Absoluter Laie in Radioastronomie - wie anfangen? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie
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Absoluter Laie in Radioastronomie - wie anfangen?

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

ich bin absoluter Laie in Funk, Radio, Hochfrequenztechnik und verstehe davon eigentlich (noch) nichts (nichts, nothing, rien, nada). Von Elektrik und Elektronik verstehe ich aber fast noch weniger - (war das nicht das mit den zwei Kabeln Plus an Minus und Rot an Schwarz?). Trotzdem habe ich mir aus aktuellem Anlass überlegt, was man an den zunehmend bewölkten Tagen machen kann und dachte mir, daß ich probieren könnte mal im Radiobereich reinzuschnuppern. Ich habe mir dieses Smart HF Bundle besorgt:

Und jetzt überlege ich mir, was ich damit machen kann. Mit den beiliegenden Stabantennen und SDRsharp schaffe ich es immerhin UKW-Radio am Laptop zu hören und schöne bunte Wasserfalldiagramme dabei zu produzieren. Ich muß mich da erst noch einarbeiten. Wenn ich aber z.B. Meteor Back-Scatter machen will, bräuchte ich wohl eine Antenne die über dem UKW-Frequenzbreich bei ca. 143MHZ effizient arbeitet. Selbstbau traue ich mir da ehrlich gesagt nicht zu. Gibt es kommerziell erhältliche Antennen die dafür geeignet sind? Z.B. die hier:

Oder ist das zu Breitband? Sorry wenn sich das zu stümperhaft anhört, aber ich bin hier wirklich noch Laie und ein großer Experte werde ich auch nicht mehr werden, aber ich möchte da, wie gesagt, wenigstens mal reinschnuppern.

Viele Grüße

Heiko
 
Hallo Heiko,

erstmal Willkommen unter den Infizierten (ich meine den HF-Virus, nicht Corona, wobei... wegen mir bin mir ich da nicht so sicher, ich wohne in Heinsberg :-/ ). Jedenfalls schön, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigen möchtest, man wird vom Wetter ja grade zu dazu gezwungen.
Antenne basteln ist kein Hexenwerk, Eberhard hier aus dem Forum hat eine schöne Anleitung geschrieben, schau doch mal rein: https://forum.astronomie.de/threads...weifelte-fortgeschrittene.284346/post-1448816
Wenn du partout nicht basteln möchtest, dann würde ich zu einer einfachen Yagi-Antenne für das 2 Meter Amateurband raten, z. B. sowas: http://www.joachims-gmbh.de/detail_blatt/LP145435E.html
da lohnt es sich bald nicht selber zu bauen, wobei... Bauen macht Spaß und man lernt was.

Wenn Du schon mal UKW hören kannst, dann hast Du schon die Hälfte der Hürden genommen, den Rest bekommst Du auch noch hin (y).

Viele Grüße und viel Erfolg,
Reinhard

PS
Ach ja, warum ich keine Discone nehmen würde: Die Discone ist eine Rundstrahl-Antenne, empfängt / sendet also in alle Richtungen. Das bedeutet aber auch, dass Du Störsignale aus allen Richtungen empfängst, schlecht! Außerdem haben Antennen, die nur aus einer Richtung empfangen einen s. g. "Gewinn". Das bedeutet, dass ein einkommendes Signal stärker am Empfänger ankommt als bei einem Rundstrahler. Deine Anlage würde also unempfindlicher, schlecht!
 
Zuletzt bearbeitet:

DocHighCo

Mitglied
Hallo Reinhard,

auf die vorgeschlagenene Antenne oder eine ähnliche werde ich wahrscheinlich zuerst zurückgreifen, um ein Erfolgserlebnis zu haben, falls es mittelfristig nichts mit dem eigenen Antennenbau wird. Mal schaun ..

