Einsteiger mobil Natur und Planeten beobachten

Für dunklen Himmel und Deep Sky wäre der Venediger Höhenweg interessant: man läuft fast dauernd über 2000 m und hat täglich 2 Hütten meist über 2500, manche wie das Defreggerhaus sogar 2900 m. Das Gelände ist technisch leicht und ein 15 x 70 Fernglas wäre noch gut zu tragen. Wegen Planeten würde ich da auch nicht raufgehen.
Felix
 
Rund um Sachrang gibt es mehrere Wanderparkplätze oberhalb 800 m. Da einen 10 Zoll Dobson aufgestellt siehst Du am Planeten garantiert mehr als mit irgend einer tragbaren Lösung.
Felix
 
SD ist besser (FPL53). Darauf würde ich achten
Ins Pflichtenheft aufgenommen, danke!

würde ich eher auf mehr Öffnung (80 statt 72mm) und mehr Brennweite (600 statt 4xx) gehen
Verstanden. Das gute Kilo mehr bei 80/600 statt 72/432 wäre kein Thema. Entscheident könnte die Gewichtszunahme beim Stativ/Montierung sein.
Wird wohl ein Rollei C6i mobil für ein 80er ausreichend sein? Keine Fotoambitionen!

Der neue Evostar 80edx hat einen super Preis für FPL53, hat aber aus unerfindlichen Gründen 4kg
An den 4 kg laboriere ich in der Tat gerade herum. Und erwische mich dann immer wieder auf der Seite vom TS 72/432 ...

wenn Du in Sachrang ... Lagen über 800 m gleich ums Eck ... und ansonsten von zu Hause aus wenns um Planeten geht.
Felix
Felix, ein Biwak für ein, zwei oder drei Nächte auf einer vollkommen versteckten Almwiese abseits der Zivilisation auf 1.500 m, der Trangia liefert dir Kaffee und Nudeln, Isomatte und Schlafsack betten dich himmlisch auf der eh schon weichen Naturwiese. Tagsüber döst du etwas in der Sonne, schaust von einer nahen Anhöhe mit dem 7x40 (da das Großfernglas im Forum auf der Strecke blieb) auf die frequentierten Gipfel und Wanderwege der Nähe, oder liest etwas in "Astro für Dummies". In der Dämmerung ein kühles Bier, die Gämse ... naja, nach einem Wolf hab ich tausende Stunden geschaut ... also auch heute. Und dann wirds dunkel ... und ich warte auf die Saturnringe.
 
Deeen Spaß will ich Dir nicht verderben.....
Bei mir wäre dann die Milchstraße mit den vielen Sternhaufen und Nebeln dran. Da kann ich mich nicht sattsehen.
Bei uns bin ich manchmal an der Isar....oben die Sterne und unten quaken die Frösche (und Enten) ....man kommt sich vor wie Jim und Huck auf der Jackson Insel mitten auf dem Missisippi....
Felix
 
An den 4 kg laboriere ich in der Tat gerade herum. Und erwische mich dann immer wieder auf der Seite vom TS 72/432 ...

Ich wollt mir damals für visuell diesen hier holen, ist gerade reduziert weil jetzt die Evostar EDX herauskamen und im Fotobereich die neuen Esprit:

Schön leicht und kompakt für einen 82er.
Hier im Einsatz von John Reed, der weiß was er tut: Adventures with Sky-Watcher’s Evolux 82ED Telescope – REVIEW and TEST
Hab dann duch Zufall einen gebrauchten TS 80 bekommen, aber der hier wärs sonst geworden.

Clear skies
Martin
 
Ganz ehrlich? Als immer noch reiner Theoretiker mache ich mir Sorgen, Nebel und Milchstraße zu finden und zu identifizieren :-)
Du weißt nicht um was es geht, bei dunklem klarem Himmel legt man sich auch den Rücken und sieht die Milchstraße einfach mit freiem Auge. Versuche es doch mal mit dem Orionnebel M42
Mit irgendein Fernglas, ist sehr einfach.
Und Angst nicht zu finden zählt nicht, am Berg nennt es sich dann Projekt.

Gruß Frank
 
Hi Ralf
weil ja auch in 80mm im Raum steht, hier mal ein Bild meines Zeugs zur Einschätzung:
Zu sehen sind:
TS Photoline 72/432, William Optics 80/555 SD
Rollei Stativ und der Benro Neiger
Zenitspiegel 1,25" und 2"
und zum Vergleich meine CherryMaus in der Ecke.
Das Stativ kann genug tragen. Der Neiger trägt auch den 80mm Apo, aber es schwingt dann schon merklich nach wegen dem Hebel.
Auch in Betracht aus Gewichtsgründen kommt eine Giro Mini Montierung. Die trägt beide stabil hat aber keine Feinverstellung, wie der Neiger.
Was Dir mehr liegt wird am Ende wie immer das Ausprobieren zeigen.

