TA ist am Abendhimmel angekommen

Gestern Abend hat's mich ob des guten Wetters nochmal auf den Acker gezogen um mit der DSLR und ihrem APS-C-Chip zu spielen.
Durch diverse Punkte muss ich mich mangels Erfahrung noch richtig durchfummeln.
41x15sek, ISO 6400, f=18mm bei f/3,5
TEST.jpg
Imho könnte man dem Bild die Verdeutlichung unserer Winzigkeit im All zuschreiben - das kam mir als beim Betrachten des kleinen Kometenschweifs vor der für uns gigantischen und im Maßstab des Alls dennoch kleinen Struktur der Milchstraße als Erstes in den Sinn.
 
Hallo allerseits,
das Wetter spielte diese Woche am Niederrhein mit, das Seestar hatte mal echt was zu tun, am 22.10. sieht man den Gegenschweif ganz passabel, selbst heute war ein Wolkenfenster da, und ich habe mal das begrenzte Bildfeld mit einer Kollage (sehr grob und laienhaft) "überlistet ;) .
CS Christoph
22.10. 1729620112005-1.jpg
Kollage 26.10.2024.jpg
 
Hallo,

Foto von gestern Abend (26.10.2024) mit 50mm Objektiv. Mal wieder viele Schleierwolken, die dem Bild ein Aussehen geben, das gut in die bald beginnende Adventszeit passen. Spekulatius etc. gibts ja schon seit September beim Discounter.

TA26102024.jpg
 

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Foto von gestern Abend (26.10.2024) mit 50mm Objektiv. Mal wieder viele Schleierwolken, die dem Bild ein Aussehen geben, das gut in die bald beginnende Adventszeit passen. Spekulatius etc. gibts ja schon seit September beim Discounter.
Das Ergebnis ist immer noch unschlagbar besser, als was ich hier je erreichen könnte, ohne Nebel und Schleierwolken. Ich werde morgen Abend nochmal einen Versuch wagen.
 
Hallo Andy,

Zitat: (Christ-)Stollen und Lebkuchen ist das einzige was ich hier an Weihnachten vermisse.

dafür hast Du ja die -ganzjährig?- blühenden Weihnachtsstern-Bäume (Poinsettie), die es in DE ja nur als Topfpflanze gibt. Jedenfalls im Kairo-Stadtteil Maadi stehen diese Büsche/Bäume überall herum. So meine Erinnerung von vor 17 Jahren.
 
Hallo zusammen,

boah, da kommen immer noch tolle Bilder des sich verabschiedenden Kometen.

Besonders die stimmungsvollen Aufnahmen gefallen mir ausgesprochen:
von Eike_JD mit "dekorativer Lichtverschmutzung" und im Nebel sowie dem "Beifang",
auch das Mosaik von Christoph alias ckaspari,
von Hans, alias THATEIS, mit der Milchstraße und durch die Schleierwolken. Die Aufnahme erinnert mich an den "Atlas der Sternbilder" von Eckhard Slawik und Uwe Reichert, ein tolles Buch, nur etwas sperrig ;-).

Am Freitag Abend war auch ich mit unserer "lokalen Gruppe" im Feld und da war der Komet natürlich auch wieder Objekt der Begierde. Ich hatte, neben meinem 20x77 Miyauchi, allerdings nur meine Canon 450d mit 135mm Zeiss-Sonnar auf Fotostativ dabei.
Leider waren die Bedingungen alles andere als gut, viele Zirren bzw. ausgefranste Kondensstreifen. Trotzdem haben alle den Abend so gut es geht genutzt.

Im Miyauchi war der Komet eine Pracht. Der Schweif ging quer durchs gesamte Gesichtsfeld. Bei besserer Durchsicht hätte er bestimmt nicht ganz rein gepasst.

