Tieferer Einstieg in das Hobby

Maple02

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich habe letztes Jahr angefangen, meine eigenen Astrobilder zu machen. Bisher besitze ich ein Dwarf-3-Smart-Teleskop. Und habe, seitdem ich es letztes Jahr angeschafft habe schon ein paar Bilder geschossen und mich mit Pre-Processing, Stacking und Post-Processing beschäftigt.
Mittlerweile habe ich den Anreiz bekommen, mir etwas anzulegen, was mehr "hands on" ist aber nicht zu überwältigend.
Was das Budget betrifft, ist meine Schmerzgrenze etwa 1.500 €, würde ich sagen.

Ich freue mich auf euren Input :D
 
Hallo,
welche Objekte möchtest Du aufnehmen? Mond und Planeten oder Deep Sky? Große Felder oder kleine Details? Mobiles, leichtes Setup oder Einsatzmöglichkeit mit kurzen Wegen (Garten, Balkon, Terrasse)? Wie gut ist der für Dich häufig erreichbare Himmel?
Und noch was: hast Du eine Fotoausrüstung (Mirrorless oder DSLR, festbrennweitige gute Objektive)?
Wenn Du formulieren kannst, was Du erreichen willst, wird man Dir sicherlich passende Antworten geben.
 
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Hallo @Maple02 ,

willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Tom / @Thomas_Pfleger hat schon einige wichtige Punkte kurz aufgezeichnet.
Ergänzend
Pre-Processing, Stacking und Post-Processing beschäftigt.
Mittlerweile habe ich den Anreiz bekommen, mir etwas anzulegen, was mehr "hands on" ist aber nicht zu überwältigend.
das ist schon ein gutes Stück mehr.
Deshalb, willst Du in die Langzeitbelichtung oder bei EAA (Dwarf-3) bleiben ?

Gruß
Mathias
 
Hi,
Danke für die Antwort @Thomas_Pfleger . Da ich bisher nicht wirklich die Option hatte Planeten richtig einzufangen hätte ich daran intresse, würde aber gerne auch die möglichkeit haben solide deepsky aufnahmen zu machen. Vielleicht dann eher eine art Alleskönner womit ich mich orientieren kann in welche Richtung ich spezialisierter gehen möchte. Das Setup muss nicht unbedingt leicht sein weil ich nicht allein bin und das Tragen aufgeteilt werden kann.
Mein go to Ort wo ich meine Aufnahmen meist gemacht habe ist an einem Feld. Mit dem Auto fahr ich etwa 5 minuten hin und lauf noch etwa 5 minuten zum Feldweg. Mein nähere Umgebung ist auf der Bortle Skala eine Klasse 5, Aber relativ in der nähe (etwa 1 Stunde fahrt) habe ich auch ein gebiet der Klasse 4.
Ich habe keinerlei Fotoequipment und starte demnach von 0.
Ich hoffe das prezisiert das ganze etwas.

@Linsensuppe (mbba18) Ich würde glaube ich gerne erstmal bei EAA bleiben.

Gruß Robin :)
 
Hallo Robin,

@Linsensuppe (mbba18) Ich würde glaube ich gerne erstmal bei EAA bleiben.
löblich ;).

Da ich bisher nicht wirklich die Option hatte Planeten richtig einzufangen hätte ich daran intresse, würde aber gerne auch die möglichkeit haben solide deepsky aufnahmen zu machen.
das beißt sich leider.
Für Planeten braucht es Brennweite.
Deep Sky macht meines Erachtens in der Fläche Spaß. Also weniger Brennweite.
So mal einfach gesagt.

Vielleicht dann eher eine art Alleskönner
die berühmte 'eierlegende Wollmilchsau'.
Gibt es leider so nicht.
Was der 'Wollmilchsau' nahe kommt, ist ein Newton.

Wenn Du bei EAA bleiben willst und raus fährst (musst) wird Dein angedachtes Budget knapp.
Mal grob aufgeführt was Du so brauchst:

- die Montierung, hier Stativ und Achsenkreuz gemeint. Da hast Du für EAA die Wahl zwischen Alt/AZ und EQ, beide Varianten in GoTo. EAA kannst Du auch mit Alt/AZ betreiben, aber da an die Bildfelddrehung denken. Wenn Dich diese stört bleibt nur EQ.
Für eine EQ Montierung würde ich Minimum die HEQ-5 Klasse anpeilen. Abhängig vom Teleskop. Geht auch kleiner.

