Verbindung mit Betrügereien.
"Können wir mal einen Videocall machen oder telefonieren?" oder "Können wir auf WhatsApp weiter schreiben?" sind alles Forderungen, die man besser ablehnt.

Ich bezahle immer nur so viel Geld, wie ich zu verlieren bereit bin. Dann macht die Sache mir auch Spaß. Wenn es um tausende Euro geht, dann gehe ich lieber zum Händler.

Gruß
Sebastian

So ist es! Ausweise kann man in natura kurz unter die Nase halten, aber niemals erlauben, dass man nicht mehr sehen kann, was die Person damit macht. Nix da mit "ich gehe mal kurz damit ins Hinterzimmer". Und niemals Fotos machen und auch niemals in die Webcam halten. Ich habe schon bei einem Shop mit DPD in Leipzig erlebt, dass der Shopbesitzer bei der Abholung eines Päckchens meinen Ausweis partout kopieren wollte, was ich abgelehnt und der DPD gemeldet habe, denn das Gesetz verbietet das. Im Prinzip kann er seine mutmaßliche "Sammlung" locker in seine afrikanische Heimat an irgendwelche Fälscher weiterverkaufen und plötzlich hast Du Doppelgänger ohne Ende.
Identitätsklau ist das Stichwort.
Z.B. verkaufen sie Dinge im Internet unter Deinem Namen, kassieren das Geld, aber liefern nichts. Die Käufer wenden sich dann vertrauensvoll an Dich und klingeln an Deiner Tür. Auf dem Perso steht ja auch Deine Wohnadresse. Das kann ganz schön stressig sein, wenn Du 20 teils aggressive Besuche pro Tag bekommst.
 
Hallo zusammen, da mich ja @TriffiD oben (ggf. missverständlich) zitiert hat, möchte ich bitte klarstellen, dass ich nicht davon geschrieben habe, eine Kopie des Ausweises zu erstellen, sondern lediglich zu einem Identitätsnachweis geraten habe. Das ist z.B. ein Blick auf den vom Besitzer mir entgegengehaltenen Ausweis, es geht ja schließlich darum, dass ich mich als Verkäufer versuche zu versichern, es auch mit dem Käufer zu tun zu haben. Bei höherpreisigen Privatkäufen/-verkäufen (Auto, Fahrrad, sonstige Luxusgegenstände wie Kameras, Objektive etc.) wird ja auch auf Kaufverträgen zur Legitimation von Verkäufer und Käufer anhand eines Ausweises angeraten. Einen knappen, schriftlichen Kaufvertrag nutze ich z.B. idR. beim Gebraucht-Kauf/Verkauf von Fotokameras, Objektiven, teurem Fotozubehör um auf der sicheren Seite zu sein. Der Verkäufer bestätigt darin auch, dass er das uneingeschränkte Eigentumsrecht am Verkaufsgegenstand hat. Vielleicht sollte man sich das einfach auch im Bereich Astroequipment aneignen, denn hohe 3- bis untere 4-stellige Kaufbeträge sind ja auch hier nicht selten.

Meine Meinung dazu...
Viele Grüße Kay
 
lediglich zu einem Identitätsnachweis geraten habe
Ganz kurz: Genau davon rate ich aber ebenfalls ab. Eine Kopie des Ausweises kommt natürlich absolut nicht in Frage, aber schon die Wohnortangabe und das Geburtsdatum vom Ausweis abzulesen und mit Informationen zu verbinden, die man vorher schon über die Kleinanzeigen gesammelt hat, kann genügen, um einen glaubhaften Fake-Account anzulegen.
Natürlich kann das jeder so machen, wie er will, aber ich würde das nicht tun. "Dingdong, Guten Tag, hier Geld, hier Ware". Das muss genügen.

Gegenüber Banken und Versicherungen muss man sich ggf. ausweisen. Auch beim Autohändler ist das schon ok, aber bei Privatverkäufen gibt es dafür keinen Grund.

Gruß
Sebastian
 
Hallo zusammen,

laut google gilt bei Privatgeschäften ab einer Summe von 10.000 Euro folgendes:

Ein Identitätsnachweis ist bei Geschäften Privat an Privat gem. Geldwäschegesetz gesetzlich vorgeschrieben mithin aufzuschreiben
aus Personalausweis oder Reisepass.
Eine Kopie eines Ausweises s. oben ist auch rechtlich möglich und nicht strafbar für Privatpersonen, wenn obiger Sachverhalt vorliegt
und der Sachverhalt nachgewiesen werden kann, zum Zwecke des Nachweises der Herkunft des Geldes.