Mit der stehenden Kamera konnte ich, nach Abzug der Satellitenverseuchten, 124 Rohbilder mit je 3,2 Sekunden Belichtungszeit bei 1600 ASA gewinnen. Die Dark-Korrektur machte die Kamera während der Aufnahmen. Flats hatte ich mit der Kombination schon am Dienstag gemacht und habe diese einfach recycled ;-).

Bei stehender Kamera bekommt man, beim Stacken nur auf den Kometenkern, natürlich die Bildfelddrehung ins Bild:

2024-10-25_stack-comet-core_033.jpg


Um das los zu werden, habe ich in einem ersten Durchgang mit der Batchverarbeitung in Fitswork, alle Bilder erst mal auf zwei Sterne registriert, aufeinander angepasst und in einem eigenen Ordner abgespeichert. Dazu war natürlich händisches Eingreifen gefragt, da ich während der Aufnahme einige male den Bildausschnitt korrigieren musste. In diesem Durchgang wurden natürlich auch die Flats mit verrechnet.

In einem zweiten Durchgang konnte ich dann auf den Kometenkern stacken, was vollautomatisch durchlaufen konnte.
Das ganze Prozedere führt natürlich zu unschönen verdrehten Rändern, die anschließend beschnitten werden müssen.

Im nächsten Schritt wurde mit GraXpert der Hintergrund geebnet, wobei darauf zu achten ist, dass man sich keine Information im Bild glatt bügelt. Die Messpunkte müssen also mit Bedacht gewählt werden. Besser weniger als zu viele.
Zum Schluss habe ich das Bild noch in Fitswork mit einem Radius von 1,2 Pixeln dezent geschärft. Hier das Resultat:

2024-10-25_C-2023-a3_450d_135sonnar_124x3200ms.jpg


Die rest-Strichspuren sind nun nur noch der Eigenbewegung des Kometen geschuldet.
Für die mäßigen Bedingungen, den geringen Aufwand und die einfache Ausrüstung, bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Nach dem Kometen kümmerte ich mich noch um meine Helligkeitsmessungen an der potentiellen Nova T-CrB.
Zum Schluss wurden noch einige Klassiker (M45, M31, h&chi, M13, M27,...) mit dem Miyauchi abgeklappert, woran die Mitstreiter auch ihren Spaß hatten. Leider war die Durchsicht, wie schon angemerkt, recht bescheiden, aber schön wars doch :).

Soweit mein heutiger, bescheidener Beitrag.

Viele Grüße & CS,
Reinhard
 
Zuletzt bearbeitet:
von Hans, alias THATEIS, mit der Milchstraße und durch die Schleierwolken. Die Aufnahme erinnert mich an den "Atlas der Sternbilder" von Eckhard Slawik und Uwe Reichert, ein tolles Buch, nur etwas sperrig ;-).
Hallo Reinhard,

danke und ja, an das Buch habe ich auch gedacht, als ich das Bild fertig bearbeitet hatte. Sperriges Buch. Stimmt, passt hochkant in kein Bücherregal
 
Hallo,

hatte ein paar Nächte im Sternpark und habe den Kometen in größerer Brennweite aufgenommen . Leider war Astronomischen Dämmerung immernoch Dunst und Schleierwolken auf der Westseite . Von daher können die Farben nicht ganz stimmen .


Hier aufgesattelt im Weitwinkel auf dem VMC .
C2023-A3-Tsuchinsha-Atlas_Gülpe_Astro1200mm.jpg


C2023-A3-Tushinshan-Atlas_APP_Astro1200mm.jpg


C2023-A3-Tsuchinshan-Atlas_APP_Astro1200mm.jpg


so sah es dann jeden Morgen aus, alles nass versüfft . Ab 2 Uhr morgens war dann auch alles vorbei , es nebelte zu
IMG_2451_web.jpg


gruß André
 
Hallo zusammen,
endlich hab ich das Biest auch mal erwischt, nachdem bei uns ständig schlecht Wetter oder Festivitäten waren. Ich hab ihn auf feststehendem Stativ mit Nikon D5300 und SIGMA 17-70 bei 70mm Blende 4 und ISO1600 fotografiert. Es sind 130 Bilder a 4s in APP gestackt und in PI bearbeitet.
Komet_CurveTrans.jpg
 