- Teleskop, Deep Sky ein kleinerer Apo mit 400 bis 500mm Brennweite. Planeten ein Newton ab 750 und mehr Brennweite.

- Kamera, ich nutze eine mit IMX-Chip 585. Der Chip/Sensor ist zwar nicht übermäßig groß, aber Deep Sky und Planeten geht beides.
Plate-Solven kannst Du über die Hauptkamera.

- ein irgendwie gearteter Rechenknecht (Computer). Viele EAAler nutze die Asi Air. Bedienung dann mit Smart Phone oder Tablet.
Ich habe ein Notebook mit der SharpCap Software für Windows (W11). Für mich das Maß aller Dinge für EAA. Jahreskosten aktuell 17,- €.

- da Du raus musst, willst, braucht es eine Stromversorgung. Montierung, Rechenknecht, Kamera etc. usw. nix läuft ohne Strom.

- dann das ganze Kleingeraffel, Kabel etc. z.B. für die Stromversorgung

Kurzum, das läppert sich alles.

Ich gebe Dir mal einen groben Anhaltspunkt was ich nutze. Ich betreibe EAA vom Balkon aus. Bortle 4 mit 3 Laternen in der Nähe.
- Montierung => iOptron AZ Pro. Mich stört die Bildfelddrehung nicht. Zuschneiden ;).

- 150/750 PDS Newton von Sky Watcher für Deep Sky.

- C8 Schmid-Cassegrain (C8) von Celstron mit 0.63 Reducer für PNs (Planetarische Nebel), Details, kleinere Galaxien, trübe Funzeln ;) und Planeten (ohne Reducer). Planeten mache ich aber sehr selten.

- Kamera, svBony 705c, IMX 585.

- Notebook mit W11, SharpCap, ASCOM (für die Montierung). Kamera wird nativ von SharpCap erkannt. Komplette Steuerung über SharpCap, GoTo, Plate Solven etc. usw..

- alles remote aus der warmen Stube mit weiterem Notebook (Linux) gesteuert.

- Strom kommt aus der Steckdose ;).

Schau Dich mal im EAA-Forum hier um. Da muss irgendwo ein PDF liegen was andere EAAler so nutzen.
Außerdem bekommst Du reichlich Informationen und Wissen.
Und...
fragen kostet nichts. Wir haben alle mal angefangen mit EAA.

Falls die Langzeitbelichtung noch im Kopf rum geistert, da sind andere berufener was zu sagen/schreiben.

In diesem Sinne :coffee: :alien:
Gruß
Mathias
 
@Linsensuppe (mbba18) Super Danke für deinen Input. Wenn ich mich in eine Richtung entscheiden müsste dann würde es eher deepsky sein.

Mich würde interessieren wo ich bessere möglichkeiten habe mit meinem Budget Langzeitbelichtung oder EAA?
 
Mich würde interessieren wo ich bessere möglichkeiten habe mit meinem Budget Langzeitbelichtung oder EAA?
ich kann da jetzt nur aus meiner Warte heraus berichten und, wie geschrieben, in der Langzeitbelichtung kenne ich nur die Grundlagen.

Bei der klassischen Astrofotografie (Langzeitbelichtung) brauchst Du zwingend ein EQ Montierung.
In der Regel wird da auch mit DSLRs gearbeitet. Wobei die höher preisigen Astro-Kameras auch verwendet werden.
Zusätzlich brauchst Du ein Guiding System. Guding-Scope und Guiding Kamera.
Wenn Du ohne Guiding arbeitest sind die Belichtungszeiten arg limitiert. So weit ich weiß um die 30 Sekunden. Da aber besser nachfragen.

Die Vorgehensweise bei den Aufnahmen ist auch anders.
Bei EAA wird alles in einem Rutsch erledigt. Unter SharpCap, bei der Asi Air wird das nicht viel abweichen, stellst Du die Belichtungszeit für das Einzelframe ein. Liegt im Bereich von 5 bis 60 Sekunden. Dazu das Gain und ein paar andere Einstellungen. Würde jetzt zu weit führen.
Wie lang Du jetzt insgesamt belichtest ist Dir überlassen. Ich liege meist irgendwo zwischen 30 bis 60 Minuten.
Dann startest Du den Live-Stack (das Stacken) und siehst zeitnah wie sich das Bild immer besser auf baut. Dabei hast Du Jederzeit die Möglichkeit das Ergebnis ab zu speichern.
Ebenso so kannst Du die Einzeframes abspeichern und kannst dann wie in der klassischen Astrofotografie mit dedizierter Software stacken und dann eben die Nachbearbeitung machen.
Die Nachbearbeitung ist natürlich auch mit dem Live-Stack, den Du abgespeichert hast, möglich. Wie man eben will. Ich bearbeite kaum bis gar nicht nach.