Viele Grüße

Heiko
 

eberhard_ehret

Mitglied
Moin Heiko,
dann mal wollkommen im Club...ich fürchte, daß aufgrund des eigentlich permanent schlechten Wetters, die Radioastronomie ungeahnten Zulauf bekommt.
Du brauchst neben der Antennen auch die passende Zuleitung bis zum Laptop, als 50 Ohm Koaxkabel. Dazu die entsprechenden Stecker und einen Adapter von BNC oder UHF auf SMA-Stecker, damit Du das an den SDR Stick anpfropfen kannst. Wenn Du die Antenne fertig kaufst, schau mal, ob dir der Shop Deines Vertrauens auch gleich das passende Koax-Kabel anfertigt + den Adapter mit liefert. Dann hast Du "plug & play". Falls Du noch nach Funkshops suchts: Schick mir ne PN, ich kann Dir dann ein paar Adressen bzw. Links nennen.
Wichtig für die Auswahl der Antenne wäre: Wo wohnst Du ? Die Entfernung zu GRAVES spielt da schon eine Rolle.
LG Eberhard
 

eberhard_ehret

Mitglied
Hi Oli,
ja...aber nur, wenn Dein Koaxkabel UHF-Stecker hat.
Sind BNC-Stecker dran, dann brauchst Du diesen Adapter als BNC-Buchse - SMA Stecker...gibt's auch bei Herrn Bezos Kramladen...
LG Eberhard
 

astropeiler

Mitglied
Hallo Heiko,
zunächst einmal herzlich willkommen und viel Erfolg bei den ersten Schritten.
Die Diskussion hier zielt zunächst einmal auf das Thema Meteor-Scatter ab. Da will ich auch keine weiteren Ratschläge hinzufügen, das überlasse ich denjenigen die sich mit diesem Thema selber aktiv beschäftigen. Du solltest aber im Hinterkopf haben, dass Radioastronomie ein recht weites Feld ist und für den Amateur vielfältige Möglichkeiten bietet. Mein Rat wäre, sich einmal mit den Optionen insgesamt auseinander zu sezten und zu sehen, was Dich längerfristig noch interessieren könnte (siehe der Beitrag "Amateur-Radiosatronomie: Der Einstieg und die Do's und Don'ts" und die dort angegebenen Links).
Wolfgang
 

Soffel

Mitglied
Hi Heiko,
bin froh, dass Du das Thema aufgemacht hast, dann muss ich mich nicht als völliger Noob outen. ;)

Seit das neue Forum hier aufgemacht hat bin ich kräftig am mitlesen. Prinzipiell versuche ich schon selbst mich in die Materie einzulesen, aber wie schon von den Profis hier erwähnt, gibt es leider kein Einsteigerbuch für Radioastronomie.

Ich bin auch an Meteo Scatter interessiert und würde es so wie Heiko handhaben: Kaufen statt basteln und verglichen mit Astrofotografie ist das Equipment wirklich "billig". Mein Budget würde ich mal so 500-1000 Euro ansetzen (nur Materialkosten, falls mein Elektriker noch was installieren müsste käme dies oben drauf).

Aber je mehr man liest, desto komplexer wird die Geschichte: Bei Astrotreff (als auch im VDS Journal) habe ich gelesen, dass 6 m Band dem 2 m vorzuziehen ist. Der nächste Punkt ist dann, wieviele Elemente? Je weniger, desto größer ist meine "Öffnung", aber desto "unempfindlicher". Ich habe auch irgendwo eine Quelle gesehen, wo ein französicher Radioastronom eine 6 Element Yagi unter dem Dach hat. Habe sowohl ein Dach (ohne Alu-Dampfsperre) als auch eine Sternwarte mit Allsky-Cam, wo eine mögliche Antenne angebracht werden könnte....

Mein langfristiges Ziel wäre es Colorgramme so wie bei RMOB.org zu sehen zu generieren und diese dann mit meine Allsky-Cam zu vergleichen...

Ihr seht: maximales Unwissen mit größt-möglicher Risiko-Bereitschaft und exorbitanten Erwartungen gepaart... :cool:

Heiko, ich hoffe, ich habe Deinen Thread nicht gekapert und freue mich hier von Deinen Gehversuchen zu lesen :)

Viele Grüße
Stefan

P.S.: Zum Glück ist ja Silvia und Brittheim nicht all zu weit von mir entfernt...
 