Hallo beisammen,

nachdem es heute tagsüber hier in Kiel nicht so aussah als würde der Wettergott abends die Beobachtung oder gar Fotografie von C/2023 A3 TA zulassen, so wurde ich dennoch nach Einsetzen der Dämmerung positiv überrascht. Also schnappte ich mir wiederum meine Sky Guider Pro, sattelte die Canon EOS 700 Da drauf und begann - in freudiger Stimmung ob des unerwartet aufgeklarten Himmels - meine tagesaktuelle Belichtungsreihe. Dabei zeigte sich, dass der Kometen(staub-)schweif derzeit noch eine erstaunliche Länge aufweist. Auch ist er im Fernglas (10x50) visuell sehr schön sichtbar, obgleich die wirklich imposanten Eindrücke langsam weichen:(. Es ergeben sich in den folgenden Tagen noch sehr fotogene Begegnungen mit IC 4665 und später dann noch mit NGC 6633. Wäre schön, wenn mir hier dann nochmal ein fotografischer Nachschlag gelänge. Man wird ja nochmal träumen dürfen... Hier mein Ergebnis vom heutigen Tage einschl. oCl IC 4665 (nebenbei bemerkt: ein sehr schönes Feldstecherobjekt). Bildbearbeitungstechnisch habe ich indes nur auf die bewährten Standardverfahren zurückgegriffen ohne viel aufwendigen Schnick-Schnack:

TA-271024-180-3_GraXpert-2-kl.jpg


Aufnahmedaten: Sky Guider Pro Reisemontierung von iOptron, Canon EOS 700 Da mit Tamron-Telezoom AF70-300mm bei 180 mm Brennweite, 35 x 30 Sekunden, 1600 ISO, 20 Flats, keine Darks und Biasframes. Verwendete Software: DSS 4.2.6, Fitswork 447, GraXpert (ohne KI-Funktion) sowie Photoshop. Stacking im Kometenmodus auf die Sterne, was im Hinblick auf die nicht sehr stark ausgeprägte Eigenbewegung des Kometen für mich vertretbar war.

Ich hoffe, die Aufnahme gefällt ein wenig.

CS
Stefan
 
Hallo zusammen,
das hat mir jetzt keine Ruhe mehr gelassen. Ich hab heute nochmal mit meinem 180er ASKAR (leider nur Brennweite, nicht Durchmesser ;) ) und der QHY268C draufgehalten: 20x30s, also 10 Minuten Gesamtbelichtungszeit. Gestackt wieder mit APP, bearbeitet mit PI und APP. Ist doch ein kleiner Unterschied :) Ich mußte nur etwas ungewöhnlich cropen, weil mir da irgendwann Stromleitungen durchs Bild gehen. Und ich hätte die Kamera noch 90° drehen können, dann wär noch etwas mehr Schweif drauf gewesen. Aber ich bin erst mal zufrieden.

C2023_A3_TA_V3_gedreht_WA.jpg
 
Hallo

bis einschließlich Sonnabend (26.10.24) gab es bei mir in der letzten Woche am frühen Abend einen zum Teil brauchbaren Himmel.
Hier meine vorerst letzte Aufnahme des Kometen C/2023A3 Tsuchinshan-ATLAS .

Comet_241026_1930kl.jpg

Kamera: Canon EOS 600, Objektiv altes CZJ Sonnar 2,8/180mm - 8sec. belichtet (Ausschnitt); die Abbildung der Sterne ist nicht optimal, obwohl motorisch nachgeführt wurde. Dieses Objektiv scheint für die digitale Fotografie nicht geeignet zu sein.?