In der Langzeitbelichtung belichtest Du ja das Einzelbild länger. Im Minuten Bereich. Dann folgt stacken und das ganze drumherum der Nachbearbeitung.
Aber hier bitte selbst informieren oder hier die richtigen User fragen.

EAA ist vom Aufwand geringer, aber auch nicht trivial.
Du kannst auch mit kleinem Setup starten. Z.B. ein 130/650 Newton auf kleinerer Alt/AZ Montierung.
Die großen Lichteimer braucht es nicht um EAA zu betreiben.

Für beides, da Du ja raus musst/willst, brauchst Du eine Stromversorgung.

EAA ist für mich so zwischen rein visueller und fotografischen Beobachten angesiedelt. Man hat recht zeitnah Ergebnisse auf der SSD.
Den Unterschied, den ich zwischen Smart Scopes und einem selbst aufgebasteltem EAA-Setup sehe ist, das ich mit selbst Aufgebasteltem flexibler bin.
Wenn man einen g'scheiten Unterbau hat, sprich Montierung, kann man mit verschiedenen Teleskopen und damit mit verschiedenen Brennweite und Öffnungen (auch wichtig) arbeiten. Ebenso kann man mit Kameras variieren.
OK, ist natürlich Geldbeutel abhängig.
Bei den Smart Scopes ist man aber fest genagelt. Auch wenn die Dinger recht einfach zu bedienen sind, es bleiben Black-Boxen.

Hier mal was zum Nachlesen:
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
Der User @waloszek hier im Forum hat eine Page, Astronomie: Übersicht, da schreibt er auch was über EAA.

Wieder ein grober Rundumschlag ;).
Hoffe es hilft.

Gruß
Mathias

P.S.
schau mal im EAA Forum in die Monatslisten. Da siehst was so möglich ist.
Oder auch unter EAA - allgemeine Bilder
 
Zuletzt bearbeitet:
ich kann da jetzt nur aus meiner Warte heraus berichten und, wie geschrieben, in der Langzeitbelichtung kenne ich nur die Grundlagen.

Bei der klassischen Astrofotografie (Langzeitbelichtung) brauchst Du zwingend ein EQ Montierung.
In der Regel wird da auch mit DSLRs gearbeitet. Wobei die höher preisigen Astro-Kameras auch verwendet werden.
Zusätzlich brauchst Du ein Guiding System. Guding-Scope und Guiding Kamera.
Wenn Du ohne Guiding arbeitest sind die Belichtungszeiten arg limitiert. So weit ich weiß um die 30 Sekunden. Da aber besser nachfragen.

Die Vorgehensweise bei den Aufnahmen ist auch anders.
Bei EAA wird alles in einem Rutsch erledigt. Unter SharpCap, bei der Asi Air wird das nicht viel abweichen, stellst Du die Belichtungszeit für das Einzelframe ein. Liegt im Bereich von 5 bis 60 Sekunden. Dazu das Gain und ein paar andere Einstellungen. Würde jetzt zu weit führen.
Wie lang Du jetzt insgesamt belichtest ist Dir überlassen. Ich liege meist irgendwo zwischen 30 bis 60 Minuten.
Dann startest Du den Live-Stack (das Stacken) und siehst zeitnah wie sich das Bild immer besser auf baut. Dabei hast Du Jederzeit die Möglichkeit das Ergebnis ab zu speichern.
Ebenso so kannst Du die Einzeframes abspeichern und kannst dann wie in der klassischen Astrofotografie mit dedizierter Software stacken und dann eben die Nachbearbeitung machen.
Die Nachbearbeitung ist natürlich auch mit dem Live-Stack, den Du abgespeichert hast, möglich. Wie man eben will. Ich bearbeite kaum bis gar nicht nach.