Hallo zusammen,
Mensch, hier gehts ja richtig ab zum Thema Meteor Scatter. Ich selber bezeichne mich auch als Neuling in der Radioastronomie, habe damit seit ca. 2018 experimentiert. Mit SDRplay und einem 4-Element Yagi Antennenbausatz. Ich hatte ihn damals bei Nuxcom gekauft, der Shop existiert leider nicht mehr, aber die Bauanleitungen sind noch online verfügbar: http://www.nuxcom.de/pdf/nuxcom_bauanweisungen_144_430_12-28ohm.pdf
Mir sind auch ein paar schöne Aufnahmen von Echos gelungen, allerdings habe ich es zeitlich nicht geschafft, die ca. 144 Bilder pro Tag regelmäßig zu sichten und auszuzählen. Deshalb hatte ich in den letzten Monaten keine Beobachtung mehr durchgeführt.
Aber motiviert durch dieses neue Board im Forum, tadaa, hab ich heute den SDRplay wieder angestöpselt und die ersten Screenshots laufen wieder :)

@Stefan: Genau was Du vor hast, möchte ich auch erreichen und Silvia ist ein super Quell für wertvolle Informationen. Mit ihr zusammen habe ich die ersten Meteore mit meinem eigenen Equipment sehen können (und wusste damit auch, dass die selbst gebaute Antenne funktioniert).

Im größeren Umkreis von Stuttgart sollte eine 4-Element-Yagi fürs 2m Band ausreichen, um Meteore gut erkennen zu können, da hält sich dann auch der finanzielle Aufwand im Rahmen. Ich empfand es als sehr lehrreich, die Antenne selber zu bauen, auch wenn ich mich etwas außerhalb meiner Komfort-Zone bewegte, so lernte ich doch zumindest gleich einiges zu den Funktionsprinzipien, was natürlich insgesamt das Verständnis gefördert hat. Irgendwo stand hier im Forum was von der Lernkurve, der Bau meiner Antenne hat dieser einen großen Schub gegeben. Also nur Mut und ran ans Werkzeug :)

Meine Frage an die Profis hier: Wenn mit HDSDR, SDRplay und Screenshot Software schon ordentliche Aufnahmen gelingen, wie kann man die Auswertung automatisieren? Sollte man bei einem Windows PC bleiben und mit (welcher?) Software auswerten oder ist ein Umstieg auf z.B. Raspberry Pi sinnvoll (auch unter dem Gesichtspunkt des Stromverbrauchs bei 24/7 Betrieb)?
 

eberhard_ehret

Mitglied
Hallo,

wenn ich mir (neben dem SDR-STick) alles beim Händler kaufen möchte, habe ich mal die nötigen Teile hier zusammen gestellt. (Ich bin mit keinem Händler in Kontakt - sind nur Beispiele) .
Wenn alles gekauft wird, bist Du mit max 200,-- bis 250,-- dabei (inkl. Antennenhalterung - hier nicht aufgeführt)






LG Eberhard
 

eberhard_ehret

Mitglied
...für alle, die zunächst kein Geld investieren wollen, sei diese Seite hier empfohlen:
Live Beobachtung von GRAVES

In dem Fenster "Frequency" auf GRAVES klicken, dann mit der Cursor in das blaue Wasserfalldiagramm auf Graves gehen und dann mit dem Scrollrad reinzoomen. In den Feld "Bandwith" kann man dann "USB" und "wider" anklicken...und schon kann man live die Meteörchen beobachten....ohne nen € investiert zu haben oder Antennen aufstellen zu müssen oder so....
LG Eberhard

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JTorhoff

Mitglied
Moin Heiko und alle,

schön dass es weitere Noobs hier gibt :)

Ich bin ebenfalls Anfänger und erst seit ein paar Wochen dabei. Bei meinen ersten "Gehversuchen" wurde ich tatkräftig von Eberhard, Reinhard und Andreas unterstützt. Ohne diese tatkräftige Hilfe hätte ich wahrscheinlich aufgegeben, aber jetzt läuft es schon recht rund.

