2-Linser FPL 53 Apo 152/1200 für Skywatcher

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Zitat von MLudes:
es gibt doch von BORG Ultraschnelle Apo-Astrographen mit großen iFlattnern und Reducer :-), nur so als Tip
Hm, Borg? Sehr verbreitet sind die unter Astrofotografen ja nicht gerade. Und wenn ich dann z.B. zum 125er auf der Homepage eines Borg-Händlers so etwas lesen muss:

"Vor allem im blauen Bereich werden die Sterne bis gegen 30µ gross, was bei Sensoren mit kleinen Pixeln (6 - 10 ) eher gross ist."

Nicht gerade das, was ich suche. :neinnein:

mfg
Torsten

 
Hallo Sternfreunde

Ich bin auch eher Werners Meinung, denn es gibt ein schon beinahe unüberschaubares Angebot an Refraktoren (egal ob APO, Halb.., EDs.. usw.), aber nicht sehr viel ähnliche Geräte wie eben die FFC. Bei dem Preis, den Markus nannte, müssten sich doch auch solche Systeme realisieren lassen. Und noch ein +Punkt: man bräuchte sich nicht mehr darum kümmern, welcher Korrektor wohin passt - aber wie geschrieben, meine Meinung.

Für photographische Zwecke um/ab 150mm Öffnung würde sich da doch eher die Wiederbelebung z.B. einer Slevogt-Kamera (analog zur Lichtenknecker Flatfield) oder einer Slevogt-Richter-Kamera (analog zu den Zeiss Mirotar, etc.) anbieten.
Öffnungsverh. f/3... f/4 bei planem Bildfeld sind kein Problem. Beide Syteme müßten sich wegen ihrer Einfachheit rel. leicht und kostengünstig herstellen lassen.

Farbrein, schnell und gut korrigiert. Das sollte doch viele ansprechen.

CS
Tom
 
Hallo

Also ich möchte mal für alle Diejenigen sprechen die eher visuell unterwegs sind.
Es ist eigentlich jammerschade das Du - Markus - so weit von der eigentlichen Idee, einen visuellen und langbrennweitigen Apo im Bereich von f/8 - f/10 zu bauen, angedriftet bist.

Wie ich bereits im anderen Thread betont habe, ist für viele visuelle Nutzer und Liebhaber langer Röhren längst eine Nachfolge der langbrennweitigen Meade ED´s und Tak FS Serie mit vernünftiger Mechanik aber vor allem mit moderner und B E Z A H L B A R E R Optik überfällig, eine Doublet aus China mit Skywatcher Tubus und wackeligen Okularauszug um 3500-4000 Euro stellt dies jedoch definitiv nicht dar!

Jeder Hersteller läuft sich mittlerweile die Hacken ab, um kurzbrennweitige Refraktoren für die Fotografie auf den Markt zu werfen, einschliesslich Dir - vgl. div. f/6 Geräte aus deinem Portfolio, die längsten visuellen Kisten haben f/7,5 und haben trotz guter Gläser nur eher dürftige Abbildungsleistungen am Mond und Planeten.

Gut mag der Markt eher überschaubar sein für lange ED´s, doch vorhanden ist er auf jeden Fall und ich hoffe dass du dich wieder auf den Start zurückbesinnst, an dem die Reise begann.

Ich kann dich durchaus verstehen, das du skeptisch bist in Bezug auf den Absatz solcher Geräte, schlußendlich macht aber der Preis die Musik, wenn du in der Lage bist die Dinger zu eienm vernünftigen Preis anbieten zu können dann versuche es,wenn nicht dann würde ich sagen lass es bleiben und lass besser Triplet´s bauen, mit denen bist eigentlich recht gut unterwegs.

BTW. Was ist eigentlich aus dem Mrozek geworden, der hat ja mal eine kleine Serie von tollen 130er f/12 aufgelegt und der Preis zumindest in Amerika war ja durchaus in Ordnung - der auf deiner 2.Hand Seite ja dann nicht mehr so tolle ;-) ?

CS Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

ich arbeite im Untergrund :-) , unser Hobbydesigner in diesem Thread ist bestens infoormiert und arbeiten was zusammen aus.

