Mittenmarkierung auf dem Fangspiegel - Offset oder geometrische Mitte?

Ich vermute, der Anblick ist abhängig davon, wie ich die Offset-Position erreichen möchte.

Bei Einstellung nur über FS (entsprechend versetztes Aufkleben auf der FS-Fassung) hat dies keine Auswirkung auf die Spinne. Wenn ich jedoch den FS zentrisch in/auf der FS-Fassung habe muss ich zur Erreichung der korrekten Offset-Position die Spinne verstellen. Diese sitzt dann nicht mehr zentrisch im Tubus.

Viele Grüße
Werner
 
Ich vermute, der Anblick ist abhängig davon, wie ich die Offset-Position erreichen möchte.

Bei Einstellung nur über FS (entsprechend versetztes Aufkleben auf der FS-Fassung) hat dies keine Auswirkung auf die Spinne. Wenn ich jedoch den FS zentrisch in/auf der FS-Fassung habe muss ich zur Erreichung der korrekten Offset-Position die Spinne verstellen. Diese sitzt dann nicht mehr zentrisch im Tubus.

Viele Grüße
Werner
Die Auswirkung auf die gespiegelten Fangspinnen-Arme würde ich umgekehrt beschreiben, da nicht der Tubus sondern die optischen Achsen die Referenz sind: Das was sich mittig vor einem Spiegel befindet, wird auch mittig gespiegelt. Wenn der Fangspiegel mit Offset versetzt aufgeklebt ist, befindet sich die kurze Achse nicht mehr mittig unter der Spinne. Diese kann dann nicht mehr mit dem Fadenkreuz fluchten. Wenn der Fangspiegel aber mitsamt Spinne versetzt wird, fluchten dagegen beide Fangpinnen-Arme weiterhin mit dem Fadenkreuz.
 
Ich stelle mir in diesem Fall den FS einfach als großflächigen Spiegel vor der alles was vom HS ankommt um 45° umlenkt. Damit spielt für die Betrachtung der Offset erst einmal keine Rolle mehr. Wenn die waagrechten FS-Streben dann nicht mit dem Ocal Hilfskreuz, Concenter o.ä. fluchten dann liegt es einfach an einer Verkippung des FS bzw. einer nicht optimalen optischen Achse zur mechanischen Achse des Tubus/FS-Spinne. Das hat meine Meinung nach nichts mit einem Offset zu tun.

CS,
Franz
 
Hallo @dave
DANKE für deine exakte Antwort!!
Ich hatte mich durch falsche bzw missverständliche Aussagen im Internet verleiten lassen (chatgpt war auch dabei), die 4mm aufzutragen.
Und viele Justieranleitungen benennen die Zusammenhänge mit dem Offset für schnelle Newtons sträflicherweise gar nicht oder nur mangelhaft. Von wegen, der FS muss zentrisch unter dem OAZ zu sehen und kreisrund sein … mit SharpCap und Weitwinkelkamera erst recht nicht.
Um genau zu sein: Wegen des Offset ist der FS nach erfolgreicher Kollimation kreisrund aber nicht konzentrisch unter dem OAZ zu sehen.
 
C-Good.jpg

In einen Cheshire müsste sich dieses Bild ergeben.
 
Hallo Ralf, ein mit Offset eingestellter Fangspiegel ist um diesen Abstand vom OAZ weg und Richtung Hautspiegel versetzt. Nach meiner Logik kann man den FS darum nicht genau zentrisch unter dem OAZ sehen, auch nicht mit einem Cheshire oder Concenter. Die Abweichung ist jedoch bereits bei einem F/5 so gering, dass es kaum Auswirkungen hat, wenn man den FS konzentrisch mit eigenem Auge unter dem Okular ausrichtet. Ab F/4 sieht man den Unterschied aber schon sehr genau. Bei deinen F/4,5 kannst du es dir dann wahrscheinlich frei aussuchen ohne Folgen. ;-)
 
Hier mal eine Kollimations-Anleitung, die diesen Unterschied klar vermerkt:
"A note on spider vanes in the view…………
When collimating the spider vanes, apart from the inistial stage of making sure they are holding the secondary mirror central, are not relevant to the collimation procedure. Ignore them – you should only be looking at the Cheshires cross hairs and making sure that the cross hairs intersect the primary mirror centre spot.
...
Fast scope (f5 and above ) collimation pattern note the offset" (siehe dort die Grafik dazu!)
 