Am Mittwoch(23.10.) flog auch noch die Pest am Himmel (Starlink-Satelliten) durchs Bild - am Donnerstag noch näher in Sichtlinie des Kometen.
(rechts oben - sind es 3 von geschätzt 25 Satelliten)
Komet_TA_241023-1942kl.jpg

Aufnahme: 23.10.2024 19:42 MESZ ; Canon EOS 600 Objektiv Sigma 1,4/30mm (Bl. 2) ~5sec. belichtet (Ausschnitt)


CS Dieter
 
Gestern Abend (29.10.2024) gings unerwartet doch noch mal. Sogar dieSchleierwolken, die all die Tage zuvor am Himmel waren, fehlten. Dafür km nach ca. einer Stunde der Hochnebel. Hier das Foto, 28mm BW (APS-C). So hätte ich das gern gehabt, als der Schweif noch hell und lang war.

TA 29102024.jpg
 
Hallo Hans @THATEIS !

Wirklich tolle Aufnahmen! Wenn man halbwegs dunklen Himmel hat. Auch mit etwas längerer Brennweite wird der Komet noch eine Weile eine lohnendes Objekt sein.

Ich werde mangels guten Beobachtungsbedingungen wegen der mich umgebenden Großstadt nur noch den 8. und 13. November ins Auge fassen, wenn C/2023 A3 in der Nähe von NGC6633 bzw. IC4765 stehen wird. Mal sehen wie hell der Komet in ca. 1.5 - 2 Wochen dann noch ist.

Gruß,
Andreas
 
So, eins hab ich noch ;) Ich hatte gestern abend eine kleine Foto-Session, bis mir der Nebel in die Quere kam. Als Einstimmung hab ich nochmal mit dem 8"F5 Newton und meiner QHY268C auf den Kometen gehalten. Diesmal hatte ich etwas Probleme mit dem Hintergrund. Graxpert machte nen Schatten um den KOmeten, APP sättigte den Kometenkern, PI war auch nix, also hab ichs so gelassen. Ach so: 100 Lights a 20s.

C2023_A3_8F5_NXT_k.jpg
 
Hallo Andreas,

oh, da bin ich skeptisch. Es sei denn, du willst es mit großer Brennweite versuchen. Gestern konnte ich durch einen dem Kometen nahen Stern mit 6.2 Mag den Kometen auf 6.8 Mag schätzen.
Hallo Hans!

Ich bin ehrlich gesagt auch skeptisch ob mir das gelingen wird. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Mehr als dass der Komet für mich zu lichtschwach geworden ist kann nicht passieren.

Rückblickend war es für mich ein tolles Ereignis. Ich habe noch nie einen hellen Kometen so intensiv verfolgt wie TA.

Gruß,
Andreas
 
Die Hochnebeldecke reißt ja gegen Abend immer mal wieder auf, sodass der Komet wider Erwarten doch noch zu einem schönen Erlebnis wurde. Sowohl fotografisch als auch visuell.

Vorgestern konnte ich ihn mit meinem TS 60mm f/5,5 und der Canon R aufnehmen. Nachgeführt wurde mit meiner alten und leider ziemlich eiernden CAM. Zusammengekommen sind 201x20s. Weniger wollte ich dem Verschluss der Kamera nicht zumuten. Für die Sterne wären 5s besser gewesen. Leider stimmte auch der Arbeitsabstand nicht. Die vom Händler angegebenen 55mm reichen bei weitem nicht. Daher sind die Sterne nicht so toll. Da ist es auch egal ob die Nachführung was getaugt hat.

Ich habe mal etwas Farbe ins Spiel gebracht :) Ob die Farben Fantasie sind oder nicht, kann ich nicht sagen. Das ist was nach der Ebnung in Graxpert heraus kam. Bei den Sternen passte es ganz gut und auch bei Deepsky kommen die Bilder schon relativ neutral aus Graxpert heraus. Das Blau im Schweifende ist mir nicht geheuer. Das habe ich etwas runter genommen. Das Grün am Kopf könnte aber so langsam realistisch sein.