Wir haben derzeit eine Anfrage bei LZOS Laufen, über einen optimierten Super ED Halb-Apo mit unserem OK4 und Kurzflint laufen. Ich sagte LZOS Sie sollen mir mal ein Angebot für kleine Stückzahlen und Serienproduktion unterbreiten mit standartqualität 95% Strehl, mit und ohne Prüfprotokoll , um ein Preisgefühl zu bekommen.

Wenn ein Prüfprotokoll Geld spart kann ich bei LZOS gern drauf verzichten.

Desweiteren hat LZOS den Vorteil, wir brauchen keine Riesenstückzahlen zu ordern, wir müssen die Produktion nicht vorfinazieren, wir haben kein Qualitätsrisiko, Kunden können gegen Aufpreis ein Prüfprotokoll sowie höhere Strehls ordern.

Desweiteren habe ich Riccardi gefragt ob er für die Hartcore CCD'ler noch einen Flatttner mit Farbverbesserung Rechnen kann, er sagte sowas hat er schon getan

Um einen echten Apo als 2 Linser zu Rechnen müßte Riccardi wegen verfügbaren Partnergläsern auf CaF2 zurückgreifen. Sowas verarbeitet LZOS aber nicht.

Mir hat sich ein anderer Russe aus St. Petersburg angetragen der sagt er kann alles machen , aber wir kennen den nur von emails und haben noch nie deren Qualität gesehen.

Also köönnte ein UpgrateSet entstehen

1, Basiclinse mit 95% Strehl ohne Protokoll
gegen Aufpreis:
- Prüfprotokoll
- höherer Strehl
- Flattner mit deutlich Farbkorrektur für neue CCD Kameras optimiert.
- Reducer/Flattner mit deutlich Farbkorrektur für neue CCD Kameras optimiert.


2, Somit könnte eine solche Basiclinse günstig für Skywatcheraustausch genutzt werden oder aber Selbstbauprojekte

2, aber auch für projekte wo wir den Tubus mitanbieten und die Zusatzpoitionen mit hieintransformieren.

so sehen die Spots der Basiclinse aus

Link zur Grafik: http://alt.apm-telescopes.de/images/lagerliste/1554_1.jpg

also gebt uns etwas Zeit , wir versuchen noch einiges

Dennoch euer Input, Feedback und Wüünsche werden keineswegs Ignoriert

 
Hallo Markus,

prima Sache, dass du immer wieder Linsen berechnen und herstellen läßt.
Aber wann kommt endlich mal wieder eine neue Auflage der Supermono´s raus? Mir fehlt noch das 14er und 16er ;)

CS

Kai
 
Hallo Markus,

dem kann ich mich anschließen, mir fehlt ein 6mm Mono. :) ;)

Viele Grüße, Jürgen
 
Einer neuauflage der Supermono steht theoretisch nicvhts im Wege ausser die viel zu geringe Nachfrage.

Das derzeitig vorliegende Angebot vom Hersteller besagt Mindestabnahme pro Brennweite 50 Stück bei 50 % Preiserhöhung , heißt bei neuem VK von ca. 300 Euro

Es gibt nur ne handvoll Leute die das Kaufen und Bezahlen möchten , der rest würde bei mir wieder ewig rumliegen bleiben.

Aufträge sammlen mit Händlern habe ich versucht , bin bei 3 bis 4 brennweiten auf 15 Stück gekommen, das wars .

Sorry
 
Zitat von Gerd_Duering:
Hallo Markus,

na ja die Stundensätze der Autolackierwerkstätten sind mit rund 100 Euro in der Tat unverschämt, das liegt aber sicher nicht an den jedenfalls im Osten im allerbesten Fall 10 Euro Stundenlohn + Lohnnebenkosten und allem drum und dran vielleicht 15 Euro für den Arbeiter.

Ganz ehrlich? Wenn ich sowas lese krieg ich zuviel...Arbeitsschutzvorschriften die dafür sorgen daß der Lackierer nicht mit 30 Jahren an Krebs verreckt, Umwelt- und benutzerschonende Lacke damit die Lackierung nicht zum Langzeitrisiko für den Käufer wird, Entsorgung damit nicht alle anderen an Giften erkranken, Lackierkabinen die den Dreck aufhalten und gewartet werden müssen...den Rest schenk ich mir...