In der Langzeitbelichtung belichtest Du ja das Einzelbild länger. Im Minuten Bereich. Dann folgt stacken und das ganze drumherum der Nachbearbeitung.
Aber hier bitte selbst informieren oder hier die richtigen User fragen.

EAA ist vom Aufwand geringer, aber auch nicht trivial.
Du kannst auch mit kleinem Setup starten. Z.B. ein 130/650 Newton auf kleinerer Alt/AZ Montierung.
Die großen Lichteimer braucht es nicht um EAA zu betreiben.

Für beides, da Du ja raus musst/willst, brauchst Du eine Stromversorgung.

EAA ist für mich so zwischen rein visueller und fotografischen Beobachten angesiedelt. Man hat recht zeitnah Ergebnisse auf der SSD.
Den Unterschied, den ich zwischen Smart Scopes und einem selbst aufgebasteltem EAA-Setup sehe ist, das ich mit selbst Aufgebasteltem flexibler bin.
Wenn man einen g'scheiten Unterbau hat, sprich Montierung, kann man mit verschiedenen Teleskopen und damit mit verschiedenen Brennweite und Öffnungen (auch wichtig) arbeiten. Ebenso kann man mit Kameras variieren.
OK, ist natürlich Geldbeutel abhängig.
Bei den Smart Scopes ist man aber fest genagelt. Auch wenn die Dinger recht einfach zu bedienen sind, es bleiben Black-Boxen.

Hier mal was zum Nachlesen:
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
Der User @waloszek hier im Forum hat eine Page, Astronomie: Übersicht, da schreibt er auch was über EAA.

Wieder ein grober Rundumschlag ;).
Hoffe es hilft.

Gruß
Mathias

P.S.
schau mal im EAA Forum in die Monatslisten. Da siehst was so möglich ist.
Oder auch unter EAA - allgemeine Bilder
Okay Danke, Ich werde mich mal einlesen und ein EAA Set zusammenstellen was für meinen Gebrauch und Geldbeutel passt.
Ich bin keinesfalls in Eile und lasse mir bei der Wahl Zeit.
Wenn ich was zusammenhabe werde ich es mal hier posten.

Gruß Robin
 
Hallo Robin,

für Deep Sky Objekte muss man eigentlich immer "lang" belichten, so dass ich die Frage "LZB oder EAA" nicht verstanden habe. EAA bedeutet nach meiner Auffassung, dass man die Einzelbilder direkt per Software "live" stacken lässt. Das ist eigentlich das Gleiche, was ein Smart Telescope macht, nur in höherer Qualitätsstufe. Natürlich braucht man nicht live stacken, sondern man kann auch hinterher bearbeiten. EAA oder "normal" ist somit eher eine Frage wie man's macht, je nachdem mit demselben Equipment. Ich lerne aber gerne, wenn mir das jemand genauer erklären möchte.

Zur Astrofotografie gekommen bin ich über Aufnahmen mit DSLR und Teleobjektiv, sehr bald mit einer kleinen Nachführeinheit, dem Skywatcher StarAdventurer. Eine Kamera mit Objektiv und einem Gewicht von 3kg trägt so ein Teil recht ordentlich und man kann damit ohne Zuhilfenahme elektronischer Geräte Einzelbilder ca. 1 min lang belichten, ohne Bildfelddrehung. Vorteil eines solchen Setups ist die gute Transportierbarkeit. Man braucht aber ein mehr als normal solides Stativ, das übliche Fotostativ dürfte zu wackelig sein.

Bis 2020 habe ich Mond und Planeten mit einem 80/600 Refraktor beobachtet, wunderbar handlich und einfach schnell hingestellt. In 2 Minuten einsatzbereit. Aber halt limitiert, was die Auflösung angeht, 80mm sind nett für viele schöne Deep Sky Beobachtungen von Sternhaufen und Nebeln, aber für schwache Deep Sky Objekte oder bessere Auflösung bei Planeten braucht man mehr Öffnung und Brennweite. Bei mir wurde es dann ein passabler Allrounder, das Celestron C8 EdgeHD. Leider deutlich teurer als das genannte Budget. Zum Planeten- und Mondgucken schon was anderes als der 80mm und bei meinem Drumherum sehr schnell im Einsatz. Teleskop und Montierung stehen im Wohnzimmer und werden nur ein paar Meter in den Garten rausgetragen. Startklar für visuelle Beobachtung in 5 Minuten. Aufnahmetechnisch habe ich dann mit einer CMOS Kamera (QHY 5III 462C) angefangen und damit bald kurzer Lernphase schöne Ergebnisse erzielt. Inzwischen nutze ich eine ASI 585MC, super schnelle Bildraten und großes Feld, was das "Einfangen" eines Planeten auf dem Chip erheblich erleichtert. Statt dem C8 wäre da auch ein nicht ganz so kleiner, gebrauchter Refraktor oder ein Maksutov eine Option.

