114/450 mm Skywatcher-Newton: Abschattung?

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norbert

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Nachdem mich selbst beim Lidlfraktor (3,1" f/10) der Farbfehler noch stört und mein "2 Zoll am 1,25"-Auszug"- Experiment letztlich gescheitert ist, habe ich nun doch wieder den ominös "anparabolisierten" kurzen 4,5" f/4 Skywatcher in die engere Wahl für ein Richfieldgerät genommen (3,5° wahres GF sollten immerhin drin sein). Aber nach wiederholter *Meinung* reicht der 32mm Fangspiegel nicht aus, um eine Vignettierung des Hauptspiegels zu verhindern, so dass man effektiv KEINEN 4,5" Spiegel hat ...

*Meinung* stellt mich aber noch nicht zufrieden. Hat jemand den "114/500" Skywatcher und ihn einmal auf eine mögliche (wahrscheinliche?) Vignettierung überprüft? Selbst wenn nur 90mm effektive Öffnung überbleiben, ist das Ding wohl der bei weitem günstigste Richfielder ...

 
Hallo Norbert,

du hättest sicher mehr als "nur" die von dir monierte "Meinung" gefunden, wenn du hier auf den Boards ein wenig (mehr?) gesucht hättest ... aber ich habe auch zwei eindeutig "abgeschattete" Pluto/S. Da kannst du dir übrigens auch mit dem Programm NEWT eine "Meinung" darüber berechnen ...
Aber du hast recht, günstiger gibts weites Gesichtsfeld wohl kaum, zumal spiegelmäßig "farbfrei". Mich stört die Vignettierung nicht wirklich heftig, und schon auf einer kleinen Eigenbau-Dobsonmontierung ist das nicht nur für Kinder ganz nett.

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hi,

es stimmt schon das es das günstigste Angebot absolut ist,
aber aus eigener Erfahrung weiss das der 114/500 tatsächlich nur etwa diese 90mm genutzte Oberfläche hat.
Zudem kommt noch der sphärische Hauptspiegel.Von daher würde ich eher von diesen Gerät abraten,wobei der zu kleine Fangspiegel garnicht mal so das Problem ist sondern eher wie du auch schon gesagt die Form des Spiegels.

M100
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> Wir schreiben da irgendwie nicht über das ganz gleiche Gerät.

Es geht *nicht* um den Bresser Pluto/S mit dem 28mm Fangspiegel, der (wie jemand am Board einmal nachgemessen hat!) den Spiegel auf 67mm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> (nix 80 oder 90mm!) abblendet, oder den neueren mit 40mm-FS (und ansonsten unverändert), der angeblich die volle Öffnung nutzt (und durch die enorme sphärische Abberation des reinen Kugelspiegels praktisch fast unbrauchbar wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> )!

Es geht um das neuere/andere Modell, das von Synta hergestellt wird, der als Skywatcher 114/500 angeboten wird, in Wirklichkeit etwa 450mm Brennweite haben soll und nach den Angaben von W.R. als "anparabolisiert" bzw. "schlampig parabolisiert" kein reiner Kugelspiegel mehr ist.

Tom (binoviewer) ist der Meinung, dieser würde die volle Öffnung des Spiegels nutzen, Michael Hahn (winnie) ist der gegenteiligen Meinung, aber soviel ich weiß, hatte keiner der beiden das Gerät in der Hand, nur die alten Plutos.

Der Verwendungszweck liegt auch ganz klar bei Richfield, sozusagen als großer Mono-Feldstecher.

Ich hätte im Archiv am Board noch keinen Bericht gefunden, wo einer dieser hellblauen Skywatcher-Stummel auf ihre Vignettierung hin *getestet* worden wären! Vielleicht hat aber wer, und an diese Leute richtet sich meine Frage (oder an jemanden, der mich an einen entsprechenden Thread verweisen kann).
 