Man kann natürlich auch irgendwo irgendwelche veralteten und hierzulande nicht umsonst verbotenen Lacke ohne Einhaltung der geringsten Sicherheitsvorschriften draufpanschen lassen und Weichmacher und anderen Mist Zuhause wegschnüffeln...daß der Lackierer mit 30 ins Gras beißt is egal, passiert ja woanders...


Viele Grüße Felix...


...der sich nicht mehr darüber wundert daß die Handwerker hierzulande sich alle zunehmend im Hals stehen...

P.S.: Man sollte sich eigentlich freuen wenn ein Händler wenigstens die Mechanik hierzulande fertigen lässt, auch wenn man etwas länger sparen muß weils teurer wird.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

die Korrektur des gerechneten APOs wäre mir im Blauen einfach zu schlecht. Bei den gerechneten Spotdiagrammen sieht man schon bei 486nm eine deutliche Zunahme des Durchmessers, bei 438nm sind es schon geschätzt 8-10 airy-dics-Durchmesser und bei 404nm (h-Linie) möcht' ich den Durchmesser lieber gar nicht wissen.
Selbst visuell dürfte der blau/violett-Saum gut zu sehen sein, von der Photographie gar nicht zu reden. Ich denke mit dem Design dürfte niemand so recht glücklich sein.
Also falls es wirklich billig sein sollte würde ich für Visuell das Design Richtung f/12 (vielleicht als Faltrefraktor) neu rechnen. In Richtung f/6 führt meiner Meinung nach kein Weg an einem komplexeren und damit leider auch teureren System vorbei. Für die Fotografie müsste natürlich wegen der Farbkorrektur bis zu 400nm und dem ebenen Bildfeld noch mehr Aufwand getrieben werden.

Ciao Werner
 
Hallo Werner

es geht immer besser , kostet dann aber wieder mehr. Besser haben wir mit unserem 3 Linser.

Hier soll ein Basic zu günstigem Kurs entstehen, zu dem man Ausbaustufen dazu erwerben kann
 
Zitat von MLudes:
Also schreibt mal etwas über einen neuen Wunschapo, wie groß soll er sein und was soll er leisten , soll aber nicht was sein, was es schon von anderen Herstellern gibt, dann schauen wir mal

Hallo zusammen,

vielleicht ist es etwas bekloppt, wenn ich mich extra wegen diesem Thread hier anmelde (passiv mitlesen tu ich auf a.de schon lange), aber da es "meinen" Wunsch-Apo am Markt immer noch nicht gibt, will ich doch was dazu schreiben. Mir würde ein ED-Zweilinser mit den Maßen 140/800 (f/5,7) aus vielen Gründen sehr gut gefallen:

- Okulare zwischen 4 und 40 mm Brennweite wären bei einer AP zwischen 0,7 und 7 mm sinnvoll zu verwenden
- mit 2''-Okularen und maximaler Feldblende wären wegen der kurzen Brennweite Gesichtsfelder über 3 Grad möglich
- 5,5'' Öffung sollten sowohl am Planeten (1'' Auflösungsvermögen nach Rayleigh) als auch bei Deep-Sky-Objekten (erreichbare Grenzgröße ca. 13 bis 14m) schon einiges zeigen können
- der Restfarbfehler könnte visuell zu verschmerzen sein, wenn es gelänge, die Optik für die grün-blauen Wellenlängen zu korrigieren, da ein rötlicher Farbsaum das dunkeladaptierte Auge am wenigsten stören sollte
- auch die Bildfeldwölbung eines Zweilinsers wäre mir visuell egal (photographisch würde man wohl immer einen deutlich teureren Dreilinser mit Flattener bevorzugen)
- 140/800 könnten sich vielleicht so kompakt und leicht bauen lassen, daß eine solche Optik noch so gerade flugreisetauglich sein dürfte
- am Markt gibt es so etwas weder mit dieser Öffnung noch diesem Öffnungsverhältnis und ein Zweilinser sollte sich verglichen zu einem Dreilinser deutlich günstiger herstellen lassen, egal ob in China oder Russland

Ich selbst beobachte mit einem 8'' Dobson und einem 90 mm ED und finde es immer wieder erstaunlich, wieviel Spaß man mit der kleinen Optik auch verglichen zum größeren Newton haben kann. Ein ED in der skizzierten Größenordnung wäre ein Traum von mir, wenn dann noch der Preis stimmt, würde ich sofort zuschlagen. Vielleicht könnte man ja spaßeshalber mal ausrechnen, wie groß der Restfarbfehler ausfiele. Eventuell hat sich der Traum ja dann ganz schnell erledigt.

Vielen Dank fürs Lesen, Gruß und CS

Andreas
 
F/5.7 als 2 Linser Apo ? Das ist mit 3 Linsen schon extrem schwierig , was da ein teurer 2 Linser noch erreichen kann ???
 
Nein, ein Zweilinser mit solchen Eckdaten wird nie ein Apo, das ist mir schon klar. Wäre denn mittels FPL-53 und einem geeigneten Partnerglas ein visuell brauchbarer Halb-Apo mit nicht oder kaum störendem Restfarbfehler möglich? Darum geht es mir, wobei mir klar ist, daß es keine scharfe Definition für das gibt, was ein Halb-Apo eigentlich ist.
 
Ein F/6 Halpapo mit nicht oder kaum störendem Restfarbfehler gibt es nicht, wenn es ein Halbapo ist hat er Restfarbfehler die den einen stören, den anderen vielleicht nicht.

Ich kanns nur schätzen, aber ich denke mal das Ergebniss würde bei gutem Design etwa so ausfallen wie bei den billigen 102 mm F/6 2 Linser ED aus China , so nun schau durch und sage ob das ausreichend ist oder nicht
 
Hallo Markus,

ich kenne die taiwanesisch-chinesischen ED-Zweilinser 72/432 bzw. 88/498 mit FPL-53 aus eigener An- und Durchschauung mit maximaler Vergrößerung an Mond und Planeten von 130x bzw. 150x.

Beide Geräte haben natürlich einen, aber für mich subjektiv visuell nicht störenden Farbfehler, da dieser sich nicht im Blauen wie bei einem (zu kurzen) Fraunhofer, sondern im Roten bemerkbar macht und das auch nur deutlich bei Defokussierung.

Von daher für mich visuell absolut zufriedenstellend für deutlich kleineres Geld als ein Triplett. Photographisch sähe das sicherlich anders aus, aber der Thread hat ja ursprünglich mal mit der Idee eines zweilinsigen Upgrades für einen f/8-Tubus begonnen und nicht mit einem auf Photographie ausgelegten Top-Gerät à la Takahashi.

Natürlich dürfte 140 mm f/5,7 farbiger ausfallen als 88 mm f/5,7. Fragt sich nur, wie viel stärker und ob es vielleicht ein besser geeignetes Partnerglas gäbe als das, was aktuell von WO, Long Perng und Co. verarbeitet wird. Ob darüber hinaus ein 140/800 als ED-Zweilinser einen ausreichend großen Markt hätte, kann ich auch nicht beurteilen. Ich würde so ein Gerät jedenfalls sofort schießen, wenn der Preis stimmte.

Viele Grüße

Andreas
 
Hi Zusammen,

zwar spät, aber ich will mich schon noch äußern.

FPL-53 hat ja eine ziemliche Wärmeausdehnung. Es dürfte nicht gerade leicht sein, das Material sinnvoll in die Fassung zu bringen. Selbstbauer stellt es vor ziemliche Hürden.
Daher muss man wohl schon die Substrat-Frage stellen.
Dann habe ich ja selbst einen 110er Megrez, bei dem man wohl bewusst auf FPL-51 gesetzt hat, um das Problem nicht zu haben. Und gerade der für einen Zweilinser-ED sehr schnelle Megrez zeigt ja auf, dass hier optisch Grenzen gesetzt sind. Da bleibt ein spürbarer Restfarbfehler und man kann nicht erwarten, dass man die sphärische Korrektur so gut hinbekommt, dass die Spotgrößen einwandfrei sind.
Ich kann natürlich nicht vorhersagen, ob das bei dunkeladaptierten Auge eine Rolle spielt.

Somit reduziert es sich auf die Frage, ob das Gerät als reiner Deepsky-APO mit reduzierter Planetentauglichkeit (aber drastisch besser als jene der Achromaten) genug Freunde findet.
Und ich fürchte auch, dass das Marketing da letztendlich die umwerfendste Planetenkanone aller Zeiten draus mixen wird.

