Absoluter Einsteiger benötigt Hilfe

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Matthias86

Aktives Mitglied
Hallo Leute,

Zu meiner Person:
Ich heiße Matthias und bin 25 Jahre alt. Ich wollte schon seit meiner Kindheit ein Teleskop haben, aber dazu ist es nie gekommen, da ich schon früh erfahren musste das Teleskobe die was taugen sehr teuer sind und nen billiges auf Dauer eher den Spassfaktor stark einschränkt. Deshalb bekam ich auch nie eins^^

Was ich weiß:
Ich kenne ein paar Planeten, die die man so kennen sollte.
Also im großen und ganzen weiß ich nicht viel über das über uns^^

Was ich möchte:
Ein GOTO- Teleskop das von allem etwas vor die Linse bekommt. Nichts besonderes halt. Planeten, Nebel und DeepSpace etc sollten schon machbar sein. Jupiter und seine Ringe wären mir auch wichtig. Aber das sicher nur weil ich nicht viel kenne. Und dadurch keinen Vergleich habe.

Was ich bezahlen möchte:
+- 650€ evtl inkl. Okularset

Was ich schon beliebäugelt habe:
Celestron SLT 127 & 130
Celestron Nexstar 4SE

Wie wichtig sind zusätzliche Okulare für "mich", da ich ja nix spezielles suche?

Habt ihr andere Vorschläge für mich die besser sind?

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr auf Fachbegriffe verzichtet da ich mich absolut nicht auskenne. Diese sind für mich auch nicht relevant, da ich nur schöne Nächte unter dem Himmel suche;)

Ich freu mich auf eure Antworten.

Euer Matze
 
Hallo Matze,

für Dein Budget bekommst Du denke ich schon ein recht passables Einsteiger-Teleskop, das Dir die von Dir gewünschten Objektgruppen auch zeigen kann - bis auf die Ringe Jupiters, die siehst Du mit KEINEM Amateurteleskop. Du meinst sicherlich die Ringe Saturns! Die wirst Du mit so ziemlich jedem Amateurtelskop erkennen können ;-)

Ich würde vorschlagen Du durchsuchst mal das Forum hier, denn Deine oder ähnliche Fragen wurden schon recht häufig hier diskutiert!

Meine persönliche Meinung dazu wäre: Du unterschätzt die Schwierigkeiten die man mit GOTO-Teleskopen noch haben kann - etwas mehr als point&click ist auch hier nötig.

Dazu was Du vor die Linse (wenn es denn eine wird, und kein Spiegel) bekommen möchtest: Das hängt nicht nur vom Teleskop, sondern auch vom Standort ab: Bleibst Du in der Stadt, oder hast Du vor das ganze Gerödel auch mal weiter aufs dunkle Land zu transportieren?

Zu Deinen Teleskopvorschlägen: das SLT 127 bzw. 4SE ist ein Maksutov-Cassegrain. Ich liebe diese Optiken, denn sie können Dir wunderbare Planeten, Mond und auch einiges Deep-Sky Objekte zeigen, und sie sind recht transportabel. Aber sie haben auch ihre Nachteile, wie z.B. ein kleines Gesichtsfeld (der Bereich am Himmel den Du damit sehen kannst) im Vergleich zu anderen Systemen, und eine (im Vergleich) relativ längere Auskühlzeit (das ist die Zeit die der geschlossene Tubus benötigt sich an die Umgebungstemperatur anzupassen - nur so bekommt man ein anständiges Bild).

Das 130 ist ein Newton Teleskop, ein anderes System, mit anderen Vor- und Nachteilen als die Maksutovs!
Am besten machst Du Dich erstmal schlau zu den verschiedenen Systemen, z.B. hier:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

Dann kannst Du Deine Ansprüche vielleicht etwas konkretisieren und man kann Dir hier besser weiterhelfen!

Mit guten, zusätzlichen Okularen kannst Du auf jeden Fall noch deutlich mehr aus diesen Teleskopen herausholen, denn sie sind ein wichtiger Teil des ganzen Systems.