Hi,

für nicht-fotografische ANwendung würde ich das Vignettieren nicht überbewerten. Zumal ja für die reine Auflösung der volle Hauptspiegel immer benutzt wird, auch wenn der Fangspiegel nur einen gewissen Teil davon abzweigt. Es kommt also zu einem Verlust in der Helligkeit oder sagen wir Grenzgrösse. Der dürfte selbst bei ernster Unterdimensionierung so im Bereich wenige Zehntel Magnituden liegen.

Was den "nicht paraboloiden" Hauptspiegel angeht, so wirkt sich das ja nur bei hoher Vergrösserung aus. Und dafür ist ein "Richfielder" ja eh nicht gebaut.

Theoretisch also alles kein echtes Problem...

...bliebe die Frage nach der prinzipiellen Güte des Hauptspiegels und Fangspiegels...

 
Zumal ja für die reine Auflösung der volle Hauptspiegel immer benutzt wird, auch wenn der Fangspiegel nur einen gewissen Teil davon abzweigt. Es kommt also zu einem Verlust in der Helligkeit oder sagen wir Grenzgrösse. Der dürfte selbst bei ernster Unterdimensionierung so im Bereich wenige Zehntel Magnituden liegen.

Ich muss gestehen, das versteh' ich jetzt nicht. Wie soll für die Auflösung der volle, 114mm (oder 112? Auch schon gehört ...) große Hauptspiegel benutzt werden, wenn auf den Fangspiegel überhaupt nur das Licht eines 70mm-Kreises (abzüglich der Fangspiegelabschattung) fällt? Und der Unterschied von 70mm zu 114mm macht für die Lichtsammelleistung wohl was aus ...

 
Hallo Norbert,

beim Skywatcher 114/500 muß man vorsichtig sein, da es zwei unterschiedliche Typen gibt.

Type 1 : sphärischer Hauptspiegel, kleiner Fangspiegel, nutzbare Fläche unter 100mm, drei runde Fangspiegelstreben

Type 2 : parabolischer Hauptspiegel, größerer Fangspiegel - auf Halterung geklebt, vier dünne Fangspiegelstreben.

Die Type 2 ist absolut entwicklungsfähig. Man kann mit etwas Geduld den aufgeklebten Fangspiegel lösen und diesen durch einen größeren (40mm) Fangspiegel ersetzen und dann hat man eine richtig schöne kleine Deep Sky Kanone.

Wir haben in unserer letzten Großlieferung 30 Stück dieser Teleskope bestellt und werden für diese auch den größeren Fangspiegel anbieten.

Ich hoffe nur, daß die Qualität stimmt, das werde ich spätestens beim Eintreffen in ca. 4 Wochen wissen.

Wenn meine Rechnung aufgeht, haben wir was Feines.

Wolfi
 
Hi,

Ich muss gestehen, das versteh' ich jetzt nicht. Wie soll für die Auflösung der volle, 114mm (oder 112? Auch schon gehört ...) große Hauptspiegel benutzt werden, wenn auf den Fangspiegel überhaupt nur das Licht eines 70mm-Kreises (abzüglich der Fangspiegelabschattung) fällt? Und der Unterschied von 70mm zu 114mm macht für die Lichtsammelleistung wohl was aus ...

Yo, der Lichtunterschied macht natürlich was aus. Viele Dutzend Prozent. Aber in Magnituden umgerechnet sind es eben nur ein paar Zehntel... Und über den Kontrastverlust des Bildes sagt dieser Lichtverlust zunächst auch nicht viel aus.

Die Auflösung (also die Beugungsgrenze) wird nur durch den beleuchteten Durchmesser des Hauptspiegels bestimmt. Ne Blende vor dem Hauptspiegel würde sie herabsetzen. Das Abgreifen nach dem Hauptspiegel ist da etwas ganz anderes. Das liegt an der Bildentstehung (Fourier und so weiter).

Ein hoffentlich einsichtiges Beispiel ist ein Offset-Guider, wo man mit einem kleinen Spiegel einen ganz kleinen Teil des Lichtes vom Hauptspiegel ablenkt und auf eine CCD gibt. Also ganz wie ein weiterer Fangspiegel. Nun hat ein Stern auf dem CCD-Chip natürlich nicht "nur" die Auflösung, die dieser Minispiegel im Durchmesser hat. Sonst würde nichts funktionieren.

