erweiterte PHD2 Version für Sonnenbeobachtung!

Daniel32

Aktives Mitglied
Anbei ein Erfahrungsbericht von Leo Shatz aus dem Englischen übersetzt, der für PHD2 eine erweiterte Version programmiert hat um z.b. die Sonne (auch im H-Alpha Licht) zu tracken.
Ich selbst habe SharpCap 4.1.xxxxx und da funktioniert das "Feature Tracking" mal mehr mal weniger gut mit der Erkennung - keine Ahnung woran es liegt. Das war sicher auch einer der Gründe warum diese Erweiterung programmiert wurde!

Originalartikel: https://stargazerslounge.com/topic/419722-solar-and-lunar-autoguiding-with-phd2/
Download - 2.6.13 Dev 7 (23. Jänner 2025): Release v2.6.13dev7-solar · Eyeke2/phd2.planetary

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Ich hoffe, der folgende Beitrag ist für die Community hilfreich und verdeutlicht den empfohlenen Arbeitsablauf. Gestern konnte ich das Planetenmodul PHD2 für die Sonnenfotografie mit meiner Ausrüstung testen, die einen APM107/700 APO, eine Rainbow RST135-E-Montierung, eine DayStar Quark Chromosphere und eine Player One Apollo-M Max-Kamera für die Fotografie umfasst. Außerdem habe ich ein 162-mm-Leitfernrohr mit einer Player One Mars II Mono-Kamera zur Nachführung verwendet. Das Hauptteleskop ist mit einem Baader ERF-Sperrfilter ausgestattet. Vor der Nachführkamera habe ich einen Stapel Player One 1,25" ERF mit mehreren ND1000-Filtern montiert.

Da ich tagsüber keine präzise Poljustierung durchführen konnte, nahm ich eine grobe Justierung mit einem Kompass vor und justierte die Montierung manuell. Die Einstellung der richtigen Verstärkung und Belichtungszeit der Nachführkamera war entscheidend, bevor ich mit der PHD2-Kalibrierung mit dem Planetennachführmodul begann; bei mir lag diese bei 5 ms und einer Verstärkung von 35 %. Bei hellem Licht ist die Fokussierung schwierig – man muss den Computerbildschirm sehen und den Fokussierknopf erreichen können. Die Sonnenbilder in PHD2 waren zunächst unscharf, mit einem hellen Fleck in der Mitte und einem diffusen Schein darum. Durch Anpassen der Kameraposition im Fokussierer fand ich die ungefähre Position, an der Sonnenflecken sichtbar wurden. Es ist wichtig, dass die Kameraeinstellungen nicht überbelichtet sind, um eine optimale Fokussierung zu erreichen, die für die Leistung des Planetenerkennungsalgorithmus entscheidend ist.

Nach der groben Fokussierung habe ich die Parameter zur Planetenerkennung abgestimmt, indem ich die minimalen/maximalen Radien so eingestellt habe, dass sie der Größe der Sonnenscheibe möglichst nahe kommen, wobei ich den minimalen Radius etwa 10 Pixel kleiner und den maximalen Radius etwa 10 Pixel größer als den tatsächlichen Sonnenradius eingestellt habe. Zur Erkennung habe ich den Eclipse-Modus verwendet, der bald die einzige Option in meiner Software zur vollständigen Erkennung von Planetenscheiben sein wird (die Erkennung von Oberflächenmerkmalen bleibt davon unberührt). Das Abstimmen des Schwellenwerts für die Kantenerkennung ist ein zweistufiger Prozess: Ich beginne mit einem Wert, bei dem die Scheibe erkannt werden kann, und zeige den grünen Kreis an – ein guter Ausgangspunkt ist ein mittlerer Wert. Wenn PHD2 die Sonnenscheibe findet, zeigt es ihren Radius an, und mit der richtigen Einstellung der Brennweite des Leitfernrohrs sollte der Radius in Bogensekunden bei etwa 900–1000 liegen (wird neben dem Radius im Sternprofilfenster angezeigt).