Zum Thema Equipment:
- Antenne: Der Selbstbau war nicht schwierig und hat eine Menge Geld gespart und obendrein noch einige Erkenntnisse geliefert, die sonst im Verborgenen geblieben wären. Meine erste Antenne ist diese hier: Carbon Arrow Yagi - light Dual Band yagi for 20€ by Tysonpower
Davon habe ich nur den 2m Teil gebaut, den 70cm Part kann man einfach weg lassen. Auf dieser Basis habe ich danach die "Eberhard-Yagi" gebaut, die ebenfalls sehr gut funktioniert. Dazu war es nötig die 3D Druck Teile ein wenig anzupassen. Die Modelle werde ich demnächst bei Thingiverse als Remix einstellen. Für mich war der 3D Druck eine schöne Alternative, weil die Bauzeit kürzer wird (Druckzeit nicht mitgerechnet) und das Heißkleber-Gemansche weg fällt. Die 3 Element Yagi funktioniert ganz hervorragend - obwohl ich über 700 km entfernt bin und die Antenne anfangs unter dem Dach aufgestellt war. Seit gestern habe ich eine 3 Element Yagi draußen positioniert und gleich gelernt, dass das auch nicht ohne Probleme ist. 1. scheint sich die Empfindlichkeit der Antenne durch Regen zu verändern und 2. ist das Kabel viel länger, so dass das Signal schwächer ist. @eberhard_ehret ich glaube ich habe jetzt verstanden, warum Aircell 7 besser ist als RG58 ;)

- Rechner: Im Graves Thread habe ich einige Screenshots eingestellt, die sowohl mit Windows PC als auch mit einem Raspberry Pi zeitgleich aufgenommen wurden. Beides funktioniert gut, der Raspberry hat Vorteile bei der Stabilität und beim Stromverbrauch und Nachteile bei der Software (z.B. keine Timestamps in GQRX). Beim Thema Raspberry bin ich aber noch ganz am Anfang. Ich denke das ist die ideale Basis für automatisierte Auswertung.

- Kabel: Ein, auch von mir, anfangs unterschätzter Faktor. RG 58 reicht für die ersten Versuche, aber sobald die Länge über 10m geht. Das nächst bessere wäre RG 213 und dann käme Aircell 7. Das sind zumindest die mir bekannten Kabel, die ich auch im Einsatz (bzw. "am Lager") habe. Es gibt sicher noch viele andere.

- Stecker: Eine eigene "Wissenschaft" und anfangs für mich echt anstrengend da durch zu steigen. Mittlerweile nutze ich UHF Stecker die es passend zu den genannten Kabeln gibt. Der Anbau der Stecker ist in einem Link aus Eberhards Antennen Anleitung erklärt.

- RTL SDR Stick: Ich hab den gleichen wie Heiko aus dem Angebot, aber ohne den Upconverter. Dazu gleich eine Frage: Wozu braucht man den Upconverter? Mit anderen Sticks habe ich keine Erfahrung.
Der Nooelec NESDR SMArt v4 SDR wird im Betrieb sehr heiß. Daher habe ich einen Fingerkühlkörper mit Kabelbindern am Gehäuse befestigt das senkt die Temperatur ganz erheblich.

So, das war es erst mal. Ich habe bestimmt ne Menge vergessen. Aber so habt ihr auch gleich Infos aus der Sicht eines Einsteigers.
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

danke an alle die Anschubhilfe geben und alle "Mitnoobs" (den Ausdruck kannte ich noch gar nicht). Ich habe jetzt basierend auf euren Empfehlungen ein paar Bestellungen platziert. Mal sehen ob ich das Zeug zusammengeflickt bekomme.
3D-Druck wäre auch was schönes, aber das habe ich noch nicht - vielleicht wenn das Wetter schlecht bleibt.

Viele Grüße

Heiko
 

Okke_Dillen

Mitglied
Wenn du partout nicht basteln möchtest....
Heiko und partout nicht basteln wollen..... :oops: ..... 🤣 🤣 🤣

Moin,

lese alles, was ihr hier zum Thema Radioastronomie seither schreibt, aufmerksam und neugierig mit. Langfristig hab ich da so ne Idee, die mich seit Jahren schon umtreibt, aber noch genügend andere offene Baustellen. Noch eine zusätzlich: ich muß umziehen! (klingt erstmal einfach, aber....). Somit: Beobachterstatus ;)

Okke is watching you... :beobachten:
Schrappfrei! ;)
 

Uwe_HF

Mitglied
Hallo Heiko,
hier gibt es eine kommerzielle kleine Richtantenne (Yagi) mit drei Elementen. Die Antenne könnte etwas mehr Gewinn haben. Ist abhängig davon wo Du wohnst. Kannst ja auch mal versuchen ob die Firma Anjo Antennen eine kleine Serie von passenden Antennen auflegt.