Ein anderes Beispiel: Mein 12 Zoll f/4 hat 15 mm vollausgeleuchtetes Bildfeld. Wenn ich jetzt eine CCD mit nur 5 mm Diagonale reinhänge, dann ist ja auch der grösste Teil des Lichtes verloren, weil er am CCD-Chip vorbeigeht. Aber weder Auflösung noch Kontrast des CCD-Bildes werden daurch vermindert.
 
Großartig, Wolfgang,

du hast diesen Thread vom Mai dieses Jahres also nicht ganz vergessen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Da bin ich einmal wirklich gespannt. Meinst Du mit "parabolisiert" diesmal *wirklich* ein vernünftig parabolisiertes Gerät (so lamda/2 aufwärts, man erwartet von so einem Teil schließlich keine Wunderdinge)?

Dann werden - vorausgesetzt, Qualität und Preis stimmen - die Dinger wohl sehr flott weggehen ...
 
Moin Norbert!

...gerade im TAL-Forum, jetzt hier... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

> Es geht *nicht* um den Bresser Pluto/S mit dem 28mm Fangspiegel,

Vorsicht: Den Pluto/S in seinen zahlreichen Varianten gibt es mit 28, 32
und 40 mm Fangspiegel. Ich habe schon alle Varianten leibhaftig besessen.
Meinen letzten Pluto/S habe ich auch auf 40 mm-FS umgebaut (geklebter,
randfreier Spiegel). Bericht findet sich bei Klaus Lowitz
http://www.newton114mm.lowitz.de/
 
Hallo Wolfi,

dazu kommt noch ein Typ 3. Sphärischer Hauptspiegel 113/500mm mit 37mm Fangspiegel ( kann auch 36 der 38 sein - weiß nicht mehr ) - alles nachgemessen. Spinne ist dreibeinig, eckig mit ca. 3mm Breite.

Ich hab darin einen parabolisierten - dabei leider astigmatisch gewordenen - Hauptspiegel versenkt, den Tubus noch etwas gekürzt. Maximalvergrößerung liegt wegen dem Asti leider nur bei etwa 100x - aber für Planeten hab ich ja noch den 114/1000mm Cat.Newton.

Zurück zum Thema. Der 112/450mm ist ein wirklich klasse Teleskop. Ideal für Richfield - besonders mit UHC Filter ( O[III] dürfte auch gehen - hab ich aber leider nicht zur Verfügung, wird also noch etwas dauern ). Die beiden Einzelteile des Cirrusnebels haben jeweils noch viel Platz ringsherum und sehen aus wie ein feines Gespinnst auf Samtigem Hintergrund, Nordamerikanebel mit viel Platz komplett im Okular. Wenn man weiß wo er ist, sieht man sogar den Californianebel. ( Wobei "Sehen" natürlich ein relativer Begriff ist, zumindest wurden die Sehzellen das entscheidende bischen von den Photonen gekitzelt um etwas wahr zu nehmen, das diesem großen Nebel verdächtig ähnlich sah - beobachtet in recht dunklem Landhimmel in der Sächsischen Schweiz ). Das bezieht sie wohl gemerkt alles auf Richfield beobachtungen, sollte also auch mit dem anparabolisierten Spiegel möglich sein.