Grüße
Joachim

Kometc2023a3.jpg
 
Hallo Kometenjäger,

auch ich hatte heute abend, 30.10.2024, aufgrund einer kurzen Aufklarungsphase hier in Kiel noch einmal quick and dirty die Gelegenheit genutzt, eine aktuelle Belichtungsreihe von TA von meinem Balkon aus anzufertigen. Dabei zeigte sich allerdings, dass doch in nicht geringem Umfang hohe Zirrusbewölkung mit Hochnebelcharakter die Session trübte. Aufgrund der Tatsache, dass ich mich beeilen musste, um im Wettlauf mit den Wetterverhältnissen letztlich nicht den Kürzeren zu ziehen, hatte ich offenbar den Fokus meiner Teleoptik nicht optimal getroffen, aber sei´ s drum. Für Dokumentationszwecke im Hinblick auf das tagesaktuelle Erscheinungsbild des Kometen (scheinbare vis. Helligkeit geschätzt ca. 7.0 mag.) ist das Ergebnis meiner Session, zumindest für mich, durchaus akzeptabel. Unübersehbar ist, dass C/2023 A3 doch deutlich an Brillianz verloren hat. Hier meine Aufnahme, bearbeitet mit DSS 4.2.6, Fitswork 447, GraXpert und Photoshop CC:

TA-301024-180-3_GraXpert-2-kl.jpg


Aufnahmedaten und Ausrüstung wie bereits in meinen vorherigen Posts dargelegt bei 180mm gewählter Objektivbrennweite.

CS
Stefan
 
Vorgestern war abends mal kurz kein Nebel. Ich habe gesehen, dass der Komet nun für einige Minuten sogar von meiner Sternwarte aus sichtbar ist und mit dem 5"er eine kurze Serien gemacht, bis der Nebel wieder kam.


So langsam kann man da mit etwas mehr Brennweite ran. Der Kopf kriegt nun auch dieses typische kalte Kometengrün. War also keine Einbildung beim letzten Bild. Dieses mal habe ich mit der Mono aufgenommen und da kann ich die Farbkanäle so mit Pixelmath entsprechend zusammenfügen, dass das Bild gleich farbneutral ist. Der Farbkontrast ist mit der Mono natürlich auch wesentlich stärker als mit einer OSC. Besonders wenn man keine Luminanz verwendet wie in dem Fall, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Falls es nochmal Gelegenheit gibt, versuche ich auch etwas Luminanz dazu zu bekommen, damit das Bild mehr Tiefe kriegt.

Da fällt mir gerade ein, dass ich schon im Mai den Kometen fotografisch begrüßt habe, als er durch den Virgocluster Richtung Sonne gebraust ist.


Der Maßstab ist der selbe. Da sieht man mal, wie klein der angefangen hat, wenn man im Hinterkopf behält, dass der vor einigen Tagen sogar noch viel viel größer war als zu der Zeit wo ich das Bild aufgenommen habe.