Hier noch mal die Ausgangslage vor dem finalen justieren des Hauptspiegels. Dabei wird der Fangspiegel angehoben und im zweiten Bild ist über das Strahlenbündel auch der Offset zu sehen!
 

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Hier ist ja ganz schön was los....
Das Bild im Post 35 zeigt es eigentlich ganz gut. Die optische Achse des OAZ und die des Hauptspiegels treffen den Offsetpunkt (um den Offset versetzten Punkt der geometrischen FS-Mitte) des FS: der Spiegelabschnitt unten links ist länger als der oben rechts. Wenn ich jetzt durch den OAZ schaue - und die Höhe des FS ist korrekt eingestellt - dann sehe ich den FS als Kreis, der zentrisch zum OAZ ist. Zentrisch zum OAZ weil: die Höhe (Abstand zum Tubusende) korrekt eingestellt ist. Als Kreis weil: ein 45°-Kegelschnitt ergibt immer einen Kreis, wenn ich um 45° auf die Schnittfläche schaue.
Wenn der FS richtig eingestellt ist, dann sehe ich den HS (mehr oder weniger) zentrisch im FS. "Mehr oder weniger" weil: das ist nicht das Justagekriterium des FS. Das Justagekriterium ist: Zentrum OAZ muss mit optischem Zentrum des HS übereinstimmen. Da im Normalfall das geometrische und das optische Zentrum des HS identisch sind, erscheint der HS zentrisch im OAZ (und im FS). Abweichungen kommen von allen Toleranzen im System. Es ist also nicht das Justagekriterium, dass alle drei Kreise zentrisch sind. Wenn sie es sind, dann ist es perfekt. Wenn sie es nicht ganz sind, dann geht keine Welt unter.
Zu den Fangspinnenarmen: In den meisten Fällen ist der FS um den Offset verschoben auf dem FS-Träger montiert. Der FS-Träger ist zentrisch im Tubus und somit ist auch die Montage-Rondelle für den FS-Träger ist zentrisch im Tubus montiert. Die simple Aufgabe des FS ist, dass wir möglichst einfach auf den HS schauen können - mehr nicht. Wir sehen also das (durch den HS fokussierte) Licht, das vom HS kommt, resp. das unfokussierte Licht, das auf den HS fällt. Das unfokussierte Licht, das auf den HS fällt, können wir uns in Gedanken auch anders vorstellen: wir stehen hinter dem Tubus und demontieren den HS. Jetzt sehen wir das Licht, das auf den HS kommt. Zusätzlich sehen wir den FS und die Spinne. Wie sieht der FS aus? Da wir im optimalen Fall unter 45° auf den FS schauen, sehen wir einen Kreis... Ist der Kreis zentrisch oder nicht? Klar, er ist exzentrisch, da er ja um den Offset versetzt (auf dem zentrischen FS-Träger) montiert wurde. Und die Fangspinne? Die ist und bleibt zentrisch.
Matula81 hat es im Post26 unter Punkt 5 bezüglich Justage gut beschrieben: ....Jackpot.... das sind die Justagekriterien - der Rest ergibt sich.
BTW: die Anleitung von Ocal beschreibt es eigentlich recht gut. Ich finde die Formulierung jedoch teilweise etwas suboptimal....

CS David
 
Hallo zusammen,

als kleiner Zusatz noch die folgenden Bemerkungen:

Präzise Offseteinstellung spielt bei rein visueller Beobachtung keine so große Rolle. Man kann alle optischen Achsen auch bei fehlerhaftem Offset am Stern so justieren, dass im Zentrum des Gesichtsfeldes keine Justagefehler sichtbar werden.

Zu Mißverständnissen kommt es außerdem häufig mit Effekten beim FS-Schatten (v.a. bei sehr schnellen Systemen mit F3-F4). Dieser kann aus geometrischen Gründen (siehe entsprechende Abbildungen und Erklärungen weiter oben) bei korrekt eingestelltem Offset intra-/extrafokal niemals zentrisch erscheinen.