Je nach dem wie gut oder schlecht die Parabel und der Okularauszug ausfällt, dürfte das Teleskop auf für CCD Aufnahmen ( mit kleineren CCD Chips, bei größeren KÖNNTE es Komatös werden ) sehr gut sein. Da ich mit der Spiegelreflexkamera nicht in den Fokus komme ( und mir ein kürzerer OAZ zu teuer ist ) kann ich dazu keine wirklichen Aussagen machen, aber das käme wohl sowieso nur mit 2" OAZ und extragroßem Fangspiegel ( so um die 53-60 mm ) in Frage. Hier mal ein Bild mit dem Teleskop und Webcam gemacht:

Link zur Grafik: http://www.8ung.at/fwp/files/m27-7-august-2003.jpg
 
Entschuldigung wenn ein Missverständnis vorliegt,
ich meine aber nicht den Pluto/s sondern Skywatcher 114/500.
Es war mein Erstgerät, sicher kann ich sagen, das auf jeden Fall eine Aberration vorliegt.
Wie Stark ist dabei eigene ermessen sache.
Außerdem muss ich Michael Hahn in dem Fall zustimmen.
Das was ich an meinen Ex-Gerät beobachtet habe können nicht 100% gewesen sein, auch nicht bei 450mm Brennweite.
Das meine ich nicht weil ich es irgendwo gelesen hab, sondern weil ich es selbst ausprobiert habe.
 
Hallo Tom,

ich hab die gleichen Verständnisprobleme wie Norbert.

Die Auflösung (also die Beugungsgrenze) wird nur durch den beleuchteten Durchmesser des Hauptspiegels bestimmt. Ne Blende vor dem Hauptspiegel würde sie herabsetzen. Das Abgreifen nach dem Hauptspiegel ist da etwas ganz anderes. Das liegt an der Bildentstehung (Fourier und so weiter).

Nach dem Fresnelschen Prinzip kann man jeden Punkt der beleuchteten Spiegelöffnung als Ausgangspunkt einer Kugelwelle ansehen. Die Summe all diese Kugelwellen ergibt die tatsächliche Wellenfront. In einem Bildpunkt in der Bildfläche interferieren die von den verschiedenen Öffnungspunkten kommenden Wellen je nach optischer Weglänge mit unterschiedlichen Phasen und Amplituden und ergeben so das Beugungsbild. Nach diesem Prinzip ist es aber so, dass in unserem Beispiel eine Abschattung hinter dem Spiegel genauso wirkt, wie eine aus dem Bildpunkt auf den Spiegel projizierte Abschattung, bei zu kleinem Fangspiegel verringert sich also die Auflösung.

Vielleicht ist das ganze ja auch nur ein Missverständnis, bei deinem 12"-Beispiel hast du ja ein größeres ausgeluchtetes Bildfeld als dein Detektor braucht.

Gruß
Hans-Jürgen
 
Hallo Wolfi,

Type 2 : parabolischer Hauptspiegel, größerer Fangspiegel - auf Halterung geklebt, vier dünne Fangspiegelstreben.

Die Type 2 ist absolut entwicklungsfähig. Man kann mit etwas Geduld den aufgeklebten Fangspiegel lösen und diesen durch einen größeren (40mm) Fangspiegel ersetzen und dann hat man eine richtig schöne kleine Deep Sky Kanone.
wie groß ist denn der originale Fahgspiegel dieses 114/450 (oder 500?)?

Hat der Hersteller/Vertrieb tatsächlich einen Parabolspiegel für dieses Teleskop in den Teleskopdaten explizit aufgeführt?

Wie hoch liegt der Brennpunkt über Tubus?Oder
anders gefragt,wie hoch ist die minimale sowie
maximale Höhe des Fokussierers über dem Tubus?

Und letzte Frage:
Wieviel wird der optische Tubus kosten?

viele Grüße,

Karsten
 
Hallo Hans-Juergen,

ich habe den halben Abend über genau diese Frage
nachgedacht und bin der gleichen Ansicht wie du.

Dem Beugungsbild in der Bildebene sollten genau die Anteile
der "von jeden einzelnen Punkt des Hauptspiegels ausgehenden Kugelwellen"
fehlen,die nicht von Fangspiegel aufgefangen und weiter geleitet werden.

Und davon sind überwiegend genau diejenigen betroffen,
die von "Punkten" am Rande des Hauptspiegels ausgehen.
Nach meinem Verständnis sollte das tatsächlich zu einer reduzierten
Auflösung führen,so wie du es auch geschrieben hast.

