Suche Step-Down Ring Adapter 116 -> 112 mm (Bauteilsuche)

heinrichl

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!

Ich suche einen Step-Down Adapter Ring von 116 mm nach 112 mm.

Mein neues (gebraucht neues) MTO Spiegeltele hat ein Filtergewinde von 116 mm. Das ist ein eher seltenes Filtergewinde, es gibt kaum Filter dafür. Ich möchte mit dem Adapter fotografische Standardfilter mit 112 mm vorne vor schrauben, davon gibt es eine vergleichsweise große Auswahl.

Das Objektiv ist eines der auch als Russentonneobjektiv bekannten Vintagespiegeltele von MTO mit allerhand Korrekturlinsen (~= katadioptisch). Ich befürchte, eine nachgeschaltetes Filter - z.B. in einer Filterschublade - wird Reflexe machen. Deshalb möchte ich lieber vorne Filter vor bauen. Dafür brauche ich den Adapter. Finde aber keinen.
Gruß und Dank
 
Was möchtest du denn für Filter einsetzen? Ich kann mir nur einen Pol-Filter als sinnvoll vorstellen. Und den könnte man hinter das Objektiv bauen. Wenn du eine spiegellose Kamera verwendest ließe sich der Filter gut anordnen. Einen Polfilter als Frontfilter wird es in 116mm nicht fertig geben.
Heliopan fertigt aber auch Filter für Spezialfälle her. Ich habe von dieser Firma einen allerdings ungefasten Filter in einer Sondergröße bekommen.
Es gab für die Russentonne einen Satz Filter in grün, orange, grau und UV-Sperr. Solch einen Filter könntest du auftreiben und dir von Heliopan das entsprechende Filter Glas liefern lassen. Und einen Stepdown-Ring? Der würde das Objektiv noch weiter abblenden und das Objektiv hat schon nur Blende 10. Den Ring könnte man sich zwar drehen lassen, Astronomik macht so etwas, aber ich würde das Objektiv nicht mit Frontfiltern verwenden, hatte auch nie Bedarf dafür, außer für die Sonnenfotografie, wofür ich einen verspiegelten UV-Filter aus dem Originalfiltersatz einsetze.
Es gab auch einen Frontfiltersatz für die anderen russischen Objektive. Für das 8/500mm habe ich auch einen verspiegelten UV-Filter.
Grüße
Dietrich
 
Die Drehung der Kamera habe ich mit einem umgebauten T2 Adapter gelöst: die drei Madenschrauben M3
aus dem Adapter raus, je eine Kugellagerkugel 2mm in die Bohrung und eine M3 Rändelschrauben in die Bohrung. Fertig ist der einstellbare Rotationsadapter.
Grüße
Dietrich
 
Moin!

Es gab für die Russentonne einen Satz Filter in grün, orange, grau und UV-Sperr.

Ja, den 116 mm UV-Sperr, Grün und Orange Standardfiltersatz im original russischen Wachspapier hatte ich mit dabei. Bei höheren Sommertemperaturen dampft das Wachs aus dem Wachspapier aus und verschmiert die Filter schön. _affeaugen:

Bei eBay com gibt es für rund 100 Euro pro Filter auch noch ein paar mehr Farben in 116 mm aus Moldavien. Wie gut die Qualität solcher Filter dann ist, ist aber eine andere Sache.

Aber 120 -> 116 mm Filtergewinde Reduzier-Adapter gibt es jedenfalls nicht.
Danke trotzdem
 
Hallo,

kannst du den Filter vielleicht auf der anderen Seite mit einem Adapter einschrauben ?
Ich habe das bei meinen M42 Objektiven und Astrokamera so gelöst:
filter-adapter1.jpg

filter-adapter2.jpg

filter-adapter3.jpg


Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

ja natürlich könnte man ersatzweise auch ein 42 mm (oder 48 mm) Filter hinter das Russentonneobjektiv mit M42 Anschluss schrauben, solange man sich mit der Filterkonstruktion plus Bajonettadapter für Fotokamera innerhalb freien Backfokuslänge der Objektiv-Kamerabody-Kombination bewegt. Danke für den wertvollen vervollständigenden Hinweis. :y:

Das Auflagemaß eines M42*1,00 Vintageobjektivs beträgt 45,5 mm.


Das Objektiv ist eines der auch als Russentonneobjektiv bekannten Vintagespiegeltele von MTO mit allerhand Korrekturlinsen (~= katadioptisch). Ich befürchte, eine nachgeschaltetes Filter - z.B. in einer Filterschublade - wird Reflexe machen.

Das Problem ist halt, dass die Gefahr von Reflexen bei Filter hinter einem Objektiv, das Linsen enthält, immer groß ist, insbesondere bei einem Fotomotiv mit einer sehr hellen Stern drin, z.B. Wega. Dann könnte ich ja gar nicht mehr den Pferdekopfnebel und den Irisnebel fotografieren! Die haben nämlich beide sehr helle Sterne drin.