Das C8 geht aber auch für Deep Sky, mich interessieren Galaxien und da hilft die längere Brennweite. Dann wird es allerdings aufwändig. Nachdem ich beschlossen habe, damit weiterzumachen, kamen als wichtigste Anschaffungen (gute DSLR war vorhanden):
* Standalone Autoguider (ich hab keinen Bock auf Computer am Teleskop)
* tragfähigere Montierung, die größte Investition, mehr als für die Optik
* diverses Zubehör, alles für sich nicht teuer aber in Summe schon...

Meine Herangehensweise war: einfach anfangen und lernen, wie man auf diesem Level mit dem Equipment und der Bildverarbeitung umgeht. Herausfinden, wo die Grenzen dessen liegen und wohin es einen danach vielleicht zieht. Ich glaube kaum, dass das jemand vom Start weg schon so genau weiß, wo es hingehen soll. Schließlich ist immer die Option, sich selbst auf dem erreichten Level zu begnügen und es besteht keine Pflicht zum Weitermachen.
Wenn Du dann weißt, was Du willst und dass Du das wirklich willst: Geld ausgeben für das Upgrade. Und dann wieder diese Schleife: alles in den Griff kriegen und zu mindestens 100% verstehen, was man da macht. Die Grenzen erfahren und die Ergebnisse bewerten. In sich reinhorchen, ob das was ist oder doch nicht. Entscheidung für oder gegen Fortschreiten zur nächsten Stufe.

Ich habe für mich als nächste Stufe die Anschaffung einer dedizierten Astrokamera, den Einsatz von Schmalband und LRGB-Filtern und die damit verbundene auswändigere Bildverarbeitung identifiziert. Und aktuell so bewertet, dass ich diesen Schritt nicht gehen werde.

Ich weiß, das ist für einen Einsteiger eine vielleicht zu weitreichende Perspektive. Aber wenn Du es so verstehst, wie ich es meine - einfach anfangen und erst nach ziemlicher Erfahrung den potenziellen nächsten Schritt planen - dann ist es nicht schlimm, wenn Du heute noch nicht weißt, wo Du eventuell in 5 Jahren stehst. Die Budgetfrage ist lästig, wenn man sich die Sachen von irgendwas absparen muss. Aber wenn man es nach und nach macht tut es auch nicht so weh, wenn dann aus ursprünglichen 1500 Euro mal ein Mehrfaches wird. Die bittere Wahrheit: Astrofotografie ist entweder von den Möglichkeiten her limitiert und preiswert oder es wird unvermeidlich mehr oder weniger teuer, wenn einem das nicht reicht. Kommt halt auch drauf an, was man mit der ganzen Tätigkeit bezweckt: manchen (den meisten?) geht es um qualitativ hochwertige Bilder, da ist das Ende praktisch immer oben offen. Mir geht es um die Freude beim Anfertigen und Bearbeiten der Aufnahmen, ums Machen und Verstehen. Das Endergebnis ist mir nicht egal, aber ich strebe nicht nach der ultimativen Präzision. Die meisten der aufgenommenen Objekte habe ich x-fach über Jahrzehnte visuell beobachtet. Die Fotografie rundet das dann für mich nochmal ab.

Also frage nicht nur nach der Technik, sondern erforsche Deine Motivation ;-)

Das war aber jetzt wirklich vielleicht schon zuviel, nun isses genug.

CS Tom
 
Wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage, wie "ernst" es einem mit Deep Sky Fotografie ist.
Wenn ja, würde ich eine gute Basis schaffen und danach ausbauen, falls das Geld eher knapp ist. Also eine HD-Montierung mit gutem Stativ plus AsiAir (über die Konkurrenz bin ich nicht informiert, wie gut sie aufgeholt haben) anschaffen. Mit dem Rest wie Teleskope, Kamera usw. kann erstmal günstiger angefangen werden und mit der Zeit ausbauen.
 