Zur Feineinstellung der Fokussierung wechsle ich im Sternprofilfenster von der Radiusanzeige zu „SCHÄRFE“, indem ich auf die Beschriftung „RADIUS“ klicke. Ich verstellte den Fokussierknopf in kleinen Schritten und beobachtete den Schärfewert-Spitzenwert im Sternprofilfenster. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sonnenflecken deutlich sichtbar. Nachdem der Fokus eingestellt war, ging ich zurück zur Feineinstellung des „Schwellenwerts für Kantenerkennung“, indem ich das Kontrollkästchen „Interne Kanten/Merkmale anzeigen“ aktivierte. Dadurch werden die vom Erkennungsalgorithmus verwendeten inneren Konturkanten angezeigt. Bei korrekter Einstellung sollte die rote Kontur dem Sonnenrand genau folgen und stabil bleiben, ohne zufällige Artefakte oder springende „Haare“ zu zeigen. Am besten setze ich diesen Wert nahe dem Maximum, um sicherzustellen, dass die Erkennung stabil bleibt. Niedrigere Werte können erforderlich sein, wenn das Signal durch Wolken geschwächt wird oder wenn das Objekt aufgrund einer Sonnenfinsternis oder Halbmondphasen dünn wird.

Nachdem Fokus und stabile Erkennung erreicht waren, führte ich eine PHD2-Kalibrierung mit dem gleichen Workflow wie für die nächtliche Astrofotografie durch. Die Wahl der Führungsalgorithmen hängt von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen ab; einige eignen sich möglicherweise besser für die Sonnenfotografie, was experimentell ermittelt wird. Meine rudimentäre Polausrichtung führte zu einem Orthogonalitätsfehler von 10,7 Grad in den PHD2-Kalibrierungsergebnissen. Trotzdem begann ich mit der Führung und führte eine 1 Stunde und 40 Minuten dauernde Aufnahmesitzung mit SharpCap durch. PHD2 behielt die Sonnenmitte mit einem RMS von insgesamt 0,7 Pixeln bzw. 2,6 Bogensekunden bei. Trotz schlechter Sicht und möglichem Abstimmungsbedarf für mein Quark diente die Sitzung als Machbarkeitsnachweis. Ich zeige das resultierende Video, das stabilisiert und für mehr Kontrast bearbeitet wurde.
 
Ein ganz großes Danke für deinen Bericht!

Da hat sich ja unheimlich was getan, habe gerade die phd Version aus deinem Link installiert, eingerichtet und was soll ich sagen: Vom Download bis zum Guiding (TS 50mm Sucher mit IMX464 Kamera, die gerade übrig war an einer Pegasus Nax101) hat es keine 10 Minuten gedauert und nun führt er schon über eine halbe Stunde tadellos am Stück nach!

Montierung wohlgemerkt nicht wirklich eingenordet sondern nach reinem Gefühl (ok, ist ja ein regelmäßiger Standort) aufgestellt.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das schlägt, wenn ein paar Wolkenfetzen dazwischen komme ... "leider" sind keine in Sicht ...

Viele Grüße
David

Screenshot 2025-05-01 124121.png


IMG_3851.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin David,
das ist wirklich lustig, genau das habe ich heute auch getestet. Der Anwendungsfall soll die Sonnenfinsternis nächstes Jahr sein.
Ich kann dir nur zustimmen. PHD2-Solar funktioniert genauso gut wie die normale Version.
Um die partielle Phase zu simulieren, habe ich gerade auf den Mond geschwenkt. Auch hier wird präzise auf den Mittelpunkt der Scheibe nachgeführt:

1746124152771.png


Bei der partiellen Sonnenfinsternis letzten Monat habe ich die Nachführfunktion von Sharpcap verwendet. Diese scheint auf den Helligkeitsschwerpunkt nachzuführen, der sich im Laufe der Finsternis natürlich verändert hat. Dadurch wanderte die Sonnenscheibe während der Finsternis ein wenig innerhalb des Bildfeldes.

