Dane Vetter
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Hallo zusammen!
Im Hinblick auf die kommende Sonnenfinsternis, für die ich tatsächlich einmal seit Jahren mal wieder mobil aufbauen muss, habe ich einen ersten Versuch zur Einnordung am Tag durchgeführt.
Dabei bin ich nach der GoTo-Methode vorgegangen:
Der erste Test war allerdings etwas ernüchternd... In SharpCap habe ich einen Kreis um die Sonnenscheibe gelegt und beobachtet, wie stabil die Position bleibt. Bereits nach ungefähr fünf Minuten war die Sonnenscheibe gut sichtbar aus dem Kreis herausgewandert.
Daraufhin habe ich die komplette Prozedur noch einmal von vorne durchgeführt. Eine erkennbare Verbesserung ergab sich dadurch jedoch nicht. Ich habe anschließend nochmals alle Einstellungen kontrolliert. Uhrzeit, Standortkoordinaten und die Nachführgeschwindigkeit für die Sonne waren korrekt eingestellt. Auch das Stativ war noch im Wasser - Falls die Libelle von meinem berlebach noch korrekt funktioniert.
Inzwischen vermute ich, dass diese Methode grundsätzlich nur eine relativ grobe Einnordung ermöglicht. Schließlich gehen bei der Positionierung über ein einzelnes GoTo-Ziel neben dem eigentlichen Polfehler möglicherweise noch weitere Abweichungen ein, zum Beispiel:
Funktioniert die Tageseinnordung über Sonnen-GoTo bei euch deutlich besser und habe ich möglicherweise einen wichtigen Schritt oder eine Einstellung übersehen? Oder ist die erreichbare Genauigkeit bei dieser Vorgehensweise grundsätzlich eher grob und eine sichtbare Drift nach wenigen Minuten völlig normal?
Die andere Option wäre, dass ich nach dieser groben Einnordung dann das Autoguiding nutze. Damit bleibt die Sonne am Platz. Nur habe ich meine Zweifel, ob das bei einer Sonnenfinsternis noch zuverlässig klappt.
Die andere Variante wäre dann eine Feineinstellung über den Drift, bei der ich mir aber zum einen etwas unsicher wäre, und zum anderen auch etwas Zeit in Anspruch nimmt.
Danke im Voraus für jegliche Hinweise.
Im Hinblick auf die kommende Sonnenfinsternis, für die ich tatsächlich einmal seit Jahren mal wieder mobil aufbauen muss, habe ich einen ersten Versuch zur Einnordung am Tag durchgeführt.
Dabei bin ich nach der GoTo-Methode vorgegangen:
- Stativ in Waage aufgestellt
- Montierung (RST-135) grob nach Norden ausgerichtet und die Polhöhe eingestellt
- genaue Uhrzeit und Standortkoordinaten per GPS übernommen
- Montierung aus der mechanischen Nullposition beziehungsweise nach dem Homing gestartet
- Sonne per GoTo angefahren
- Sonne anschließend ausschließlich über die mechanische Alt-Az-Verstellung der Montierung zentriert
Der erste Test war allerdings etwas ernüchternd... In SharpCap habe ich einen Kreis um die Sonnenscheibe gelegt und beobachtet, wie stabil die Position bleibt. Bereits nach ungefähr fünf Minuten war die Sonnenscheibe gut sichtbar aus dem Kreis herausgewandert.
Daraufhin habe ich die komplette Prozedur noch einmal von vorne durchgeführt. Eine erkennbare Verbesserung ergab sich dadurch jedoch nicht. Ich habe anschließend nochmals alle Einstellungen kontrolliert. Uhrzeit, Standortkoordinaten und die Nachführgeschwindigkeit für die Sonne waren korrekt eingestellt. Auch das Stativ war noch im Wasser - Falls die Libelle von meinem berlebach noch korrekt funktioniert.
Inzwischen vermute ich, dass diese Methode grundsätzlich nur eine relativ grobe Einnordung ermöglicht. Schließlich gehen bei der Positionierung über ein einzelnes GoTo-Ziel neben dem eigentlichen Polfehler möglicherweise noch weitere Abweichungen ein, zum Beispiel:
- Konusfehler zwischen Teleskop und Montierungsachse
- Offset oder begrenzte Wiederholgenauigkeit der Homeposition, was ich jetzt von meiner RST-135 weniger einschätzen kann.
- mechanisches Spiel bei der Alt-Az-Verstellung - Wobei ich hier direkt nichts davon merke.
- Durchbiegung oder Setzen von Stativ und Montierung - Aber das ist eigentlich eine recht stabile Konstruktion.
- Restfehler bei Uhrzeit, Standort oder Zeitzoneneinstellung, wobei das mit GPS ja ziemlich genau sein sollte.
Funktioniert die Tageseinnordung über Sonnen-GoTo bei euch deutlich besser und habe ich möglicherweise einen wichtigen Schritt oder eine Einstellung übersehen? Oder ist die erreichbare Genauigkeit bei dieser Vorgehensweise grundsätzlich eher grob und eine sichtbare Drift nach wenigen Minuten völlig normal?
Die andere Option wäre, dass ich nach dieser groben Einnordung dann das Autoguiding nutze. Damit bleibt die Sonne am Platz. Nur habe ich meine Zweifel, ob das bei einer Sonnenfinsternis noch zuverlässig klappt.
Die andere Variante wäre dann eine Feineinstellung über den Drift, bei der ich mir aber zum einen etwas unsicher wäre, und zum anderen auch etwas Zeit in Anspruch nimmt.
Danke im Voraus für jegliche Hinweise.