Vmax: Ich konnte an beiden z.B. für den Mond das 2,5mm T6 Nagler verwenden. Vergrößerung also 173 bzw 222.
Üblicherweise bin ich aber eher bei rd 120 bzw. 170 fach
CS
 

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Zuletzt bearbeitet:
Schön leicht und kompakt für einen 82er.
Hier im Einsatz von John Reed, der weiß was er tut: Adventures with Sky-Watcher’s Evolux 82ED Telescope – REVIEW and TEST
Könnte in der Tat ein sehr guter Kompromiss für mich im Sky-Watcher-Angebot sein. Ich hab einen Händler wegen Verfügbarkeit und Zubehör angeschrieben! Danke.

weil ja auch in 80mm im Raum steht, hier mal ein Bild meines Zeugs zur Einschätzung:
So sehr viel Unterschied ist nicht zwischen den beiden Teleskopen, und würde ich den von @Sleepair erwähnten 82er im Vergleich zu dem kleineren 72/432 sehen, ist auch das Gewicht nicht mehr weit auseinander.
Auch deshalb: das C6i Stativ besorge ich schonmal - stand vor einem Jahr schon auf der ToDo-Liste.
Beim Teleskop werde ich mich zwischen den beiden erwähnten oder dem neuen 80/600er von Sky-Watcher entscheiden.
Beim Neiger würde ich einfach den Benro einplanen - vor allem wenn @Antares ihn empfiehlt und der für meine visuelle Nutzung okay ist.

Dann bliebe das gesamte "Kleinzeugs". Hab ich euch richtig verstanden, brauche ich zwei Setups: ein Terrestrisches und eins (zum Anfang) für die Astronomie. Irdisch würde ich was einfaches wählen wollen, um mich vor allem tagsüber mit dem Gerät vertraut zu machen. Im All würde ich vielleicht etwas zusammenstellen lassen, mit dem die ersten Schritte bei Mond, Milchstraße und einfachen Planeten gut gelingen. So der Plan.
 
Beim Refraktor territrisch brauchst du eigentlich bloß ein Amiciprisma dazu, sonst wäre alles seitenverkehrt, Tier läuft nach links , Teleskop muss nach rechts wäre verwirrend. Mit 50mm 2" Okular hast du bei 80/600 gut 7mm Pupillengröße, gut Nachtsichttauglich, noch weniger Vergrößerung macht kaum Sinn.
Aber Max. Feld bekommst du auch mit 32er 82° Weitwinkelokular bei realistischer Austrittspupille, höhere Vergrößerung bei gleichem Bildxeld hat auch was.

Gruß Frank
 
Hi!

Dazu als Ergänzung: 50mm-Okulare haben ein recht kleines Eigengesichtsfeld, Okulare mit etwa 36-42mm Brennweite sind angenehmer, da weitwinkliger. Am Himmel zeigen alle den selben Bildausschnitt, da der durch die 2"-Steckhülse begrenzt wird. Da muss man abwägen, ob man die maximale Austrittspupille/Bildhelligkeit eines 50mm-Okulars will, oder das größere Eigengesichtsfeld eines 36mm-Okulars. Oder langfristig beides kauft, Okulare sind sehr individuell.

Ein Amici-Prisma, das auch für die hohen Vergrößerungen taugt, ist richtig teuer, in 2" erst recht. Die meisten sind für die Tagbeobachtung bis 60x oder 80x ausgelegt. Es gibt auch eine kleinere T-2-Version vom Astro-Amici (Steckhülse und Okularklemme kosten extra), die vignettiert etwas mit langbrennweitigen Okularen – wobei das Bild besser ist (bzw. der Einblick ist ruhiger), wenn der Abstand zwischen Prisma und Okular größer ist. Die Kombination ist dann nicht ideal für größte Felder, aber gut nutzbar.

IMG_2506.JPG


Die Verlängerungshülse brauche ich ohnehin, um in den Fokus zu kommen, da ich den Okularauszug an meinem ED80 durch ein kürzeres, aber besseres Modell ersetzt hatte.

Caveat: In den letzten zwei Monaten, seit ich das gebraucht gekauft hatte, hatte ich noch keine Chance, das Prisma am Planet zu testen und zu sehen, wie gut es wirklich bei Höchstvergrößerung ist, oder ob die Dachkante des verbauten Prismas Reflexionen verursacht. Gute Kritiken hat es jedenfalls.