CS,

Dirk
 
Hallo zusammen,

gerade kommen ich mir ein wenig blöde vor, den ich habe PHD2 auf die dev7 upgagraded und einer Baader Folie vor dem Sucher. Das Bild der Sonnenscheibe ist scharf auf den Bildschirm.

Nur ist das Icon zum PlanetaryGuiding neben dem Gehirn nicht da. _affeaugen: Ich habePHD komplett deinstalliert und die neue Version installiert. Aber das Icon taucht nicht auf.

Was mache ich falsch?

Viele Grüße
Michael
 
Hast du die Version von dem Link oben genommen?
 
Ja, bei der Version wird auch die Dev7 angezeigt. Geladen habe ich das Paket direkt von GitHub.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,
nutzt Du evtl. die normale Version? Die Solarversion wird in einen anderen Ordner installiert und hat ein leicht anderes Icon:

1746274899795.png


Außerdem sollte im Fenstertitel das Wort solar vorkommen:
1746275009930.png


CS,

Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch eine Ergänzung zu meinen erfahrungen von vorgestern:

Ich habe gestern mein c11 auf den Mond und den Mars gerichtet ... und über einen 50mm Sucher samt imx464 (ja, sicher nicht optimal, aber ich habe sie gerade übrig) per phd2 Solarversion geguidet. Einmal auf die Mondsichel, einmal auf den Mars. Beides hat tadellos funtioniert. Guiding auf den Mars funktioniert aber tatsächlich, da er im 50mm Sucher klein genug ist auch mit der normalen phd2 Version. Aber Mondsichel war schon top. Vorallem, da es keine Probleme gab, eben auf den Mittelpunkt des unvollständigen Kreises zu guiden.
 
_affeaugen: OK, kaum macht man es richtig, schon funktioniert's. Der feine Unterschied zwischen den Versionen ist mir da wohl im Eifer des Gefechts entgangen. Immerhin weiß ich jetzt, dass mein Leitröhrchen mit Baader Folie die Sonne schön abbildet. Sollte beim nächsten mal also klappen.

Danke und
Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,
nutzt Du evtl. die normale Version? Die Solarversion wird in einen anderen Ordner installiert und hat ein leicht anderes Icon:

Den Anhang 480570 betrachten

Außerdem sollte im Fenstertitel das Wort solar vorkommen:
Den Anhang 480571 betrachten

CS,

Dirk
Hallo Dirk,

Danke für deinen Beitrag. Die Sonne scheint auch dann noch erkannt zu werden, wenn sie etwas überbelichtet ist - gut zu wissen!

CS
Daniel
 
Hallo Daniel,
stimmt, die Sonne wird auch noch bei vollkommender Überbelichtung erkannt und zuverlässig nachgeführt.
Um die partielle Sofi Phase zu simulieren, habe ich auch Tests mit einer überbelichteten Mondsichel gemacht.
Auch hier hat PHD2-Solar auf das nicht sichtbare Zentrum der Mondscheibe zuverlässig nachgeführt.
Ich habe die Versuche mit einem 30/120 Sucher und einer IMX290-Kamera gemacht. Bei diser Kombination musste
ich Bin2 aktivieren sonst wurde weder Sonne noch Mond erkannt (allerdings hat der Sucher auch eine zweifelhafte optische Qualität).

CS,

Dirk
 
Anbei ein Erfahrungsbericht von Leo Shatz aus dem Englischen übersetzt, der für PHD2 eine erweiterte Version programmiert hat um z.b. die Sonne (auch im H-Alpha Licht) zu tracken.
Ich selbst habe SharpCap 4.1.xxxxx und da funktioniert das "Feature Tracking" mal mehr mal weniger gut mit der Erkennung - keine Ahnung woran es liegt. Das war sicher auch einer der Gründe warum diese Erweiterung programmiert wurde!

