Steinheil, München Refraktor

Danke Winnie! Der Verkäufer schrieb mir heute , das wären nur Staubpartikel! Man würde ein Staubhäufchen sehen,
welches hin -und herpurzelt! Wenn man das Rohr bewegt........
 
Also, ich hätte das Teil schon längst abgehakt.
Bist du da immer noch hinterher?
Ich denke, der Kollege wittert ein Geschäft und will auf Deubel komm raus Kohle scheffeln.
...und jetzt kommen eben die "Erklärungen"... - "Staubpartikel", jaja, alles klar...! :rolleyes:
 
@hasebergen :
Hannes, oben gibt es bereits die Identfikation dieser Optik als 108/1624 mm.

Ich versteh allerdings auch nicht, warum nicht mal einer so schlau ist, ein Lineal oder Zollstock mit zu fotografieren.
Moin Winnie

stimmt, habs auch gerade gesehen. Dann war wohl nur Klebstoff schnüffeln (7000€) im Spiel, das Tässchen Securit spart sich der VK wohl noch auf ;-)


Wenn tiptop, dann max 2000€ (Sammlerwert).

Grüßles Hannes
 
Hallo Hannes, hallo Winnie!
nachdem ich den Verkäufer über das Herstellungsjahr und die damalige Preisliste aufgeklärt hatte,
fragt er mich doch ernsthaft ,ob in der alten Preisliste von 1867 etwas über den jetzigen Wert steht!
Leider konnte selbst Steinheil vor knapp 160 Jahren wohl noch nicht die Zukunft voraussagen.......
 
Hallo Jürgen,
1867 gab es ja noch keine Mark als Währung in Deutschland? Waren das dann Gulden in Deiner Preisliste?
Gruß
Michael
 
Vielen Dank Winnie!
Leider hilft es dem Verkäufer ja auch nicht weiter, wenn ich ihm den Umrechnungskurs nenne.
Er wird wohl auf seinen 7000 Euro Preis beharren.
 
Weißt du, die fixe Idee vom Verkäufer, was das Teil denn mal neu gekostet habe, kannst du doch vergessen.
Der soll sehen, wo er mit dem Teleskop abbleibt. Wenn er es zu seinen Bedingungen nicht verkauft bekommt, ist es quasi gar nichts wert und ist im grunde nur Altmetall. So schade das auch ist.
 
Hallo zusammen, normalerweise halte ich mich ja bewusst aus solchen Preisdiskussionen heraus und auch wenn der Anbieter jetzt um 1000 Euro herunter gegangen ist. 6000.- Euro sind deutlich zu viel für dieses Teleskop, zumal es einige, erst später hinzugekaufte Komponenten wie OAZ, Okular, Tubausaufnahme, Stativ besitzt. Meine Obergrenze würde, unter der Voraussetzung, alle optischen Teile sind in Ordnung bei deutlich unter 1000.- Euro liegen. Schön auch wie die Angabe des genauen Baujahrs ohne Quellenangabe einfach verwendet wird - nächstes Mal schreib ich hier es wäre von 1608 - mal schauen was es dann kostet :-)
Gruß in die Runde,
Jürgen
 
Schon lustig, was hier an Preisvorstellungen für museale, antike Stücke herrschen ;)
Wenn man die Preise schon für Zeiss Optiken sieht, die auch nie mehr herunter gehen werden, dann werden echte Steinheils, die um Größenklassen seltener und älter sind, umso mehr wert sein, selbst bei dem bescheidenen Zustand. In USA würden sich viel eher Käufer finden, als hier im Konsumenten- und Schnäppchenjägerland BRD.
Natürlich bin ich nicht der Verkäufer und hätte auch kein Interesse, egal zu welchem Preis. Steinheil Optiken habe ich schon sehr durchwachsen erlebt. Im Gegensatz zu anderen alten, genialen Meistermanufakturen wie Zeiss, Goerz, Dollond. Immerhin war Steinheil eine reine Astromanufaktur (die meiste Zeit) und kein Gemischtwarenkonzern wie Zeiss oder Goerz, für die Astro eher Prestige-Aushängeschild war. Und war kein Militärlieferant. Und hatte dabei ein ähnlich riesiges Systemprogramm wie der große Z. Steinheil ist einfach ein Mythos, DER Sternwartenausrüster des klassischen 19.Jh. Europas, Riesenfernrohre; und das monozentrische Okular; und das Steinheil-Objektiv...
Aber natürlich sind irgendwelche noname Messing- oder Holzfernrohre wertlos (und auch optisch Schrott) und entsprechen damit schon eher der Preisvorstellung der hiesigen User. Für einen Wert sollte es schon etwas von historischer Bedeutung sein, wie die Genannten, oder natürlich Fraunhofer selbst.
Merz oder Busch sind auch nichts Besonderes.
 
