Genau das ist die eigentliche Frage sehen wir die kleineren Sternabbildungen auf langbelichteten Deepskyaufnahmen überhaupt.
Beispiel können wir Kugelsternhaufen hierdurch besser auflösen?
Hier spielt die Abtastung also die Pixelgröße die entscheidende Rolle.
Mit kleineren Pixeln an der gleichen Optik kann man Kugelsternhaufen durchaus besser auflösen, wenn es das Seeing und die Qualität der Optik hergeben.
Man muss dann allerdings deutlich länger belichten.
Halbe Pixelgröße an der gleichen Optik bedeutet doppelte Auflösung aber 4 fache Belichtungszeit
Das geht solange bis die Beugung der Flaschenhals wird und das ist erst dann der Fall wenn die Öffnungszahl dem 3,6 fachen der Pixelgröße in mµ entspricht.
Bei F5 kann man zb.mit bis zu 5/3,6 = 1,38µm kleinen Pixeln arbeiten bevor die Beugung zum limitierenden Faktor wird.
Man müsste dann allerdings bei DS sehr lange belichten bzw. hätte wegen der kleinen Pixel bei gegebener Belichtungszeit ein schlechtes Signal / Rauschverhältnis.
Ist es vom Produktionsaufwand her aufwendiger/ teurer ein 130 mm Triplet herzustellen plus Flattener/Reducer gegenüber einem 130er Duplet mit festem zweilinsigen internen Korrektor?
Das kommt ganz darauf an ob das System im Ganzen korrigiert ist so wie ein Petzval und damit ein echter 4 Linser ist oder ob es lediglich ein für sich korrigiertes Doublet ist dem ein Flattener nachgeschaltet ist.
Ist letzteres der Fall dann wäre das Doublet weniger aufwendig als ein Triplet egal ob man den Flatter nun extra als Zubehör mitliefert oder gleich fest mit einbaut.
Im Ersten Fall also bei einem echten in sich korrigierten 4 Linser ist dieser deutlich aufwendiger als das Triplet.
Auch dann wenn der 4 Linser aus 2 Gruppen mit hinten liegender Linsengruppe besteht.
Hier sind die Anforderrungen an die Zentrierung und Linsenabstände sehr hoch was es schwierig und entsprechend aufwendig und teuer macht solche Systeme zu fertigen.
Dafür sind echte 4 Linser dem Doublet mit Flattener weit überlegen.
Der Farblängsfehler und der Gaußfehler bei schnellen Systemen ist hier wesentlich besser korrigiert.
Grüße Gerd