Die wirtschaftlich sinnvollere Variante ist wohl, einen guten 2"-Zenitspiegel für Astro zu kaufen, und noch ein 32mm 1,25" Plössl Okular plus 1,25" Amiciprisma für tagsüber. Wenn du das 36mm Hyperion Okular nimmst, da ist auch ein Adapter dabei, um es als 1,25"-Okular zu benutzen. Dann ist der Bildrand etwas undefiniert, aber das Feld ist immer noch etwas größer als mit einem reinen 1,25"-Okular.

Beste Grüße,
Alex
 
Große Austrittspupille ist ja bei den Vogaben eher Naturbeobachtung, mehr wie 5mm wird man bei Vollmond schlecht erreichen ... aber wen interessiert das am Tage beim 7x50 Fernglas?
Vielleicht mal die Formeln raussuchen? Okularbrennweite durch Öffnungsverhältnis gleich Austrittspupille. Dazu noch einen Bildfeldsimulator und abwägen Nutzen und Preis.

Gruß Frank
 
Links dazu:
Grafisch: Sternfreunde Münster - Okularrechner/Teleskoprechner, Auswahl von über 600 Okularen
Tabellarisch: Berechntet Vergrösserung Gesichtsfeld, Austrittspupille und sinnvolle Vergrösserung

Die 7mm lohnen sich, wenn man die Augen noch weit genug aufkriegt und unter dunklem Himmel unterwegs ist. Beim Fernglas haben sie tagsüber den Vorteil, dass man das Bild nicht so leicht aus den Augen verliert, man wackelt.

Ich benutze auch unter Alpenhimmel nur das 36mm und habe noch nie das Bedürfnis gehabt, auf 50mm zu gehen, auch wenn dann irgendwelche schwachen, ausgedehnten Nebel vielleicht etwas besser gehen. Und für Tiere bei Nacht habe ich das Teleskop noch nie genutzt...

Übrigens als Warnung: Wenn die Austrittspupille größer ist als die Pupille vom Auge, verliert man tatsächlich Licht und sieht weniger Sterne. Von daher ist man mit rund 5mm Austrittspupille (also 36-42mm Brennweite, je nach Teleskopbrennweite) ganz gut dabei. Wichtig: Die Austrittspupille eines Okulars ändert sich mit der Teleskopbrennweite (siehe Franks Formel), also erst auf das Teleskop festlegen, dann die Okulare passend wählen.

Beste Grüße,
Alex
 
Beim Teleskop werde ich mich zwischen den beiden erwähnten oder dem neuen 80/600er von Sky-Watcher entscheiden.
Beim Neiger würde ich einfach den Benro einplanen - vor allem wenn @Antares ihn empfiehlt und der für meine visuelle Nutzung okay ist.
Hi Ralf
vorsicht... die Volksapos, 80/600 von einst haben keine einschiebbare Taukappe. Das macht einiges an Länge und Transportabilität aus.
Für mich war das am Ende neben der Optik ein Grund für den deutlich teureren 80mm Willi.

Der Benro trägt den kleinen Photoline gut und es wackelt wenig. Ebenso trägt er mein 16x80 Fernglas und auch noch das 4,5 Kilo schwere 20x90.

Der 80mm schwingt nach, weil am äußeren Ende z.B. wie bei mir. ein 2" Zenitspiegel und große schwere Okulare, genutzt werden können.
Deren Hebelwirkung macht das schwingungsanfällig. Den Benro und ein längerer 80mm Apo empfehle ich deswegen ausdrücklich nicht, auch wenn Benro 6 Kilo Last angibt.
Für den 80iger mit leichter Montierung kommt in Betracht:
Giro Mini oder Ercole uä.. Technosky elle und div. Gabelmontierungen, die es bei den Händlern gibt.
Auch ginge eine Vixen Porta und ähnliche azimutale Montierungen, die aber alle z.T. deutlich sperriger sind.

Ggf kommen noch Videoneiger oder Gimbals in Betracht.
Nein ich arbeite nicht für Rollei, aber den hier habe ich auch: z.B. Rollei VH-9 Videokopf - Foto Erhardt

Der Gewichtsunterschied von meinen 72 auf 80 ist rd. 1 Kilo.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Klein & leicht: TS 72/432 oder SkyWatcher 72/420 EvoStar
Maximal: SkyWatcher 82 ED oder der ganz neue 80/600 EDX

Meine Favoriten, die Entscheidung kann ich noch nicht treffen. Ein C6i Stativ ist unterwegs, einen zweiten Händler hab ich mal angeschrieben, da der Erste noch nicht antwortet.
Würde ich auf einer Bergtour den Tubus einzeln transportieren, also weder Zenitspiegel / Amiciprisma daran befestigt lassen? Staubkappen für den Tubus, Zubehör vor Ort montieren? Ist das die normale Vorgehensweise? Mir geht es dabei in erster Linie um Baulänge und Gewichtsverteilung.