Viele Grüße,
Stephan
 
Hallo Matze,

vielleicht ganz kurz ein paar Gedanken von mir: Ich selbst habe zugegebenermaßen noch keine Erfahrungen mit den von dir vorgeschlagenen Teleskopen oder ähnlichem, aber mehr Technik & Elektronik auf dem Feld kann auch zum Nachteil werden. Zumal ich immer etwas skeptisch bin, ob ein Anfänger mit einem Goto-System anfangen sollte. Natürlich ist das Finden der Objekte einfacher (wenn alles richtig eingestellt ist), aber es ist auch ein schönes Gefühl, wenn man selbst zu dem Objekt findet und weiß, wo man sich gerade am Himmel bewegt :) Das hilft enorm bei der Orientierung am nächtlichen Himmel. Planeten (zumindest die helleren wie Venus, Mars, Jupiter und Saturn) und Mond brauchen jedenfalls kein Goto, da die hell genug am Himmel sind ;) Ob ein Goto-System dem Anfänger schneller Erfolgserlebnisse bringt, weiß ich leider nicht ?)

Wenn man ohne Goto leben kann, würde sich m.E. ein kleiner Dobson (also per Hand das Teleskop in die richtige Richtung bewegen) besser bezahlt machen, da günstiger.

Ansonsten wurden hier schon einige wertvolle Tipps gegeben :super:

Gruss, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
HY,

danke für eure Antworten.

Oh, ja, die Ringe des Saturns^^ Sorry.

Also wenn ich euch glauben kann (^^) ist wohl ein Dobson das richtige für mich. Ja, ich denke, das ich auf das GOTO verzichten kann. Ich hab mir heute Nacht mal nen Sternkarten App angeschaut, und denke, das ich auch ohne GOTO klar komme. Ich dachte anfangs nur, das ich "da oben" dann nichts finden würde.

Bei den GOTO Sytemen hab ich mich halt schon gefragt, das wenn ich ein Komplett- System kaufe und etwa 500€ ausgebe. Da kostet doch der Motor und GOTO- Steuerung doch sicherlich schon um die 200€. Das würde ja dann bedeuten, das ich ein Teleskop besitze das ja nur auf nem 300€ Level ist. Was ja schon recht "billig" wäre oder?
Zumal ich denke, das man von einem reinen "Mechanischen" länger was von hat, da ja eigentlich nicht kaputt gehen kann.

Da wäre das Geld doch besser angelegt, wenn man (ich) besser ein rein Mechanisches Dobson für das selbe Geld kaufen würde oder, denn dann hätte man ja "was" für sein Geld.

Ich möchte einfach nichts Falsch machen und dann 2mal kaufen müssen. Mir ist jedoch klar, das ein 500€ Teleskop absolut nichts besonderes ist. Ich glaube das es da garnicht genug teuer sein kann.

Ich habe jetzt folgendes Produkt rausgesucht:
http://www.amazon.de/Skywatcher-Dob...VS4M/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328694965&sr=8-1

Ist mit diesem Produkt "was" anzufangen? Es würde mich sehr freuen, wenn ihr euch die "Daten" anschaut, und dementsprechend Urteilt, ob das von mir ausgesuchte "etwas" kann)

Also mir gefallen die Dobson recht gut, und ich denke, das sie für meinen Zweck das richtige sind.

Ich stelle mir aber auch die Frage:
- Was ist wenn es drinnen dreckig wird? Ist ja schliesslich oben offen.
- Laut web müssen die Dobson ständig (am besten vor jeder Beobachtung) justiert werden. Was ist da drann?
- Zum Mitnehmen ist es ja irgendwie nicht so gedacht. Aber kann man schon, wenn man den Platz im Autoi hat oder?
 
Hi Matze,

das mit den GoTo Steuerungen hast Du schon ziemlich treffend erfasst :-)

Ich will nur noch loswerden, dass Du für 500 Euro durchaus schon ein ziemlich ordentliches Teleskop bekommen kannst, aber auch für 300 Euro ist sicher schon der kleine Bruder des von Dir aufgezeigten Teleskopes drinne.
DENN: Dieser 10-Zöller ist schon eine ordentlich große Kanone! Man unterschätzt die Größe auf den Produktfotos sehr leicht!

