003sec
Aktives Mitglied
Guten Tag,
bisher habe ich hier noch keine DS-Bilder eingestellt, deshalb kurz ein paar Infos.
Seit Jahren bin ich recht aktiv im Parallelforum, aber ist habe festgestellt, dass die Überschneidungen doch nicht so groß sind, wie ich dachte. Es bleibt für mich zwar schwierig auf 2 Hochzeiten zu tanzen, aber ich hoffe auf zusätzlichen Austausch und Anregungen hier.
Eine Besonderheit meiner DS-Bilder besteht darin, dass ich mit außergewöhnlich kurzen Einzelbelichtungen arbeite. Ich mache das nun schon seit fast 2 Jahrzehnten und habe die Kurzzeitbelichtungstechnik auch mit publik gemacht.
Es gibt Vor- und Nachteile, und es gibt persönliche Vorlieben. Meine besteht darin, dass ein Astrofoto für mich unbedingt scharf sein muss. Keinesfalls will ich hier „Werbung“ für die Kurzbelichtungstechnik machen. Fragen dazu beantworte ich aber gerne.
Eine andere Besonderheit hat sich quasi als Folge ergeben, denn ich kann auf diese Weise mit einem großen Dobson arbeiten. Der ist komplett motorisiert, mit GoTo ausgestattet und funktioniert besser als meine EQ6. Die Bildfelddrehung kompensiere ich beim Stacken.
Aber auch bei kurzen Einzelbelichtungen spielt das Seeing eine große Rolle und so komme ich auf nicht viele Objekte pro Jahr.
Einige Bilder finden sich hier:
Das letzte habe ich gerade erst fertig gemacht, und zwar Abell 12.
Der ist sehr leicht zu finden, und zwar direkt neben µ-Orionis. Das Problem ist eben jener helle Stern, der den Winzling (ca. 30") leicht überstrahlt. Die seltsamen Spikes entstehen bei der Bildfeldrotation aber mittlerweile mag ich die sogar. Der Zentralstern hat knapp 20 mag und ist damit nicht gerade leicht abzubilden. Alles in allem habe ich mehrere Nächte mit dem Objekt verbracht, Experimente gemacht und Ideen auch wieder verworfen. Wie gesagt, es geht mir nicht um „ein Astrofoto haben“, sondern ich will (und das wird langsam sogar zum Fluch bei diesem Wetter). Ich will meine maximalen Möglichkeiten ausschöpfen. An Tiefe ist hier am Niederrhein kaum zu denken (Bortel 5-6, 20 mag pro Bogensekunde ist ein Zielwert), aber bei der Schärfe kann ich fleißig sein und darum „kämpfen“.
Bei Abell 12 komme ich etwa auf 0,7" Auflösung, das ist so ziemlich das Ende der Fahnenstange, da ich bei nur ca. 1300 mm Brennweite arbeite. Die anderen Daten stehen im Bild.
Viele Grüße
ralf
bisher habe ich hier noch keine DS-Bilder eingestellt, deshalb kurz ein paar Infos.
Seit Jahren bin ich recht aktiv im Parallelforum, aber ist habe festgestellt, dass die Überschneidungen doch nicht so groß sind, wie ich dachte. Es bleibt für mich zwar schwierig auf 2 Hochzeiten zu tanzen, aber ich hoffe auf zusätzlichen Austausch und Anregungen hier.
Eine Besonderheit meiner DS-Bilder besteht darin, dass ich mit außergewöhnlich kurzen Einzelbelichtungen arbeite. Ich mache das nun schon seit fast 2 Jahrzehnten und habe die Kurzzeitbelichtungstechnik auch mit publik gemacht.
Es gibt Vor- und Nachteile, und es gibt persönliche Vorlieben. Meine besteht darin, dass ein Astrofoto für mich unbedingt scharf sein muss. Keinesfalls will ich hier „Werbung“ für die Kurzbelichtungstechnik machen. Fragen dazu beantworte ich aber gerne.
Eine andere Besonderheit hat sich quasi als Folge ergeben, denn ich kann auf diese Weise mit einem großen Dobson arbeiten. Der ist komplett motorisiert, mit GoTo ausgestattet und funktioniert besser als meine EQ6. Die Bildfelddrehung kompensiere ich beim Stacken.
Aber auch bei kurzen Einzelbelichtungen spielt das Seeing eine große Rolle und so komme ich auf nicht viele Objekte pro Jahr.
Einige Bilder finden sich hier:
Das letzte habe ich gerade erst fertig gemacht, und zwar Abell 12.
Der ist sehr leicht zu finden, und zwar direkt neben µ-Orionis. Das Problem ist eben jener helle Stern, der den Winzling (ca. 30") leicht überstrahlt. Die seltsamen Spikes entstehen bei der Bildfeldrotation aber mittlerweile mag ich die sogar. Der Zentralstern hat knapp 20 mag und ist damit nicht gerade leicht abzubilden. Alles in allem habe ich mehrere Nächte mit dem Objekt verbracht, Experimente gemacht und Ideen auch wieder verworfen. Wie gesagt, es geht mir nicht um „ein Astrofoto haben“, sondern ich will (und das wird langsam sogar zum Fluch bei diesem Wetter). Ich will meine maximalen Möglichkeiten ausschöpfen. An Tiefe ist hier am Niederrhein kaum zu denken (Bortel 5-6, 20 mag pro Bogensekunde ist ein Zielwert), aber bei der Schärfe kann ich fleißig sein und darum „kämpfen“.
Bei Abell 12 komme ich etwa auf 0,7" Auflösung, das ist so ziemlich das Ende der Fahnenstange, da ich bei nur ca. 1300 mm Brennweite arbeite. Die anderen Daten stehen im Bild.
Viele Grüße
ralf