Folgende Daten sind zu kopieren oder aufzuschreiben und aufzubewahren neben dem Kaufvertrag, Name, Geburtsort, -datum, Staatsangehörigkeit, Wohnadresse

Meine Angaben sind ohne Gewähr.

VG Michael
 
Hallo zusammen,

laut google gilt bei Privatgeschäften ab einer Summe von 10.000 Euro folgendes:

Ein Identitätsnachweis ist bei Geschäften Privat an Privat gem. Geldwäschegesetz gesetzlich vorgeschrieben mithin aufzuschreiben
aus Personalausweis oder Reisepass.
Das ist nicht richtig. Das gilt nur für gewerbliche Geschäfte (§ 2 GwG), nicht für Privatverkäufe. Auch die Summe ist nicht beschränkt.
Eine Kopie eines Ausweises s. oben ist auch rechtlich möglich und nicht strafbar für Privatpersonen, wenn obiger Sachverhalt vorliegt
und der Sachverhalt nachgewiesen werden kann, zum Zwecke des Nachweises der Herkunft des Geldes.
Gewerblich: teilweise richtig, Privat: falsch.
Folgende Daten sind zu kopieren oder aufzuschreiben und aufzubewahren neben dem Kaufvertrag, Name, Geburtsort, -datum, Staatsangehörigkeit, Wohnadresse
Im Gegenteil, diese Daten niemals rausrücken, Ausnahmen: Banken, Behörden und unter bestimmten Bedinungen Autohändler (wg Zulassung), Schmuckverkäufer, Immo-Makler. Lasst euch nicht verwirren.
Ja, Gewähre und sonstige Waffen dürfen ebenfalls vom Händler nur an nachweisbar volljährige Kunden verkauft werden. Oft geht das aber auch mit Post-Ident oder durch Vorzeigen des Ausweises beim Postboten.
Claus
 
!!!! ACHTUNG !!!!

Auf Kleinanzeigen kommen letztens mehrfach verdächtig günstige Dobsons von 8'' - 10'' auf: Alles Betrug!
Einen Angeschrieben, Druck gemacht und dann eine Stunde später hat Kleinanzeigen den Account gelöscht auf Grund von Betrug:
BITTE vorsichtig sein, sehr viele benutzen auch gestohlene Bilder - Achtet auf sowas!

Betrüger werden oft:

- Auf sofortigen Kauf Druck machen
- Schlecht/unhölflich schreiben
- Interesse mit Verkauf verwechseln
- Versicherte Transaktionen umgehen
- Auf bestimmte Details nicht eingehen und das Produkt "gut reden".

Das sind generell die "Redflags", die ich feststellen konnte, jedoch wenn ein Verkäufer sich so verhält, ist er nicht zwangsläufig ein Betrüger.
Achtet darauf, und wenn man sich unsicher fühlt: Lasst es lieber sein.

LG und Clear Skies!
 
Ja, Gewähre und sonstige Waffen dürfen ebenfalls vom Händler nur an nachweisbar volljährige Kunden verkauft werden. Oft geht das aber auch mit Post-Ident oder durch Vorzeigen des Ausweises beim Postboten.

Lach.........
Nein ich meinte nicht ein Gewehr (Schusswaffe) sondern ohne Gewähr => sollte nur bedeuten, dass ich nicht mit Sicherheit genau weiß, dass es so ist was ich schrieb, da ich ja auch nur unter google recherchiert habe und den genauen Gesetzestext nicht kenne.
Was unter google geschrieben steht muss ja nicht immer 100 % stimmen.
Also ähnlich wie in der Tagesschau wenn die Lottozahlen ohne Gewähr bekannt gegeben werden, so meinte ich das auch. :)
=====================

Habe noch einmal nach recherchiert und die google Infos zu dem Thema ignoriert.

Demnach heißt es, sind Privatpersonen nicht verpflichtet die Identität fest zu stellen, o. k.. Kommt später aber heraus, dass der Verkaufserlös aus einem
Geldwäschegeschäft bestand, können Verkäufer hinterher den Verkaufserlös für ihre verkaufte Sache verlieren.
Also Verkaufs-Artikel und Geld weg. Das möchte ich ja vermeiden.

