Re: 6" F/5 Dobs für in den USA für 160€
Hallo Armin, Wolfi, u.a.,
Zitat von Antares:
Da es den 6" f/8 ja auch als Dob gab ist es doch wirklich nur der Spiegel der entwickelt werden müßte.
nach dem wollte ich hier auch schon Fragen. Was ist aus dem eigentlich geworden? Ich selbst habe letzen Herbst einen 6" f/8 gebraucht für unter 100 Euro erworben, nach dem ich einige Zeit vergeblich darauf gehofft hatte, ein günstiges 8" Gerät in Abholdistanz zu ergattern. Also gegeben hat es sie im Handel hier wohl schon mal, und sowohl
GSO (nur 1.25" OAZ) als auch
Skywatcher (2" OAZ) haben die Dinger (sogar mit Parabolspiegel) auch heute noch in ihren Produktlisten. Aber es scheint hierzulande wohl kein rechter Markt mehr neben den 8-Zöllern dafür zu bestehen. Auch im Gebrauchtmarkt habe ich bisher ausser meinem nur recht wenige andere gesehen.
In wie weit unterscheidet sich nun der 6" f/6?
Nun, er ist 30cm kürzer, was für einen Dobson nicht ganz ideal ist, denn für so eine Schmalspurlösung wie den Orion 6" F/5 StarBlast ist er zu lang, aber für einen "ausgewachsenen" Dobson zum drann Sitzen, schon etwas kurz.
Um ihn paralaktisch zu montieren, ist die geringere Länge natürlich von Vorteil. Also für die Fotografische Option ist er deutlich im Vorteil.
Bezüglich dem Gesichtsfeld bietet er etwas mehr als der 6" f/8, welcher aber mit der gleichen Brennweite (1200mm) wie der 8" f/6 bei gleichem Auszug (z.B. der Skywatcher) eigentlich schon ausreichend sein sollte. Meiner hat leider nur einen 1.25" Auszug
Es fehlt sonst also dem 6" f/8 gegenüber dem f/6 nur ein bischen etwas an der maximal erreichbaren AP bei langbrennweitigen Okularen.
Also ich kann Wolfis Skepsis bei den Vermarktungschancen da schon etwas verstehen. Die Erwartungen hier gehen doch massiv über den Preis, in dem man einfach die Teleskopgrössen/Preis-Relation interpoliert. An anderer Stelle wird aber genauso gefragt,
Ist denn ein 2"-Auszug in der Herstellung teurer als ein 1,25"?.
Bei den Teleskopen kann man doch auch nicht beliebig herunter skalieren. Man denke nur an die Megabyte-Preise von Speicherkarten, RAM oder Festplatten. Da gibt es überall eine Schwelle, ab der es nach Unten einfach abbricht, sich auch nur halbwegs linear zu verhalten, weil der Markt die Schwelle der Rentabilität unterschreitet.
@Benny: Willst du hier wirklich die Wackeldackel-Teleskope, welche oft und zurecht kritisiert werden, als Maßstab heranziehen? Das finde ich ehrlich gesagt, nicht fair. Wenn's um den Preis geht sollten wir nicht die Substandards bei der Qualität als Referenz zum Argumentieren misbrauchen.
Mich wundert, dass bei dieser Einarmmontierung überhaupt keine Versteifung unterhalb dem Teleskop angebracht wurde. Damit wird die einzige Diagonale auf der Aussenseite voll auf Zug belastet, was bei der Holzkonstruktion nichts gutes erwarten lässt.
Wenn schon Dobson als kleine Auftisch-Lösung, dann würde ich lieber zu sehr großen Höhenrädern (ca. halbe Tubuslänge) greifen, und auch den Oberteil der Montierung (Höhenräder mit Tubusbefestigung) in einer Ikea-artigen Möbelvariante gestalten. Aber beim Anblick
dieses Bildes von dem Mädel am Tisch bin ich doch sehr skeptich, was den praktischen Umgang mit so einem Tisch-Dobson angeht. Selbst im Schrebergarten hat man doch oft bestenfalls eine Bierzeltgarnitur als Unterbau, was nun wirklich keine solide Grundlage darstellt. Und wer will im Winter scon auf dem Boden sitzen?
Viele Grüße
Stephan