Diesen Ansatz werde ich beim Zubehör für die Erst-Ausstattung strikt verfolgen. Und die benötige ich doppelt: jeweils für Astro und Tagbeobachtungen! @Kerste schreibt, dass zuerst das Teleskop, dann die Okulare ausgewählt werden. Nachvollziehbar & verstanden, ich möchte etwas aus dem Abstrakten hier raus.

einen guten 2"-Zenitspiegel für Astro ... das 36mm Hyperion Okular
Für Astro hab ich das so richtig verstanden? Der Hyperion wäre ja 2" zum Zenitspiegel.
Wären Saturnringe damit bei idealen Bedingungen möglich? Wäre eines der genannten Teleskope dafür entscheidend?

ein 32mm 1,25" Plössl Okular plus 1,25" Amiciprisma für tagsüber
So lese ich die Erstausstattung für tagsüber. Würde sich beim Amici ein 45° Einblick anbieten? Wie geschrieben, nackte Erstausstattung um den theoretischen Pfad zu verlassen.

Den Benro und ein längerer 80mm Apo empfehle ich deswegen ausdrücklich nicht
Ich mag etwas Reserven. Der Benro wäre dann etwas an der Grenze. Und ist er nicht fotolastig? Gefühlt wäre ich (Laie) eher beim Rollei VH 9 Videokopf, wenn der sich wirklich mit dem Geschriebenen hier deckt.

Spannendes Thema, dank euch etwas Licht im Tunnel. Anfang März werde ich einen der Händler besuchen.
 
Hi!

Saturnringe gehen auch mit 70mm problemlos.

Das Zubehör wie Zenitspiegel und Sucher werden vom Teleksop demontiert, das sind jeweils nur ein oder zwei Klemmschrauben. Das braucht auch keine Zeit.

36mm bzw. 31mm (je nach finaler Teleskopbrennweite) Hyperion in 2" wäre für Astro; es liegt wie gesagt auch eine 1,25"-Steckhülse dabei, um es z.B. am 1,25"-Amici-Prisma zu verwenden.

Wenn das Amici nur für terrestrisch ist, würde ich 45° nehmen; für Astro 90°. Der einzige Unterschied zwischen Tag und Nachtbeobachtung ist das Amici, und ob du ggf. ein weiteres 1,25"-Okular für die niedrige Vergrößerung bei Tag brauchst.

Prinzipiell kannst du auch erst nur mit 1,25" und Amici starten, aber da gibt es halt nicht so viele, die bei 150x noch Spaß machen. Als ich meinen ED80 gekauft hatte, lag da ein 45° 1,25" Amici bei, das ich immer noch für tagsüber dabei habe. Hochvergrößerung mag das leider nicht (hatte aber auch keinen Aufpreis gekostet, von daher).

Beste Grüße,
Alex
 
Wären Saturnringe damit bei idealen Bedingungen möglich? Wäre eines der genannten Teleskope dafür entscheidend?
Hi Saturn siehst Du ab ca. 30 facher Vergrößerung klar vom Planeten getrennt. Aktuell wegen der Kantenstellung als Strich. Die Öffnung ist dafür quasi egal.
Ich mag etwas Reserven. Der Benro wäre dann etwas an der Grenze. Und ist er nicht fotolastig? Gefühlt wäre ich (Laie) eher beim Rollei VH 9 Videokopf, wenn der sich wirklich mit dem Geschriebenen hier deckt.
Reserven bei einer Montierung sind immer gut. Der 3 Wege-Neiger hat eine 2 stufige Verstellung der Bewegung für 3 Achsen. Die ist fein genug im auch über 100 fach gut nachzuführen - mit dem 72mm. Das Fotolastige ist, wenn man so will, die 3. Achse die verstellt werden kann aber nicht muss.
Der Videokopf hat keine Feinverstellung wie astronomische Montierungen. Hier muss alles mit dem Gefühl für die Bewegung kombiniert mit der Feststellung erfolgen. Das ist für manche Leute schon bei 50 fach schwer, für andere nicht.
cs
 
Wären Saturnringe damit bei idealen Bedingungen möglich? Wäre eines der genannten Teleskope dafür entscheidend?