Ergo ==> besser Identität fest stellen und 5 Jahre aufbewahren aus dem Verkaufsgeschäft bei höher preisigen Artikeln , dann hat man sich wohl gesetzeskonform
verhalten, oder spricht da was gegen bzw. , weiß einer mehr ohne ins Blaue zu fabulieren? (konkrete Gesetzeslage)


VG. Michael
 
Lach.........
Nein ich meinte nicht ein Gewehr (Schusswaffe) sondern ohne Gewähr => sollte nur bedeuten, dass ich nicht mit Sicherheit genau weiß, dass es so ist was ich schrieb, da ich ja auch nur unter google recherchiert habe und den genauen Gesetzestext nicht kenne.
Was unter google geschrieben steht muss ja nicht immer 100 % stimmen.
Also ähnlich wie in der Tagesschau wenn die Lottozahlen ohne Gewähr bekannt gegeben werden, so meinte ich das auch. :)
=====================
Ja, seit sie so große harmlose Kugeln haben, werden die Zahlen nicht mehr geschossen. Daher wurde aus "ohne Gewehr" "ohne Gefahr".
Aber Kugeln verwenden sie ja auch nicht mehr, daher heißt es heutzutage "ohne Gewähr". Damit soll gesagt werden, dass "Ehrlich währt am längsten" beim Glücksspiel nicht gilt ;-)
Habe noch einmal nach recherchiert und die google Infos zu dem Thema ignoriert.

Demnach heißt es, sind Privatpersonen nicht verpflichtet die Identität fest zu stellen, o. k.. Kommt später aber heraus, dass der Verkaufserlös aus einem
Geldwäschegeschäft bestand, können Verkäufer hinterher den Verkaufserlös für ihre verkaufte Sache verlieren.
Also Verkaufs-Artikel und Geld weg. Das möchte ich ja vermeiden.
Das war schon immer so bei Hehlerware oder Falschgeld. Oder willst Du beim Einkaufen jeden Händler ausweisen lassen?

Ergo ==> besser Identität fest stellen und 5 Jahre aufbewahren aus dem Verkaufsgeschäft bei höher preisigen Artikeln , dann hat man sich wohl gesetzeskonform
verhalten, oder spricht da was gegen bzw. , weiß einer mehr ohne ins Blaue zu fabulieren? (konkrete Gesetzeslage)


VG. Michael

Wer kann schon auf die Schnelle einen gut gefälschten oder geklauten Perso erkennen?

Du darfst jedefalls im Privatgeschäft keine Kopie des Ausweises machen, ja sogar nicht einmal verlangen, ihne vorzuzeigen, um die Identität des Geschäftspartners zu prüfen. Beide Seiten können ja immer zurücktreten, solange es keinen Kaufvertrag gibt.
 
Hallo Claus,

nun hast Du ja einige Gegenbehauptungen aufgestellt. Hast Du denn da auch die entsprechenden
Quellhinweise (Links) zu Deinen Behauptungen, wo ich das nachlesen kann um eine gewisse Rechtssicherheit zu bekommen bei diesem Thema?



Wer kann schon auf die Schnelle einen gut gefälschten oder geklauten Perso erkennen?

Ob ich einen gefälschten Personalausweis erkennen kann oder nicht, ist hier nicht das Thema.



In diesem Thread geht es um Aufklärung hinsichtlich Betrugsversuche bei Kauf/Verkauf von Sachen und wie man sich dagegen schützen kann.

Meine Quelle sagt mir, dass ich einen fremden Perso kopieren darf, wenn es der Anlass hergibt und der Perso-Besitzer damit einverstanden ist, sh hier:


Abschließend, hier geht es mir nicht darum wer Recht bekommt in seinen Ansichten hier im Thread und den längeren Atem und das letzte Wort hat (das kannst gerne Du haben), sondern rein um die Lösung, wie man sich dem Problemkreis der im Post #1319 "Identitätsnachweis" aufgeworfen wurde , mit dem es der Gesetzgeber vor allem den kleinen Leuten die gar keine Geldwäsche betreiben schwer macht bei Zahlungsabwicklungen in bar ab 10.000 Euro so genüge tuen kann, damit der kleine Mann nicht gegen irgend ein Gesetzt verstößt und sich strafbar macht oder Schwierigkeiten hat, Summen über 10.000 Euro in bar bei seiner Bank einzuzahlen.

Die Geldwäscheorganisationen mit Ihrem Juristenstab, wissen wie man die Geldwäschegesetze umgeht und sind darin auch sehr erfolgreich und lassen meistens unserer Justiz keine Chance, wie ich mal in einem Artikel dazu gelesen habe.