Originalartikel: https://stargazerslounge.com/topic/419722-solar-and-lunar-autoguiding-with-phd2/
Download - 2.6.13 Dev 7 (23. Jänner 2025): Release v2.6.13dev7-solar · Eyeke2/phd2.planetary

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Ich hoffe, der folgende Beitrag ist für die Community hilfreich und verdeutlicht den empfohlenen Arbeitsablauf. Gestern konnte ich das Planetenmodul PHD2 für die Sonnenfotografie mit meiner Ausrüstung testen, die einen APM107/700 APO, eine Rainbow RST135-E-Montierung, eine DayStar Quark Chromosphere und eine Player One Apollo-M Max-Kamera für die Fotografie umfasst. Außerdem habe ich ein 162-mm-Leitfernrohr mit einer Player One Mars II Mono-Kamera zur Nachführung verwendet. Das Hauptteleskop ist mit einem Baader ERF-Sperrfilter ausgestattet. Vor der Nachführkamera habe ich einen Stapel Player One 1,25" ERF mit mehreren ND1000-Filtern montiert.

Da ich tagsüber keine präzise Poljustierung durchführen konnte, nahm ich eine grobe Justierung mit einem Kompass vor und justierte die Montierung manuell. Die Einstellung der richtigen Verstärkung und Belichtungszeit der Nachführkamera war entscheidend, bevor ich mit der PHD2-Kalibrierung mit dem Planetennachführmodul begann; bei mir lag diese bei 5 ms und einer Verstärkung von 35 %. Bei hellem Licht ist die Fokussierung schwierig – man muss den Computerbildschirm sehen und den Fokussierknopf erreichen können. Die Sonnenbilder in PHD2 waren zunächst unscharf, mit einem hellen Fleck in der Mitte und einem diffusen Schein darum. Durch Anpassen der Kameraposition im Fokussierer fand ich die ungefähre Position, an der Sonnenflecken sichtbar wurden. Es ist wichtig, dass die Kameraeinstellungen nicht überbelichtet sind, um eine optimale Fokussierung zu erreichen, die für die Leistung des Planetenerkennungsalgorithmus entscheidend ist.

Nach der groben Fokussierung habe ich die Parameter zur Planetenerkennung abgestimmt, indem ich die minimalen/maximalen Radien so eingestellt habe, dass sie der Größe der Sonnenscheibe möglichst nahe kommen, wobei ich den minimalen Radius etwa 10 Pixel kleiner und den maximalen Radius etwa 10 Pixel größer als den tatsächlichen Sonnenradius eingestellt habe. Zur Erkennung habe ich den Eclipse-Modus verwendet, der bald die einzige Option in meiner Software zur vollständigen Erkennung von Planetenscheiben sein wird (die Erkennung von Oberflächenmerkmalen bleibt davon unberührt). Das Abstimmen des Schwellenwerts für die Kantenerkennung ist ein zweistufiger Prozess: Ich beginne mit einem Wert, bei dem die Scheibe erkannt werden kann, und zeige den grünen Kreis an – ein guter Ausgangspunkt ist ein mittlerer Wert. Wenn PHD2 die Sonnenscheibe findet, zeigt es ihren Radius an, und mit der richtigen Einstellung der Brennweite des Leitfernrohrs sollte der Radius in Bogensekunden bei etwa 900–1000 liegen (wird neben dem Radius im Sternprofilfenster angezeigt).