Das Okular mit großer Brennweite ist hauptsächlich für die Übersicht.
Das ist eigentlich die Stärke kleinerer Teleskope mit kleiner Brennweite, mit viel sichtbarem Feld am Himmel spazieren gehen, sich z.B. Details der Milchstrasse oder Sternhaufen anzuschauen. Die nächste Stufe vom Fernglas.
Nimmt man es zu einem dunklen und vielleicht sogar hohen (wenig Atmosphäre) Beobachtungsplatz mit, kann man sich auch wunderbar viele Deep-Sky Objekte (Galaxien, Sterncluster, Nebel,..) ansehen.
Außerdem ist es perfekt, um kleine Dinge nach dem groben Anvisieren mit einem Rotpunktvisier o.ä. dann zu zentrieren.

Für die Detailbetrachtung von kleinen Objekten wie Planeten empfehle ich dir das hier, das hat sich da sehr bewährt, ist qualitativ gut und spart dir, 2-3 Detailokulare in diversen Abstufungen mitzuschlepen.

Vergrößerung = Teleskopbrennweite / Okularbrennweite -> für kleine (hoffentlich helle) Objekte wie Planeten brauchst du Vergrößerung
Austrittspupille (je größer desto heller, mehr Licht) = Objektivdurchmesser / Vergrößerung -> für lichtschwache Objekte brauchst du eine höhere AP, = niedrige Vergrößerung (und am besten soviel wie möglich Objektivdurchmesser).

Clear skies
Martin
 
TS 72/432 oder TS 80/560 wären heute meine Favoriten, zwischen denen ich mich entscheiden würde. Von SkyWatcher bin ich wegen dem Gewicht etwas weg. Wäre nicht kriegsentscheidend, aber auch die schlichte Optik der TS begeistert. Dazu etwas mehr Made in Germany ...

Zu sehen sind:
TS Photoline 72/432, William Optics 80/555 SD
Du bist schon fotolastig? Zumindest das abgebildete Set? Und wenn du jetzt nur ans "Beobachten" denken würdest, welche beiden Szenarien/Nutzungen lägen dann zwischen den von dir gezeigten Refraktoren? Da hänge ich bei meiner Entscheidung - die liegen für mich, wenn ich den Gesamt-Markt betrachte, ja nah beieinander. Kann ich mit dem Größeren noch "mit viel Feld am Himmel spazieren gehen" wie @Sleepair eben sehr schön schreibt? Geht der auch noch terrestrisch ganz gut im Vergleich zum 72/6? Maximal mit 60er Vergrößerung, eher weniger.
Die Nachfolge-Williams sind schon sehr teuer, dazu auch lang geworden - so bin ich auf das größere Photoline gekommen. Auf das treffen viele deiner Argumente zu: mobil, kurz, leicht ...

Der 3 Wege-Neiger hat eine 2 stufige Verstellung der Bewegung für 3 Achsen. Die ist fein genug im auch über 100 fach gut nachzuführen - mit dem 72mm. Das Fotolastige ist, wenn man so will, die 3. Achse die verstellt werden kann aber nicht muss. Der Videokopf hat keine Feinverstellung
Der Neiger/Montierung ... oder wie auch immer, liegt bei mir noch abstrakt. Eigentlich brauche ich die 3. Achse nicht, der Benro ist kapp vom Gewicht und ich lese zwischen den Zeilen, dass er beim 80er raus ist. Die Videoköpfte sind dann wieder raus. Ich hätte gerne ein leichtes Modell, mit dem ich als Anfänger ungeübt fein verstellen könnte.
Gefunden hab ich bei TS den hier:Teleskop-Express: TS-Optics Azimutale Montierung mit Feinverstellung für Teleskope bis 5 kg-TS-AZB2
Gewicht passt. Traglast passt. Bisserl filigran vielleicht - ich mag ja lieber Robusthamster. Und die asymetrische Anordnung find ich ungewöhnlich.
Außerdem den doch schweren Skywatcher AZ5.

Das ist eigentlich die Stärke kleinerer Teleskope mit kleiner Brennweite, mit viel sichtbarem Feld am Himmel spazieren gehen ... Die nächste Stufe vom Fernglas.
Nimmt man es zu einem dunklen und vielleicht sogar hohen (wenig Atmosphäre) Beobachtungsplatz mit
Für die Detailbetrachtung von kleinen Objekten wie Planeten empfehle ich dir das hier ... spart dir, 2-3 Detailokulare in diversen Abstufungen mitzuschlepen.
Danke für deine Erklärungen! Und die Gedanken. Da finde ich mich an vielen Stellen wieder. Und frage mich, ob du das sowohl für 72/432 als auch für 80/560 stehen lassen würdest. Außerdem mag ich beim Einstieg das Equipment übersichtlich zu halten. Für den Himmel werde ich das genannte Zoom-Okular in meinen imagninären Warenkorb legen!