Mal sehen ob noch sachdienliche Infos mit Link zu dem Thema kommen, für den einen oder anderen von uns kann das Thema ja mal aktuell werden.

VG. Michael
 
Einen Personalausweis "kann" man sich zeigen lassen. Es ist nicht direkt verboten. Ich sagte nur, dass ich das nicht tun oder verlangen würde, weil nach einem Identitäsdiebstahl tatsächlich Probleme auf einen zukommen können, wenn man ohne sein Wissen als Verkäufer irgendeiner Ware auftritt, die den Käufer dann natürlich nie erreicht. Das ist in meinem Bekanntenkreis tatsächlich so schon einmal vorgekommen und war nicht lustig.

Für einen Privatkauf besteht im Normalfall kein Grund für einen Identitätsnachweis. Sicherlich muss man bei der Einzahlung höherer Summen auf ein Konto einen Herkunftsnachweis erbringen, aber dafür genügt meines Wissens ein plausibler Kaufvertrag, den man bei solchen Summen sowieso besser aufsetzt. Wird man mit gestohlenem Geld bezahlt, erwarten einen selten Probleme, da man das Geld für gewöhnlich in gutem Glauben annimmt. Müsste jeder Zahlungsempfänger erst prüfen, ob Geld aus einer legalen Quelle stammt, käme die Wirtschaft zum Erliegen.
Stellt sich hingegen heraus, dass das Geld aus einem Bankraub stammte und z.B. durch eine Farbbombe verdächtig verfärbt war, dann kann man sich nicht auf guten Glauben berufen. Das ist sicherlich gemeint, wenn in dem oben verlinkten Artikel steht, der Verkäufer könne sein Geld verlieren.

Heutzutage behält man seine Daten für sich. Wenn man doch mal eine Ausweiskopie beibringen muss, dann schwärzt man die Daten, die der Empfänger nicht benötigt.
Wenn ein Verkäufer sich wirklich Sorgen macht, es später an der Haustür mit jemand anderem als dem Käufer zu tun zu haben, dann kann er ja vorab vereinbaren, dass bei der Übergabe ein Passwort genannt werden muss. Aber das käme mir als Käufer schon arg lächerlich vor.

Gruß
Sebastian
 
Hi,

aktuell werden hier im Biete Board in mehreren Anzeigen sehr günstig u.a. TeleVue Okulare angeboten.

So viele verdächtige Anzeigen wie die letzten Tage sind mir hier noch nicht aufgefallen.

Ich habe mal zwei so Anbieter angeschrieben, und dann als die Konversation am laufen war ein paar blödsinnige Fragen gestellt. Die Antworten waren oberflächlich gesehen gar nicht soo schlecht gemacht. Ich vermute Ki gestützt. Mit einigermaßen tiefen Fachkenntnissen war es dann aber doch deutlich, dass der “Anbieter” keine Ahnung zu Themen vorangegangener Forenbeiträge des offensichtlich gehackten Accounts hat.

Allerdings fehlt auch leider nicht mehr viel um den Betrug komplett echt aussehen zu lassen.
Wenn die Schurken dann noch auf die Idee kommen realistische Preise aufzurufen wird’s langsam knifflig.

Identitätsdiebstahl bzw. Betrug hatte ich mal bei einer angebahnten Vermietung. Ein Foto von einem Ausweis hilft genau garnicht weiter, da durch einen normalen Bürger die Echtheit und Zugehörigkeit nicht feststellbar ist.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Saluti,

mir sind diese verdächtigen Anzeigen in den letzten Tagen hier auch aufgefallen. Einige TV Ethos für wenig mehr als EUR 300 und Selbstabholung.

Der Preis war natürlich verdächtig, die gewünschte Selbstabholung allerdings überhaupt nicht und der Benutzer hatte Erstanmeldedatum 2007. Das Benutzerprofil ist inzwischen nicht mehr aufrufbar. Seit wachsam!

VG, Thomas
 
User m.....s seltsam, reagiert auch nicht auf Mails, war gestern aber noch im Forum..Inserat auch nicht mehr im Archiv..hatte aber schon über 500 Beiträge

CS, Wolfgang
 
Einen Personalausweis "kann" man sich zeigen lassen. Es ist nicht direkt verboten.
Genau so ist es. Es ist nicht verboten aber auch nicht zwingend.
Ich sagte nur, dass ich das nicht tun oder verlangen würde, weil nach einem Identitäsdiebstahl tatsächlich Probleme auf einen zukommen können, wenn man ohne sein Wissen als Verkäufer irgendeiner Ware auftritt, die den Käufer dann natürlich nie erreicht. Das ist in meinem Bekanntenkreis tatsächlich so schon einmal vorgekommen und war nicht lustig.