Wie immer in solchen Fällen stellt sich die Frage, wie "ernst" es einem mit Deep Sky Fotografie ist.
Wenn ja, würde ich eine gute Basis schaffen und danach ausbauen, falls das Geld eher knapp ist. Also eine HD-Montierung mit gutem Stativ plus AsiAir (über die Konkurrenz bin ich nicht informiert, wie gut sie aufgeholt haben) anschaffen. Mit dem Rest wie Teleskope, Kamera usw. kann erstmal günstiger angefangen werden und mit der Zeit ausbauen.
Mir ist Wichtig wenn ich etwas anschaffe das es später nicht obsolete ist sondern man darauf aufbauen kann. Astrofotografie ist nicht mein Haupthobby aber schon etwas was ich ab und zu betreibe und mich mit beschäftige.
Wenn ich das jetzt so richtig verstehe, an einer Montierung und Stativ sollte man nicht sparen. Da ich zwinged rausmuss wäre ein AsiAir natürlich auch praktisch.
 
Das Problem ist, dass die Tragfähigkeit der Montierung entscheidend für die Ausbaufähigkeit des gesamten Setup ist. Wenn die Monti also für die Ewigkeit sein soll und Du aber noch nicht weißt, ob Du später mal einen großen 8" Newton drauf packen willst, dann müsstest Du die Montierung jetzt schon so groß kaufen, dass das später geht.

Dagegen spricht, dass Du die Sachen ein Stück durch die Gegend tragen willst.

Im Gegensatz zu Deinem Smartscope kommt ja einiges zusammen:

Montierung
Stativ
Hauptteleskop + Kamera
Guidescope + Kamera
Astrocomputer + Tablet (oder Smartphone)
Stromversorgung

Günstig fährst Du, wenn Du Dir bei AliExpress eine Strainwave Mongierung, wie die Juwei 17 kaufst, die bis 13 kg trägt und nur 5 kg wiegt. Dazu ein Karbonstativ (2 kg). Da bist Du aber schon bei über 1000 Eur...

Einen 80 mm Apo gibt es gebraucht um 500 Eur. Dazu würde eine ZWO ASI 585 Air passen, die bereits den ASIAir und einen separaten Guiding-Chip mitbringt. Damit hätrest Du die kompakteste Lösung, die vergleichsweise günstig ist. Aber doch beim doppelten Deines Budgets. Es sei denn Du kannst alles günstig gebraucht kaufen.

Nur die Stromversorgung fehlt dann noch.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich komme nochmal nach "Smart Telescope" zurück. Da wird sicher bald ZWO einen Seestar S 50 Pro herausbringen. Ich habe das S 50. Und das hat alle meine vorher mit größeren Geräten gemachten Astrofotos. pulveressiert.
Diese Geräte sind einfach zu bedienen, haben zwar eine maximale Brennweite, die detailierte Planetenfotos unmöglich macht, aber für Deep Sky halte ich das ZWO-Angebot für rasend gut!
Grüße
Dietrich
 
Sei mir nicht böse Dietrich, aber durch solche Postings werden einige unerfahrene in die Irre geleitet, als ob so ein S50 und ähnliche Geräte einer guten Ausrüstung gleichwertig wären. Das ist natürlich nicht der Fall, besonders die Optik und die Nachführung fallen doch mehr als spürbar ab. Kann mir aber zukünftig vorstellen, dass solche ausgereiften Dinger im Bereich von ca. 5k€ nah drankommen.
 
Und ich komme nochmal nach "Smart Telescope" zurück. Da wird sicher bald ZWO einen Seestar S 50 Pro herausbringen. Ich habe das S 50. Und das hat alle meine vorher mit größeren Geräten gemachten Astrofotos. pulveressiert.
Diese Geräte sind einfach zu bedienen, haben zwar eine maximale Brennweite, die detailierte Planetenfotos unmöglich macht, aber für Deep Sky halte ich das ZWO-Angebot für rasend gut!
Grüße
Dietrich
Hi,
wenn ich das so aus deiner Vergangenheit richtig verstanden habe, kannst du doch eigentlich mit smartscope nicht so richtig mitreden, weil du den AGBs nicht zustimmen willst und das Kapitel Seestar abgehakt hast. :p
 
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