Ich hab mir eine Planetenscheibe und ein Buch bestellt, um nächste Woche mal mit dem Fernglas auch praktisch loszuziehen.
 
Hallo Alex,

kann sein, dass ich mich da irre, ich meine das mal gelesen zu haben, aber ich bin noch nicht so lange dabei, dass ich den Volksapo von den Anfängen her kenne, daher lasse ich mich gerne korrigieren.

LG Olaf
Der hieß Volksapo weil er kein richtiger Apo war
Man hat Leistungsfähigkeit trotz Zweilinser mit dem ED Glas geschaffen.
Apos sind Tripplets und mit den gewöhnlichen Gläsern weniger schnell und Farbrein möglich wie mit Flouritglas oder jetzt gar ED Glas.
Die Frage ist auch was man sieht, das ist visuell schon mal weniger wie fotografisch, rotsaum visuell eher schwer, Blausaum wird man sehen. Muss man wohl drauf achten wo die Stärken liegen oder für Dinge bezahlen die man nicht braucht.

Gruß Frank
 
Und wenn du jetzt nur ans "Beobachten" denken würdest, welche beiden Szenarien/Nutzungen lägen dann zwischen den von dir gezeigten Refraktoren? Da hänge ich bei meiner Entscheidung

Geht der auch noch terrestrisch ganz gut im Vergleich zum 72/6?

frage mich, ob du das sowohl für 72/432 als auch für 80/560 stehen lassen würdest.

Du siehst das ganze glaube ich mittlerweile zu erkennen (weil ich leider auch dazu tendiere) ein bisserl zu verkopft/theoretisch.
Die (marginalen) Vor/Nachteile der 80er verglichen mit den 72ern haben hier ja schon einige die beides haben oder hatten dargelegt.
Entweder Gesamtsetup etwas leichter und etwas mehr Feld oder etwas mehr Brennweite+Auflösung.
Kann man in alle Richtungen weiterspinnen. z.B. würde ich, der nicht mit der Kraxe herumhirscht, mittlerweile zum kompakten 90er tendieren.
Alle diese vernünftigen kleinen Einsteiger-Apos lassen sich auch problemlos wieder verkaufen wenn's in eine andere Richtung geht.

Ich glaube was dir mehr helfen würde wäre mal so ein mobiles Setup live kennenlernen,
entweder in einem Laden oder noch weit besser, bei jemandem in deiner Nähe der dich das angreifen, hochheben und bestenfalls durchsehen lässt, je nachdem was in deiner Nähe ist (Beobachtungsabende, Sternwarten, oder vielleicht ein Sternfreund um die Ecke,...).


Clear Skies (wir sind hier leider seit 1 Woche im Sulz)
Martin
 
Es gibt die Richtlinie, dass man sich um die halbe Öffnung vergrößern sollte, um einen Unterschied deutlich zu sehen. Will sagen, du müsstest von 72 auf etwa 100-110mm gehen, damit es sich lohnt – wenn du bereits einen 72er hättest. Oder von 80 auf 120mm.

Du kannst auch mit 60mm schon Spaß haben! 80mm haben den Vorteil, dass man eben schon ein deutlich sperrigeres und teureres Gerät für ein Upgrade bräuchte, weshalb ich seit 20 Jahren nichts größeres angeschafft habe.

Zwischen rechnerisch 140x und 160x Maximalvergrößerung am Planet ist jetzt auch nicht der Riesenunterschied; das mach an Deep-Sky-Objekten schon eher was aus – im direkten Vergleich, wenn zwei Teleskope nebeneinander stehen. Von einer Nacht zur nächsten machen die Unterschiede in den Rahmenbedingungen fast schon mehr aus.

Von daher: Nicht zu viel Kopf machen, gutes, passendes Zubehör kaufen – und nicht ausschließen, dass das ja nicht das einzige Teleskop bleiben muss, wenn das Hobby Spaß macht.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich kenne den Kollegen hier nicht, vielleicht wissen ja die Experten hier Bescheid wie diese etwas älteren WO zu bewerten sind (Antares?),
aber falls du doch eher zu einem kompakten 72er (2.2kg) tendierts, günstiger kann man da kaum reinschnuppern:

Hier wird ihm passable visuelle Leistung bescheinigt:
 
Der Gewichtsunterschied von meinen 72 auf 80 ist rd. 1 Kilo.
Die (marginalen) Vor/Nachteile der 80er verglichen mit den 72ern
140x und 160x Maximalvergrößerung am Planet ist jetzt auch nicht der Riesenunterschied
dass das ja nicht das einzige Teleskop bleiben muss
Du kannst auch mit 60mm schon Spaß haben
Saturn siehst Du ab ca. 30 facher Vergrößerung klar

Ohne Ahnung von der Materie - bei den Zitaten muss ich zum 72/432 tendieren. Ich sehe kaum ein Argument, doch mehr Gewicht zum Einstieg schleppen zu müssen - ich werde damit fast ausschließlich mobil unterwegs sein. Und es wird ziemlich sicher nicht das einzige Teleskop bleiben, wenn ich meine anderen Equipments anschaue.