In der Praxis sollte das per CCD-Aufnahme vielleicht ermittelbar sein:
a)
Ein 114/450er mit 40mm Fangspiegel.

b)
Ein 114/450er mit kleinem Fang-Spiegel sowie darauf aufgeklebter
Pappscheibchen-Obstruktion mit 40mm Durchmesser,
um die gleiche Obstruktion zu erreichen.
Am besten verwendet man den Hauptspiegel von a.

Weist du zufällig eine gute Literatur zu diesem Thema?

Vielen Dank,

Karsten
 
Hallo Karsten,

ausser allgemeinen Physiklehrbüchern, z.B. Bergmann-Schaefer, fällt mir zu dem Thema besonders ein Klein/Furtak, Optik, Springer Verlag.

Deinen Testvorschlag finde ich gut, müsste deutlich zu erkennen sein.

Gruß
Hans-Jürgen

 
das auflösungsvermögen sinkt bei zu kleinem
fangspiegel ebenfalls. es handelt sich dabei
nicht um eine vignettierung, wie sie bei
unvollständiger ausleuchtung des feldes auftritt,
denn bei dieser gibt es immer noch ein zu 100%
augeleuchtetes feld in bildmitte.

in unserem beispiel gibt es das nicht mehr.
von keiner stelle im OAZ ist der gesamte spiegel
zu überblicken, daher wirkt dieser zu kleine
fangspiegel wie eine blende vor der öffnung
und die auflösung sinkt.

trotzdem steigt durch diese abblendung die
abbildungsqualität, weil die sphärische aberration
deutlich geringer wird.

ein 114/450 (f4) kugelspiegel ist ja bei weitem nicht
beugungsbegrenzt. der abgeblendete 70/450 (f6.5)
hingegen schon. zwar hat der dann bei 29mm
fangspiegel eine obstruktion von über 40%,
aber die ist weit weniger schlimm als die
massive sphärische aberration.

im übrigen hat der gute alte tschibo-newton bei
76/700 (f9.2) eine optik, die sogar besser als
beugungsbegrenzt ist und das bei "nur" 29% obstruktion.
daher zeigt der auch am planeten mehr, als der
abgeblendete pluto.

nur die parabolisierte version könnte da mithalten,
sofern die korrektur zumindest beugungsbegrenzt ist,
oder sagen wir mal zumindest strehl 0.7 hat, um gnädig
zu sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Winnie,

ich kenne eigentlich die Synta Produkte recht gut. Es gibt wirklich nur zwei Varianten. Ich hatte bis jetzt noch keine dritte mit dem 40mm Fangspiegel gesehen.

Kann es sein, daß Du einen, bereits umgebauten, gesehen hast?

Wolfi
 
Hi Norbert,

hab ich nicht, der Thread war wichtig und ich glaube, daß ein so ultrakleines aber gutes Großfeldgerät seine Liebhaber finden wird.

Als erstes wird dann so ein Spiegele am Stern getestet, ich werde eine Aufnahme des intra- und extrafokalen Sterns machen und auch einen Ronchi Test mit einem Gitter mit 20lin pro mm. Dann werde ich Bescheid wissen.

Ich schau mir diese Diskussionen immer sehr sorgfältig an, man kann da immer gute Ideen und Anregungen aufschnappen.

Wolfi
 
Moin Wolfi!

> ich kenne eigentlich die Synta Produkte recht gut. Es gibt wirklich nur
> zwei Varianten. Ich hatte bis jetzt noch keine dritte mit dem 40mm
> Fangspiegel gesehen.

Das Scope, das ich hatte, war auch nicht von Synta, sondern noch von
Bresser - schwarzer Tubus, Bresser-Logo. Das Teil war garantiert nicht
umgebaut und stammte so von 1998/99 (gebraucht gekauft Dez. 2001). Ich
habe ihn nicht nur gesehen, sondern tatsächlich materiell besessen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
114/450 mit 40mm Fangspiegel: gibt's!