Schau mal hier, da kann man sich die Größe vielleicht vorstellen:
http://www.zudensternen.de/Teleskop Skywatcher Dobson 250_1000.html

Es gab noch einen anderen Prima Größenvergleich, leider ist die Seite nun schon länger offline (weiß eigentlich irgend jemand wieso? Ich meine Taunus-Astronomie.de).

Der Vorteil der Dobson-Teleskope besteht darin dass Du VIEL Öfnung für relativ wenig Geld bekommst - aber: sie sind sehr groß und relativ schwer, daher nochmal die Frage wie transportabel es sein soll. Das von Dir verlinkte Teleskop z.B. hat ein Gewicht von > 30kg, die Du in zwei Teile (Tubus und Montierung) zerlegen kannst. Der Tubus hat eine Länge von etwa 1,2 Metern und einen Durchmesser von >25cm - Das nimmt schon ordentlich Platz weg.
Aber ja, transportieren kannst Du es - wenn Du ein Auto hast.

Übrigens, "Dobson" nennt man die Art der Montierung, das eigentliche Teleskop (der Tubus) ist auch hier ein Newton-Teleskop.
Wie oft Du es justieren musst, hängt vom Einzelmodell ab und davon wie oft Du es transportieren wirst. Aber die Newton-Justage ist keine große Schwierigkeit und mit ein paar Handgriffen nach etwas Übung erledigt.

Ich hatte auch zunächst ein Dobson-Teleskop (ein 8"). Ich war wirklich sehr zufrieden mit dem guten Stück, mit einer Ausnahme: Es war mir zu schwer und sperrig. Inzwischen habe ichs deshalb verkauft und besitze nun ein 8" Schmidt-Cassegrain Teleskop, sowie einen kleinen Maksutov und einen kleinen Großfeldrefraktor als "immer-dabei-Teleskope", und muss sagen: Ich bin angekommen ;-)

VG Stephan
 
Hy,

Ja, ich habe mir schon "richtige" Bilder des 10"ers angeschaut. Die frage ist halt, ob der 8"er genau so toll ist.

Ja, das habe ich auch gelesen, das das nen Newton ist;)

Wenn man ein Mak oder ein Schmidt in der selben Preisklasse kauft, bekommt man dann mehr oder weniger?

Klar wäre es toll, das teil schnell mal "eingepackt" zu haben, aber wenn es auf kosten der "Sehenswürdigkeiten" geht, würde ich das "ümständliche" denke ich auch in kauf nehmen.
 
Auf "mehr oder weniger" lässt sich das denke ich nicht reduzieren. Du bekommst aber natürlich definitiv für das gleiche Geld mehr Öffnung beim Newton als beim MAK oder SC.

Je mehr Öffnung, desto mehr Lichtsammlung, desto mehr wirst Du sehen. Außerdem bietet eine höhere Lichtsammelleistung eine bessere Auflösung. D.h. wenn Du z.B. einen Planeten mit 10" betrachtest wirst Du mehr Details erkennen können als wenn Du ihn mit 4" betrachtest (gleiche Vergrößerung vorausgesetzt).

Trotzdem gibt es natürlich auch andere Parameter die eine Rolle spielen beim Vergleich von zwei optischen Systemen (z.B. Obstruktion, d.h. die Abschattung des Hauptspiegels durch den Sekundärspiegel, Farbfehler, Justagestabilität, etc.). Da ich hier auch kein Experte bin, würde ich Dir raten Dich wirklich diesbezüglich nochmal einzulesen.

Aber kurz und knapp: Mehr Öffnung, mehr zu sehen - da sind Dobson-Teleskope unschlagbar, da braucht man nicht lange zu diskutieren!

Aber denk dran: Wenn Du einen 10-Zöller auf dem Balkon aufstellen musst, wirds unter Umständen eng. Und wirklich auspielen kann er seine große Öffnung nur unter DUNKLEM HIMMEL.

Viele Grüße,
Stephan
 
Hallo Matthias,

in einem anderen Thread ist auch schon die Diskussion: 8" oder 10" ;)

Ich selbst hatte bis vor wenigen Monaten einen Newton mit 114mm Öffnung und 900mm Brennweite auf einer sehr wackeligen Montierung (EQ2). Ein 8" Dobson ist da wesentlich stabiler, aber auch bedeutend größer und schwerer! Ein 10"er setzt da nochmal einen drauf.