Zur Feineinstellung der Fokussierung wechsle ich im Sternprofilfenster von der Radiusanzeige zu „SCHÄRFE“, indem ich auf die Beschriftung „RADIUS“ klicke. Ich verstellte den Fokussierknopf in kleinen Schritten und beobachtete den Schärfewert-Spitzenwert im Sternprofilfenster. Zu diesem Zeitpunkt waren die Sonnenflecken deutlich sichtbar. Nachdem der Fokus eingestellt war, ging ich zurück zur Feineinstellung des „Schwellenwerts für Kantenerkennung“, indem ich das Kontrollkästchen „Interne Kanten/Merkmale anzeigen“ aktivierte. Dadurch werden die vom Erkennungsalgorithmus verwendeten inneren Konturkanten angezeigt. Bei korrekter Einstellung sollte die rote Kontur dem Sonnenrand genau folgen und stabil bleiben, ohne zufällige Artefakte oder springende „Haare“ zu zeigen. Am besten setze ich diesen Wert nahe dem Maximum, um sicherzustellen, dass die Erkennung stabil bleibt. Niedrigere Werte können erforderlich sein, wenn das Signal durch Wolken geschwächt wird oder wenn das Objekt aufgrund einer Sonnenfinsternis oder Halbmondphasen dünn wird.

Nachdem Fokus und stabile Erkennung erreicht waren, führte ich eine PHD2-Kalibrierung mit dem gleichen Workflow wie für die nächtliche Astrofotografie durch. Die Wahl der Führungsalgorithmen hängt von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen ab; einige eignen sich möglicherweise besser für die Sonnenfotografie, was experimentell ermittelt wird. Meine rudimentäre Polausrichtung führte zu einem Orthogonalitätsfehler von 10,7 Grad in den PHD2-Kalibrierungsergebnissen. Trotzdem begann ich mit der Führung und führte eine 1 Stunde und 40 Minuten dauernde Aufnahmesitzung mit SharpCap durch. PHD2 behielt die Sonnenmitte mit einem RMS von insgesamt 0,7 Pixeln bzw. 2,6 Bogensekunden bei. Trotz schlechter Sicht und möglichem Abstimmungsbedarf für mein Quark diente die Sitzung als Machbarkeitsnachweis. Ich zeige das resultierende Video, das stabilisiert und für mehr Kontrast bearbeitet wurde.
NACHTRAG: Hier gibt es noch eine Anleitung (10 Seiten) auf Englisch: Home
 
Hallo Zusammen, ich habe Eure Posts mit großem Interesse verfolgt! Kurze Frage: reicht Euch die Baader-Folie aus für die Abdunklung oder benötigt Ihr noch einen ND-Filter vor der Kamera?
LG
Philipp
 
Hallo,
also ich habe mir die ND5 Security Folie von Baader bestellt.
Mit einer Lage davon war es noch viel zu hell. Ich habe jetzt zwei Lagen übereinander gelegt. Hätte nie gedacht, dass da noch was durchkommt. Aber das passt bei meinem 205mm F4 Sucher und einer ASI178MM erstaunlich. Ich muss dann den Gain auf etwa 30-40 einstellen.
VG
Jürgen
 
ND5 Astrosolar vor dem Objektiv und ein ND1,8 langt gerade so, wenn man den Sonnenmodus aktiviert hat, ND3 wäre wohl besser.
 
Bei meinem letzten Versuch mit einem 50/200 mm Leitrohr und ASI 178 mm war die ND 5 Folie + ND 3 Filter immer noch zu hell um > 1s zu belichten.
Wollte die Sonne bei 2 s Belichtungszeit und Gain 0 nicht ausbrennen lassen, daher habe ich noch einen Schmalbandfilter zum ND 3 gestapelt.
CS
Alex
 
So Langzeitbelichtungen habe ich auch nicht gemacht... wenn der Sonnenmodus aktiviert ist, gehen Belichtungszeiten unter 0,01s.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo, ich möchte mich erst einmal kurz vorstellen, da ich neu in diesem Forum bin. Ich lese hier aber bereits einige Jahre mit Interesse mit. Ich heiße Gerd, wohne in Nordfriesland, betreibe ca. 5 Jahre DeepSky-Fotografie und 1 Jahr Ha-Sonnen-Fotografie. Mittlerweile habe ich mir eine kleine Sternwarte im Garten zusammengezimmert. Mit Interesse habe ich eure Diskussion über PHD2 Solar verfolgt. Für Timelaps-Aufnahmen von Protuberanzen ideal. Nun habe ich mir einen doppellagigen Baaderfolien-Aufsatz für den GuidingScope zusammengebastelt. Mein Setup besteht aus EQ6-R auf fester Säule, ein Lunt LT60MS Ha-Teleskop mit QHY678m-Kamera, ein SW Evo 50 Guider mit QHY462c-Kamera. Sharpcap und PHD2 Solar werden für die Aufnahmen eingesetzt. Für Planetenfotografie nutze ich bereits lange erfolgreich Sharpcap und PHD2. Mit PHD2 Solar kommen ich noch gar nicht zurecht.
Bisher habe ich in PHD2 Solar folgendes erreicht:
Die Sonnenflecken sind mit der Schutzfolie gut sichtbar bei ca. 2 sek Belichtung. Ein Guiding konnte ich bisher aber leider nicht in Gang bringen.
Mein Vorgehen:
Belichtungsschleife aktivieren
Mit Curser die Sonne auswählen. Grüner und roter Kreis werden angezeigt. Ich versuche sie am Sonnenrand zu platzieren. Grün etwas außerhalb, rot kurz vor Sonnenrand. Der Nachführungsicon leuchtet nur kurz auf und erlischt wieder, also irgendetwas ist im Argen.
Wahrscheinlich ist meine Vorgehensweise falsch oder eine wichtige Voreinstellung fehlt. Kann vielleicht einer weiterhelfen oder seine Werte im Guiding-Tool verraten? Danke Euch schon mal in voraus.

Gruß Gerd
 
Hallo Gerd,

bisher habe ich nur eine Lage Folie vor meiner Kamera, daher sehr ich keine Sonnenflecken. Ich kann aber problemlos auf den Rand der Sonne guiden.
IMG-20250510-WA0000.jpg

Wie man auf Flecken guidet weiß ich gar nicht _affeaugen:

Viele Grüße
Michael
 
Anbei noch ein Quick-Guide von PHD2 Solar auf Englisch hier sind auch einige Einstellungen aufgelistet die man ggf. versuchen kann

Belichtungszeiten von 2 sec. oder mehr erscheinen mir viel zu viel wenn man auf die Sonnenflecken tracken möchte. Beim Fokus auf die Sonnenscheibe sollte es aber funktionieren! Ich würde trotzdem versuchen unter 0,1 sec. zu bleiben!
 
Morgen soll die Sonne sich wieder bei uns blicken lassen. Dann starte ich einen erneuten Versuch. Ich danke euch erstmal für die Antworten.
 
Bei uns in der nähe von Innsbruck hatte wir heute schon Glück und morgen soll es auch nochmal schon sein.
 
Hallo Gerd,

bisher habe ich nur eine Lage Folie vor meiner Kamera, daher sehr ich keine Sonnenflecken. Ich kann aber problemlos auf den Rand der Sonne guiden.
Den Anhang 485619 betrachten

Wie man auf Flecken guidet weiß ich gar nicht _affeaugen:

Viele Grüße
Michael
Hallo Michael

Ich hatte bis heute noch gar keine Möglichkeit PHD2 Solar zu testen, heute das erste Mal und es funktioniert sehr gut!

Guiding auf die Sonnenscheibe funktioniert so wie in deinem Screenshot, ich musste PHD2 trotzdem noch auf 1/1.000 sec. abblenden in den Einstellungen, 1/10 oder ein 1/100 ist noch zu hell!