Für einen Privatkauf besteht im Normalfall kein Grund für einen Identitätsnachweis. Sicherlich muss man bei der Einzahlung höherer Summen auf ein Konto einen Herkunftsnachweis erbringen, aber dafür genügt meines Wissens ein plausibler Kaufvertrag, den man bei solchen Summen sowieso besser aufsetzt. Wird man mit gestohlenem Geld bezahlt, erwarten einen selten Probleme, da man das Geld für gewöhnlich in gutem Glauben annimmt. Müsste jeder Zahlungsempfänger erst prüfen, ob Geld aus einer legalen Quelle stammt, käme die Wirtschaft zum Erliegen.
Das klingt plausibel, ist aber leider falsch:
"Wenn Sie Falschgeld weitergeben oder zurückgeben, können Sie sich ebenso strafbar machen wie bei der Herstellung von Falschgeld. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz! Daher sollten Sie auch die Ware nicht vor Bezahlung mit gültigem Geld herausgeben."
Zitat aus: Falschgeld

Ich vermute, die Bundesbank ist als Referenz seriös genug.
Hier steht nichts von gutem Glauben, wohingegen das Falschgeld dann definitiv ersatzlos weg ist. Man muss also selber auf die Echtheit seines Geldes achten. Wenn man damit unwissentlich bezahlt, macht man sich dazu noch strafbar. Das widerspricht eigentlich dem Grundsatz der Unschuldsvermutung, wie so oft in der Rechtspraxis. Freilich weiß ich nicht, wie das dann im Ernstfall von den Gerichten gehändelt wird.

Vielleicht hat hierzu jemand schon Erfahrungen machen müssen?

Stellt sich hingegen heraus, dass das Geld aus einem Bankraub stammte und z.B. durch eine Farbbombe verdächtig verfärbt war, dann kann man sich nicht auf guten Glauben berufen. Das ist sicherlich gemeint, wenn in dem oben verlinkten Artikel steht, der Verkäufer könnesein Geld verlieren.


Heutzutage behält man seine Daten für sich. Wenn man doch mal eine Ausweiskopie beibringen muss, dann schwärzt man die Daten, die der Empfänger nicht benötigt.
Wenn ein Verkäufer sich wirklich Sorgen macht, es später an der Haustür mit jemand anderem als dem Käufer zu tun zu haben, dann kann er ja vorab vereinbaren, dass bei der Übergabe ein Passwort genannt werden muss. Aber das käme mir als Käufer schon arg lächerlich vor.

Gruß
Sebastian
 
Das klingt plausibel, ist aber leider falsch:
"Wenn Sie Falschgeld weitergeben oder zurückgeben, können Sie sich ebenso strafbar machen wie bei der Herstellung von Falschgeld. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz! Daher sollten Sie auch die Ware nicht vor Bezahlung mit gültigem Geld herausgeben."
Zitat aus: Falschgeld
Sebastian hat schon recht. Um irgendeine Art von Straftat zu begehen, auch in Bezug auf Falschgeld, benötigt man schon einen Vorsatz. Wenn der Verkäufer nicht weiß, dass er mit Falschgeld bezahlt wird, kann er sich auch nicht strafbar machen. Die Bundesbank geht in Klärung von der wissentlichen Annahme/Weitergabe von Falschgeld in Abgrenzung zur Herstellung.
 
Ja, Falschgeld ist was anderes, das stimmt. Ich wollte darauf hinaus, dass man bei echtem Geld nicht erst die Herkunft prüfen muss, wie das hier angeklungen ist. Wenn man aber mit Falschgeld bezahlt wird und das kommt ans Tageslicht, wenn ich es ausgebe oder bei meiner Bank einzahlen will, gibt es keinen Ersatz. Falschgeld ist aber schon sehr speziell. Ich würde mir zutrauen, das auch ohne technische Hilfsmittel zu erkennen. Obendrein muss man bedenken: Wer Geld so gut fälschen kann, dass es täuschend echt wirkt, bei dem brauche ich auch den Ausweis nicht zu sehen. Den wird er gleich mitgedruckt haben.