Ich kann Micha hier zustimmen, ein solches Stumperl mit 40mm Fangspiegel habe ich ebenfalls besessen: es war mein allererstes Fernrohr. Marke: Tasco "Galaxsee", Kaufdatum: Dezember 2000 - Qualität durch die sphärische Abberation: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> . Für Richfield hatte ich damals - als völliger Anfänger! - weder besonderes Interesse noch die geeigneten Okulare, das Ding wanderte zurück zum Fotohändler Niedermeyer (brrrr!) (Reklamationsgrund: falsch angegebene Brennweite <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), und (d)ein TAL1 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> rettete mir die Astronomie.
 
4" Mak und 114/450 mm Newton

also so ein 4"-richfieldnewton wäre schon was
wirklich tolles. endlich farbreines richfield
und bei einer guten parabel muß man auch auf
hohe vergrößerungen nicht verzichten.

da könnte ich mein 4"Mak dann glatt...

Aber wo, Tom, ganz im Gegenteil! Wenn Du die zwei auf *eine* Montierung schnallen könntest, hättest Du eine herrliche Reisekombination: Den f/4 Newton für Richfield, den Mak für hohe Vergrößerungen (da wird der kurze Newton allein schon wegen des Komas wohl kaum mithalten können).
 
Re: 4" Mak und 114/450 mm Newton

Hallo Norbert,

> Den f/4 Newton für Richfield, den Mak für hohe Vergrößerungen
> (da wird der kurze Newton allein schon wegen des Komas wohl kaum mithalten können).

Aber warum denn nicht?
Gerade bei höheren Vergrößerungen ist die Koma irrelevant, wenn man
den Newton ordentlich justiert. Und wenn Tom schreibt, dass er einen
Tschibo am Stern justiert bis der 1. Beugungsring gleichmäßig
ausgeleuchtet ist, dann setze ich eine "ausreichende" Justierung
bei Tom ganz einfach mal voraus. Die sphärische Aberration eines
rein sphärisch gefertigten 4" Gregory Maks kann aber auch unser
Tom nicht rausschrauben. 1:0 für den Newton auch hier <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ciao,
Roland

 
völlig richtig...

die sphär. aberration ist beim 4"Mak von
skywatcher schon am absoluten limit, dh.
gerade mal beugungsbegrenzt. in verbindung
mit der hohen obstruktion (36%) bricht die
MTF schon sichtbar ein.

ein exakt justierter 4"f4-newton liefert
auch am planeten bessere bilder.
schon der gut justierte 76/700 tschibo
ist dem 4" Mak praktisch ebenbürtig.

vorteil des Mak und grund warum ich es
überhaupt noch habe:
- es ist wesentlich kürzer und hat auf meiner
tischmonti platz
- es ist das gerät meiner freundin und mit der
lass ich mich lieber nicht ein... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Noch einfacher...

Hallo Hans-Jürgen,

danke für die Literaturangaben.

Test:
Es geht vielleicht noch einfacher:
Wir brauchen nur einen 114/500er mit 40mm Fangspiegel.
Damit wird eine CCD-Aufnahme gemacht und danach kann der Fangspiegel
mit einer "Blende" auf das kleinere Maß reduziert werden
(bekleben,also auflegen und am Rand des FS festkleben),
so elimineiert man selbst eine eventuell unterschiedliche
Fangspiegelqualität aus dem Vergleich...

MfG,Karsten
 
Hallo,

also, wenn der Fangspiegel in der Lage wäre, die Auflösung zu Verringern, wieso funktioniert dann

1) Ein Off-Axis-Guider, der ja mit seinem "Fangspiegel" nur einen winzigen Bruchteil des Lichtes des Hauptspiegels ausnutzt

2) Optische Interferometirie

Wo ja zwei Spiegel sagen wir 200 Meter auseinander sind. Der Rest dazwischen ist gewissermassen "abgeschattet". Dennoch funktionieren diese zwei Spiegel mit einer Auflösung (aber auch nur mit der Auflösung!) eines 200 Meter-Spiegels.