Schöne Grüße

Uwe
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

also hier ist das Wäschegestell (Zweitverwendung falls es nicht funktioniert):
Antenne.jpg

Das könnte wohl noch etwas höher, hat so aber schon freies Feld nach Süden. UKW-Sender bekomme ich damit rein.

Und das sehe ich auf dem Bildschirm:
ScreenRTL-SDR.jpg


Würde das so funktionieren? Ich erwarte jetzt nicht, daß mir jetzt gleich schon was ins Netz geht. Aber ist das jetzt kompletter Blödsinn oder kann ich mir Hoffnung auf Empfang machen? Die Entfernung zum GRAVES-Sender müßte knapp über 500 km sein.

Viele Grüße

Heiko
 

eberhard_ehret

Mitglied
Hi Heiko,

also die Antenne sieht schon prächtig aus....kann so bleiben....Socken und "Tiger-Tangas" trägt sie...
Mit SDR# kenne ich mich nicht aus...aber wenn ich Deinen screenshot sehe, dann solltest Du in der ersten Zeile links oben"USB" anklicken....
LG Eberhard
 

JTorhoff

Mitglied
Herzlichen Glückwunsch Heiko :)

Wie Eberhard schon schrieb, muss oben USB an. Dann für alle astronomischen Anwendungen AGC auf off stellen. Eigentlich muss die Frequenz auf 143 048 500 erklären kann ich das aber nicht ;)
 

mbba18

Mitglied
Hallo Heiko, Mitnoobs und Fortgeschrittene,

ich hänge mich auch mal mit dran :D.
Mir geht es wie Heiko. Kenne mich mit Funk, Radio, Hochfrequenztechnik so ganz und gar nicht aus.
Mit Elektrik und Elektronik sieht's nicht besser aus :whistle:.
Und das mit dem selbst "bastel/bau" lasse ich auch besser sein.

Werde wohl auch erst mal nur mitlesen.
Aber nicht's desto trotz ;) habe ich schon eine Frage.
Ich habe da noch eine alte Satelliten-Schüssel. Denke so ca. 30cm Durchmesser. Ausgerüstet halt für den TV-Empfang.
Anbringungsort wäre entweder ein Balkon von SW über W nach NW, ein weiterer Balkon wäre von SO nach S.
Ist da schon was mit möglich und welches Equipment ist notwendig, um was auf dem Notebook zu sehen.?

Besten dank für Euer Feedback.
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Mathias,

was man mit alten Satellitenschüsseln machen kann, würde mich auch interessieren. Freut mich, daß ich nicht der einzige "Doofe" hier geblieben bin.
Ich habe jedenfall schon Ideen, was man machen könnte. Ob es dann Sinn macht, steht wie immer bei mir auf einem anderen Blatt. Ich habe meine neue Antenne schon etwas "gepimpt". Was haltet ihr davon:

Antenne2.jpg


In Verbindung mit der kleinen LCM-Montierung gibt das eine in Azimuth und Höhe steuerbare Antenne. An einem Laptop könnte ich die wie eine Kamera z.B. über Stellarium auf jeden Himmelsbereich ausrichten und nachführen - z.B. auf den Radianten eines Meteoritenstroms, oder auf einen Bereich der von der ISS durchflogen wird. Obendrauf dann noch ein Sucherfernrohr mit Leitkamera womit man dann über Platesolve .... Ok, es geht wieder durch mit mir. Macht vielleicht bei der Antenne nicht soviel Sinn. Aber bei einer Satellitenschüssel?

Viele Grüße

Heiko
 

mbba18

Mitglied
Hallo Heiko,

naja "Doofe" ;)... ...
Wir haben ja auch mal "doof" in der visuellen/fotografischen Beobachtung angefangen.

Das mit der Montierung, darauf die SAT-Schüssel, habe ich mir auch schon überlegt.
Aber ob das Sinn macht, weiß ich eben noch nicht, vielleicht ist ja eine feste Anbringung auf dem Balkon sinnvoller.
 

JTorhoff

Mitglied
Moin zusammen,

zum Thema Satellitenschüssel für "Einsteiger" hat Eberhard letztes Jahr mal etwas verfasst: Selbstbau: Sonnen-Radio-Teleskop

Es gibt sicher noch viel mehr Anwendungen für SAT Schüsseln, aber nach dem was ich bisher so gesehen habe wird es dann schon recht komplex. Meteor Scatter ist da schon eher einsteigertauglich, aber auch da gibt es reichlich hürden.

Ich bin ja selber auch noch Einsteiger, aber die Yagi auf eine Montierung zu schnallen macht aus meiner Sicht wenig Sinn - zumindest für die Meteorbeobachtung via Graves. Dort will man ja einen festgelegten Bereich beobachten, es ist also keine Nachführung vonnöten.
Im Dokument Detection of Meteors by RADAR von D. Morgan ist es sehr schön dargestellt:
d_morgan_4_2.gif


@DocHighCo Hast du denn mittlerweile Meteorsignale mit der Antenne empfangen?
 
Hallo miteinander,

also "doof" dürfte in diesem Forum wirklich Niemand sein, denn sonst würde er sich hier nicht rumtreiben ;).

@ Heiko:
Nette Bastelei mit der Antenne, ich mag sowas, aber richtig viel Sinn ergibt das nicht. Unsere Antennen haben eine Öffnung wie ein Scheunentor und die interessante Richtung für die Meteorbeobachtung ist durch die Lage des Senders vorgegeben.
Was Anderes ist da die Sache mit der Sat-Schüssel, womit wir bei Mathias wären.

@ Mathias:
Auch mit Satelliten-Schüsseln und deren LNBs kann man schon interessante Experimente machen, z. B. das Rauschen der Sonne auf 10GHz nachweisen. Michael Haardt, hier auf dem Board, hat so eine Projekt in der Pipeline. Im einfachsten Fall geht das mit einem Sat-Finder (am besten mit analogem Zeigerinstrument) zwischen Receiver und Schüssel, wobei der Receiver nur als Spannungsversorgung für LNB und Sat-Finder fungiert. Dabei kann man die Sonne ganz einfach durch die feststehende Sat-Antenne laufen lassen und den Anstieg und Abfall des Rauschens auf dem Sat-Finder Instrument anschauen und ggf. aufschreiben. Im eleganteren Fall zapft man das Zeigerinstrument an und zeichnet den Spannungsverlauf über die Zeit mit einer entsprechenden Vorrichtung auf. Es gibt dazu haufenweise Berichte im Netz.
Mit der Sat-Schüssel auf einer Montierung kann man dann aktiv über die Sonne fahren oder sie verfolgen. Inwieweit man damit dann auch eventuelle Ausbrüche detektieren kann weiß ich so aus dem Stand heraus nicht, vielleicht kann da Jemand Anderes aus der Runde etwas zu sagen.

Viele Grüße und CS,
Reinhard

PS.: Da war Jörg schneller (y).
 

DocHighCo

Mitglied
Nette Bastelei mit der Antenne, ich mag sowas, aber richtig viel Sinn ergibt das nicht.

Hallo,

daß das nicht viel Sinn ergibt, dachte ich mir. Aber es ist halt schön, wenn sich die Antenne bewegt - vielleicht noch computergesteuert (da kommt der Mechaniker durch). Das macht auch für umstehende Betrachter mehr her und meine Frau bekommt das Unterteil für den Sonnenschirm wieder ;)
Ich hatte ein paar kurze Blings (einen relativ dicken aber auch kurz) und "Schatten" die man als schwache Signale von irgendwas deuten könnte. Kein Pfeifen bis jetzt. Außerdem sehe ich öfters die Echos des GRAVES-Transmitters, denke ich (siehe unten).
Nachmittags ist wohl aber auch nicht die ideale Zeit für Meteoriten.

Gruß

Heiko

z.B.:
capture_010_08032020_125303.jpg
 
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