Um irgendeine Art von Straftat zu begehen, auch in Bezug auf Falschgeld, benötigt man schon einen Vorsatz.
Ja, er wollte aber nicht auf die strafrechtlichen Konsequenzen für den Verkäufer hinaus, sondern darauf, dass ich keinen Ersatz für das falsche Geld bekomme. Aber gut zu wissen, dass mir wenigstens nicht unmittelbar das Gefängnis droht, wenn ich das Falschgeld nicht erkenne.

Na ja. Ich sagte ja, dass es keine 100%ige Sicherheit gibt und das ändert man auch nicht durch übergriffige Identitätsfeststellungen. Eine Bezahlung mit Bargeld an der Tür, ggf. mit einem einfachen Kaufvertrag ist absolut hinreichend. Meinetwegen kann man ja noch mit einem Geldscheinprüfer testen.

Gruß
Sebastian
 
Entweder hat die Forenleitung reagiert oder das Mitglied hat sich selbst gelöscht. Es ist nichts mehr zu finden. Gut so.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
mir sind diese verdächtigen Anzeigen in den letzten Tagen hier auch aufgefallen. Einige TV Ethos für wenig mehr als EUR 300 und Selbstabholung.
Ist mir auch aufgefallen. Es sieht so aus, als ob es mehrere betrügerische Anzeigen hier im Forum gab, die teilweise auch von älteren und kürzlich aktiven Accounts aus erstellt wurden. Einerseits schön, dass sie gelöscht wurden, andererseits beängstigend, wie sehr das zunimmt.

Gruß,
Steffen
 
Einfach mal anbieten, den Tak vor Ort in Spanien abzuholen :) Dann wird man schon sehen, was passiert...
 
Wahnsinn, sogar hier! Vielleicht wurden die Konten gehäckt? Vielleicht sollten wir alle die Sicherheit unserer Passwörter prüfen.
Was ist nur los mit den Menschen. Kann man seine Zeit nicht sinnvoller verbringen?
Traurig, traurig.
 
Grundsätzlich ist immer Vorsicht geboten, ganze egal wo man etwas kaufen möchte.
Insbesondere sollten die Alarmglocken schrillen, wenn ein "Neues Mitglied" das noch nie hier irgendetwas beigetragen hat, Teleskope anbietet, die normalerweise nur "erfahrene" User haben und eigentlich eher selten in den Umlauf kommen, ganz zu schweigen von den ausgerufenen, oft viel zu niedrigen Preisen.
 
Man merkt - das Fest der Liebe rückt näher und Kleinanzeigen kommt anscheinend mit dem Löschen kaum hinterher....🤭
 
Moin,
hatte vorgestern auch so einen Betrüger bei Kleinanzeigen. War zwar nichts astronomisches, sondern Netzwerkkrempel, aber das Schema ist das gleiche. Preis deutlich zu gut und wenn man dann den Verkäufer auf sichere Zahlungsmethoden anspricht, kommt dann als unfreundliche Antwort, dass damit in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht wurden. Stattdessen wurde angeboten ein Foto vom Ausweis zu schicken, was ich aber bitte nach Erhalt der Ware löschen solle. Hab dann mal gefragt, was ich denn damit bitte anfangen soll und wollte stattdessen ein Foto vom Typenschild des Gerätes sehen und dann kam nix mehr. Gemeldet und einen Tag später war der Verkäufer weg.

Was die Passwörter betrifft, kann ich auch definitiv nur dazu raten, 2FA und zufällig generierte, starke Passwörter zu verwenden, und zwar für jede Webseite ein anderes! Zum Merken der Passwörter gibt's Passwortmanager. Sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern spart auch noch Tipparbeit :)
CS
André
 
Was die Passwörter betrifft, kann ich auch definitiv nur dazu raten, 2FA und zufällig generierte, starke Passwörter zu verwenden, und zwar für jede Webseite ein anderes! Zum Merken der Passwörter gibt's Passwortmanager. Sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern spart auch noch Tipparbeit
Das geht aber auch nur dann, wenn man immer mit demselben Rechner arbeitet. Wenn man nun Tablett, Rechner, Zweitrechner etc. im Einsatz hat, wirds schwierig...
 
Das geht aber auch nur dann, wenn man immer mit demselben Rechner arbeitet. Wenn man nun Tablett, Rechner, Zweitrechner etc. im Einsatz hat, wirds schwierig...

Einfach einen Passwortmanager wählen, der auf mehrere Rechner & Tablett, installiert werden kann, und dann die Passwörter synchronisieren, mache Ich es auch, es ist etwas " mühsam" aber in Sinne der "Sicherheit", notwendig..

CS

Martin
 
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