2 kg für den Tubus, 1 kg für Okulare, Amici & co., 2 kg fürs Stativ und 1,5 kg für die Montierung. Bei TS hab ich (subjektiv) ein ganz gutes Gefühl. Scheint wertiger bei der Mechanik als SkyWatcher, die FPL53er Gläser sind wohl ähnlich.

Ich danke euch! Sehr wertvolle "Wegweisung" ...
 
Hi Ralf
ja ich habe beide wie auf dem aktuellen Bild gezeigt, aber Du wirst lachen, ich mache bis auf gelegentliche Einzelbilder keine Astrofotografie mehr und nutze die Geräte visuell, wenn ich eben wenig schleppen will und /oder spontan. Im Urlaub wenn ich auf das Gewicht achten muss.

Die TS Montierung kenne ich nicht. Die Hebelwirkung des Teleskops bleibt. Zusammen mit geringerer Traglast sehe ich sie nicht mit einem 80mm f/7. Dann eher eine Giro Montierung, hier : Teleskop-Haus & Teleskop-tecnica oder hier: GiroM Giro Mini kompakte Montierung bis 9 Kg
Auch diese habe ich im Bestand, die hier z.B. ein 4,5 Kilo Glas trägt. http://www.deepsky-brothers.de/Bilder/armin/Equipment/P1010026.JPG

Der hier vorgestellte Williams 72 Megrez ist ein schönes Großfeldgerät, üblicherweise mit guter aber nicht perfekter Farbwiedergabe und sicher eine Überlegung wert. Es hat keine Rohrschellen und Schiene, die ich dem Fuß mit Fotostativgewinde vorziehe. So oder so kein Thema das nicht gelöst werden kann. Sucher könnte noch ein Thema sein.

Wie andere schon gesagt haben, schließe ich mich an und denke, dass Du alle Sachhinweise und -infos nun kennst.
Was Dir mehr liegt, wirst Du nur probieren und danach bewerten und entscheiden können.
Da das Stativ ja schon seht, wäre Teleskop und Montierung der nächste Schritt.

CS
 
Egal, ob es ein TS 72/432 oder TS 80/560 wird ...

Ich hab mir Gedanken um die terrestrische Nutzung oberhalb eines Fernglases gemacht. Beim TS 80 würde ich auf Grund einer sinnvollen minimalen Vergrößerung (auch im All) heute zu einem 36 mm Hyperion Okular in 2" tendieren (72° WW). Damit hätte ich ein Gesichtsfeld von gut 80 m auf 1.000 Meter, was ich doch noch paxistauglich finde. Und einen guten Sprung vom 7x40 EDF nach oben bedeuten. Das hat um die 130 m, die eh nicht genutzt werden.
Würde ich beim TS 72 dann auf ein 31 mm Hyperion umplanen (wegen der ähnlichen minimalen Vergrößerung) hätte ich auch die 80 m!
Das würde ja bedeuten, dass ich nur wegen der angedachten Naturbeobachtungen NICHT auf das kleinere Teleskop setzen MÜSSTE! Insgesamt ist eh gerade im Moment die schwere Montierung fürs 80er der Haken an der Sache. Das Zubehör wird gleich, das Stativ ist gesetzt, nur das Kilo am Tubus ist geschenkt ...

Dann wühle ich mich bei den Anbauteilen weiter durch. Brauche ich bei 14- oder 15-facher Minimalvergrößerung einen Sucher (bei Nacht)?
Amici-Prisma und Zenitspiegel erledigen den gleichen Job? Bilddrehung?
Amici kann ich nicht einsparen, da nehme ich die 45° für die Tagesbeobachtungen. Das Hyperion passt da ja auch rein. Zwischengedanke: ist das Hyperion denn mit seinem "Adapter" ein gleichwertiges 2" Okular oder ein Kompromiss? Die William Swan 2" Okulare gefallen als Alternative.
Beim Zenitspiegel schreibt ihr von "guten" Modellen. Ich denke, damit sind die 99 % Lichtdurchfluss gemeint, nicht die 90 %. Der soll 2" haben, was beim Amici ja doch richtig teuer würde. Und tendiere ich besser zum Zenitspiegel oder zu dem von @Kerste angesprochenen "T-2-Version vom Astro-Amici". Das nenne ich mal "richtig teuer".