Viele Grüße
Werner
 

Präzise Offseteinstellung spielt bei rein visueller Beobachtung keine so große Rolle. Man kann alle optischen Achsen auch bei fehlerhaftem Offset am Stern so justieren, dass im Zentrum des Gesichtsfeldes keine Justagefehler sichtbar werden.

Viele Grüße
Werner

Wieder missverständlich!
Um genau zu sein spielt der Offset überhaupt keine (!!!) Rolle in der Sternenabbildung - das leuchtet auch ein, wenn man bedenkt, dass der Fangspiegel Licht einfach nur um 45° reflektiert.
Wenn der richtig ausgerichtet ist (kollimiert), bewirkt der Offset einfach nur den idealen Schnitt im Lichtkegel, verbessert also die Ausleuchtung des Bildes, weil der Lichtkegel geometrisch perfekt “abgeschnitten” wird.
Nichts anderes… egal ob visuell oder fotografisch. Der Offset verbessert oder verschlimmert die Sternabbildung nicht!

Gruß
Ernie
 
Hallo,

Einfach zum testen eine Frage:

Muss der Fangspiegel näher zum HS oder weiter weg wenn der Fokus weiter raus soll?

Aktuel habe ich 3mm möchte aber versuchen den Imagetrain etwas aus dem Strahlengang zu holen.

Der HS kann nicht mehr verstellt werden.

CS Vincent
 
Hallo Vincent,

die Fokusposition kannst du nur über die Position des HS im Tubus verändern. Wenn du den HS weiter in den Tubus bringst, wird die Fokusposition weiter nach außen gelegt.
Das kannst über das Reinschrauben der Justageschrauben erreichen.
Da du am HS keine „Luft“ mehr hast, kannst du alternativ den Komakorrektor weiter außen klemmen.

Viele Grüße, Tobias
 
Hallo, Ja aber dann wandert ja der OAZ trotzdem wieder weiter in den Strahlengang. Aber danke, das werde ich mal versuchen.

CS Vincent
 
Wenn der Fokus weiter raus soll, dann muss die Distanz HS zu FS verkürzt werden (aber achtung...). Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
  • HS in Richtung FS verschieben. Das scheint im konkreten Fall jedoch nicht möglich zu sein.
  • FS in Richtung HS verschieben... Aber der OAZ sollte um den gleichen Betrag mit verschoben werden. Ich nenne es jetzt einmal "sollte". Wenn mann es nicht macht, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Spinne nicht mittig ist. Ev ist da noch etwas Spiel in der OAZ-Befestigung. Das kann ausgenutzt werden. Das macht jedoch höchstens 0.5-1mm aus.
Ich habe heute noch etwas geometrische Optik betrieben: Ausgangslage war mein 8"f4-Newton in theoretisch optimaler Ausgangslage (was in der Realität natürlich nie zutrifft). ich habe dann den FS um 2mm in Richtung HS beschoben und dann das System kollimiert, was problemlos möglich war. Es gab da ein paar interessante Details. Ich muss zuerst die Daten aufbereiten bevor ich sie hier einstellen kann.

CS David
 
Ok, leider war die PDF-Umwandlung etwas suboptimal. Ich muss da nochmals ran. Das wird jedoch erst am Montag wieder möglich sein.

CS David
 
Ok, es hat etwas länger gedauert....
Ich habe meinen 8"f4-Newton als Vorlage genommen. Im ersten Schritt ist alles perfekt angeordnet:

1781201407598.png


Hier ein Ausschnitt beim Fangspiegel:
1781201511326.png

Der reflektierte Strahl vom HS kommt schön ausgemittet auf dem FS an und wird mittig durch den OAZ geführt. Rechts vom FS habe ich die horizontale Strebe des FS-Spinne eingezeichnet.
Wenn wir jetzt durch den OAZ schauen, sehen wir den FS als Kreis, zentrisch zum OAZ. Auch den HS sehen wir zentrisch im FS. Und die FS-Spinne? Die ist ebenfalls schön mittig. Und der FS-Schatten? Der ist natürlich um den Offset aus dem Zentrum versetzt. Ok, ich habe den Offset falsch vermasst: der Offset ist der Achsversatz und im konkreten Fall sind das 4.1mm. Die 5.8mm ist der Versatz des FS auf dem FS-Träger (Wurzel aus 2 mal 4.1).