Grüße,
Joachim
 
Heute, 02.11.2024, versprach es noch einmal wettertechnisch aufzuklaren und so nahm ich mir vor, C/2023 A3 erneut auf` s Korn zu nehmen. Gesagt, getan. Da unser Gast aus den Tiefen des Sonnensystems sich wieder von der Erde entfernt und daher zunehmend lichtschwächer (und kleiner) wird, ist nunmehr der Einsatz von Teleskopen angesagt, um noch einigermaßen zufriedenstellende Aufnahmen gewinnen zu können. Also schnappte ich mir meinen Kleinen SW-Newton 130/650mm, bestückte ihn mit der Canon EOS 250 Da, und fertigte eine entsprechende Belichtungsreihe an. Wider Erwarten wurde während des Ansammels der Lightframes auf dem Kamerasensor der Himmel immer diesiger, was natürlich in der Folge zu einem vorzeitigen Abbruch meiner Aktivitäten führte, schade:confused:. Immerhin kamen aber doch noch genügend Einzelframes zusammen, um ein einiger Maßen vorzeigbares Gesamtresultat im Zuge der Bildbearbeitung zu gewinnen. Dabei griff ich wie üblich auf die bewährten Standardprogramme DSS 4.2.6, Fitswork 447, GraXpert (ohne KI !) sowie Photoshop CC zurück. Das Stacking in DSS nahm ich auf den Kometenkern vor, was sich nicht entscheidend auf die Sternabbildung ausgewirkt hat, der tolerierbaren Eigenbewegung des Kometen sei Dank. Hier mein Ergebnis vom heutigen Abend:

TA-021124-N650-3_GraXpert-1-kl.jpg

30 Lights à 45 Sekunden, 20 Flats, keine Darks und keine Biasframes, ISO 1600, IDAS LPS-D1- EOS-Clipfilter wegen der örtlich deutlichen Fremdlichtbelastung an meinem Balkonstandort. Das Guiding erfolgte via 9x50 SW-Sucher mittels MGEN Version 2.42.

CS
Stefan
 
Im Hinblick auf das erste Stackingergebnis (auf Kometenkern) war ich bei näherer Betrachtung - entgegen des ersten Eindrucks - doch noch nicht so richtig warm geworden. Daher habe ich noch mal eine zweite Bearbeitung durchgeführt. Gefällt mir nun etwas besser (Stacking auf Kometenkern und Sterne gleichzeitig, was hier im gegebenen Fall ganz gut hingehauen hat, wie ich finde):

TA-021024-N650-a-final-kl-jpg.jpg


CS
Stefan
 
Hallo Stefan,
ich habe ihn gestern ebenfalls mit einem Pentacon 135/2.8 und 50 sek frames aufgenommen. Dabei sind 50 min gesamt BLZ herausgekommen. Im Gegensatz zu dir war dabei eine deutliche Bewegung des Kometen feststellbar. Ich stacke ebenfalls mit DSS. Da muß man aufpassen das der Komet nicht als Stern beim registrieren erkannt wird!
Wenn ich auf den Kometenkern stacke, sind die Sterne langgezogene Striche.
Obwohl er immer noch unter einer AE Sonnenabstand hat ( 0.976) und von uns etwas über einer AE entfernt ist, wirkt er schon unscheinbar! Sollte er aus Schnee und Eis bestehen ist das merkwürdig? Ich habe ihn auf ~6.5 mag geschätzt.
VG Frank

61x50sek_ISO 1600_Pentacon 135.jpg
 
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Hier mit dual mode im DSS, dabei hat DSS immer Probleme den Kometenkern ohne Artefakte darzustellen. Bin aber noch nicht dahinter gekommen welche Einstellung das eliminiert? Vll hat jemand da einen Tipp?

Hier der Komet am Abend des 2. November von 19:19 bis 20:08 MEZ. Kamera war eine Stock EOS 500D und ein Pentacon 135/2.8 elec MC kam zum Einsatz. Die Aufnahmen wurden geguidet mit ASIAIR und ASImini mit der Astro-5. Der helle Stern im Schweif ist 73 Oph mit 6.5 mag entsprechend des niedrigen Standes von nur 18° über dem Horizont. Aber er dient gut zur Einschätzung der Helligkeit des Kometen auf den Einzelaufnahmen. Die Scheiflänge in diesem Foto schätze ich auf ca. 2°. Wäre die Erde auf ihrer Bahn aktuell 90° zurück würde der Komet sicher einen prächtigen Anblick bieten. Venusbewohner würden hier ganz andere Bilder posten ;)

61x50sek_ISO 1600_Pentacon 135_DSS_dual.jpg


VG Frank
 

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