Wenn man auf die "Oberfläche + Sonnenflecken" guiden will muss man bei den PHD2 Solar - Einstellungen (rechts neben Gehirn) die Option "Enable Surface features detection/guiding" aktivieren und anschließend bei Benutzerdefiniert 0 sec. einstellen. Das geht in dem man zb. 0.0000001 eingibt (also kleiner 1/1.000 sec.).

Intersannt war das bei mir die Sonnenscheibe beim tracken schlechter abgeschnitten hat als die Oberfläche. Bei der Sonnenscheibe war noch ein guidingfehler zu erkennen, bei der Oberfläche dann eigentlich nicht mehr. Andererseits hat der Fokus nie wirklich auf einen der aktuell großen Sonnenflecken gezeigt, sondern auf einen unscheinbaren kleinen in der Nähe - aber es hat funktioniert.

Leider hab ich erst am späten Nachmittag herausgefunden wie man die Belichtungszeit auf 0 sec. stellt um die Sonnenflecken sichtbar zu machen, daher war die Ausbeute heute nur AR 4099 und 4100 die ich heute noch bearbeiten werde.

1748623561967.png



Schöne Grüße
Daniel
 
Da ich nun PHD2 Solar sehr gut im Griff habe hier meine ersten Ergebnisse von gestern u.a. eine Protuberanz und die AR4100 mit dem 4.5 Flare.

Skywatcher 72/420
Daystar Gemini + ERF Frontfilter
ZWO AM5
ZWO ASI 178mm Mono

SharpCap 4.1, Autostakkert 4, Adobe PS und Premiere, IMPPG


Zeitraffer eine Protuberanz am Nordöstlichen Sonnenrand (720 Frames alle 5 Sekunden).



Zeitraffer eines M 4.5 Flares aus der AR 4100 (48 Frames alle 5 Sekunden).
 
Zuletzt bearbeitet:
PHD2 - solar (Update: Dev 7.3) verfügbar!
Download: Release v2.6.13dev7-solar.3 · Eyeke2/phd2.planetary (Datum: 03. Juni 2025).

Neuerungen in der Dev 7.3:
  • Enable Guiding Assistant in Planetary mode to help with polar alignment, even without PHD2 calibration
  • Improved handling of guiding pause in planetary mode
  • ZWO ASI Cameras: update SDK to version 1.37
  • Updated Touptek lib to version 57.28165.20250401

Darüber hinaus sind in den Versionen Dev 7.1 und 7.2 folgende Neuerungen zu finden:
  • Backported: Toupcam cameras: update SDK libs to version 20250209
  • Backported: log collision fix
  • Switched to OpenCV 4
  • Fixed New Equipment Wizard dialog layout
  • Removed surface features detection (scheint mir ein interessanter Punkt zu sein, was stattdessen verwendet wird und ob es besser funktioniert!)
  • Fixed a regression affecting zooming in the star profile window
  • Added right-click handler to reset object lock position
  • Applied minor stability fix
Lg
Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
naja, wenn der Mode "Surface" (der soviel ich gelesen habe nicht gut funktioniert haben soll) bleibt halt, der Mode, die ganze Sonnenscheibe zu verwenden, was ich auch verwende.
Das setzt aber voaus, dass man die ganze Sonnenscheibe gut im Sensor sieht. Mit einem 50mm Guidengrohr mit 200mm Brennweite, wie ich es verwende, geht das mit einer ASI120 nicht, mit der ASI178 gerade so, wenn man noch etwas Feld ringsherum haben möchte.
CS
Jürgen
 
Sicher? Ich bin mir ziemlich sicher, das mit der 120mm (oder der SVBony 905C) und dem Omegon 50/200 getestet zu haben,die beiden Sensoren sind ja 4,8x3,6mm groß, und da war noch ausreichend Platz rundrum.

Ich habe gerade keinen Screenshot, aber Stellarium spuckt das aus, was ganz gut zur Erinnerung passt:
Screenshot.png

Wie viel Platz willst du denn?

Beste Grüße,
Alex
 
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