Klaus_Fischer

Neptun am 31.8.2016

Hallo zusammen,

hier mal mein erster Versuch an Neptun vergangene Nacht.

Aufgenommen mit C8, 2000mm + Barlow-Element der Baader Q-Turret in die ASI120MM-S reingeschraubt.
(effektive Brennweite weiß ich nicht, muss ich erst mal mit einem "vernünftigen" Planeten wie Jupiter und den Monden ausmessen, aber dafür ist's dieses Jahr zu spät).

Das Bild ist im Maßstab 1,4-fach abgebildet.

Verglichen mit Mars und Jupiter ist das ganz schön herausfordernd - ich musste mit der Belichtung auf 1s hoch gehen, Gain war fast am Anschlag (fast 100).
D.h. man bekommt, wenn man 2 Minuten filmt, nur noch sehr wenige Bilder zum stacken im Vergleich zum Jupiter.

Habe den Kameraden dann noch 2x aus meinem Bildfeld verloren und musste ihn erst wieder neu finden...
Seeing war auch nicht so toll -

Aber wenigstens erkennt man, dass es ein Planetenscheibchen ist, und er leuchtet schön Blau.
Bin mal gespannt, was da noch geht, wenn evtl. mal die Bedingungen etwas besser sind.

Schöne Grüße,
Klaus
Hallo Klaus,

ja ich bin da jetzt auch dran. Am 27.8. hatte ich etwas bessere Bedingungen. Bisher konnte ich das in den Folgetagen nicht mehr toppen.

Ich kam bei mir mit dem 8'' F6 Dobson, Asi120mc und Baader-Q-Turret mit 500ms und 90 gain aus.

Sind eigentlich Details möglich oder ist das wie bei der Venus, wo ohne spezielle Filter keine Strukturen zu sehen sind?
Vielleicht kann da jemand mehr zu sagen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

ich habe vor 6 Jahren Jupiter + Marsbilder mit > photozoom < vergrößert um etwaige Details sicherer zuerkennen!

Das Auge tut sich halt leichter Details zu erkennen

Dazu habe ich 5 - 10 je 150 Bilder große Bildpakete gestakt, die auf 10 - 20 Fach vergrößert, um nun besser erkannte Details, dann herausgearbeitet, üblich behandelt, wie Farbkanäle anheben, schärfen usw. ( dabei aber immer unterhalb der Artifaktenbildung bleiben ) dann zusammengeführt und auf 2 Fach zurück skaliert!

Die Details waren ca. 1,5 mal besser erkennbar als auf früheren gesamt gestakten Bildern, das Ergebnis, wurden nach meinem Empfinden aber durch die recht großen Pixel von 6µ von damals begrenzt!
Es sollte demnach mit den heutigen Pixelgrößen noch mehr drin sein!
Ich konnte durch die Bildvergrößerung keine Artefakte feststellen!

Ob die Strukturen und Details reell sind lässt sich ja leicht mit den einschlägigen Programmen oder Profibildern abgleichen!

Leider kann ich kein Beispiel mehr zeigen, da mir 2012 die Festplatten durch Blitzeinschlag in meiner Abwesenheit abgeraucht sind!
Ich hatte schon einige Planetenbilder in 15 facher Vergrößerung zusammengestellt um ein Planetenkalender zu erstellen, ca. 60 Mond; Sonnen und Planeten Fotos und über 300 eingescannte Mond Zeichnungen futsch!

Danach habe ich erstmal mit den Fotos aufgehört!

Freue mich seitdem aber über Eure tollen Bilder


Vielleicht hast Du ja mal Lust es austesten!

Gruß Günter
 
Hallo Holger,

ich habe mal bei Damian Peach nachgeschaut, was er so zeigt bzgl. Neptun und Strukturen:
es sind durchaus Strukturen abbildbar, allerdings setzt er ein C14 ein. Aber wie ich dich kenne, wirst du das auch aus deinem 8'' rauskitzeln ;-)

http://www.damianpeach.com/barbados10/2010_09_25neptune.jpg

insgesamt hat er aber wenige Bilder von Neptun auf seiner Homepage.
Von Uranus schon mehr, und da sind auch deutliche Wolkenbänder erkennbar.

Mal schauen, was da noch geht, wenn der im Oktober in Opposition kommt...

Schöne Grüße,
Klaus
 
Hallo Klaus,

ja die Seite habe ich mir auch schon angesehen.
Allerdings hat er bei den meisten Bildern Filter verwendet.
(RG 610 oder IR 685)

Würde eigentlich ein RG 610 Filter trotz eingebautem Sperrfilter bei der Asi120mc wirksam sein und bei Uranus und Neptun gewinnbringend genutzt werden können ?

Ich konnte übrigens in den letzten Tagen keine besseren Ergebnisse erzielen. Aber dran bleibe ich da auf jeden Fall.

Gruß,
Holger
 

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