Klaus_Fischer

Mondmosaik am 14.3.2016

Hallo zusammen,

gestern Abend war ja wieder mal klarer Himmel, und die Vorraussage für die Nacht war auch nicht schlecht.

Da dachte ich mir, ich probiere nach der Justierung meines Fangspiegels mal, wie viel besser das Bild jetzt am Mond wird. Ich habe mit meiner Planetenkamera ein Mosaik angefertigt, anbei das Resultat: (in reduzierter Bild-Forum Größe)

Viel besser, mit wesentlich mehr Details als meine ersten Versuche, die ich hier auch eingestellt hatte: (aber wohl immer noch nicht das Ende der Fahnenstange, da muss noch mehr gehen mit einer 8-Zoll Optik, wenn ich mir die Bilder hier im Forum so anschaue...)
Evtl. liegt es noch am Seeing, der Fokusierung oder Bildverarbeitung, oder einer Kombination daraus - die wachsende Erfahrung wird es irgendwann hoffentlich zeigen...


Nachdem um ca. 4 Uhr ein doppelter Schattendurchgang auf dem Jupiter mit gleichzeitigem Großen Roten Fleck war, dachte ich mir, ich lasse die Montierung mal laufen, und stelle mir den Wecker.
Die ersten Versuche gestern um ca. 23:00 am Jupiter waren zwar nicht ganz so gut wie neulich, aber doch ganz vielversprechend.

Als ich um 3:30 aufgestanden bin, war allerdings schon alles in Nebelsuppe, und ich hab den Kameraden fast nicht mehr gefunden.

Deshalb gibt's heute "nur" einen Mond...

Ich hab dann nur noch abgebaut und mich wieder schlafen gelegt.

Schöne Grüße,
Klaus
Hallo Klaus,

das sieht doch sehr gut aus. Am Terminator könntest Du nochmal mit einem Grafikprogramm den Grauschleier schwärzen.

Ich komme gerade von meiner Session rein. Beim Mond sind mir gute Aufnahmen gelungen, aber für den Jupiter hat das Seeing nicht gereicht.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

ja, das mit dem Terminator habe ich mir auch schon gedacht. Ich weiß nur nicht, wie man das macht, damit es auch einigermaßen gut ausschaut. Bin halt mal einfach mit dem Pinsel so drüber gefahren.

Wenn man es richtig machen will, müsste man denke ich mit einer Maske arbeiten, und dann auch bissl mit fließendem Übergang (Transparenz), damit der Kontrastunterschied am Rand, wo die Bildinformation dann anfängt, nicht zu groß wird.

Muss mich dann mal auf eine Suche nach einer Anleitung diesbezüglich machen...

Schöne Grüße,
Klaus
 
Hallo Klaus,

Also ich nehme dafür gimp.
Sprühpistole
Pinsel: Circle Fuzzy
Deckkraft setze ich manchmal auch noch etwas runter.
Skalierung recht hoch.

Gruß,
Holger
 
Hallo Klaus,

noch ein Tipp:
z.B. rechts im Bild ist der Terminator sehr scharf danach kommmt ein Abschnitt der etwas unschärfer ist. Das kenne ich von meinen Aufnahmen, da könntest Du in fitswork diesen Mosaikteil mehr schärfen. Manchmal nehme ich am Termionator auch kleinere Radien und weiter davon entfernt dann etwas größere oder ich gehe mit der Stärke hoch.
Ab und zu hilft es auch das fertige Mosaik mit der Freihand-Auswahl von gimp mit unscharf maskieren nochmal an einigen Stellen nach zu schärfen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger und Olaf,

vielen Dank für die Tipps - das mit der Sprühpistole werde ich dann mal probieren.

Ich wollte das Bild eigentlich auch noch etwas aufhellen, aber das Problem war, dass man dann einen der Mosaik-Ränder so stark gesehen hat. Irgendwie hat das Zusammensetzen da nicht sehr homogen funktioniert - Ich hatte den ImageComposite-Editor verwendet.

Das vorliegende Bild war ein Kompromiss aus Helligkeit und sichtbarer Kante...

Da muss ich einfach auch noch mehr Erfahrung sammeln.

Schöne Grüße,
Klaus
 
Hallo Klaus,

ich verwende Microsoft ICE. Die Freeware setzt das komplette Mosaik automatisch zusammen. Ich hatte das vorher mühsam mit fitswork gemacht und war dann erstaunt wie problemlos und schnell das mit ICE geht.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

ja, den habe ich auch verwendet -
allerdings sieht man da an einer Stelle die Kanten der Einzelbilder (wenn du das Bild mal speicherst und in der Tonwertverteilung oder Gradationskurve in der Helligkeit hochziehst, siehst du, was ich meine...)

Auf den ersten Blick schien ICE das ganz toll und homogen zu machen, aber wenn man dann die Helligkeit hochzieht, hat es nicht mehr so toll ausgesehen...
Ist aber wahnsinnig schnell, und die Übergänge sieht man auch (fast) gar nicht -
evtl. muss ich darauf achten, dass der Dynamikumfang besser ausgenutzt ist, dann muss man in der Helligkeit nicht mehr so viel nachbearbeiten.

Bis wohin gehtst du eigentlich im Histogramm bei deinen ASI-Aufnahmen? Ich war immer nur so ca. bis zur Mitte (ca. 50%, wenn keine log. Darstellung) gegangen. Evtl. bis leicht oberhalb. (60%).
Dies deshalb, weil ich bei meinen ersten Gehversuchen festgestellt habe, dass Wolkenbänder (Jupiter) und Kraterränder (Mond) beim Nachbearbeiten sonst sehr leicht ausbrennen...

Schöne Grüße,
Klaus
 
Hallo Klaus!

Mich spricht dieses Bild an. Wirkt natürlich und nicht überschärft.
Ich finde es ist Dir gelungen :super:

Viele Grüße
Heinz
 
Hallo Klaus,

ja ich halte das Histogramm auch eher niedrig ungefähr die gleichen Werte.

Ich nehme beim Terminator etwas mehr Belichtungszeit, da der Bereich ja dunkler ist.

In fitswork passe ich die Abschnitte mit dem Histogramm an.
Rechte und linke Rand und Gammawert erhöhen.

Wenn sich die Abschnitte gut genug überlappen und die Helligkeit bei den Überlappungsbereichen der betreffenden Bilder ungefähr gleich ist, bekomme ich das dann mit ICE sehr homogen zusammengefügt.

Gruß,
Holger

 

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