Bei den Okularen denke ich unter dem für die Übersicht an das Hyperion Zoom in 8-24, und darunter der Schnapper des Tages - das von @Sleepair empfohlene 1,25" SVBony Zoom 3-8. Hier hab ich irgendwo von euch gelesen, dass bei der Vergrößerung 2" nicht funktioniert oder übertrieben wäre.
Das Hyperion 8-24 wackelt noch etwas, es müsste schon tagsüber auch im Amici Sinn machen.

Heute hab ich mich zum Online-Kurs hier angemeldet, um meine Fragen dauerhaft auf ein erträgliches Maß zu reduzieren ;-)). Außerdem empfiehlt der Händler, der meine mit fünf Stichpunkten beschrieben Präferenzen kennt, ich solle mir ein Mak kaufen ;-)).
 
Hallo

Die Okulare Hyperion 31 und 36 sind 2" Okulare, die sollte man wenn man nicht Bildfeld veflieren will auch an 2" Spiegel bzw Prisma betreiben .
Das ganze ist ja bei der Vergrößerung mehr ein Sucher,
Leuchtpunkt Sucher wäre ok.
Das Hyperion Zoom , weiß nicht ob man nachfokusieren muss wenn man zoomt, das gibt es auch ohne Nachfokusieren.
Für Hochvergrößerung eventuell ein 1.25 Zoll Zenitspiegel, Amici soll das nicht so ganz gut sein?
Wegen 8mm mehr Öffnung ein Doblett mit Fpl51 statt ein Triplett mit Fpl53 würde ich nicht machen, der 80/560 macht eher fotografisch... Niedrige Vergößerung Sinn. Das farbreinere wird dann am Planeten doch eher Punkten.

Gruß Frank
Gruß Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Na dann freue ich mich, dich in unserem Einsteiger-Kurs willkommen zu heißen – dann kannst du mich direkt anmailen ;)

Das Amici liefert ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild (also wie bloßes Auge oder Fernglas); ein Zenitspiegel oder -prisma ein aufrechtes, aber seitenverkehrtes Bild. Rechts und links sind also vertauscht.

Die Hyperion 31 und 36 bringen an 2" ihre volle Leistung. An 1,25" ist das Bildfeld kleiner (weil es durch die kleinere Steckhülse beschränkt wird), aber größer als bei einem echten 1,25"-Okular, weil sie eine verbreiterte Steckhülse und mehr Abstand zur Okularklemme haben. Also: Sie gehen auch an 1,25", volle Leistung bringen sie an 2".

Die Astro-Amicis taugen auch für astronomische Höcstvergrößerung, deshalb sind sie auch so teuer – daher mein Rat, 2"-Spiegel für volle Leistung bei Astro, und ein 1,25"-Amici für das Hyperion, das dann halt keine vollen 72° mehr hat, sondern nur noch 50° (36mm) bzw. 55° (31mm). Achtung: Es gibt auch 1,25" Amici-Prismen, die nicht die volle Öffnung nutzen. Da sieht man dann noch weniger. Das T-2-Amici ist wie gesagt okay mit dem 2" Übersichtsokular (vignettiert leicht), und wäre für Astro und Natur geeignet. Geht aber auch gut ins Geld, ich habe mir das auch nur gebraucht geleistet.

Ein Leuchtpunktsucher langt; das Hyperion Zoom ist ziemlich parfokal, man muss also nicht oder kaum nachfokussieren. Aber: Bei 600mm zoomt das von 25-75x, und bei 25x (eh nahe dran an den ~15x vom Übersichtsokular) ist das Bildfeld recht klein – das wächst mit steigender Vergrößerung. Ich hatte das auch mal am Teleskop, aber zumindest bei Astro habe ich den Zoom-Faktor selten gebraucht. Mittlerweile wechsle ich vom 36mm Hyperion (16x) direkt zum weitwinkligere 9mm Morpheus (66x) und habe das Hyperion Zoom an einem Spektiv. Da muss es also nicht unbedingt ein Zoom sein; bei der Höchstvergrößerung lohnt such das schon eher. Ich hatte den Fehler gemacht, weil ich am C8 vom Verein die selbe Okualrkombination gewohnt war – aber das Teleskop hat 2000mm Brennweite, da sind die Vergrößerungen 55x (36mm Hyperion) und 83-250x für das Zoom, da decken die beiden Okulare alles ab. Am kurzen Refraktor sieht das anders aus.

Beste Grüße,
Alex
 
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