Im nächsten Schritt verschieben wir den FS in Richtung HS, damit der Fokus weiter aus dem Tubus kommt. Ich habe da einmal exemplarisch 4mm genommen, was real zu viel ist. Es geht bei diesem Beispiel zu zeigen, was passieren wird. Bei einem grösseren Betrag wird es deutlicher sichtbar (und die Gefahr von Zeichnungsfehlern reduziert sich...).

Ok, das sieht dann in der Übersicht so aus:

1781202320145.png



und beim Fangspiegel:

1781202545990.png


Zuerst: ja, das Ziel haben wir erreicht: der Fokus liegt genau 4mm weiter aussen.
Der Strahl auf dem FS wird etwas grösser, ist aber immer noch - dank dem Offset - mittig auf dem FS. Durch den OAZ blickend ist der FS immer noch kreisrund, aber nicht mehr zentrisch zum OAZ. Der Strahl beginnt zu vignetieren. Das ist jedoch kein Problem, da jetzt die Justage beginnt. BTW: die FS-Spinne ist immer noch zentrisch.
Für die Justage setzten wir gedanklich einen Justierlaser ein (mit einer Kamera ist das natürlich identisch - beim Laser müssen wir jedoch nur auf einen Einzelstrahl schauen).
Den Laser setzten wir zentrisch im OAZ ein. Der Justierstrahl kommt also entlang der hellblauen Mittellinie und wird durch den verschobenen FS früher umgelenkt. Er trifft also auch 4mm höher auf dem HS ein.
Das korrigieren wir, indem wir den FS um ca. 0.2° im Gegenuhrzeigersinn drehen.

Das sieht dann so aus:

1781203228737.png


Durch das Schwenken des FS verändert sich der Einfallswinkel auf dem FS und die senkrechte hellblaue Mittellinie wird so umgelenkt, dass sie jetzt in der Mitte des HS auftrifft. Sie wird jetzt vom HS reflektiert (rot dargestellt). Da sie nicht mehr normal (senkrecht) auf den HS auftrifft, trifft der reflektierte Strahl weiter unten auf den FS (Einfallswinkel = Ausfallswinkel), wird reflektiert und kommt jetzt ziemlich schräg und versetzt durch den OAZ - für den Laserstrahl kein Problem.

Hineingezoomt sieht es dann so aus:

1781203864084.png


Gut, alles kein Problem - jetzt wird der HS eingestellt und zwar so, dass der Justierstrahl exakt wieder zum Startpunkt kommt. Dazu müssen wir den HS um 0.4° im Gegenuhrzeigersinn schwenken.

Das sieht dann so aus:

1781204206858.png



und im Detail:

1781204315786.png


Starten wir oben im Fokus: der Fokus ist wieder mittig im OAZ und ist - im Vergleich zum Ausgangszustand - 3.8mm weiter nach aussen versetzt. Ok, Ziel erreicht könnte man jetzt sagen.
Beim OAZ gibt es keine Vignetierung - tiptop
Aber jetzt geht es los: der Offset am FS ist zu gross - der HS wird nicht mehr zu 100% auf dem FS abgebildet.
Wie sieht es mit der FS-Spinne aus? Die erscheinen jetzt aus der Mitte versetzt - sie sitzt zu tief. Gedanklich können wir wieder von hinten durch den Tubus schauen - diesmal leider leicht schräg. Das führt zu den versetzten Spinnenarmen, denn die sind ja am Tubus fixiert.

Zwei Punkte fallen auf:
  1. Der Versatz der horizontalen Spinnenarmen ist mehr als der FS-Spiegel verschoben wurde
  2. Die horizontalen Spinnenarmen werden 20% breiter (ich habe die Breite auf 1mm gesetzt) - die beiden senkrechten verbleiben in der ursprünglichen Breite von 1mm.
Was sehen wir, wenn wir jetzt durch den OAZ schauen?
  1. der FS ist fast rund (die Abweichung wird man ohne Kamera und Hilfskreise wohl kaum erkennen)
  2. der HS ist definitiv nicht zentrisch im FS
  3. der HS wird vom FS beschnitten
  4. die horizontalen Arme der FS-Spinne sind nicht mittig

Ok, was zeigt das Beispiel?
Es macht auf jeden Fall Sinn, die Höhe des FS korrekt einzustellen. Je weniger wir an FS und HS korrigieren (schwenken) müssen, desto näher kommen wir dem Ideal.
Das Ideal heisst: OAZ, FS und HS sind zueinander zentrisch. Die FS-Spinne ist ebenfalls zentrisch.