Hallo lexxy, da hast Du aber einiges zusammen in einen Topf geworfen. Steinheil hatte natürlich genauso wie Utzschneider (später Merz) oder selbst Dollond ein breites Portfolio an Waren im Angebot - also nicht nur Astro. Wobei ich aus heutiger Sicht sicher die Steinheil-Spektrographen für die Bereiche Astro und Chemie an erster Stelle nennen würde. Steinheil war vor allem im 2. Weltkrieg und noch bis in die 1980iger ein bedeutender Rüstungszulieferer. Über die Qualität der Instrumente der hier genannten Protagonisten kann gerne diskutiert werden - Pauschalisieren macht aber glaube ich wenig Sinn. Viele Innovationen gingen gerade von den "noname" Herstellern aus und dieser Umstand macht ihre Instrumente auch aus heutiger Sicht auch so interessant. Ich möchte hier nur die frühen dialytischen Fernrohre oder die Entwicklung der Mikroskope nennen. Das Unternehmen Steinheil betrieb meines Wissens nach keine eigene Glashütte und musste entweder Rohglas oder bereits bearbeitet optische Komponenten zukaufen (z.B. von Merz). Vielleicht erklärt sich auch daraus die schwankende Qualität der Steinheilschen Großobjektive. Steinheil war wie z.B. Ertel eines jener Unternehmen, welche ihre Gründungsjahre bereits im frühen 19. Jahrhundert hatten und bis weit in das 20ste Jahrhundert hinein am Markt bstanden. Busch, Goerz und andere gingen im späteren Zeiss Kombinat unter. Diese Unternehmen würde ich gesondert betrachten und eher in die zweite Generation der bereits hoch industrialisierten optischen Betriebe stellen.
Gruß in die Runde, Jürgen
 
@ lexxxy
ich empfehle gern dieses Werk, da findest Du neben Astroartikeln auch Meternormale, Waagen, Refraktometer, Kugelspritzen, Tauchspindeln, Elektrische Uhren, na reicht glaube ich, muß ja nicht das ganze Buch abschreiben.

Grüße
speul
 
ich empfehle bezüglich der Datierung von Steinheil Optiken noch folgendes Werk:
Hartmug Thiele: Fabrikationsbuch Steinheil-Objektive. Alle Objektive von Steinheil von 1855 bis 1989 von Nr. 1 bis 2.408.328 mit Beschreibung,Astro-, Fernrohr- und Photo-Objektive mit Einsatz in Kameras und Angabe der Kunden. 340 Seiten, Text in deutscher Sprache, 14,8 x 21 cm cm, 3. Auflage, München 2022, broschiert ca. 40.- €
 
Wieder was gelernt - vielen Dank! Ich hatte halt für die Zeit um 1840 einige Ankäufe Steinheils (Prismen, Linsen etc.) in den Merz-Geschäftsbüchern gefunden.
 
ich empfehle bezüglich der Datierung von Steinheil Optiken noch folgendes Werk:
Hartmug Thiele: Fabrikationsbuch Steinheil-Objektive. Alle Objektive von Steinheil von 1855 bis 1989 von Nr. 1 bis 2.408.328 mit Beschreibung,Astro-, Fernrohr- und Photo-Objektive mit Einsatz in Kameras und Angabe der Kunden. 340 Seiten, Text in deutscher Sprache, 14,8 x 21 cm cm, 3. Auflage, München 2022, broschiert ca. 40.- €
Hallo Jürgen,

gbt es in dem Buch auch etwas über die Steinheils Okulare?

Und wenn wir schon bei den Historica weilen, gibt es auch etwas zum Thema Plössl?
Physisch besitze ich ein Zugtubus Fernrohr, ein kleines galileisches Fernrohr und ein galileisches Fernglas.
Das urprüngliche Plösslokular, wie in seiner Preisliste beschrieben, habe ich noch nirgendwo gesehen.


LG,
Jiri
 
Hallo Jiri, leider nein. Es geht nur um die Objektive und den entsprechenden Nummernkreis. In den Steinheil Astro-Katalogen dagegen, vor allem aus den 1920er Jahren werden die Okulare mit den entsprechenden Abbildungen recht gut beschrieben. Suchst Du da etwas spezielles? Leider habe ich so gut wie nichts zu Plössl. Ich schau aber nochmal nach. Gruß in die Runde, Jürgen
 
Ist ja lustig, bin gerade über diesen Thread gestolpert und sehe, dass das Angebot immer noch online ist - und immer noch zum Fanta-Preis...:)
Ich denke auch in dem Zustand sind 700 realistischer. Das Ding wird also noch lange drin stehen.....oder : jeden Morgen steht ein Dummer auf...;)
 
Hallo,
der Besitzer von dem Steinheil Teleskop schrieb mir, das er einen Interessenten hätte , der 2500-3000 zahlen würde.
Anscheinend hat dann wohl Jemand auch das Objektiv ausgebaut und gereinigt. ( siehe Fotos)
Gruß
Michael
 
Hier die Fotos.
 

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