Naja. Der Restfarbfehler des 110er Megrez ist an Jupiter bei einigermaßen glücklicher Justage (schon wieder so ein Punkt) deutlich kleiner als jener Farbrand durch atmosphärische Refraktion. Aber wehe wenn der höher steigt...

Clear Skies
Sven
 
hallo Andreas,

den 88/498 Willi hab ich auch, und er macht mir im besten Fokus einen Hauch von roten Saum um den Planeten. Aber nur wenn ich mit Prisma (Glasweg) schaue, sonst ist es noch schlechter. Ausserdem macht er einen ganz normalen Blausaum, sieht man am besten tasgsüber an dunklen Zweigen vor hellem Himmel. Ist etwa wie der 80/500 Equinox, nur macht der keinen Rotsaum. Ich finde ihn nicht schlecht, aber das Zweilinserdesign ist damit ausgereizt, denke ich.

Was nicht heissen soll, dass man nicht neue Grössen von EDs andenken kann. Der 6" ED ist für mich überfällig, auch wenn er nicht "perfekt" sein kann.

Interessant ist der Vergleich mit dem 90/600 Triplett, der ist dagegen so farblos wie ein Spiegel.

lg Tommy
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Ich kann natürlich nicht vorhersagen, ob das bei dunkeladaptierten Auge eine Rolle spielt.

Somit reduziert es sich auf die Frage, ob das Gerät als reiner Deepsky-APO mit reduzierter Planetentauglichkeit (aber drastisch besser als jene der Achromaten) genug Freunde findet.

Hallo Sven,

ist die Frage, ob man den resultierenden Farbfehler vorher einigermaßen ausrechnen kann. Zumindest würde das (fast) nichts kosten. Alternativ frage ich mich, ob man ohne allzu großen technischen oder materiellen (=finanziellen) Aufwand eine dritte Linse in den Strahlengang einbringen kann, die die Bildfeldwölbung (und die sphärische Aberration?) deutlich und zusätzlich den Farbfehler noch etwas reduzieren kann. Es gibt wohl Ferngläser der unteren Preisklassen, wo das realisiert worden ist.

Sehr interessant finde ich Deine Anmerkung zu FPL-53 und FPL-51, das mit der deutlich unterschiedlichen Wärmeausdehnung wußte ich nicht.

Bin mal gespannt, ob und wie die Diskussion hier weitergeht.
 
Hallo Andreas,

ist die Frage, ob man den resultierenden Farbfehler vorher einigermaßen ausrechnen kann.

na da bist Du ja recht hartnäckig an dieser Idee dran.
Also gut ich hab mal versucht so einen ED 140/800 zu rechnen.
Das von mir bisher verwende Partnerglas für das FPL53 hat hier auf die Schnelle keine zufriedenstellende Sphärische Korrektur bei diesem schnellen Öffnungsverhältnis gebracht, Ich hab auch mal 140/1000 probiert das war noch Brauchbar.
Deshalb habe ich auch mal das sehr teure N-KZFS2 als Partnerglas probiert und da ist dann tatsächlich auch bei 140/804 noch etwas Brauchbares dabei herausgekommen.
Der Polychromatische Strehl liegt bei 0,889
Zum Vergleich FH 80/1200……….......0,845
FS 102 (CaF2 2Linser mit f/8)…….....0,947
Zur Veranschaulichung auch mal ein Diagramm im Anhang.
Das auch angefügte Sphärochromasie Diagramm stellt Wellenlängen von 422 bis 677nm dar.
Wie man sieht bereitet hier die Blaue Kurve welche für 422nm Steht etwas Probleme, sonst sieht es aber für ein so schnelles Öffnungsverhältnis recht brauchbar aus.

Allerdings muss gesagt werden das hier die Linsenradien schon sehr enge Toleranzen aufweisen und auch der Abstand der Linsen muss außerordentlich genau eingehalten werden.
Damit stellt sich die Frage ob sowas in vernünftiger Qualität zu fertigen ist, das Gurkenpotential dürfte zumindest beim Billigchinesen erheblich sein.
Und es werden eben auch zwei sehr teure Sondergläser benötigt, das dürfte einen solchen 2Linser doch relativ teuer machen.
Es ist also eine Frage der Kosten, weniger der Machbarkeit.
Was wäre Dier denn so eine Optik maximal wert?