Bei einer noch heller strahlenden partiellen Sonnenfinsternis verursacht sogar auch ein ND Graufilter vor dem Objektiv ca. ab Stärke ND4 merkliche Reflexprobleme. Vgl.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

dann hatte ich ja Glück mit meiner kleinen Astrokamera und den in die T2 Verlängerung geschraubten 1,25" Filter. Mir sind da noch keine störende Reflexionen aufgefallen. Frontfilter wären viel teurer und würden dann ja nicht bei allen Objektiven passen.

So kann ich z.B. H-Alpha oder OIII Filter einmal in die Verlängerungshülse schrauben und dann ein beliebiges M42 Objektiv für Schmalbandaufnahmen verwenden.

Gruß,
Holger
 
Jetzt möchtest du Astrofotografie mit der Russentonne betreiben?
Du hast aber auch immer noch nicht angedeutet, mit welcher Kamera.
Mit meinen verspiegelten Sonnenfilter habe ich jedenfalls keine Aufnahmeprobleme.
Willst du Astrofilter verwenden? Die werden doch auch sensornahe eingesetzt. Hast du denn schon Astrofilter und wenn ja, welche?
Erkläredoch mal, was du mit der Russentonne vorhast. Ich bin bisher davon ausgegangen, daß du auf Safari gehen möchtestit dem Objektiv. Dafür halte ich es für zu langsam, von der Bedienung her und auch von der Lichtstärke.
Es ist gut für Sonnen- und Mondfotos.
Für die Aufnahme von DeepSky-Objekten würde ich auch eher eine eher kurzbrennweitige Linsenoptik empfehlen und eine richtige Montierung zur Nachführung und nicht nur ein kleines Stativ.
 
dann hatte ich ja Glück mit meiner kleinen Astrokamera und den in die T2 Verlängerung geschraubten 1,25" Filter. Mir sind da noch keine störende Reflexionen aufgefallen.

Dann hattest/ hast Du mit Deiner Kombination gleich doppelt Glück.
- Das kurze Auflagemaß Deiner Astrokamera (wahrscheinlich um 17,5 mm) ermöglicht Dir überhaupt erst Filter und Adapter zwischen Fotoobjektiv und Kamera zu schrauben. Fotokamera-Bodies haben aber (unterschiedliche) höhere Auflagemaße, da kriegt man nur schwer was dazwischen, manchmal gar nichts.
- Du hast mit der Kombi bis jetzt einfach noch nichts richtig Hellstrahlendes fotografiert. Die Oberflächenvergütungen der alten M42 Objektive hatten noch nicht heutige Qualität. Z.T. sind die alten Oberflächenvergütungen auch erheblich gealtert.

Frontfilter wären viel teurer und würden dann ja nicht bei allen Objektiven passen.

Genau, das ist das Theater bei Fotoobjektiven. Das erste Fotoobjektiv hat ein 49 mm Filtergewinde, das zweite 52 mm, das dritte 55, das vierte 58 mm und das fünfte 62 mm Filtergewinde.

Wenn man nicht alle fotografischen Filter dreifach und fünffach kaufen will, kauft man also lieber gleich ein großes 95 mm oder 112 mm Filter (das sind die beiden größten fotografisch gebräuchlichen Filtergrößen) und schraubt dann einen Step Up Adapter z.B. 52-95 oder 58-112 dazwischen.

Im Fall des MTO Objektivs muss ich halt von 116 mm auf 112 mm runter (Step-Down). Dieser Helligkeitsverlust ist meines Ermessens vernachlässigbar. Aber dann kann ich jedes 112 mm Standardfilter mit dem passendem Adapter an allen Fotoobjektiven (49, 52, 55, 58, 62, 116 mm) vorne vorgeschraubt nutzen, die ich habe. Denn das Filter ist dann entweder größer als alle Objektive, oder nur marginal kleiner.


Jetzt möchtest du (zusätzlich auch) Astrofotografie mit der Russentonne betreiben?

Ich weiß, dass Du es nur gut meinst Dietrich. Aber ich habe mir vorher schon sehr viele Gedanken zum Filterkonzept gemacht (siehe 5 Zeilen drüber) und will das Konzept auch so durchziehen.

Mögliche Umgehungsalternativen des 116 - 112 Filtergewindeadapters kann ich selbst deshalb so erstmal nicht gebrauchen. Können hier aber ruhig mit diskutiert werden, wenn jemand Anders auch eine Russentonne hat und einen anderen Lösungsweg gehen will als ich.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, du wirst doch auch keinen H alpha-Filter oder OIII-Filter in 112mm bekommen, solche Filter gibt es doch nur zur Montage vor dem Sensor. Ich habe solche Filter als sogenannte Clip-in-Filter für die Canon EOS-Kameras. Die gibt es auch von Astronomik.
Wenn du 112mm Einschraubfilter verwenden willst, welche Art Filter möchtest du denn anwenden? Und an welcher Kamera findet das dann statt?
 