Realistisch heisst das: Das Ideal werden die wenigsten an ihren Geräten erreichen.....
Die Abweichung davon könnte als Qualitätskriterium der Teleskopmechanik interpretiert werden
Ein interessanter Ansatz wäre jetzt: wie stark müsste der FS abweichend von der korrekten Höhe eingestellt werden, damit die Fehler minimal werden?

Ich werde bei Gelegenheit das Ganze wiederholen und diverse mechanische Fehler einbeziehen. Dabei gilt es, die Höhe zu finden, die zu den geringsten Abweichungen führt.
Da das Wetter aktuell für AP nicht mitspielt, kann man die Zeit für solche Spielereien ja gut nutzen....

In diesem Sinne

CS David
 
Hallo David,

Realistisch heisst das: Das Ideal werden die wenigsten an ihren Geräten erreichen.....
Die Abweichung davon könnte als Qualitätskriterium der Teleskopmechanik interpretiert werden
Ein interessanter Ansatz wäre jetzt: wie stark müsste der FS abweichend von der korrekten Höhe eingestellt werden, damit die Fehler minimal werden?

Ich werde bei Gelegenheit das Ganze wiederholen und diverse mechanische Fehler einbeziehen. Dabei gilt es, die Höhe zu finden, die zu den geringsten Abweichungen führt.
Da das Wetter aktuell für AP nicht mitspielt, kann man die Zeit für solche Spielereien ja gut nutzen....
Schön mit deinen Abbildungen zusammengestellt. :y:

Man wird das Ganze rein mechanisch nur soweit ideal einstellen können, wie man u.a. in der Lage ist zu vermessen. Das fängt schon beim Aufkleben des FS auf die Fassung mit korrekt berechnetem Offset an. Und wenn beispielsweise der HS (oder die Spinne) nicht 100% zentriert im Tubus sitzt kommen andere kleine mechanischen Abweichungen dazu.

Das ist aber aus meiner Sicht nicht weiter schlimm, da eine finale Feinjustage der optischen Achsen (nicht der mechanischen Achsen!) am Stern erfolgen sollte. Diese erreichbare Genauigkeit ist wiederum abhängig vom Seeing. Hierbei gilt auch: Je größer der HS, desto mehr Turbulenz ist am Stern sichtbar und desto schwieriger wird die Feinjustage. Allerdings stellen sich automatisch gewisse Toleranzen ein, da kleine/kleinste Justagefehler ohnehin durch die Luftturbulenz nicht mehr identifizierbar sind.

Je größer die Abweichungen beider (optische/mechanische) Achsen sind, macht sich das lediglich auf die Orthogonalität und Genauigkeit bei der Goto Positionierung eines Teleskops bemerkbar.

Viele Grüße
Werner
 
David hat es wunderbar dargestellt! Nun müsste es jedem klar sein! Wichtig ist die Höhenverstellung des FS um HS und FS mittig und kreisrund zu bekommen. Nur der reflektierte Schatten des FS ist versetzt durch den Offset. Diese Grundeinstellung muß mit einem Cheshire oder Kamera gemacht werden. Erst danach funktioniert der Laser. Ist aber eigentlich nicht erforderlich!
Viele Grüße Frank
 
Hallo, tolle Veranschaulichung.

Mir ist es aber nicht möglich den FS rund zu bekommen.

Als Beispiel:

Ich kann entweder den Fangspiegel rund bekommen, dann passt aber die Spinne nicht mehr (Diese ist dann mit dem Ocal oder Ähnliches nicht deckungsgleich)

Oder der Fangspiegel müsste weiter in den Tubus hinein

Dieser sieht dann übertrieben so aus:

IMG_0192.jpeg


auch die Reflexion des Hauptspiegels ist dann nicht mittig, wird aber nicht abgeschnitten.

Dafür ist die Spinne deckungsgleich.


Was würdet ihr in diesem Falle empfehlen?

Die Sternabbildung unterscheidet sich da nicht wirklich.

Ob ich mir 3mm oder 8nm Höhe Justiere.


CS Vincent
 
Hallo David,


Schön mit deinen Abbildungen zusammengestellt. :y:

Man wird das Ganze rein mechanisch nur soweit ideal einstellen können, wie man u.a. in der Lage ist zu vermessen. Das fängt schon beim Aufkleben des FS auf die Fassung mit korrekt berechnetem Offset an. Und wenn beispielsweise der HS (oder die Spinne) nicht 100% zentriert im Tubus sitzt kommen andere kleine mechanischen Abweichungen dazu.

Das ist aber aus meiner Sicht nicht weiter schlimm, da eine finale Feinjustage der optischen Achsen (nicht der mechanischen Achsen!) am Stern erfolgen sollte. Diese erreichbare Genauigkeit ist wiederum abhängig vom Seeing. Hierbei gilt auch: Je größer der HS, desto mehr Turbulenz ist am Stern sichtbar und desto schwieriger wird die Feinjustage. Allerdings stellen sich automatisch gewisse Toleranzen ein, da kleine/kleinste Justagefehler ohnehin durch die Luftturbulenz nicht mehr identifizierbar sind.

Je größer die Abweichungen beider (optische/mechanische) Achsen sind, macht sich das lediglich auf die Orthogonalität und Genauigkeit bei der Goto Positionierung eines Teleskops bemerkbar.

Viele Grüße
Werner
Hallo Werner
Da liegste du natürlich richtig.

CS David
 
Hallo, tolle Veranschaulichung.

Mir ist es aber nicht möglich den FS rund zu bekommen.

Als Beispiel:

Ich kann entweder den Fangspiegel rund bekommen, dann passt aber die Spinne nicht mehr (Diese ist dann mit dem Ocal oder Ähnliches nicht deckungsgleich)

Oder der Fangspiegel müsste weiter in den Tubus hinein

Dieser sieht dann übertrieben so aus:

Den Anhang 557529 betrachten

auch die Reflexion des Hauptspiegels ist dann nicht mittig, wird aber nicht abgeschnitten.

Dafür ist die Spinne deckungsgleich.


Was würdet ihr in diesem Falle empfehlen?

Die Sternabbildung unterscheidet sich da nicht wirklich.

Ob ich mir 3mm oder 8nm Höhe Justiere.


CS Vincent

Hallo Vincent
Bei deinem Bild ist der HS rechts. So wie es aussieht, ist der Einfallswinkel (vom OAZ) auf den FS markant abweichend von 45°.
Kannst du ein reales Ocal-Bild einstellen?

CS David
 
Hallo,


IMG_0193.png


IMG_0005.jpeg



Das ist mit 7mm, da ist der FS weitestgehend rund.

IMG_0141.jpeg
IMG_0179.jpeg


Und das mit 3mm

Die Spinne ist deckungsgleich.


CS Vincent
 
3 und 7mm sind jeweils die Distanzen vom FS-Träger zur mittigen Montagerondelle der FS-Spinne - korrekt?
Hast du auf dem FS eine Markierung des Offsetpunktes? Wenn nicht, dann empfehle ich, dort mit Filzstift einen kleinen Punkt zu setzen. Der stört nicht, da er so oder so im Fangspiegelschatten liegt. Wenn du die Markierung hast, stelle ein gefaltetes Papier zwischen FS und HS in den Tubus. Dann mit dem Ocal (mit eingeblendetem Fadenkreuz) ein Bild mit Fokus auf den FS machen, damit der Offsetpunkt auf dem FS zu sehen ist. Dann wird sich schnell zeigen, ob die Höhe stimmt.

CS David
 
Hallo, genau, es ist der Abstand zwischen Ronde. der rote Kreis war mal eine angebliche Markierung aber der war riesengroß.

Wie genau wird die Höhe auf dem FS denn angezeichnet?

Gibt es dafür eine Anleitung für besondere **** wie mich?
Würde mir ggf. Um es besonders genau zu machen eine Schablone 3d drucken.
CS Vincent
 
Hallo Vincent
Du kannst dir eine Schablone drucken - ist aber nicht zwingend notwendig, da du die Markierung einmalig aufträgst. Du kannst das mit einem normalen Masstab machen. Einfach darauf achten, dass du ihn nicht auf den FS legst (so von wegen Kratzer...). 0.5mm Genauigkeit ist ok.

CS David
 
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