Die höchste übertragbare Frequenz des Hauptspiegels, also die höchste machbare Auflösung benutzt ja den grösst möglichen Abstand, also die Punkte, die am Spiegel ganz aussen und gegenüber liegen. Für mittlere Frequenzen stehen natürlich viel mehr potentielle Punktpaare am Spiegel zur Verfügung, weil deren Abstand ja kleiner ist.

Jetzt könnte Bino damit recht haben, indem man sagt, die äusseren Bereiche des Fangspiegels werden ja gewissermassen abgeschnitten und stehen zum Bildaufbau nicht zur Verfügung.

Ich kann nur mutmassen, aber ich denke, dass die Geschichte "holistischer" abläuft. Deshalb sieht man auch den Fangspiegelschatten im fokusierten Bild nicht. Ich glaube also weiterhin, dass es die Auflösung nicht herabsetzen dürfte...
 
Hallo Wolfi,

hab ich nicht, der Thread war wichtig und ich glaube, daß ein so ultrakleines aber gutes Großfeldgerät seine Liebhaber finden wird.

leider bist du nicht auf meine Nachfrage weiter
oben eigegangen,also frage ich an dieser Stelle
noch mal nach:

-Hat der Hersteller/Vertrieb tatsächlich einen Parabolspiegel
für dieses Teleskop in den Teleskopdaten explizit aufgeführt?

-Wie groß ist denn der Fangspiegel dieses 114ers ?

-Wie hoch liegt der Brennpunkt über Tubus?Oder
anders gefragt,wie hoch ist die minimale sowie
maximale Höhe des Fokussierers über dem Tubus?

Aus den beiden letzten Fragen läßt sich leicht berechnen,
ob der Newton wirklich den ganzen Primärspiegel nutzt.

Eine Antwort dürfte im Interesse aller potentiellen Interessenten sein...

MfG,Karsten

 
der off-axis guider funzt, weil er dort den strahlenkegel
ausnutzt, wo dieser schon sehr schmal ist.

schau wir uns einfach dieses bild an:
Link zur Grafik: http://www.uni-essen.de/initiative/astro/bilder/newton.jpg

auflösungsvermögen ist zb. doppelsterne zu trennen.
das sind lichtquellen im unendlichen ohne
ausdehnung. die strahlen fallen parallel ein.

wenn du in obiger abbildung den fangspiegel einfach
mal um die hälfte kleiner machst, dann geht auch
die öffnung um die hälfte zurück und entsprechend
nimmt das auflösungsvermögen ab.

wäre dem nicht so, könnte ich ja einen winzigen mikro-
fangspiegel mit sagen wir 1mm durchmesser nehmen und
so wäre jeder reflektor besser als ein APO, oder nicht?

du kennst doch auch sicher noch diese alten einsteiger-
geräte mit sogenanntem reflexsucher, wo der sucher
nix anderes war als ein in den strahlengang gekippter
keiner fangspiegel. also ich denke nicht, daß dieser
sagen wir 25mm reflexsucher das auflösungsvermögen
des hauptgerätes hatte.

also einfach einen teil rausnehmen genügt nicht, weder
in der mitte noch am rand. ich brauch schon die volle
öffnung für volles auflösungsvermögen.

schade das der mario nicht antworten kann zur zeit.
vielleicht kann das aber ein anderer experte auch mal
mathematisch erklären.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi Bino,

schade das der mario nicht antworten kann zur zeit.
vielleicht kann das aber ein anderer experte auch mal
mathematisch erklären.

Find ich nicht. Der würde mich eh nur wieder beschimpfen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

wäre dem nicht so, könnte ich ja einen winzigen mikro-
fangspiegel mit sagen wir 1mm durchmesser nehmen und
so wäre jeder reflektor besser als ein APO, oder nicht?

Ausschliesslich in der Auflösung, dann ja. Im Kontrast usw. natürlich katastrophal schlechter. Das will ich damit also nicht gesagt haben.
 
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