Und du wirst dir doch auch keinen Filtersatz in 112mm Größe besorgen um diese Filter dann mit Step-Down Ringen an Objektiven hinunter bis 49mm Einschraubgewinde zu benutzen. Wenn man Filter an Digitalkameras verwendet,dann doch nur noch Polfilter und Schutzfilter, bestenfalls noch Effektfilter, wenn man sie nicht elektronisch nachbildet und an der Russentonne ist eigentlich nur ein Polfilter sinnvoll. Und dann würde ich nur noch einen weiteren Filtersatz in 68mm Durchmesser anschaffen, wenn du unbedingt sparen willst. Das Rumgeschraube mit Übergangsringen wird dir mächtig auf den Zeiger gehen.
 
Ich versteh Dich schon. Mein Weg mag neumodisch und noch wenig populär sein.

Nichts desto trotz ist ein fehlender 116 auf 112 mm Adapter ein vergleichsweise triviales Problem. Weil es den so gerade nicht gibt, habe dazu auch noch einen 3D Druck Thread aufgemacht. Und wenn das nicht geht, dann lass ich den Adapter drehen. Und falls das auch wieder nicht gehen sollte, nehme ich einen von den russischen Originalfiltern, schlag das Glas raus und klebe ein 112 mm Gewinde dran, sodass ich einen Adapter bekomme.

Aber ich werde wegen so einer mechanischen Lappalie nicht mein Gesamtkonzept umwerfen, wo bereits fünf Mal der Optimierer drüber gelaufen ist.

Deine gesamtheitliche astronomische Equipmentberatung ist zwar gut gemeint. Das würde aber dort enden, dass ich als jüngerer Hobbyastronom (ich habe nur einen altmodischen Namen bekommen) genau tupfengleich das nachmachen würde, was Du schon vorgemacht hast. Das finde ich aber langweilig; ich möchte ganz bewußt in bestimmten wohl überlegten Bereichen auch Mal neue Wege gehen. Insbesondere, wenn ich den anderen praktikablen Parallelweg nach querfeldein durch den Wald schon durch die Bäume durchschimmern sehen kann.

Kannst Du das nachvollziehen?
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, das kann ich nicht nachvollziehen, weil du zu sehr im Unbestimmaren bleibst, sodaß man als Außenstehender gar nicht absehen kann, um was es dir geht. Außer vielleicht darum eigene Erfahrungen zu machen.
Wenn ich dann lese, daß du eventuell in erwägung ziehst einen MTO-Filter "raus zu schlagen" (wo der doch ohne viel Aufwand einfach entnommen werden kann) sehe ich, daß du auf einem verlustreichen Weg unterwegs sein möchtest.
Diese Filter sind zwar nicht entspiegelt, aber von einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Zeiss bringt/brachte ähnliches nur mit viel größerer Glastärke zu Wege und kassiert(e) dafür 4stellige DM-Beträge.
Ich hoffe bloß, da0 du dich nur nicht im Dornengestrüpp verhedderst.
Abschließende Grüße
Dietrich
 
Wenn ich dann lese, daß du eventuell in erwägung ziehst einen MTO-Filter "raus zu schlagen" (wo der doch ohne viel Aufwand einfach entnommen werden kann) sehe ich, daß du auf einem verlustreichen Weg unterwegs sein möchtest.

Die Innengewinde von 20+ Jahre alten Filtern (, die das Glas halten,) sind halt oft oxidiert, sodass sie fest sitzen. Das ist das gleiche wie bei oxidiert-verklebten Spacergewinden. Aber wenn das Glas raus ist, kann ich da wunderbar WD40 reinsprühen und dann lösen sich wie von selbst. :D


Nein, das kann ich nicht nachvollziehen, weil du zu sehr im Unbestimmaren bleibst, sodaß man als Außenstehender gar nicht absehen kann, um was es dir geht.

Ganz genau, das kannst Du nicht nachvollziehen. Denn die astronomische Ganzheitlichkeitsberatung meines Equipments stand ganz bewusst nie zur Diskussion.

Die Strategie der Zusammenstellung meines Equipments hat schon 5 Interationen durchlaufen, jede Runde mit KI Abfragen, Gegencheck in der Astrogruppe und Abgleich mit den am Markt tatsächlich zur Verfügung stehenden Equipment, inklusive dessen Möglichkeiten und Kosten.

Ich müsste 4 DIN A4 Seiten zu meiner Equipmentstrategie schreiben und am Ende kommt zu 98% die gleiche Strategie raus, die ich jetzt schon habe. Deshalb bringt es mir nichts, die Equipmentstrategie noch ein sechstes Mal zu diskutieren.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben