Askar bringt endlich den SQA130

Hallo zusammen,

was ich noch vergessen hatte.
Der Test auf der optischen Bank war ja offensichtlich in Autokollimation gegen einen Planspiegel.
Also im doppelten Durchgang wo sich Fehler doppelt so stark zeigen als sie eigentlich sind.
Das sollte man bei der Bewertung unbedingt berücksichtigen.

Grüße Gerd
 
Genau das ist die eigentliche Frage sehen wir die kleineren Sternabbildungen auf langbelichteten Deepskyaufnahmen überhaupt.

Beispiel können wir Kugelsternhaufen hierdurch besser auflösen?

Frage an Gerd_Duering:
Ist es vom Produktionsaufwand her aufwendiger/ teurer ein 130 mm Triplet herzustellen plus Flattener/Reducer gegenüber einem 130er Duplet mit festem zweilinsigen internen Korrektor?
Der Durchmesser des Feldebeners beträgt dann ja häufig nur noch ungefähr ca. 60 mm.
Die dritte Linse eines Tripletobjektives muss ja trotzdem 130 mm Durchmesser haben.

Der feste Korrektor eines Flatfield ähnlichem Designs kann sicherlich ohnehin etwas einfacher mit größeren Toleranzen hergestellt und positioniert werden.
 
Genau das ist die eigentliche Frage sehen wir die kleineren Sternabbildungen auf langbelichteten Deepskyaufnahmen überhaupt.

Beispiel können wir Kugelsternhaufen hierdurch besser auflösen?

Hier spielt die Abtastung also die Pixelgröße die entscheidende Rolle.
Mit kleineren Pixeln an der gleichen Optik kann man Kugelsternhaufen durchaus besser auflösen, wenn es das Seeing und die Qualität der Optik hergeben.
Man muss dann allerdings deutlich länger belichten.
Halbe Pixelgröße an der gleichen Optik bedeutet doppelte Auflösung aber 4 fache Belichtungszeit
Das geht solange bis die Beugung der Flaschenhals wird und das ist erst dann der Fall wenn die Öffnungszahl dem 3,6 fachen der Pixelgröße in mµ entspricht.
Bei F5 kann man zb.mit bis zu 5/3,6 = 1,38µm kleinen Pixeln arbeiten bevor die Beugung zum limitierenden Faktor wird.
Man müsste dann allerdings bei DS sehr lange belichten bzw. hätte wegen der kleinen Pixel bei gegebener Belichtungszeit ein schlechtes Signal / Rauschverhältnis.

Ist es vom Produktionsaufwand her aufwendiger/ teurer ein 130 mm Triplet herzustellen plus Flattener/Reducer gegenüber einem 130er Duplet mit festem zweilinsigen internen Korrektor?

Das kommt ganz darauf an ob das System im Ganzen korrigiert ist so wie ein Petzval und damit ein echter 4 Linser ist oder ob es lediglich ein für sich korrigiertes Doublet ist dem ein Flattener nachgeschaltet ist.
Ist letzteres der Fall dann wäre das Doublet weniger aufwendig als ein Triplet egal ob man den Flatter nun extra als Zubehör mitliefert oder gleich fest mit einbaut.

Im Ersten Fall also bei einem echten in sich korrigierten 4 Linser ist dieser deutlich aufwendiger als das Triplet.
Auch dann wenn der 4 Linser aus 2 Gruppen mit hinten liegender Linsengruppe besteht.
Hier sind die Anforderrungen an die Zentrierung und Linsenabstände sehr hoch was es schwierig und entsprechend aufwendig und teuer macht solche Systeme zu fertigen.
Dafür sind echte 4 Linser dem Doublet mit Flattener weit überlegen.
Der Farblängsfehler und der Gaußfehler bei schnellen Systemen ist hier wesentlich besser korrigiert.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Vorstellung ist, daß für ein großes 130er Triplet (mit oprionalen Flattener als zusätzliches Bauteil) die Toleranzen beim Objektiv geringer sein müssen als für ein Flatfiel-Duplet mit fest verbauten Flattener.
Lässt man mal die Verkippung außen vor sind die Abstände bei der zweiten Bildfeldebener Gruppe wahrscheinlich noch bei Versatz im Millimeterbereich genau genug.

Im Triplet müssen alle 3 Linsen exakt ausgerichtet sein.
 
Im Triplet müssen alle 3 Linsen exakt ausgerichtet sein.

Das müssen sie beim echten 4 Linser natürlich auch.
Hier sind genau wie beim Triplet alle 4 Linsen unverzichtbarer Bestandteil de Objektivs, egal ob sich alle 4 Linsen vorn in einer Gruppe befinden oder ob sie in 2 oder 3 Gruppen angeordnet sind. Hier ist die hintere Linsengruppe nicht einfach nur ein Feldkorrektor, sondern unverzichtbarer Bestandteil des Objektivs.
Beim Triplet kann man ja auch nicht einfach eine Linse weglassen.

Ganz anders beim Doublet mit Flattener.
Das Doublet ist für sich korrigiert und auch allein voll funktionsfähig der Flattener ist lediglich Zubehör und nicht Bestandteil des Objektives.

Beim echten 4 Linser wo alle 4 Linsen Bestandteil des Objektivs sind ist nicht nur Verkippung und Linsenabstände kritisch, sondern auch die Zentrierung.
Das vernünftig hinzukriegen ist bei mehreren Gruppen sogar noch anspruchsvoller als wenn alle 4 Linsen in einer Gruppe verbaut sind.

Grüße Gerd
 
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