Wenn es klein und sehr transportabel sein soll, könnte ich mir einen Mak auf einer ordentlichen azimutalen Montierung (etwas in Richtung Giro oder AZ4) vorstellen. Allerdings sind dann DeepSky-Beobachtungen nur mit Einschränkung möglich. Ein Mak ist eher was für hohe Vergr., wie sie am Planeten gebraucht werden.

Wenn es etwas größer sein darf und sowohl für Planeten als auch DeepSky gut brauchbar ist, wäre ein 8"er als Dobson oder sogar noch die leichtere Nummer, ein 6"er mit 1200mm Brennweite von Skywatcher, eine Überlegung wert. Auf jeden Fall sind die preiswert und man kann damit schon eine Menge sehen ;) Natürlich gehts immer besser, aber dann auch teurer oder mit viel Körpereinsatz (Selbstbau), was aber hier vermutlich nicht gewünscht ist.

Zusammengefasst: Wenn du Größe und Gewicht akzeptierst, würde ich dir einen 8" Dobson empfehlen. Zusammen mit Okularen, evtl. Filter und weiterem Zubehör sollte das in deinem finanziellen Rahmen möglich sein.

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich wohne im Dorf, und denke nicht das die Helligkeit nen Problem wird. Da wo ich wohne, ist schon der "Stadtrand" und wenn ich 100m von meinem Haus rauslaufe stehe ich im Nirgendwo. Direkt am Rhein (Grenze D/CH)

Aber wenn...
... Dann wäre wohl das Mac besser.
 
Hallo Matthias,

Zitat von Matthias86:
Die frage ist halt, ob der 8"er genau so toll ist.

auch wenn ich noch keinen direkten Vergleich hatte: Die Unterschiede dürften abhängig vom Objekt mehr oder weniger gering ausfallen. Beide Geräte liefern genug Öffnung, um DeepSky und Mond/Planeten zu genießen ;)

Gruß, Robert
 
Du bist doch noch recht unentschlossen finde ich :-)

Das liegt denke ich daran dass Du Deine Anforderungen an das Teleskop noch nicht genau für Dich selbst definiert hast.
Die "Eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht, jedes Teleskop hat Stärken, aber auch Schwächen. Nicht ohne Grund haben viele Hobby-Astronomen irgendwann mehrere Teleskope...

Hast Du evtl. die Möglichkeit bei Dir in der Nähe mal ein paar Teleskope live zu sehn? Bei einem Astronomie-Verein, einer Sternwarte, einem Händler?

VG Stephan
 
Nein, nein. Ich möchte das Dobson^^ Ich hab mich schon "fast" entschieden.

Eine Wollmilchsau such ich nicht. Nur ein gutes Teleskop wo mir freude bereitet. Da ich davon kein Plan hab, hätte ich sicherlich auch an nem 100€ Lidl Gerät Spass. Aber 2mal kaufen möchte ich nicht.

Ich kann mich halt nur noch nicht entscheiden, was für eins es werden soll.

Aktuell stehen zur Auswahl:
http://www.amazon.de/Skywatcher-Dob...VS4M/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1328698414&sr=8-4

http://www.amazon.de/Skywatcher-Dob...LDRI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1328698414&sr=8-2

http://www.amazon.de/Skywatcher-Dob...SNYA/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328698414&sr=8-1

Wobei ich halt glaube, das ich bei dem 500€ Gerät nichts noch unbedingt dazu kaufen brauch, ausser halt nen Justier- Laser.

Ja, etwa 40km von mir gab/ oder gibt es einen Verein, den ich vor Tagen schon angeschrieben habe. Aber noch keine Antwort bekam.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich rate dir zum 8". Ein Allround Gerät für den Anfang, nicht allzu hohe Ansprüche an Okulare, für dein Umfeld auf jeden Fall transportabel, zeigt bei richtiger Okularwahl einen relativ großen Himmelsauschnitt, wird einen lange genug beschäftigen...

Später wirst du sowieso nicht bei einem Teleskop bleiben ;)
Da folgt dann größerer Öffnung...ein Richfielder...ein Planetenskope...evlt. Astrofotografie...ein schnelleinsatz Teleskop...was für Reisen... :D was da so alles zusammenkommt... :D

Nunja... 8" f/6 Dobson ist ein toller Anfang!
 
Hi Matthias,

ich würde die goldene Mitte nehmen und Preislich ein wenig googeln. Dazu eine Rotlichtlampe und einen Sterneatlas sowie ein Übersichtsokular und eines für höhere Vergrösserungen.
Die mitgelieferten sind bei allen 3en nichts.

Ach und ne Thermoskanne für heissen Tee;).

LG Silvio
 
Also ich würde sagen neben dem Justierlaser solltest Du etwas Geld für Literatur / Karten / Atlas einplanen - sonst findest Du nicht viel mehr als das was Du mit bloßen Augen schon sehen kannst.
Dann wirst Du evtl. etwas Rotlicht benötigen. Vielleicht einen kleinen Klapptisch + Hocker. Und irgendwann machen sich eben bessere Okulare bezahlt.

Ich würde Dir aber raten, kaufe bei einem Fachhändler. Die üblichen Verdächtigen sind (ohne Wertung) z.B. Teleskop Service, Astroshop, APM, Teleskop Spezialisten, etc.

Bei den Angeboten die Du verlinkt hast steh nicht mal dabei ob und welche Okulare mitgeliefert werden. Im Normalfall sind das zwei Plössl-Okulare bei Skywatcher, die für den Anfang ok sind. Aber Du wirst sicher bald ein Übersichtsokular wollen und evtl. eines für höhere Vergrößerungen.

Ich denke das Beste wäre es, mal bei diesem Verein reinzuschauen, damit Du zumindest mal die Chance hast diese oder ähnliche Teleskope live zu sehen.

VG Stephan
 
Hallo Matthias,

Zitat von Matthias86:
Wobei ich halt glaube, das ich bei dem 500€ Gerät nichts noch unbedingt dazu kaufen brauch, ausser halt nen Justier- Laser.

welches Gerät meinst du denn? Bei den meisten Teleskopen kommt am Anfang noch das ein oder andere Okular dazu ;) Welche genau und was die kosten dürfen, ist ein anderes Thema.

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung zum Justierlaser: Es gibt hier schon ausreichend Diskussionen über Justierung mittels Laser, doch auch ein Laser will justiert sein. Ich selbst habe nur ein einfaches Justierokular für meinen 8"er. Zumal die Dejustage sich bei einem 8" in Grenzen hält. Ich fahre den immer mehrere Kilometer raus aus der Stadt und die Justierung bleibt soweit erhalten.

Gruß, Robert
 
Hallo zusammen,

hier wurden zwei wichtige Aspekte noch nicht angesprochen:

Der 10''er hat f/5 und der 8''er f/6!

Das bedeutet:

Beim Zehner ist die Justage genauer durchzuführen und dies präziser als bei f/6, was es dem absoluten Einsteiger nicht zwingend leichter macht.

Der Zehnzöller benötigt teurere Okulare, wenn er bis zum Bildfeldrand eine gute Abbildung liefern soll. Da steigt das benötigte Budget sprunghaft an.

Weiter oben wurde geschrieben, dass ein Teleskop mit großer Öffnung bei gleicher Vergrößerung am Planeten mehr zeigt als en kleines (gutes Seeing vorausgesetzt). Dies ist zwar physikalisch korrekt, aber man muss bedenken, dass die Planeten bei (in Bezug auf die Öffnung) schwacher Vergrößerung oft überstrahlt werden und dadurch Details verloren gehen. Bei größeren Teleskopen muss man bei schwächerer Vergrößerung (V = D oder weniger) oft ein Graufilter verwenden, wenn man deren Leistung ausreizen möchte.

CS und VG Christian
 
Hallo Matthias,

hier nochmal kurz, mit was du dich beschäftigen solltest/kannst:

* Sternkarten zur Orientierung am Himmel (kannst du quasi schon vor dem Teleskopkauf üben)
* Hocker (wenn es ein Dobson sein soll), evtl. Tisch, Rotlichtlampe (zur Not tuts auch ein gedimmtes Fahrradrücklicht)
* sinnvolle Vergrößerungen/Okulare (Austrittspupille, Weitwinkel, ...)
* evtl. Nebelfilter (es gibt aber auch ohne sehr viel zu sehen ;) )
* optischer Sucher und/oder Peilsucher (z.B. Leuchtpunktsucher oder mit Zielkreisen) -> manche kommen nicht unbedingt mit beiden klar
* Justierung des Teleskops (am besten dann anschauen, wenn das Teleskop da ist)
* Aufbewahrung/Transport der kompletten Ausrüstung (das kann u.U. schon recht viel werden ;) )

Eine recht gute Einsteigerseite findest du z.B. hier.

Ich hoffe, dass ich nichts wichtiges vergessen habe ?)

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe diese Teleskope bei Astroshop und Teleskop Service gefunden, aber da Amazon ein neutraler Shop ist, waren mir diese Links lieber.


So wie es scheint, wird es deutlich komplizierter wie ich es wollte. Ich wollte ja "eigentlich nur" ein Teleskop um den Himmel zu beobachten^^

Das mit der Größe wegen dem Transport ist bei mir eher unwichtig. Das bekomm ich schon hin.

Dann wäre es wohl Anfängerfreundlicher wenn ich ein 8er kaufe? Ich dachte mir so. Kaufste das Teleskop und nen Okular und Filter Set. Ich möchte ja keine Wissenschaftlichen Studien machen^^
 
Hi Matze,

Amazon mag in diesem Sinne "neutral" sein, aber das waren ja alles market-place Anbieter, nämlich "photo_universal", "ABC Webshop" und, siehe da, "Teleskop-Service" :-)

Einfach nur den Himmel beobachten kannst Du mit jedem Teleskop.
Wir versuchen ja nur Dir zu der für Dich und Deine Ansprüche bestmöglichen Lösung bei dem vorgegebenen Budget zu verhelfen!

Ich denke das war ja auch der Sinn Deines Eingangs-Posts, oder?

VG Stephan
 
Ja klar das auf jeden Fall, und ihr habt mir sehr damit geholfen;) Und auch ein bisschen durch einander gebracht.
 
Hallo Matthias,

Zitat von Matthias86:
So wie es scheint, wird es deutlich komplizierter wie ich es wollte. Ich wollte ja "eigentlich nur" ein Teleskop um den Himmel zu beobachten

dass ist ja an sich kein Problem, wenn man das "richtige" kauft ;) Oft werden in diversen Produktbeschreibungen Dinge suggeriert, die in der Praxis dann oft ein wenig anders aussehen. Zumal das visuelle Beobachten auch eine sehr subjektive Angelegenheit ist. Der eine kommt mit seinem 80-Euro-Okular zurecht, der andere braucht unbedingt die 500-Eur-Variante. Mancher kauft sich einen Sack voll Filter und sieht am Ende auch nicht viel mehr. Das kostet halt alles mehr oder weniger viel Geld und der Kauf von Teleskopen, Okularen usw. will wohl überlegt sein, gerade als Anfänger. Wir versuchen nur, eine möglichst gute, akzeptable und (falls gewünscht) preisgünstige Basis zu schaffen, mit der ein Anfänger gut zurechtkommen kann (aber nicht zwingend muss). Die individuellen Vorlieben werden sich dann von alleine ergeben, auf die du dann später deine Ausrüstung ausrichten kannst.

Ich selbst bin bei meinem 8"-Dobson noch immer bei meinen sehr günstigen Weitwinkelokularen (Blau-/Goldkanten) hängengeblieben, habe mir dafür ein paar gute Orthos zugelegt. Ein anderer hätte hier vielleicht in sehr gute Weitwinkelokulare investiert. Jeder hat halt seine Vorlieben ;)

Gruß, Robert :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matze,

Zitat von Matthias86:
Da wäre das Geld doch besser angelegt, wenn man (ich) besser ein rein Mechanisches Dobson für das selbe Geld kaufen würde oder, denn dann hätte man ja "was" für sein Geld.

Ich möchte einfach nichts Falsch machen und dann 2mal kaufen müssen. Mir ist jedoch klar, das ein 500€ Teleskop absolut nichts besonderes ist. Ich glaube das es da garnicht genug teuer sein kann.

Ich habe jetzt folgendes Produkt rausgesucht:
http://www.amazon.de/Skywatcher-Dob...VS4M/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328694965&sr=8-1
wenn Du statt eines motorisierten einen unmotorisierten oder statt eines 150er oder 200er einen 250er Dobson vom selben Hersteller kaufst, wird sich mechanisch nichts verbessern. Der Preisunterschieod kommt hier nur durch Elektronik und Größe zustande, nicht durch die mechanische Qualität.
Um eine höhere mechanische Qualität zu erhalten, müßtest Du einen anderen Hersteller wählen, der seine Teleskope aus hochwertigeren Materialien baut und sie besser konstruiert hat.

Die Rockerbox von Skywatcher z.B. ist aus Pressspan und sehr sehr schwer. Andere Hersteller fertigen die Rockerbox aus Aluminium oder Birkenmultiplex. Birkenmultiplex z.B. ist bei gleicher Dicke ein vielfaches stabiler als Pressspan, die Rockerbox kann also leichter gebaut werden, und verzieht sich nicht. Und Aluminium kann durch Feuchtigkeit nicht aufquellen, sauber verarbeitetes Birkenmultiplex auch nicht.

Worauf ich auch achten würde, wäre ein Okularauszug mit 1:10 Mikrountersetzung. Damit läßt sich feinfühlig scharf stellen.
Auch wie einfach sich der Fangspiegel und der Hauptspiegel justieren lassen, gibt es große Unterschiede. Bestehen die Justageschrauben am Fangspiegel aus Kreuzschlitzschrauben, bei denen man mit dem Schraubendreher eher abrutscht als schraubt, oder aus Innensechskantschrauben oder aus werkzeuglos bedienbaren Rändelschrauben.
Ist die Hauptspiegelzelle nur mit Zug/Druckschrauben einzustellen oder ist sie auf ausreichend stark dimensionierten Druckfedern gelagert, die keine Fixierung wie bei Zug/Druckschrauben benötigen.
Besteht die Möglichkeit, unter dem Okularauszug am Tubus einen Filterschieber anzubringen oder muß man den/die Filter draußen im Stockdunklen bei bibbernder Kälte am Okular wechseln? Kommt man mit so einem Filterschieber dann noch in den Fokus? Bei Filterschiebern hinter dem Okularauszug gibt's für das Okular keinen Fokus mehr.

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus (und Matthias),

das mit der 1:10 Mikrountersetzung ist in der Tat ein guter Hinweis! Vor allem bei hohen Vergrößerungen macht sich diese besonders bazahlt. Ist aber kein Muss und kann u.U. später auch nachgerüstet werden.

Die Anmerkungen bezüglich der Justierung (welche Schrauben und Co.) sind zwar gut gemeint, aber für jemanden, der "einfach nur den Himmel" studieren möchte, vielleicht etwas zuviel Info ;) Mein Dobson hat auch nur einfache Kreuzschlitzschrauben am Hauptspiegel und ich habe damit keine Probleme! Außerdem: Den Fangspiegel muss man in der Regel nur sehr selten justieren. Und selbst der Hauptspiegel beim 8" gilt als relativ "justierstabil". Bei mir übersteht der Dobson ohne Probleme mehrere Autofahrten, ohne (für meine Augen) Dejustage.

Das die originalen Rockerboxen nicht gerade leicht sind, ist klar. Aber sooo schwer sind die nun auch wieder nicht, dass man damit nicht leben kann. Meine ist eine (leicht) modifizierte (bei gleichem Trägermaterial, ebenfalls von Skywatcher) und ich bin mit der Stabilität höchst zufrieden. Da wackelt nichts.

Gruß, Robert
 
Bin total durcheinander. Habt ihr mir einen Vorschlag, zu was ich besser greifen sollte?
 
Zitat von Matthias86:
Bin total durcheinander. Habt ihr mir einen Vorschlag, zu was ich besser greifen sollte?

Wundert mich jetzt allerdings nicht mehr :Trost:

Bei TS sehe ich 5 potentielle Varianten:

* GSO 8" f/6 (348,-)
* GSO 8" f/6 Deluxe (449,-)
* Skywatcher 8" f/6 (309,-)
* Skywatcher 8" f/6 Pyrex (349,-)
* Skywatcher 8" f/6 Flextube/Gitterrohr (398,-)

Nach meinem Gefühl ist es wohl vom optischen egal, was du nimmst. Einzig die Unterschiede im Lieferumfang und der Montierung sind jetzt entscheidend. Bleibt die Frage: Was willst/kannst du an Geld ausgeben?

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
550€ sollte bei allem dann Ende sein.
 
Na dann rechnen wir mal kurz durch:

Hocker, Klapptisch und Rotlicht können sicher vernachlässigt werden. Ich haben einen Billigsthocker vom Praktiker für 5 Eur. Bei meiner Größe (1.75) geht der am 8" ganz gut. Als Rotlicht (wie schon gesagt) geht notfalls auch ein Fahrradrücklicht ;) Den Klapptisch habe ich auch vom Praktiker: Schönes Akazienholz für nur 12 Eur (macht sich auch in der Wohnung ganz gut :) ).

Sternkarten/Atlanten: Da bin ich überfragt. Habe selbst nur den Karkoschka und alles andere drucke ich mir aus.

Justierokular: Kostet neu um die 39 Eur, als günstige Alternative geht aber auch eine Filmdose mit kleinem Loch in der Mitte. Klingt komisch und stößt hier manchem sicher auf, aber es geht erstaunlich gut und kostet nichts. Der 8"er wird es sicher verzeihen ;)

Bleiben erstmal Okulare, Filter und evtl. der Sucher/Finder:
Als Okulare empfehle ich ein 2" Übersichtsokular im Bereich 32mm. Bei der Deluxe-Version von GSO ist eins mit 30mm dabei (wie gut schlägt sich das eigentlich gegenüber dem TSWA32 ?) ). Als Okular für mittlere Vergr. (um die 15mm) würde ich kostengünstig aber gut das TSSWM15 empfehlen. Für den Preis macht es eine sehr gute Figur. Bei höheren Vergrößerungen könnten die teils mitgelieferten Okulare in 10/9mm erstmal genügen. Ansonsten wären analog zum TSSWM15 noch das TSSWM9 und TSSWM6 zu erwähnen. Diese kosten ca. 39 Eur pro Stück. Filter sind leider nicht so ganz einfach, zumal sie doch ein bisschen kosten. Für den Anfang kommt man aber auch gut ohne Filter aus. Ansonsten würde ein günstiger Nebelfilter (O-III) um die 80 Eur kosten. Bei allen ist ein geradsichtiger optischer Sucher dabei. Das könnte etwas anstrengend werden, wenn du was im Zenit (also über dir) suchst. Ein Leuchtpunktsucher oder besser ein Rigel Quickfinder könnten da günstiger sein, da du mit beiden Augen auf den freien Himmel blickst und lediglich ein roter Punkt bzw. mehrere Zielkreise auf eine kleine Scheibe projiziert werden.


Nehmen wir mal den GSO 8" f/6 Deluxe (449,-):
+ TSWM15 (39,-)
+ TSWM6 (39,-)
Mit dabei wäre eine 1:10 Mikrountersetzung, ein 2" Übersichtsokular (30mm) und ein 9mm Plössl.
Macht zusammen: 527,-

Beim Skywatcher 8" f/6 (309,-):
+ TSWA32 (79,-)
+ TSSWM15 (39,-)
+ TSSWM6 (39,-)
Hier wäre ein 25mm und 10mm Okular (sicher nicht die besten, aber auch nicht unbrauchbar) dabei.
Macht zusammen: 466,-

Allerdings ist der Preisunterschied fast null, wenn man die Mikrountersetzung berücksichtigt. Falls wir hier alles zusammenbekommen sollten, könntest du dir ja mal ein Angebot machen lassen. Ein bisschen Rabatt dürfte sicher machbar sein. Ein Austausch bestehender Komponenten gegen andere ist meist mit einem Aufpreis verbunden (denke da gerade an den Sucher).

Hinweis: Es kann sich durchaus lohnen, hier im Biete-Forum nach günstigen Angeboten zu schauen oder selbst eine Suchanzeige aufzugeben. Einen Großteil meiner Ausrüstung habe ich gebraucht für teils kleines Geld bekommen!

Gruß, Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Was ist denn besser von deinen 2 ausgesuchten? Ich denke das gso.

Gebraucht ist halt immer so ne Sache.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben