50 Jahre Apollo 12 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

50 Jahre Apollo 12

Unigraph

Mitglied
Hallo Manfred,

gute Auflösung und prima bearbeitet.
Eine Frage hätte ich da noch. Wie schlägt sich denn dein C14 visuell? In den Foren wird häufig argumentiert, dass ein C14, auf Grund seiner mäßigen optischen Qualität, seine Stärken eher im fotografischen Bereich (mit anschließender bildbearbeitenden Korrekturen) ausspielen kann.
Langfristig plane ich vielleicht auch, einen kurzbauenden Spiegel auf meine Beobachtungsplattform zu setzen. Es kommt drauf an wie sich der 225mm Schaer schlagen wird.

cs Harald
 

W_Manfred

Mitglied
Hallo Harald,
natürlich benutze ich mein C14 hauptsächlich fotografisch, aber ich hatte schon ab und zu visuell mit einem Bino an Mond , Mars, Jupiter und Saturn das Vergnügen, und ich war schon angetan von dem gebotenen Anblick !
Bei Deep Sky seh ich eher bei einem guten Newton einen deutlichen Vorteil, aber gewiss hat jedes Teleskop seinen Himmel, wie man so sagt, es hängt sehr viel auch von der Himmelsqualität ab, die sich einem bietet. Das muß man leider immer abwägen, irgend einen Nachteil muß man immer in Kauf nehmen. Das C14 ist halt auch sehr groß und schwer, das baut man nicht so einfach auf wie einen Zehnzöller. Aber über optische Qualität lässt sich viel diskutieren.
Ich hab schon durch ein 14 Zöller von Meade Mondaufnahmenversucht zu machen, und war etwas enttäuscht, obwohl es angeblich ein Referenzgerät war. Nutzt halt nix, wenn über dir die Jetsreams Unruhe stiften. Da ist weniger meist mehr.
Schau dir mal Aufnahmen von Damian Peach an, die er fern seiner Heimat gewinnen konnte und eben die von zu Hause.
Ich glaub nicht, dass der zu Hause ein schlechteres Gerät hat. Ist fast immer eine Frage des Standortes und der dazugehörigen Jahreszeit.
Bei uns gibt der Himmel nur sehr selten so viel her, dass man jenseits von 10 Zoll die Leistung ausreizen könnte, aber es gibt sie halt. Wenn du hauptsächlich visuell unterwegs bist, wirst du sicher mit einem Newton mit einem guten Spiegel besser fahren als mit einem C14. Ein Schaer ist ja glaub ich ein Schiefspiegler, bei dem die Obstruktion entfällt, auch das ist schon ein Vorteil fürs visuelle, aber ich hab damit keine Erfahrung. Aber ich konnte schon den Unterschied sehn zwischen einem C11 und einem 10 Zoll Newton an Kugelsternhaufen, und da gewinnt eindeutig der Newton !
Gut für einen Spiegel ist sicher auch die Wahl des Materials des Spiegels, so dass dieser nicht so anfällig auf Temperaturschwankungen reagiert. Also man muß schon etwas Geld in die Hand nehmen, um es so richtig genießen zu können, aber wenn man bedenkt, was für ein C14 hingeblättert werden muß......
Selektieren tut dir der Baader keins geschweige denn prüfen.
Gruß Manfred
 

Unigraph

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Hallo Manfred,
danke für die Infos.
Mit Schaer meinte ich meinen FH 225/2700 als Schaerrefraktor aufzubauen. Es geht mir hier vor allem um die kurze Baulänge und die geringen Investitionen, da alles schon vorhanden ist bis auf den kleinen 100mm Umlenkspiegel.

Mit den Hinweisen zum Himmel hast du absolut recht. Unglaublich wie empfindlich größere Öffnungen sein können. Das hatte ich leidvoll erfahren müssen als intensiv der Mond mit dem 410/1930 Newton in den 2008er Jahren beobachtet wurde. Man merkt auch den Unterschied bei den Mondbildern auf meiner HP. Unter Mond und Event findet man eine sehr gute Auflösung (Gassendi u. Co), welche sich angenehm von meinen anderen normalen Aufnahmen absetzen.
Jetzt wird der Spiegel zum 12 Zoll Unigraph für die Sonne umgebaut.

Die Monti auf der Plattform trägt sicher den C14 aber ob ich bereit bin eine solche Investition zu tätigen? Mir reichen erstmal die horrenden Ausgaben für die Instrumente der Sonnenbeobachtung und für Fr. Merkel.

cs Harald
www.unigraph.de
 
Zuletzt bearbeitet:

Astrobrian

Mitglied
Hallo Manfrd,

tolle Aufnahme...Bedingungen müssen ziemlich gut gewesen sein oder ? Wo hast Du denn aufgenommen ?
Ich habe mir auch überlegt auf ein C14 für Mond- und Planetenfotographie hinzusparen. Geworden is es dann aber ein C9.25...erstens um mal in die Materie ''hochauflösende Planetenphotographie'' reinzuschnuppern, zweitens weil ich fürs C14 nicht den nötigen cash habe und drittens weil ich mobil sein muss. Bereut habe ich es bisher nicht. Um besseren Bedingungen ''nachzujagen" habe ich vor nächste Planetensaison etwas höher in die Berge (Österreich) zu fahren (natürlich muss dann halt das äussere passen (seeing, jet stream etc.)
Mit gewissem Bedingungs-Standortneid sehe ich die tollen Bilder in astrobin von C14 Besitzern aus Australien und Brasilien. Was soll man machen...ich weiss da würde ich auch mit nem C14 nie hinkommen aber der Reiz aus den gegebenen Umständen das Maximale rauszuholen spornt mich dann doch an und macht für mich Sinn !

CS
Werner
 

komposer

Mitglied
Hallo,

ja C14 lese ich auch häufig bei tollen Mondbildern. Man was habe ich da schon für hohe Auflösungen im Netz gefunden. Wahnsinn, und da bin ich dann manchmal mit meinem 12" F5 Dobson am verzweifeln. Eigentlich müsste der das auch schaffen aber das Seeing reicht wahrscheinlich nicht aus. Wenn ich später die Avis durchsehe sind da ja einige Einzelbilder dazwischen wo man das ganze Potential erkennen kann. Plötzlich feinste Krater aber eben nur ein paar Frames, einfach zu wenige.
Aber sie sind da und somit müsste die Optik es ja theoretisch schaffen.
Zuletzt bin ich auf die Aufnahmen von Richard Bosman (astrofotografie.nl) gestoßen.
Ist denn in Enschede das Seeing so viel besser ???
Es ist wirklich unglaublich wie häufig da unfassbar hoch aufgelöste Bilder entstanden sind.
Allein mein Problemkrater Plato gleich mehrfach 2019 mit vielen kleinen Kratern im Inneren.
Hier z.B. meine Enttäuschung vom 19.11.19:
plato_191119_073026mix.jpg

Es ist mein Problemkrater, denn komischerweise sind die anderen Krateraufnahmen viel besser geworden: https://forum.astronomie.de/threads/mond-19-11-19-volle-aufloesung-ganz-unverhofft.280918/

Gruß,
Holger
 

FrederikW

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Hallo Holger,
ich habe mir gerade die Bilder auf der Seite von Richard Bosman angesehen. Das scheint eine andere Liga zu sein. Wie er das zustande bringt weiß ich nicht. Den Krater Plato hat er häufig abgelichtet, zuletzt im August.
Sein Teleskop steht mitten in der Stadt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, das man dort im Sommer ein gutes Seeing vorfindet. Er scheint zu zaubern.
Frederik
 

Astrobrian

Mitglied
Hallo Frederik,

nun an Zauberei glaube ich eher nicht :)
habe mir auch auf der Seite ein Rohavi von Pythagoras und Umgebung angesehen:
Kürzlich nahm ich im flachen Niederösterreich ebenfalls Pythagoras auf...bis auf die Auflösung (naturgemäss am C 14 höher) bemerkte ich keine gravierenden Unterschiede....gute seeing wohlgemerkt
liegt wahrscheinlich an Fokus (hat nen elektrischen Feinfokussierer und an der Bildbearbeitung welche der Herr perfekt anzuwenden scheint
Werner
 