Das Design möchte ich natürlich auch nicht vorenthalten und füge es in Form einer OSLO Datei hier mit an.

// OSLO 6.4 212 0 58668
LEN NEW "ED_140/804 N-KZFS2/S-FPL53" 803.66 6
EBR 70.0
ANG 0.5
DES "G. Duerung"
UNI 1.0
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 8.7268677908e+17
NXT // SRF 1
AIR
NXT // SRF 2
GLA N-KZFS2
RD 313.0
TH 6.996
NXT // SRF 3
AIR
RD 164.04
TH 1.456
NXT // SRF 4
GLA S-FPL53
RD 162.385
TH 20.93
NXT // SRF 5
AIR
RD -2856.6080000000002
TH 786.33
NXT // SRF 6
AIR
TH -0.0047042105378
CBK 1
WV 0.55 0.4225 0.448 0.4735 0.499 0.524 0.5755 0.601 0.6265 0.652 0.6775
WW 0.98 0.02 0.04 0.09 0.28 0.69 0.89 0.58 0.28 0.08 0.01
END 6
SDSA On

Grüße Gerd
 

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Hallo Gerd,

klasse, danke dür Deine Mühe. Ich bin beeindruckt. Also wäre die Farbkorrektur besser als bei einem "echten" Fraunhofer. Vom N-KZFS2 war ja schon weiter oben die Rede gewesen, Alternativen dazu scheint es nicht zu geben. Also müsste man den dadurch verursachten Aufpreis hinnehmen. Hinsichtlich der Herstellungstoleranzen wäre LZOS doch wohl in der Lage, das unfallfrei hinzukriegen. Markus sprach ja schon von "sehr guter Russe etwas teurer als teurer Chinese" - da würde ich doch glatt den Russen nehmen.

Was mir das wert wäre? Gute Frage, hängt sicherlich auch ganz entscheidend vom Drumherum ab. Alutubus oder Hartpapier mit 2,5''-Chinesencrayford ist natürlich billiger als Karbontubus mit 3''-Steeltrack. Ein ganz minimalistischer 2''-Auszug dürfte auch visuell schon etwas vignettieren, oder? Von daher würde ich nicht am falschen Ende sparen wollen. Ein passender Transportkoffer mit noch etwas Platz für Zubehör sollte natürlich mit dabei sein. Kommt man mit 3500,- Euro hin? Oder geht es schon auf die 4000,- zu? Ich kann das nicht realistisch abschätzen. Hoffentlich lacht jetzt keiner laut... :blush: Die dreilinsigen TMB/LZOS 130 mm f/6 mit Feathertouch kosten ja knapp über 5000,- Euro. Und es gibt bei TS auf der Webseite einen chinesischen Dreilinser 130 mm f/6 mit Karbontubus und Steeltrack für 3300,- Euro. Das sind meine einzigen Anhaltspunkte. Ansonsten wird mein Wunschdenken durch keinerlei Wissen getrübt. ?)

Entscheidend dürfte letztlich herstellerseitig wohl die Stückzahl sein und wie das betriebswirtschaftliche Risiko durch die Händler eingeschätzt würde. Was mir an so einem Gerät gut gefallen würde, habe ich bereits oben geschrieben. Vielleicht gibts ja noch ein paar andere Bekloppte wie mich, die an so einem Gerät Spaß hätten.

So, jetzt muß ich ins Bett.

N8 und immer CS

Andreas
 
Hallo Andreas,

LZOS verarbeitet wohl nur eigene Gläser, deshalb müsste man wenn die Optik dort herkommen soll auch eine mit deren Gläsern rechnen.
Ich kann das leider nicht, da mein Optikprogramm diesen Glaskatalog nicht beinhaltet.
Den Preis sehe ich auch in dem von Dier beschriebenen Rahmen, das sollte sicher zu machen sein.
Aber es ist natürlich trotzdem ne Menge Holtz für einen zwar mit 140mm ziemlich großen aber vom Farbfehler her dann doch eher mäßigen HA.

Vielleicht noch als Ergänzung der von mir oben angegebenen Polystrehl ist nur visuell relevant, Fotografisch dürfte doch mit deutlichen Blauen Höfen zu rechnen sein.
Beim Sphärochromasie Diagramm bitte unbedingt auch den Maßstab der x Achse für die Schnittweiten beachten, das sieht auf den ersten Blick besser aus als es ist.

Grüße Gerd
 
Hallo,

mal ein dummer Gedanke: bei 140/800 mußte ich an den Vixen NA140SS denken.

Soviel wie ich weiß, war das ja ein Fraunhofer-Objektiv längerer Brennweite mit 2-Linsigem Korrektor vor dem Okularauszug. Dieser bewirkte ja eine Ebnung und eine Verkürzung der Brennweite.

Kann man so was nicht mit einem ED-Glas-Objektiv machen? Dannn könnte man billigere Sondergläser für das Objektiv verwenden und müßte nur noch Geld für die kleineren Korrekturlinsen extra in die Hand nehmen.

Nur so ein Gedanke - weil selber hätte ich für so ein Gerät momentan keine Anwendung und kein Geld.

Viele Grüße

Heinz
 
Hallo Heinz,

ich kenne jetzt das Optische Design des NA140 nicht genau aber Vixen schreibt hier von einem 4Linsigen Objektiv in 2Gruppen.
http://www.vixenoptics.com/refractors/neo140.html
Es ist also meiner Meinung nach als Einheit zu betrachten und nicht als FH mit nachgeschaltetem Korrektor, auch wenn die beiden Linsengruppen sehr weit auseinander liegen.

Mit ED Glas würde das dann im Prinzip in Richtung des Takahashi FSQ gehen und genau ein solches Design will ja Markus bereits verwirklichen. http://forum.astronomie.de/phpapps/...764/Neu_140_mm_F_5_und_150_mm_F_6_#Post650764

Deine Beschreibung bringt mich allerdings noch auf einen anderen Gedanken.
Es gab doch mal vor geraumer Zeit „APO“ Korrektoren für FH Objektive, diese kamen wenn ich mich recht entsinne ähnlich einem Flattener an den OAZ und haben mittels Sondergläser den Restfarbfehler des FH Objektives korrigiert.

Also Markus vielleicht überlegst Du mal ob es an Stelle eines neuen Objektives für den Skywatcher 150/1200 welches Du ja mit 2500 Euro veranschlagst nicht ein solcher Korrektor deutlich preiswerter zu realisieren ist.
Auch wenn der sicher nicht gleich einen Supertollen Voll APO daraus macht wäre das doch eine sehr interessante Möglichkeit.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

vielen Dank für die Erläuterungen; ich dachte der FSQ wäre (bei dem Preis) ein Triplet mit Feldkorrektor. Na dann ist meine Idee wohl nicht so toll, daß man mit dem Design massig Geld sparen könnte.

Dann lassen wir uns mal überraschen, was letztendlich als Lösung von Markus Ludes präsentiert wird.

Viele Grüße

Heinz
 
Hallo Heinz,

ich dachte der FSQ wäre (bei dem Preis) ein Triplet mit Feldkorrektor

der FSQ ist ein echtes 4 Linsiges Objektiv ähnlich dem Petzval Objektiv und liefert deshalb ein besonders großes geebnetes Bildfeld.
Auch hier muss die Optik als Einheit gesehen werden, es ist nicht etwa einfach ein Dublett mit nachgeschaltetem Flattener.
Alle 4 Linsen sind auch an der Farbkorrektur beteiligt und es sind 2 ED Gläser enthalten!
Deshalb hat er auch die überragende Farbkorrektur eines 4 Linsers und ist einem Tripplet nochmals überlegen.
Aber natürlich auch einen Dementsprechenden Preis und es müssen auch die Herausforderungen die ein 4 Linsiges Design mit sich bringt gemeistert werden.
Stichwort Zentrierung und Temperaturverhalten.

Grüße Gerd
 
Zitat von kabisch:
mal ein dummer Gedanke: bei 140/800 mußte ich an den Vixen NA140SS denken.

Hallo Heinz,

was ist daran dumm?? Höchstens bin ich dumm, denn über diesen Refraktor und sein Design hatte ich schon ein- oder zweimal kurz was gelesen. Ist nur schon lange her und so hatte ich das offensichtlich komplett vergessen. Wenn dieses Konzept mit Kron- und Flintglas aufgeht, müßte es mit einem zweilinsigen ED-Frontelement erst recht aufgehen.

Viele Grüße

Andreas
 
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