FrederikW

Mitglied
Hallo Werner,
ich habe gerade einmal die Aufnahmen von Bosman mit denen von Damian Peach verglichen (auch C14), der zumindest was Planeten anbelangt ganz oben mitspielt. Was die Auflösung anbelangt sind beide fast identisch, eher hat Bosmann die bessere Auflösung. Und auch bei der Bildbearbeitung scheint der Niederländer besser zu sein.
Das Seeing im niederländischen Enschede muss außergewöhnlich sein!
Frederik
 

komposer

Mitglied
Hallo Werner,

an besseren Fokus durch Feinfokussierer glaube ich nicht. Und mit der Bildbearbeitung kann man derartige Details auch nicht hervorzaubern. Da wären natürlich die Summenbilder interessant.
Aber ich habe heute sogar von 3000 Frames 300 manuell selektiert und dennoch ist das Bild zu unruhig und die feinen Krater tauchen auch mit noch so akribischer Nachbearbeitung nicht auf.

Ich bin da wirklich etwas ratlos. Wie kann er so häufig so viele Krater bei Plato abbilden ?
Ich habe fast jede Gelegenheit ausgenutzt, immer wieder den Dobson aufgebaut aber nie derart gute Bedingungen erwischt.
Eine Aufnahme, bei der Plato aber nicht so nah am Terminator lag, konnte ich noch finden. Dies ist bisher meine beste mit den meisten Kratern:
plato_180119_214203sc.jpg


Gruß,
Holger
 

W_Manfred

Mitglied
Hallo Werner,
die Aufnahme von der Apollo12 Gegend, die eigentlich ungeschnitten bis Bullialdus und Fra Mauro geht entstand bei mir zuhause in Köngetried. Das ist nahe der Katzbrui-Mühle ( Hans im Glück ).
Nun, mit einem C9,25 bist du sicher auf der guten Seite, denn wenn man sich Ergebnisse mit diesem Gerät ansieht,
ist nicht mehr viel um zu einem C14.
Ich häng mal ein Mosaik von Kopernikus an aus dem Jahr 2012 ( !!! ), so lang ists schon her mit besten Seeingverhältnissen.
Bei Plato übrigens beiß ich mir auch immer die Zähne aus, kommt aber sehr auf den Sonnenstand an, je höher, um so besser
komischerweise.
Gruß Manfred
 

Anhänge

komposer

Mitglied
Hallo Manfred,

na das ist ja wieder eine super Aufnahmen. Etwas beruhigend, dass ich nicht alleine dastehe mit meinen Plato Schwierigkeiten.

Gruß,
Holger
 

W_Manfred

Mitglied
Hallo Holger,
vielen Dank für dein Lob !!
Hier mal ein recht gutes Platoergebnis von 2016.
Die Bedingungen waren aber noch nicht Ende Fahnenstange, da geht schon noch was.
Aber wenn ich so das ganze Feld betrachte, sehe ich in Plato selbst auch weniger als ich erwrtet hätte.
Gru Manfred
 

Anhänge

W_Manfred

Mitglied
Hallo zusammen,
es ist schon erstaunlich, was Bosman da rausholt und präsentiert.
Der muß grandioses Seeing haben, zum einen.
Mir kommt es aber so vor, als läge das auch an der eingsetzten Kamera.
Man sieht eine enorme Steigerung von der DMK31 zur Basler 1300 und nochmal eine Steigerung zur 1920er!
Selbst die DMK31 kam schon am C14 zum Einsatz.
Abartig finde ich ja die Kraterwiedergabe im Mare Humorum.
Aber ich möchte betonen, das mit der Kamera ist nur eine Vermutung, nicht mehr aber.....
Gruß Manfred
 

Astrobrian

Mitglied
Hallo Manfred,
Das mit der Kamera habe ich mir auch schon gedacht. Aber die Zwo cams, vor allem die ASI 174mm müssten da ja mithalten können ?
Cs
Werner
 

W_Manfred

Mitglied
Hallo Werner,
Gehäuse und Sensor wirds nicht allein sein, fürchte ich.
Know How, Hardware und Software werden ebenfalls eine Rolle spielen.
Preislich ist da ja auch ein Unterschied.
Wer weiß, was sich hinter Patenten und Licenzen noch alles verbirgt.
Gruß Manfred
 
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